Druckschrift 
10 (1825)
Entstehung
Seite
619
Einzelbild herunterladen
 

Bricfc.

Das Sendschreiben an Sie würde bereits zumDruke/ und zwar besonders, fertig sein» weil ichvorhersehen können/ daß Sie sich so lange in Parisaufhalten würden, Sie würden es an allen Ortengcdrukt gefunden haben. Ich lasse eS aber dennochvielleicht besonders druken; aber in diesem Falle mußes wenigstens mit drei Kupfern gezieret sein/ welchesZeit haben will. Ich habe indessen dem Commercien-rath und königlichen Buchhändler in Dresden/ HerrnWalt her/ Ihre Ankunft angekündigt/ und die Lieb-haber und Kenner der Kunst daselbst werden begierigsein/ den liebenswürdigen Livländer zu sehen. Erin-nern Sie sich daselbst Ihres Freundes/ und gehenSie ausser Dresden eine halbe Meile an den Ortmeiner langen Einsamkeit/ nach Nöthenij/ wo dieberühmte und kostbare Bibliothek des verstorbenenEraven von Bünan stehet. Der BibliothekariuSweiß von Ihnen und wird Ihnen sehr viel Selten-heiten zeigen. Das Sendschreiben von denh er en l a ni sch en A lt ert ü in e rn / welches mehren-theils abgegangen ist/ wird ohne Zweifel in Straß-durg zu haben sein: einen nähern Weg weiß ich nicht.Künftigen Sommer werde ich meine Anmerkungenüber die Baukunst der Alte»/ noch mehr alseinmal so stark vermehrt/ druken lassen. Ich hoffeauch künftigen Herbst mit meinem großen italiänischenWerke hervorzutreten. — Den Sonabend nach Osterngehe ich auf einen Monat nach Neapel / nm neue Un-tersuchungen zu einer andern Ausgabe der Schriftüber die herculanischen Entdekungen zu machen/ welchewenigstens nm die Hälfte vermehrt erscheinen wird. —Künftigen Posttag werde ich suchen/ Ihnen meinProfil, von Casanova gezeichnet/zu überschiken.

I Wen cS nicht mit dem Paket des Hofes abgehen kan,

t) lBiogvaphie S. LI.VIII/I