Druckschrift 
10 (1825)
Entstehung
Seite
42
Einzelbild herunterladen
 

Freundschaftliche

bei dem Herrn nicht vräjudieire»/ ist auch keine Folgeunter Gelehrten daraus zu ziehen. Hat doch Mr.Grummert Bekantschaft mit der Königin Beicht-vater. ES wird auch wohl nöthig sein/ diese Adressebei dem Herrn Pater nicht zu verschweigen/ weilvielleicht der Herr/ der sich gemeldet/ von meine»Absichten könte Nachricht eingezogen habe,,/ so geheimich cS auch halte/ und um meine Veränderung demHerrn Graven glaublich zu machen/ dieses zugleichcntdekt.

Schreibe sogleich zuruk; aber'erkundige doch/werder Mensch ist. Der Herr sagt es vielleicht selbste».— Meine Bekantschaft ist ausser Malern und Ku-pferstechern noch sehr klein in Dresden/ nnd ichvermuthe/ daß eS ein Bekaiiter sein müße. DerAbend übereilet mich. Schreibe mir ja/ wer es ist,Lebe wohl und vergnügt. Ich ersterbe ?c.

An VerendS.

lNach Dahle» oder Eisenach, Z

Nöthenij, de» ü Ja». 475Z.

Einziger Freund nnd Bruder!

Niemals ist mir ein Brief saurer als dieser gewor-den. Ich befürchte endlich/ nach so vielfältigemWiderrathe»/ deinen Zorn und Ungnade/ theuersteraller Freunde!

Du hast mir gerathen/ als ein Freund / als einVater seinem Kinde rathen kan. Deine Gründe,die dir ein .Her; voll Zärtlichkeit/ voll wahrer Treuedictiret/ haben mich mehr/ als mir selbst lieb war,überzeuget/ daß meine Veränderung sehr besorglichsei.

Gott ist mein Zenge/ wie sehr mich die Eruinc-