616 Freundschaftliche
richtig sein/ weil er Italien selbst nicht gescheit hat.Sein Werk von der Malerei ist mir von vielen ausSachsen angekündiget/ weiter aber habe ich keineNachricht von demselben. Er spricht sehr viel undich wünsche/ daß diese Gabe nicht in dieser seinerArbeit zu merken sein möge.
Den Sonabend nach Ostern gehe ich endlich nachNeapel ab. Von einer andern künftigen Reise da-hin sprechen Sie sehr zuversichtlich/ und es köntevielleicht geschehen. Diesen Sommer werde ich ganzallein mein Quartier in der Villa des Cardinalsvor der Porta Salara nehmen/ um daselbst michallein zu genießeit.
Von Mengs habe ich seit der Zeit ein kurzesSchreiben erhalten/ aber ohne Antwort auf IhrVerlangen/ welches ich vor einiger Zeit wiederholethabe. Es scheinet/ daß seine Absicht sei/ nach En-geland zu gehen / ohnerachtet der Vortheile in Spa-nien.
Ich bin mit Schwindeln überfallen/ und schließedaher mit einem herzlichen Gruß an Ihre und meineFreunde als Ihr se.
An R i e d e s e l.
Mach Florenz-^
Rom/ den l» März 176Z.
Tb eure st er Freundl
^sch habe allererst gestern Ihr angenehmes Schrei-ben erkalten. Ihr Urtheil von Florenz ist völliggegründet: in der Malerei ist das Trokne/ Harte ^und Übertriebne der Herrurier auch ihren bestenKünstlern eigen/ und wen Michael Angelo in