Briefe.
Dieselben^ gebort auch der Pastor Kiihze in Aus'the-ern. Die Zeit ist nur zu kurz, an jeden besonders' zuschreiben. Der Krau Doctorin Hochedelgeboren und dei-nen werthesten Herren Brüdern und Verwandten em-pfehle mich gehorsamst. Höre nichr auf/ mein Freundzu sein. Wie gern hätt' ich dich noch yesehen! Lebeivobl, theurer Freund/ und ärnte die Früchte einvon deinem Fleiß und Gcschiklichkeit. Ich ersterbe. re.
An Verend 6.
l Nach Eiscnach, ü
ylotheniz, den lZ April 475Z.
Freund über alle Freunde!
Ä>ie habe ich eS um dich verdient? wie soll ich eFdir vergelten? Freund! ich hoffe dich noch hier zusehen. Ja, mein Freund! in Dahlen hoffe ich dich/j«deine Füße zu küssen, und mich zu meines HerrnFüßen zu werfen. Warum hast du mir die ver-Mintliche Zeit eurer Abreise aus Eisenach nicht ge-schrieben? Hch höre von der Kathin, daß e6 auf denül Mai festgesezr ist.
Ich kan dich nicht sehen/ göttlicher Freund!ihr nicht nach Sachsen komt. Über Augsburgkan ich nichr reisen / es ist keine Gelegenheit daselbstbis im September.
Ich muß über Prag und Wien gehe»/ und aufdie Nachricht von eurer Abreise habe ich AufschubOberen, so sehr der Cardinal auch auf meine Ab-reise dringet.
Göttlicher Frennd! ich muß dich sprechen; ichmiß die Kniee des gnädigen Herrn umarmen. Ermuß mir seinen Segen ertheilen. Ich thu den lez-I> lDee ihm in Berlin Herberg gegeben.!