Briefe. in?
Steine geschnitten hätte, würden seine Figuren demTydens und dem PeleuS ähnlich gewesen sein.Der Palast Pitti zeuget auch in den besten Zeitenvon den toscanischen Begriffen im Banen. DieSchreibart der Florentiner ist/ wie ihre Malerei,ängstlich/ gesucht und was man miser nennenmöchte. Zzo, da kein Hof mehr daselbst ist/ sind dieKünste gänzlich gefallen mit samt der Gelehrsamkeit/und der Florentiner/ welcher von Natur ein eitlesWesen ist/ wird in der Unwissenheit/ in welcher erdennoch als etwas erscheinen will/ lächerlich.
Das Haupt der Gelehrsamkeit in Florenz ist einMensch/ welcher seine Herberge den ganzen Tag ineinem Kaffee bei dem Sch weizer hat. Er heisset derDoctor L" l)/ aufgeblasen wie eine Kröte.
Der einzige Man von Kentniß und Gelehrsam-keit ist der ZIbate Niceolini/ welchen Sie billigsollten kennen lernen. Die Armuth in Florenz zeigetsich beim Eintritt in die Stadt auch unter dem ge-meinen Man: ich habe nirgends so viel Mäntel tra-gen sehen. Ich glaubte nicht/ daß Sie den schönenjungen Menschen vergessen hätten/ von welchem ichHhncn mehr als einmal gesprochen. Er heifit Ri-co lo Castellani/ aus einem der besten Häuser.Zu meiner Zeit war er etwa 16 Jahr/ aber einvollkommenes Gewächs. Stosch sagte mir im ver-gangnen Jahre/ daß er viel von seiner Schönheitverloren habe. Wenige Menschen werden ihn ken-nen; den es scheinet/ die florcntiinschen Schönenfinden nur ein unbedeutendes britisches Gesicht schön.
Der Herr Grav von W"?) l,at Unrecht/ sichüber mein Stillschweigen zu beschweren; ich bin dem-selben keine Antwort schuldig; aber mit allen und
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