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Freundschaftliche
An BerendS.
INach Dahlen oder Eisenach.ZDresden i» der waltherischen Handlung, den 27 März nzz^Liebster Freund!
^sch gedachte/ dir etwas nicht wissen zu lassen,weil ich besorge/ du möchtest anfangen/ mir zu mo-ralisiren; allein ich kau es dir nicht verbergen. Ichhabe eine Reise nach Potsdam gethan/ Lamprech-ten zu besuche»/ der mir durch sein unaufhörlichesSchreiben keine Ruhe gelassen hat. ES sind mirdrei Wochen/ weniger ein Tag/ darauf gegangen.Hch habe Wohllüste genossen / die ich nicht wieder genie-ßen werde; ich habe Athen und Sparta in PotS>dam gesehen/ und bin mit einer anbetungsvollenVerehrung gegen den göttlichen Monarchen erfüllet. !Von den erstaunlichen Werken/ die ich dort gesehen jhabe/ und von denen du nichts weißt/ will ichmündlich mehr berichten. Ich habe aus dieser Neise, idie mir ziemlich kostbar gewesen/ dennoch einigenNuzen gezogen/ und der ist dieser! ich bin entschlos-sen, mich auf einen gewissen Fuß in Rom zu sezen.Ich habe nach der Nnkkunft des HofeS aus Polen ^den Herren Nuntium nur ein einzigeSmal gesprochen.Da eS auf das Gehalt kam/ erklärte er sich sehrundeutlich. Er gab vor/ er müßte seine ganze rö-mische Correspondenee/ die durch die polnische Neiscin Unordnung gerathen, nachsehen/ um stükweife ansden Briefen zusammenzusuchen, wozu sich der C>ir-dinal erboten. DaS war mir gleich anfangs bedenk-lich. Unterdessen konte ich mit niemand davonfreundschaftlich sprechen.
Den vergangenen Dienstag bin ich über Witten-berg in Dresden zurük angelanget; heute werde ich