68 Freundschaftliche
schaft binnen einem Jahr werde zu Ende geheiy daer dan nach Nom gehen wird.
Ich suche keine Herlichkeit, weil nur ein paarZahre vorbeigehen. So lange der Pater Rauchlebt/ werde ich allezeit in bester Form herausgehenkönnen. Sollte ich aber auch auf meine Kosten her-ausgehen müßen/ so ist eS in Wälschland so wohl-feil/ und zwar mit den ordentlichen Couriers/ zureise»/ daß mir von vielen glaubwürdigen Personenversichert worden, daß sie von Venedig bis nachRom mit 20 Thalern gereiset/ Kost und alles mitgerechnet. Von Venedig bis Dresden kan man abermit ordentlichen.Kutschen für 3» Thaler reisen.
Ich habe noch beständig zu thun gehabt. Nun-mehro aber werde ich völlig schließen. Von nun anprätendire ich auch weiter keinen Pfennig von demHerrn.
Wollte Gott/ du wärest Herr und Freund zu-gleich in einer Person/ und köiitest aufbrechen »ach !deinem Gefallen/ ich wollte gerne etwas von deine» zReisekosten tragen. Ich sehne mich eben so sehrnach euerer baldigen Ankunft/ als der Psalmist nachder Hülfe aus Zion. Nur acht Tage wünscheich mir: ich will gerne zufrieden sein.
Ohngeachtet der Cardinal und der Nuntius be-sorge! sind um meine Gesundheit/ wen ich sollte mder Hize reisen/ die um Pfingsten schon für n»Sunerträglich ist/ wen man nicht mit Extravost desNachtS gehen tan: so wollte ich alles nichts achte»/und warren bis ihr kommet/ und alsdan nach Dah-len gehen.
Allein was mich am bangesten macht/ sind Gele-genheiten/ die gegen die Messe/ wie man vermutlichnach Wälschland abgehen. Die erste und zuverläßig- !ste ist/ mit dem schönen Sänger Belli zu gehen,der vor einem Jahre durch einen gewissen Cardinal