Druckschrift 
10 (1825)
Entstehung
Seite
631
Einzelbild herunterladen
 

Briefe. 634

Bequemlichkeiten, die ich genieße. Eine nächst zuerrichtende Stelle eines Aufsehers der Altertümer inder Vaticana kan mir nicht entgehen, und wenich künftig noch ein Scrittorato in derselben erhal-te, tausche ich mit keinem Geheimdenratbe in Deutsch-land : den die Freiheit, die ich genieße, ist »nein»geschränkt, und niemand fragt mich, was ich ma-che. Mein Gönner, der große und gelehrte Cardi-nal Decano Spinelli, dem ich jene Stelle zu dan-ken habe, starb wenige Tage nachher, zu meiner äus-sersten Betrübniß, im 69 Jahre; ich habe aber dieVornehmsten in diesem Collegio zu Freunden. Ineinigen Tagen gehe ich mit meinem Herrn und Freun-de auf dessen Lustschloß zu Nettnno an der Seeund nachher wird er seine prächtige Villa einweihen.In den heissen Monaten aber werde ich allein da-selbst meine Residenz nehmen. Dieses ist die Aus-sicht meines Lebens bis auf den Herbst, und alsdanwerde ich längs dem adriatischen Meer eine Reisenach Urbino machen. Meine Reise nach Neapel mußich bis künftiges Frühjahr »ersparen. Ich bin sehrgeneigt, nachher eine Reise in die Schweiz, und vonda eine Ausflucht nach Sachsen zu machen. Ich boffeizo in der ^estlelnie cles Inscri^>l>ionz ed Keiles I^edtreslle Paris als Correspondent aufgenommen zu werden.Man suchte mich nach Berlin zu ziehen, welches ichnicht eingehen konte, zumal izo, da ich hierbesser stehe, als anderwärts geschehen kan, und Romzu verlassen, ist: mich von meinem Liebstentrennen.