Druckschrift 
10 (1825)
Entstehung
Seite
52
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LZ

Freundschaftliche

gesagt/ hätte man den Herrn nicht hintergehen dür-fen. Glafey muß also niemand haben namhaft ge-macht.

Die Galerie sollst du so oft/ und ohne Hellerund Pfennig/ sehen/ als du willst/ nach meiner Ab-reise: das will ich alles ausmachen. Den Zutrittzum Pater will ich dir auch eröfnen/ wen du sicherbist. „

Überlege alles wohl und schreibe mir ohne Anstand,und ohne deine Kosten/ deine Gedanken von jene!»Briefe/ von der ganzen Sache/ und wie dir meineArbeit gefallen. ES sind mehrentheilS eigene Ersah- ,rungen/ die ich wohl geprüfet habe. Sei vergnügund lebe wohl. Ich ersterbe ;e.

Nachfchr. Ich habe etwas aufgesezet von derG al erie d er S chil d er e ie u i n D reSd e n/ zuei-ner Anleitung deS jungen Herrn Graven. Meinest du,daß er Geschmak daran finden möchte/ so übergiebeSilM.Aber mache es nicht gemein/ wegen einiger Urtheileüber Stüke in der katholischen Kirche. Ein Malervon Metier ist wie ein MustkuS / wo man ihn in sei-ner Kunst angreift/ eine rächende Creatur.

Du kaiist darnach die Leben der Maler il«vorlesen. ES hat mich nicht wenig Mühe gekostet/ ei-nen Zutritt/ und zwar mit einer Freiheit zu bekom-men/ daß ich allenthalben allein/ auch an Tagen,wo niemand zugelassen wurde/ z. E. des ContaO,an katholischen Festtage»/ Galatagen :e. die Ga-lerie habe frequenciren können. Dies hat mich ver-hindert/ nur ein einzigeSmal eine Promenade in Dres-den zu genießen. Ich bin etwa alle vierzehen oderacht Tage nach Tische bingelaufen/ oder früh und ze>gen Tische wieder heraus'.

t) lMan sehe den Nr. v. Z Dec. 1752, und ZS Dcc. !7Zö>I