Druckschrift 
10 (1825)
Entstehung
Seite
56
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36 Freundschaftliche

mit den Vetturini gehen, wo man nicht geschnelletwird. Man bedinget Kracht und Kost in eins.

Ich glaube/ daß ich zu einer Reise nach Wälsch-land in allerband Absichten so gut als ein Menschvorbereitet bin: und hoffe, wen ich gesund bleibe,wie ich es izo bin, davon nach aller Möglichkeit zuprofitiren.

Meine Equipage zur Reise wird vornehmlich inWäsche bestehen. Den alles Leinengeräthe ist dorttheuer. Mit feinem weissen Zeuge und Cannesasbin ich hinlänglich versorgt. Nur Unterhemdenbrauche ich noch. Ich habe etwas Geld an HerrnRaßbach geschikt. Sollte die Frau DoctorinHochedclgcboren etwa Nachricht zu einem guten Kaufwissen, so ersuche dieselbe gehorsamst, Herrn Raß-bach davon Nachricht zu geben. Die Elle -> 6 Gr.wie die vorige gewesen. Ich weiß nicht, ob mmin solcher kurzen Frist aus meinen übrigen wenigenSachen noch ein paar Thälerchen herausbringenkönte. Ist eS nicht möglich, (den ich will wederdem Herrn Bruder, noch sonst jemand Mühe verm>fachen,) so bin ich es auch zufrieden.

Ich muß nun freilich wie auf ewig Abschiednehmen. Den die Alpen sind nicht leicht überstie-gen. Ich suche kein Glük in Rom zu machen, dasweiß Gott der Allmächtige! und ich würde nichtsüber das Vergnügen haben, wen ich meine Freundeim Vaterlande nach meinen Wallfahrten im Wohl-stande wieder sehen könte. An Nachricht von meinenUmständen werde ich eS nicht ermangeln lassen.Meine Briefe werden mit Sachen der Nuneiatnr bisDresden gehen können, und ich werde dieselbe» hierdnrch gute Freunde weiter besorgen lassen.

Gott walte über dir mit Gnade und Segen: erfördere das Werk deiner Hände; er mache dich stark,zu helfen den Kranken und Elenden. Du warst