Briefe.
sich vorgeschlagen/ schlecht berichtet sei.^) Weil eSaber doch heissen würde/ die Sache müßte ciiügenGrund haben, so kaiist du ja nur sagen/ daß mandergleichen schließen möchte aus einigen Adresse»/die ich mir gemachet/ um einen freien Zutritt zurköniglichen Galerie zu bekommen. Man müßte dar-aus sogleich eine ungegründete Folgerung gezogen ha-ben. Ich habe dieselbe/ so wie sie irgend ein könig-licher Hofmaler hat/ und noch besser/ da mir erlaubtist/ allezeit zur geheimen Thüre hinaufzukommen/ indeSZnspectorS^) wvrmem Kabinet zu sizeii/ bei welchemich verschiedentlich gegessen/ und zu Tische kommenkaii/ wan ich will. Zch freue mich/ daß ich vielleichtdas Glük haben könre/ dich und den Herrn Gravenherumzuführen: ich selbst/ und kein Fremder.Suche ihm eine Kcntniß von Künstlern beizubringen;ich will dir dazu schikcN/ was du nöthig hast/ damiter und du davon profitiren könnest. Ich bin mitden größten Maler»/ sowohl Italienern als Deut-sche»/ bekant! man verstchert/ daß diese Galerie ih-resgleichen nicht habe/ und dieses' aus beigebrachtenGründen. Du töntest auch sage«/ ich hatte denHerrn Pater Nauch auf der Galerie und bei demHerrn Inspektor Niedel/ wohin er komt, weil siebisher in einem Hause logiret/ kennen lernen/ undsei ein paarmal zu ihm gegangen; wobei du seinenCharakter machen lanst so nimable als du willst.Er ist eS werth; den diese Bekantschaft kan mich
1) lEs geht aus diesen« Briefe an Berends und jenenvom l j Jan. 175.4/ V. 2? Dee, 1754 und v. ZI Jan.I7Z5 hervor, daß sich bei dem Graven Bünau je-mand für die Stelle Winekclnians angetragen hat.In den zwei zulezr angeführten Briefen wird ein Neapo-litaner aus Bianconis Haust, ein E rz w indbeute I,als Bewerber genant,^
2) »Riedes