Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
Seite
11
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10 Buch/I Kap. "

ganzen Welt Friede. In Babylon/ dieser Hauptstadtdes persischen Reiches/ kamen damals die Gesandtenunzähliger Völker bei dem Eroberer von Asien an/theils demselben Glük zu wünschen/ theils Geschenkezu bringen/ und andere/ die errichteten Verträge undBündnisse zu bestätigen.^)

ß. 7. Lysippus ging auf der Bahn/ die alle-zeit die größten Menschen in ihrer Art betreten ha-ben/ zur Vollkommenheit in seiner Kunst; dieser Wegist/ selbst die Quelle zu suchen/ und zu dem Ursprüngezurükzukehren/ um die Wahrheit rein und unver-mischt zu finden. Die Quelle und der Ursprung inder Kunst ist die Natur selbst/ die wie in allenDingen/ also auch hier/ unter Regeln/ Säzen undVorschriften sich verlieren/ und unkentlich werdenkan. Was Cicero saget/ daß die Kunst ein rich-tigerer Führer/ als die Natur sei/ kan auf ei-ner Seite als richtig/ auf der andern als falsch be-trachtet werden.2) Nichts entfernet mehr von der

waren. Natürlicherweise waren die Begebenheiten erst in einem Zusammenhange hinter einander erzählt,und nur da, wo der Verfolg der Sachen Nuhepuuktedarbot, die Namen der großen Männer, welche umdiese Zeit gelebt harte», eingeschaltet. Die Jahre,bei welchen dies geschah, koiiten nun nicht als die>, Jahre angesehen werden, worin ein Man etwas Vor-i, zügliches geleistet, oder sich am meisten hervorgethan, und den größten Ruhm erworben hatte; sondern es, war blos der bequemste Zeitpunkt sür den Geschickt, samler, den Man anzuführen. Was man also in sol> chen Zeitbestimmungen suchen kan, ist mehr nicht, als ein Zeitpunkt in der Volksaeschichte, wo eine Folge von« Begebenheiten sich endiget oder ansängt: ein Krieg,i, ein Friede, und dergleichen mehr." Meyer.

1) Oiocl. 8ic> I. >7. c. i>Z.

2) llv Ln> I. 4. c> 4.

Die Stelle Ciceros handelt nicht von den bilden-den, sondern Von den redenden Künsten. Slebelis.