Briefe.
Fch bin sehr unruhig/ das weiß Gott der All-W'chtiqe. Weil ich dich nur gesehen / mein Freund!>lild den Herrn gesprochen / nlsdail will ich mich demßlrom überlassen. Es gehe wie es wolle: währetes doch nicht ewig!
Ich weiß nirgend hin/ wo ich ohne Unkosten undohne EmbarraS leben kaii/ als nach Potsdam. Ichinnß mit der heimlichen Post gehen/ um mir nichtSchaden zu thun.
Vielleicht ist eS gut/ daß ich pressant war bei demAntrag des Nuntii.
Englischer Freund! deine Liebe und die Gnadedes Herrn machet/ daß ich noch balancire.
Der Cardinal hat sich nur / ausser dem Logis/z» Z Ducaten monatlich erboten/ okngeachtet er er-schreklich peinlich schreibet um meine baldige Ankunft.Zu einer Zulage bat er sich erkläret und zur Besor-gung meines fernern GliikeS. Der Nuntius hat mirauch en äel.-ul vorgerechnet/ wie wohlfeil man inRom leben konte/ und mir/ bei diesem schreibermäßi-gen Gehalt/ betheuern wollen/ daß ich Gott dankenwürde in Rom.
Mit diesem Briefe / (den ich/ wie verschiedene an-dere/ von dem Cardinal in meiner Sache geschrieben/selbst gelesen/) hat der Nuntius bis auf die lezteStunde zuriikgebalten/ (ohngeachtet es der erste Briefvon allen meinetwegen ist/) bis er hörete/ daß ichMigniret hätte.
Ich ließ dem Nuntio merken / wie sehr mich der-gleichen Antrag befremde/ (den izo reden wir offen-herziger/ weil ich französisch mit ihm spreche/) undgegen den Herrn Pater R a n ch beklagte ich mich. Eserbot sich aber derselbe zu iou Gulden jährlichen Zu-schuß/ und mir in allen meinen Umständen zu sou-»uriren/ wen ich ausserdem noch etwas gebrauchete/und ionre deßhalb zuversichtlich schreiben.
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