Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
Seite
19
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10 Buch, i Kap.

mals in dem Hause des Kaisers Titusd) und ebendaselbst (nicht aber, wie Nardini und Andere vor-gebend) in den sogenantcn sieben Sälen, alsden Wasserbehältern zu den Bädern) wurde sie cnt-dckct in dem Gewölbe eines' Saals, der ein Theil terBäder dieses Kaisers gewesen zu sein scheinet, aberdurch eben diese Entdekung uns den eigentlichen Ortdes kaiserlichen HauseS zeiget, als welches mit denBädern vereiniget war. Hier stand Laokoon in ei-ner großen Nische an dem Ende des gedachten undausgemaleten Saals, von dessen Gemälden sich nochizo der irrig sogenante CoriolanuS unter dem Ge-simse erhalten hat. ^)

§. 13. Plinius meldet, daß die drei FigurendeS Laokoon auS einem einzigen Steine gebanengewesen,4) welches ihm also geschienen/ weil mankeine Fuge bemerkete, nicht, daß es wirklich so ge-wesen: den ein paar tausend Jahre haben endlicheine fast unmerkliche Fuge entdeket, welche zeiget,

1) ?Iin. I. 36. c. 3. sect. 4. n. 11.

2) nntic.i l. Z. e. 10. p. 99.

Nardini sagt nur, daß die Grupe de§ Laokoonin der Gegend zwischen den sogenanten sieben Sälenund der Kirche S. Lucia in Selee gefunden wor-den. Fea.

Z) Ich habe in einer bcglaubeten schriftlichen Nachricht ge-funden, daß Pabst Julius ll. dem Felir von Fre<dis, welcher den Laokoon in den Bädern des Ti>tus entdekete, ihm und seinen Sohne» zur Belohnung>ntroit»s et Portionen, gabell-e Ports: 8. ^osnnis I^a-ter->nen»i5 verliehen habe. Leo X. aber gab diese Ein-künfte an die Kirche von St. Johaii Lateran zurük,und jenem an deren Stelle oKcium seriptoriW ^posto-liess, wornber ihm den S November lS!7 ein Breveausgefertiget wurde. W inckel in a n.

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