1 Kl. ä Abth.
der Mitra;,in der Linken hält er einen Stab/ der statt desKnopfes eine Lotosblume hat; hinter ihn! ein Sperber auseben so einem Stäbe.
126. Glaspasie, davon daS Sriginal als Canieo inder Samlung des Prior Vaini zu Noni war. Der behelm-te Kopf eines Kriegers/ rund nm mit altpersischen Charakte-ren. Wen die persischen Künstler den ägyptischen nachstanden,wie die Nachricht zn beweisen scheint/ daß Kamb»ses Bild-hauer aus Ägypten mitnahm und nach Persie» verpflanzte: soscheint es in anderer Nukstcht, daß die Perser den Ägypternüberlegen waren in der Darstellung der Kopse und Gesichter.Den da alle Ägypter verzerrte nnd afrikanische Gesichter hat-ten/ fo ahmten ibre Künstler/ die keine andere VorstellungdeS Schönen kanten/ die Natur so nach, wie sie sich ihnendarstellte / das heißt / immer mit derselben Bildung des Kopssundder Gesichtszüge, ohne hiebet Abwechslung statt finden zulassen. Hingegen die Perser/ die wohlgebildete nnd schöneMänner wäre»/ mußten anch in ihrer Scnlptur als solcheerscheinen; und daß dieses so sei/ beweisen wirklich dieni's Große gezeichneten Figuren von Persexolis/ eben so wieder Kopf dieser Paste/ der sich gnt ausnimt und regelmäßigeZüge hat.
127. Chalcedo n. Ei» Sigel / welches einem persischenSigel ans demselben Steine gleicht/ das Bianchini bekantgxmacht hat. l) Ein persischer Priesier opfert auf einem Al-tare ein Thier/ daS einer Hirschkuh ähnlich ist. Man siehtauf dem Altar eine ganz aufgerichtete Lanze. Ich wage esnicht./ die Lanze in dieser Stellung als einen Gegenstand derAnbetung bei den alten Persern zu erklären, so wie sie eS inden entferntesten Zeiten bei den Grieche»/ 2) bei den Scythenund bci de» alten Deutschen war, da kein Schriftsteller/ derron dem alte» Cultus der Perser handelt, dessen Erwäh-nung thut. Aber so Viel ist sicher, daß, was man hier er-littst/ deutlich eine Lanze vorstellt, uud das Sigel anlik undVon persischer Arbeit ist. Auch kaki ich noch zwei AbdrükeZ)unsrer Samlung anführen, die ebenfalls von persischen Stei-nen genommen sind, wo man einen Priester stehend vor ei<einer aufgerichteten Lanze erblikt. Man köiite Vielleicht sagen,
>) Istor. ilnlv. p. 53?.
2) l Vür. IcicN. Q<1 ^.SL-Ivl. coliii'. V. 6Z5.
3) lSchwesel.)