620 Freundschaftliche
werden Sie erlaube»/ den Brief an die BanquiersTorton und Bauer zu richte»/ wo Sie könnennachfragen lassen.
Wünscheten Sie das königliche Münzkabinet genauzu sehen/ so verlangen Sie von mir ein Schreibenan den Herrn Lartliclem^, L.ircle <1>I Lsdinet,
tl» koi, Sie müßen sich aber vorher erkundigen/ob cr nicht auf's Land gehet/ wie gewöhnlich. Ichbin zwar versichert/ man wird Ihnen allenthalben mirHöflichkeit zuvorkommen; aber ich wäre begierig/auch durch mich Ihnen nüzlich zu sein.
Herrn Graven von Werth ern und von Mün-nich cmvfchle mich auf das allerunterthänigste. Demerstern will ich auf den ersten Wink das Versprochenenach Deutschland überschiken: den ich kan nicht um-hin/ verschiedene Dinge anzumerken/ die niemandausser mir wissen kan, und die leicht einem Franzosendienen könten/ ehe ich mit denselben an s Licht ge-treten. Sagen Sie demselben/ daß ich vermuthlichkünftiges Jahr eine Reise nach Sachsen thun möchte/um Deutschland zum leztenmal zu sehen, und ichhoffe das Vergnügen zu haben/ demselben meineAufwartung machen zu können. Ich wünschete/daß es eben so leicht wäre/ Sie/ liebster Freund/noch einmal im Leben zu umarmen. Ich schmeichlemir indessen/ Ihr geliebtes Bild in Ihren Enkelnhier in Rom zu sehen. Mein Entschluß ist gefaßt/niemals aus Rom zu gehen. Diesen Sommer werdeich auf der Villa wohnen und im Herbst nach Urbinogehen. Mit solcher Freiheit kan ich nicht so langevorher Anschläge machen an Orten/ wo die Freiheitin keinem Stande ist. Einliegendes Briefchen bitteich Herrn Wille zustellen zu lassen. Ich küsse Ihnendie Hände ic.