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Freundschaftliche
Werke wird mit Etfcr gedacht/ gezeichnet: aber mitden Kupfern gebet es sehr langsam. Ich sehe dasEnde kanm in Jahr und Tag.
Mein großer Freund, der Cardinal S pi n e lli,ist einige Tage, nachdem er das Meiste zu meiner Be-dienung beigetragen, zum größten Leidwesen aller,die ihn kennen, an einer Entzündung verstorben undgestern beerdiget worden.
In acht Tagen werde ich auf eben so viel Tagenach Netrnno am Meere zur Prinzessin Albanigehen.
Es haben sich viele merkwürdige Entdekungen her-vorgethan, welche ich heute nicht Zeit anzuzeigenhabe. Unter denselben ist ein beschädigter Kops ei-nes jungen Fauns von so hoher, himlischer Schön-heit, daß er alles übertrift/ was ich gesehen undwas sein kan. Bestündig denke ich an denselben,und die Nacht träume ich davon. Ein solchesVergnügen gilt mehr als ein Monat Fröhlichkeit beiHofe.
Künftig ein Mehreres. Ich bin ?e.An Franke.
l Nach Nötheniz. Z
Rom, den 27 April t76Z.
^ch ertheile Ihnen Nachricht, daß ich nach demTode des Abare Vennti die Stelle eines Ober-aufseherSder Altertümer inNom, mit Hint-ansezung aller andern Mitwerber, erhalten habe.Diese Stelle ist ansehnlich, ohne alle Arbeit, undträgt jährlich t6» Scudi ein; folglich habe ich meinnothdürftig Brod hier auf meine übrige Lebenszeit:den noch einmal so viel macht in Dresden nicht soviel. Mein Herr gibt mir eben so viel, ausser den
W>'. an Riedesel/ v, Axril 176Z.Z