Druckschrift 
10 (1825)
Entstehung
Seite
15
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Briefe.

?! Sie hingegen müßen auf Ihrer Seite glauben, daßZ ich kein unthätiger und figürlicher Freund seinl! werde. Es ist mehr als zu gewiß / daß ich meinVorhaben werde suchen auszuführen; wie ich den ge-" gen niemand ein Geheimniß daraus mache. Alleinjch möchte es nicht wage» / durch vor.', shlageneWegeUncn verächtlich zu werden. Hch würde niemalsweit von Ihnen sein/ aber auch nicht so nahe, daßich von eines Freundes Mildthätigkeit abginge. ESgeschieht vielleicht eber/ als man gedenket; aber dieZeit kaii und werde ich nicht bestimmen/ viel wenigerden Schein geben/ mich anbieten zu wollen. Siekönne» es mir zuglauben/ daß ich den Antrag zumConrectorate nach Salzwedel deßwegen ausgeschlagen.Bei dieser Gelegenheit habe den Suverintendentenwissen lassen/ was ich gesonnen sei. Also bindet michmin kein menschliches Ansehen mehr. Ich kan Ihnenallezeit nüzlich sein. Mein Mitleiden über Ihre izigeLebensart verdienen Sie izo mehr/ als jemals. WenGott nicht einige Umstände schilt/ so ist's um sSie^Zgeschehen. Dieses sind die schönen Hahre/ wo derVerstand seine Stärke anfängt zu gewinnen / undderselbe kaii/ welch ein Jammer! durch Versäumungund Mangel guter Schriften nicht zur Reife kommen.Möchte nur ihr eigener Fleiß Ihrem Verdrusse nichtunterliegen/ und sich wenigstens mit Sachen des Ge-dächtnisses vor izo beschäftigen!

Ich wüßte Ihnen zum Lesen kein besser Buch vor-zuschlagen/ als der Mad. Daeier Vies illustres <le5. Vielleicht besizt der Herr Conrectordieselben und leihet sie Jynen.i) Der Himmel wirdl» so gnädig gegen Sie sein/ und Ihnen Bahn und

. I) Hier ist auSgestrichen: »Mich jammert lierzlich, daß ich meiil»Werk an Ihnen »ichl habe vollenden können/' Hart-m a >1.