Druckschrift 
10 (1825)
Entstehung
Seite
64
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64 Freundschaftliche

teil, den entscheidenden Tritt nicht/ bevor ich ihngesprochen.

Noch ist res ini,eßra. Die Vortheile sind sehrunbeträchtlich; und dennoch kan ich fast nicht zurük-ziehen.

Der Nuntius dringet mehr als der Pater Rauchauf meine Profession; eS sollte künftigen Freitagvorgenommen werden. Ich wußte keine andere Aus-flucht, als daß ich eine nothwendige Reife vorschiizte,nachdem ich ihm vorher angedeutet hatte, daß esmir unmöglich fei, zu reifen, ohne den Herrn ge-sprochen zu haben.

Ich sagte also, ich müßte den Tag darauf, alsden Sonabend, nothwendig verreisen. Er ließ ßcheS endlich gefallen. Eben dieses erlüelt ich von dcmHerrn Pater Rauch/ gegen den ich mich deutlicheerklärte. Ich sagte ihm/ daß ich Nachricht hätt-/der Herr würde um die Mitte des Monats Mai ausEisenach abreisen/ ich wollte ihn hier erwarten.

Damit ich aber vor unserer Geistlichkeit Ruhehätte/ (den eS ist in ganz Dresden bekant/ und einjeder, der eS weiß/ glaubt/ daß ich bereits changirethabe/) so wollte ich verreisen/ bis der Herr aufseinen Gütern in Dahlen angelangt sei; und >mich ihn gesprochen/ sollte es ferner an mir nicht feh-len. Zu allem Elüke war meine Profession in ein«Woche angefezt/ wo die Jesuiten ihre Exercitien,wie sie es nennen, haben, d. i. ihre Vorbereitungzur heiligen Woche, wo ste nicht ausgehen dürfen/auch nicht einmal zum Nuntio/ in dessen Zimmerder ActuS geschehen soll.

Ich habe also bis zum t Juni Aufschub erhalt»Ich würde verzweifle»/ wen euere Abreise nicht mMai geschähe. Aber hier zu bleiben / ist kein Rath.Ich würde verrathen werden, und man würde merken,daß ich ste hintergehen wollte.