Johail Winckelmans samtliche Werke> Einzige vollständige Ausgabe; dabei Porträt/ Facsimile und ausführliche Viogra« Vhie des Autors; unter dem Texte die frü> Hern und viele neuen Citate und Note»; die allerwärtS gesammelten Briefe nach der Zeitordnung, Fragmente/ Abbildungen und vierfacher Inder. Von Joseph Eiselein. Neunter Ban d. D o II a u ö s ch i n g e N/ im Verlage deutscher C l a s f i k e r. 1 L 2 L. r i (/ n st. cP) Als PankratiasteS erhielt Pollux den Preis in den ersten pytbischen Spielen bei DelphoS/ und da dieser vornehmlich sich im Ringen hervorthat/ so wie Kastor im Fahren: so ist "zu glauben/ daß jener allein solche Ohren hatte/ und daß also mehrmal gedachte Statue auf dem Campidoglio Pollux vielmehr als Kastor sei. Hier könten die beiden Ringer in der Galerie zu Florenz angeführet werden; eS ist aber aus den Köpfen derselben nichts zu schließen/ weil dieselben zwar alt sind, aber nicht zu den Figuren gehöre»/ wie man aus einem alten Kupfer dieses Grupo ersiehet / welches/ ehe dasselbe ergänzet worden, gestochen ist/ mit dieser Unterschrift: Die ri n gen den Söhn e der Niobe; woraus ich schließe/ daß dieses Werk nebst andern Figuren der Niobe/ in der Villa MediciS/ an einem nnd ebendemselben Orte gefunden worden. Den die Fabel saget/ daß einige von den Söhnen der Niobe von den Pfeilen des Apollo erleget worden/ da sie sich auf der Pa- lästra im Ringen übeten. 2) §. i l. Ich glanbe also daS Kenzeichen und den Unterschied der Köpfe der Pankratiasten von anderen Ringern durch diese Bemerkung festgesezet zu habe»/ welches durch einige bisher nicht verstandene Anzeigen alter Scribenten kan erläutert werde» / so wie diese wechselweis durch jene Bemerkung Licht bekommen. Z. 42. PhilostratnS, wen er seinem Prote- s ilaus^) eine Beschreibung der Gestalt des Hek- >) ?>zt. p. 26g. eilit. Los. 16Z4. 2) W> d, K. ? B. 2K. 2S — Z0H.1 Z) lNicht dem Palam edes, wie Wi nckelm a lZ schriebt Vorrede. 11 to rs in den Mund leget, gibt ihm besondere Obren: --«T-ecoc»,? UV, die zerbrochen oder zer- schlage» gewesen, nicht, wie er sagt, vom Ringen auf der Palästra, als welches bei den Völkern in Asien nicht üblich war, sondern im Kampfe mit Ochsen. Was hier «7--« heißt, nennet eben der Scribent in der Beschreibung des Nestors mit gleich bedeutenden Worten 5rscX«g. 7gS. 4) lOlearius.ü 5) 9.^ pollux, !. 2. segm. 33. 6) lu. 6. seAiu. 67. Vorrede. redet/ welcher ehedem ein berühmter Ringer war. Dieses leztere Wort wird vom HesychiuS/ Sui- daS und vomEustathiuS erkläret/ ?-« gepreßte und zerquetschte Ohren; kan also nicht von verstümmelten Ohre» verstanden werde»/ wie Daniel HeinsiuS hier das Wort erkläret:2) den/ von menschlichen Körpern gebraucht/ heißt dasselbe zerschlagen; wie beim A r i st o p h a n e S: jemanden den Kopf derbe zerschlagen;^) und zuweilen zersezeii/ zerschneiden.^) SalmasiuS führet gedachte Stelle des Diogenes an/5) und hält sich lange bei dem Worte auf; aber das schwerere Wort übergehet derselbe mit Stillschweigen; es konte aber dieser Gelehrte so wenig als Menage in seinen Anmerkungen über den LaertiuS völliges Licht geben/ ohne der von mir gemacheten Bemerkung. Z. i-j. PhilostratuS hat sich wahrscheinlich der Redensart des Plato bedienet/ da wo dieser dem Sokrates durch den KallikleS antworten lässet: „Sage mir/ KallikleS/ (redet ihn So- „krates aiy) ob die Athenienser durch denPeri- „kleS besser gemachet worden/ oder vielmehr durch „ihn faul und geschwäzig geworden?— Wer wird „dieses sage»/ (erwidert ihm KallikleS) ausser „diejenigen/ welche die Ohren zerschlagen haben: 1) In XXIII. p. 1824. 2) !n Hvrat. exist. 1. V. Zo. p. 92. eäit. TI2VV. 1629. 6. Z) v. 1166. tal. v. 1162. eju?c>II. 2ZZ. Aomde. „ i-c>! -»i?« k-X'i-coi^S'i-wv T-oevT'«?^ ^) das ist: Leute/ welche nichts anderes wisse»/ als sich in den Gymnasien zu balgen; und man könte glauben/ daß hier die Spartaner gemeinet seien/ welche die Künste und Wissenschaften/ die PerikleS zu Athen in Flor brachte/ nicht auf gleiche Weise schäzeten/ und vornehmlich Leibesübungen trieben. SerranuS hat dieses übersezet: „Dieses sagen „ diejenigen/ welche die Ohren von solchem Gewä- „ sche angefüllet haben: Iioec su p.Zsg. I. 16. 2) ?IIß, 2gZ. 3) Mscell. I.ac. I. i. c. 17. p. 3i. /^) sur l'ewt cles 8cienc. les 7^:»ce6. 6alis 1'^.caä. cles Inscr. t. 19. ^.170. Vorrede. Hände wikelten. Als ich auf die Form der Obren aufmerksam war/ fiel mir ein/ daß Ptolemäus Hephästion beim PhotiuS vorgibt^) Ulysses sei zuerst Utis (Ovi-i?) genennet worden/ und dieses von seinen großen Ohren; es muß diese Sage aber von wenigen angenommen sein; an den Köpfen des Ulysses in Marmor sind wenigstens die Ohren von gewöhnlicher Größe und Form. ß. iL. Da eS nun bisher geschehen/ daß/ weil alte Köpfe gezeichnet worden/ man auf die Ohren wenig oder gar nicht Achtung gegeben hat/ und diese nach Belieben gebildet und ausgeführet worden/ so kaii die Bemerkung von den Obren der Pankratia-- sien den Zeichner sowohl als den Liebhaber der Altertümer und die Scribenten über dieselben aufmerksam machen. §. Ferner kan diese Bemerkung auch in der Allegorie ihren Nuzen haben. Den weil bildlich angedenket werden sollte/ daß die ältesten Griechen >">r allein auf Leibesübungen Preise und Belohnungen gesezet haben: könte dieser Gedanke in dem Brustbilde eines Pankratiasten/ (bequemer als in einer Statue/ wegen des Grupircns» welcher von der Figur Griechenland gekrönet wird/H zum Theil vorgestellet werdest. Das Zeichen einer Palästra bei den Griechen köiite ein solches Brustbild über dem Eingänge eines Gebäudes sein/ u. s. f. ß. >7. Ich begreife wohl/ daß wen in dieser Schrift das Absehen allein auf die Kunst gegangen wäre/ ich theils vieles unbeuihret lassen/ manches auf andere Art/ als es geschehen ist/ anzeigen können/ und die ganze Einrichtung wäre alSden anders 'zu 1) ?I. I>> 244. vllit. H.ug> Vill' 1601. 2) Siehe das N Kapitel. Vorrede. entwerfe» gewesen; da aber die Künstler insgemein ihre Gedanken einem Gelehrten mitzutheilen Gelegenheit haben/ so bin ich bei dem anfänglichen Entwürfe geblieben/ in Hofming einer mehreren Nuzbar- keit/ welche ich wünsche erreichet zu haben. Nom, den i Jäner 5 766. Versuch einer Allegorie, besonders für die Kunst. ß, 18. Dieser Versuch einer Allegorie bestellt aus eilf Kapiteln. Das erste handelt von der Allegorie überhaupt; das zweite von der Allegorie der Götter; das dritte von besti inten Allegorien, vornehmlich a l l g e in e i n e r B e g r i f- fe; das vierte von Allegorien/ die von Begebenheiten uns von Eigenschaften und besondern Früchten der Länder genommen sind; das fünfte von Allegorien der Benennungen, der Sachen und Personen; das sechste von Allegorien in der Farbe/ in der Materie/ an Gerathen und Gebäuden; das siebente von zweifelhaften Allegorien; das achte von erzwungenen und ung e g r ü ndete n Erklärungen der Allegorien; das neunte von Verlornen Allegorien; das zehnte von einigen guten und brauchbaren Allegorien der Neueren; und das eilfte enthält einen Versuch von neuen Allegorien aus dem Altertum, O »Auch ferner noch den Unterschied zwischen S»m- bolik, Allegorie und eni l>l em ati sch er Bezeichnung anzugeben, wie zur neuern dresdner ?snsgade erinnert worden, wäre zur Erschövsung dieses Gegenstandes lange nicht genug ; .sondern es mußte jede einzelne unter die ganze Klasse gehörige Art solcher Dinge 1 ' 18 Versuch Der Endzwek der Wissenschaft ist/ wie die Alteil sagen/ das Mangelhafte auszufüllen/ und dieses ist auch meine Absicht gewesen. mit einbegriffen werden, wie: ic. wie deii Creuzer in seinem Speci- 6rlli. 1809.4. x. >4—24, und in feiner Symbolik die Sache ausführlich behandelt hat.) Erstes Kapitel. Von der Allegorie überhaupt, i) §.'lS. Die Allegorie ist, im weitläufigsten Verstände genommen/ eine Andeutung der Begriffe durch Bilder, und also eine allgemeine Sprache, vornehmlich der Künstler, für welche ich schreibe. Den da die Kunst, und vornehmlich die Malerei eine stumme Dichtkunst ist, wie SimonideS saget:^) so soll dieselbe er- t) In diesem Kavitel hätte manches anders geordnet/ .nick» anders gesagt werden können; und weil das Werk doch zunächst sür die Kunst, folglich zum Gebrauch der Künstler besinnt war, so hätten, nebst vielen polemische» Stellen, auch die, welche Sprachforschung betreffen, sng- lich und ohne Nachtbeil des Hanrtzweks wegbleiben können. sDas wäre mir gar nicht lieb!) Win ekel man selbst hat dieses gefühlt, und sucht sich am Ende der Nor- rede deßhalb zn entschuldigen. Me>>er. 2) ^plularcli. ilo gloria ^.tkeniens. iuit. I. g. Die blendende ülntitbefe des griechischen Voltaires: das, die M alerei eine st u m m e P 0 e >'i e, und die Po efie eine redende Malerei >'ei? stand wolil in keinem Lehrbuche. Es war ein Einsall, wie Sim 0 nides mehrere hatte; dessen wahrer Theil so einleuchtend ist, daß man das Un- bestimte und Falsche, welches er mit sich führet, übersehen zu müßen glaubte. Gleicliwohl übersahen es die Alten nicht; sondern indem sie den Auswruch des Sim 0 ni- des aus die Wirkung der beiden Künste einschränkten, vergaßen sie nicht, cinzuichärfe», daß ungeachtet der Voll- komnen Ähnlichkeit dieser Wirkung sie dennoch sowohl in den Gegenständen alö indrr Art ihrer Nach- 20 Versuch dichtete Bilder haben, das ist/ sie soll die Gedanken persönlich machen in Figuren. Die eigentliche Bedeutung des WortS Allegorie, welches die älteren Griechen noch nicht kanten, ist: etwas sagen, welches von dem, was man anzeigen will, verschieden ist, das ist: anders wohin zielen, als wohin der AuSdruk zu gehen scheinet, auf eben die Art, wie weil ein Vkrs eines alten Dichters in ganz verschiedenem Verstände angewendet wird, In folgenden Zeiten aber ist der Gebrauch des Worts Allegorie erweitert, und man begreifet unter Allegorie alles, was durch Bilder und Zeichen angedeutet und gemalet wird; in solchem Verstände hat HeraklideS PonticuS in der Aufschrift seiner Abhandlung von den Allegorien des Homerus i) dieses Wort genommen, und dieser Bedeutung zufolge ist die Abhandlung einer Allegorie eben daS/ was andere Jkonologie nennen.2) Z. 20. Ein jedes allegorisches Zeichen und Bild soll die unterscheidenden Eigenschaften der bedeuteten Sache in sich enthalten, und je einfacher dasselbe ist, desto begreiflicher wird es, so wie ein einfaches Vergrößerungsglas deutlicher als ein zusammengesezetes die Sachen vorstellet. Die Allegorie soll folglich durch sich selbst verständlich sein, und keiner Beischrift vonnötheir haben; es verstehet sich jedoch diese Deutlichkeit ver« hältnißweise. Dieses ist der allgemeine Begrif von der Allegorie und von ihrer erforderten Eigenschaft, und diese sowohl als jene werden in diesem Kapitel deutlicher erkläret/ so daß zuerst von der Allegorie ahmung verschieden wüven: (plutarck. gloria c. Z.) Lessing» 1) ^Denkmale, 8 Band/ S. 470.1 (Üvnt. 8cal!ß. xoet. l.Z. c. 5). einer Allegorie. 2: der Alte»/ sonderlich der Grieche»/ und hernach von der Allegorie der neueren Scri- benten und Kunstler/ ungleichen von neuen Bildern überhaupt gehandelt wird. ES hat als» dieses Kapitel zween Abschnitte. Die Natur selbst ist die Lehrerin der Allegorie gewesen/ und diese Sprache scheinet ihr eigener als die nachher erfundenen Zeichen unserer Gedanken; den sie ist wesentlich, und gibt ein wahres Bild der Sachen/ welches in wenig Worten de» ältesten Sprachen gefunden wird/ und die Gedanken malen/ ist unstreitig älter als dieselben schreiben/ wie wir aus der Geschichte der Völker der alten und neuen Welt wissen. Einige bildliche Bciiennungeit sind Ländern und Gegenden von ihrer Gestalt gegeben/) wie der älteste Namen der Hnsel Sardinien/ Zchnusa l^"»-----)/ zeiget/ weil die ersten Schisfah- renden sich dieses Land als eine menschliche Fußsohle (IM? vorgestellet hatten;^) einige Vorgebirge in Sicilien und ein anderes in PontuS hießen Widderköpfe/ weil sie denselben ähnlich schienen, 'i) Zuweilen ist zweifelhaft, ob die Benennung oder das Zeichen der Sache älter fei/ wie an den Hörnern des Ochsen im Thierkreise/ welche in Gestalt eineS griechischen ^ stehe»/ und genennet wurden/ weil sie auf Ncge» deutete» / weil sie auf unserm Horizont erscheinen. K. 22. Die in Bildern redende Natur und die Spuren von bildlichen Begriffen erkennet man sogar in dem Geschlechte der Worte/ welches die ersten Be- 2) lNiclmchr Fusziiapse.Z Z) I. 10. 17.^ 4) v. 90. »53. 312. 22 Versuch ^ nenner derselben mit den Worten verbunden haben. Das Geschlecht zeuget von einer Betrachtung der wirkenden und leidenden Beschaffenheit/ und zugleich des' Mittheilens und des Empfangen 6/ welches mau sich verhältnißweise in den Dingen vorgestellet/ so daß das Wirkende in mäuli- cher Gestalt/ und das Leidende weiblich eingekleidet worden. Die Sonne hat in den alten und in den mehresten neuen Sprachen eine man« liehe Benennung/ wie der Mond eine weibliche/ weil dort Wirkung und Einfluß erkant worden/ hier aber Annehmen und Einpsängniß; und daher haben Ägrpter/ Phönicier/ Perser/ Herru- rier und Griechen die Sonne m änlich/ und den Mond weiblich gebildet. In der deutschen Sprache ist in beiden Worten daS Gegentheil/ wovon ich den Grund anzugeben Andern überlasse. So scheinet Gott/ der Tod/ die Zeit uud audere Begriffe/ mit dieser Betrachtung des Wirkens und Einflusses in den alten Sprachen mänlich benennerzn sein. Die Erde hat eine Benennung weiblichen GeschlechtS/ und ist in weiblicher Gestalt gebildet/ weil dieselbe den Einfluß deS Himmels nnd die Witterung empfängt/ und nur durch Mittheilung wirket. ES ist also hieraus zu schließen/ daß die ältesten Zeichen der Gedanken muthmaßlich bildliche Vorstellungen derselben gewesen. Unter den Ägyptern/ welche/ wie die Grieche» sage»/ die Allegorie erfunden haben/ war dieselbe allgemeiner als nnter andern uns bekanten Völkern/ und sie hieß ihre heilige Sprache/ in welcher die verständlichen Zeichen/ das ist: die Bilder der Dinge/ die ältesten scheinen. Diese Zeichen aber habe» sich nur in Schriften späterer Zeiten angemerket erhalten/ und finden sich, so viel man einsehen kan/ nicht auf ihren alten Denkmalen/ als welche/ wie einer Allegorie. 23 Pater Kircher anmerket/^) nicht über dreihundert Zeichen enthalten/ so wie die sinesische Sprache etwa zweihundert und vierzig Radicalzeichen hat. Zeichen von dieser Art sind zween Füße im Wasser, welche bedeuteten/ was wir einen Gerber nennen: zween Füße/ die auf dem Wasser gehen/ waren ein Sinbild der Unmöglichkeit, und das Feuer bildete ein Rauch/ welcher in die Höhe stiegt) Der Elephant malete die Furchtsamkeit und die Bestürzung; weil dieses Thier sich vor seinem eigenen Schatten scheuen soll/ aus welcher Ursache man dasselbe bei Nacht durch Wasser und über Flüsse führet.' Ein Mensch/ der sich selbst Übels thut, wurde in dem Bilde des Bibers vorgestellet/ weil derselbe/ wie man irrig glaubete, sich seine Hoden abbeisset/ und dadurch anderen Thieren im Wasser/ die jenem um eben dieses Theils willen nachfolgen/ entgehet. Hieher gehöret der Löwe, als ein Bild der Wachsamkeit/ weil man vorgegeben/ er schlafe mit offenen Augen; daher auch Löwen von Stein in dieser Bedeutung an dem Eingange ihrer Temxel standen. Das Auge bedeutete die Vorsicht, und eine Hand und Flügel an demselben/ die Geschwindigkeit des Verstandes begleitet von der Ausführung ei> lies EntwnrfS.5) Diesem Bilde ist es ergangen, i) t. Z. zi. 666. les <1e8 t. 6 622. t. . x. 426. 3) 1.1. e.(,6. 1.2. c. 16. 4) Ikid. 6) Oieni 1.6. p. 67 1. 1.7. p. 36.?. liol». eschrei b. d. geschnitt. Strine, 4 Kt > l Abth. ^ Nu?u>Z Versuch wie dem Moriz auf Münzen der Stadt Halle im Magdeburgischen, i» dessen Figur man sich eine Fledermaus vorgestellet/ und die Münzen daher Fledermäuse genennet; ^) jenes haben die Anti- quarii für einen PriapuS angesehen. Der Cyno- eephalnS konte auf ägyptischen Wasseruhren ein bedeutendes Bild sein, weil dieses Thier alle Stunden sein Wasser lassen und bellen soll. §. 2Z. Sehr viele Zeichen aber, die nachher/ um diese Sprache räthselhaft zu machen/ erfunden worden/ müßen/ wie die py t h ag o r isch e n SymKola/ welche von jenen entlehnt geglaubet wurden/^) nicht das nächste Verhältniß zu ihren Begriffen gehabt haben. Von dieser Art scheinen diejenigen, welche auf den ägyptischen Denkmalen erhalten sind/ und von andern wissen wir es/ wie z. E. die Zunge ist/ deren Zeichen ein Topf war/^) oder der Fisch als ein Bild des Hassest) imgleichen der Roßkäfer und der Geier/ den Vulcanus anzudeuten/ und jene Thiere umgekehrt ^esezet/ die Pallas;^) ferner die weibliche Natur durch einen Triangel vorgestellet/6) in welchem Zeichen dieselbe auf den Sänlen/ die Sesostris in den Ländern sezen ließ / welche er nicht durch Waffen bezwungen/ angezeigt gewesen sein wird.?) Es ist auch die 1) ^Vesi^al. 6e don.8uet. ex 8acco etc. 2) de Is. et Os. 7. x. Z97. ecZit. I^eisk.? Z) Horspoll. I. l. c. 27. (Üasaub. all eharact. c. 7. ? 74- 4) I. c. ^x.436.^ 6) Lused. prazp. kvnnA. 1.3. x.6o. in Ilom. 7) l^G. d. K. IB. 1 K. 10 §. Note.) einer Allegorie. 25 Bedeutung der Schlange an den Müzen der Konige und Priester in Ägypten, welche DiodoruS gibt/1) sehr weit hergeholet; sie soll nämlich anzeigen/ daß ein jeder/ welcher der Verrätherci überführet worden/ so gewiß mit dem Tode solle bestraft werde»/ als weil er von einer giftigen Schlange wäre gebissen worden.^) Eben so wenig finden wir das Verhältniß einer Straußfeder mit dem Begriffe der Billigkeit/ welchen diese Feder auf dem Haupte der Lfi 6 geben soll. Ich mache in meinen alten Denkmalen eine Isis bekant/ mit einer Krone von gerade aufstehenden Stranßedcrn/ welche uns nach jener Bedeutung derselben ein Bild der Gerechtigkeit gibt; den Isis ist di^Göttin derGe- rechtigkeit. 4) ES ist daher mehr als wahrscheinlich/ daß die gegenwärtigen Hieroglyphen größten- theUS eben so willkürliche Zeichen find/ als die ältesten Buchstaben der Sinesen/ zu welchen, nach dem Vorgeben der Gelehrtesten dieser Nation/ die Spuren verschiedener Vögel/ die diese mit den Füßen im Sande gelassen/ das Modell gewesen sein sollen/ wie sie den auch ihre ältesten Buchstaben Nachahmungen der Vögelspuren nennen. §. 2-4. Gedachte Dunkelheit der mehresten Hieroglyphen war daher Ursache / daß sich diese symbolische Sprache/ da Ägypten nicht mehr von Königen seiner Nation beherschet wurde, verlor. Man kaii aber von denjenigen Obelisken/ an welchen keine Hieroglyphen 1) l., 3, »z.) 2) lÄlian (Iiist, animal, VI, zg.) gibt die Erklärung/ da« die Schlange, wie sie übcrliauvt ei» Sin bild der Zeit war, die Dauer der Herschast, anzeige.) llurnpoll. I. 2. c. ult. 4) plut-n-cli, <1e Is. ct Osir. sxost, !»!l.) Winckelman. ?. 2 26 Versuch cingehauen sind/ wie der anf dem Plaze der St. Pe-- terSkirche/ und ein kleinerer vor S- Maria Maggiore sind/ nicht schließen/ daß dieselben nach der Eroberung von Ägypten gemachet worden. Den der erste hatte vermuthlich Hieroglyphen auf Tafeln von Erzt ein- geschnitten/ welche an dem untersten Theile desselben befestigt waren / wie vier und zwanzig vierekichte Löcher anzeigen/ die durch Blumenkränze und durch Adler von Erzte verdeket worden; die Vertiefung aber in dem Steine an der Stelle/ wo gedachte Tafeln werden angefügt gewesen sei»/ ist noch sichtbar. Das untere Ende eines zerstiimmelten ObelifkS zu Alexan- drien hat ebenfalls Löcher an den vier Eken desselben/ wie mir der berühmte Nitter Wortley Montagn berichtet/ welche in eben der Absicht eingehauen zu sein scheinen. §. 25. Die Erklärung der Hieroglyphen ist zu unsern Zeiten ein vergebener Versuch/ und ein Mittel/ lächerlich zu werden.^) Kircher lehret uns' in seinem ägyptischen ÖdipnS voll von tiefer Gelehrsamkeit fast nichts / was zur Sache gehöret: --e /tllnn tola ES ist auch dem Alexander Gordo »/ welcher einer von den lezten ist/ die sich hier gezeiget haben/ mit seinen Erklärungen einiger Bilder ans gemaleten Mumien/ nicht viel besser gelungen. Anch Norden hat hier seine Wissenschaft zeigen wollen; er gedenket eines hiero- glyphischen Zeichens auf der Stirne der sogenanten heiligen Heuschreke / 2) saget aber nicht/ was eS vorstelle. WaS die ägyptischen Götter betrist/ deren Geheimniß auch durch den schwarzen Stein ihrer 4) tEui gelehrter Franzose soll nun der Entzifferung nahe lcin.Z 2) sMau vergleiche G. t>. K. 2 B. ZK. 2 §.Z Z) Vov. eii vol. i. 1^1). .?2. n. i. c:.ier Allegorie. 27 Bilder vorgestellet werden soll/ so ist die Allegorie der mehresten bekant/ und von alten und neuen Scribenten berühret/ welche ich daher mit Stillschweigen übergehe; den die Absicht dieses Versuchs ist die Allegorie der Grieche«/ deren Werke und ihre Nachahmung unserer Künstler Augenmerk sein soll. ß. 26. Unter den Griechen wurde von den ältesten Weisen, nach Art der Ägypter/ die Wissenschaft in die Bildersprache eingekleidet/welches'das Wort ausdrüket/2) und es verhüllete sich dieselbe/ wie die homerische Pallas/ in Nebel/ um sich schäzbar zu machen. Aus eben der Ursache be- dieneten sie sich nicht gemeiner AuSdrüke/ sondern sprachen gleichsam durch Räthsel/ und die Dichtkunst selbst ist/ wie Plato saget/räthselhaft. Von dieser Art Bilder war der Jupiter des Or- pheuS/ welcher beide Geschlechter hatte: anzudeuten/ daß er ein allgemeiner Vater sei; ja Pamphos/ ein Dichter fast von gleichem Alter/ stellet den Vater der Götter vor in Pferde mist gewikelt/4) vermuthlich anzuzeigen/ daß derselbe allenthalben/ auch in der unwürdigsten Materie/ zugegen sei. 5) In solche Räthsel wurden nicht al- tAus Cafaubons Anmerkung folgt nicht/ daß bedeute: Gedanken in die Bildersprache einkleiden; sondern daß -/» so viel sei/ als , wie es auch Polnbius und Plutarchus gebrauchen Z 3) >VIc>I>. 2. si. 231. cciil. Lasil. i53/j. 4) p. 6g3. 5) LNacki dem Gregor iuS von Naiianz (drst. !n li-ui. Z. p, 104.) wollre der Dichter die alles erzeugende Kraft Jupiters andeutenZ 28 Versuch lein Begriffe/ sondern auch Geschichten verfielet/ welche schwer zu -cntivikcln sind/ wie dieses unter vielen andern Fabeln an der von den Harpyen kan erkant werden. Endlich da unter den Griechen die Weisheit anfing menschlicher zu werde» / und sich mchrern mittheilen wollte/ that sie die Deke hinweg/ unter welcher sie schwer zu erkennen war; sie blieb aber verkleidet/ doch ohne Verhüllung, so daß sie dem»/ welche sie suchten und betrachteten/ kcntlich war, und in dieser Gestalt erscheinet sie bei den bekanten Dichtern/ und HomeruS war ihr höchster Lehrer/ welches der einzige AristarchuS unter den Alten dem HomeruS abgesprochen hat. ^) Seine JliaS sollte ein Lehrbuch für Könige undNegenteN/ und seineOdys- se a ebendasselbe im häuslichen Leben sein; der Zorn des Achilles und die Abenteuer deS Ulysseö sind nur das Gewebe zur Einkleidung.^) Er verwandelte in sinliche Bilder die Betrachtung der Weisheit über die menschlichen Leidenschaften/ und gab dadurch seinen Begriffen gleichsam einen Körper/ welchen er durch reizende Bilder belebete. ES wäre zu wünschen/ daß alle homerische Bilder siiilich und figürlich zu machen wären/ welches Verlangen mir erwächst/ wen ich dessen M ercurius heimlich schleichen sehe/ wie einen Westwind in den heissesten Tage»/ oder wie ein Nebel ziehet;4) und wen ich mir die JriS/ welche die Göttin der Geburt zur Niederkunft der Latona geholet hatte/ nebst dieser/^) ungleichen die >) Lalliei' t. 6. x>. 407. 2) in x.4». p. 614. 3) lDiese ?lb ficht des Dichters hat man sicher nur aus dem N u; e n, den seine Epopöen haben können, gefolgert.Z 4) in v. 17. 5) llvinn. in v. 114. einer Allegorie. Juno und Pallas/ um heimlich den Griechen bei- znstehe»/wie mit Taubenfüßen gehend mir vorstelle; oder wen Apollo geschwinde wie der Gedanke schreitet. 2) Was für ein großes Bild gibt Tl'etiS/ die gleich dem Nebel sich aus dem Meere erhebet.Nach Art der alten Dichter verkleideten auch die ersten Philosophen ihre Meinungen, sonderlich diejenigen/ mit welchen sie sich nicht offenbar wagen wollten/ in Bilder: was N ewton Attra c- tion nennet/ hieß Empedokles Liebe und Haß, welches dessen Principia der Bewegung der Elemente waren. Ja selbst die Anklagen neuer und besorglichcr Lehren wurden aus Behutsamkeit unter Bildern eingegeben/ wie Kleanthes/ des Zcnons Schüler und Nachfolger/ wider den Aristarchus von Samos verfuhr/ welcher von jenem beschuldiget wurde: „der „Vesta die gebürende Ehrfurcht nicht bezeiget/ und „ dieselbe in ihrer Rnhe gestöret zu haben." Der wahre Sin dieser Anklage aber war/ nach dem P lu- tarchuS/'') daß er die Erde aus dem Mittelpunkte unseres Weltgebändes weggenommen/ und sie ltm die Sonne drehen lassen. 5) >) Ik. L. V. v, 3) lx. I> v. ZZg. 4) Oe k-u:is in orde lunn ^l. g. I>. 6Zi. ec?il. Reisli.^ okserv. ia Oiiig, I. g. scgm. g5. 6) tEine im Register zur neuern dresdner Ausgabe vorkommende Erinnerung unter dom Worte Aristarchus ist Verworren und unrichtig, so daß man glauben könte, Win- ckclman habe die Personen Aristarchus und Kleanthes verwechselt/ wie dieses wirklich in mehreren Editionen Plutarchs/ z. !L. auch in jener von Reis- Versuch Z. 27. Die ältesten Künstler der Griechen entwarfen ihre Bilder mehr nach der Deutung als wechselweise/ das ist: die Begriffe der Schönheit wurden den sy m b o li sch en Vo r stel l u n ge n an denselben nachgesezet zu der Zeit/ da die Schönheit noch nicht der höchste Endzwek ihrer Künstler war. Von dieser Art Allegorie war die Furcht mit einem Löweiikopfe/ auf dem Kasten des Cypfe- lus zu EliS/^) und ein Jupiter aus Holz/ welchen Sthenelus sollte aus Troja entführet habe»; dieser hatte ein drittes Auge auf der Stirne/ anzudeuten/ daß er sehe/ was im Himmel/ auf der Erde und im Meere vorgehe/ und in Kreta war Jupiter ohne Ohren/ seine Herrschaft über alle Dinge, wie Plu tarchuS saget/^) oder vielmehr seine A llw i sse n h ei t abzubilden/ als der nicht nöthig hat zu hören. In diesen Zeiten wurde auch BakchuS mit dem Kopfe eines Ochsen gebildet/und wie man aus einem Gesänge der Einwohner zu EliS urtheilen kail/ werden die Figuren desselben auch Ochsensüße gehabt haben. 5) Olympus, welchen Ma rsy aS die Musik gelehret/ k e, der Fall ist. Allein unser Autor las richtig : s'c ill>ri< gens liegt in dieser Stelle die verblümte Redensart nicht, die Winckelman darin zu sehen meintet 1) ?Kusan, I. Z. >g,Z 2) Iil. I- 2. ^c, 24.^ 3) Oo ls. ct s>sir. lt. 7. üvo. eilit. IIiiZ. Lvllk. 1.2. c. 2. n, 7> I, l>> c. 7> n. Zi.^I Z) klutarcli. lljuirzt. Lrscc. idicl. einer Allegorie. 34 besang den vielköpfigen Apollo. Eben so alt scheinet das' Bild der Gerechtigkeit ohne Kopf zu sein. Die ältesten Figuren hetrurischer Gottheiten wären nach Goris Meinung diejenigen/ welche keine beigelegte Zeichen Habens) dieses' Vorgebe» aber hat nicht den mindesten Grund/ wenigstens kan dieses' von den ältesten Figuren griechischer Gottheiten nicht gesaget werden. Die dunkelsten Mythologien und Allegorien finden sich auf den ältesten hetrurischen geschnittenen Steine»/ wie unter andern eines der schwersten Bilder auf einem Scarabeo im sto fch i sche n Museo zeigen kaii/^) und man kan als eine Erfahrung annehmen/ daß die geschnittenen Steine von der schönsten Arbeit und aus der besten Zeit allezeit leichter als die ältesten Steine zu erklären seien. §.28. Als hernach die Kunst eine schöne Gestalt bekommen hatte/ war Homerns die vornehmste Quelle/ aus welcher die Kunstler schöpfeten/ und sie blieben mehrentheilS bei der Fabel dieses Dichters/ so/ daß uns izo ausser ein paar Werken/ welche die Geschichte Alexanders des Großen vorstellen, (wie eine Schale ist/ deren TrebelliuS gedenket/ wo um das Vildniß des Alexanders'/ in der Mitten / dessen Thaten auf dem Rande gearbeitet waren/6) kein einziges übrig ist / wo eine Geschichte aus Zeiten/ die nicht mehr mit Erdichtun- 1) 16. Music. io. x. 65?. I^eisk.) 2) Lral.08tli. Oataste?. c. <). Z) 1VIu5. Rtrusc. t. 1. p. 106. 4) t2Kl. 16 Abth. 1763 NUM.Ü 5) 1>iZ. in Z2 Versuch gen gefchmnket worden/ abgebildet ist, lind man kan/ wen ein dunkles und unbekanreS Bild zu erklären vorkomt/ als' einen Grundsaz voraussehen/ daß man es iN der Zeit der Fabel, oder in der heroische» Geschichte zu suchen habe. ^) Der Grund, warum sich die Künstler der Alten auf solche Vorstellungen und Bilder eingeschränket, kan aus folgenden Worten des HoratiuS genommen werden: ///neu?» t?ec/uci» i» actus, §. 2>). Verschieden ist es mit öffentlichen Werken römischer Geschichte/ wo entweder gegenwärtige oder kurz vergangene Thaten und Begebenheiten vorgestellet sind, oder andere aus der ältesten Geschichte dieses Volks zurnkgerufen/ und auf ihren Denkmalen erneuert worden/ wie auf einem Medaglione des AntoninuS PiuS der Augur N ä v ius/ welcher vor dem Könige TarquiniuS PrifcuS einen Wezstein zerschneidet,^) und/ auf einem anderen Medaglione eben dieses Kaisers,. H o r a t iu S Co c leS/ der in der Tiber schwimmet.^) Also war auf einem alten Grabmale ausser Rom, ein Gallier von einem römischen Reiter übermannet vorgestellet/^) und aus der neueren griechische» Geschichte waren die auS dem Tempel deS Apollo zu DelphoS verjagten Gallier auf dem eine» Schlaze der Thüre» des Tempels des Apollo auf dem Palatins in Elfenbein 5) lMa» sehe die Vorrede zu den Denkmalen,) 2) ^.(1 V. 123 iZv. Z) Vaillant num. Imx. rnax. inod. p. 122. 4) Venuti Qum. Vutic. 2Z. 6) Zuelvti. in einer Allegorie. 33 geschmzek/ auf dem andern Schlage aber die Fabel der Niobe. Ich bin aber demohngeachtet zweifelhaft über einen anderen Medaglione der älteren Faust i n a, auf welchen, Marcu 6 CoriolanuS an der Svize seines Heers wider die Römer fechtet/ nebst dessen Mutter/ Veturia/ und Frau, Volumina/ die ihm mit ihren Kindern entgegengehen ; ich habe diese Münze nicht gesehen/ aber auch Vaillant nicht/ der sie anführet Es sind indessen auf verschiedenen römischen Münzen Bilder aus der griechischen Fabelgeschichte/ wie These uS/ der Überwinder eines CentaurS auf einem Medaglione Kaisers AntoninuS PiuS. 2) ß, Dieser bewiesenen Erfahrung zufolge ver- rarhen diejenigen / die in Erklärung erhobener Arbeiten und geschnittener Steine ihre Zuflucht zur wahren Geschichte, und sonderlich zu der römischen nehmen/ ihre geringe Einsicht. Ein unerfahrener Ausleger alter Bilder machet aus dem Opfer der Po- lyxena an dem Grabe des Achilles eine Lucre- tia / und aus dem P >1 r r h u 6 einen T a r q u i n i u S; DiomedeS mit dem Haupte des Dolon ist bei ihm Dolabella mit dem Haupte des Treboni- u S, eines von den Verfchwornen wider den Julius Cäsar. 5) Ein anderer erkläret den Streit des Achilles mit dem Agamemnon über die Bri- seiS/ auf der Begräbiilßurne Kaisers Alexander 1) properl. I. 2. eleg. 2Z. v. g. 2) 1^. e. i>. iZZ. Z) x,. 126. 4) Scarfo. lVcschreil'. d. geschnitt. Steine, Z KI. Z Abth. 345 Num.1 5) cEl'endns. 2Z4Num.^I Versuch SevernS/ im Campidoglio/ von dem Sabiner- raube; und den Priamus/ welcher zum Achilles komt/ den Körper des Sektors auszulösen/ auf der Hinteren Seite eben dieser Urne/ hat er für einen Priester angesehen/ der dem Achilles/ welchen er einen todten oder sterbenden Sieger nennet, die Hand küsset. ') §. Zi. Eben dieser von mir festgesezte Grund" saz^) crwekte mir den ersten Zweifel über die Auslegung eines vermeinten Schildes von Silber, in dem Museo des Königs von Frankreich , auf welchem man nach der Erklärung des Spons^) nicht zweifelt, die Enthaltsamkeit des Seipio Afrieanus vorgestellet zu finden / da ihm nach der Eroberung von Karthagena eine schöne Person unter den Gefangenen gebracht wurde; und man behauptet/ der Schild sei vou ebenderselben Zeit/ und bei dem Übergänge über die Rhone/ in diesem Flusse, wo er gefunden worden, verloren. Dieses vorgegebene Altertum sprechen der Arbeit die Bogen auf Säulen ab/ welche allererst in dem Verfalle der Bankunst in Gebrauch kamen, und wider die Erklärung ist die Hauptperson und eine andere Figur, welche nach Art der Helden halb und ganz nakcnd sind. Ich meinestheilS glaube, es sei hier die Aussöhnung des Achilles mit dem Agamemnon gebildet, welcher ihm die BriseiS wiederum zurükgibt. Der fizende nakte Held/ wel- 1) Inllice äelle ?1t.- iure cii» liomsril s (^üllis tluce kionnu 0!>s>t,am et, inconsam. ^.uri ^>r» Oü^idolio reclimencio siacti ^easutinnern, !>cl- ventum Lamilli; kii^aro^us t^slloium. vs- >i» s>ul>lica, e<^uitcs, -slens, S!>A!>, caliAss, , cl^^eos, Alaclios, z?il» et vexilla, oinnia mit» o^illeis arte eliilxzratA. üx Nuseo ^Voodwar- lliitllo. Wem dieses Knpfer zu Gestellte komt/ kan das vermeinte alte Werk ungezweifelt vor neu halten/ und dieses ans mehr als aus einem Grunde, welche hier anzugeben nicht der Ort ist. Nachdem ich dieses geschrieben hatte/ finde ich, daß das angeführete Kupfer dieses Schildes in'S Kleine gebracht mehrmal erschienen/ und daß das vorgegebene Alter- >) IX. 7. XIX. V. 4«. 2) Millitt bat eine richtige Abbildung dieses Denkmals gegebn! nnticsu?? in5, i, >. ic>.), und ist in der umständlichen El'kliirung der auf demselben dargestellten Figuren Winckclmaüs Meinung beigc- treten; nur will er in dem zur Erde stzenden nakten Helden nicht den Diomedes oder Ulysses, sonder» P höni r, den Erzieher desAchilles erkenne». M c >> er. lMan sehe G. d. K. N B. t K. 4 §.^I 36 Versuch tum dieses Werks viele Vertheidiger gefunden / unter andern den berühmten Do d w ell/ welcher eine besondere Abhandlung über dasselbe geschrieben. Alle diese Gelehrten aber sind keine zuverläßige Richter/ wo es auf die Kunst und auf die Zeichnung ankoiiit/ und ich kau allezeit meine Meinung behaupte»/ worin bereits ein anderer Gelehrter mit mir einig ist. 2) Z. 32. Verschiedene Bilder/ die aus dem Home- ruS und aus andern alten Dichtern von Künstlern gezogen und entworfen worden/ haben zu anderen aus jenen hergeleiteten Bildern Anlaß gegeben. Von dieser Art ist die Liebe/ die auf einem Weingefci- ße zur See führet/welches Bild vom Herkules hergenommen scheinet. Dieser Held schif- fete nach der Insel Erytheia^) bei Spanien/ ans einem Schiffe oder Gefäße (wie auch die Wälschen zu reden pflegen) x-/Z>?? genant; 5) da nun dieses Wort auch ein irdenes Gefäß/ oder von anderer Materie bedeutet: so haben andere Dichter den Herkules ans seinem großen Becher diese Schiffahrt halten lassend) und endlich wurden daher große Säufer Ruderer der Becher: cxci-o-t , 7) 1) IZod^vell! parma e^ue^irl llissertallo. 2) Oe La?« dzns la cliss. d« AI. All-Iot, sur la prise <1e liome pür les Oaulois. 6a»s les Aem. t!e l'^cad. des Inscnpt. t. > Z. z>. 16. z) ÄIus. ?Ior. l>em. t.id. 77. ^Beschreib. d. geschnitt. Stritte, 2Kl. Abth. 75Z Num.Z Ä tSo, und nicht Ernt ha, heißt es bei Athenäus.Z L) .^^Iicii. I. 11. ^c. ?. n, Zg.I k) M.icrol,. 8-tui-n^I. I. z. c. 2>. Lonf. Llaär. ^UII. üllilliall?. I. 2. c. Z. ^1. 66. 7) Lustatli. iu 1^. H. x. 124Z. einer Allegorie. genennet. Andere wolle»/ daß diese Allegorie wech- selweis von dem WorteKahn/ und von dem einen Pferd des Neptuns, welches diesen Namen hatte, entstanden sei. l) Von allgemeinen Begriffen, wie Tugenden und Laster sind/ waren in den ältesten Zeiten der Griechen wenige bildlich zu machen/ da in der Sprache selbst keine Zeichen solcher Begriffe waren, wie wir aus dem HomeruS wissen. Zu den Zeiten dieses Dichters war selbst der allgemeine Begrif der Tugend nicht bekant, und das griechische Wort, welches dieselbe nachher bedeutete/ ist bei ihm nur von Tapferkeit zu verstehen, so wie das Wort Weisheit eine eingeschränkte Bedeutung hatte, nämlich die Geschiklichkeit in mechanischen Dingen. Da ferner überhaupt bei den Alten in ihren besten Zeiten nur heroische Tugenden, das ist: diejenige»/ welche die menschliche Würdigkeit erheben / geschäzet wurde»/ andere hingegen/ durch deren Übung unsere Begriffe sinken und sich erniedrigen/ nicht gelehret noch gesuchet wurden: so hat man diese um so viel weniger auf öffentlichen Denkmalen vorgestellet. Den die Erziehung der Alten warder unsrigen sehr entgegengesezet; und da diese/ wen sie gut sein soll/ vornehmlich auf die Reinigkeit der Sitten fällt/ und die Ausübung der äusseren Pflichten der Religion besorget: so war jene bedacht/ das Herz und den Geist empfindlich zu machen gegen die wahre Ehre/ und die Jugend zu einer mänlichen/ großmüthigen Tugend zu gewöhnen/ welche alle kleine Absichten, ia das Leben selbst/ verachtete/ weil eine Unternehmung der Größe ihrer DenkungSart nicht gemäß ausfiel. Bei uns wird die edle Ehrbegierde erstiket und der dumme Stolz genähret. i) I ^ca6. lies Iiiscl'ijZt. t. 7> p> 42. SS Versuch Diese Betrachtung allein hätte Zweifel erweken sollen wider die Richtigkeit einer silbernen Münze Kaisers Hadri anuS / auf welcher eine weibliche sizende Figur die Hand ausstrekct/ und in der linken einen langen Zepter hält/ mit der Umschrift: -vva, l) Diese Inschrift ist vermuthlich durch Verfälschung und Änderung einiger Buchstaben aus ^,v«, gemachet. Ein Theil der Pflichten der Gednld/ nach dem neuen Begrif dieser Tugend war unter der Mäßigkeit (-'»ix-«?--«, begriffen/ und wurde in derselben gelehret. Die Cyniker: waren die ersten und einzigen / die durch eine niederträchtige Geduld sich zu erbeben suchten. §. 36. Von der christlichen Demuth hatte das Altertum noch weniger Begrif/ weil dieselbe in der Selbstverläugnnng/ und also in einer gewaltsamen und mit der menschlichen Natur streitenden Fassung bestehet. ES sagen ihre großen Männer das Gute von sich mir eben der Zuversicht/ mit welcher sie eS von anderen sagen, weil sie glaube- teii/ der Mensch miiße sich seines Werths bewußt sein / um sich vor der Niederträchtigkeit zu verwahren. Die Demuth der Alten ging nur bis zur B e- scheiden heit/ welche ohne Schminke sein sollte; da hingegen jene fast beständig von der Verstellung begleitet/ und von dem Stolze selbst verlarvet wird. K. 31. Unter den Tugenden/ welche die Alten nicht bildlich gemachet haben, scheinet auch die Beständigkeit zu sei»/3) welche vornehmlich durch 1) Vaillant. num. Imp. aur. et »i'A. p. 415. 2) I. 1. epist. 17. v. 26.^ 3) Nach Hirts Meinung ) liliet. 1.2. c.^. einer Allegorie. nachzuahmen ist, als dasjenige/ was sich wenig äus- sert und nicht besonders bezeichnet ist/ welches sich in Abbildung der Ähnlichkeit der Personen zeiget. §. 37. Bilder von Lastern finde» sich auf übrig gebliebenen alten Denkmalen gar keine/ weil die Werke der Kunst der Tugend / nicht dem Laster/ geweihet sind/ und weil sonderlich der höchste Grad des Lasters der Vorstellung in edlen Bildern / welche allezeit die Kunst suchen soll, widerspricht. Die Bilder einiger Laster bei alten Dichtern, wie der Neid ist beim Ovi diuS/ sind malerisch geschildert/ würden aber kein Vorwnrf eines edlen Pinsels sein. ß. 38. Von anderen Bildern allgemeiner Begrifft/ die von den Alten erfunden und angenommen worden/ sind einige nicht bcstimt genug/ und andere auf romischen Münzen können eher auf andere Dinge/ als auf daS/ was sie vorstellen sollen/ gedeutet werden. Von dieser Artist die Ewigkeit mit zwei Fruchthörnern in dem linken Arme und mit einer Schale in der rechten Hand: eben so ist eS mit der Fröhlichkeit unter dem Bilde der CereS/ welche anderwärts in der rechten Hand einen Kran; hält und in drr linken ein Ruder/ imgleichen mit der Göttin der Jugend/ welche durch die Schale in ihrer Hand nicht kentlich genug ist.. Man könte eben dieses sagen von der Ehre mit einem Zepter und mit einem Frnchthorne auf Münzen des Galba,i) und auf andern Münzen , imgleichen von dem Adel, als einer stekenden weiblichen Figur mit einem Spieße in der rechten Hand, nebst der Inschrift: ?) Wer würde in einer alten gemalten Handschrift die Wahrheit, welche nebst, der Gerechtigkeit über dem Throne Kaisers Ni- 1) 1>isizr>, Comment. t. >. p. 2) Vailliint. nuru, Inip. nur. et arg. p. i g^ 42 Versuch cephorus sizet, blos an ihrem Zepter kennen/ wen nicht der Name über dieselbe gesezet wäre? l) Eben so ein unbestimteS Bild ist die Erfindung in dem uralten geschriebenen DioSkorides in der kaiserlichen Bibliothek zu Wie» / welche die Wurzel Mon- dragora, die diese Figur in der Hand hält/ nicht deutlich bezeichnet. K. 39. Einige Bilder finden sich sonderlich auf Münzen / welche allegorisch scheinen/ von denen uns aber die Deutung unbekant ist. Auf silbernen Münzen der Stadt Metapontum in Großgriechenland/ in dem reichen Musco des Duca Caraffa Noja zu Neapel/ ist eine Kornähre/ und auf dem einen Blatte an dem Stengel derselben stehet bald ein Greif, bald eine Zange, oder eine MauS, ein Dreifuß/ eine Larve, ein Ochsenkopf, ein Heupferd, eine Nacht- cule/ eine Keule/ ein Adler und ein Fruchthorn. Auf silbernen Münzen der Stadt Locri, in eben dem Lands und Musev/ stehet neben dem Kopfe der Pallas bald ein Satyr/ bald MercuriuS oder ein CaducenS; bald ein Schild/ ein Sistrum, zuweilen das Eisen von einem Spieße, eine tragische Larve; auf anderen Münzen sieht man neben dem Kopfe gedachter Gottin ein wildes Schwein, einen Delphin, auch einen Krater. Wenige von diesen Zeichen sind aufdie Pallas zu deuten; vielleicht ist aber unter den anderen keine besondere Deutung verborgen, wo man nicht in denselben eine Anspielung auf den Namen des MünzmeisterS annehmen will; und eS kan auf diesen Münzen geschehen sein/ was noch izo in den Werken der Künstler geschieht, Nebenzeichen nach Willkür anzubringen, so wie eS die Kaze-ist in der Madonna deS RaphaelS in der königlichen Galerie zu Neapel, welches Stuk da-- z) Hlontluuc. Nkliol.k. (oislin. einer Allegorie. her A^ko heißt/ obgleich die Kiize/ man weiß nicht wie hineingesezet ist. Z. ES sind anch die Verzierungen alter Gebende in Gypsarbeit und in Gemälden nicht beständig allegorisch/ wenigstens nicht in den pompejani- sche» Gebäuden. In einigen Gebäuden aber haben die Bilder eine Beziehung auf den Ort/ und Hy- las/ den die Nvmphen entführe»/ mitten an der in GypS gearbeiteten Deke/ in dem sogenaiiten Bade der Zlg rippina zu Baiä / kaii/ nebst den Nereiden in anderen Feldern dieser Deke auf die ehemalige Bestimmung dieses Gebäudes gedeutet werden. Bei den halben Figureil / welche wie aus Pflanzen hervorwachsen/ ist mir eingefallen/ daß Plato den Menschen ein himlisckeS Gewächs nennet; -) worauf vielleicht dieser Einfall der alten Maler in ihren Verzierungen deuten köntc. Eben dieses ist von den erhobenen Arbeiten auf vielen Begräbniß- nrnen der Alten zu beweisen/ deren Vorstellung nicht allezeit eine Deutung auf den Stand der verstorbenen Personen gehabt haben kaii/ welches aus einigen Inschriften/ die zu den Figuren gesezet sind/ erhellet: den viele von solchen Urnen scheinen vorher auf den Kauf gemachet zu sein.^) Die Bildhauer waren aufmerksam/ nur fröhliche Bilder zu wählen/ und verschiedene Inschriften auf Begräbnißurnen wü» den auch dergleichen erfordern/ wie diejenige ist/ wo man einen Musikus und Dichter von sich selbst fall Sie ist zuvcrMia keine Arbeit von Na p h a e l; aber wahrscheinlich Von Giulio Rom« » o. Meyer. 2) plutürc,!,, ori>c. l. 7. x> ^luator, t, z. p. Zö. (.'tlil.. 3) tDie aus Bestellung gemacht werben,, unterschieden stch! . Von den andern besonders durch specielle Vorstellung«!.)! Versuch gen lässet: «daß er mit schönen Weibern ein Ge- „ werbe und Handel getrieben habe. " An der schönsten alten Badewanne in der Welt/ von einem schwarzgrünlichen und schneeweiß gemischten ägyptischen Granite, in der Villa Albani/ halten zwo Löwenköpfe Ringe/ und innerhalb derselben hänget ein Epbeublatt; es glaubete daher jemand, es sei dieses Werk dem Bakchus gewidmet gewesen / mit welchem gleichwohl solche Wannen nichts zu schaffen haben. Z.äl. Man seze also nicht vorauS/ daß der alten Künstler Absicht in jedem Bilde auf Lehre und Unterricht gegangen; man würde sonst aus der Menge auf dem Kasten des CypseluS zu Elis ein ganzes Systema der Moral zu ziehen haben. Eben so wenig als ich glaube/ daß Annibal C a- racci an die Allegorien gedacht habe/ die Bel- tori in seine» Gemälden der Galerie im Palaste Farnese finden will. 2) Man machet eS wie der Herausgeber des in gothischen Buchstaben gedrillten Romans der Rose lehret; er saget: es könne dieser Rom an moralis ch und m ystis ch ausgeleget werden/ wen auch dieses nicht die Absicht des Verfassers gewesen sein sollte. ES wird z. E. in des Protogenes Gemälde/ welches der Saryr hieß/ ein Rebhuhn auf einem Cippo^) keinen allegorischen Gedanken enthalten haben. Ich merke hier an/ daß dieses Gemälde/ mit dem JalysuS von eben gedachtem Künstler insgemein als eins und ebendasselbe angeführet wird/ wie die Verfasser der all- 1) k'.ilireui Inscr. c, 10. p> 504. Alontlauc, Oroec/ I. 2. c. 7. p. 170, Isci-j?. onl. äct ^»ssivllvi, p. >43. 2) Vite ?!tt. z>. 42. Z) l. 14. ^.2. Z. S, G. d. K. V. t K. 2S §-1 einer Allegorie. , 45 gemeinen Geschichte thun / ^) in deren Anzeige irrig SatnrnuS anstatt Satyr gesezet worden. ß. .^2. AlleS/ was von alten Allegorien in Figuren erscheinet/ ist von zwo Gattungen/ und diese Bilder können theils als abstraete/ theils als concrete Bilder betrachtet werden. Abstracte Bilder nenne ich diejenige»/ die ausser der Sache/ auf welche sie sich beziehen/ angebracht sind/ so daß sie nicht als mitwirkende Bilder zu Bedeutung eines anderen Bildes dienen/ sondern/ obgleich allezeit in Beziehung und Anspielung auf etwas ausser demselben/ dennoch vor sich bestehen/ und diese wä- ren im engen Verstände Sinbtlder zu nennen/ und sind dasjenige/ was man sonst Emblemata nennet. Concrete Bilder hingegen würden diejenigen heisseii/ die theils in Figuren/ theils in anderen Zeichen mit denjenigen Bildern verbunden sind/ auf welche jene eine Beziehung haben. K. ^3. Von der ersteren Art sind die mehresten Bilder auf Münze»/ sonderlich griechischer Städte/ eS mögen dieselben aus einer einzigen Figur, oder aus mehreren bestehen. Diese Allegorien sind wie ein angenbliklicher Punkt in einem Gemälde vorgestellet/ und wie hier vorauSgesezet wird/ daß dc.S Gedächtniß der anschauenden Personen das Vorhergehende und Nachfolgende derselben Geschichte bei sich ergänze: so wird dort erfordert/ daß das beziehende Bild auf dieienige Sache/ auf die es sich beziehet/ führe/ und da die Beziehung ein nahes Verhältniß / um verständlich zu sein/ haben soll/ so solget/ daß diese Allegorien nicht weit hergeholet sein müßen. Dieses Verhältniß aber war bei den Alten nicht ebe»dasselbe/ worin wir uns izo befinden / und was jenen bcka»t war/ kaii uns dunkel sein; wen >) llisl. urüv. t. ?. 1>. 39? Versuch aber von neuere» Bildern geredet wird/ so gilt/ was ich sage. Concrete Bilder sind vornehmlich auf öffentlichen römischen Werken und Münzen angebracht/ und leichter als jene zu verstehen und zu erfinden. Eine solche Allegorie ist in der Villa Albani eine Anrede (ullocutio) Kaisers' Lucius VeruS/ welcher auf einem Suggesto sizet/ und von der Diana und von dem Frieden begleitet ist. >) Es hat aber die Anwendung und der Gebrauch dieser Bilder seine Einschränkung/ und wen in einer griechischen und römischen Begebenheit wahre Figuren mit allegorischen Gottheiten können begleitet sein/ kaü dieses in neuern Geschichten in wenigen Fällen geschehen/ und Rubens ist billig getadelt worden/ daß er den Merenrius mit dem Cadneeo in der Hand den Cardinälen von der Königin Maria von Medieis eine Botschaft bringen lässet.^) Diese 1) Dahin wären, mich dcs Autors Eiutheilung also auch zu rechne» Traia », dem eine Victoria de» Kranz aufsezt, und sich dazu auf die Zehen hebt, je»t am Triumphbogen Constantins; N!. Aurelius, bei welchen« die Siegesgöttin auf dem Wagen steht, ihm einen Kranz über das Haupt haltend; und R o m a/ eben diesem Kaiser die Kugel als Sinl'ild der Weltherfchast reichend, auf zwei Basreliefs, welche von einem in ueuern Zeiten abgetragene» Triumphbogen herrühren, und nun auf der Trepe des Palasts der Conservatoren auf dem Campidoglio stehe». Me»er. 2) Der Tadel gegen Rubens mochte wohl voreilig und uit- gegründet fei». Es ist nämlich die Rede von dem Bilde der Tafel 20 der luremburger Galerie, wo Mer- cur der aus dem Throne sizenden Königin den Ölzweig, als Sinbild des Friedens, hinreicht. Der Lardinal de la Nochefoucault, zur Rechten, scheint sie zur Annahme desselben zu ermuntern; der Cardinal de la Batet te hingegen, zur Linken, will sie daran hinder». Nach Begriffe» der galanten und feinen Welt war es einer Allegorie. Allegorie ist nicht weniger schlecht angebracht, als von Sannazaro in seinem Gedichte von der Geburt der gebenedeieten Jungfrau der Gott ProteuS, durch welchen der Dichter das Geheimniß der M e n sch- werdung verkündigen lässet. §. In dieser Abhandlung übergehe ich mit Fleiß gewisse bekante Symbola von Ländern und Städten, weil man dieselben in allen Münzbüchern mit leichter Mühe finden kaii; z. E. den Scorpion, als ein Zeichen von Afrikas) imgleichen der Ko »lagen er: den Storch oder Ibis von Ägypten, den Pa l mb aum von Phö ni c ien, von welchem Baume oder vielmehr von der Frucht desselben, dieses Land benennet war; es ist auch das Kameel als ein Symbolum von Arabien betaut.^) Ich merke auch diejenigen Provinzen nicht an, die in ihren Figuren durch keine besondere Zeichen keilt- lich gemachet sind, wie es Gallien und Britan- sreilich verwegen, den Mercur vor der Königin und zwei Kardinäle» in Staatskleidern, so leicht »ach seiner gewöhnlichen Art eostunlirt austreten zu lassen; allein aus diesem Einmischen mythologischer Figuren beruhet eben größtentheils das Poetische der Erfindung in den zur luxemburgischen Galerie gehörigen Gemälden, u»d wir zweisel»/ ob dieselben gewonnen hätten, wen alle mythologische Figuren weggelassen wären. Hinsichtlich ausAus- druk und Bedeutung ist das erwähnte Bild ohne alle Widerrede bortreflich, und salls noch der Mercur zugegeben wird, welcher wenigstens in unsern Augen nicht geschniakwidrig, sondern als Friedensbote vielmehr ganz passend angebracht ist, so verdient das Werk, »ach seinem ganze» Zusammenhange betrachtet, unter den wohl> gelungenen allegorisch historischen Darstellungen der »eueren Kunst eine ausgezeichnete Stelle, Meyer. i) Viullaut. nuni. Imp. .11-^'. p. ig. s) IXoriz ioz. 3^ 1i»vcrc. uum. Llirisl. lab. > c>. N. 7. Versuch nie» auf kaiserlichen Münzen sind. Hier aber kan ich die allegorischen Bilder verschiedener Städte in Asien nicht unberührt lassen/ und namentlich zwölf oder virzeben derselben/ die durch den Kaiser Tibe- rius/ da sie in einem Erdbeben übel zugerichtet wäre»/ wiederum hergestellet wurden/ und zu Bezeugung ihrer Dankbarkeit ein öffentliches Denkmal aufrichteten/ welches auf dem Plaze zu Pozzuoli stehet. ES bat Lorenz Theodor GronoviuS nach einer fehlerhaften Zeichnung des B ulifon über dasselbe geschrieben/i) welcher also nichts anderes als ungegLündete Muthmaßungen geben können. §. Die erste weibliche Figur zur rechten Hand/ welche die Stadt Hyrkania vorstellet/ hat einen dem PetasuS des MercnriuS ähnlichen Hut; von dem Namen der Stadt ist nur der erste Buchstabe II übrig. Die zwote Figur/ von Apollo nia/ tragt einen Vogel in der Hand. Die dritte/ der Stadt EvbesuS/ nämlich Diana/ hat einen Thurm auf dem Haupte/ auS welchem verschiedene Thiere hervorspringen / wie sie an den Statuen der ephesi n i schen Diana gebildet sind/ welche man vor Flammen angesehen hat/ und Gro- nov meinet/ eS sei dieses der Brand- des TempelS/ welchen HerostratnS anstekete. In der linken Hand hält dieselbe zwo Kornähre» und Mohnhänp- ter/ und sezet den linken Fuß auf eine tragische bärtige Larve. Die vierte/ Myrina/ stüzete den linken Ellenbogen ans einen Dreifuß/ von welchem izo nur noch die obere Pfanne zu sehen ist, und hielt in der linken Hand einen Myrtl'enzweig/ wie auf einer Münze von Myrina/^) in Deutung auf 1) Ivlai'm. kasis in Oronov. Ikes. anUcj. t. 7. 1?. 2) 0v!l2. (xi'sec. tad. i /j. einer Allegorie. den Namen dieser Stadt. Die fünfte/ Cibyra, ist eine Amazone mit einem runden Schilde an dem Arme/ welches zu merken ist/ weil der Schild dieser Kriegerinen insgemein eine andere und bekan- te Form hat; in der andern Hand hält ste einen Spieß. Vermuthlich war der Grund von diesem Bilde/ weil die Stifterin dieser Stadt eine von den Amazonen zu sein vorgegeben wurde/ wie wir cS von der vorhergehenden Stadt Myrina/i) unv von Smyrna^) wissen/ auf deren Münzen das Bild einer A mc> zvne stehet. Von jemand, welcher nach dem Kupfer geurtheilet/ ist diese Figur für einen jungen Kriegsheld angesehen.^) Die mittlere Figur auf der rechten Seite diese» BasamentS halt einen Delphin in der Hand. Man vergleiche mit dieser richtigen Anzeige die angeführte Abhandlung des GronovinS/ imgleichen die Erklärung eben dieses Werks beim Mon tfa n coN/4) welche nach eben der fehlerhaften Zeichnung gemacht nicht besser sein konte/ um diese Ausschweifung zu entschuldigen. §. //6. Ich will mich auch nicht aufhalten bei verschiedenen Bildern der Alteii/ die zwar angenehm und theils wizig stnd/ aber keinen merkwürdigen Vegrif in sich enthalten/ wie die Liebe/ in unendlich verschiedenen Vorstellungen/ auf geschnittenen Steinen erscheinet. §. Zu bedauern ist/ daß in der Allegorie eben das geschehen zu sein scheinet/ was wir in l) Vio6. Si.c> I. z, tc, 64- Denkmale/ Num. 6u. Oomte l'jiomg, a la 1744. 4. A) schieden?» Erklärungsversuche sind zusammengestcllt in Numero tt des Kunstblattes v. tSZV.) einer Allegorie. si großen Gemälde von vielen Figuren ist die Möglichkeit anzunehmen. §, 4s. Nach der Erklärung über die Allegorie der Alten in dem ersten Abschnitte dieses KapitelS/ ist in dem zweiten Abschnitte desselben von der Allegorie der Neueren zu reden/ welches geschieht/ theils in Beurtheilung der Schriften über dieselbe und in Anzeigung unrichtiger Begriffe und des mangelhaften Urtheils neuerer Künstler in ihren eigenen allegorischen Bildern/ theils in Anschlägen zu neuen Allegorien und in Erinnerungen über die Gedanken zu diesen Bildern und über die Ausführung derselben. §. ^9. Was zum ersten die Beurtheilung der Schriften von der Allegorie betrift/ so ist dieselbe sehr leicht zu machen und einzusehen; den die Anzahl derselben ist nicht groß/ und diese Schriften sind bekant. Die drei Helden in dieser Wissenschaft sind PieriuS ValerianuS/ Cäsar Nipa und Höh an Baptist Boudard/ welche beide leztere» insbesondere für Künstler arbeiten wollen/ und ihre Werke sind Jkonologten betitelt. §. 6». Pierius nennet sein Blich Hierogly- Vhica / weil eine seiner vornehmsten Absichten war/ die symbolischen Zeichen der Ägypter/ mehr aber diejenigen / die sich in alten Schriften als auf Werken der Kunst erhalten haben/ zu erklären. Ausser diesen hat er einige Bilder der Griechen aus ihren Scribenten gesamlct/ aber aus alten Denkmalen ist nichts bei ihm zu finden/ und was er anzeiget/ ist mehrentheils auf seichte Muthmaßungen gegründet; und was gut ist/ verlieret sich unter einem unnöthi- gen Gewäsche/ um ein großes Buch zu schreiben. §. 51. Diesen Scribenten legete Cäsar Nipa zum Grunde/ und führete durch und über denselben 52 Versuch sein Gebäude auf. Die Belesenheit in seiner Jko- nologieist mehrentheils aus zenem eittlehnet; das Übrige ist theils aus Büchern/ die von Sinbildern handeln/ als AleiatuS/ Typ oti u S u. s. f. ge- nommen ; ein großer Theil aber ist auf seinem eigenen Grunde, oder vielmehr in seinem Gehirne erwachsen. Seine Bilder sind dergestalt erdacht und entworfen/ als wen keine alten Denkmale in der Welt wären; und man sollte glauben/ er habe weder von Sta- tuen/ noch erhobenen Werken/ noch von Münzen und geschnittenen Steinen Nachricht gehabt. Seine Bilder sind höchstens bei Illuminationen/ und wenige in Gemälden anzubringen. Man könte viele Einfälle desselben nicht lächerlicher erdenken/ und ich glaube, wen ihm E. das wälfche Sprichwort: ineinSieb pissen, das ist: vergebliche Din- ge thun/ eingefallen wäre/ er wurde auch dieses figürlich gemachet haben. K. 62. Boudard ist ein Franzos nnd Bildhauer des Znfanten und Herzogs zu Parma/ und dessen tzkonologie verdienet kein geneigter Urtheil; den eS ist dieselbe von eben dem Schlage. Dieses Werk ist im Jahre 175S in drei Bänden in groß Quart/ französisch und italiänisch zugleich abgefasset/ an das Licht getreten/ und enthält wenig selbst erfundene Bilder; die, mehresten sind aus dem Ripa genommen/ und in lang gespaltene Figuren nach neuer Tracht/ und in dem Modestyl gezeichnet/ eingekleidet. Wenige seiner Bilder/ die aus dem Altertume genommen sind, hätten durch eine Erklärung brauchbarer gemachet werden können/ wie der glük« liche Ausgang (iZmms Rveatus) ist/i) welcher in der Figur eines jungen Menschen mit Mohnhäup- tern und Kornähren in der einen Hand/ und mit ,) r. i, 19I, einer Allegorie. 63 einer Schale in der andere»/ vorgestellet war. Hier heitre sollen angezeiget werden/ daß der Mol?» lind die Ähren auf den reichen Ausfall der Saat in der Ärnte deuten/ und die Schale auf den guten Ausbruch des Weinbaus in der Weinlese. Ich übergebe andere Fehler dieses Hkoiiologisten/ die derselbe im Abschreiben begangen; z. E. daß er die Orcadeii/ oder Nymphen der Diana/ allezeit Orkaden nennet;^ es scheinet auch derselbe keinen Begrif vom Sphinxe gehabt zu haben.-) Oft hat dieser Copilk über seine entlehnten Bilder nicht nachgelesen; den da er das Fieber malet/^) in einer weiblichen Figur/ welche Dampf ans dem Munde blaset/ und anf einem Löwen liegt/ hat er nicht beobachtet/ aus was Ursache der Löwe in das Bild des Fiebers hinein koiiit. Er saget: der Löwe sei ein Attribut des Fiebers/ weil er melancholisch ist; er hätte wissen und sagen sollen- darum/ weil die alten Naturkündiger vorgeben/ der Löwe sei mit dem -- Fieber/ und sonderlich mit dem viertägigen befallen. "i) §. 63. Was ausser gedachten Hkonologicn etwa Nüzliches über die Allegorie bemerket worden/ ist Allgemeines/ welches/ wie in allen Dingen/ leichter zu sagen/ als das Einzelne anzugeben ist. Da nu» das Allgemeine vornehmlich für den Verstand/ das Einzelne aber mehr für die Ausführung ist/ und aus >) 3. p, 7. 2) IlilZ. p. I^jg. Z) 2. x, 11. 4) Solche gelehrte Allegorien/ wie der Löwe, weil er einer das Fieber bedeutenden Figur zum Attribut dienen soll, sind immer mißlich; und weil auch ein Künstler stch ih< rer aus Noth bedienen müßte/ so hat er dafür wenigstens kein Lob zu erwarten. Me»er. Versuch diesem/ nrcht aus jenem die Anwendung gezogen wird: so ist der Kunst kein großer Vortheil aus solchen allgemeinen Betrachtungen erwachsen. Z. Aus einer Arbeit/ wie des Riva seine ist/ die einen so allgemeinen Ruf erlanget hat/ und gleichsam der Künstler Bibel geworden ist/ kan der Schluß aus den Genius und den Geschmak derselben Zeit gemachet werden/ und man kan glauben/ daß auch die damaligen Künstler nicht besser gedacht haben / und hier bat sich zum Nachtheil der Kunst gc- zeiget/ daß die Menschen insgemein ihrem eigenen Dünkel mit Hintanseznng fremder Einsicht folgen wollen. Zn RaphaelS Zeit und in dem goldenen Alter der Kunst wurden die Bilder in Verzierungen aus alten Denkmalen genommen/ wie theils die Figuren in Gyvs in den offenen Gängen des vatiea- nischen PalasteS/ theils die Gemälde der Zieraten an eben dem Orte beweisen, l) Nach dieser Zeit zeichnete und bildete man vielmals^ ohne auf die Alten zu denken und zu sehe»/ und sogar bekante Bilder aus der Fabel wurden nicht wie sie erdichtet sind/ vorgestellet/ weil das Alte verlegen und verächtlich schien. Lansranc fand es besser/ den Ulysses auf allen Vieren kriechend/ und mit einem SchöpSfelle behängt/ aus der Höhle des Polyphe- mns entkommen zu lassen / welches Gemälde in dem Palaste Borghese ist/2) als nach dem Bilde des Ho meruS/ wie er sich unter dem Bauche eines großen Widders anhängete / und also in Marmor in der Villa Pansili und in der Villa Alb ani z» 1) cG. d. Ä. 7B. ZK. ä§. Note.z 2) In dem erwähnte» Gemälde ist keineswegs Ulysses dargestellt/ der aus der Höhle Polyvhems enlstiehe» will/ sondern »ach ülrivsto das Menreuer Noran» dins und der Lucina. Meyer. einer Allegorie. L5 sehen ist.Einige Künstler haben Bilder aus dem Altertume angebracht/ aber ungereimt / wie das Bild der Theologie ist/ in Gestalt der Diana/ mit der Überschrift: an dem Grabmale Pabsts SixtnSIV. von Erzt in der St. Pcterskirche zu Rom/ wovon der Grund nicht anders als lächerlich sein kan.2) §. 56. Da nun nicht leicht ein Ort in der Welt mehr als Rom Materie zu eigeiitiimlichcn Allegorien geben kall/ die in und an öffentlichen Gebäude» anzubringen sind/ so muß man sich über die Finsterniß in der Kunst überhaupt/ und auch in diesem Theile derselben zu den Zeiten des großen Sixtns V. wundern/ wo man so schlechte Anwendung und Ausführung allegorischer und sonderlich solcher Bilder gemachet hat/ die von Rom selbst genommen werden. Der erste große Saal der vaticanischen 1) ^Denkmale? Num. 155—156.Ü 2) Dieses Grabmal hat Antonio Pollajuolo, ei» treflicher Bildgießer/ Goldschmied, Medailleur und Ma> ler von Florenz , gegen Ausgang des fünfzehnten Jahrhunderts verfertigt. Er und andere seiner Zeitgenossen pflegten zuweilen antike Figuren nachzuahmen ; und ihre Nachahmungen/ sie mochten die Natur oder ein Knnstwerk zum Vorbilde haben/ waren immer treu und fleissig, wiewohl nach dem damals hcrschcnden Eeschmak etwas hager. Um die ursprüngliche Bedeutung eines nachgeahmten antiken Werks mag Pollajuolo sich wenig be- kümmert haben; vielleicht ginge» ihm auch die dazu er- soderlichen Kentnisse ab. Zuverläkig glaubte er aller etwaigen Undeutlichkeit durch die Überschrift völlig ab. geholfen zu haben. Wir wollen jedoch hiedurch die von Winckelman getadelte Figur nicht in Schu; nehmen! allein es trift sich oft, daß man in den Produeten des noch nicht ausgebildeten Kunsigefchmaks im suufzehnte» Jahrhundert neben der rührendsten Einfalt auch Geschmak- lostgkeit, und mit dem wahrsten naivsten Ausdruk auch Bedeutungslosigkeit oder gar salfche Bedeutung findet. M e » e r. S6 Versuch Bibliothek ist damals völlig, vom Grunde an, ausgemalet worden, aber so, als wen man die Maler aus den äussersten nordischen Gränzen kommen lassen , die nie etwas Schönes von alter und neuer Knnst gesehen, noch sonst den geringsten Begrif von alten Bildungen, Gebräuchen oder Trachten gehabt; und da man Bilder gesuchet, die auf den Ort zielen können, so bat man zum Glüke die vom Au- gustuS in dem Tempel des Apollo ans dem Palatins errichtete Bibliothek angebracht; aber des Aug ustus Bildung ist so angegeben, als wen man den Ninus oder denSesostriS malen wollte, von welchen wir keine Bildnisse haben, und in Rom sind mehr als hundert alte Köpfe des Augustus. Neben dieser Bibliothek hätte man die ulpische vorstellen sollen, welche Trajanus in seinem Foro angeleget, welches Gemälde durch dieses Kaisers be- kanteö Bildniß, und durch dessen übrig gebliebene Säule mitten im Foro, sehr kentlich gewesen wäre. Zunächst hätte angedeutet werden können, wie DomitianuS diesen Biicherschaz von da weggenommen und in seine Bader versezet, wo ebenfalls das Bildniß dieses Kaisers und die noch stehende» Bäder die Sache allen Verständigen vor Augen ge- leget hätten. Die vom PtolemäuS zu Alexan- drien in dem Mnseo gestiftete Bibliothek scheinet eine Gesellschaft von Rabbinern aus Krakau oder aus Prag, und der König sieht einem von den Weisen aus Morgenlande in Albrecht Dürers Holzschnitte in allem ähnlich. Ja selbst zu meiner Zeit, da an der Fontana Trevi in einem von den zwei großen erhobenen Werken sollte vorgestellet werden, daßMarcuS Agrippa dieses Wasser nach Rom gebracht, hat man nach Bedünken einen MarcuS Agrippa gemachet, ohne sich zu bekümmern, wie derselbe ausgesehen, oder zu wissen/ einer Allegorie. 5? daß dessen Bild in Marmor im Campidoglio und ans lausend Münzen stehet. Er scheinet völlig ge- wafnet, als weil ihm der Plan dieser Wasserlei.- tur,g vorgeleget worden, da bereits das Signal zur Schlacht bei Actium gegeben war. Anstatt des HelmS sollte er eine coron» clnssic» tragen, die aus kleinen Schifschnäbeln zusammengesezet war, als der erste unter den Römern und unter allen Völkern, welcher dieses Ehrenzeichen erhalten. K. 66. Das zweite Stük des zweiten Abschnitts dieses Kap>telS ist bestimmet, Anschläge zu iienen Allegorien zu geben, und hernach Erinnerungen über die Gedanken dieser Bilder, und über die Ausführung derselben. Mein Anschlag bleibet vornehmlich eingeschränket in Allegorien aus dem Altertume, welches uns neue Bilder geben muß, und ich schlage zu derselben drei Wege vor, von welchen der erste ist, alten Bildern eine neue Bedeutung zu geben, und bekante Allegorien in neuem und eignem Verstände zu gebrauchen, und in diesem Verstände gehöret die Hälfte des BildeS dem, der es neu anwendet. ES kaii sich hier verhalten, wie mit Anwendung eines Verses aus einem alten Dichter in einem neuen und unerwarteten Verstände, wo vielmals der zweite Gebrauch desselben schöner ist, als der Gedanke des Dichters selbst. §.67. Der zweite Weg ist, Allegorien au» Gebräuchen, Sitten und Sprichwörtern des Altertums'/ wen dieselben nicht sehr unbekaiit sind, zu ziehen. Man könte auf diesem Wege gewisse besondere Begriffe sinlich vorstellen; z. E. ein Ding, welches nehmen kaii, wer es zuerst sindet, cetkit piimo vccupavü,) sageten die Griechen, sprichwortsweise: - i. in zivei zusammen gehörenden Bildern, behandelt würde. Im erste» wäre Sinuis darzustellen, wie er seine rohe Grausamkeit an Reisenden verübt; in dem andern aber, wie Thesens und Pirithous ihn aus eben die Weise bestrafen; den, die Bestrafung allein dargestellt, läßt den Sinnis erscheinen, als ob er von den beiden Helden Unrecht erlitte; daher ist das erste Bild nothig, um, so zu sagen, die Schuld vom Theseus und seinem Freunde weg aus den Sinnis zu wälzen, übrigens ist noch anzumerken, daß im Altertume verschiedene Sagen von der erwähnten Bestrafung müßen gangbar gewesen sei»; so ist nämlich aus einer i» den Denkmalen unter Numero SS be- kaut gemachten Vase die That vorgestellt, wie Theseus ste in Gesellschaft eines andern Helden, wahrscheinlich des Pirithous, verrichtet, und an diese Sage oder Borstellung scheint der ?lutor auch hier vornehmlich gedacht zu haben. Nach dem Plutarchus aber, der einer andern Sage folgt, soll allein Theseus den Sinnis überwunden und bestraft haben , wie wir ebenfalls ans einem bemalten von Tifchbein (vol, >, uch. 6.) bekant gemachten, und von Bottiger (Griecki. Vasengem. 2 Heft, S- lZ-i—t6Z.) treflich erläuterten Gesäße dargestellt sehe». Die Geschichte von Aristomenes dem Messenier scheint uns zur Darstellung überhaupt wenig tauglich, und am mindesten zu dem Zweke, zu welchen» der Amor ste hier empfehlen will. A!e»er. 60 Versuch und über dieses den Kleounis selbst/ welcher sehr verwundet war und nicht gehen konte. Dergleichen Bilder finden sich nicht wenige. Ist aber die Geschichte zur Allegorie nicht von dieser Art/ und die Gesichtsbildung der Personen nicht bekant: so wird die Vorstellung derselben/ wie das Begräbniß des Phocion / in einer Landschaft des ältern Poussin, schwer zu errathen sein. Von dem Gegentheile will ich hier ein Exempel geben. K. 6!). Da der Herr Cardinal Alexander Al- bani ein Zimmer des Palastes in seiner Villa von Rom nicht mit müßigen und leeren Landschaften wollte ausmalen lasse»/ wurden in dasselbe Geschichte»/ und zwar römische/ angebracht/ die vornehmlich auf das Landleben und auf große vollendete Gebäude deuten können. Die Gemälde in den Landschaften und Aussichten sind folgende. Das eine ist Scipio AsricanuS/ welcher in seiner Villa bei Liternnm am Meere von Räubern angefallen wurde/ die sich ihm zu Füßen werfe»/ da er sie anredete; Scipio ist aus verschiedenen Köpfen kentlich. Das zweite ist der Consul und Redner O.u in tus H orten sin s/ wie er die Ahornbäume seiner Villa vor Rom mit Wein begießet/ welches er alle Tage mit eigener Hand zu thunpflegete; das Brustbild mit dessen Namen ist in eben dieser Villa. Das dritte Gemälde ist LuculluS/ bei welchem sich der große P o m- pejuS und Cicero des Morgens eben denselben Tag zum Essen einladcten / um jene» in Verwirrung zu sezen. Er ließ ihnen aber.wider ihr Erwarten die Wahl/ auf welchem seiner nahen Landhäuser eS ihnen am gefälligsten sei; nnd da dasjenige/ welches Apollo hieß/ vorgeschlagen wurde/ that Lucul- i) Loivin. 6188. 5iir un 6e O'iocZore öe Licile, änn« les Nem. lies Insci-. t. 2. x. 61. einer Allegorie. 6l lus nichts weiter als eilt Mittagsesse» ankündigen/ den dessen Landhäuser waren so eingerichtet/ daß die Kosten einer Mahlzeit daselbst auf einen bestim- ten Fuß gesezet wäre»/ und er blos nöthig hatte/ sagen zu lassen/ daß er zum Essen kommen wollte. Des PompejuS und des Cicero Bildnisse sind bekant; das Brustbild/ welches diesen vorstellet in dem Palaste Mattei/ hat den wahren allen Namen auf dem Fuße desselben eingehaucn. Das vierte Gemälde stellet den MarcuS Agrippa vor/ welcher Rom mit prächtigen Gebäuden auszierete und mit Wasserleitungen versähe/ und dieser übersieht mit einem Baumeister den Plan einer Wasserleitung; der beinahe kolossalische Kopf desselben von Marmor ist im Campidoglio. Das fünfte Gemälde ist Vir- giliuS/ welcher dem AugustuS und der Livia auf einem Landhause die ÄneiS vorliefet. Das sechste ist Seneea/ Agrippiua und der junge Nero. Das siebente ist der Abschied der Königin Verenice vom TituS/ welches zu einer besonderen Deutung von mir gewählet wurde. DaS achte Gemälde ist HadrianuS mit einem Plan seiner Villa bei Tivoli in der Hand/ und neben ihm stehet AntinouS/ auf dessen Achsel sich der Kaiser lehnet. §. 60. Znlezt sind in diesem zweiten Sinke Erinnerungen über die Gedanken zu ncnen Bildern/ und über die Ausführung derselben zu geben. Die vornehmsten erforderlichen Eigenschaften dieser Bilder sind die Einfalt/ die Deutlichkeit und die Lieblichkeit: und in diesen dreien Begriffen sind die Erinnerungen/ die ich zu geben habe/ enthalten. §. 6t. Die Einfall bestehet ist Entwerfung eines BildeS/ welches'/ mit so wenig Zeichen als möglich ist/ die zu bedeutende Sache ausdrüke/ und dieses ist die Eigenschaft der Allegorien in den bestew Zeiten der Alten. In spätern Zeiten fing man an/ 62 Versuch viele Begriffe durch eben so viel Zeichen in einer einzigen Figur zu vereinigen/ wie die Gottheiten sind/ die man Panthei nennet, welche die Attribute aller Götter beigeleget haben. Die Einfalt ist in Allegorien wie Gold ohne Zufaz/ und der Beweis der Güte derselben/ weil sie alsdeu Viel mit Wenigem erklären; wo das Gegentheil geschiehet/ ist es mehrentheilS ein Zeichen undeutlicher und unreifer Begriffe. Die beste und vollkommenste Allegorie eines Begriffes oder mehrerer/ ist in einer einzigen Figur begriffen und vorzustellen: den alsden ist diese in allen möglichen Fällen anzuwenden. Es ist aber dieses schwer/ ja in den mchresten verlängeren Bildern unmöglich. Die Sehnsucht nach dem Vaterlands ist ein edleS Bild in der Figur des Ulysses/ welcher den inJthaka aufsteigenden Rauch von ferne zu sehen wiinschete; dieser Held ist aus alten Werken kentlich zu machen/ aber dieser Begrif ist nicht in dessen Figur allein zu bilden. §. 62. Durch die Einfalt entstehet die Deutlichkeit/ welche jedoch verhältnißweife zu nehmen ist/ und man kan nicht fordern / daß einem ganz un- gelehreten Menschen ein Gemälde bei dem ersten An- dlike völlig verständlich werde. Deutlich aber wird das allegorische Bild fein/ wen eS eine nahe Beziehung auf das Abzubildende hat/ wie ein Paar weisse Rüben sind / die Guido in feiner schönen küssenden Magdalena im Palaste Barberini angebracht hat/ ihr strenges Leben zu bezeichnen. §.63. Lieblich sollen die Bilder sein/ dem Endzweke der Kunst gemäß/ welche zu ergözen und zu belustigen suchet. Die Lieblichkeit aber bestehet in der Wahl solcherBilder/ die nichts Unanständiges/ Häßliches und Fürchterliches haben/ und es soll überhaupt beobachtet werden^ was in der Geschichte einer Allegorie. 63 der Kunst 1) von Vorstellung der Leidenschaften gesaget worden. Will man mit dem Ergözen das Lehren in der Kunst verbinden/ so gilt auch hier, was' jener Svartaner sagete: „ daß das Lehren sei/ „daS Gnte den Knaben angenehm zu machen;" den so wie das Auge sich von strahlenden Farben abwendet/ und sich im Grünen erquiket/ eben so ist es auch mit dem Verstände. Die Kunst aber ist in ihren Bildern verschieden von der Dichtkunst/ und kan die fchreklich schonen Bilder/ die diese malet/ nicht mit Vortheil ausführen. Die wüthende Nothwendigkeit (sceva Necessit.is) des HoratiuS würde/ also im Bilde vorgestellet, unser Gesicht abwenden/ wie von dem Anblikc eines wüthenden Menschen/ und die dichterische Zwietracht des PetroniuS ka» eben so wenig als die Gorgonen des ÄschyluS »nd die Teufeleien des MiltonS in der Malerei erscheinen/ wovon man sich überzeugen kan durch die Vorstellung / was solche Bilder des britischen Dichters für eine Wirkung auf dem Theater machen würden. Eben dieses gilt von der Beschreibung der Wuth des Krieges beim VirgiliuS: imjiius irilns seclens arm», ei. cenium virirl,us olienis teiAum uoclis, kroinit Iiorriclus ore cruento ; und wen einige Erklärer desselben glaube»/ daß der Dichter sein Absehen auf den vom ApelleS gema- lcten Krieg gehabt/ welches Werk AugustuS in seinem Foro aufstellen lassen, so ist dieses in seiner Maße zu verstehen. Bei späteren römischen Dichtern finden sich noch mehr Bilder/ die in der Malerei nicht mit gutem Erfolge können ausgeführet wer- t) l5V. ZK. §,l I. l. v. 296. Versuch den. Von dieser Art ist die Beschreibung desZornS beim PrndentiuS: ^»roc-iil Ii» Linnens, s^umanli kervicl,^ ii»M, 8,ir>Fuiiiea inl^ox^uens 5ullu5o I»mii>!> ^elle. §. 6^1. Dieses sollte unseren Malern und Bildhauern eine Vorschrift sein, welche/ bei Figuren und Statuen der Heiligen/ alle ihre Kunst anzubringen suchen in Vorstellung dcrKezerci zu den Füßen derselben/ und ihre Absicht ist hier die äusserste Häßlichkeit/ so daß derjenige/ welcher andere in der fürchterlichen und häßlichen Gestalt übertrift/ Meister scheinet. In der St. Peterskirche ist ein solches Bild mehr als einmal angebracht. ES würde ja eben den Begris geben/ die Kezerei in einer schönen weiblichen Figur vorzustellen, die sich entweder voller Schaam zur Erden beuget/ oder voll Bitterkeit auf andere Mittel denket. Die Künstler sollten/ mit dem DemokritnS/ um Erscheinung angenehmer Bilder bitten, i) In Absicht der Anständigkeit unterrichtet uns selbst die Fabel; und M a r- syaS/ welcher das Flötenspiel an der Pallas unanständig fand / weil eS das Gesicht aufblähet/ gibt uns zu erkennen/ daß alles/ was der schönen Natur nachtheilig sein kaii/ in Bildern vermieden werden müße.-) Dieser Lehre zuwider ist eine nakte Wahr- heit in Lebensgröße in der Villa Mattei/ von einem Künstler des vorigen Jahrhunderts gearbeitet/ welche die Haut unter dem Herzen ansgeschlizet hat/ und diesen Schliz mit der einen Hand von einander hält/ gleichsam das Herz durch diese Ösnung sehen zu lassen. Mit dem übertriebenen AuSdruke verhält cS sich in gewissem Maße wie mit dem Gesichte eines Kränken/ welcheS/ wen eS/ nach demHippokra- 2Z ^Denkmale N«m. lS.Z einer Allegorie. 63 tes/ sich sehr ungleich ist/ ein übleS Zeichen gibt/ und hier kan die Wahrheit des Bernini zum Exempel dienen. Dieses sind Erinnerungen nicht allein über neue Bilder/ sondern auch über die Ausführung der Alten. Zweites Kapitel. Von der Allegorie der Götter, l) Z. 66. Die Allegorie der Götter/ welche in der Wissenschaft der verschiedenen Vorstellung derselben und der ihnen beigelegten Zeichen bestehet/ ist / wie dem Gelehrten/ also dem Künstler nöthig/ ja unentbehrlich/ nämlich/ theils Bilder aus der Fabel oder aus der Heldeuzeit zu entwerfen; theils Bilder allgemeiner Begriffe aus derselben zu ziehen oder zusammenzusezen/ und die häufigste Gelegenheit zu Anwendung dieses Theils der Allegorie findet sich in Verzierungen. t) über daS Ganze des zweiten Kapitels erlauben wir uns hier folgende Bemerkung. Die Bilder der Götter griechischer Kunst sind nur alsdan im eigentlichen Sinne allegorische Darstellungen zu nennen/ wen die ihnen beigelegte Handlungen oder Zeichen noch eine fernere Bedeutung haben/ wie z. B. Jupiter'die Victoria auf der Hand haltend/ oder Amor mir der Beute des Herkules/ oder ebenderselbe einen Löwen bezähmend/ wie er auf dem berühmten Cameo von Plutarchus geschnitten erscheint. Götterbilder aber, an sich selbst/ ha> den keine sernere Beziehung, sondern sind wirklich was sie darstellen: Jupiter/ das Bild höchster Würde/ unumschränkter Macht; Minerva/ sinnender Weisheit; Herkules/ der Kraft; Benns/ des znr Liebe geschaffenen Weibes u> s. w.; also Charaktere von der höchste» Art/ oder allgemeine von der Kunst verkörperte Begriffe/ und solche Darstellungen nent man/ zum Unter- schiede von eigentlichen Allegorien/ Svmbole. In ihnen spricht sich die Kunst höher und ihrer selbst würdiger aus/ als in Allegorie» geschehen ka»/ weil diese nicht so einer Allegorie. 67 §, 66. Ich bitt aber nicht gesonnen, eine vollständige Abbildung der Götter zu geben, sondern nur diejenige, welche selten ist, und von wenigen oder einzelnen alten, und von noch wenigern oder von niemand der neueren Scribenten angezeiget worden, wovon man sich in Lesung der Mythologien und anderer Bücher, wie VossiuS von der Jdo- lolatrie ist, überzeugen kan. Ich übergehe sonderlich ägyptische Gottheiten , theils weil die Bilder derselben bekant sind, eine Isis ausgenommen, auf deren Kopfe ein Sperber sizet; l) theils weil sie in der schonen Allegorie keinen Plaz finden, und ich merke hier nur einen kleinen vierseitigen Grabstein eines Priesters der Isis an, wie folgende Inschrift auf demselben anzeiget! ?i,. xi"ro»ivs. »novo. isi^- »ivs, Von dieser Art zu schreiben durch Buchstaben innerhalb anderer gesezet,^) welche in spätern Zeiten vollkommen/ selbständig und einfach im Anschaulichen und Dargestellte»/ sondern mehr in einer smreichen, manchmal auch nur wizigen/ aus der Darstellung abzuleitenden Bedeutung sich zeigen. S»ml>ole hingegen erfodern allemal das höchste schöpferische Kunstvermögen/ wen lie gelingen sollen; und dies ist -wahrscheinlich die Ursache, warum keiner der neueren Künstler je ein vorzügliches, den Antiken vergleichbares Werk solcher Art zu Stande gebracht hat. In der Allegorie hingegen/da dieselbe nach ihrer Hauvteigenschast, der Bedeutung/ Vielmehr aus dem Geiste der Erfindung als ans höchstmöglicher Vollkommenheit/ Würde und Kraft der Kunst in der schöpferischen Darstellung selbst beruhet, können anch aus neueren Werke» durchaus musterhafte/ den besten deZ Altertums an Gelialt fast gleichkommende Allegorien nach- gewiefen werden. Die s»mbolische Darstellung ist der verstnlichte allgemeine Vegrif selbst/ die allegorische Darstellung bedeutet blos einen von ihr selbst «erschiedene» allgemeinen Begrif. A!e»er. ») nist lies luscript. t. 14. p. 3. 2^ lz» dew Worte »uovv steht das n innerhalb des ti.I 6s Versuch - in Gebrauch kam, kan folgende noch nicht bekant gemachete Inschrift in der Villa des Herrn Cardi- nals Alexander Albani geincrket werden: >) o. IVI.I0. ^roi.i.c)i>oi>o. I». SI. i.. i,rll. II. i-xnrii. i. v. o. xv. mii.ir^ vir. XXIII. ^V«ci.I^, ll. rn^is. coFivirx. ri-. ivi.ivs. xi^x>!>vx n. ?. rii,lvs. ». »>. r. Anf der einen Seite gedachten Grabsteins stehet ein Anubis mit dem Caduceo in der einen Hand, welches bekant ist/ und in der andern Hand hält derselbe ein Paar Kornähren, als etwas, was ich in Bildern dieser Gottheit nirgend gefunden habe. Dieser Marmor befindet sich bei dem Bildhauer Ca- vaeeppi. §. 67. Ehe ich von der Allegorie einer jeden Gottheit insbesondere rede, erinnere ich, daß sich die mehresten mit dem Blize, der dem Jupiter eigen ist, finden, welches ich in den Denkmalen des Altertums weiter ausführe.^) Eben so gemein sind Flügel und Zepter, welche in den allerältesten Zeiten der Griechen sowobl als der He- trurier mehreren Gottheiten, als nachher geschehen, gegeben worden, und die Spartaner gaben allen mänlichen sowohl als weiblichen Gottheiten einen Spieß, weil sie dieselben alle kriegerisch haben wollten.-^) Es ist auch die Schale dem Jupiter, Apollo, Mereurius, Äskulapius t) lJm Worte ivi.io stellt der Ansangsbuchstab deS folgen' gen Worts, das innerl»ilb des c>^ und i>, c> und 1. des Worts äkoi-i-oiiun» sind i» eins verbunden.^ 2) Tl>. t Abschn.) Z) I^cou, sxoxlnli. p. 4z?, einer Allegorie. 69 und der Ceres ncbst der Hygiea gemein, und Korn/ihren werden unter anderen weiblichen Gottheiten auch der Zlsträaoder der Gerechtigkeit gegeben. Es findet fich sogar der Ägis/ ausser dem Jupiter und der Pallas/ anch der Juno, 2) und dem Apollo^) beigeleget/ und einige Zeichen sind Gottheiten und Tugenden gemein / wie die Lilie ist in der Hand der Juno/ der Venus/ und zugleich der Hofnung. Einige Zeichen der Götter finden sich in Schriften/ aber nicht an übrig gebliebenen Bildern derselben; wir haben z. E. keinen VulcanuS mit einem Löwen/ keine Juuo mit einem Lamme/ keinen MarS mit einem Geier/"«) und keine Ceres mit einem Schlüssel auf der Schulter, 5) Unter den Göttinen hat nicht Juno allein ein Theil ihres Gewandes bis auf den Kopf hinaufgezogen/ wie insgemein die Antiquarii bemerken, sondern auch Ceres auf Münzen von Palermo/ und Proserpina auf Münzen von Sardes/6) ja sogar eine Venus zu Sparta/ Morpho genant/?) und in diesem Verstände ist das Wort beim Pausanias zu nehmen, §. 6s. Vom SaturnuS/ dem ältesten der Götter/ merke man das einzige übrig gebliebene Werk/ wo ihm Nhea einen in einem Tuche eingewikclten ») v. gZ—94. 101. 2) Va!ei-. ?Iacc. Argonaut. 1.5. v. 267. Z) Tustatk. aä Ix. x. 1014. 4) Lanier t. 1. x. 466. 5) Oallimacli. in der. v. 46. 6) num. xvp. x. 441. 7) ?au8an. 1.3. 70 Versuch Stein reichet. Dieses ist ein vierseitiges Basament im Campidogtio.!) §. 69. Jupiter findet man in den beste» Zeiten der Kuiist niemals mit Flügel»/ wie ihn die He- trurier vorstelleteN/ und man sieht ihn so und dabei bekleidet auf cnier alten Paste eines hetrurischen Steins, wo er zur Semele konit. Auf griechischen Werken ist diese Gottheit zuweilen ohne das gewöhnliche Zeichen derselben/ den Bliz/ mit einem Fruchthorne, aber ohne Fruchte/ in den, linken Arme/ und mit einer Schale in der rechten Hand in Gestalt eines Genius vorgestellet/ als der Geber aller Güter; ja wir finden ihn mit Blumen gekrönet/^) die Quelle der Fröhlichkeit in ihm abzubilden. In ganz alten Zeiten wurde er/ wie Bakchus/ mit beiderlei Geschlechte vorgestellet/5) und in Karten trugen dessen Bilver/ anstatt deS Zepters und des BlizeS/ ein Beil/ und dieser Jupiter hatte den Beinamen 6) oder nach dem Strabo oder ?) Noch eine andere Lesart dieses Beinamens findet sich auf >) Ooni Inscr. t. l. lad. >. Saturnus kbnit oft aus geschnittenen Steinen so vor; auch auf einer Lampe bei Passeri. (I.uccr,i. lict. t, >. ti>Ii.g>Z Nie «er. 2) sBe schreib. d. ge schnitt. Steine/ 2 Kl. Z Abth. t !5 ??un>. Denk in a l e/ Nun», t — 2.Z Z) lEbendas. ??um. 7S der Steine.Z 4) pausau. I. 2. 24.^ 2) Orpii. -p. üuseli. xriep. Dv.ing. l. Z. p.6>. k) plulsrck. t. 7. x. 2oll. ellit. 7) I.. 14. » K. ^ Richtiger und (llemiiicrll. Lrizwxk. ?lut. Z2t>.) SiebeliK, einer Allegorie. 71 einem kleinen Altare in dem Museo zuSxford/ wo ein Beil stehet «nd unter demselben: 1^07, Zuweilen hält Jupiter das Bild des Sieges in der rechten Hand. 2) Zu den Füßen einer Statue desselben etwas über Lebensgröße / in der Villa V o r- ghese/ liegt ein Reh unter dem Adler. Dieses ist ein homerisches Bild/ und deutet auf das Zeiche»/ welches Jupiter dem Agamemnon gab/ iurch einen Adler mit einem jungen Rehe in den Klaue»/ der es bei dem Altare dieses Gottes fallen ließ. Wen Jupiter auf einem Wagen fuhr/ stand die Victoria hinter ihm/ und hielt die Zügel/ oder fuhr. 2) Der Kranz des Jupiters pfleget Lorbeer zu sein,^) wie er auf einem vierseitigen Basamente in der Villa Alba n i stehet. Von einem Wiesel zu den Füßen eines Jupiters sehe man im fünften Kapitel. 5) Apollo ist zuweilen mit einer Schale in der Hand auf Münzen vorgestellet/6) und er hält einen Myrtenzweig, wie an dessen Figuren in der Insel Lesbos gewöhnlich war/'') weil dieses Gewächs zur Wahrsagerei beförderlich gehalten wurde; es war daher in Athen jemanden/ der vor Hunger 1) Hlai-ru. Oxon, e6it rcc. 2. liili. ?. 2) I5usel>. I. c> p> 62. l?aus!>n> V. i i.iait. ^ 3) Ion. v> >628. »vnll. Dion^siac, I. 2. 3o. 4) pliumul. g. x. >62. 5) c§ 257,1 6) Vgjll. num. Imp, .irg, 27. num, oer, p, 74, g6. 7) Lc^ol. ?>icau^. v. 6>3, 72 Versuch Lorbeerblätter kancte/ der Name das ist/ der Wahrsager des GotteS/ nämlich deSApol- l»/ gegeben, i) Ein und das andere Geschlecht im Apollo ist in dessen sizender Figur auf einer silbernen Münze, des dritten AntiochuS in Syrien durch die auf dem Wirbel des Kopfs gebundenen Haare angedeutet/ wie an einer Statue im Campi- doglio/^) und an ein paar dieser ähnlichen Statuen in der Villa Medi'ciS, als welches ein Gebrauch und Kcnzcichen unverheiratheter Mädchen war. Ein Apfel in dessen Hand deutete .auf den älteste» Preis in den pythifchen Spielen/ welches ein Apfel war. Apollo auf einem Schwane in die Luft getragen/^) wie ihn eine Münze zeiget/4) ist ein seltenes aber schönes und bedeutendes Bild. Auf Münzen der Stadt Thessalonich fezet Apollo sich selbst einen Lorbeerkranz auf/5) als Sieger in dem Wettstreite mit dem MarsyaS. Auf einem geschnittenen Steine reichet ihm ThemiS eine Schale mit Ambrosia/^) welches Bild aus dem HomernS genommen ist;?) der Stein war bckant/aber die 1) ^ristopli, V. >26Z. I. 12. lc> >Z. II. 7?.^ 2) Äliis. Loxitol, t, Z. tov. 15. Z) Ebenso sieht man Apollo auf einem gemalten Gefäße von gebranter Erde in Tischbeins griechischen V a se n g em ä l d en. (Vol. 2. tak, 12.) Eine Münze von Troas zeigt den Avollo ungefähr anf ähnliche Weise vom Greife getragen. Meyer. 4) nuiri. x. 2Z7. 5) Wi!) Der Delphin an den Dreifüßen des Apollo ist ein bedeutender Zierat der Verwandlung desselben in diesen Fisch; kaii auch auf die vorgegebene Liebe des Delphins zur Musik deuten. Mit einer plirygischen Müze aber ist Apollo niemals vorgestellet, und solche Köpfe auf den Eken des Dekels einer Begräbnißlirne, die in Frankreich dafür gehalten worden, sind Larven, welche sich nicht selten auf eben der Stelle an ähnlichen Denkmalen finden. §. N. AskulapiuS, der Sohn des Apollo hat inehrentheilS ein Diadema um das Haupt/ wie Helden und Könige, zuweilen einen Kranz von Lorbeer»/-i) und die ältesten Künstler bildeten ihn ohne Bart; in allen übrig gebliebenen Bildern aber ist er bärtig. Die beste Statue desselben stehet in der Villa Farnese, mit dem Dekel von dem Dreifuße des Apollo zu dessen Füßen. Neben einem AskulapiuS stand ein Hund,4) weil er soll von einer Hündin gesäuget sein; man könte auch sagen, weil das Leken der Hunde in Wunden für heilsam gehalten wir-d. 5) Ein seltenes Zeichen desselben ist die Schildkröte auf einem geschnittenen Steine, <-) ») plutarck. musica. st. 10. z>. 664. etlit. I^eislv. I?au- sau. II. Z2. IX. 35.^ 2) Oe tleLLr. ll'un l'omkeau sut. llans Ie8 Alem. de lies Iliscr. 4. xi. 661. 3) beschreib. d. ge schnitt. Steine, 2 Kl. 14 Abts). 1403 Num.^j 6) lBe schreib. d. ge schnitt. Steine, 2 Kl. 14Al>th. 1 U5 Nuni.ü einer Allegorie. 75 als em von den Alten vermeintes Mittel iit vielen Krankheiten. ^) Auf einem kleinen Altare dieser Gottheit unter den Altertümern Herrn A d am S/ königlich großbritannischen Baumeisters, sind auf der einen Seite zwo Fakeln, Den es wurden an dessen Festen eine Menge Fakeln angezündet.^) TeleS- phoruS, dessen Begleiter in vielen von dessen Bildern/ hieß im Leben Evame r ioii/ und wurde von der Stadt Pergamus zuerst göttlich verehret. §.72. Von den Musen und Begleiterinen des Apollo finde ich folgendes zu bemerken. Die alten Dichter kleideten dieselben in Gelb/"!) wie die PallaS/5) und ans verschiedenen erhobenen Arbeiten ungleichen auf einer Statue im Campidoglio 6) haben dieselben Federn auf der Stirne steken/ welche sie den Sirenen aus den Flügeln zogen, zur Strafe über den Wettstreit im Gesänge/ in welchen sich diese mit jenen eingelassen hatten. EustathiuS saget/?) „ die Musen hätten eine jede dieser Federn mit eignem Bande zusammengebunden/ und als einen Kranz „anfgesezet/" welches sich aber in alten Denkmalen nicht findet. Ein neuer Bildhauer aber/ Ereole Ferrata/ welcher die Köpfe der Musen, die der Königin Christina waren/ ergänzet hat/ ist übel berichtet worden, wen er das Gegentheil von jenem Vorgeben gemachet/ und der Tcrvsichore allein Federn an den Kopf gefezet/ und den anderen Mu- 1) 1.32. ^c.4. sect. 14.^ 2) .^ristitZ. oi'at. concord. t. 2. p. 3o.j. 3) ?QU52N. I. 2. sc. ! ! ^ /j) 5) Lui'Ip. Hecul). v. 466. 6) Älus. t. 3. luv. 3<). 7) 7li x. 65. Versuch scn nicht. PhurnutuS gibt den Musen Kronen von Palmcn/l) welche niemand bisher ans alten Werken bemerket hat. Diese Krone aber ist deutlich an einer Figur auf dem alten Gemälde/ welches unter dem Namen der a ldo b ra n d in isch e n Hochzeit bekaüt ist: den sie ist griiN/ und man sieht/ es sind Blätter von Palme»/ und sind/ wieApulejus diese Kränze beschreibt/ zakicht.Da nun diejenige Fi- >) Oc nst. Ocor. c. 14. iL>. 2) Aewm. I. 2> p. Z3g. Diese Krone ist nickt grün, sondern schmnzig gelb, und man darf zweifeln, ob dieser KovfsÄmuk i» der Gestalt, wie wir ihn gegenwärtig sehen, alt ist; den die ganze Figur hat viel gelitten, sie mußte daher in den meisten Theilen ausgemalt werden. Der Figur mir der Leuer gibt der Autor irrig ein Diadema; woraus man steht, daß er bei seinen Bemerkungen zu viel aus das Kuvfer des Bartoli, oder vielleicht aus Poussins Covie in Ölfarbe»/ in der Galerie D or i a, welche unrichtig stnd, geachtet hat, Sie hat aber eine Haube nach alter Art, wie die Römerinen ste noch heut zu Tage tragen, und die sie ret<-, Nez, nennen, weil sie häufig gestrikt stnd. Diese Haube aber ist von violetem Zeuge, und saßt die Haare vermittelst eines weissen, aus der Scheitel mit zwei goldenen Knöpfen gezierten Bandes, welches sich alles noch völlig unverlezt erhalten hat. überhaupt scheint cs/ daß Winekelman sowohl als andere Ausleger der n l d 0 bra n di » i sch e n Hochzeit sich in ihren Muthmaßungen über den dargestellten Gegenstand geirrt haben/ und demselben eine zu heroische sowohl als zu specielle Bedeutung geben wollen. Wir glauben/ man dnrse in keiner der Figuren dieses Gemäldes Personen der Fabel oder Geschichte suchen, sondern cs enthalte blos eine allgemeine Darstellung der Hochzeitgevräuche bei den Alten, obne Helden oder ?)!ufen. übriLens ist cs höchst wahrscheinlich, tZZ daß Erfindung und Comvosttion irgend ci> ucs im Altertum bcruymre» Meisterstnks dem Gemälde 5um Grnnde liegen, und sie also in dieser Hinsicht unter einer Allegorie. 77 gnr mit einem Diadema/ welche neben ihr stehet/ und eine Leyer spielet/ ebenfalls eine Muse sein wird/ so wird jene mit der Krone die Kal liopc vorstellen/ welcher HesiodnS den Rang vor andern Mnsen gibt/ und eS erscheinet dieselbe hier gleichsam als Königin derselben. In einem nngedrnkten Schreiben des unsterblichen Peiresc an den berühmten Commendator del Pozzo/ vom Jahre 1629/ finde ich gelekrte Muthmaßungen über die Krone dieser Figur/ welche jenem einem Kranze aus Palmbsättcm am ähnlichsten scheinet/ und er hätte mit den Anzeigen deS PhurnntnS und des ApulejuS entscheiden können. Hierdurch erklären sich andere Figuren in Marmor mit ähnlichen Kränzen; drei derselben stehen auf einem dreiseitigen Fnße von einem alten Leuchter in der Villa Borghese/ und drei andere jenem ähnliche Figuren auf einem ähnlichen aber kleinern Werke in der Villa Albani/ welches ehedem im Palaste Giustiniani war; ungleichen zwo Figuren/ welche tanzen/ in leztgedachter Villa. Montfaucon/ welcher in gemeldetem alten Gemälde/ dessen Inhalt die Vermählung deS PeleuS und der ThetiS scheinet/ die Hochzeit eineö vornehmen Römers vorgestellet finden will (nnd warum? weil es auf dem Grunde der ehemaligen Gärten des MäeenaS entdeket worden/) nimt die gekrönte Muse für die >DAin» ssci-oi!»'» der Nömer.^) ES können den Musen auch Flügel gegeben werden/ welche sie sich machten/ da PirenuS/ König von PhociS/ dieselben eingeschlossen halten wollte. Melpomene/ die insgemein mit einer Keule gebildet wird/ den JN'- die schäzbarsten und lch>reichstm übevblcil'sel der Malerei zu zählen ist. Meyer, t) tDcnkmalt', ?!um. ^7— ^5^ 2) Lxxl. t. Z. 73 Versuch halt der Tragödien aus der Zeit der Helden vorzu- stellen/ deren gewöhnliche Waffe eine Keule war, diese Muse, sage ich/ stehet auf einem Steine des Musei zu Florenz mit einem Lorbeerblatte in der Hand; die Bedeutung kau die dichterische Begeisterung sein. Auf ein paar erhobenen Werken im Palaste Mattei/ wo die Musen vorgestellet sind/ hältTha- lia eine komische Larve/ und vier anderen Musen sind tragische Larven zugegeben. Meine Muthmaßung ist, daß diese vier Mu sen die vier wesentlichen Theile vorstellen/ welche Aristoteles der Tragödie gibt/^) nämlich die Anzeige des Inhalts, die Sitte«/ die Gedanken und der AnSdruk. §.73. MercuriuS hat/ nächst dem Apollo/ mehr als andere Gottheiten/ beigelegte Zeichen. Unter denen/ welche er in der Hand hält, und überhaupt scheinet das älteste Zeichen desselben ein bloßer Stab/^) wie die Herolde beim HomeruS tragen/ welches das Amt des MercuriuS bei andern Göttern war, und eS hat sich das Bild dessen noch izo mit gedachtem Zeichen auf geschnittenen Steinen erhalten. Mit einer Schale in der Hand stellet derselbe den Mundschenken der Götter vor, welche Stelle er der Hebe abtrat/ mid dieser wurde jene Bedienung genommen, und dem GanymedeS gegeben. MercuriuS hatte dieses Amt als Herold der Götter: den die Herolde beim HomeruS schen- keten allezeit den Wein ein. Wegen dieser Bedienung heisset derselbe in einer Inschrift ") und pc'i'Ililx'ns. (Lcliol, ?!>uc^ii> I. Z5. ?vIIux VIlI iZö. LtviuvI. ZVl. in Z) Lxov. mlscell. p-gl- n> 2, einer Allegorie. Die Bedeutung des Beutels in seiner Hand ist bekant. Mit einer Waage, die er hätt/ als Vorgesezt« derselben/ findet er sich selten, ^) »och seltener aber mit einer Harke (ras^-um) und dieses nur auf ein paar Münzen; die eine hat die Inschrift: 5-^cvi.o x^ven-r^o; die andere sxrcvi.0 I-M- cv^oo.") Unter den seltenen Zeichen desselben sind auch Mohnhäupter in der linken Hand , und in iu!r rechten ein Horii/ aus welchem er die Träume gießet.^) Eine einzige Statue desselben in der Villa Negroni hält eine Leyer, welche er aus einer Schildkröte verfertigte. ?luf dem Haupte hat er zuweilen/ anstatt deS geflügelten Huts.- einen Helni/5) wie an einer Statue zu EliS: mit einem Helme war MercuriuS bewafnet/ da ei? wider die Titanen stritt.") Hn einem Kopfe von Marmor ist MercuriuS/ anstatt deS HutS/ mit der Schale einer Schildkröte bedeket, welches ich bei Gelegenheit eines geschnittenen Steins des stoschi scheu Musei/ wo er eine Schildkröte auf der Achsel trägt, angezeiget habe. 8) Neben, ihm stehet zuweilen ein. Hahn/ wel- 2) lVesÄreib. d. g e sch n i t t. Steine, 2 Kl. 8 Abth. Z?3 Num. Denkmale, Num. tZZ.Ü 4) lBei'chreib. d. gcsch^itt. Steine, 2Kl. L Abtß. 40S Num.Z 5) lEbendas. 405 Num^Z 6) ?3US»N. I. L. ^e. 27.^ 7) ^pnllocl. I. 1. 6. scct. 2.^ L) beschreib, d. geschnitt. Steine, 2 Kl. SAbtl,. Num. Denkmale, Num. ZS.Z V uo Versuch chcn Lueianus aufdie Viel reden heit deutet;!) zuweilen ein Widder/ welcher auf denjenigen abzielen kan/ dem Mereurius das Fell abgezogen/ und aus dessen Wolle er erfunden einen Faden zu zicken und zu drehen/ und das erste Gewand zu weben; od^r der Widder kan auch denjenigen andeuten/ in welchen sich MerenrinS verwandelte/ um die Penelope zu genießen. Als einzig ist anzusehen eine kleine Figur des Mereurius in Erzte/^) der noch ein Kind scheinet/ mit einem Gewände/ welches unter dem rechten Arme über die linke Schulter geworfen ist; auf der Schulter hä'ngt ein kleiner Köcher. Der Köcher bedeutet vermuthlich denjenigen/ welchen Me r- curiuS/ da er noch ein Kind war/ dem Apollo entwendete/5) welches diesen zu lachen bewegete/ da er wider ihn aufgebracht/ wegen der ihm heimlich entführten Rinder/ ilm mit Pfeilen zu schießen dro- hete/ und merkete/ daß jener ihm auch sogar den Köcher genommen hatte. 6) Das besonders geworfene Gewand kan die Windeln bedeuten/ die er/ nach dem HomeruS/ unter dem einen Arme über die Schulter warf/?) da ihn Apollo fort- schlepete/ ihm die geraubeten Ninder zu zeigen; eben so/ wie eS diese Figur vorstellet. Wen die Figuren des Mereurius sizeud vorgestellet werde»/ ist es allezeit auf einem Felsen/ wie viele geschnittene Stei« z) Oallus ^L. 8VN1N. c. 2.^ 2) IVrtuII. xsll. c. 3. x. 14. Z) ÜVat. Oom. 1. 6. c. 6. ^einon8tr. üvanZ. ^1. eäit. ?ar. 1690. Ilist. ra alc. velr!) 236. Versuch Amazone erleget hat/ auf einer Münze der 5»iel Samos'/und PlutarchuS ist der einzige Scri- bent/ der dieselbe erkläret/ und uns die Überlieferung hinterlassen hat von der Flucht der Amazonen aus t>er Gegend von EphesuS nach SamoS/ wohin Vakchus dieselben verfolgete. Unter den seltenen Vorstellungen/ in welchen sich Bakchus nicht mehr findet/ ist diejenige/ wo er eine Fakel in der Hand hielt/ so wie er der Ceres leuchtete/ da diese ihre entführte Tochter Proserp in a suche- te. 2) Den Wagen desselben ziehen Tiger und Par- der/ weil dieses Thier einen beständigen Durst hat/^) und sehr begierig ist nach Wein. 5) Die Bänder (lemvisei) an dem ThyrsuS pflegen eine Art langer und enger Schläuche zu sein/ wie ich airderSwo erinnert habe. 6) §. 76. Mars mit einer Peitsche findet sich nur auf einigen Münzen/^) als ein Rächer; auf anderen Münzen mit dem Spieße und mit dem Caducev/^) weil er Krieg und Frieden in seiner Hand hat. Zuweilen erscheinet er auf einem zweispännigen Wage»/ we> eher von dem Schreien und der wirkenden Furcht/ die seine Söhne waren/gezogen wird. Aber mit Fesseln an den Beine»/ wie er von den ältesten Grie- 1) Vaill. num. HIvL. Oamps. p. 114. 2) Orasc. t. 7. p. 2do. eäit. 3) I. ! . 2.^ 4) Vit. Isitlor. 6) Opxian. I. Z. v. Za. 6) lVe schreib. d. ge schnitt. Sterne/ 2 Kl. l5Abtt). 1^^5Num. Man vergleiche im 7 Bande S. 1-4.) 7) Vaill. num. si'A. p.7.12. 2Z. L) Ibicl. 20. 9) Ik. XIII. v. 299. einer Allegorie. 83 chen pflegte gebildet zu werde«/ l) ist derselbe nur m einer einzigen Figur im Palast B org b ese vorgestellet, i-nd zwar mit einem Ringe an einem Beine. Die Fabel saget/ er sei von den gewaltigen Niese»/ den Söhnen des Aloeus, gebunden gewesen. K. 76. Neptun us ist gewöhnlich auf einem Wagen von Meerpserden gezogen; auf einem Steine des stoschisehen Muftis aber stehet er auf einem Wagen von vier wirklichen Pferden gezogen, und entführet die Amymone, die er in den Armen hält- Sein dreizakiger Zepter soll nach dem P lu- tarchus das dem NeptunuS zugefallene dritte LooS, das Meer, bedeuten;^) es ist dieser Zepter über nichts anderes als ein Fischerwerkzeug/ womit diese die großen Fische, sonderlich den man Spada nennet/ sangen und tödeN/ und hieß/u^-«--, wie noch izo. In der linken Hand hält Neptunus zuweilen ein »^lusu-e. 2) Eines von dessen Zeichen ist ein Pferd, wovon die Ursache aus der Fabel be- kant ist. 6) An einem Gefäße von Erzte in dem herculanifchen Museo / an welchem ein Pferd den Henkel machet/ sv daß die »ordern- Füße auf dem Rande des Gefäßes liegen, kaii dasselbe bedeuten, daß das Gefäß bei Opfern dieser Gottheit gebrauchet worden. Aus dem Pferde bat stch ein Delvbin um den Trident gewunden.") Einen Delphin hält Nep- 1) ?au5»n> I. Z> i?> vrat. x. 46^ 2) I'.. Z36. 0-svo'?'. 304.^ Z, L2Kl. S /,52 Num.Z 4) Da Is. et Oliir. ll. 7. x.Loo, cdit. 5) Oactvl- t. >. n> 2Z. 6) ?üusLN. I.7. 21.^ 7) L»tal. Aon. IZrcol. p. 21Z. N.Z02. Ei» schönes G?fäß von Erzt, dessen Henkel Delphine 84 Versuch tunuS/ wcil er durch denselben die Amphitrite/ die sich vor dessen verliebten Verfolgungen verbarg, entdekete. i) Wo ein Knabe mit einer Schale in der Hand neben demselben stellet, kan dieser den Pe° lopS bedeuten/ der bei dem Essen, welches dessen Vater TantaluS^) zu SipylnS den Göttern gab, Mundschenk war, und vom NeptunnS wegen seiner Schönheit entführet ivnrde. ) Was ist/ welches nach dem Strabo'i) eine Statue des NevtunuS in der Hand hielt/ wissen wir nicht eigentlich: Einige meinen/ es könne vielleicht einen Pferd ezaum bedeuten; wir finden ihn aber aus keinem alten Denkmale mit diesem Zeichen.^ Von dieser Gottheit merke ich zugleich aii/ daß sich Nur eine einzige große Statue desselben zu Rom erhalten hat/ welche in der Villa Medicis stehet. Ich hänge hier die Amphitrite a>i/ die mit-einem See- krebse auf dem Haupte gebildet wurde/ wie dieselbe auf Münzen der Bruttier (Abruzzo) erscheinet. Auf einer Begrä'bnißnrne in der Villa Borghese/ die den Fall des Phaeton vorstellet/ hat Amphitrite/ die das Meer bedeutet/ an jeder Seite oben auf dem Haupte eine von den Scheeren diese- Krebses. 5) Auch Flusse sind mir Kreböscheeren am sind/ welche sich in Pserdköpse endige»/ wurde bei Vok- ter^a cntdekt/ und befindet sich unter den Altertümern des Hauses Riccardi in Florenz. Me»er. >) 8c?>ol. xlilenvm. x, iZz. sv. Z>?. z,. 63. 2) lTantalus/ nicht Ö n o m a u §/ wie der Autor ausVer- sehen schrieb/ war des PeloxS Vater.? Z) pin, 4) 1^. 3. 5go. 5) lDcnkmale/ Z'um.^Z.1 einer Allegorie. 85 Haupte gebildet/ wie sonderlich der Fluß Jordan auf christlichen Denkmalen. >) §.77. Pluto findet sich nirgend mit einem zweizakigen Zepter/ wie ihn die Neueren vorstellen, sondern allezeit mit einem Zepter, welchen Pinda- ruS eine Nurhe nennet/^) womit er den Seelen in seinem Reiche ihren Ort anweiset. Er hatte ein rothes Gewand/ als eine Deutung auf das Licht der Sonne«/ wen dieselbe schön untergehet.^) ß. 78. Vulcanus wurde mit einem himmelblauen Hute gemalet/ als eine Deutung auf den Himmel, dessen Feuer in seiner Hand war:^') dieser Hut ist eiförmig/ wie vermuthlich die Handwerker vor Alters bei der Arbeit trugen. Besonders ist eine Münze des Kaisers Claudius GothicuS/ wo VnleanuS mit dem Amboße, mit der Zange und dem Hammer ist/ nebst der Inschrift: »rei welches sich auf das Münzwesen beziehet/ als dessen Vorsteher Vulcanus hier angegeben zu sein schei- nct.5) Auf einem alten Werke in der Villa Ne- groni/ auf einer Urne im Campidoglio und auf einer erhobenen Arbeit in der Villa Borgbesc arbeitet er mir den Cyklopen/ seinen Gesellen; e» haben diese aber beide Augen. <-) Die Gesell- 1) Zkam. zulil^err. t. I. I. 2. c. 10. x. Zo5. Li»m- pin. vet. iVIonum. t. 2. x>-73. 2) IX. v. 5i. IV'd 3) Tusek. pi'Dp. AvanA. I. Z. p. 63. 4) Idiä. p.67. 5) Hist. tZe <^L8 In-zcr. t. 12. p.3c>3. ^1) Ein vierter Marmor i,r in den Zimmern des Palastes Altieri zu Nom über einer Thüre cingesezt/ und mag ursprünglich wohl auch die Vorderseite eines SarkovhagS gewesen sein. Gedanke und Anordnung sind voctreflich; ^ie Arbeit nicht schlecht. Meyer» 86 Versuch schaft der Faune/ worin er sich auf einer erhobenen Arbeit des' CardinalS Polignae befand, hat jemanden nicht ohne Grund Zweifel wider dessen Altertum erweiet.') Sein eigenes Opfer waren die von Feinden erbeuteten Waffen und Geräthe, welche in Brand gesteket wurden/ wie TarqniniuS Pris- euS nach dem Siege über die Sabiner/ und Mar- celluS über die Karthaginenfer bei Nola thaten.^) KabirnS/ des VulcauuS Sohn / trägt einen Hammer auf Münzen der Stadt Thessalonich. Z. 79. Herkules gibt denen/ welche die Fabel- geschichte abhandeln/ ein reiches Feld/ für die Allegorie aber wenig: den dessen Zeichen sind insgemein die Löwenhaut/ und entweder die Keule / oder der Böge» und der Köcher. In zwei Bildern allein ist Herkules mit Blättern von Papelbäumen (popu- Ins)/ welcher ihm heilig war/ gekrönet; das eine sind zween Köpfe eines jungen Herkules in der Villa Albani/ welche durch gedachte Blätter keütlicher werden; das andere ist ein Herme von Probierstein in der Villa Negroni. Man sehe die vorgegebene Deutung hiervon zu Anfang des achten Kapitels. Unter den seltenen Bildern desselben ist ein betrunkener Herkules zuzählen/ auf einem geschnittenen Steine des königlichen fariicsische» Mnsei zu Neapel; aber noch seltener ist dessen Figur in eben der Stellung/ wie er sein Wasser lässet, in der Villa Albani.^) Ein anderer Herkules 1) Dia!. 7. Lo. 2) I.iv. I. 1. c, Z7, I, 2Z> c. 46. 2) Lonk. IVcclicrcli. sur les Luklrcs, p, g. 4) Ei» betrunkener Herkules wird neben vielen bakchischcii Figuren auch auf dein Marmor einer ovalen Urne im Palaste Altem vs zu Nom bemerkt. Mei> e r. einer Allegorie. 87 schöpfet Wasser an einer Quelle/ welche seltene Vorstellung/ ausser dem Searabev/ welchen Bnonarro- li besaß, auch auf einem anderen Scarabeo iu dem Museo des Duca Caraffa Noja zu Neapel gearbeitet ist: das Wasser lauft/ wie gewöhnlich an den alten Brunnen, aus einem Löwenkopfe/ und der Name des Herkules ist mit dessen ersten Buchstaben von der Rechten zur Linken geschrieben: angezeiget. Ein ähnliches Bild ist unter den Arbeiten des Herkules auf einer großen Vase von Marmor in der Villa Albani/ welche etliche dreißig Palmen im Umkreise hält/ vorgestellet;^) es liegt aber hier eine bärtige Figur eines FlnsseS/ und könte den Fluß AlphenS bedeuten/ welchen der Held in die Ställe des A ugia S hinein leitete/ um dieselben zu reinigen. Eine schöne jugendliche heroische Statue im Palastc Farnese/ mit einer Wunde in dem rechten Schenkel/ köiite den Herkules vorstellen, welcher eben so verwundet zu Tegea stand. Diese Wunde hatte derselbe in dem Gefechre mit den Söhnen des H i p- pokoonS bekommen. Der lateinische Übersezer sezet/ anstatt des Worts Wunde, (ich sehe nicht/ warum?) Narbe von einer Wunde; die Wunde an der Statue ist annoch vom Blute triefend vorgcsteller. Da aber weder das Gesicht, noch die übrige Figur einen H er- kuleS ankündiget, köntc es wahrscheinlicher The se u S sein, welcher in der Eroberung von Aphidna/ wo er mit dem PirithouS die Helena cntfiihrete/ an eben dem Schenkel verwundet wurde, >) ES wurde auch TelephnS in den Schenkel von dem Wurfspieße des Achilles verwundet/ und nach demPtoll Wriefe an Via »coüi, §. Z7. Denkmale, Num. 54— 65, j 2) P-IU5-M. 1,3. !>, 63,^ Z) Sclivl. I,l I/.. 1°. III, v. i,j j. LZ Versuch lemä'us Hephästion auch Paris von dem Me- nelauS. PoinpejuS und SertoriuS wurdet ebenfalls mit einem Wurfspieße in einen Schenkel geschossen;2) jene Statue aber ist/ wie gesagt/ heroisch/ und kan diese beiden Römer nicht vorstellen. Eine der Arbeiten des Herkules sind die hefperi- schen ?lvfel/ die von einer Schlange bewahret wurde»/ und hier ist merkwürdig / in der Villa Borghese und in dem Palaste Albani/^) den Obertheil dieser Schlange in weiblicher Figur mit einem schönen jungfräulichen Gesichte zu sehen/ deren Untertheil/ der Schwanz/ sich um den Baum jener Äpfel gewunden hat. In der Villa Albani ist der Obertheil dieser Schlange eben so gebildet/ der Untertheil aber ist kein Schwanz einer Schlange/ sondern endiget sich/ in Gestalt der Titane»/ in zwo Schlangen/ deren Köpfe das Ende machen. Einzig ist ei» Herkules über Lebensgröße in der Villa Este zu Tivoli/ nebst dem arkadischen Hirsche/ aus welchem in der Ergänzung ein Reh gemachet ist. Diese Seltenheit ist zu verstehen von einer Statue: den in erhobener Arbeit findet sich Herkules mit dem Hirsche häufig. §. »o. Von Kastor und Pollux ka» ich nicht unterlassen anzumerken/ daß ihr Raub der beiden Töchter des LeucippuS/ Phöbe und Hilaira, welche mit dem LyneeuS und mit dem ZdaS, zween Söhnen des AphareuS/ versprochen wäre»/ auf einer Begräbnißurne in der Villa MediciS vorgestellet jst/welches Werk alle Antiquar» auf den Sabincr- raub deute».''') Pollux hat auf einer hetrurischen 1) p. 260. 2) kell civ. I. 1. z,. 222. x. 206. e6!t. Kok. Ltexli. 3) sToeZa Lassirilievi tav. 64.^ 4) Diese Urne ist gegenwärtig zu Florenz. Im Museo einer Allegorie. ss Patera von Erzte, einen Schwan neben sich, als ein Bild der Verwandelung des HuviterS, da er zur keda, dessen Mutter, kam, und durch Schwane sind beider Figuren auf dem Sessel des alten Gemäldes im Palaste Barberini, welches die Roma vorstellet, angedeutet.^) Beider Statuen und Figuren vflegeten Kränze von Rohr zn haben/ wie der Scholiast des Aristophancs bemerket;^) an bekan- tcn Figuren derselben aber habe ich dieses nicht wahrgenommen. K. « t. Die Liebe ist auf unendlich verschiedene Art vorgestellet. Eines der gelebrtesten Bilder ist dieselbe mit einem Gebunde Schlüssel in der Hand, auf einem Steine des stoschisch en Musei,^) als Herr des Schlafgemachs der VenuS, wie Euripi-- deS saget; <'') in dieser Gestalt hieß die Liebe d-lviger. ES wurde die Liebe auch mit Zeichen aller oberen Götter gebildet, als Herr von allen, wie zwölf Amorini ans einem noch nicht bemerkten erhobenen Werke im Palaste Mattei zeigen. Der erste von denselben trägt die Keule des Herkules auf der Achsel, und der zweite den Hammer des Vulc an uS; die Liebe, als Jupiter / siehet in der Mitten heroisch auf einen Cippo ge- Pio-Clementino ist eine ähnliche; und das Vruchstiik einer dritten in der Villa Albani. Vielleicht gibt cS noch mehrere Wiederholungen, alle wahrscheinlich ei> nein ehmals berühmten Vorbilde nachgeahmt; und daß die es 'Vorbild in der That vortreftich gewesen sei, zeigt sich an der zwar summctrischen, aber dabei doch manniü- saltiaen und Hochs: eleganten Composition. Meyer., 1) 7.a Hin??. iso.. 2) In v. 1002. Z) l2Kl. tl-Al'th. 7Z0Num. Denkmale, ?!um. 52.-2 -l) ! ii>,xol^t. so Versuch lehnet/ mit dem Blize in der Hand.l) Die Liebe ist der Geselle der Muse»/ der Gratien und der Venns, wie Plutarchus saget. K.82. Unter den Göttinen hat Cybele den ersten Plaz/ und Mohnhäupter/ wie verschiedene andere Göttinen , nach dem verbesserten Texte des PhurnutuS/ wo anstatt das Herz, »u. der Mohn/ gesezet wird. Nach der alte» L esart dieses ScribenteN/ wäre das' Herz der Cybele als ein Zeichen der Fruchtbarkeit zugegeben gewesen/ welches nicht zu reimen war. Die übrig gebliebenen Statuen dieser Göttin aber halten keinen Mohn/ welches auch nicht zu suchen ist/ da sehr wenig Statuen alte Hände haben. Ich will hier nur die Peitsche der Cybele anfübren, die ihr auf mehr als einem erhobenen Werke gegeben ist. In die Strike derselben und ihrer Priester waren zuweilen die Knöchel des Fußes von Thieren, und ich glaube/ von jungen Ziegen/ eingeflochten; dieses ist dasjenige Glied des' BeinS/ welches wlus, heisset/ und j) Von »ugcsälir gleichem allegorischen Sinne, aber seiner gedacht, ist eine erliobeue Arbeit im Museo Cavito, li«o, woAmoriiie» die Atiribute verschiedener Gottheiten, gleichsam als überwiuder derselbe», im Triumrlk' ausführen, Ähnliche Vorstellungen finden stch aus einigen liereulanischen Gemälde» ; sodaii find die Figuren ?l m o r§ mit der Beute des Herkules nicht zu vergessen, welche in Hinficht auf allegorische Bedeutung als Werke des ersten Ranges zu schäze» stnd. Solcher Figuren gibt eö verschiedene in Rom, doch die, welche am schönsten gear bettet ist, steht in Größe und Gestalt eines 10 bis lZ jährigen Knabe» i» der Villa Panfili. Meyer. 2) ^mawr. t, g> x. 33. c6It, 3) ?u!cone> lliss. sur la ^lerrc >lo Ii> i>ni»izi?v. 1.2. c. 4. P-67. inet.im. I. L. 261. J) nuut. a-nv el »rg, 52 Versuch Noch seltener aber ist l»nn Uar^ialis mit einer Schmiedezange/ welche sie mit beiden Händen vorwärts ge- fasset hätt/ auf einem hctrurischcn Altare in der Villa Borghese. i) Man sehe/ was ich über diese Juno anderwärts gesaget habe. Zu den Füßeii einer Juno zu Argos^) lag eine Löwenhaut/und ein Gelehrter machet hierüber die Anmerkung / daß die Allen zu den Füßen der Bilder ihrer Gottheiten/ dit von ihnen besiegten Ungeheuer vorzustellen pflegen. 5) Beim HomeruS richtet Hebe den Wagen zu/ auf welchem Juno fährt. 6) §. »ä. PallaS/ welche »eben dem Throne des Jupiters zugleich mit der Juno stehend gebildet wurde/ begleitet diese anch billig hier. Das Bild derselben zu Troja hielt in der rechte» Hand ihren Spieß/ und in der linken eine Spindel/ so wie man dieselbe auf einer späteren Münze von Troja zu sehen glaubet.?) ES war derselben anfänglich eine Krähe/ vor der Eule/ zugegeben. 6) An einer herculanischen Statue von Marmor in Le» bensgroße und im ältern griechischen Stvle gearbeitet, hat PallaS ibren ÄgiS mit Riemen an den Hals gebunden/ und über den linken Arm zur Wehre geworfen/ eben so wie die Griechen zur Zeit j) lG. d. K. ZN. 2K. 6§. Note. — Denkmale/ Nu»i> 15 Z 2) ^Beschreib. d. ges-hnitt. Steine/ Vverede.Z Z) Gunter den Fiißen der aus Gold und Elscnbem veescr, tigten kolossalen Juno des Pol»kletnS.Z /,) . p. 124. S) Lerä-l iiv VirA. 1.2. r. 226. I>. 1S2. S) 1^.. I. V / 2 1. 7) Ilist. Z. V) .^llligvn. lüst^ wir»!»., c. IV.. S4.Z. einer Allegorie. des trojanischen Krieges ihre Schilder trugen/ da innerhalb derselben die Bequemlichkeit der Meinen, den Arm hineinzusteken, »och nicht erfunden war, welches zu Erläuterung des SuidaS^) hätte können angeführet werden.^) Im Gefechte wurde der Schild gedrehet, daß er den linken Arm bedekete, und ausser dem Gefechte hing derselbe am Halse auf dem Nüken. Wen Pallas einen Olivenzweig hält,^) deutet es auf den Sieg über den Ncptu- iins, in Absicht des Namens, welcher der Stadt Athen sollte gegeben werden. Der Sphinx auf ihrem Helme bedeutet die Klugheit. Mit einer Schlange koiiit ihr der Name Hygica, oderPäo- i, ia zu, welches so bekaiit ist, daß mich wundert, wie Gronov eine solche Figur derselben für eine Ciree nehmen können. 5) Wen auf der einen Seite athenicnslschcr Münzen ein Ochsenkopf mit Bändern ist, deutet es auf das Opfer dieser Göttin, welches eine Kuh war, wie wir aus dem HomeruS wissen. Unter ihren seltenen Bildern ist diejenige ans einer alten Paste des st o sch i sch e n Mnsei, welche auf zwo Flöten spielet, 6) wie sie auch in einer Statue vorgestellet war, und die musikalische Pallas ge- nennet wurde, sonderlich weil sich die Schlangen an ihrem Ägis bewegeten, wen jemand in der Nähe auf der Flöte spielete. Eben so selten ist die 1) Voc. 2) lMan sehe im 7 Band, S. 312—313.) Z) IlcrotZot. I. i. 4) Lellori I^uecrn. 2. iav. Z7. H) änlich. Or«:c. vol. 2. lal). 6, 6) ^Beschreib. d. geschnitt. Steine, 2 Kl. HAbth. 211 Num. Denkmale, Num. 13.) z) ?I!n. I.34. ^0.3. secl. 19. a. Versuch mechan i sch e Pallas/ die bei dcm Baue des ca- puanischen Theaters auf einer erhobenen Arbeit zu Capua zugegen ist. >) Zn der verstümmelten Figur einer Göttin auf einem herculanischen Gemälde/ die einen Bogen und Pfeile hält/ ist man geneigt/ den Köcher auf der Schulter derselben für eine Trompete anzusehen/ um eine Pallas herauszubringen, welche den Beinamen die Trompete hattet) Ihr Kleid ist roth und ihr Mantel oder Gewand/ welches sie über sich geworfen hat/ ist auf alten Gemälden insgemein gelb/ wie eS sich auf denen in der vatikanischen Bibliothek erhaltenen Copien einiger Gemälde aus den Bädern des Titus zeiget/ und eine sowohl als die andere Farbe kan auf das Feuer deuten: den PallaS wurde für ein Bild des' ätherischen Feuers' gehalten. Z, 85. CereS hat zuweilen einen Korb A-?) auf dem Haupte/ „nd vielleicht sind zwo schöne weibliche Figuren in der Villa Negroni/ die Körbe auf dcm Haupte tragen/ und Karyatid en scheinen/ Statuen der CereS. Diese Göttin stellet auf einem Steine deS stoschischeu Musei auf einem Wagen von zween Elephanten gezogen. 5) Auf einem anderen geschnittenen Steine ist neben der CereS eine Ameise/ die eine Kornähre sortschlevet. Diejenige CereS welche die Amme/ zugenamet wurde/ glaubet man in einer Figur beim Spon zu finden/ 1) ele e. 3. p. 161. 2) Pin. lZ'tZrcol. t. 1. x. 24. n. 19. Luslacit. 2«) I?.. p. > 1Z9, Z) Luslatli. in I/.. p. 12Z. lBeschreib. d. gcschni: t, Steine, 2 Kl. 5 Mth, S) l^Ebejidas. Nun,. 2Z7.Z emer Allegorie. und Andere wollen/ daß dasjenige, was diese ,^igur in ihrem Gewände ciugewikelt hält, ein junger Löwe sei. >) CereS und Vesta werden von Einigen für ebendieselbe Göttin gehalten. -) Den TriptolemuS, ihren Soh» vermeinet jemand auf der schonen sar n e si sch e n Schale in dem königlichen Mnseo zu Neapel zu sehen: was" er hält, scheinet ein Sak. Auf einer Begräbnißurne stehet derselbe auf einem Wagen von zwo Schlangen gezogen. §. 86. Der einzige alte Kopf derDiana in Marmor zu Nom, an welcher steh der alte halbe Mond erhalten hat, stehet auf einer Figur derselben in der Villa Borgbese. Von der D ian a Tau ric a sehe man im fünften Kapitel. Ihre Oreaden oder Nymphen, unter welchen Opis die bekanteste ist, habe»/ wie Diana auf dem Kasten deS CypseluS^) lange Adlcrfliigcl. Diese halten die Pferde ihres Wagens, da sie herunter steiget, den schlafenden Endymion zu küssen, auf einer Urne im Campi- doglio und auf seiner^ erhobenen Arbeit in der Villa Borgbese. Der ältere Sealiger gibt vor, daß diese Nymphen zum Unterschied von ihrer Göttin den Köcher nicht ans der Schulter, sondern an der Seite tragen,6) welches aus alten Denkmalen nicht zu erweisen ist; ja die Oreaden haben nirgends' 1) Oi'onvv. xl'Azf. t. 4. LlNlc^. OiL?c. x. 9. 2) ual. Oeo,'. c. 26. x.206. Z) llu jVIos.-liczue c!e ??Ä!68N'. 10. 4) HlolNlaucvn. cxpl. t. 1. pl. /j.5. Trivtolemns ist ungefähr ebenso auf einem großen bemalten Gesäße von gebranter Erde/ welches der Prinz Poniatowski in Italien erstanden und Vis» conti erklärt hat/ vorgestellt. Meyer. 5) ?!Ni5an. I. 5. so. 6) I» Lcitla Au. I. 504. 1'97' 96 Versuch Köcher. Unter den Nymphen der Diana waren auch die Dryaden/ das ist, die Beschüzerinen der Wilder, sonderlich der Eichen. Eine Dryade ist vorgestellet auf einem hcrcnlanischen Gemälde/ deren Untertheil ein Laubwerk ist/ und in der einen Hand hält ste eine Axt. Die bekanteste unter denselben hieß Phigalia. 2) §.^7. Die Göttin Vesta findet sich auf einer Lampe von Erzt/ mit einer brennenden Fakel in der rechten Hand/ welche sie als einen Spieß hält/ und mit einer Schale in der linken. Eben so stehet dieselbe aus einer Münze Kaisers V e sp a si a n u S; auf anderen Münzen hält dieselbe insgemein eine Lampe, das immerwährende Feuer anzudeuten. Auf einem runden Werke im Campidoglio, welches in meinen alten Denkmalen^') gestochen ist, ist dieselbe die einzige unter den Göttine»/ die einen langen Zepter hält. Z. 88. Venus wurde gebildet mit einer Taube/ auch bei den Hetruriern/ weil/ nach dem Aristop hall es/ die Verliebten das Vogelwerk liebelen; wie sie auf dem angeführeten Altare in der Villa V o r- ghese stehet/ imgleichen mit einem Fächer und mit einem Apfel, und dieses, weil der Apfel, welchen der Verliebte seiner Liebsten zuwarf/ eine Liebeserklärung war. 6) Mit einer Blume/ welches eine Lilie scheinet/ die ihr angenehm war/ ?) findet sie 1) «Z'Trcol. t. l. lav. ^8. 2) 1.6. 09^ 3) <^iaU85L Hlu8. s^ct 6. tak. 7. 4) l!Num. 5.^1 6) 1^1^. I. 3. seel. 3^> 7) I. i5. O. u. 3o.^ einer Allegorie. 97 fich seltener/ und nur auf zwei Werke» in Marmor/ nämlich auf dem kurz zuvor gedachten runden Werke im Campidogliv/ und auf einem der zweeu schönen Leuchter im Palaste Barberini.^) ES war ihr auch der Hase/ aus bekaiitcn Ursachen/ besonders gewidmet. 2) Auf einigen Steinen hält VenuS einen Apfel und einen Spieß/ aber umgekehrt/ mit der Spize unterwärts'; vermuthlich anzudeuten/ daß sie Zwistigkeiten hege/ die aber nicht zum Blutvergießen kommen sollen."i) Auf einer Münze der Hnsel Chthera stehet VenuS mit einem Bogen in der linken Hand/ und in der rechten mit einem Apfel und mit einem Pfeile? 5) Hardnin will dieses auf die bewafnete VenuS deuten.?) Sap- xho malet die VenuS auf einem Wagen von Sperlingen gezogen/') welches Bild sich in der Kunst nicht findet. Die hin:lische VenuS hat ein Diadema wie die Juno/ wodurch sie sich von der VenuS Aphrodite unterscheidet. ES sind dergleichen besonders gefundene Köpfe/ wie in der Villa Borghese, eine Juno getauft; aber das Liebäugelnde in der Gestalt und in dem Blikc der Augen/ machet die Venus vor der Groß- t) lDenkmale/ Num. 5.Z 2) ^Denkmale/ Num, ZO.^I Visconti (Mus, l, 4. p, g.) hat mit guten Gründen wahrscheinlich gemacht, dasi die bekleidete Figur auf einem der barderini- sche» Leuchter die Hvfnung vorstelle. Meyer. ä) sBe schreib. d. ge schnitt. Steine/ 2 Kl. tv Nbth. S5S?!um.^ 5) Qrsic. Ins. ta!>. Z. 6) IVuni, >>op. 270. 7) I)io„)s. tlulio. >Ie comxos. vcrl». p. Winckelman. S. >5 s? Versuch heit der Augen der Juno kcntlich. Die hi mlisch e Venus glaubet man auch unter den kercula- nischen Gemälden in einer schönen bekleideten Figur zu findeil/ welche in der rechten Hand einen Zweig mit zween Äpfeln, und in der linken einen Zepter hält, i) Venus findet sich auf geschnittenen Steinen auf einem Voke reitend; der Beiname Epitragt a aber scheinet derjenigen Venus eigen zu sein, die auf einem Seeboke sizet/ welches' Bild/ ausser verschiedenen in erhobener Arbeit/ in zwo ähnlichen kleinen und sehr wohl erhaltenen Figuren in der Villa Albani zu sehen ist. Wo ein neuerer Seri- bent/ dessen Name mir entfallen ist/ Nachricht von einem weissen Schleier der VenuS gefunden/ ist mir nicht bekant; in alten Gemälden wenigstens ist keine bekleidete VenuS/ die dieses zeigen könte. Von dem Gürtel der VenuS habe ich in der Geschichte, der K u n st geredet, 2) wo eS mir nicht beigefallen ist/ eine VenuS mit zween sichtbaren Gürteln/ in der Villa Este zu Tivoli/ anzumerken.^) §. LS. Die Gratien und Gespielinen der V e- nus finden sich bekleidet allein auf dem mehrmals angeführeten hetrurischen Altar in der Villa Bor- ghese. Die größten unbekleideten freistehenden Figuren derselben/ und halb Lebensgröße, sind im Palaste Ruspoli. Da man anfing die Gratien 1) ?itt. 6'LrcoI. >. tüv. 24. 2) B. t K. 22 §.Z 3) Unter den Bildern der BenuS, die eigentlich allegorisch sind, verdient vor allen andern eine große Statue derselben mir der Beute des Mars in der Villa Nor> ghese bemerkt zu werden. Nenus ist dargestellt im Begriffe, das Schwert umzuhängen; der neben ihr stellende Amor hat den Helm, als ob er ihn sich auk's Haupt >ftzen wolle; die Rüstung dient beiden Figuren tiim Hatt. Meyer. einer Allegorie. „akend zu bilden/ war zuweilen zwischen ihnen und den drei Parcen/ welche sich wie jene auf einigen Münzen die HSinde geben, >) kein Unterschied/ als daß diese bekleidet sind. Zu EliS kielt eine von den Gratien eine Nose/ die andere einen Spiel- knochen (tul.is) und die dritte einen Myrtenzweig: ^) die Nose und die Myrte/ als Zeichen der VenuS, deuten auf die Schönheit; der Knochen auf die spielende Jugend/ welche die unschuldige Gratie besizet. Auf einem geschnittenen Steine/ welchen ich in den alten Denkmalen^) beibringe/ sind nur zwo Gratien/ die der Venus die Haare auffezen/ und zwo Gratien waren den ältesten Griechen nur bekant. In ihrem Gefolge waren auch die Göttinen der Jahrs'zeiten ('N?«-), welchen die Athenienfer gekochtes 5) und nicht gebratenes Fleisch zum Opfer brachten / um dieselben hierdurch allegorisch zu bitten/ die brennende/ schwüle Hize von ihren Feldern abzuhalten. 6) ß. 90. Die Göttin der Überredung/ Snada/ Nx iZ-w- welche ebenfalls eine Gefolgin der VenuS ist/ und von einigen für ihre Tochter gehalten wurde/") war vom PhidiaS an der Base des Throns des olympischen Jupiters gearbeitet, wie dieselbe die Venus krönete,») und Pitho und die 1) Lpanliem. prcuv. reinir^. sur Ics Lesars 6e lien, x. 5g. 2) Oneirocr. I> 2. c, 4g, Z) pausan. I. 6. j^c> 24.Z 4) lN»M. Zl.Z 51 tg esötte neS.^ 6) Lilien. I. 14. lc, 20. n.72.^ k>rocl. !ii liesiorZ. Zo. L) kausan. I. 8. 1 i.Z Versuch Gratien wurde» neben der Venus gesezet/ dadurch anzuzeigen, daß eine der andern in der Liebe die Hand bieten solle, l) ES bat sich das Bild dieser Göttin aus einem erhobenen Werke in dem Museo des Du- ca Caraffa Noja zu Neavel erhalten/ welches Venus und die Helena/ beide sizend/ und den Paris nebst einem geflügelten GeniuS/ oder die Liebe/ steheud vorstellet/ mit beigefügten griechischen Namen der Figuren/ den Genius ausgenommen. Aus einem Cippo hinter der Helena sizet eine kleine Figur/ die mit der rechten Haud ihr Gewand/ welches über den Kopf geworfen ist/ zurüknimt/ und über dem Gewände auf dem Haupte etwas einem ModiuS (x--- ^--3-°;) ähnliches' stehen hat; neben ihr sizet eine Taube/ über ihr siebet das Wort nisn. Dieses Bild aber scheinet das Gebildete nicht deutlich genug auSzudrüken. 2) K. Sl. N emesiS/ anch Adrastea genant,die Göttin der Vergeltung guter und böser Handlungen/ wird inSgemein mit einem Rade zu ihren Füßen/ und mit einer Schleuder gebildet. Das Rad hat dieselbe/ als die Göttin des GlükS/ unter einem anderen Namen; und die Schleuder/ anzudeuten/ daß sie die Missethäter von ferne erreichen könnet) so erscheinet dieselbe auf Münzen. Aufgeschnittenen Steinen stehet sie mit vorwärts gesenktem Haupte und hält in der rechten Hand einen Zweig / und mit der linken ihr Gewand über der Brust/ aber etwas entfernt von derselben/ erhoben. Dieser gebogene Arm bildet das Maß von dem Ellenbogen bis an 1)- conjuAsI. iniuo.^ 2) tD c n km a l e,. y?um. 115.^1 Z) Ilui'poci-Ät. v. Luvnai'r. v8seiv. alc. Nhd. x. 22Z. einer Allegorie. das erste Gelenk der Finger/ welches die Griechen nennen/ als eine Deutung auf die gerechte und auSgemessene Vergeltung aller Thaten. Ihr Bllk in ihren Busen/ welchen ein Theil des Gewan- dcS machet/ weil'sie dasselbe vor der Brust gegeu das Gesicht in die Höhe hebet/ gibt einen Begrif der llnrersuchung der geheimsten Dinge/ und in dieser Absicht nennet HesioduS dieselbe eine Tochter der Nacht. >) Sie ist daher auf einer Münze Kaisers HadrianuS mit einem Finger auf dem Munde vorgestellet. Der Zweig/ welchen sie halt/ ist von Buchen ihre Härte und die ttn- beweglichkeit in Schlüssen über Vergeltung und Strafen anzudeuten. In dieser Bildung stehet Nemesis von Marmor in der Villa Albani/ als die einzige bekante Statue derselben in der Welt.^) Man sehe im neunten Kapitel meine Muthmaßung über die Figuren der Äthioper ans einer Schale in der Hand der Nemesis des PhidiaS. Diejenige geflügelte weibliche Figur/ welche auf einem herculanischen Gemälde die vom Theseus verlassene Ariadne zu trösten scheinet/ und mit auSgestrektem Arme auf das absegelnde Schif zeiget/ in der Erklärung dieses Gemäldes aber nicht bestimmet worden / ist vermuthlich Nemesi S. 5) Die auf dem 1) ?IieoAon, V. 22Z. sDenkmale, Num. 25. Mus. ?io> LIem. t, 2. p. 25. Visconti will das Anfasse» des Gewändes ohne Bedeutung finden, und als ein bw- fies Spiel der Kunst ansehen/ worin ihm Wenige dei- stimmen werden.) 2) Man vergleiche G. d. K. ? B. 2 K. t6 §. Notc.Z Z) lNe schreib, d. ge schnitt. Steine, 2 Kl. 17Al'th. V. Anfangs 4) LUnter den Denkmalen Numero 25.1 ü) «I'ürcol. t. 2. tav. >5. 102 Versuch Wirbel ihres Haupts gebundenen Haare hat man irrig für einen Helm angesehen. 8.92. DaS Kenzeichen der Isis ist/ wie Phi- lostraruS bemerket/>) ein ungebundenes Haar/ welches von den SeitenhaareN/ die in nngeflochtenen Stripen über die Achsel herunterhängen/ zu verstehen ist; den die Hinteren Haare sind insgemein zusammengebunden/ wie unter anderen eine JsiS.in der Villa Albani zeiget. Dieses aber ist aus keine ägyptische Isis zu deuten/ welche niemals die Haare also hängen hat/ sondern muß von Figuren dieser Göttin im griechischen Styl gearbeitet/ und so wie sie in Rom verehret wurde»/ verstanden werden. ES ist aber auch dieses von gedachtem Scribenten angegebene Kenzeichen ganz und gar nicht unterscheidend/ und eS hat sich derselbe geirret; den alle Göttineil im älteren griechischen Styl haben die Haare auf angezeigete Art über die Achsel herabhängen.2) Z. 96. Eine der jüngsten und spätesten Göttinen ist Jnv/ Tochter des KadmuS/ Königs zu Thebe»/ welche den BakchuS erzogen/ und unter dem Namen Lenkothea von den Griechen verehret wurde. Ihr Kenzeichen ist eine königliche Hauptbinde/ wie uns Clemens von Alexandrien lehret/3) nnd eben hierdurch ist mir die einzige Statue derselben über Lebensgröße in der Villa A l- ») 26. x. g2?. 2) Das Kenzciche» der im griechische» Styl gearbeitete» Isisbilder, nämlich den auf derBrust g e k n ii v s> ten Mantel, hat der AuU'r selbst in der Geschichte der Kunst 2 B. ZK. 7 §> zuerst bemerklich gemacht, hier aber anzuführen unterlassen. Meyer. Z) ^.(Imonit, 0,1 dent, I>. ZI. eilit. l.'ol. ^G> d. K, 3 B, 2 K. §. Note. Denkmale, S!um, S6>Z einer Allegorie. bani kentlich geworden. Es trägt diese schöne Figur den jungen BakchuS auf dem linken Arme, und hat ein dovelteS Diadcma:l) das eine/ welches das gewöhnliche Band ist/ womit die Haare gefasset sind; das zweite ist nur allein über der Stirne etwa zween Finger breit sichtbar , und das übrige dieses Bandes liegt unter den herübergeschla« genen Haaren bedeket. Diese Binde muß beim Ho- mcrus verstanden werden, und ist diejenige, welche Leukothea dem Ulysses zuwarf, und die dieser sich unter die Brust band, durch deren Kraft er im Schifbruche fein Leben rettete; 2) diese Binde war das einzige, was Jno aus ihrem sterblichen Stande behalten hatte. Dieses hat kein Ausleger des Homerus berühret, noch verstanden. Gedachte Statne ist diejenige, welche ich in der Geschichte der Kunst, 2) ehe ich durch die Anzeige des Clemens belehret wurde, irrig unter dem Namen ei' ncr Juno Lucina angegeben habe. ES wird daher auch Jno oder Leukothea sein, welche Masse i eine Rumilia nennet; 4) den diese Figur ist jener Statue Dnlich; nur das zweite Diadem« ist nicht sichtbar. 1) lDcnkmale, Numero 5^ 2) 0/vo-o-. L. V. 3) B. 1 K. Zi §.) 4) (^eiu. t. 1. n. 70. Drittes Kapitel. Von bestimten Allegorie»/ vornehmlich allgemeiner Begriffe. K. 9^, Im vorigen Kapitel habe ich die ganz bekante Vorstellung der Götter und ihre gewöhnlichen Zeichen theils Übergängen/ thulS habe ich einige/ nm der Verbindung willen mit anderen Bildern^ nur berühret; hier aber thue ich das Gegentheil / und ich habe gesuchet/ alle nuzbare Allegorien zu sammeln/ diejenigen ausgenommen/ welche ich bereits' im ersten Kapitel als bekant und also hier überflüssig angezeiget habe. Ich übergehe auch hier einige Bilder/ die sich der Vorstellung eines jeden darbieten/ wie die Furcht auf römischen Münzen ist/ und eben so habe ich keine mystischen Bilder angeführet/ sowohl der ganz alten als der spätern Zeiten des Altertums/ weil der Künstler wenig Gebrauch von denselben machen kan. Von dieser Art ist das Ei in dem geheimen Gottesdienste deS BakchnS/ als eine Deutung dessen, der alles zeuget und in sich begreifet. ') Dergleichen Zeichen sind anf den Bildern des Mi- thraS/ und auf Gelübden/ wie die sogenanten gelobten Hände (m-inus vouvge) von Erzt sind/ angebracht/ welche Gemächte sind ans Zeiten/ da die Religion der Griechen und Römer vom weitgesuch- ten Aberglauben anderer Völker umnebelt war. Über dergleichen Dinge ist viel zu sagen/ aber wenig Nüz- i) klutai-cli, I. 2. t> 7. 622. eilit. einer Allegorie. liches/ und von einigen dieser Zeiche»/ wie von einer Art eines kleinen Eimer» über ein Gefäß/ ans einer solchen Hand von Erzte, in dem Mufeo deck Duca Caraffa Noja zu Neapel/ wird schwerlich ein Grund anzugeben sein. Der Abend fährt in weiblicher Gestalt/ und als Diana oder der Mond gebildet/ auf einem mit zween Ochsen bespanneten Wagen/ welche bergab gehe»/ auf einer großen Bcgräbnißurne in der Villa Panfili/ wo Diana zum Endymion koiiit. Auf Münzen von DeloS fährt Diana ebenfalls mit Ochsen / i) welche ihr auch einige Dichter geben.^) Die Ochsen zielen vielleicht auf das poetische Wort der Abend/^) nämlich die Zeit/ da man die Ochsen ausspannet. Znsgemein gehen die Pferde der Sonnen oder des TageS bergauf/ nnd die Pferde der Diana oder des Abends bergunter; so sind beide vorgestellet an dem Bogen des ConstantinuS/ und auf einer erhobenen Arbeit in der Villa Borghese. PhidiaS hatte dem Monde an der Base des olympischen Jupiters Maulesel gegeben.''') >) t>vli2> Orazc. tal>. 7. 2) Xuson. cpist. atl ?oulin. v. 662. ?ru Eine Grablamve bei Passeri Lct. 1. >. t!>b.gz.) zeiget ste auf die Weise mit noch weit hinter ihr rund verbreitetem Gewände, fahrend auf einem mit zwei Pferden bcfxanten Wagen. Ei» geschnittener Stein, den der bekante Landschaftmaler Wutk >> besessen/ stellt schön ge> arbeitet eine über Berggipfel still wandelnde Diana dar. Meyer. 1) v .iill. num, Lolon. t> 2. x. 21, 66. Zig. 2) kluson. ap. sernl. L.j. p.Z^o. 3) tDenk ni a l e, Z?um. Z4.^> 4) Erledigung von Abgaben ist überhaupt eine be, denkliche Allegorie; auch fcheiut uns diefelbe durch das grasende Pferd auf Münzen keineswegs glüklich gelost. Dasselbe gilt von der weiblichen Figur, einen Sviesz in der rechten Hand haltend, durch welche der Adel soll bedeutet werden. Ohne Inschrift bleibt ste unverständlich; einer Allegorie. 107 §.99. Afrika ist bekant in dein Bilde des ScorpionS und in einer weiblichen Figur/ deren Haupt mit dem Felle des Kopfs eines Elephanten bcdcket ist; unbekanter aber ist Atlas/ welcher die Zeichen deö ThierkttiseS betrachtet/ und wie eine Afrika/ mit gedachtem Felle/ nebst dem gewöhnlichen Rüssel und den Zähnen dieses Thiers vorgestellet ist: anzudeuten/ daß dieser König und Erfinder der Astronomie in Afrika geherschet habe. Dieses Bild findet stch auf einem seltenen/ ja einzigen/ Medaglione in dem ehemaligen Museo der Königin Christi na/ izo des Prinzen Braeciano zu Rom.^) K. u>». Die Arz n e i >v i sse n sch a st/ glaubt Pausanias/2) ^f dem Kasten deSCypselus in dem Tempel der Juno zu EliS/ an zwo weiblichen Figuren durch Mörsel und Stößel vorgestellet/ welche jene halten. §. 101. Eines Augurs Sinbild war eine Henne/ weil auS der Art daS Korn zu nehme»/ welches ihr vorgesezet war/ geweissaget wurde; und dieses Zeichen sahe man aus einem Begräbnißsteine des MarcuS Plautus/ welcher Consul und Augur zugleich war. 4) Inschriften aber zur Nachhülfe sind gleichsam als Geständnisse von dem Unvermögen der Kunst anzusehen. Me»e r. * >) IZIancliini istor. uüiv. p. Zog. 2) 1^, 8- sc. >g-^ Z) Die weiblichen Figuren mit Mörser und Stößel aus dem Kasten des Cvrselus mögen zwar wohl ans die ?lr;> nei Bezug gehabt haben; es wäre indessen unrichtig, sich die »ersonisicirte Arznei in ihnen vorstellen zu wollen; den warum hätte der Künstler den unin'thi- gen Aufwand von zwei Figuren gemacht/ wo eine hinreichend war? Me»er. /,) Orut. luscr, 108 Versuch §. 102. Die Beredsamkeit will man durch eine Biene angedeutet finden,^) weil HomeruS vom Nestor saget/ „ daß aus' dessen Munde eine „ Rede floß/ die süßer als Honig war/" 2) und Tb eo- kritus' gibt daher seinem ThyrsuS einen Mund voll von Honig. 2) §.io3. Die Betriibniß und den Kummer bildet die Stellung einer sizenden Figur/ die mit beiden Händen ibre Knie unifasset hat;^') so war Hektor vom Polygnotus in seinem großen Gemälde zu Delphos vorgestellet. 6) K. i0 'i. Die Billigkeit auf Münzen hält in der rechten Hand eine Waage/ und in 1) Haverclnnx. comment. in Alurel. Ilies. t. 2. x. 41O. 2) Ik. I. v. 249. Z) I. v. 146. Wir erinnern u»§ irgendwo lbei W i n ck e l »> a n selbst in den Deuknialen ??umero 1S1.^ einen antikenStei» gesehen zu habe»/ worauf eine Maske dargestellt ist/ aus deren Munde Bienen fliegen; wahrscheinlich in eben der Beziehung, wie der Autor hier nach Stellen Homers und Theokrits angegeben. Me»er. 4) llippocr.'lt in AP. I^ustJlli. I. Z. 6.,2. iu 1.2A. c. 2. x. Ü6o. 5) I. 10. I^c. 3l.^ Sollen Betrübniß und Kummer in allegorischen Bildern dargestellt werden, so) psu-an. I. g. sc. Zo.Z 2) Il-iä. I,e Leau restit. üans les <1o I'^ca6. Inscr. t. 2^. zi. 223. 4) I^ucis». pseudolvA. Lzzsuli. in Lilien. I. ,5. c. L. p. Log. Aus einer noch nicht edirten Vase von gebranter Erde i» der zahlreichen Samlung der Familie ViVenzio zu Nola sieht man die scherzhafte Darstellung eines Dichters , der seine Le»er, von deren Saiten einige gesprun- nen sind/ in die lodernde Flamme eines Altars legt. Meyer. ü) sLonjugal. xrzecext. einer Allegorie. m Text für verfälscht zu achten ist, ohngeachtet alle Handschriften der vaticanischen Bibliothek mit dem Gcdrukten übereinkomme»; anstatt seze ich den ohne diese Änderung findet keine Ver- gleichung auf die Eigenschaft der O.uitte statt, als welche dem Gerüche angenehm und dem Geschmake herbe ist; wenigsten» kan hier nichts bedeuten. Daß hier entgegengesezte Eigenschaften dieser Frucht gemeint seien, zeigen die symbolischen Gebräuche der Griechen in Heirathen, die Plutarchus unmittelbar nachher anführet, welche ebenfalls Gegenfäze enthalten. Hn Böotien wurde der Braut ein Kran; ans einer Art von Dornen aufgefezet, die eine süße Frucht gaben: als ein Gleichnißbild, daß derjenige Gemahl, welcher den ersten Widersin und die anfängliche scheinbare Abneigung der Braut sich nicht irren lässet, ein vergnügtes gesellschaftliches Leben zu hoffen habe. Eben dahin zielen die eigenen Verglei- chungSreden des Plutarchus, welches Gegenfäze sind, wie die Vergleichung von unreifen Trauben auf reife, u. f. f. Ist es mir erlaubt, die Wahrheit zu sagen, so kan ich nicht läugnen, daß mir des Plutarchus Auslegung gar nicht gefällt, und ich finde in derselben keinen gesunden Verstand. Die Deutung der O.uitte scheinet überhaupt ein Symbo« luni und eine Erinnerung des Mißvergnügens und der Fröhlichkeit in der Ehe zu sein; die Verliebten warfen :n Spielen einander Quitten zu. §. 111. Die Einigkeit, die Eintracht und die Übereinstimmung zweier Regenten ist durch zwo Leyern abgebildet, auf einer Münze i) l. Z. I>. 6> n> 2o.^I Das Quittenessen und mit Quitten sich werfe», unter Verliebten und junqe» Eheleuten, ist eine in unsern Tagen ganz unbrauchbare Allegorie. Mc»cr. 112 Versuch des Nerva/ nachdem erden TrajanuS zum Sohn angenommen hattet) Eben diese Eintracht zwischen dem VespasianuS und dem TituS wird beim Philostratus mit derHarmonieeiner Leyer verglichen.^) Ich habe daher in meinen Denkmalen des Altertums^) eine Leyer auf die Eintracht ehelicher Liebe gedeutet/ in einem erhobenen Werke/ welches die Geschichte der Phädra und des HippolytuS vorstellet/ wohin ich künftig den Leser verweise/ da ich mich ohne Kupfer nicht deutlich erklären wurde. Mein Grund sind die Stellen alter Scribenten/ wo die Harmonie der Leyer von der Übereinstimmung mit sich oder mit andern gebrauchet wird; als diejenige/ wo Kallikles beim Plato saget: „Meine Leyer wird viel eher übel ge- „ stimmet sein/ als ich mit mir selbst.^)" Auf römischen Münzen sind insgemein zwo in einander gelegte Hände das Bild der Eintracht/ mit dem Worte s. 112. Die Erde ist in einem alten Gemälde/ welches den Kampf des Herkules mit dem Autä- us vorstellet/ iu einer weiblichen Figur gebildet/ die auf einem Felsen sizet.5) Sie erscheinet also in diesem Gemälde/ weil sie die Mutter des AnräuS war/ welcher/ so oft cr die Erde berükircte/ neue Kräfte bekam. Eben so ist auf einer alten Paste'') in der Figur der ThemiS blos durch einen Felsen, 1) Irist-an. (Comment. t. i. p. 366. 2) Vit. I. 6. c. 14. 3) lNumero 102.Ü 4) x. 3i6. 6) 8exo!c,'. IVason. lav. 1.?. 6) tVeschreib. d. geschnitt. Steine, 2Kl. ^4 Abth. einer Allegorie. ans welchem sie sizt/ angedeutet/ daß sie eine Tochter der Erde sei. Die Zeit der Ä r n t e wnrde in dem Thicrkreise durch das Zeichen der Jungfrau mit einer Kornähre in der Hand bezeichnet/ weil vermuthlich in den ersten Zeiten/ da die Constellation erfunden worden/ die Ärnte mit gedachtem Zeichen eingetroffen sein muß. i) Auf einem großen Cameo des königlichen Musei zu Paris hält die Jungfrau in dem Thicrkreise ein Einhorn umfasset/ ihre Reinigkeit anzuzeigen; den die Alten gaben vor/ daß das Einhorn/ von wilder Natur/ allein durch eine reine Jungfrau könne gegriffen und gehalten werden. -) §. t 13. Die Erinnerung malet auf geschnittenen Steinen eine Hand/ die ein Ohrläpchen berühret/ mit dem Worte ; den die Alten rühreten das Ohr derjenigen Personen a»/ denen sie bezeugen wollten, daß sie wünscheten/ in ihrem Gedächtnisse zu bleiben. Auf der Vergötterung des HonieruS im Palaste Colonna ist die Erinnerung in einer jugendlichen weiblichen Figur vorgestellet, die das Kni mit der einen Hand stüzet/ welches inSgemein im ernstlichen Nachdenken zu geschehen pfleget; eS ist also dieses Bild nicht deutlich und bestimt genug. Die Ewigkeit bildet der Phönix tuif ei ner griechischen Münze Kaisers AntviiinnS PiuS/ mit der Beischrift^inn, die Zeit, dieEwig- kcit/4) vermuthlich anzuzeigen/ daß das Gedächtniß 1) Uist. 6e äcs Inscr, t 2Z. z?> zog, 2) Idiil. t. 26. Z) plin. 1.1 >. sc, 45, zxxt. >oZ. Bc 1'chrcib, d. >zeschIIt. Steine, Z Kl. 4Abth. 2Z0 4) Lcleace tles Aöil. t. 1. >46. 6 * Versuch eines so gütige» Regenten nimmer vergehen wird.^) Von alten Werken in Marmor ist eine Begräbniß- urne/ wo dieser erdichtete Vogel auf einem Haufen Holz stehet/2) das einzige/ welches mir bekant ist. Auch der Elephant auf Münzen bedeutet die Ewigkeit wegen seines langen Lebens: und der Hirsch aus eben dem Grunde. Die Schlange auf der Erdkugel in der Hand des Genius auf dem Basamente zu der Säule Kaisers AntoninuS PiuS gibt den Begrif der ewigen Herschaft des römischen Reichs. §. Die Festigkeit wurde durch Knöchel angedeutet/ da§ ist, durch denjenigen Knochen / wodurch der Fuß mit dem Beine verbunden ist/ welcher inalleolus oder talu«, und Griechisch s-Pt-x-v, x->? heißt. Hiervon sind die Redensarten «xA-v beim K a l l i m a ch u s / ^) und recdc, t»Io sl.1- re, beim Horatius genommen.5) Auf dergleichen vier Stäken von Erzt stand und stehet noch izo der Obeliskus des NeokoruS ans dem Plaze der St. Peterskirche; es sind diese Astragali aber durch vier Löwen von Erz- te bedeket/ oder vielmehr bekleidet/ weil man in diesen Thieren das Wapen PabstS SixtuSV. anbringen wollte. 6) ES haben also diese Löwen einige Beden- 1) (üonf. in nuiu. et geiu. R.om, 16Z7. 4. 2) Z?a1>reUi Inscr. 3) Lpnnkem. odserv. ac! Oalllm. in vian. p.203.^?. 106/I ^ l.An der Krone der Nemesis des Phidias (?au- san. I ZZ.) sotten, wie Herder meinte, die angebrachten Hirsche die Flucht der Perser, nnd die Victorien den Sieg der Griechen über dieselben bedeuten.) . 4) in Oian. v. 126. 5) 1^. 2. exi^t. 1. v. 176. 6) O'l^cni'so sopra il nuovc» vrnato «Zella 8. kielro. Kvm. 172Z. 5o!. einer Allegorie. tung/ die man in den Schildkröten von Erzte/ auf welchen ein kleiner ObeliskuS in der Villa Mcdieis stehet/ nicht finden kaii. Vielleicht hat derjenige, welcher dieselben angegeben hat/ Nachricht gehabt von der großen Schildkröte der Indianer/ die dem Elephanten zur Base dienet/ auf dessen Nüken die Erdkugel ruhet. Der berühmte Peiresc/ welcher glaubte/ daß man die Knöchel von Erzt weggethan habe/ gab sich viel Mühe/ Nachricht einzuziehen/ was mit denselben vorgenommen worden/ wie ich dieses aus etlichen seiner ungedrukten Briefe an den betauten Menetrier, vom Jahre 1634/ in der Bibliothek des Herrn Cardinals Alexander Albani/ ersehe. In einem andern Schreiben desselben an den Com- mendator del Pozzo gibt er diesem Nachricht von einem silbernen Gefäße/ und vvn einer Lampe/ mit beigefügter Zeichnung/ welche in der Provence gefunden worden/ und auf drei solche» Knöcheln stand. Eben diese Lampe ist aus anderen Handschriften dieses großen Mannes von Montfaucon vorgestellet;^) es gibt aber dieses das Besondere derselben nicht/ und vermuthlich/ weil der Boden der Lampe nicht besonders gezeichnet war; er hat auch nicht gewußt, daß eS eine Lamve sei. §. 116. Flüsse/ welche nicht unmittelbar in das Meer/ sondern in andere Flüsse fallen/ sollen/ wie einige Scribenten vorgeben/ ohne Bart vorgestellet sein/ zum Unterschiede der anderen/ welches keinen Grnnd hat. Auf einer großen Urne von Marmor in der Villa Borghese, wo der Fall des Pbaethon abgebildet ist/ liegt der Fluß Po ohne Bart. Herr JenkinS/ ein britischer Maler z» Rom/ besizet einen schonen weiblichen Fluß von Mar- ?) expl. t. 2. p.-n-t. l. ^1. Hz. 2) ^Denkmale, Num. 4^ Versuch mor, der vielleicht den Fluß Porpax bei Segesta in Sicilien vorstellet/ welcher weiblich gebildet wurde, so wie die Agrigentiner ihrem Flusse die Gestalt eines schönen Knaben gaben; beide aber ergoßen sich unmittelbar in das Meer. Von Flüssen mit KrebSscheeren am Haupte siehe im vorhergehenden Kapitel ?lmphitrite. §. 117. Die Freigebigkeit der Regenten an die Unterthanen deutet eine Tafel des Con- giarii an. ?) §. t i8. Das Zeichen der Freiheit ist der Hut/ welchen daher auch einer von den Mördern des Cäsars auf einer Stange trug.^) In Marmor erhoben gearbeitet befindet sich die Figur der Freiheit mit dem Hute/ welcher sowohl hier als auf Münzen spizig zuläuft/ in der Villa Negroni/ und diese ist die einzige Figur derselben in Stein/ die mir bekaiit ist. Z. tt9. Der Friede ist eine weibliche Figur mit einem Caduceo auf einem erhobenen Werke in der Villa Albani. Mit einer umgekehrten Fakel ist dieselbe bekant; es ist aber auch Pallas also vorgestellet in dem Museo Nani zu Venedig/ mit der Inschrift auf dem Sokel der Figur: m- i>M0c»?c>z, die Frieden bringende Pallas.^') >) /LIian, vsr. Inst, I. i> c, 3. 2) Freigebigkeit der Regenten/ durch eine Tafel des Congiarii angedeutet, wurde nur Wenigen verständlich sein. Sie ist hingegen von neuen Künstlern im allgemeiner» Sinne und weit populärer durch eine weibli- che Figur vorgestettt morde»/ welche mit vollen Handen Geschenke austheilt; auch wohl durch eine Figur mir einem Füllhorn?/ dem allerlei Köstliches entfällt. Meyer. 3) kell. civ. I> 2. p> 2?o> /,) ?aci!lu6j uivnun». ?cloxvlllli,'s> t> i. x, Z8, einer Allegorie. 11? ES findet sich der Friede auf Münzen von Terina in Großgricchenland /') und auf einer kleinen silbernen Münze des' Claudius' und des Vespasia- nuS/ mit großen Flügeln / wie der Sieg. Trist an hat auf der lezten Münze eine Vulla auf der Brust des Friedens finden wollend) worin ersieh scheint geirret zu habe» / wenigstens ist dieselbe auf gedachter Münze in dem Mnseo des Herrn Cardinals Alexander Albani nicht zu sehen. Vaillant hat auf einer andern Münze eben so irrig gesehen/ wie dieses von einem gelehrten Münzverständigen angemerket ist.^) Die unblutigen Opfer dieser Göttin sind durch Schenkel eines Thiers auf einem Tische angezeiget.^) Den Überfluß/ welchen der Friede hervorbringet/ stellet ein CadueeuS zwischen Kornähren auf Münzen vor. 5) Ein gleichbedeutendes Bild war die Statne des Friedens mit dem jungen Pluto in den Armen. 6) Der Friede beim Petronins verbirgt das Haupt im Helme/ und gehet aus der Welt/ das ist/ sie ziehet das Visier des Helms über das Gesicht. Ein Fiedens- schluß kaü/ wie ein jeder weiß/ durch den Tempel des JannS/ dessen Thüren verschlossen wurden/ vorgestellet werden. K. 120. Die Fröhlichkeit war eine von den Gratieii/ und hält auf einer Münze in der linken Hand einen langen Stab/ und in der rech- 1) ÜVI.1ZN. Oi-MC. iak. 23. 2) donunent. Ilist. 5. I. p. 264. . 3) Leau Lec. Nlem. sur les restit. NLlii. 1'^.caä. Inscr. i. 2 i. ^>.369. 4) Irislan. 297. 5) öpJnIi. c!e num.' 1. 1. x. i53. 6) I'^usnu. I. 1. 3.^1 118 Versuch tcn einen Blumenkranz. Auf einem geschnittenen Steine ist dieselbe durch ein sizendeSKind abgebildet/ welches in der rechten Hand eine Weintraube hält/ und in der linken eine Ante/ welche vielleicht als ei» Wasservogel das Wasser vorstellen soll / und auf Wein mit Waffer gemischet deutet; unter der Figur stehet das Wort K. >21. Das Bild der Fruchtbarkeit sind Mohnhäupter wegen der Menge ibreS SamenS; 2) eS deutet auch hierauf ein Stier und ein Gerstenkorn auf Münzen der StadtPosidonia/ izo Pesto.^) K. 122. Der Frühling unter den vier GeniiS der JahrSzeiten auf einer erhobenen Arbeit im Palaste Mattei trägt in der einen Hand einen Blumenstrauß/ und in der anderen ein junges Laiii/ weil in dieser Zeit die Schafe werfen. PlutarchuS führet als eine lächerliche Allegorie des Frühlings die Frösche an. Auf einer Begräbnißurne hält der Frühling/ als ein Kind/ in der einen Hand eine Biene/ weil dieses die Zeit derselben ist/ und in der andern einen Pfau/ auf die Schöhnheit der Blumen in dieser ZabrSzeit zu deuten. 5) K. 123. Die Furcht war vom PolygnotuS in feinem großen Gemälde zu DelphoS durch eine Hand/ die eine Figur sich vor das Gesicht hielt/ aus- gedrüket. ÄschyluS gibt der Furcht den Beinamen die straubhaarige -?°/Z-?)/ welches in der Furcht aber mehr ein inneres Gefühl/ als >) 1. c. ji. »2) IZusel). Lv-Ng> I> z. p, 6K. 3) Atl Ilei'acl. x. 5^. 6. z?.6i6. e6it. 7) LrÄtosl-k. Lulaster. c. 9. 120 Versuch Wen dic Alten auf ihren Zeptern oder Stäben einen Storch schnizeteii/ und unten einen Hippopotamus, soll es andeuten, daß die Gewaltthätigkeit der Gerechtigkeit unterworfen sei: 5) den bei den Ägyptern war der Hippopotamus ein Bild der Gewaltthätigkeit/ und stand in dieser Bedeutung an dem Portieo eines' Tempels zu Sais, weil man vorgab/ er töde seinen Vater, und thu seiner Mutter Gewalt an. 2) Z. 126. Dic Geringschäzu ng war eine Hand/ dic ein Schnipchcn schlägt/ wie es die Statue des SardauapaluS machte: anzudeuten/ daß das Leben nicht einmal ein Schnipchen werth sei/ ^) und eben dieses machet ein alter Satyr von Erzt in dem herculanischen Musco. 4) §. >27. Der Gesang und dessen Lieblichkeit ist auf einem mörselförmigen Gefäße von Silber in gedachtem Musev/ wo die Vergötterung des HomeruS gebildet ist/ über der Figur desselben durch Schwäne zwischen Blumenkränzen vorgestellet. 5) 1) 8cliol. ^v.^ v> iZZ^. 2) plulai'cli, ilv Is. et O;ir. lt. 7. p. 4Z6. cäit. K.elslv/I Vit. Isi^or. pliut. Lilil. Z) pluwroli. üe lort. ^oral. 2. t. 7. z,. Z2g. eclil. Reisig Lilien. 1.12. te.7. N.40. Denkmale, Num. 16Z.Z 4) Schnivchen schlagen könte nur in dem Falle Siiibild dcr Geri n g schäz u n g sein, wen etwa eine Hand einzeln auf einem geschnittenen Steine mit solcher Gebärde sich finden sollte. Sardanavalus aber, ein Schniochen schlagend, deßgleichen dcr Satyr von Erzt, darf nickt als Allegorie genommen werden, sondern ist vielmehr der blos natürliche Ausdruk dcr Fröhlichkeit, die laut und ausgelassen zu werden anfangt, Ale per. 5) l 2 Band, 182- t8Z S.) einer Allegorie. 121 Z. 12s. Die Geschwäzigkeit ist in einer alten Sinschrift durch einen Specht angedeutet.^) ß. 129. Das Glük hält in der einen Hand ein Steuerruder/ und in der andern ein Fruchthorn. Das Ruder bedeutet die Reichtümer, welche durch die Schiffahrt kommen; den die Alten löseten das Ruder von ihren Schiffen ab, und hängeten es auf im Rauche/ wen der Herbst kam, und das Meer stürmisch wurde; das Ruderanlegen war eine Anzeige des Frühlings. Daher sagt Hesiodus: „wen „Pandora nicht erschienen wäre, hätte man müßen „die Ruder beständig im Rauche hängen lassen, und „ die Arbeit der Ochsen und Esel wäre verloren „gewesen;" das ist: eS würde weder Schiffahrt noch Akerbau getrieben worden sein/ welches die zwo Quelle» des Reichtums sind.^) K. 130. Die Glük selig feit bildet auf Münzen ein Schif mit vollen Segeln;^) die Glükse- ligkeit der Zeiten vier Kinder/ welche die vier Jahrszeiten vorstellen. 4) §. Ein Grabmal kan, wo der Raum mangelt/ blos durch eine Säule mit einem Gefäße «der Urne auf derselben angezeiget werden / wie ein Grabmal war/ dessen Pausanias gedenket/5) und wie insgemein das Grab des PatrokluS auf geschnittenen Steinen angedeutet worden.'-) Ein schö- 1) 1.3. c. 12. epigr 17, 2) (!on5. He!»«. jiNroll. in He5iv6. c. 1». p. 26. eäit. i6o3. 4. 3) IIai'6uin. »um. pop. z>. 26^. 4) 1ri8tan. t. l. x. 6) 1^.9. 3o.^ Lvnt. t 9. x. 49. eäit. 6) ^Beschreib, d. geschnitt. Steine, 3Kl. 3 Abth. 25S Nmn.) Winckelman. 9. 6 Versuch lies Bild Zll einem Begräbnißdenkmale ist auf einer alten Paste Psyche, die mit gcstüztem Haupte an dem Fusie eines' Grabmals sizet und weinet. Es -st dasselbe in der Gestalt eines kleinen offenen Tempels auf Säulen / und stehet auf einem erhabenen Basa- mente; innerhalb desselben scheinet/ als eine Statue der Gottheit / das Bild des Verstorbenen zu stehein ES bat auch das Grab des LazaruS auf einer alten christlichen Begräbnißurne die Gestalt eines kleinen Tempels. §. 132. Der Herbst in einer kleinen hercula- iiischen Figur von Erzt hält in der rechten Hand eine Weintraube und in der linken einen Hasen. (Siehe Z a h r S ze i te n.) K. tZZ. Ein Herold wird durch einen Cadu- eeuS bezeichnet/ welchen AthalideS/ der Herold der Argonauten/ trug/ da er an die lemnischen Weiber abgeschiket wurde. Z. Die Herschaft war durch ein Diade- >na bedeutet in einem alten Gemälde/ welches vor unserer Zeit noch in den Bädern des TituS zu sehen war/ und mit den wahren Farben gezeichnet/ nebst andern daftlbst gefundenen Gemälden/ in der vatikanischen Bibliothek aufbehalten ist. Juno reichet dieses Diadema dem Paris/ und verspricht diesem in dem Bande eine große Herschaft/ wen er sie für die schönste erklären würde. Dieses Band hat Nahe bei Theben in Ägm'teu wurde von Belzvni > ein Grabmal entdekt, welches ZVS Schuh lang war , »nd unter andern auch einen Sarg von Alabaster enthielt, innen und aussen mit Hieroglyvhen und Figuren geziert/ hell wie eine Gloke tonte, und durchsichtig war wie Glas. Siebelis. Ä ^Denkmale/ Num. tiZ.Z einer Allegorie. 423 an beiden Enden zwo Schnüre zum binden/ und ist roth/ wie die Binden waren, die den Siegern, in den vom ÄneaS angestellten Spielen, »m das Haupt gebunden wurde»/') und von dieser Farbe waren die Bänder des Kranzes von Papclblättern beim TbeokrituS. Insgemein aber waren die königlichen Hauptbinden von weisser Farbe. ^) In den heroischen Zeiten und beim Homerns hieß die Hauptbinde (das Wortfindet sich nicht bei diesem Dichter,^) die nachher Diadema genennet wurde/ und ich begreife nicht/ wie Span- Heim kühnlich vorgeben kan, daß der Gebrauch, Binden um das Haupt zu tragen, allererst von den Nachfolgern Alexanders des Großen von den persischen Königen angenommen worden. 5) §. i3L. Die Hize im Mittage ist ans zwei erhobenen Werken im Palaste Matt ei 6) durch den Prometheus abgebildet, welcher die ThetiS mit einer brennenden Fakel berühret, die Hize anzudeuten, die diese Göttin überfiel, und vcrursachete, daß sie durch den PeleuS übermannet wurde, nachdem sie ihm vorher in Gestalt verschiedener Thiere, welche sie annahm, entwischet war.") Prometheus bedeutet auch die Sonne, wie uns Sophokles lehret,8) welcher ihm den Beinamen Titan gibt, z) Vil'A. 1. 6. V. 263. 2) ItZ)'!!. II. V. 120. Z) i'exl. I. c. i5. kell. c!v. 1.2. p. 246. 4) in Ix. x. 1166. 6) Oe xrs?8t. nuni. t. 1. p. 546. 6) Lartoli n 22. 7) LDcnkmalc, Num. 410.1 L) v. 55. Ist nicht beweisend. Siebelis. Versuch und dieses »och deutlicher zu bestimme»/ hält Prometheus dort in der einen Hand ein Stundenglas (clez>5)'cli»), welches unseren Sanduhren völlig ähnlich ist. 8- >36. Die Hofnung hält auf Münzen/ sonderlich auf eiuer griechischen des D o mi ti a n u S, i) eine Zlilie in der Hand/ weil dieses eine der ersten Blumen ist; die Blume aber und die Blüthe verspricht Frucht, folglich gibt die Blume die Hofuuiig des Genusses,2) s-137. Die Huldigung eines Prinzen an einen anderen, den iener für feinen Oberen anerkennet/ ist auf einer Münze Kaisers Gordia- nuS angedeutet/ wo der von HiU'in seuze.Staaten eingefezte König AbgaruS an feine Krone rühret Niid den Zepter sinken lässet. Z. 138, Die Jahrszeiten sind insgemein G e- (5«s. «ie Julien, 2J4. 2) Nicht all«» aus Mn»;en, sondern auch in Statuen und auf erhobenen Werken komt das Bild der Hofnung vor. Einer kleinen Statue derieiben i» der Villa Lu- dovifi zu Nvni gedenkt Wiuckelmaii selbst in der Geschichte der Kunst ss B. I K. 22 §1. Erhoben gearbeitet, eine Vlnme in der Hand, und mit der andern das Gewand fassend, stellt ste aus einem der brkanren barberinischen Leuchter sD e»k m a l e, Num. Z0.^>, wie Visconti (KIus. Pjv-Olcm. t.4. p 9.) darthut. lln- gefähr in ähnlicher Gestalt wird sie auf einer herlichen Vafe von Marmor im Palast Chigi zu Rom gefunden, der Nemesis gegenüber gestellt; und auf einem merk, würdigen Civvus in der florentinischen Galerie ist ebenfalls an der einen Seite die Hofnung, an der entge- gengesezte» aber die Nemesis gearbeitet. Ob anch die berühmte sarnesische Flora nach ihrer urwrüngli- chen Bestimmung die Hvfnunq darstelle, wie Visconti am angeführten Srte wahrscheinlich zu mache» sucht, mag auf sich beriihen, Mevex. einer Allegorie. 12L „ ii/ deren Kenzeichen bei jeder Jahreszeit besonders angegeben sind; ans einer Begräbnißurne aber in der Villa Alb an,/ welche die Vermählung deS P e- leus und der ThetiS vorstellet/^) erscheinen dieselben in poetischen Bildern und in weiblichen Figuren/ aber ohne Flügel/ als Göttinen der Stunden/ der Schönheiten/ und zugleich der JahrSzeiten/ so daß sich in den Stufen des Alters dieser Figuren der Fortgang der Zeit im Jahre zeiget. Diese Gottheiten bringen ihre Gaben zu gedachter Vermählung/ und der Winter/ welcher mehr als die andern bekleidet ist/ gehet voran/ weil diese JahrSzeit siir die bequemste zum Heirathen von den Alten gehalten wurde. ES trägt diese Figur einen Hasen und einen Wasservogel an einer Stange/ nnd schienet einen Frischling nach sich. Der Herbst mit Zügen einer jüngeren Person und leichter als jene bekleidet/ hält eine Ziege bei dem vordern Beine/ und trägt Früchte in einem Korbe. Der Sommer ist sehr leicht bekleidet/ und hält einen Kranz/ und der Frühling mit Zügen und Gebärden eines unschuldigen Mädchens hält in seinem Gewände vor der Brust ausgeschälte Erbsen/ als Früchte dieser JahrSzeit. K. tZZ. Eine Insel bildet auf Münzen von LesbuS mit dem Kopfe des CommoduS eine Nymphe/ welche halb in Wasser ist. §. i^o. Iris stehet in einem alten Gemälde über einem Regenbogen/ mit einem Korbe voll von Früchten und Blättern auf dem Haupte/ und hält einen Stab/ als ein Zeiche»/ daß sie der Götterbo- te ist. §. i-ji. Judäa ist auf einer Münze Kaisers t) lDcnkmale/ Num. Nt.Z Versuch HadrianuS in drei Kindern angedeutet/ welche die drei Provinzen dieses Landes'/ Judäa/ Galiläa und Peträa anzeigen.^) Z. l^2. Das Bild der Jugend ist Hebe/ die bei den Römern >7»,^,-^- Heisset/ welche auf Münzen eine Äibation aus einer Schale auf einen Altar gießet. Auf einer Münze des MarcuS AureliuS wirft dieselbe/ anstatt der AuSgiefiung/ etwas in daS Feuer/ welches Tristan für die ersten Barthaare hält - -) den wen Jünglinge diese besagter Gottheit brachten/ lueß man eS Auf einem Medag- lione Kaisers HostilianuS hält dieselbe in der rechten Hand einen Zweig/ und mit dem linken Arme stüzet sich dieselbe auf eine Leyer/ vielleicht auf die Fröhlichkeit der Jugend zu deuten. K. l iz. Das Kinderspiel bedeuten die Spielknochen ; daher der parthische König PhraateS dem Könige in Syrien Dem etr iu S/4) welcher einigemal aus einer anständigen Verwahrung entkommen, und allemal wiederum eingeholet worden war/ goldene Spielknochen als einen Vorwurf seines kindischen Leichtsinnes' überschikete. 5) §. Die Klugheit wird im Ulysses und in anderen Helden/ durch die PallaS/ welche sie begleitet / gebildet. Die Klugheit und ein geschwinder Verstand scheinet an den Musen durch Flügel an ihrem Haupte angezeiget zn sein / 6) welches auf >) klariluin. Ilist. ex nulli. x. 762° 2) Loiil, I>i8t. t. >. ^>.627. Z) I^uni. Nus. pisau. Ial>> 62. n. Z. 4) Wemctrius ll. Nikator.Z 5) Justin. 1.26. c. > et g. !>izl. c. 6^.in l!n Z S) observ. Ia bl»n»n>. ant. i>. einer Allegorie. 127 Münzen Königs SeleueuS wahrscheinlicher durch dieselben / als die Tapferkei t, wie Andere wollen, >) angedeutet worden. Der Pegasus auf Münzen des Königs Hiero zu Syrakus kan vielleicht eben diese Deutung haben, sonderlich, daß derselbe schnell gewesen in Ausführung seiner Anschläge. Es können aber die Flügel am Haupte auch anders ausgeleget werden,-) und PindaruS krönet denAso- pichuS, einen Sieger im Stadio, mit Flügeln. Dem Seekrebse auf dem Haupte der Amphitrite auf Münzen der Bruttier (Abruzzo,) wird auch die Deutung der Klugheit beigeleget, welche Auslegung zu weit geholet scheinet, wie ich im achten Kapitel anmerke. Z. Der Krieg, dessen Endzwek der Frieden ist, ist im Mars vorgestellet, welcher mit der rechten Hand einen Spieß hält, und in der linken einen CaduceuS. Die Liebe oder die Neigung zum Kriegswesen ist auf einem geschnittenen Steine sehr natürlich durch die Liebe selbst gebildet, welche einen Helm hält. 5) §. i^i6. Der Künstler Kenzeichen ist auf alten Denkmalen eine Müze, welche eine fast konische Form hat, wie Vuleanus dieselbe trägt. Die Spize derselben pfleget zuweilen nach Art der phry- gischen Müze/ jedoch weniger als diese, vorncn herüber gebogen zu sein/ wie an dem VuleanuS anf >) ^Vise num. IZviN,^'. t!>b. 2. a. 7. 2) Leger. I'llcs. Lranöcd. t. l. I>. 269. 3) OI^mp. XIV. v. ult. S) Der Amor mit dem Helm bürste kaum etwas anderes als de» ilberwmder des Mars vorstelle»; schwerlich aber allegorisch auf die Liede für das Kriegswesen ziele». Mever. Versuch einer Begrä'bnißnrne im Campidoglio. ^) Eben so ist die Müze des DädaluS gestaltet auf einer erhobenen Arbeit im Palaste Svada / welche die Fabel dieses Künstlers und der Pasiphae/ Königin in Kreta/ vorstellet. K. >47. Landstraßen: Anlegung oder Ausbesserung derselben ist auf kaiserlichen Münzen durch eine weibliche Fignr angedeutet/ die ein Rad hält/ welches auch auf einer französischen Schaumünze angebracht ist. K. l in. Das La uberh ütten fest der Juden ist aus Münzen Königs Herode 6 Agrippa durch ein Gezelr in Form eines Sonnenschirmes vorgestellet.^') §. Liebe. Die Harmonie nnd Übereinstimmung in derselben köiite aus einem geschnittenen St.'ine/ die Liebe/ welche eine Leyer stimmet/ vorstellen./') DaS Bild der Liebe der Eltern gegen die Kinder/ und folglich der Obern gegen die Unterthanen/ und wechselweise/ ist ein Srorch/b) und Einige wollen in dem griechi» sehen Worte 5-5»!, welches die Zuneigung auch ei- 1) Lartoli tav go. 2) sDenkmale/ Num. S4.Z Z) Ae>I. >Is I^ouis XIV. klll. 110. Dieses so anzudeuten/ möchte etwas mißlich sei»/ weil dergleichen Figur leicht für das Sckiksal oder gar stir das G luk köiite genommen werden, da das lezte auch zuweilen mit dem Attribut eines Na des vorgestellt ist. Me»er. 4) Wilde sei. num. n. Zi. 42. 5) sB-schreib, d. geschnitt. Steine/ 2 Kl. tt Abth. 774 Nun,.^ H) V.iiII. Iiul». Inip. Slir. et arg. x. iZ. Z5g. Lxinili. . 171. einer Allegorie. 129 lies Thiers gegen das andere bedeutet/1) die deutsche Benennung dieses Thiers finden. Hzo ist der Storch zwar kein Phönix und kein ganz unbekanter Vogel in Italien/ wie Muratori glaubet;^) doch ist er selten/ ob er gleich ehemalS/ wie in Deutschland und andern Ländern jenseit der Alpe»/ gemeiner war. Der Storch ist nicht verschieden von dem HbiS/ wie es scheinen tönte/ wen die Scribenten diesen Vogel, wo von Ägypten die Rede ist/ allezeit bei dessen fremden Namen nennen. §. Die Luft kau Juno abbilden / und wen dieselbe von den Göttineu der ZahrSzeiten auf- erzogen vorgegeben wird/^) soll dieses vermuthlich die verschiedene Beschaffenheit der Luft in den vier Zahrs- zeiten anzeigen. K. läl. Die Macht und Gewalt wurde durch Hörner angedeutet/ und dieses symbolische Zeichen steht man bereits auf einer der allerältesten Münzen von Athen an dem Kopfe des Cekro p S.5) Es waren die Hörner daher ein Zeichen der königlichen Wurde/ und in dieser Absicht war Astarte oder VenuS bei den Phöniciern gehörnet. <-) Z. 162. Eines Mitreg enten Bild glaubt Trist an in dem Pollux nebst dem Kastor auf einer Münze Kaisers MaximinuS/ wo zugleich das Brustbild seines Sohns ist/ zn finden;") weil diesem die königliche Würde mitgetheilet wurde/ so 1) Lalmas. in x. 266. 2) tl'lt.il. 6155. 23. p. 16. Z) (üic. nst. Oeor. I. 2. c. 26. 4) I. 2. sc. i 5) H.üni l'es. Lrit. l. 2. 161. 6) xiirj). I. 1. p. 26. 7) (^oni. Iiist. 2. s). ^j/,6. 130 Versuch wie Pollnx dem völligen Genusse der Unsterblichkeit entsaget..'/ um dieselbe mit seinem Bruder Ka- stor zu theilen. §,553. Die Musik ist ans Münzen der Messe- nier «n Arkadien/ wo dieselbe mehr als unter allen Griechen nach dem Zeugnisse desPolybiuS, geübet wurde, durch ein Heupferd angedeutet. >) Die Musik als eine Arznei in Krankheiten, sonderlich des GemüthS/ und alSein Mittel der Gesundheit/ kan auch im Apollo mit der Leyer vorgestellet sein. Es ist bekant/ daß man insgemein vorgibt/ es sei für den Stich der Tarantulen kein Kraut noch Pflaster so beilsam, als die Musik/ und zwar diejenige/ welche ausdrüklich in dieser Absicht gesezet worden. ES hat aber Serra 0/ ein berühmter Arzt zu Neapel/ in einer besonderen Abhandlung die Betrügerei derjenigen dargethan/ welche ehemals und noch izo diesen Stich auf gedachte Art zu heilen vorgeben. K. 154. Auf Münzen bedeuten die drei Moneten (Oe-, Nonel») die drei vornehmsten Metalle zum ! Prägen/ und da die Figur in der Mitten/ welche das Gold ist/ nach Art der Jungfrauen/ die Haare auf der Scheitel gebunden hat/ so könte dieses scheinen die unverfälschte Reinheit dieses Metalles bildlich zu machen. 2) Andere aber deuten die mittlere >) Orkoc, Isli.il> >1,5. Früher hat der Autor bemerkt, das Heuvserd bedeute auch einen schlechten Dichter; also kan es nicht über, flüssig scheinen, wen wir den Künstler warnen, sich in seinen allegorischen Erfindungen möglichst vor Zweideutigkeiten in Acht zu nehmen; er darf sich nie mit blindem Vertrauen aus Vorschriften verlassen, sondern muß selbst mit Sorgfalt den natürlichen Sin seiner Zeichen erwägen. Me»el'. 2) Luoniirr. v^serv. soxra alc. Ac x. 2 : es fertig war/ ohne daß sich der Arbeiter rührete.'') K. 166. Die Nacht halt über daS Haupt ein fliegendes' Gewand voll Sterne, wie diejenige Figur auf einem geschnittenen Steine ist/ welche Maffei eine Göttin der Stunden nennet / ) und eine ähnliche Fignr / deren fliegendes Gewand blau ist/ die eine umgekehrte Fakel hält/ mit der Überschrift die Nacht/ bringet Montfaucon bei ans einem Gemälde einer alten Handschrift.^) Auf einer erhobenen Arbeit im Palaste Albani/ welche den entdekten Ehebruch der VennS mit dem MarS vorstellet / hält die auf dem Bette sizende VenuS mit beiden Händen ein fliegendes Gewand über sich/ vermuthlich anzudeuten/ daß diese Begebenheit bei der Nacht geschehen, 6) Auf einem anderen nicht mehr vorhandenen Werke eben dieses Inhalts / ist die Nacht in entkleideter weiblicher Figur mit langen Flügeln/ wie die Flügel der Fledermäuse gestaltet/ und mit einer Fakel in der Hand/ gebildet. 6) 1) Rist. Inscr. t. 12. p. ?o6. 2) <35. c. li. 40. n. 3i.^ pausen. I. 10. sc. 29. Lui6a8 v. cvL Z) (^em. t. 1. n.35. 6) ^Denkmale, Num. 23.? 6) ^Denkmale/ Num. 27.^ ^azsevi I^uc. llet. t. 1. 6. öelloii I^uc. Lexulcr. 132 Versuch §. 157. Die Natur erscheinet auf der Vergötterung des HonieruS als ein kleines Kind/ von etwa vier bis fünf Jahren ohne andere beigelegete Zeichen. §. ^68. Der Nil und dessen Überschwemmung bis an sechzehen Füße/ welche die größte Fruchtbarkeit beförderte, wurde in eben so viel Kindern auf der Figur dieses Flusses angedeutet/ wie PliniuS und PhilostratuS berichtend) und eben so viel Kinder saßen auf dem kolossalischen Nil im Belve- dere/ von denen sich die mehresten erhalten haben/ und dc»S oberste sizet auf dessen Achsel/ die übrigen stufenweis von den Füßen an über die Schenkel lnn- auf. In dem Gemälde beim PhilostratuS saß daS oberste Kind ans dem Kopfe dieses Flusses. In einer kleinen Figur des NilS/ in der Villa E stezu Tivo- li/ zählet man dreizehen Kinder! von welchen das oberste/ wie an der Statue im Belvedere/ auf der Achsel sizet, vielleicht gemacht zum Andenken einer Überschwemmung von solcher Höbe. Füße(??>,McZ nennetcn die Ägypter/ wie HimerinS anzeiget/^) den Wachstuin dieses Flusses. 4) §.169. PietaS/ oder die Eh rsurcht gegen >. toll. g. Aus dem Dekel einer großen Graburne in der Kirche S. Lorenzo vor Noni breitet die ^igur der Nacht ihr Gewand aus, dem mir zwei Pferden bergab- fahrenden Aben d entgegen. Meuer. t) lG. d. K. 6 B. ZK. t2§. SV. 2K. 4Z §.Z Z) pliot, Liliüatli. p. 6o5. 4) 8)-mI>oIorum relerr! potcst Species, in pzullieo II. p. >76. Ile^niuz »>I I/., Ill, 6. 4^9. Lusiail,. -xl 1^. cund. — einer Allegorie. Sie Götter in engerem Verstände dieses Worts, ist auf kaiserlichen Münzen ohne Figur blos durch Opfergeräthe vorgestellet. K. 160. DerRege» wird in dem Jupiter Plu- pjuS gebildet, und dieser unterscheidet sich durch die Plejaden, oder durch da S Siebengestirn, welches um ihn herum gesezet ist: den der Regen ist häufig, weil diese Gestirne sichtbar werden, und wen sie sich nicht mehr zeigen. Die Fabel saget: „die Plejaden seien Tauben gewesen, die den Ju- „piter als ein Kind in der Höhle des Gebirges „ Jda mit Ambrosia genähret haben, und deßwegen ,> zur Belohnung unter die Gestirne versezet worden, ,, Vorboten zu sein des Frühlings und des'Winters." ?) ES findet sich auch ans einer Münze ein Jupiter, aus dessen linker Hand Regen herabfällt, und in der rechten Hand hält er den Bliz. ß. ti>i. Der Wunsch einer glüklichen Reise ist auf einem Cipvo im Campidoglio in einer sizen- den weiblichen Fignr mit einer Palme in der linken Hand gebildet, die sich mit diesem Arme auf ein Rad lehnet, und in der rechten eine Peitsche hält, mit der Überschrift: s^i-vos im:, 4) §. llü2. Das Bild eines gerechten Richters ist an einer sizenden fenatorischen Statue in der Villa Borghese der dreiköpfige CrrberuS neben dessen Stuhle, in Deutung auf den ÄaknS i» ad Ix. 466. 8cllvl. IXßiu. II. 17. 2Z. Lcliol. III. 22.^ Z) 8pon. luiscell. ant. p. 76. Ein bekantes Bild des Jupiter Pjuvius findet sich auf der antoniNischen Säule in Nom. Meyer. .^) Nonttauc. ex^l. t. 2. xl. 99. Versuch der Hollen. Richter/ die sich nicht bestechen ließen/ waren zu Theben in Ägypten durch Figuren ohne Hände abgebildet. Z. j6^j. Das' Zeichen der alten Ninger war ein Ölfläschchen / wie dieses eine nakte Statue eines Ringers von schwarzem Marmor in der Villa Albani zeiget; ^) cS beweiset auch dieses eine griechische Inschrift auf dergleichen Person/ wo gesaget wird/ „daß er arm gestorben/ und nichts als ein „ Ölfläschchen mit aus der Welt genommen habe/ „ " 3) Das Fläschchen gedachter Statue ist einer Schießgranate völlig ähnlich/ und hat keine gedrukte und linsenmäßige runde Form/ wie einige derselben nach des ApulejnS Anzeige werden gewesen sein; /') woher steh Casanbonns eingebildet/ daß alle Ölfläschchen linsenförmig rund gewesen. 5) Eine andere schone Figur eines NingerS von erhobener Arbeit in gedachter Villa hält in der linken Hand ein Ölfläschchen an einem Bande/ welches die Form einiger Gläser von Krystalle hat/ worin Weiber ungarisch Wasser bei stch zu tragen pflegen/ und in ebeu der Hand hält derselbe ein Schabezeug (sn-ixilis), als zwei Zeichen/ die beim Plutarch einen Ringer bedeute»/ welcher stch gebadet und gesalbet hat. 6) Diese Figur hat/ wie wen sie aus dem Bade gekommen wäre/ den Mantel >) ?IiU2>üI>, Is. «l Osir. 7. 3gg. eilit. 2) l2 Band, S. 105.1 3) I. 10. 3. n. 7.) 4) k'Iorid.y. i). 777. eM. in us. 6) In cliaiact. c. 6. p. 64. 6) sOe et amlci lZiscrim. t. 6. p. 220. z?. 10Z. Oe iia co^üd. t. 7. x. Slv. eäil. emer Mcgoric. >35 liber den bloßen Leib nachläßig umgeworfen/ so daß die Brust unbedekt ist. ") §. Die römische H e r sch a st der Welt ist auf den? großen Agathe in dem Schaze von St. Denis zu Paris' in der Figur des NneaS vorgestellt/ welcher als der Stifter des römischen Reichs' dem vergötterten Augustus die Weltkugel vorträgt.^) §, it,4. Der Ruf oder das' Gerücht hat bei den Dichtern lange Flügel/ die unterwärts voll Au- gen sind. §. 156. Das Bild der Rnke und des Friedens ist auf alten christlichen Grabsteinen eine ^au- be mit einem Olivenzweige im Schnabel, als eine Deutung auf die Taube des Noa. Die Ruhe' des Körpers ist in stehenden auch in sizenden Figuren durch einen Arm auf das Haupt geleget/'') bezeichnet, welches die Bedeutung dieses' Standes an einem kleinen and an einem größern Apollo in der Villa Medicis, an zween Statuen desselben im Campidoglio, ">) in der Villa Borg Hefe, und im Palaste Farne se, auch an andern Figuren ist. §. 167. Die Schamhaftigkeit ist eine Gemüthsbewegung/ die sonderlich dem jugendlichen Alter eigen ist; daher wir, nachdem Aristoteles'/^) dieselbe an der Jugend schäzen / an alten Leuten aber nicht; folglich ist dieselbe a»ch durch jugendliche Figuren vorzustellen. Auf Münzen ziehet die S ch a m haft ig kei t einen Schleier vor das Ge- 1) Lassii'Iüevi) lav. 29.^ 2) l'i'Istsn. (üom. IÜ8t. t. 1. x. 104. Z) VlrA. 1.4. v. 160. 4) t. 2. tav. 2. 11. 5) Nus. i. 3. i.iv. iZ. 6) aü IVicoi^. I.4. c. c). 136 Versuch ficht. Es ging dieselbe/ wie Hesiodus' dichtet, nebst der Nemesi s, welche Ovidius A st r ä a nennet, aus der Welt, wegen Ungerechtigkeit und wegen der Laster der Menschen, und also ist dieselbe geflügelt auf einer erhobenen Arbeit von gebranter Erde gebildet, welche in meinen De n kmalen des Altertums erscheinet.^) §. ic>7. Den beissenden Scherz inaleten Wespen auf dem Grabe des beissenden Dichters Archi loch us,^) weil dieses Lnsect nur stechen tan, und zn nichts anderm zu »uzen scheinet, und noch stechen und Schmerzen erregen kan, ob es gleich einen ganzen Tag von einander geschnitten gelegen. K. 169. Das Schiksal, welchem die Großen sowohl als die Niedrigen in der Welt unterworfen sind, ist sinreich auf einem geschnittenen Steine des sto schi sch e n Musei angedeutet.^) La ch esis, eine von den Par ce N/ mit einer Spindel in der Hand, an welcher sie den Lebensfaden der Menschen spinnet, sizet auf einer komischen Larve, welche, da das menschliche Leben eine Schaubühne ist, die niedrigen Spiele auf derselben bedeutet; vor derselben stehet eine tragische Larve, welche die höheren Sviele des Lebens anzeiget, weil die Tragödie mit Helden zu tliun hat. Noch schöner aber ist ein h om e r i sch es Bild von dem Schiksale der Menschen anf einer he- trurischen Patera von Erzte, auf welcher, mit einiger Veränderung, das Geschik des Achilles und desHekto rs vom M ercur^) abgewogen wird, und t) lNumcro 26.Z 2) t. 2. p. 167.^ 3) Kl. 7 Al'tli. Z5S Num.^I 4) LAus dce Patcra wird das Schiksal vo» Mcrcur, und nicht dem Hvmceus zufolge, von Jupiter abgewesen! einer Allegorie. da des lezteren seines überwichtig war/ wurde dessen Tod beschlossen/ und Apollo/ welcher ihn bisher ge- schiizet hatte/ entzog sich demselben.!) K. t7o. Die Schiffahrt wurde/ unter anderen Bilder»/ durch die Isis vorgestellet/ die mit beiden Händen ein aufgeblasenes Segel hält/ so wie sie sonderlich auf Münzen von Alexandrien mit dem Pha- ruS stehet. Die Vorbedeutung einer glükli- chen Schiffahrt war ein Delphi N/2) daher auch die Schiffe der Alten Delphine zum Zeichen hatten/->) und die Liebe/ die auf einem Delphine reitet/ auf einem Cameo der Grävin CHeroffini zu Rom hat zur Inschrift das Wort üri^oi/ welches vermuthlich heissen soll/ das ist/ die glü kliche Schiffahrt. 4) Z. 17-l. Der Schlaf ist in einer Figur/ die in den Armen des Morpheus liegt/ gebildet: so schläft Endymioii/ der Geliebte der Diana/ auf dem Berge LatmuS/ auf zwo Begräbnißurnen im Campidoglio. Morpheus ist insgemein als ein daher ich das Wort Mercur statt Juviter, das hier stand/ gesett habe. Man sehe übrigens die Denkmale unter Numero lZZ.Z t) Eine Figur mit der tAufschrist rxi-isZ, erhoben gearbeitet auf einem alten Grabmale im Palaste Albani zu Rom, ist von Zoega bekant gemacht worden. lLa-iziri- lievi t!,v. >5. War schon längst bekant.z Sie schreibt in eine Rolle und hat den llinkenZ Fuß auf ein Rad ge> sezt. Eine dieser in der Stellung völlig ähnliche Figur, die jedoch nicht in eine Rotte, sondern auf eine Kugel schreibt, findet sich bei Bartoli. koru. tük. 65.) Meyer. s) pliite ^>Ie imiiii»!. proprlet. p. L? ) Z) l'uriicd. sdvcrs. I. 2. c, 22. p. 5ä. Ä We schreib. d, geschnitt. Steine, 2 Kl. t^Abth. ?Z7 Rum.^I 6" Versuch betagter Man vorgestellet/ mit zween großen Flügeln auf der Schulter/ und mit zween kleinen Flügeln am Haupte. In der Villa Albani siebet derselbe an einer kleinen Ära/ beide Hände/ eine über die andere/ auf einen Cippo geleget/ und auf dieselben das Haupt/ und schläft, l) Es wird auch der Schlaf durch einen jungen Genius vorgestellet/ welcher sich auf eine umgekehrte Fakel siüzet/ wie er also mit der Überschrift: so-»»», auf einem Grab- sieine in dem Palasie Albani siehet/ nebsi dessen Bruder/ dem Tode,2) dem HomernS zu reden; und eben so abgebildet siehen diese zween Genii an einer Begräbnißurue in dem Collegio Element i n o zu Rom. Man findet eben diesen Ge- 1) Lazslrillevi tav.gZ. Die Hände sind auf einen Stab, und auf keine» Cipvo gelegt.^ 2) s!?oegil Lilssirilievi tuv. I 5. Nicht der T o d, sondern das Fatuni steht dem Schlaf gegenüber,^ 3) Wohl hundert und mehr solcher Graburuen mit den Genien des Schlafs und des Todes, die sich auf eine umgekehrte Fakel stnzen, würde man in und ausser Rom aufzählen können; selbst runde Figuren dieser Art kommen nickt selten vor. Die schönste in der natürlichen Größe eines Jünglings steht in der Galerie zu Florenz; eine andere, ebenfalls lebensgroß und schön gearbeitet, doch anders gestellt, ist im Mufeo Pio-Cle' mentino (t, >, u>Ii. 2g.) beschriebe» und abgebildet. M e»e r. In I>oc ipso onpite «Icsiclcravlmuz ill» llpuä ig^ 6i! xri^ci .5'o,n„i iniaglm- bus in iirca: s-vve»-» S«»- einer Allegorie. nills liegend und die Flügel eingezogen/ mit Mohn- Häuptern in der Hand, auf einer Urne in der Villa Paufili. Dem Schlafe, als einem Freunde der Musen, wurde zugleich mit diesen geopfert auf einem Altare zu Trözene. Z. 172. Die Seemacht wurde vorgestellet durch einen Zierat auf dem Hinterthcile der Schiffe, welcher .iplnsli-e, hieß, (der Zierat auf dem Vordertheile hieß ?-« In dieser Bedeutung findet fich dieser Zierrat fast auf allen Münzen von TyruS, und die von P a n ä n us, dem Bruder des Phidi aS/in einem Gemälde persönlich gemachte Insel Salamis scheinet es in eben der Bedeutung gehalten zu haben. ) Durch eben dieses Zeichen in der Hand der Odyssea auf der Vergötterung des Homeruö im Palaste Colonna werden des Ulysses große Reisen zur See angedeutet.'!) K a st e n desCyvfelus, p. 24.) llscens. seonira 6e <1e ^ nee minus äe ipso etiarn — p'ellcius c;r»inrnJtieJZ raüoni se applieuit (Uns. ?io-d!lein. ».3. s>. 69 sec^.) c^ui, vindieata vera vi vveis //088e ad ea monumenta arti?, t^use, c^uoä 8u1)tiI1te^ dvcuit xer^eram »ci tracla suerunt. 4) I. l tc. i5. n. I »6. Denkmale, Num. 169 — 17V ü Visconti (i>Iu8. ?io-Olem. t. 6. p. 19.) hat es wahr« scheinlich gemacht, daß solche Köpfe mit Schmetterlings» flügeln nicht Bildnisse des Plato seien, sondern den einer Allegorie. Betrachtung eines Philosophen über die Unsterblichkeit der Seele ist auf einer alten Paste des'sto sch i sch e n Musei durch einen Schmetterling abgebildet, welcher auf einem Todrenkopfe ßzet, über welchen ein stzender Philosoph denket. Diese Betrachtung hebet an bei der Auflösung deS KörperS/ welche nach dem Plato, der wichtigste Vorwurf des Denkens eines Weisen fein soll/ 2) und Cicero saget/ „ das ganze Leben eines Weibsen sei die Betrachtung des Todes; " ^) den Siz der Seele aber sezet Plato in das Haupt. Die Schlaf vorstellen, übrigens ist es bemerkcnSwcrth/ wie Winekelmaii hier die gewöhnliche Meinung zu be> zweifeln scheint; in den Denkmalen aber lä. a. ü.^I eineil tief gefchnitiene» Stei»/ der ein solches bärtiges Brustbild in Hermengestalt/ mit Schmetterlingsftügeln am Haupte/ wirklich für ein Bilduiß des Plato gibt, welche Auslegung Vifconti berichtigt/ indem er ein ähnliches Brustbild in Marmor/ wo jedoch die Schmet- terlingsflügel mit einem Schleier bedekt sind/ erklärt. Das Bild der Ps»che selbst/ von dem Winekel man in diesem Artikel eigentlich handeln wollte/ ist theils einzeln/ «Heils in allegorischen Beziehungen/ auf unzähligen alte» Denkmalen zu linden. Eine Sratue derselbe»/ lebensgroß und in gebükter Stellung mit Flügeln/ die sich erhalten habe»/ steht im Muse» Capitolin»/ und eine andere/ deren Flügel abgebrochen lind/ gilt jezv für eine Tochter der Niobe zu Florenz. Me»er. terrenW poii^re, 8ur-;urn ^uvtl i^5uin t>!«»m»clo per ^ui>een! eKci cr^llitum est. l^onk. Ilvnin Oipilic. 85. Liuplric. ».«I-ev. <^on5. Hu8eti^ii annleeta epilica, p 36. 8ecs. sjui et alia «loete ex^tieavit, et vero eliani I//s^cv vexves-^/ xcv. Lt nvta 8unt, csusz ?iane in rem di8putavit in eo Udi-o, t^ui in8ei''l1)itur: Wie die Alrett den Tod gebildet. ZXetjue I>oe tarnen it.1 sceipi velim, n8t. »Nnn.-,!. V. 19. Oui jun- xen. 5?9- ecZit. W^t^eu« ^t) tNum i?l. Hier erklärt der Autor das Jnscct für eine Biene, und für keinen Schmetterlings einer Allegorie. §. 17^. Die Sicherheit auf einer Münze des Nero, hat das Haupt und das Ohr auf die rechte Hand geleget/ und der eine Fuß ist müßig ausge- streket. Auf einer andern Münze stehet die Sicherheit mit dem linken Ellenbogen auf einen Cip- po gestüzet/ und die rechte Hand über das Haupt geleget/") welches auch ein Bild der Ruhe gibt, wie kurz zuvor gedacht ist. Andere Bilder der Sicherheit auf Münzen sind weniger bedeutend/ als jene zwei angeführte. §. Der Sieg ist aus Münzen der Stadt Terina/ wie gewöhnlich/ weiblich und halb nakend/ sizend/ mit einem Caduceo in der Hand. Auf einem herculanischen Gemälde hält die Victoria itt der rechten Hand einen Kranz von Eichenlaub , und in der linken einen Schilds) Ein zu v e r si cht l i- >) ?>!swn. t. i. p. 6?g. 2) 6ial. /jö. Z) Orseciü, tob. 2Z. 4) il'IZrco!. < 2. tub. /jo. Bilder der Victoria sind besonders auf römischen Denkmale» in Menge vorhanden. Sogar als Verzierung von Säulenknäufen siebt man sie schön gearbeitet in der Kircke S. Lorenzo ausserhalb Rom. Wahrscheinlich älteren griechischen Werken nachgeahmt, ja zum Theil auch wohl wirklich griechische Arbeit erscheint sie, ausser den von Winekelma» aufführten Münzen und dem herculanischen Gemälde/ auch auf geschnittenen Steine»/ 's auf antiken Stueeaturen, Rampen und bemalten Gefäßen von gebranter Erde; am öftesten aber in kleineren und giößern Erztfigure». Tiefe lezten stellen ste meistens als leielit herabschwebend vor/ mit emrorgeschwungene» Flügel» und in die Höhe gehalten»» Hände»/ in denen sie einen Kranz trägt, oder trage» soll; das Gewand flattert im Winde, und nur mit der Svize des linke» Fußes berührt sie leicht eine Kugel, die ihr zur Basis dient. Versuch eher Sieg ist durch eine schlafende Victoria auf einer Münze Kaisers PhilippuS vorgestellet; welche» Bild eine Ähnlichkeit hat mit einem Gc- malve/ auf welchem dem atbenicnsischcn Feldherrn Timotbeu s sein blindes Glük im Kriege vorgeriikct wurde/ da man ihn schlafend abbildete/ während daß das Gliik Srädte mit einem Neze fing. Ei» glorreicher Sieg/ und welcher besungen wird/ oder besungen zu werden verdienet/ scheinet angedeutet zu sein durch eine geflügelte Victoria/ die einer Muse eine Libation machet/ das ist: die aus einem Gefäße Wasser oder Wein in eine Schale in der Hand einer Muse mit der Leyer auSgießet/ wie dieses Bild auf mehr als einem alten Werke in dcr Villa Albaui vorgestellet ist. §.476. Der Sommer ist unter den vier Göt- tinen dcr ZahrSzeiten / auf einem rnndcn Basamen- te in izo gedachter Villa/ im Lausen und mit zwo brennenden Fakeln in den Händen vorgestellet/ welche sie gerade in die Höhe hält. In einem Grabmale ausser Rom/ wo die Figuren der Jahrszeitcn von GypS waren/ trug dcr Sommer ein Kleeblatt, und dcr Winter einen Tannenzapfen.^) Die schönste uns bekante Erztfigur dieser Art, im Gan> zen ungesähr eine Elle hoch/ unschäzbar durch Kunst und Anmuth, stand im Museo zu Cassel; ein anderes schönes Bild der Victoria sieht man öfter aus erhobenencli Arbeiten, wo sie, Massen oder auch die Kugel unter ih> rem Fuße, aus einen Schild schreibt. Aus einem bc> »'.alten Gesäß errichtet sie ein Siegeszeichen, und ist etc» im Begriffe, oben daraus den Helm zu befestigen. Boa den Bildern, wo die Nictoria allegorisch gebraucht ist, habe» wir oben schon mehrere berührt. Meyer. 1) plutsrcli. in sc. 6.^ 2) IXoöga Lazsirilievi lav. gg^ Z) Luvnsrr. Ossexv, 5vz>r» alc, vctri, 6. einer Allegorie. §. 177. Ein Bild der Sonne war ein Hahn auf dem Schilde einer Statue des JdomeneuS/ Königs zu Kreta, weil derselbe ein Enkel des Mi- i,öS und der Pasiphae/ einer Tochter der Sonne war;^) den der Hahn kündiget die Ankunft der Sonne an. 2) Vielleicht hat der Halm auf Münzen der Stadt KarystuS eben diese Bedeutung. Z) §. 178. Das Bild einer Stadt ist bekaiit/ und cs wurde dasselbe noch unter den ersten Christen durch eine halb nakte' Figur mit einem Fruchthorne/ aber ohne Früchte/ bedeutet/ wie man dieses auf einer der ältesten Handschriften der Welt in der vatica- nischen Bibliothek sieht. Dieses ist eine Rolle von Pergament von sechs und vierzig Palmen lang/ welche in Figuren die Geschichte Zosuä vorstellet/ mit griechisch geschriebenen Anzeigen der Geschichte und der Figuren/ und die Zeichnung übertrift allen Be- grif dieser Zeit/ und ist viel schöner als die in dem alten VirgiliuS daselbst/ aber auch größer von Figuren. Ich werde von diesem überaus seltenen und uubekanten christlichen Denkmale künftig in meinen A nmerknngen über die Ges ch ichte de r Kunst Nachricht ertheilen. 5) ß. 179. Das Bild des Tadels, welcher sich in unserer Eigenliebe meldet/ hat die Fabel in zween Ränzeln (i'eis:) vorgestellet/ die Jupiter den Menschenkindern ausgehänget hat- der Ränzel voll eigener Fehler hängt auf dem Rükcn/ und wir sehen 1) pausan, I. 5, 2l>.) 2) Neuere Künstler haben den Hahn mit weit mehr Scliik- lichkeit der Aurora als Attribut zugesellt, Meyer. Z) NUIN. p> 2/,2. -l) ^6 B. z K. 23 §>) 5) lJst nicht geschehend Winckelman, S. 7 Versuch ihn nicht; der andere/ mit fremden Schwachheiten angefüllet/ hänget uns auf der Brust/ und ist uns beständig vor Augen. §. 4 8». Die Taufe oder die Lustration der Kinder bei den Alten ist merkwürdig abgebildet auf einem seltenen Medaglione der Lueilla, Gemahlin Kaisers Lucius V e r u S. Lucilla selbst stehet und hat deu Zweig eincS Lorbeerbaums gefasset/ weil die Lustration oder die Vefprengung mit aussöhnendem geweidetem Wasser vermittelst eines Lorbeerzweigs/ wie oben bei dem Worte Censor angemerket ist/ geschahe. Eine Priesterin kniet un- ter ihr an dem Rande eines Flusses/ und schovfet Wasser und neben ihr stehet ein halb nakendes Kind, welches die Taufe erwartet. Von dreien Amorill i stehet der eine auf einem Altare: ein anderer fällt von demselben herunter/ als wen derselbe nach der Taufe gestorben wäre; der dritte siehet' über eine Gartenmauer; welche die elyseischen Felder anzeiget/ und ksnte ein Kind andeute«/ welches vor der Taufe verstorben. ?) Dieser Medaglion ist mit einem anderen / den Spanheim beibringet/ nicht zu verwechseln. K. 181. Der Tod/ und zwar ein frühzeitiger/ wurde durch eine Rose angedeutet/ welche man auf Grabsteinen sieht. ^') Noch bedeutender aber und lieb- >) Valll. ninn. max. mocl. Nus. lle (üamps, p>/j2. 2) Sehr wenig verschieden Von der Darstellung deö erwalim tcn Medaillons der Lucilla ist eine antike Malerei, welche nebst andern in der Villa Negroni zu Rom ent' dekt, uud nach Zeichnungen von Mengs durch Kupfer bekaiit gemacht worden, Meyer. 3) I^e» Lmxi'. ) Die Pfeile des Apollo und der Diana sind aber auch allgemein ein Bild des Todes, wie aus des EumeuS Erzählung an den Ulysses von der Insel Siria erhellet, in welcher die Menschen an das höchste Alter gelangen, nnd endlich durch die sanften Pfeile besageter Gottheiten ihre Tage endigen. ?) Eben so umschreibet der Dichter den Tod der Laodamia, des SarpedonS Mitter. 2) Ich merke hier an, daß nur auf zwei 1) Ocsvs-o-. 0. XV. V. 260. 2) Ocsvs-s-, L. V. ZI. 1627. 3) dalliin. III Lei'. V. 102. 5) II. VII. v. 64. 6) pausan. I. 10. sc. 7) 0/us-?-. 0. XV. v.409. L) Ix. VI. v. 205. Versuch alten Denkmalen und Urnen von Marmor/ zu Nony Todtengeripe stellen: die eine ist in der Villa Mattei/ l) die anderein dem Museo deö Collegii Romani; ein anderes mit einem Geripe findet sich beim Spon/^) und ist nicht mehr zu Rom befindlich. Von geschnittenen Steinen ist ein einziger in dem Museo zu Florenz/und zwo in dem stoschi- sche n Museo/^') mit diesem Bilde. Vielleicht war der Tod bei den Einwohnern von Gadeö/ dem heutigen Cadix/ welche unter allen Völkern die einzigen waren/ die den Tod verehreten/ also gestaltet/5) da 2) Altscel. mit. 7. 3) Mus. ?Ior. Ocm> t, 2. 4) f5 Kl. 4 Abth. 24t — 242 Num.7 Winckel m a n hatte zu diesem Vielleicht nicht den geringsten Grund. Philostrat sagt blos Von den Ga- ditanern: „ Daß sie die einzigen Menschen waren, die >, dem Tode Päane sängen. " Er erwähnt nicht einmal einer Bildsäule, geschweige das, er im geringsten vermuthen lasse, die Bildsäule habe eiu Gerive vorgestellt. Ich erinnere beiläufig, daß ich die angezogenen Worte nicht mit Winckelman übersezen möchte: » Die Graditaner wären unter allen Völkern die einzi- „ gen gewesen, welche den Tod verehret." Verehret sagt von den Gaditanern zu wenig, und verneinet von den übrige» Völkern zu viel. Selbst bei den Griechen war der Tod nicht ganz ohne Verehrung. Das Besondere der Gaditaner war nur dieses, daß sie die Gottheit des Todes für erbittlich hielten; daß sie glaubten, durch Opfer und Päane feine Strenge mildern, seinen Schluß verzögern zu können. Den Päane heissen im be- fondern Verstände Lieder, die einer Gottheit zur Abwendung irgend eines Übels gesungen werden. Phil ostrat einer Allegorie. selbst unter den Ägyptern und Römern?) der Gebrauch war/ sich durch ein wirkliches oder nachgemachtes Geripe des Todes zu erinnern/ zur Ermunterung/ zum Genusse des kurzen Lebens. Das Absterben einer Person ausser ihrem Vaterlande wurde auf ihrem Grabmale durch ein Etuk von einem Schiffe angezeiget..^) Auf dem Grabmale des Eteokles und. Polynie es war. nicht» als ein scheinet aus die Stelle des Äfchnlns anzuspielen, wo von dem Tode gesagt wird, daß er der einzige unter den Göttern sei, der keine Geschenke ansehe, der daher keine Altare habe, dem keine Päane gesungen würden: 0v-5' es"/ Winckelmau selbst merket bei dem Schlafe an, i , daß auf einem Grabsteine im Palaste Alb ani der „Schlaf als ein iuuger Genius, auf eine umgekehr« „ te Fakel sich sinzend, nebst feinem Bruder, dem Tode „ vorgestellet waren, lS. oben §> 17l.) und eben fo ab> „.gebildet fänden sich diese zwei Genii auch an einer » BegrabniKurne in dein Collegio Clem entino zu „ Rom. " Ich wünschte, er hätte sich diefer Vorstellung bei dem Tode selbst wiederum erinnert. Den so würden wir die einzige gemeine und allgemeine Vorstellung des Todes da nicht vermissen/ wo er uns nur mit verschiedenen Allegorien verschiedener Arten des Sterbens, abfindet. Auch dürfte man wünfchen, W in cke km a n hätte uns die beiden Denkmäler etwas näher beschrieben. Er fagt nur sehr wenig davon, und das Wenige ist so bestiint nicht, als es sein tönte. Der Schlaf stüzct sich da auf eine umgekehrte Fakel: aber auch der Tod? und vollkommen ebenfo? IS gar kein Abzeichen zwifchen beide» Geniis? und welches ist es? Lefsing.- ^Man sehe den §. l N.Z >) ?IutaroI>. t^onv.VII, 6. 56». kccisl». 2) IVlron. zi.Zi. ec!!l. ?ar. 1877. 3) kotier, .^rcliscol. Oriec. t. 2. cli. 7. ^>. 226. Versuch Spieß, 5) welcher insgemein auf Gräbern derjenige» stand/ die im Kriege geblieben waren. §. il 82. Die T r a g ö d ie ist auf einem erhoben gearbeiteten Werke in der Villa Albani / wo ein K o m i- kus vorgestellet ist/ durch einen Bok abgebildet/ welcher in den ältesten Zeiten der Preis war für diejenigen/ die das beste Stük gemachet hatten. §. 18Z. Ein Bild der Trauer waren bei Leichen römischer Magistratspersonen umgekehrte Fasecs/ und von Soldaten umgekehrte Spieße^ wie dieses auch bei den Griechen gebräuchlich war; t>ic alten Perser aber trugen ihre Lanzen allezeit gegen die Erde gekehret. Ein leidtragender Krieger mit seinem kurzen Degen unter der Achsel hängend/ ist in einer kleinen Figur in der Villa Vorghese/ mit einer umgekehrten Fakel und in einem rührenden Ausdruke vorgestellet. §. 18^. Der Traum wurde nach dem Philo- stratus in einem weissen Gewände/ und ein schwarzes über dasselbe/ mit einem Hörne in der Hand gemalet. 5) 1) ?.iusau, I. g> 26.^ 2) Ilurpocri»,, V. -kov> lD e II km a l e, Num. 1Z6.I l Z) ^Denkmale/ ?:um, 1,7, i>,i. Herodot sagt nur/ daß stc kürzere Spieße getragen habe»/ als die Griechen,) 6) Den Traum sieht man an einem nicht edirten Civpus im Museo P i0- C te m enti n 0-u Rom/ in erhobener Arbeit/ als einen Knabe»/ leise nur ans den Fnßspizen gehend/ vorgestellt; am Haupte hat er Flügel/ in der rechten Hand ein Horn/ in solcher Richtung/ als ob er etwas aus demselben ausgöße; in der linken einen Mohn- stengel mit Z Mohnköpsen. Auf einen, erhobenen Werke in der Villa Vorghese erscheint der Traum ebenfalls mit Flügeln/ und dem Attribut des Mohnsiengels/doch ohne das Horn. Me»er. cmer Allegorie. §. 1L^>. Der Überfluß wird durch die Göttin OpS vorbestellet/ welches eigentlich die Ceres ist, und dieselbe ist auf einer Münze des Pertinax^) mit zwo Kornahren iu der rechten Hand/ und in der linken hält sie ihr Gewand von der Brust in die Höhe, um einen großen hohlen Busen zu machen/ anzudeuten/ daß alles aus ihrem Busen iomt. K, t8l>. Das unbelohnte oder uncrkante Verdienst bildet Aristoteles in einer Eilschrift auf den älteren Ajax ab/ in der Figur der Tugend mit beschorncm Haupte/ die bei dem Grabe dieses Helden sizet und weinet. Die Ursache seilics TodeS über die ihm unrechtmäßig abgesprochenen und dem UlysseS gegebenen Waffen des Achilles ist bekant. K. 187. Die Vergötterung der Kaiser inen bedeutet auf Münzen ein Pfau/^) anzuzeigen/ daß sie zum Size der Juno gelangen werden/ und die Vergötterung dcr Kaiser und anderer Helden bildet ein Adler/ auf dessen Fittigen jene als Halbgötter bis zum Genuß der Gesellschaft des ZupiterS gelangen. Dcr Adler allein auf einem Altare/gab diesen Begrif/ sowie/ laut einer griechischen Inschrift/ ein Adler in dieser Abbildung auf einem Altare 6) stand/ welcher dem Plato gewid- >) IVlSt.lN. l.2. z>> 14. 2) UN belohnt es »nd uucrkaütes Verdienst unter der Figur der Tugend mit beschorencm Hauvte allegorisch andeuten zu wollen/ dürfte schwerlich gut sein; auch wird Aristoteles in dcr angeführten Sinschrift kaum die Absicht gehabt haben / damit eine Allegorie zur Ausführung in dcr bildenden Kunst zu cntwerfcn. Meyer. Z) Ilavorc. num, 20. 11. i>. 12. >4) l?!us dem Grabmales Versuch met war. 2) Es war auch/ wie Artemidorus saget/eine alte Gewohnheit/ die Bildnisse verstorbener Könige auf Adlern getragen vorzustellen / und dieses Bild war von einem wirklichen Gebrauche genommen; den man ließ von dem Holzhaufen (ro»»s), auf welchem die Körper der Kaiser verbrant wurden/ sobald ffeuec angeleget war/ einen Adler in die Luft fliegen; dieses geschahe bei der Verbrennung des Au- .qustus, wie Dio berichtet/ und des SeveruS/ wie HerodianuS erzählet. Ein anderes Bild der Vergötterung der Schwester und Gemablin des Ptolemäus/ Arsinoe/ welche in Erzt auf einem Strauße^) in die Luft getragen wurde/ konte als eine Satyre ausgeleget werden;^') den der Strauß/ welcher kurze Flügel hat/ kan sich nicht hoch von dev Erde heben. 5) >) t. Z. ^1.266.^ Z) pzusao. 1.9. Zi. in!t. Ist sehr undeutlich ausge» drükt. „ Die Statue der Arsinoe auf dem Helikon, >, sagt Pausanias, sizt aus einem eherne» Strauß. "Z i) Ist aber keiue; es sollte Venus Arsinoe vorstelle» oder Zevhyritis. Del t^vAlIo (l Arsinoe, ü- lologicbe tli V. ^IVIonli. ÄlllÄiio iLo^. 6. Siebelis. 5) Homer wird stzend zwischen den Flügeln eines großen Adlers enworgctragen auf dem mehrmal erwähnten silbernen Gefäß im hereulanifchen Museo. In der Apotheose des Claudius ruht das Brusthild des Kaisers auf einem Adler. (^.) Auch im Palaste Massimi zu Rom befindet sich die Büste eines Kaifers/ welche, auf dessen Vergötterung ansviclend, über einem kleine» Adler »ut ausgebreiteten Flügel» steht. Daß an dem Haurtbassorilievo des großen Bafameuts, welches ehemals auf dem Monte Citorio zu Rom gestanden, die Bilder des vergötterten Antoninus Pius «nd seiner Gemahlin vom Genius getragen werden, einer Allegorie. §. 188. Die Verleumdung malete Apell es/ da er vom Antiphilus/ einem seiner Kunstge- »osseii/ bei dem vierten Ptolemäus ^ mit dem Zunamen Philopator/ als ein Mitschuldiger einer Vcrrätherei fälschlich war angeklaget worden. Auf seinem Gemälde saß zur rechten eine mänliche Figur mit langen Ohre»/ wie Midas/ und reichete der Verlaumdung die Hand; um diese herum stand die Unwissenheit und der Verdacht. Von einer andern Seite kam die Verläumdung herzu getreten/ welche eine schöne Figur/ aber liizig und aufgebracht war; in der rechten Hand hielt dieselbe eine brennende Fakel/ mit der andern Hand zog sie einen Jüngling bei den Haare»/ welcher die Hände zum Himmel hob/ und die Götter gleichsam zu Zeugen anrief. Vor der Verläumdung trat ein großer und wie von langer Krankheit ausgezehrter Man her/ mit einem scharfen Blike/ welcher den Neid vorstellete. Die Begleiterinen der Verläumdung waren zwo Weiber/ welche jene puzeten und ihr zuredeten/ nämlich die Falschheit nnd die Hinterlist. Eine andere Figur ging hinten her in schwarzer und zerrissener Kleidung voller Traurigkeit/ welche die Neue abbildete; diese sahe sich beschämt und mit weinenden Augen nach der Wahrheit um. K. 189. Die Verschwiegenheit wurde durch eine Nose angedeutet/ welche die Liebe/ wie ein altes Siügedicht saget/ dem Harpokrates gab/ damit die Ausschweifungen der Venus möchten verschwiegen bleiben. Daher wurde eine Rose bei Fröhlichkeiten über dem Tische ausgehänget/ zum Zeichen/ zwei Adler aber ilinen zur Seite fliegen, erwähnt Winckelman im eil,'teil Kapitel dieser Schrift. (Aus. 1?io - Olem. t. 5. ial). 23—Zo. ^>.53—5^.) Meyee» i) I^!an. no:i tem. cre6. calmnn. ^c. 5.1 Versuch daß alles'/ was gesprochen werde/ unter Freunden geheim bleiben sollte. >) §. !>vo. Die U n e r sch ro kenh eit im Kriege, glaubet ina»/ sei durch einen Eselslopf angedeutet worden, welchen die Daeier als ein Panier auf einer Stange vor ihrem Heere trugen, daher dieses Bild auch auf Münzen eine Vorstellung der Provinz Dänen ist. Den der Esel wird weder durch Geschrei geschreket, noch durch Schläge getrieben, wen er stehen will; daher dieses Thier selbst beim Holn erus beim Ajax ein Gleichniß dieses BegrifS ist, und aus' diesem Grunde wird dem Esel das Beiwort unüberwindlich zugeeignet;-) eS wäre auch hieraus das Opfer eines' Esels, welches die Perser dem Mars sollen gebracht haben, zu erklären. K. Von der Wachsamkeit war der Hase das Symbolum auf einer erhobenen Arbeit, die ehemals in dem Eremo des berühmten Cardinals Passion ei bei Frascati stand, weil dieses Thier, wie der Löwe, mit offenen Augen schlafen soll. Die Wachsamkeit der Soldaten ist zum Scherze auf einem Steine des' stoschische n Musei vorgestellet durch einen Hahn, welcher eine Trompete bläset, die bei den Alten liwus hieß. 5) §. <92. Einen Wahrsager hilft ein Lorbeer- Zweig andeuten, welcher Pflanze Apollo diese Kraft beigeleget haben soll. (Siehe im zweiten Kapitel Sipo llo.) Diese Wissenschaft, welche Apollo der Kassandra verlieh, ist durch einen Lorbeerzweig in i) Oe la Oei-Za coniment. in VIi'Z. /Tn. !. v. s) in !. i c. 16. 3) I. tc. 2. Z. i^.^Z 4) Oori i. 1. 1?. 5) L2Kl. 13 M'th. 1061 Num.ü einer Allegorie. ihr» Hand auf einem herculanischen Gemälde angedeutet. K. 496. Von dem weiblichen Geschlechte iliid dessen Eingezogenheit war die Schildkröte ein Bild/ und PbidiaS hatte dieselbe in dieser Bedeutung seiner Venus zu Elis zugegeben.-) Eben dieses' scheinet durch eine Spindel auf dem Grabmale der Tochter Kaisers Otro I. angedeutet zu sein. 5) tz. 29^. Der Gott der Winde/ 5>olnS/ wurde »ach dem AlbrieuS mit Blasebälgen unter dem ffuße gebildet; wen man mit Einigen k'ollc-i anstatt llskra liefet. Die Winde/ welche aus nördl i chen Gegenden weben/ wurden als ein alter Man vorgestellet; die aus warmen Gegenden kommen/ in jugendlicher angenehmer Gestalt/ wie man an dem sogenanten Tempel der Winde zu Athen sieht. Boreas ist ein alter bekleideter Man, dessen Sym- bolum eine spiral gedrehete Muschel ist/vielleicht/ wieStuart meinet/ in Deutung auf das Getöse in gewissen nahen Höhlen bei Athen / weil dieser Wind stürmet; 5) welches dieser Verfasser hätte er- lSiilern können mit einer Nachricht des Aristoteles/6) von den äolischen Inseln / wo der Südwind (Kows) sich vorher meldet durch ein Getöse in gewissen Höhlen. (L^iss), oder der Nord ostwind hält mit beiden Händen einen run- ») ?!lt. iZ'krcol. t. 2. wv. 17. 2) Is. et Osir. 679. st. 9. s>.2c>6. e6!t. Ilulteri. OtiniuAJl. t. 7. VI. 25.^ Z) Oitmai'. 1.2. ^>.25. 4) Abgebildet in Hirts Bilderbuch. S. 545. Sieb elis. 5) os vol. 1. p. 21. xl. I 2. 6) Netevi'. 1.2. c. 3. edil. L^'dui'F. Versuch den Schild/ ans' welchem er scheinet ein Hagelwetter auszuschütten/ welchen Schild Wheler und Le Roy für eine Schüssel voll Oliven angesehen. Diese beiden Winde sind alt und bärtig/ die folgenden zween Winde sind jung und oi>ne Bart; der erstere aber ist im gesezten Alter gebildet. der Süd- westwind/^) hält ein »plustie eines' Schiffes/ vielleicht anf die gefährliche Schiffahrt an den attischen Küsten/ wen dieser Wind rcgiret/ zu deuten. Der ZephyruS halt ein Gewand mit Blumen angefüllet/ vor sich. Le Roy hat auch in dieser Figur seine Nachläßigkeit gezeiget/ und derselben einen großen langen Bart gegeben. ?) §. Des Winters Zeichen ist ein wildes Schwein/ oder ein Frischling/ wie ich oben bemerket habe/ weil diese Thierr im Winter am fettesten und alsdan in warmen Ländern am gesündesten zu essen sind. Die Figur des Winters'/ wie derselbe auf der Vermählung des' PeleuS und der Thetis stehet/^) ist anch in gebranter Erde und vergoldet ein der Friese der Galerie des Palastes in der Villa Albani. ES ist daher sehr glaublich/ das dasjenige/ was die lezte von den vier JakrSzeiteN/ nämlich der Winter/ auf einem sehr seltenen Medaglione des CommoduS/4) nach sich ziehet/ und in der Zeichnung desselben unbestimt gelassen worden/ ein Frischling sei. ES glaubet auch Buonarroti in den Gemälden alter Grabmale bemerket zu haben/ daß selbst die wilde Schweinsjagd ein Bild des j) lS. 2 Band, Z7^jS.7 2) NIonu»!. cle 1.1 Oix'co, pl. 14. Lonf. Lwai't's »5 vol. 1. p. 24. 3) ^Denkmale, Num. m.ü 4) Vaill. num. Älus. p.6l. einer Allegorie. Winters sei/ so wie die Hirschjagd den Frühling/ die mit Löwen den Sommer/ und die Jagd der Tiger den Herbst vorstelle : ^) den es war in dem na so nischcn Grabmale über einer jeden Figur von den Jahrszeiten eine von diesen Jagden gcmalet. Wen die Bilder der Jahrszeiten Kinder oder Genii sind/ ist der Winter insgemein durch ein Kind mit phrygischen Hosen vorgestellet/ welche mit der Weste ans einem Stüke sind/ den AtyS anzudeuten/ dessen verschnittene Natur ein Zeichen der Unfruchtbarkeit und also des Winters ist. Auf einem erhobenen Werke im Palaffe Mattei trägt diese Figur zwo wilde Anten / weil im Winter die Jagd derselben zu sein pfleget. Eben dieses Bild siebt man bei dem Bildhauer Cavaeeppi in einem kleinen unbekleideten Kinde/ welches zwo wilde Anten mit beiden Händchen an die Brust drüket. Andere wollen in dieser Figur das Zeichen des Wasser- manS im Thierkreise vorgestellet finden / welches GanymedeS ist. K. 196. Die Zeit ist ans einem geschnittenen Steine als ein alter Man mit langen Flügeln ge« bildet/ welcher sich mit beiden Händen auf eine Hake siiizet/ und an beiden Beinen Fesseln und eine Kette angeleget hat/ die Zurükhaltung der flüchtigen Zeit anzudeuten / oder wie ein britischer Dichter spricht/ „ die wandernde Zeit in eine Methode zu binden. " ES wurden der Statne des Saturnus/ welcher die Zeit abbildet/ Fesseln an den Beinen angeleget/ aber von wollenen Bänder»/ die man an dessen Feste auflösete. K. 197. Die Lehre von Zeugung aller ») Osserv. sopra alc. vctr!, x.172. 2) Lellvri pitt. ant. Ao et //n/vet W0 dieseS Bild auf die Empfängniß des MessiaS/ und zu- gleich auf die Überschattung des heiligen Geistes 1) Ix. T.XIV. v. 246. I'iieazst. p. ^3. p.33. c6it. Lasil. 2) Kuvnari'. OLsei'v. sopi-li alc. veni, 14. Z) Loltlett. Osserv^ i Oiuiet. 8. Hl.irt. x. 164. einer Allegorie. zu deuten scheinet, t) Überhaupt waren die gewöhnlichen Bilder auf Ringen der Christen, eine Taube, ein Fisch/ ein Schis im Segeln, eine Leyer und ein Anker. Im Übrigen glanbe ich nicht, daß eine Tonne mit Reisen (äolium) zwischen zween Vögeln auf einem christlichen Grabsteine ein merkwürdiges' geheimes Bild sein könne, wie Boldettr vermuthet;^) oder ein Bild der christlichen Liebe, wie eben derselbe Seribent kurz zuvor angibt,^') und sich auf das Zeugniß der Kirchenväter beruft, die er aber nicht anführet, nämlich daß durch dieselben die Kirche verbunden sei, wie eine Tonne oder Faß durch dessen Stäbe. ES scheinen hingegen auf einem anderen christlichen Grabsteine, und unter der Inschrift: i^i» r,i>io zwo solche Tonnen (noli-»5) em niedriges Wortspiel auf das den Sprachregeln zuwider angegebene Wort -lolierrs zu sein. 6) i) x. -5. 21 ^IcT. xszdag. I. z. p. 246. Z) I.. c. p. 164. 4) 16^. 5) 6) Alle zu Ende dieses Kapitels angeführten Allegorien, oder für solche gehaltene Zeiche» und Sinbilder auf at- ten christlichen Denkmalen, sind theils nicht vorzüglich passend, theils dunkel, und also keineswegs zur Nachahmung zu empfehlen. In ihnen sieht man die Kunst nach imd »ach erlöschen, und darum ist nicht ohne Grund zu zweifeln, ob überhaupt etwas Gutes in ihnett aufjuspürei» sein dürfte^ Me»er. Viertes Kapitel. Von Allegorie»/ die von Begebenheiten und von Eigenschaften nnd Früchten der Länder genommen sind. Z. 2no. Allegorien von der ersten Art sind nicht häufig/ weil die großen Begebenheiten in der Welt allzu sehr verwikelt sind, nm dieselben durch einen einzigen Zug und Gedanken anzugeben/ und weil die Thaten der vermeinten Helden so beschaffen sind/ daß sie nicht leicht durch ihnen allein eigene und individuelle Bilder vorgestellet werden könne»/ so wie dieses mit Erfindern, und mit denen/ die sich um das menschliche Geschlecht verdient gemacht haben/ geschehen kan. Den wen wir die Thaten der großen Krieger und Eroberer überdenken, findet sich keine Zdee zu einem Bilde / wie das berühmte Theorema ist/ welches den Pythagoras allein bezeichnet; und so wie Gasse ndi, HuygenS nird'C a s'ffn i durch die von ihnen entdeketen Trabanten des ZuviterS und des SaturnuS den, / der ihre Verdienste kennet/ anzuzeigen sind: wird es in einem Timur Beg/ oder in einem Karl Xlt, nicht gelingen. Dieses ist die Ursache der Seltenheit dieser Bilder/ welche dem Künstler nüzlich zu wissen sind/ theils an sich selbst/ theils um zu sehen/ wie Griechen und Nomer aus einzelnen Umständen Bilder gezogen haben. 4.201. Bienen auf Münzen von Evhesus deuten anf die Musen/ die in Gestalt der Bieiken den Atheniensern zur See den Weg wiesen/ da sie einer Allegorie. unter Anführung dcS NeleuS nach Lome» gingen. §. 202. Der Capri corn u6 bedeutet auf Münzen des AugustuS/ daß er in diesem Zeichen des ThierkreiseS geboren ist; es stehet dasselbe zwischen ihm und derLivia auf dem großen Cameo zu Wien. Auf den mehresten Münzen desselben findet sich dieses Zeichen mit der Erdkugel/ einem Steuerruder/ und mit einem Hörne des Überflusses. Manili u s> welcher über gedachtes Zeichen mit andern Nachrichten übcreinkvmt/2) widerspricht, sich selbst an einem andern Orte seines Gedichts/^) indem er vorgibt/ Angustus sei unter dem Zeichen der Waage geboren/ um dessen Gerechtigkeit zu rühmen, -t) §. 20Z. Ein Drache oder eine Schlange auf dem Schilde/ welcher auf einer Säule über dem Grabe des EpaminondaS stand/ bedeutete/ daß dieser Held von den SvartiS/ das ist/ von denen herkam- die aus den vom Kadnius gesäeten Dra- chenzähnen entsprungen waren. 5) Auf dem Schilde des Menelaus aber/ in einem Gemälde des Po- lygnotns zu DelphoS/ bedeutete der Drache diejenige Schlange,- die in AnliS während dem Opfer unter dem Altare hervorkam. 6) 1) Icon. 1.2. x>. 623. 1.23. Lxanli. in (alliin. )i^iun. in v. 66. 2) I. 11. ^5. ellit. Lcaljß. 3) IKI6. I. 4. x. 97. 4) Lcalig. not. in ^IVIznil. p. 3^^. (üei'tla cvnmient. in Viig. OeviA. 1. 1. x. 167. 5) I>au8lln. !. 3. i 1.^ 6) 16. I.10. x. 863. Weiterhin bemerkt der Autor, eine Schlange sei-daS Waven der Spartaner gewesen, und also durste man : wohl vermuthen, P o lygn 0 tus habe durch die S ch l a w.. Versuch §. 2o4. Elephanten wurden auf die Waffen der fünften Legion des CasarS gesezet/ weil dieselbe verlangete, man solle sie gegen die Elephanten führen in der Schlacht mit dem Scipio von der Partei des Pomp ein 6 in Lybien. Auf dem Grabe des PprrhuS deutet dieses Thier auf die ersten Elephanten/ die dieser König in Europa fuh- rete/2) und auf dem Siegeszeichen/ welches An tisch u 6 Soter zum Gedächtnisse des Sieges über die Galater oder die Gallier in Kleinasien aufrichten ließ/ war nichts als ein Elephant vorgestellet/ weil er durch Hülfe derselben den Sieg erfochten hatte. 5) ß. 205. Zween Füchse auf einem Schilde in Stci»/ welcher ein Grabstein des spartanischen Königs AnaxidamuS war/ scheinen/ nebst der Schlange aufdemsclben/ sich auf eine merkwürdige Erzählung zu beziehen. Dieser Stein wurde von Fourm o n t in den Trümmern des berühmten Tempels des Apollo zu Zlmyklci entdeket. Nachdem die Herakliden des .qe auf dem Schilde des Meuelaus vielmehr die Heimat des Helden andeute»/ als auf die Schlange anspielen wollen / welche zu Aulis während des Ovsers u»> ter dem Altar hervorkam. Auf gleiche Weise sehen wir auf Schilden der Römer die Wolfin, wie sie Nomulus und Nemus fäugt, vorgestellt. Auf ein wenig Anachronismus konte es dem Künstler in diesem Falle nicht ankommen; genug/ wen cr durch das gebrauchte Zeiche» fo viel gewaü/ das, ma» in feiner Figur sogleich den Helden aus Sparta erkante. Meyer. t) Kell. civ. 1.2. p. 242. 2) ?!>U5SN. 1.2. Ic. 21,) Z) I-uclan. ^cux. >. >;) Ilist. 6cs loscr. t. >6. z>. 10-j- einer Allegore. ikz Orestes Sohn Tisamenns in der Schlacht erleget hatte» / macheten sie von den eroberten Landen drei Looft/ nachdem sie vorher den Göttern ein jeder auf einem besondern Altare geopfert hatten, ?) Argos fiel dem Temenus zu; Laeedämon zween Söhnen deS AristodemuS/ und Messene dem Kresphon« teS. Da die Theilung gemachet war/ sahe man auf dem Altare des TemenuS einen Frosch/ eine Schlange auf dem Altare von den beiden Brüder»/ und einen Fuchs auf dem Altare des neuen Herr» von Messene. Fourmont erkläret hierdurch den Schild/ und glaubet/ dieses Wunder sei von diesem Helden angesehen worde»/ als eine Anweisung besonderer symbolischer Zeichen, die einem jeden von ihnen eigen sein sollten. Der Frosch findet sich auf keinem Denkmale von ArgoS/ sondern ein Wolfskopf/ welcher nach des gedachten Gelehrten Meinung der Argiver Symbolum von dieser Begebenheit war. Da tiun die Herschast der Her alliden in ArgoS nicht lange Zeit gedauert/ und diese Stadt bald hernach sich nach ihren eigenen Gesezen selbst regirete/ glaubet er/ daß man sich des Frosches nicht weiter bedienet/ sondern das vorige Symbolum von neuem angenommen habe, In Sparta aber dauerte die Re- girung der Herakliden beständig; also blieb auch die Schlange ihr Wapen. Aus Messene und ans dem ganzen Peloponneso wurden die Herakliden durch gedachten König in Sparta/ AnaxidamuS/ verjaget/ und hierauf deutet Fourmont die beiden Fuchse/ die zu fallen scheinen. ß. 206. Ein Fußschemel/ welchen die Statue der berüchtigten LaiS an dem Ufer des FlusseS Pe- neuS in Thessalien in der einen Hand hielt/ deutet 1) II. 6. 3. Oonf. VII. 2). lD e n k m a l e, Nunl. 5 64.) Versuch auf die Art ihres Todes'; den sie wurde in einem Tempel der Venus in Thessalien von eifersüchtigen Weibern mit Fußschemeln zu Tode geschlagen. i) Es muß also einige Zeilen nachher der Text des Athen aus nebst der ttbersezung verbessert/ uud anstatt ein Masse rkrug/ in der Hand der Lais/ das Wort ein Siz/ ein Schemel/ gesezet werden/ welches gleichbedeutend ist mit dem Worte nach dem HesychiuS/ wie das Werkzeug ihres TodeS ebendaselbst genennet wird. Der große CasaubonuS hat diese Unrichtigkeit nicht wahrgenommen. ß. 207. Ein Hund auf Münzen der Stadt Egesta/ nachher genant Segesta/ in Sicilien / zielet auf die Begebenheit der Egesta/ des Hippo- thouö/ eines vornehmen Trojaners Tochter/ die ihr Vater flüchten ließ/ damit dieselbe nicht etwa das LooS treffen möchte/ dem Ungeheuer ausgesezet zu werden/ welches Neptunus wider diese Stadt ge- schiket hatte. Egesta landete an in Sicilien/ wo sie/ wie die Fabel saget/ von dem Flusse Krimis»S/ welcher sich in einen Hund verwandelt hatte/ schwanger wurde/ und mit dem AcesteS niederkam. K. 208. Ein Lorbeerzweig in der Hand der Livia ans ihren Münzen deutet auf den Lorbeer, welchen bald nach ihrer Vermählung mit dem August u 6 ein Adler soll in ihren Schooß haben fallen lassen/ und wovon Suetonius und PliniuS viel Wunder erzählen. 2) §. 209. Der Widder auf dem Grabmale des Thyestes/ zwischen Mycenä und ArgoS/ bedeutete denjenigen goldenen Widder/ durch welchen er die 1) I. iZ. 6, a> x 872. 2) t8uetoii. in L^!I>a c>>. XV. Zo. Oio 11^ einer Allegorie. 165 Ehefrau seines Bruders Atreus zu seinem Willen bewegte, y §. 210. Der Wolfs köpf auf Münzen von Ar- goS wird von vorgedachtem Fourmont aus einer alten Erzählung hergeholet.^) Da nau 6 kam, nach dem PausaniaS/^) mit einer Colonie Ägypter »ach ArgoS/ und inachete die Herschaft dieser Stadt dem Gelanor streitig; beide aber unterwarfen sich der Entscheidung des Volks. An dem Tage/ da dieses geschehen sollte/ fiel ein Wolf in eine Heerde Rinder/ und erwürgete den Ochsen unter denselben. Dieses wurde/ ohne weitere Überlegung/ als ein Zeichen des Willens der Göttin ausgeleget/ und man deutete den Wolf auf den D an aus/ welcher dadurch als Sieger erkläret wurde. Zum Gedächtnisse dieser Begebenheit baute der neue König dem lyrischen Jupiter (von xvx°5, Wolf) einen Tempel/ und eben dadurch wäre also der Wolfskopf das Wapen dieser Stadt geworden. ß. 211. Eine weisse Ziege war auf dem Grabe des Homerus gefezet/ weil man ihm dieselbe opferte/ als einem Geweiheten des Apollos) dessen Opfer eine weisse Ziege zu fein pflegete. 5) §. 212. Von Allegorien der zweiten Art übergehe ich die sonst bekant sind/ und begnüge mich ein paar derselben als Beispiele anzumerken. ß. 213. Auf Münzen von DamascuS hält eine nakte Figur in der linken Hand einen CadueeuS/ »nd in der rechten Hand etwaS/ worüber Tristan 1) I. 2. i3.^ 2) Ilist. allegorien in der That nie ein Beispiel vorgekommen, das mit Ehren erwähnt zu werden verdiente. Von wenig besserer Art alS die ?? a m e n s a l l e g o ri cn sind auch die, befouders bei den Jtaliänern so beliebten, und noch gegenwärtig nicht aus der Mode gekommenen Anspielungen auf Wapen, wodurch der gute Ge- fchmak ebenfalls manche Beeinträchtigung erfahren hat. Hier ist uns jedoch wenigstens ein Beispiel geistreicher Anwendung bekant, das nämlich, wo Bernini am Grabmale Papsts Urbans Vlll, in der PeterSkirche die drei Bienen des bar be ri n i sch e n Familienwapens zerstreut und gleichsam auseinander getrieben gebildet hat. Mey er. 168 Versuch chcn solche malerische Benennungen. Diejenige weisse Wurzel/ welche mehr als alle andere Arzney die Verlornen Kräfte herzustellen vermögend sein soll/ und daher mit Golde ausgewogen wird/ heißt bei den Tatarn Ging Seng/ das ist: die Schenkel eines Menschen/ denen diese Wurzel ähnlich ist; eben diese Bedeutung hat das amerikanische Wort Garent Ogen dieser Wurzel. Diese Allegorien aber müßen sich nicht auf Nebendinge in ihren Bildern beziehen/ wen dieselben verständlich sein sollen. Den wem wird einfallen/ daß in zwo schönen Statuen in Lebensgröße auf dem Hauptaltare der Baruabiten zu Bologna/ von der Haud des berühmten Algardi/ das Schwert (sp-ul») des Hen- kcrS/ welcher den h. Paulus enthauptet/ eine Anspielung sei auf den Namen eines Graven Spada, welcher ein Vermächtniß hierzu hinterlassen hatte. >) > Neuere Bilder dieser Art werden schöner und lehrreicher/ weil sie aus dem Altertume genommen sind/ wie das Wapen des Hauses Crivelli in Italien, welches die Vestale Tuceia mit dem Siebe ist. §. 216. Diese hier gesammelten Beispiele können in einigen ähnlichen Fällen dienen/ und diese Art neu erfundener Allegone/ wen sie der Alten ihrer ähnlich ist/ rechtfertigen/ da dieselbe zuweilen unentbehrlich scheinet/ wo eine Sache bedeutet werden soll, und kein Verglcichnngsbild zu finden ist/ welches auf eine innere Eigenschaft dieser Sache eine Beziehung hat, so wie man mit Umschreibungen zufrieden sein muß in Ermangelung von Begriffen / die aus dem Kerne der Sachen gezogen werden. Man kan also als ein bequemes Bild den Vogel Phönix auf dem Haupte deS Phönix/ unter den Gemälden der vatikanischen Bibliothek/ welchem die Erfindung der >) Llllloil vit. ue' ?>!t. x> iZg. einer Allegorie. 16s phvnicischen Buchstaben zugeschrieben wird/ gelten lassen/ so wie der vom Apollo geliebte Hiaeyn- thuö durch die Blume dieses Namens / die von ihm.dcn Namen soll bekommen haben/ bezeichnet werden tan. Z. 217. Die Stadt Agä in Maeedonien hat auf ibren Münzen eine Ziege/ weil der Name dieses Thier? ist. §. 218. Die Stadt Ancona ist durch einen gekrümten Arm symbolisch auf ihren Münzen angedeutet:^) den welches Wort den Ellenbogen oder einen gebogenen Arm/ und beim VitruviuS einen rechten Winkel/ bedeutet/ ist ein Bild der Lage dieser Stadt/ welche jenem bildlichen Zeichen ähnlich ist/ und eben daher ihren Namen bekommen hat. §. 219. Die Stadt Apamea hieß ehemals x-- /Z^°c, der Kasten; es ist daher das Bild dieser Stadt auf ihren Münzen ein Kasten/ in welchem Man und Frau sizen/ und eS schwimmet derselbe auf dem Wasser/ weil diese Stadt von drei Flüssen beströmet war/ dem MarsyaS/ Obrima und Orga/ welche in den Mäander fließen.^) §. 22». Den Namen Aper deutet ei» todtes wildes Schwein an auf dem Grabsteine eines alten Feldmessers dieses Namens im Campido- glio. 4) §.221. Ascia/ eine Hake oder Beil der R ademacher/ findet ssch auf Münzen des valeri- schen Geschlechts/ in Deutung auf den Beiname» 1) ^ec. 6e äe Hl. t. !. x. 179» 2) p. 36. 3) Harcluin. num. pop. 26. 4) Iu8cr. x.624. u. 1. Winckelmail. 9. 8 Versuch ^seic»1»s, welcher den Valeriern eigen war,<) lind auf andern römischen Münzen deutet der Baum Larix auf den Beinamen I >i >>iscol »s des aecoleii- schen Geschlechts ; die Sibylla auf den Niunen Sulla oder Sibulla de» cornelischen Geschlechts'; die Muse auf den Beinamen Musa des p o m ponischen Geschlechts §. 222. Die Biene stehet auf einigen Münzen, wie eS scheinen tönte/ völlig müßig: als': auf einer Münze der Brntcier, neben dem Kopfe einer Iuno;^) auf einer andern von Neapel, neben dem Kopfe einer Dianas) und aufeiner von Metapontum neben zwo Aiiren;5) es ist daher Buonarroti auf die Muthmaßung gekommen, daß durch dieselbe etwa der Name des' MünzmeisterS' welcher MclitoS oder Melis- sus, wie einer von den alten Philosophen bieß,<-) könne geheissen haben, angegeben sei,?) .Auf Münzen der Ctadt ElyruS in Kreta deutet die Biene 1) l'orre HIonuin. vel. c. 2. 21. 2) 66. Inscr. 16k. 3) Aagn. (^rNc. tali. 24. 4) Ilzid. talz. 16. 5) II116. tnlz. ö) I-xZv. dvlot. xozt Siehe auch unter Granatapfel. Dergleichen Zeiche» auf Münzen mögen zuweilen auf Namen oder andere Umstände anfviclen; in den meisten Fallen aber haben sie die weit natürlichere Beziehung aus vorziigliche Naturvrodncte oder andere Dinge, welche den vrt, an dem die Münze gefchlagen war, berüinnt machten, so z.B. scheinen die Ähren aus ergiebige» Getraidebau zu deuten, Mische auf einträglichen Fischfang; eben so wie die Bienen auf Münzen von einer Allegorie. ' in auf den berühmte» Honig daselbst/^) wie auf dcncir von Hybla in Sicilicn. ß. 22^j. Der Name Cäsar soll auf Münzen des Julius C äsars-durch einen Elephanten aus- gcdrukt sein/ weil der Elephant in der punischen Sprache Cäsar heißt. §. 22-4. Die Nymphe Kallistv/ welche in ei^ neu Bär verwandelt wurde, deutete der berühmte P o- lygnotus in seinem großen Gemälde zu Delphos an durch eine Bärenhaut, auf welcher die Nymphe anstatt der Deke lag.^) K. 226. Die Stadt Kardia in Tbracie» hat zu ihrem Wapen ein Herz, das heißte) §. 226. Den Namen Kora^ bedeutete ein Rabe von schwarzem Marmor/ welchen Metellusauf das Grab seines Lehrmeisters Diodorus sezen lieg, zur Anzeige/ daß der Lehrmeister von diesem Korax geheissen/ welches Wort im Griechischen ein Nabe heißt. 6) Z. 227. Die Statue des M. Valerius Cor« vinus/ die AugustuS demselben sezen ließ/ hatte einen Naben auf dem Haupte/ zum Andenken des Sieges'/ welchen er durch diesen Vogel wider einen Gallier erhalten/ und zugleich zu Andeutung des ihm daher beigelegten Namens. Elmus und vo» H»l'la, nach des Autors eigener Erinnerung/ auf den berühmten Honig dieser Städte zielten. M c >> e r. 1) It,ir>Iu!n. I. c. p> >49. 2) koclmrt. Uiero^. l, 2. c. 23. x.2Üc>. Z) ?^uslln. I. 10. 4^ kcc. bl<->l. -le pellcr'm. t. 1. zi, Zg. !>) Liccr». lEr sagt nirgends was hicvon.^I L) noet. I. g. c. »1. / 172 Versuch K. 22«. Das Bild der cyNischen Philosophen/ war ein Hund (-illwv)/ wie belaßt ist. Eine kleine nakte Figur des Diogenes in der Villa Albani hat einen Hund zu den Füßen/ und in eben der Villa stehet ein Hund auf dem Fasse, welches ein zerbrochenes äolinm von gebrauter Erde vorstellet/ worin Diogenes liegt an den Mauern vou Korinth/ da Alexander von Makedonien zu ihm kam; sogar auf dessen Grabmale stand auf einer Säule ein Hund.^) §. 22s. Cypselus der Tyran von Korinth ließ in dem Tempel der Juno zu DelphoS einen Kasten mit häufiger erhobener Arbeit sezen/ weil in dortiger Sprache ein Kasten hieß. ?) §. 23». Daphne/ welche vom Apollo in einen Lorbeerbaum verwandelt wurde/ stehet auf dem Grabsteine einer Freigelassenen/ welche Daphne hieß. 2) §. 231. Ein Delphin ist das Wapen der Stadt DelphoS auf deren Münzen. §. 232. Auf dem Grabsteine eines Diadume- nnS/ welcher ehedem in dem Weinberge Sini- baldi war/ stehet eine Figur/ die sich ein Diadema oder Band um den Kopf bindet. §. 233. Diana Taurica auf einer Begräb- nißurne im Hause Aceoramboni/ wo Orestes und Pylades derselben geopfert werden sollen/ hält ein Schwert in der Scheide/ auf die blutigen Menschenopfer zu deuten/ und dieser Beiname der Göttin ist durch einen abgezogenen Ochsenkopf bell l.Denkmalc/ Nmn> 172— <74.1 2) p->u5!w. I. 5. ,7. Nämlich in der Sprache der Korinth i e r.) z) k'üdretti In5cr, l>, igg> einer Allegorie. zeichnet/ welcher an einem Vaumc neben der Figur derselben hänget. §. 234. Eine Eidexe heißt im Griechischen S a u- ros und ein Frosch BatrachoS/ und so hießen die Baumeister/ die ihren durch diese Thiere angedeuteten Namen mitten in den Voluten der ionischen Kapitaler an dem Tempel der Juno in dem Por- tico des Mete llus zu Rom/ sezeten/ wie eines von diesen Kapitaler» zeiget/ welches sich zu St. Lo- renzo außer Rom erhalten hat. 2) Eidexeii/ und zwar von derjenigen Art/ welche GaleoteS hießen, deuteten auf das Geschlecht dieses NamenS/ an der Statue eines ThrasibuluS zu DelphoS/ auf dessen Schulter die Eid exe kroch. Zu dessen Fußen lag ein aufgeschnittener Hund mit der hervorliegenden Leber/ weil derselbe ein Wahrsager aus dem Eingc- waide der Thiere war.^) §. 236. Ein Fisch bedeutet auf christlichen Grabsteinen die Worte ß. 236. Ein Granatapfel auf Münzen der Stadt Synnada in Phrygien bedeutet den Namen des VorweserS derselbe«/ welcher hieß.^) l) lDenkmale, Num. 2Z sMan sehe de» 2 Band, S. ZS7—40t. Denkmale/ Num. 206.l Z) ?aus!»i. !.) K. 23.1. Ein Kalb auf dem Grabmale der Ehefrau deS atheniciisischen Feldherrn CdareS, welche Dam ali 6 hieß, war ein Bild ihres Namens: den DamaliS heißt im Griechischen ein K a l b.Auf einer Münze von Eretria in Euböa glaubet man in dem Kalbe den Namen einer obrigkeitlichen Person daselbst zu finden.^) K. 23,v. Ein Löwe auf dem Grabmale des berühmten spartanischen Königs LeonidaS war ebenfalls eine Anspielung anf d^n Namm desselben, 4) so wie eine Löwin ohne Zunge auf dem Grabmale der Leäna/ der Geliebten des HarmodiuS, welcher Athen von der Herschast des PisistratuS befreiete. Das Thier war ohne Zunge, weil diese Person durch die größte Marter nicht zu bewegen >) Ouli?. Or-ec. toll. I I. 2) ^ntliol. I>Z. c. 12. exigr.4. vriZ. Lvlistsnt. x. iZ. Z) I. c. i55. 4) Hei-o6ot. I. sc.225. ^nslecta, t. 2. p. 162.? Der Löwe aus dem Grabmale des Leonidas scheint uns nicht als Anspielung auf den Namen dieses Helden ausgelegt werden zu müßen, sondern als ein Sinbild des Muthes und der Tapferkeit, welche Eigenschaften Leonidas in vorzüglichem Grade besessen, und in ruh>w voller That ausgeübt hatte. lWarum nicht auf beides?—> Koineu et »Iiicn M e >> e r. So sland auch t.VnUinI. palat. I. p. 4Z4.) auf dem Grabe des Teleutias ein Löwe, weil er -i-av «v. Ein gewisser Leo, dessen Grab mit eben dem Thiere geziert war, hatte ?ulut> 5. x, 4o5.) nicht blos sondern auch gehabt. Siebelis. einer Allegorie. 176 war/ ihren Liebsten zu verrathen. >) Aus eben dem Grunde sezet die Stadt Leontium in Sicilien einen Löwenkopf auf ihre Münzen. z. 2w. Den Tempel des Jupiter Lycins zu ArgoS hat Fourmout an einem Wolfskopfe auf Steinen in den Trümmern eines Tempels in dortiger Gegend zu finden geglaubet. -) K. 2-11. Auf der Nükseite einer Münze der Stadt Apamea in Phrygien ist der geschlungene Zierat/ welchen man Mäander nennet/ gepräget/ vermuthlich die vielen Krümmungen des FlnsseS gleiches Namens anzudeuten/ an welchem gedachte Stadt lag.^) K. 2^2, Die Mäuse unten an dem Stuhle deS «omer u S/ auf dessen Vergötterung im Palaste Colonna/''') deuten auf dieses Dichters Krieg der Mäuse mit den Frösche»/ und ein Niem zu den Füßen einer Statue desselben hatte vermuthlich das Absehen auf die §. 2^. Den Fluß MarsyaS in Phrygien bildet auf Münzen gedachter Stadt Apamea die Figur des MarsyaS/ welcher zwo Flöten spielet. 5) K. 2Vi. Eine oder mehrere Melonen bedeuten auf Münzen der Insel Melos den Namen derselben/) welche Frncht Harduin für einen Granatapfel gehalten hat.'') 1) Aaii'ulit. t. 6. i3 -— 14. I. 2Z. ?1in. I. 34. c. 6. sect. 12. 1 B(Md/ S». 195. Note.1 2) llisd. 6. Ein Myrten zweig in der Hand einer weiblichen Figur, welche die Stadt Mvrina auf dem im ersten Kapitel gemeldeten Werke zu Poz- zuoli vorstellet, deutet auf den Namen derselben. §. 2^7. Die Stadt Patara in Lycien, an dem Flusse XanthuS, wo ein prächtiger Tempel des Apollo nebst einem berühmten Orakel desselben war, bekam ihren Namen von einem Kästchen, welches in dortiger Mundart hieß. Dieses Kästchen brachte ein Mädchen voll von Spielzeuge aus Mehl gemachet, in Form von Köchern, Pfeilen und Leyern für den jungen Apollo, welcher in Lycien erzogen wurde, und auch nachher die Hälfte vom Jahre hier seinen Siz nahm. Dieses Kästchen führete der Wind dem Mädchen aus der Hand in das Meer, und endlich trieb dasselbe an das Nfer, wo zum Gedächtniß dieser Begebenheit die Stadt Patara gebauct wur« >) I, lo. Einer alte» Sage zufolge versammelte sich jedes Jahr einmal bei Memnons Grabe eine Scliaar Vögel, und kämvfte sPanfanias sagt nichts vom Kampfes über demselben; diese Vögel wurden daher Memnonides genant. In Beziehung auf iene Sage hatte Pol» gnot in seinen, Gemälde vom Besuch des Sdufseus in der Unterwelt den Mantel an der Figur Memnons mit solchen Vögeln verziert, vermuthlich als ob es Stikerei wäre. Winekelman irret also, weil er sagt: „diese „ Verzierung des Mantels sei eiue Allegorie auf M e m- „nons Namen, " da im Gegentheil die Vogel nach dem Memnon genant waren, und Pol« gnot keineswegs auf dessen 91 amen, sondern auf die erwähnte Sage zielen wollte. M e >> e r. einer Allegorie. 177 de.!) Dieses will der dem Apollo beigefügte Rabe auf einem Kästchen stehend auf Minzen besagter Stadt anzeigcn, ß. 24». Philip pus/ König in Macedonien, dessen Name einen Liebhaber von Pferden bedeutet/ hat dieses auf seinen Münzen durch einen Re-ter zu Pferde angezeiget; eben dieses will Ka- stor zu Pferde auf Münzen des Q. Philipp US aus dem marcifchen Geschlechte zu Rom sagen. §. 2^9. Portugal/ Lusitanien/ würde durch eisie Mandel zu bezeichnen sein: den der ehemalige Name dieses Landes komt her von eine Mandel/ welche Frucht daselbst sehr häufig ist/ so wie die Stadt SidaS/ über welche die Athenien- ser mit den Böotiern streitig waren, diesen Namen von ---5« bekommen hatte/ welches bei dem lezten Volke einen Granatapfel bedeutete/ von der Menge dieser Bäume in derselben Gegend. In diesen Streitigkeiten trat Epaminondas mit einem Granatapfel hervor/ und sragete die von athe- liiensischer Seite/ wie sie die Frucht nenneten? p---, antworteten diese. Wir aber/ sagte der tbebanische Feldherr/ -»5-e, und bewies als»/ daß die Stadt dem Volke gehöre/ von welchem sie den Namen bekommen halte. 2) §. 25(>. Die Insel Nhodus hat zum Wapen auf ihren Münzen eine Rose/ welche daher auch auf einer französischen Schaumünze über die Eroberung von Rosas in Catalonien angebracht ist/''') und dieses mit Grunde/ weil diese Stadt/ nach dem 1) v. 2) TVisUin. Lorn. Inst. t. 2. p. 5i2. Z) I. 14. 17. »64.) 4) ) Nai'cZuin. nun», pop, p. 5Z5. Wil^c nun>. x. 7z. 2) Uni'lluln. I. c. ^1. 1.65. Z) orac. t. 7. p. 6^3. eäit. 4) 6e N«cl. 1VL. peüerin, t. 2. u. »6 — 20. t. Z. ^>1.122. n 5. 6. 6) 1>i8tan. (Üoiu. tust t. 1. l6i. einer Allegorie. 179 §. 267. Ein Wiesel auf dem Sokel eines kleinen sizenden HnviterS von Marmor in der Villa Zllbani tönte scheinen den Namen deS Künstlers anzudeuten/ welcher, wen derselbe/ wie vermuthlich/ ein Grieche gewesen ist / GalantheS kan geheissen habe»/ so wie die Magd der Alkmena/ die in besagtes Tmer verwandelt wurde/ GalanthiS hieß, l) Vielleicht aber ist der Wiesel hier ein Bild dieser Verwandlung selbst. §. 2.58. Der Wolf war ein Sinbild der Sonne/ nnd diese wurde in jenem Thiere verehret/ auch von einer Stadt in Ägypten. 2) Den die ältesten Griechen nenneten die Sonne wie den Wolf/ und hieß das Licht/ durch welches sich die Morgenröthe ankündiget; das poetische Wort /.l,xs-/Z--5, daS Jahr/ hat eben die Herleitnng.^) Dieses Bild der Sonne findet sich ans einigen geschnittenen Steinen/ sonderlich auf einer alten Paste des stoschischen Musei/'«) wo um eine Wölfin ,n der Mitten/ die den RomutnS und Nemus sänget, die zwölf HimmelSzeichen stehen. 5) §. 269. Unter nenn Würfeln macheten bei den Griechen vier derselben einen Wnrf/ welcher Alexander hieß/ und dieser Wurf war unter nenn / 1) Ovlil. inctaiu. I.g. v. Zig. 2) Sirod. 1.17. tc, I.Z, lg, Strabo sagt vier das nichts Loiis. Oiioliscis, x. 3o j. sc6 (Z/v?»-. XIV. i6>. ^>. 5Z3 — Z^jl. 1.^!. Uomrr. v. I? Kl. Zlbth. I2Z6 Z) Wal,rschei»Iicher ist cs, das; der Kiinstler damit aus R 0 m, aus den günstigen Einfluß der Gestirne, und die vermeinte ewige Welthcrschaft desselben zielen wollen. Meyer. Versuch Würfeln -Ulf dem Grabe eines Alexanders von Scio vorgestellet.^) §. 26c>. Hierher gehören auch die Anfangsbuchstaben der Namen der Völker/ welche sie auf ihren Schildern zu sezen pflegten. ^ stand auf den Schildern der Argivcr;'^) Lauf den Schildern der Evi- daurer; ^ auf den lacedämonisehen:^) wie man diesen Buchstaben auf einem in Stein gehauenen Schilde Königs ArchidamuS zu Sparta sieht/ welches seltene Stiik Fourmont in den Trümmern zu Amyklä cntdckete.^) Ein T stand auf den sie voll i scheu Schildern.^) 1) Lalmas. in 8olin. p. 1221. Vermuthlich war dieser Ale ran der von Scio ei» berüchtigter Svieler, und die Allegorie mit den Würfeln auf feinem Grabe hatte einen scherzhaften Sin. Bei ernsthafter Absicht/ und in bloßer Beziehung auf den Na> menAlerande r würde der Einfall matt fein. Me»er. 2) Lolta. Lrsec, lad. 12. Ueurs. uiisc, I^acon. 1.2. c -2. 3) Lustatl,. !ii 1/^. L. ^>. 29Z. ^j) Ilist. >Ie l^cail. lies Inscr. t. >6. p. 102. 2) Liaucdill. Ist. uiuv. x. 276. Sechstes Kapitel. Von Allegorien in der Farbe, in der Materie an Geräthen und an Gebäuden. §. 26l. Die Allegorie/ welche die Eigenschaften der Dinge Mich zn machen suchet/ hat sich also auch der Farbe bedienen können/ nach dem Beispiele des HomeruS/ welcher viele Dinge durch die Farbe bezeichnet/ wie die Morgenröthe mit einem gelben Schleier ze. D^ie Art Allegorie silcheten auch diejenigen/ welche die homerischen Gedichte absungen/ das ist/ die Rhapsodisten, an sich nachzuahmen: die Person her JliaS war in Noth gekleidet/ auf Schlachten und Blutvergießen zu deuten/ die Odyssea aber meergrün/ als ein Bild der großen Reisen des Ulysses zur See. i) Diese- hat mehr Grund als die Absicht deS gelben Gewändes / womit Annibal Caraeci die Wohllust neben der Tugend und dem Herkules bekleidet/ welche Farbe nach dem Bellori erinnern soll:^) „daß das Vergnügen der Wohllust bereits in „ dem zarten Keime verwelket/ und gelb wie Stroh „ wird. " ES ist sogar in der Farbe der vier Pferde vor dem Wagen der Aurora auf einem schönen Cameo deS königlich farnesischen Musei zu Cavo di Monte die Zeit des TageS vorgestellet; den dieser Sardonyx bestehet aus vier Lage«/ eine über die 1) Luper. >Vp0iIieo8. Iloiu. x. 61. 2) Vite de' p. 35. 182 Versuch andere, 1) Das oberste Pferd ist schwarz braun, die Nacht anzudeuten/ das zweite ist braun gelb, als einer Anzeige der nahen Morgenröthe/ das 1) Winckelmail hatte Unrecht, einen Stein/ von bei» er se^st sagt, daß er vier Lagen von vier verschiede- ??nen Farben habe, einen Sardonvr zu nennen. Der Sardonvr must schlechterdings nur drei Lagen von drei Farbe» zeigen; zwei/ die er als Onvr habe» muß, und die diitte, weiche dem Sarder oder Carneol gleichet, und wodurch er eben der Sardonvr wird, PIinlu s, Jsidorus, Marbodus nennen diese drei Farben: S ch w a r», W eiß , N o th. piin. i. .?^. se.iz.^üect. Aber die erste sFarbc) ist so unveränderlich nicht; deii sie kaii ebensowohl grau oder brau»/ als schwarz sein. Nur die zweite und dritte sind unumgänglich : den ohne die zweite keine er kein Onvr, und ohne die dritte kein Sardvn»r heissen. Nun aber ist unter den vier Farben des von Winekelman sogenanten Sardon»r die dritte gerade nicht/ und das ist sonach der zweite Grund, warum ihm dieser Name abzusvrcchen. Meinem Bedm» ken »ach hätte ihn Winekelmaii schlechtweg Onnr, höchstens einen v i el st r eisi a en Sn»r nennen sollen. Deii ob man dem On»r schon nur zwei Schichten von zwei Farbe» beilegt: so ist dieses doch nur von dem ü»»r, wie er i» kleine Stuke gebrochen, nicht aber wie er wächst, »u Verstehen. Ich will sagen: da diese »wci< farbigen Schichten wechselweise parallel lansc», so kg» jede mehr als einmal/ und die dunklere auch mit verschiedenen Schattirnngen/ wiederkommen/ wen man dem Steine Dike genug läßt. Da aber eine solche Dike zu Nin>Z- »nd Siaelstcinen eben nicht die bcguemsle ist: so wird er freilich aus die Hand des Steinschleifers selten anders als mit zwei Schichte» kommen. Nur we» diese Schichte» einer Allegorie. tS3 dritte ist weiß/ als ei» Bild des' Tages/ und das vierte aschgrau, die Zeit der Dämmerung anzugeben. >) Kircher ist noch weiter gegangen, und glaubet, dasi die vier Farben des' weissen und rothen Granits zusammengenommen eine Deutung auf die vier Elemente seien, und dnß die Ägypter in dieser Betrachtung Obelisken ausgerichtet, die der Eonne gewidmet waren, welche sie als die Seele der Natur/ die eben so viel Elemente in sich enthalt/ ansahen. §. '^62. Die blonden Haare des Zlvollo können ebenfalls allegorisch/ und in Deutung auf die dnnne genug sind, oder das Kunstwerk, zu welchem cr bestickt wird, eine größere Dikc erfodert, wird er, 'wie gesagt, jede der zwei Schickte» melir als einmal, und die dunklere nack verfchiednen Scliattirungen haben können. Und das ist hier der Fall. Die vier Lagen des wiu- ek e l m a n » i sch e n Steines sind in ihrer Folge: Schwarzbraun, Braun gelb, Weik und Aschgrau. Alle diese Farben und Schichten kommen ihm als Sn»r zu; und besonders, steht nian wohl, sind die zwei ersten nichts als Verlauf der nämlichen Schichte in's Hellere; so wie die vierte, die aschgraue, (wen sie ihm anders hier nicht ausgesezt ist) nichts als allmäh, lige Verdunkelung der weisst» Schichte in die natürlicherweise wiederum angränzcnde sehwarzbrauue oder brann- gelbe sein dürste. Freilich ist die rothe Farbe, die den Sn»r zum Sardon»r niacht, im Grunde auch nichts als eiue Variaiion der braune»; deü beide sind' ihre» Bestandtheilen nach auch vollkommen der nämliche Stein: aber wen den nun einmal für diese Variation ein besonderer Name besinnt ist, warum will man ii)2 einer andern beilegen. Lessing. i) In der florentinischcn Samluug befindet sich ein schild- sörniiger Sardouvr, wo Phöbus mit dem Sonnenwage» in der Mitte weiß, der Thierkreis umher aber braun ist. Mever. Versuch Sonne / deren Bild- er ist/ angesehen werden. Ei5 würden aber auch/ olme diese Absicht/ dem Apollo als einem schönen Jünglinge Haare von dieser Farbe müßen gegeben werden/ theils weil insgemein die schönsten Menschen blond sind; theils aber auch ans einem Grunde der Kunst/ weil in der Malerei der Übergang von einer weissen Haut aus schwärzliche Haare zu hart ist/ und weniger sanfte Empfindung als das Gegentheil machet, welches alle weise Künstler/ auch diejenigen/ welche in der Natur mehr für schwarze Haare eingenommen sind/ zugestehen werden. Diese Anmerkung veranlasset eine Stelle des Athenäus/ wo zween AuSdrüke des Simo- nideS angeführet werden;^ der erste ist: derTon derStimine e i n er I u ng fr au / die aus dem p u rp u r farbenen M u n d e gebet/ und hier fraget die vom AthenänS eingeführte Person: scheinet dieses den Griechen nicht schön ge saget? Der andere Ausdruk betrift das Beiwort des Apollo: mit goldgelben Haaren; welche/ wieeben die Person faget/ wen sie nicht schwarz sind/ das Gemälde nicht schön sein kan. So ist die Stelle bisher verstanden. Dieser Tadel aber kan nicht statt finden/ weil uns die schöne Natur von dem Gegentheile überzeuget/ welches von den Griechen um so viel mehr vorauSzusezen ist/ da alle Bilder deS Apollo/ dem gedachte» oder einem ihm ähnlichen Beiwort aller Dichter gemäß/ blonde Haare werden gehabt haben/ wie wir eS an den wenigen gemalten Figuren desselben sehen/ welche sich erhalten haben. Wir finden allen übrigen jn- -) I.. iZ. » S, n.g>. Denkmale/ t Tl>. 17K. l 2) lMan sehe G. d. K. 5 N. 5 K. -i2§. N?te>l 3) W> d. K. 7B. ZK. ZZ§.Z einet Allegorie. 18L gcndlichcit Gottheiten, sogar dem Winde Zephy- ruS') blonde Haar gegeben. ES scheinet also, daß hier, so wie vorher/ ein Fragezeichen muße ge- sezet werden, um diesen offenbaren Widerspruch zu retten, welcher mehr als einen Scribenten, und unter anderen den Franz Jnnius,^) irre gemachet hat. Vielleicht ist man auch irrig in Auslegung des ÄnakreonS über die Haare seines Geliebten, welche er inwendig schwärzlich und von aussen glänzend will gemalet haben; nicht, daß sie schwarz sein sollen, sondern dunkel, wie die schönsten blonden Haare scheinen und sind, wo sie eine Ösnung machen, und eben so würden die bläulichen Haare welche Homerus dem B a kchus und dem H ekto r gibt, 4) zu verstehen sein, das ist, blonde Haare, welche inwendig und wo sie im Schatten sind oder nicht ausgebleicht worden, eine Art von bläuli ch e r Farbe zeigen. Die Morgenröthe aber mit schnee- weissen Angenbraunen in einem alten Gesänge auf den Apollo kaii ich nicht reimen. 5) ß. 26Z. Im Nakenden des Jupiters scheinen die Alten einig gewesen zu sein, demselben eine dunkele und bräunliche Farbe zu geben, wie dieses aus dem Bildnisse Alexanders von Makedonien/ in 1) plutärck. ssinatoi'. t.9. x. 67. 2) O. X. XXII. v. 402. 5) Nem. 6es In8cr. t.6. x. »66. v. A/cveav. bezeichnet blvH Glänzende, Lichtvolle. Siebelis. 8 * 136 Versuch welchem ihn AvelleS mit dem Blize in der Hand gemalet/ zu schließen ist. Der Künstler hatte/ wie PlutarchuS berichtet/^) diesem Könige nicht seine eigene Farbe gegeben, sondern das, Nakende bräunlich und wie an gesalbten Ringern (so erkläre ich das' Wort gemachetz das' ist: da der Maler diesen König mit dem Blize in der Hand als Jupiter vorgestellet/ so hat er ihn auch in der Farbe )?es Fleisches der Gottheit ähnlich machen wollen. Wir haben auf einem Gemälde / welches von Vielen für alt gehalten wird/ eine» Jupiter/ der den Ganymedes küssen will/ und in der Geschichte der Kunst angezeiget worden. Dieser Jupiter hat eine völlig braune Farbe/ sowohl im Gesichte als so weit er nakend ist/ welches gegen das blühende Fleisch des Ganyme- deS neben demselben einen harten und widrigen Gegenstand verursachet/ und ohne obige Nachricht, welche bisher von niemanden eigentlich verstanden ist/ nicht zu reimen scheinet. Diese wenig liebliche Fleischfarbe muß ihren Grund haben/ welcher jedoch schwerlich ohne allegorische Deutung zu finden ist; es scheinet aber nicht gänzlich vom Zweke entfernet/ weil wir den Juviter als die Luft betrachte»/ die in dessen Bilde angedeutet wurde/welche/ wen sie von Bliien schwanger ist/ sich in dunkelen Dünsten verhüllt zeiget, deren Bild gedachte Farbe des Jupiterc zu sein scheinet. Zu dieser Art Allegorie geboret eine Statue des PeseenniuS Niger/ die in Ägypten aus schwarzem Steine (.Ba- t) In ^lex. 7. j?. 322. 2) l7 B. 3 K. 23§.ü unter denAbbildungen Num. 76. 3) Vit. Horn. p.3?5.332. ni opusc. HIvtk. Lclio^ p. 255. p. 266. einer Allegorie. 187 salte) war gearbeitet worden; in Deutung auf dessen Beinamen Niger, >) §. 26'l. Die Allegorie ging noch weiter/ und von der Farbe bis zur Materie der Bildnisse. An einer Statue des' Herkules', welcher die Hydra umbringet/ sollte das Eisen/ woraus sie gearbeitet war, auf die harten Arbeiten desselben deuten. 2) Zn eben dieser Absicht war eine Statue deS B akchu S auf der Insel NaxuS aus' einem Wein- siok geschnizet, und eine andere/ welche eben die« se Gottheit mit dem Zunamen vvtttellete, war von Feigenholze/ in Deutung auf die Süßigkeit der Frucht."'), §. 266. Aus dem/ was PliniuS von der Statue des Flusses EurotaS / von Eutychides ge- Es hat bei»„he das. Ansehen, als sei das Bild des Pescennius Nig964. 188 Versuch arbeitet/ saget: l) „ daß die Kunst an derselben „flüssiger noch als der Fluß selbst gehalten worden/'" könte man zeigen/ daß die Zeichnung selbst allegorisch sein könte; die Flüssigkeit ist hier/ mit dem Herrn Grav CaylnS/ von den flüssigen Umrissen dieser Figur zu verstehen. 2) K. 2ö6. Die Gcräthe der Alten sind allegorisch von den Lampen an bis zu den Mistungen. Auf einer irdenen Lampe gehet ein Kranz von Oliven umher/ und auf einer insbesondere stehet Pallas und druket eine Olive ans über ein Gefäß/ als Erfinderin dieser Frucht nach der Fabel. Auf einer anderen irdenen Lampe,, um welche ein Oliven- zweig gehet/ ist die Göttin der Gesundheit mit ihrer gewöhnlichen Schlange und mit der Schale in der Hand.^>) Zu Erklärung dieses Bildes könte die Antwort des Philosophen DemokrituS dienen, da er gefraget wurde/ wie er eS gemachet habe/ so alt zu werden : „Inwendig, sagete er/ mit Honig / und auS- „ wärtS mit Öl getränkt."^) Auf einer Lampe von Erzt sszet eine Figur / die gegen die Öfnnng des Dochtes bläset/ als einer der Feuer anblasen will,<-) und eben dieses thut auf einer andern Lampe ein alter fizender Man mit einem Blasebalge.?) Man scheinet sogar den Haken zum DochtauSziehen an einem Leuchter des hereulanischen Mnsei allegorisch gemachet zu ha- t) t^.34. c.6. 8ect. 19. n. 2) Vi5i8. sur 1a 8cu!pt. «Zaus les Alem. äe ) Xtlien, I. 11. >Z. 1,97.^ Look. I. ic>. ^<.',7. a. 26.? 2) l5Kl. 3 Abth. 15t Num.1 3) Luonnar. Osscrv. sopra atc, velri, x. >Lo> 4) Sueton. in c. 7. 190 Versuch Kunst beigebracht ist/eine Anspielung sei auf dasjenige Gefäß/ --.«M-'",, genant/ welches I Hinter der Alkmena in diesem Besuche zum Geschenk gegeben; -) ich weiß aber wohl/ daß dicseS Gesäß etwas verschieden von jenem gestaltet gewesen. §. 26». Die Paterä oder Opfcrschalei, endigen sich an ikrem Stiele fast alle mit einen, Widderkopfe/ und der Wedel bei den Opfern findet sich annoch in den zierlichsten Zeiten/ so wie derselbe anfänglich erfunden worden/ in Marmor vorgestellet/ nämlich dessen Handgrif ist ein Ochsen-! fuß und der Wedel ist der Schwanz von diesen, Thiere oder von einem Pferde. ES hatten auch die ersten Cliristen ein allegorisches Gesäß in Gestalt einer Taube/ worin das gesegnete Brod aufbehalten wurde/ niid diese Form deutete auf die Eigenschaften derer/ die eS genießen wolle»/ welches Eigenschaften der Tanbe sind.^) Hierher rechne ich di- walzenförmigen alten Vasen von Marmor mir eine», Loch in dem Boden/ die vermuthlich gedienet habcn, eine seltene Art Bäume/ wie eS die Citronen Im den Alten waren, hincinznscze». Auf einer von zwoen in der Villa Albani sind in flach erdobem Arbeit zierliche Gefäße vorgestellet, welche auf vicr- ckigen Säulen liegen/ und Wasser ausgießen / unter denselben gehen drei Störche. Die Gefäße deuten wahrscheinlich auf das fleissige Begic- ßen/ welches Bäume in ihren Behältern nöthig haben/ und der Storch/ welcher Wiesen und N'iis- serige Orte liebet/ hat auch hier seine Deutung. tz. 269. Von den Gefäßen komme ich auf a,i- 1) V. 4 K. .V, §. Denkmale, N«m> 1S0.1 2) I. i>. Ic.L. n. 46^ 3) Luousrr. t. c. einer Allegorie. 191 dere Geräthe. Zu DelplwS stand eine dreifache Leyer i,i der Forin eines Dreifußes des Apollo, welches Änftrnment vom VythagoraS dahin gesezet war.') Diese drei Leyern von verschiedenen Melodie»/ der dorischen/ lydischen und phrygischen standen auf einem beweglichen Gestelle/ und gedachter Philosoph wußte dieselben mit so großer Geschiklich- keit zu spielen/ daß man glanbete / drei Leyern zu gleicher Zeit zu hören. §. 27». Die Rüstungen und Waffen der Alten waren bereits in den ältesten Zeiten der Griechen allegorisch gezieret/ wen wir die Beschreibung/ welche ÄschyluS von den Schildern der sieben Helden wider Theben gibt, als wirklich annehmen wollen; eS zeiget auch die Herleitung selbst deS WortS <-I)'s>eus, Schild/ von ich schni- ze, daß dieselben mit Bildern gezieret gewesen. Unter anderen stand auf dem Schilbe deSPartbeno- pauS ein Sphinx/ welcher einen Thebaner, der daS Räthsel nicht auflösen tonte, unter seinen Klauen erwürget-/^) und auf dem Schilde des Polyni- ceS war die Gerechtigkeit gebildet, die einen gewafneten Man fuhretc,^) als eine Deutung auf die Gerechtigkeit seiner Sache, Auf dem Schilde deS A lcibiades stand die Liebe mit dem Blize in der Hand, 5) wovon die Auslegung auf den Herrn deS Schildes kan gemachet werden. Man erinnere sich der Elephanten auf den Schildern der fünften Legion des Cäsars im vorhergehenden Kapitel. Die >) ^clieu. !>> g. n.4>.) v> 2) ?Iin. I. Z5, Z. sect. 4.^ 3) 8cpl. I'kcd. ^v. 5o2> 4> llvck 604 ^ 5) Stilen. I. i2> g. 11. 47>) Versuch Bilder auf den Waffen wurden in folgenden Zeit« die Wapen der Personen und der Geschlechter/ M die Waffen, hatten auch bereits in alt« Zeiten eben diese Bedeutung/ wie in dieser Stch des Virgi liuS: . . .4) und dalier heissen noch izo im Italiänischen die Aspen 6/vne. 2) §.271. Die Schilder auf dem großen Musaitt zu Palestrina haben zum Zeichen Seorpioncii, wie ein Schild auf dem großen Cameo zu Wien, und ein Schild auf einem von den zween vortres lichen Bogen mit Siegeszeichen und Nullungen in der Villa Albani;^) imgleichen ein Schild unter andern Rüstungen auf dem Stüke von einer Friese/ welches am Lago Fucino liegt. Herr Barthele- m y hat sich in der Erklärung des gedachten M. saico^) in eine nähere Deutung nicht eingelassen,' da es gleichwohl dessen Erklärung unterstüzen können, wen er bestimmet hätte/ daß der Scorvion/ als ein Symboluni von Afrika/ auf Schildern w römischen Legionen in dortigen Ländern gesezt geW sen. ES bedeutet dieses Thier Afrika auf verM denen Münzen/5) und unter andern auf einer »nttt dem AugustuS von L. Aquilius FloruS prägeten Münze znm Gedächtnisse des C. Aqniliu! Florus/ des ZlltervaterS von jenem/ welcher >n> Jahre der Stadt Rom einen Sieg über die Kar- 1) I. Z. v. 4^3— 469. 2) cominent. aä Virß. 1. v. 187. Z) Lasslrilievi tav. »6.^ 4) 2> v. 107. 2) ^ Kl. ZZAbth. Num.l Z) Lxence's ?ol)ir>et. Oial. 7. 77. 4) We schreib. d. geschnitt. Steine, el'sndas. toZS Nuin.^I 5) lEbendas. tvZS Num.Z einer Allegone. 195 ,ie geheime Deutung in dcn Stäben finden will/ die in den Reifen der Säulen bis auf das Mittel derselben hinauf gehen;!) dergleichen Träume übergehe ich. Man sieht vielmehr/ daß da/ wo Allegorien anzubringen waren/ öfters keine gesuchet worden: den waS hat ein Kind / welches vor einem Löwen erschrikt/ an der Friese eines Tempels oder>Pa- lasteS zu bedeuten? ?) Z. 276. Von allegorischen Gebäuden ist der Tempel der Tugend und berühre im alten Rom bckant: man mußte durch dcn ersten gehen, um in den zweiten zu gelangen.^) In dem marathonischen Gefilde/ ohnweit Athen, wurde der Gott Pan in einer Höhle verehret/ die von Steinen aufgeführet war/ welche in Gestalt von Ziegen gehauen waren.^) >) k'ol. 20. a. 2) (üuunln'.iv c. 26. Z) in Marcel!» c. 28^ /,) pattzan. I. >. sc. Z2. i» Unter die allegorischen Gebäude der Alten mag auch der Thurm der Winde zu Athen gerechnet werden/ weil er achtseitig, und diese acht Seiten genau nach der Richtung der Winde, deren Bilder in erhobener Arbeit daraus zu sehen sind, gekehrt stehen; obgleich man auch sagen kau, daß diese Form und Richtung zu dem Zwek deS Gebäudes, um die Gegend der Winde anzuzeigen, nothwendig war. Vom Pantheon zu Rom wollen Viele behaupten, seine runde Form und sein Gewölbe sei aus das Weltall und Himmelsgewölbe, als Behausung der Götter, anspielend, und so wäre den dieser Tempel ebenfalls unter die allegorischen Gebäude zu zählen; dergleichen sind serner alle die unzähligen Kirchen, deren Grundriß die Gestalt eines Kreuzes hat, des großen mystischen Zeichens des christlichen Glaubens, Mever. t96 Versuch §. 277. Von allegorische» Anlagen der Grabmäler geben uns'die Begräbnisse der Amazone H ip- polyta nnd des Dichters StesichoruS ein besonderes Beispiel: das erste war bei Megara/ und hatte die Gestalt eines amazonischen Schildes;') das zweite war bei Himera in SicilieN/ und eine Anspielung ans den Namen besagten Dichters/ welcher in dem Spiele mit AstragaliS oder Spielknoche» einen Wurf von acht Augen bedeutete/ und daher war alles in der achten Zahl an diesem Gebäude. Auch in neueren Zeiten ist zuweilen allegorisch gebauet/ wie das Escurial in Gestalt eines No st es/ dem h. Laurentius zu Ehren/ und Borromini machete die innere Anlage und Form der Kirche von der Sapienza zu Rom/ die unter Pabst Nr- ban VIII. gebauet wurde/ einer Biene ähnlich/^) weil Bienen/ wie bekant ist/ das Wapen des Hanfes dieses PabstS waren. Als allegorifch lönte ein Grabmal angesehen werdeil/ welches im Jahrein bei Rom entdeket wurde/ und mit Muscheln auSge- zieret war; den es war ein Ccnotapüiuni/ das iß: ein leeres Grabmal ohne Körper/ zum Gedächtnisse eines Arztes/ welcher auf der See gestorben war/ wie die daselbst gefundene griechische und metrische Inschrift anzeiget. Vornehmlich aber wurden allegorische Bilder auf Grabmäler gesezet/ wie der Schild ist auf dem Grabe des HektorS auf der Tabula Jliaca im Campidogli»/ und der Schild ,) pausen. I. i. sc. 41.^ 2) ?ollux, I. 9. segm. 100. Nach dem P 0 llur hat der W n v f seinen Namen vom Grabmale, und nicht umgekehrt. Siebelis. Z) «lella tav. 10. 4) Luonarr. Osserv. soxra alc. vetr!, p. l3^. einer Allegorie. 197 auf dem Grabe des unsterblichen Leonida 6; ^) auch in Anspielung auf die Gewohnheit/ die in der Schlacht gebliebenen Krieger auf ihrem Schilde fortzutragen, wie eS eine Inschrift von dem Th r asy b»luS meldet.^) An dem Grabe des ElpenorS, welcher deS Ulysses Steuerman war, sezetHomerus ein Steuer/ und Virgilius ein Steuer und eine Trompete auf das' Grab des MifenuS. Auf Gräbern junger Mädchen pflegete eine weibliche Figur mit einem Gcfäfic in der Hand vorgestellet zu sein, in Deutung auf das Wasser, welches junge Leute auf ihr Grab ausgoßen. Die Gothen ließen auf den Gräbern eine Taube auf eine Stange sezcn, welche hier, wie auf vielen anderen christlichen Denkmalen, die Seele bedeuten lan.5) ß. 278. So wie nun die Atti^ge einiger Gebäude allegorisch war , so pflegeten eS auch einzelne Stü- kc und Glieder derselben zu sein. Auf dem Gipfel der Tempel, sonderlich des Jupiters, standen insgemein Adler, und eS sind dieselben kein Zeichen eines römischen Gebäudes, wie ein Gelehrter glaubet; 6) den wir wissen Las Gegentheil aus dem Pin- daruS und aus anderen Scribenten. §. 279. Zu Bildern und zu Allegorien war vornehmlich die Friese, das ist, das mittlere Glied deS Gebälks bestimmet. Man könte aus den viele» zweispännigen Wagen im Laufe, mit der Figur/ 1) I. I. c. 8. x>g> IK! igJ. cclit. tl. 8lexl>. 2) IIz!6> I. Z. c. 5. exlgr. g. p. igg. 3) I. 3. 66. 4) I. 5. c. 3^. L) vuonsrr. I. c> z>. I->5. L) Lxxlic. l!e la ZVIos. ile I?!>I x, 5 — ö. Versuch welche sie führet/ auf zwei erhobenen Werkelt ill der Villa Albani muthmaßen/ daß hier ein Tempel an Orten/ wo berühmte Wettspiele gehalten wurden/ vorgestellet sei/ und vielleicht beutet dieses den Tempel des Jupiters zu Elis aii/ an welchem, und vermuthlich an der Friese/ der Wettlauf des Pelops uud deck Onomaus zu Pferde gebildet war. i) Ein neuer Scribent gibt vor/ daß an dem Tempel des Apollo zu DeloS/ an der Friese / zuerst Leyern geschnizet worden/ an demjenigen Plaze, welcher nachher Triglyphe genennet worden;^) er berufet sich auf den Vitruvius/ wo ich dieses niemals gelesen zu haben glaube/ auch nicht findm kan. ES hätte derselbe seine Leyern in die Meto- Pen sezen sollen/ welches der Ort zu Zieraten und zu Bildern war; den die Triglyphen haben beständig an ihrem Plaze gestanden/ und sind in der dorische» Ordnung niemals mit anderen Andentungen verwech- selt worden. Ich merke hier bei Gelegenheit für ^ Reisende ein Stük einer dorischen Friese zu Gaeta an, in deren Metopen Medusen köpfe stehen, und auf einem andern Stiike einer dorischen Friese, an dem Thurme der Fähre über den Fluß Gariglia- «0/ ist eine Harpye in die Metope gesezet. ß.280. Die Schilder an der Friese bilden wirkliche Schilder ab, die hier den Göttern zu Ehren ausgehänget wurden/ nachdem vorher die Meinen, wo der Arm hineingestekt wurde/ abgenommen waren/^) damit man sich derselben nicht in einem xlözlichen Ausstände bedienen möchte. Es wurden 1) ?!»I?.1N. 1,5. c, I o> fPausans sagt auSdrkktich a »I vorder» Giebels 2) I.e Koz? Aoouiu. Ia Lrece. I?. ö. Z) v. 95.^. einer Allegorie. M viele Sache»/ welche man den Göttern widmete/ mit Fleiß vorher zerstiimmelt/ damit dieselben weiter nicht dienen könteii/ wie eine alte griechische Sin- schrift schließen lässet; i) an dem Tempel des Apol- zu Delphos hingen an diesem Plaze goldene Schilder/ die ans der persischen Beute nach der Schlacht bei Marathon gemachet wurden. Zuweilen aber wurden die erbeuteten Schilder an den Säulen der Tempel ausgehänget/ wie diejenigen/ welche Pyr- rhuS, nach dem großen Siege über den Antigonus dem Tempel des Jupiters zu Dcdöna weihete. §. 28l. An der Friese eines' prächtigen Gebälks, welches vor ein paar hundert Jahren zu Rom war/ wie ich aus eigenen Zeichnungen von dieser Zeit ersehe/ war eine Opserschale / und auf beiden Seiten derselben ein Helm und eine Schienbeinrüstung gearbeitet. Wahrscheinlich war dieses Stük von einem Tempel des MarS. An Tempeln der Diana wurden Hirschgeweihe angenagelt/ wie PlntarchuS saget. Dieses muß von der Friese verstanden werden/ und zwischen den Triglyphen/ wo Agave/ die Mutter des PentheuS/ bei dem Euripides/5) den Kopf ihres Sohns annageln will/ welches auf jene Gewohnheit und allegorische Verzierung zielet. Wir sehen einen Hirschkops in der Mitten über dem Eingange eines Tempels dieser Göttin auf einem erhobenen Werke im Palaste Spada/ und an einer von den Eksäulen zween Wurfspieße angebunden/ und was KtesiaS Widderkopfe der königlichen Wohnun- 1) liüst. not. iu 8ui>z. V. 2) ?au5,in. I. >o> Ic. ig.^ Z) l. i. !>. >Z>^ 4) ^<)nz!zt. I>vm. 4,7. 11.72. cclit. !) Laccli. V. 12 lz. 200 Versuch gett zu Elbatana nennet/ kan von eben diesem auf solche Art gezierten Theile des Palastes verstanden werden. Oben auf einem Tempel der Pallas zu Syrakus stand der Schild dieser Göttin.^) Ansserordentlich ist ein Stük einer dorischen Friese zu Athen, wo.zwo Triglyphen mit Mohnhäuptern nnd mit einer Fakel/ und wie es scheinet/ mit einem ThvrsuS/ kreuzweis gelegt/ gezieret sind;^) vermuthlich ist dieses Stük von einem Tempel der Ceres. Warum in der Mitten über den Thüren der Ägypter ein ausgesperreter Löwenkopf gestanden/ wie Plutarchus berichtet/ wissen wir nicht. §. 282. Es hatten auch die Kapitaler Antheil an der Allegorie/ und in gewisser Maße können die ans Schlangen geformten Voluten ionischer Kapitaler an einigen erhaltenen Werken hier angeführet werden/ weil die Spiralwindung dieser Glieder einer geringelten Schlange ähnlich ist/ oder weil diese zu jenen den ersten Begrif gegeben haben. An zwei korinthischen Kapitälern in der Villa Hadrianr bei Tivoli liegt ein Delphin über jener Volute/ und die Blätter sind von Gewächsen/ die an Ufern der Flüsse und Sümpfe stehen/ und diese Stüke sind Vermuthlich von einem Tempel des NeptunuS/ welcher daselbst war. Man würde nicht mit solcher Muthmaßung von ähnlichen neuen Kapitalen? sprechen/ weil wir nur nachahmen; die Alte» aber dachten und erfanden. Die schönen Kapitäler von ver- 1) N>- -rcix sx> ?Iiot. L!I>I. x. e6!l. V1n6. i601. 2) I. 11. 2. 11. 6.^j Z) LUiai'l.'8 ot ^.lkens. vol. 1. x. 1. 4) ve Is. ot Osir. st. 7. x. 444. eäit. keisk.) einer Allegorie. 201 goldetein Marmor auf Pilastern von Grottesken in Musaieo gearbeitet/ in der Galerie der Villa Alba- ni/ welche zwo Delphinen bilde»/ haben auf den Ort keine Beziehung. Es können auch hier acht große und schöne ionische Kapitaler in der Kirche zu S. Maria in Trasteuere gedacht werden/ in deren Voluten ein Brustbild des Harpokrates mit dem Finger auf dem Munde stehet/ als Kapitaler von einem Tempel dieser Gottheit. Ich habe dieselben be eits an einem anderen Orte angeführet; merke aber an/ daß Piranefi dieses Brustbild irrig mit der .Hand auf der Brust gezeichnet hat. -') tz. 283. Es verdienet die Allegorie erwähnet z» werden / die der jüngere Herr Adams/ aus Edim- bürg/ königlich britannischer Baumeister/ in dem Plane zu einem Palaste des Parlaments angebracht hat. An den Kapitalem nach Art der korinthischen springet/ anstatt der kleinen Voluten derselben unter dem Abaco, auf einer Seite ein Löwe hervor/ als das Wapen von Schottland/ auf der anderen Seite ein Einhorn/ als das Wapen von Irland/ zwischen welchen in der Mitten der Blätter des Kapitals der Zepter von England mit der Krone über demselben stehet. Sollte dieser Plan ausgeführet werde»/ so kan England das prächtigste Gebäude der »eueren Welt aufweiscn; es übertrift der Entwurf desselben alle Begriffe und Gedanken/ die irgend zu öffentlichen Gebäuden zu Papier gebracht sind. ES sind in demselben unter anderen großen 1) A n »I e r k. über die Baukunst, lt K. -iv §.Z 2) lioiuz. Dcr schön gearbeitete» Kapitiile in der Kirche S. Loren; 0 ansscrhalb Rom/ mit Bildern dcr Victoria geziert/ ist schon oben gedacht worden. Meyer. 202 Versuch Sälen zween von runder Form/ auf Säulen um- her/ und haben drei und sechzig englische Fuß im Durchschnitte. §. Zu den Gebäuden sind auch die Schiffe der Alten zu rechnen/ an deren Vordertheile/ wie noch izo gebräuchlich ist/ zniu Zeichen und Wavcn Thiere geschnizet waren. Einige sühreten einen Delphin/ vielleicht weil derselbe den ersten Begrif zur Schiffahrt gegeben/ welches man aus einem geschnittenen Steine des lioschischcn Mufti muth- znaßen köiitc; es' stellet derselbe eine Barke in Gestalt eines Delphins vor / so daß die Floßfedern das -finstre machen, i) Ans einem anderen Steine daselbst sieht man über dem Delphine einen Schmetterling/^) vermuthlich den Zephyrwind anzudeuten/ welchem man Schmerterlingsflügel gab; den dieser Wind öfnete im Frühlinge die Schiffahrt. Es Anden sich auch auf anderen Steinen Schiffe mit Flügeln anstatt der Ruder/ so wie die Dichter ein mit Segeln und Rudern versehenes Fahrzeug geflügelt nennen: , ^) und Homerus insbesondere nennet die Ruder Flügel der Schiffe. Mit Verwechselung des Gleichnisses werden daher auch die Flügel der Vögel Ruder genennet.^) Die natürliche Idee dieses Bildes gibt den Begrif/ welchen sich die Mohren auf der Küste von Afrika von den ersten portugiesischen Schiffen macheten; sie sahen dieselben in der Ferne für ungeheure Vögel j) c6 Kl. j AM. 3 Num.z 2) lEbendas. Num. 57,1 Z) 01v»,i>, IX. v. 36. 4) ^Tsclizl. v, Zo. Schiffe in Gestalt schwimmender Schwane kommen ans zeschnittencn Steinen vor, und aus einer Erablampe. (?»ssci'i l^uc, i!cl, l.2. lad, 93.) Meiler. einer Allegorie. 20Z a».!) Der Kranich über cin anderes in Stein geschnittenes Schif kan auf die bequemste Zeit dcr Schiffahrt deuten: den die Zeit der Ankunft und des Abzugs dieses Vogels ist/ wen Tag und Nacht gleich ist. z. 2t>5. Von Allegorien in Nebensachen an Figuren und Statuen kan'gcmerket werden, die Base einer Statue des Protest laus, welche die Gestalt des Vordertheils eines Schifs hatte, weil dieser König von Phthia in Thessalien mit vielen Schiffen nebst anderen griechischen Helden wider Troja ging;^) ferner dcr Sokel einer Statue der Thetis in derVilla Albani/ woran ein rosi^rnm eines Schiffes gearbeitet ist; imgleichen dcr Sokcl von zween Amorini in der Villa Negroni, welcher ausgeschweift ist nach Art eines Bogens. Ich erinnere hier, daß der Stam eines Palmbaums, an welchem einige Statuen als an ihrer Haltung sieben, nicht allegorisch ist, und cin Stam. von diesem Baume odcr von einem andern ist gleichgültig; zuweilen vertritt eine Rüstung dessen Stelle, wie an den kolossalischcn Figuren mit Pferden auf Monte Cavallo. I.) R.QINU3. VlJA. t. !. P. 99» 2) ?K^Ivslr. Herolc. p. 67 3» Siebentes Kapitel. Von zweifelhaften Allegorien. §. 286. Zweifelhaft nenne ich diejenigen Allegorie»/ welche neuere Scribenten in alten Sin- bildern/ aus Mangel ächter Nachrichten, mit einiger Wahrscheinlichkeit aus eigenem Wize angegeben haben / und ich unterscheide diese von denen iiu folgenden Kapitel/ durch einiges wahrscheinliches/ obgleich entferntes Verhältniß ihrer Erklärungen. Anzumerken aber waren dieselben/ und in Zweifel zu sezen/ damit in einigen Bildern/ welche nüzlich und zu gebrauchen wäre»/ der .Künstler durch das Ansehen der Scribenten / die ihre Erklärungen zum , Theil sehr kübnlich vorbringen/ nicht hintergangen werde/ da in der Kunst dem Verständigen alles klar und erwiesen sein soll. §.287. Eine Amphora (Weingefäß) auf Münzen von Athen/ soll dieser Stadt die Erfindung der Töpferarbeit zuschreiben. !) §. 288. Der Delphin auf hetrurifchen Münzen soll anzeigen/ daß dieselben in einer Seestadt gepräget worden/^) und Bochart glaubet/ daß ») Ilist. Ie nuni. t. >> p. 226. Onincni clul^italionem cxlmere polcrst illuil vacicinium !<>n> is locus recte si'.iAmeiNuni Aemi« s»I> einer Allegorie. "die Tyrrhenier/ welche von den Messen Scribenten Tvrsener genennet werden/ diesen Namen von Turson oder Tyrson/ einem Fische wie der Delphin ist, bekommen haben; eS meinet auch derselbe/ daß daher die Fabel von Verwandelung der Tyrrhenier in Delphine gekommen sei. >) K. 289. In der Figur des Fischers auf dem sogenanten Sigel des Michael Zlngelo glaubet man den Namen des Künstlers oder einen ähnlichen Namen zu finde». ?) 5,290. Der Frosch auf hetrurischen Münzen soll/ wie der Delphin/ die Anzeige einer Seestadt sein/ oder daß die Stadt/ welche dieselben prägen lasse»/ an einem See gelegen gewesen. Hier fällt mir eine Stelle ein aus des Plutarchus Gastmahle der sieben Weisend) da er vom Cypselus/ dem Vater des PerianderS/ eines von gedachten Weisen/ redet/ und von der wunderbaren Erhaltung desselben/ die dem Neptnnus zugeschrieben wurde, da er als ein Kind in einen Kasten geleget / und mit demselben in das Meer geworfen wurde. Unser Scribent führet den Pittakus mit dem Peri ander redend ein, und jener saget zu diesem: „Ich „habe dich/ da Chersias des HauseS des Cypse- „luS gedenket/ öfters fragen wollen/ was die viele» „Frösche bedeute»/ die unten an eine», Palmbaume/ „(welcher an diesem Hause angebracht ist)geschnizet „sind/ uttd was für eine Beziehung diese Thiere auf „die Gottheit oder auf den Erhaltenen haben." Da Periander diese Frage dem Chersias zu beant- 1) Liier, t. 1. c. 33. 2) Hlariette piei'i'. Aravees, p. 322. 3) exxlle. Oenixst. Rtrur. 60. 4) Oonv. VII. 8.1p ^.7. ^.673—>674. eäit. R.e!sk. Dettk^ male, Num. 93.Ü so6 Versuch Worten überließ/ sagete dieser mit Lachen: „ ich will „dieses nicht erklären/ bevor ich nicht von jenen Män- „ nern die Erklärung des bekanten Spruchs: Nichts „zu viel/ höre." PlutarchuS küsset hier den PtttakuS und den Äsopusüber diesen und über andere Sprüche jener Weisen rede»/ und beschließt bald hernach seine Abhandlung/ ohne der Frösche weiter zu gedenken. Ich bin der Meinung/ daß aus der unvollendeten Anzeige von diesen Fröschen die Geschichte der Erhaltung des CypseluS ergänzet werden könne. Den da eben der Scribent kurz zuvor saget/ Neptunus habe verhindert/ daß diejenigen/ die dem Kinde nach dem Leben standen/ dasselbe i» dem Kasten nicht schreien gehöret/ und da CypseluS Frösche an seine Wohnung einHauen lasse«: so ist vermuthlich/ daß die Sage gewesen/ Neptun uS habe in Sümpfen nahe am Meere diese Thiere so stark rufen lassen/ daß ihr Getöse das Weinen des Kindes übertäubet habe. Z. 29l. Ein Granatapfel neben einer Victoria auf Münzen Alexanders des Großen, aber ohne dieses Königs Namen, wird vom Pater Harduin auf dessen Sieg über die Perser gedeutet; den eS hält derselbe diese Frucht für ein Zeichen des persischen NeichS/ wo dieselben von einer besonderen Größe wachsen. Im Campidoglio hat man der Statue des Thomas Rospigliosi/ Enkels vom Pabste Clemens IX, eine aufgebrochene Granate in die Hand gegeben; warum? kan ich nicht errathe»/ wo es nicht etwa die Fruchtbarkeit andeuten soll/ weil diese Frucht sehr viel Körner einschließt; zu dieser Bedeutung aber wäre ein Mohnhanpt bekanter und reicher gewesen. K. 292. In dem Hahne auf Münzen einiger S tädte von Großgriechenland meinet Maffei eine der symbolischen Lehren des Pythagoras zu finden. einer Allegorie. 207 Dieser Philosoph wollte keinen Hahn geschlachtet ha- bei«, weil er der Sonne gewidmet sein sollte, und diese Meinung glaubet jener durch die Sonne neben dem Hahn auf einigen dieser Münzen noch wahrscheinlicher zu machen, t) Z> 29Z. Der Hirsch auf der Rükseite der Münzen der Stadt Kaulonia i» Großgriechenland/ welche auf der andern Seite einen Jupiter haben/ wird vom Pater Hardu in gedeutet auf das/was der Psalmist saget: Die Stimme des Herrn machet die .Hirsche gebären. §.29-!. Ein Löwenkopf mit aufgesperretem Nachen auf Münzen des thracischen Chersonnesus soll/ wie eben gedachter Scribent vorgibt/ denjenigen Löwen anzeigen/ welchen König Lysimachns/ zu dessen Reiche dieses Land gehörete, umgebracht hatte. ES könte aber dieses Symbolum auf Münzen von PhociS und von Leontium in Sicilien nicht einerlei bedeuten. 8.296. ES findet sich die tragische Muse mit einer Keule auf einen Ochsen köpf gesezet/ und unter anderen auf einer Begräbnißurne mit den Musen im Palasts Barberini/ welches Spon^) auf den vom Pythagoras über eine Erfindung in der Geometrie den Musen geopferten Ochsen 5) deuten will. ES scheinet aber der Ochsenkopf hier eben die Bedeutung zu haben, welche er an der zweiten Statue des Herkules in dem Hofe des Palastes Far- i) Ist. Diplom, p. 249. S. Sonne im dritten Kapitel. 3) Ikill. p. 5Z6. 6) Oie. nat. Oeoi'. 1. Z. c. 36. Versuch nese hat/ unter dessen Keule ein Hchsenkopf liegt/ so daß er als eine Andeutung einer besonderen That des HerkuleS/ und bei der Muse insbesondere als eine Heldenthat anzusehen ist. §. 296. Die Schlangen auf einer Münze des Phile täruS/ zu PergamuS gepräget/ sollen die Verwahrung des SchazeS von Alexander dem Großen in dieser Stadt/ welcher jenem anvertrauet war/ vorstellen. Eine andere Muthmußung / daß die Schlange bier ein Bild sei des besondern SchuzcS des AskulapinS/ dessen sich PergamuS rühmete, ist weit wahrscheinlicher, l) ß. 297. Einen geflügelten Stab auf Münzen der Stadt Katauea in Sieilien will Cuver auf die Stärke einer fertigen und schnellen Beredsamkeit deuten. -) §. --98. Der Seebok auf einer alten erhobenen Arbeit in Schottland soll die Seeküste dieses Landes andeuten/ oder daß es von der See umgeben ist. f K. 299. Der SeekrebS nebst einem Schmetterlinge soll/ nach dem Pater Job ert/ den Wahl- spruch des AugustuS: ausdrüken. ">) Ist dieses Bild auf Münzen/ so sind mir dieselben linbekailt geblieben. §. 300. Die Sepia/ ein Seefisch/ aufMünzen einiger Städte in Großgriechenland und Sicilie»/ wird für ein willkürliches Zeichen von Seestädte» oder von einem fischreichen Meere gehalten- ES scheinet aber/ daß unter demselben ein Bild aus der Fabel liege/ nämlich ThetiS/ die verschiedene Ge- 1) Lpanliem. xrwst. nuin. t. i. x. 2) Hui». 44. 3) Lrit. 195. Lciciice t»i. ^1.406. einer Allegorie. 209 stalten annahm/ der Vermählung mit dem PeleuS zu entgehen/ aber in der Gestalt einer Sepia endlich von demselben erwischt wurde/ weil dieser Fisch eine Art von Polyp ist. Mich wundert/ daß dieses niemanden eingefallen ist. ?) §. 301. Die Tage, und zwar den Donnerstag/ den Mittwoch und deu Freitag (clies Mcrcuiii ei, Veucris,) will M o n t sa u eo n abgebildet finden in den Figuren des JupiterS/ des MereuriuS^ und der VenuS/ welche mitten in dem Thierkreise auf einem geschnittenen Steine stehen. §.302. Den ZephyruS glaubet man in der Figur eines geflügelten GeiiinS auf einem schönen Gefäße von Agath in dem Kabinet des Herzogs von Braunschweig zu finden.^) §. 302. Die gelehrteste unter allegorischen Deutungen dieser Art ist die Erklärung von zwo Leyern/ auf welchen eine Eule stzet/ auf der Nükseite einer Münze des Nerva mit der Umschrift: z-i-iro^, das ist: cos. Tristan/ welcher dieselbe erkläret/5) glaubet/ daß die Leyern auf das Wort Konsul, ziele»/ weil die gröbste Saite und den tiefsten Ton andeutet/ zumal da er auf mehrern Münzen dieses Wort zu Leyern ge- sezet will gefunden haben. Er gehet noch weiter in seiner Allegorie/ und will in gedachtem Bilde das Lob eines guten Dichters finden/ welches dem N er- >) Lcliol, ^pvllon. Argonaut. I. i. v. Zö2. in co^r. v. i?5— 177. 2) Die gewöhnliche Auslegung dünkt uns wahrscheinlicher. M e n e r. 3) exxl. 8ux^I. t. 1. ^>1. 17. ^.40. 4) Iki6. t. 2. x. 161. 5) Lomiuenk. t. i. x>. Z6L. Versuch va gegeben wurde/ indem man ihn sogar mit dem TibulluS verglich. Z. Zeh selbst füge hier Mlithmaßnnge» iiber einige Allegorien bei/ wie eine Schnur von trokenen Feigen ist in der Hand von Figuren verstorbener/ sonderlich weiblicher Personen/ auf hetru- rischen Begräbnißurnen/ und auf dem Dekcl von einer großen Urne in der Villa Negroni. Es köilte dieselbe andeuten/ daß der Verstorbene in den geheimen Gottesdienst des BakchuS eingeweihet gewesen; den man trug an dessen Festen unter andern auch Feigen auf einen Faden gezogen/ Ware den AntiquariiS ein Vers des Alexi s bekant gewesen/ welchen Athenäus anführet/ 2) worin er zum Scher; saget/ daß trokene Feigen das Wapen ntheiiiensischcr Schiffe stnd: so würde man bereits' geschlossen haben/ daß eine Schnur Feigen das Vaterland dieser Personen andeutet. Eine , Schnur Feigen heißt in einer anderen Stelle ebendes- ' selben Dichters und vielleicht tönten die folgenden Worte: xo« Aov ?oi; „ aber er hatte auch dieselben gerne/ da er „ noch am Leben war/ " die Feigen in der Hand der Verstorbenen erklären/ wen diese Stelle völlig vom Athe näus angeführet wäre. Die bequemste Muthmaßung gibt mir eine Nachricht des HelladiuS von Byzanz in der Chrestomathie beim Photius/4) wo derselbe berichtet/ daß zu Athen schon zu den Zeiten vor dem TheseuS eine Schnur trokener Feigen am Halse getragen für eine Abwendung anstekender Krankheiten gehalten worden; er saget 1) cupilliu L. IicisI>>.Z 2) 1^. 14. sc. >3. r>. Z) IdU. >. >S. tc. 6. n. 23,1. 4) Lid>. x. S7 2. einer Allegorie. 251 aber auch zugleich/ daß diejenigen, welche dieselben trugen/5l^/Z°-xx°-genennet worden/ das ist: die Theil an dem geheimen Gottesdienst des VakchuS hatten/ worin derselbe mit dem Plutarchus übereinkomt. Jene Gewohnheit und Aberglaube kan den Hetruriern mitgetheilet sein. Es ist auch nicht mit Gewißheit anzugeben/ was das Krauthaupt in der Hand eines Kindes bedeutet/ welches auf dem Dekel einer Be- gräbnißurne im Campidoglio liegt/ wo der Lauf des menschlichen Lebens'allegorisch vorgestellet ist.^) N i- kander in dessen Verlornen Gedichten nennet dieses Kraut heilig weil/ wie AthenäuS glaubet/ demselben eine weissagende Kraft beigeleget wurde;^) eS wurde indessen auch die Feige ge- nennct. 1) Larivl! ^.g.Z )) I. 1. sc. Z7.) Achtes Kapitel. Von erzwungenen und «»gegründeten Erklärungen der Allegorien. §. so^!. In allegorischen Wahrheiten gehet es vielmals wie mit Tauchern/ welche selten an dem Orte aus dem Wasser wieder hervorkommen/ wo unser Auge sie erwartete/ und die alten Scribenten der spätern Zeit/ welchen die geheime Weisheit ihrer Voreltern dunkel war/ haben sich oft in diesem Falle befunden/ sonderlich damals' als die Kirchenväter die Schrift selbst allegorisch machen wollten/ und allegorische Auslegungen überhaupt Mode waren/ suckete man dieselben anzubringen/ wo sie keinen Grund hat- ' ten; es fallen dieselben zuweilen in das Lächerliche, wie die Etymologien aus dieser Zeit. Da nun die Scribenten/ von welchen ich rede/ sehr weit geholte Auslegungen vorbringe»/ so muß es uns an einigen unserer Zeiten weniger befremde»/ wo sie sich nicht hätten entsehen solle»/ sich unwissend zu bekenne»/ wie Montfaueon thut bei den zween Flügeln an einem musikalischen Triangel auf einer erhobenen Arbeit im Palaste Giustiniani/^) welcher vielleicht geflügelt ist/ wie Homerus die Worte geflügelt nennet;^) oder man könte dieses durch c^mlzalum 1) expl. t. 2. p, 66. 2) I/,. -V. I. V. 201. IV III. v. >5ü. Um de» holicn Aufschwung der Poesie allcgorisch anzudeuten, haben neuere Kiinsiler Leyern mit Flügeln gemalt. Meyer. einer Allegorie. 213 beim Zesaias<) erkläre»/ und PindaruS gibt seinen Gesängen Flügel/ mit welchen sie gleichem in alle Welt fliegen, und berühmt werden.^) §. 305. Von den erzwungenen Erklärungen ägyptischer Allegorien bei alten Scribentcn findet man im ersten Kapitel eiirtgc angeführet; und daß die Alten in Auslegung einiger griechischer Allegorien in eben diesen Fehler gefallen/ können folgende Exempel beweisen. Z. 3n6. Der Kopf der Medusa auf dem ÄgiS der Pallas/ dessen Zunge insgemein hervorgestre- ket ist/ soll auf Deutlichkeit und am Tage liegende Wirkung der Beredsamkeit deuten.^) In den Noten zu angeführtem Seribenten ist die Stelle des VirgiliuS: I^szin^nü in pecloie Oivs: LrOiAonü clissecto lumina collo, bei der herausgestrekten Zunge übel angebracht. Hyginus saget/ ein Eselskopf/ welcher an der Lehne eines TrieliniumS oder Ruhebettes mit Weinreben angebunden war/ bedeute/ daß die Alten die Süßigkeit gefunden. Wer sieht hier das allermindeste Verhältniß von dem Bilde auf das vermeinte Gebildete? ES liefet da- t) is K, t V. 2) «ZIzmp. XIV. V. ZS. Z) pkui'nut. nat. Oeor. c. 20. x. 166. 4) ?!>d. 274. Ohne Bedenken würden wir ein solches Ornament ans den bakchischeu Dienst anspielend halten. Auf altcn Monumenten steht man oft zechende Figuren auf Trieli- nien ruhend taraestellt, warum sollte also das Thier des Silcnus und Weinrebe» keine schiklichc Verzierung sol> ilicr Lag,.rstellen abgeben könne», da ihre Bedeutung keineswegs dunkel ist? Meyer. 2iä Versuch her Kaspar Barth «oci--^e anstatt und erkläret es so/ daß die Süßigkeit des Weins ans Menschen Bestien machen könne. Ich erinnere mich hier der Nachricht von einem Stuhle von Erzt in Gestalt einer 8ella Lurulis, welcher vor einige» Jahren zu Perugia auSgegraben. worden/ woran zween schön gearbeitete Esclsköpfe mit einer Gloke am Halft/ vorwärts da/ wo sich die Hand auflch- nete/ hervorsprangen. Ich kan nicht entscheiden/ ob dieses dorthin zu ziehen ist: von dem Stuhle selbst habe ich weiter nichts erfahren. §. 30,?. Der Kranz des Herkules aus Laub vom Pavelbanme deutet/ nach dem Servius/ dessen Arbeiten über und unter der Erde an/ weil die Blätter dieses Baums zwo Farben haben/ nämlich oben grün und unten weiß sind.^) K. 30^1. Von der Form der Hermen/ die theils vierekig/ theils wiirflich waren/ ist der Grund dcS Scholiasten des Thucydides/ weil MercurinS als Vorsteher der Rede und der Wahrheit verehret wurde. Z) §. 310. Noch weiter geholet ist des ?Nacro- bius Deutung der Tritonen oder Meergötter, welche in ihre Muscheln wie in Hörner blasen/ und auf dem Gipfel des Tempels des SaturnuS standen. Es soll dieses vorstellen/ daß die Geschichte i) Lart.?wl. Ac?vei-5Qi'. I. i i. c. 9. p. 626. 5.) .^6 VirZ. VII. v. 61. Z) 1.6. c. 27. p. 394. ellit Out.^. x«/ >> cz-/ ' 7» "j.-rcs-.5 «l'e x-t, einer Allegorie. 215 von der Zeit des Saturn us an gleichsam redend geworden/ welche vor dieser Zeit wie stum/ dunkel und unbekant gewesen/ und dieses will besageter Scribent in den Schwänzen finden, welche unterwärts hängen/ das ist: gleichsam verborgen sind. Diese Auslegung verlieret ihre ganze Deutung in den Tritonen auf dem Gipfel eines Tempels auf einem erhobenen Werke einer Begräbnißurne/ welche die vier ZahrSzeiten vorstellet; es stehet dasselbe im Campidoglio in den Zimmern der Conservatoren. Auf den/Gipfel eines anderen Tempels auf einem erhobenen Werke im Palaste Mattei sind ebenfalls Tritonen, und in dem Tamburo des Frontispicii eines Tempels auf dem oben angeführten Werke in der Villa Albani halten zween Tritonen mit Flügeln einen Schild mit dem Kopfe der Medusa; und ans einem andern Werke in eben dieser Villa/ wo auf beiden Seiten der Figuren der verstorbenen Personen Kastor und Pollux stehen/ sieht man oben/ zwischen dem Bogen eines Gebäudes/ wie im Grunde/ zween Tritonen mit Rudern in einer Hand/ und mit Fruchtkörben in der anderen/ so wie auf dem so- genanten cl/i?on8 vouvus, welchen Spvn beschrieben. Ungegründet ist die Deutung der einen von zwo Flöte«/ welche bei Hochzeiten pflegten geblasen zu werden; weil eine länger als die andere war/ soll diese ein Bild des Bräutigams sein/ welcher größer ist als dicBraut:^) die lange Flöte war für tiefere Töne. K. 312. Mit eben so wenigem Grunde saget EusebiuS/ daß der Hund Ovk-v) neben demPlu- Ä I'oIIu'», I. . zegni. Lo. 216 Versuch tu 6 die Beschwängcrung der Früchte bedeute. !) §.313. Ich kan auch das Bild der Verschwiegenheit nicht in dem Minotaur finden/ worauf derselbe in den Feldzeichen der alten Römer deuten soll/ wie Festus vorgibt/ nämlich/daß die Anschläge der Heerführer nicht weniger verborgen bleiben sollen/ als eS das Labyrinth des Minotaurs war. Z. 31 Von der Blume Narcisse/ in so fern dieselbe in dem Opfer an die Furien diesen dargebracht wurde/ geben PhnrnutuS-) und Eusta-? thillS^) einen lächerlichen Grund; fie behaupte»/ daß die Herleitung des Namens dieser Blume von vc-5-»!, die Erstarrung/ diesen Gebrauch derselben veranlasset habe / weil nämlich die Furien über die Frevler eine Erstarrung fallen ließen. Der zulezt genante Scribent ist völlig irrig/ wen er vorbringet/ daß der Schwan/ weil er weiß ist/ imn Apollo als der Sonne gewidmet sei/ so wie der ' Rabe wegen seiner nächtlichen Schwärze/ »vx- §. 315. Von dieser Art Erklärungen bei neueren Scribenten habe ich folgende Exempel angemerket. §. 316. Die goldenen Bienen Op--)/ welche in dem Grabe des fränkischen Königs ChilderichS zu Tournay neben einem Ochsenkopfe/ auf dessen Stirne die Sonne gebildet ist/ gefunden worden, sollen »ach des HuetiuS Meinung die Erklärung von dem Kopfe sein/ welchen er für einen Apis hält, y 1) I. Z. zz. 66. 2) Oe nat. Oeoi'. c. Z5. x. 2^5. Z) In Ix. 87. 5) Oeuionstrat. Lvang. p. 101.. einer Allegorie. 217 §. 3t7. Das Billard spiel will Harduin finden, auf einer Münze der Stadt Philippovolis in Thracien, in runden erhabenen Punkten/ welche Kugeln sein können, und in einem Werkzeuge wie ein Hammer mit einem langen Stiele.^) §,Z>8. Der Bliz mit Flügeln auf dem Hute eines Flamen DialiS, nebst anderm Ovferzeuge, an der Friese dreier Spulen von dem Tempel des gupiter Tonans, soll bedeuten, daß Augustus diesen Tempel gebauet habe, weil ihn ein Strahl, welcher neben seiner Sänfte eingeschlagen, nichr ver- lezete. 2) Ich vermuthe aber, daß dieser Hut oder GaleruS sich von dem Galerus der Priester des Mars (ri-imen ^larQ-,lis) durch den Bliz unterschieden habe. §. Zt9. Die Auslegung einzelner Buchstaben auf Kleidern an Figuren in alten Gemälden und in Werken von Musaico, aus den ersten christlichen Zeiten, und der mystische Verstand des ewigen Lebens, der Seligkeit und der Auferstehung, welchen einige in demselben finden wollen,^) scheinet nicht den mindesten Grund zu haben.-t) K. 320. In der Eidexe zu den Füßen des schlafenden Cupido an mehr als an einem Orte, auch in dem Museo zu Oxford,5) haben Einige einen Künstler mit Namen finden wollen, welches Wort eine Eidexe bedeutet. 6) 1) ?1um. pop, I>. i!Zo. 2) k'icoro». osserv. sopra II O!»r> 6! Hlor^tauc. p. Zg. Die Donnerkeile sind auf antiken Monumenten gewöhnlich mit Flügeln versehen, die Schnelligkeit des Wet- tersirahls anzudeuten. Meyer. 2) IVulien. lle re vest. 1.1. c. 10. /,) Lonk. Luunarr. vsserv. svxr» alc. vetri, x.go. 5) Aürin. vxon. pari. I. tal>. 33. e6it. recellt. 6) Neben mehrern einander ziemlich ähnliche» Bilder» deK Winckelman. Z. 218 Versuch ß. 32l. Aus der rothen Farbe, womit die Buchstaben auf den hetrurischen Begräbnißuruen pflegen angestrichen zn sein, suchet Bianchini einen allegorischen Beweis' zu nehmen von der Herkunft der Hetrurier von den Phöniciern, i) Er saget: „die Buchstaben sind roth: diese Farbe hieß die phö- „ iiicisch e, folglich ?c. " ß. 322. In den Figuren der ZahrSzeiten auf Begräbnißurnen die platonische Lehre von der Wiederkehr aller Dinge zu suchen, oder diese Bilder auf christlichen Denkmalen auf die Auferstehung zu deuten,^) scheinet mir zu gelehrt gedacht. §. 323. In alten Inschriften findet sich am Schlüsse von einem Saze, oder ganz zu Ende, ein Schlußzeichen, wie ein Kleeblatt gestaltet, welches jemand für ein Her; mit einem Pfeile durchbohret angesehen, und da derselbe dieses Zeichen nur auf Begräbnis,Inschriften bemerket hat, so will er darin ein Sinbild eines großen Schmerzens über den Verstorbenen finden. s. 32i. Wir wissen nicht, was der Scekrebs mit dem MercuriuS zu tbun hat; man findet dieses demselben beigelegte Zeichen auf geschnittenen schlafende» Amors, welche Vermuthlich alle einem ehe« mals berühmten Werke nachaeahmt sind/ bemerkt man eine Eidere, womit der urfvrunqliche Meister dieses Bildes vermuthlich den ruhige» stillen Schlaf des Knaben andeuten wollen. Es gal> auch eine Sage, »ach welibcr die Eiderc» Schlafende bewache» und vor nahe» Gefahre» warne» sollen. Meyer. einer Allegone. 219 Steinen. 5) ES gibt jemand folgende Erklärung davon:^) „der Krebs' bedeutet hier/ daß die Kaufleute/ „deren Vorsteher MercuriuS ist/ sich nicht uber- „ eilen follen im Handel/ und kein Geld wagen ohne „hinlängliche Sicherheit." Amphitrite hat einen SeekrebS anstatt des KopfpuzeS/ wie oben gedacht ist/ welcher hier ein Bild der Klugheit sein soll/ ohne den Grund anzugeben ; ^) diesen aber glau- bet Capaceio gefunden zu habend) nämlich weil der KrebS/ so lange ihm seine abgeworfene Schale nicht wieder gewachsen ist/ stille liegt/ und andere Fische nicht verfolget/ da er ihnen nicht gewachsen sein kaü/ bis er seine Schale gehärtet fühlet. §.325. DaS Leben und dessen geschwinden Lauf will jemand abgebildet sinden durch Pfeile/ welche man auf den Seiten der Begräbnißurnen sieht/ als ein Glcichiiiß von dem schnellen Fluge eines Pfeils genommen. 5) ES liegen aber diese zween Pfeile allezeit in's Kreuz geleget unter einem Schilde; deuten folglich auf einen Krieger/ wo dieses'nicht ein willkürlicher Zierat ist. Die Mohren in Afrika steken auf alle Gräber mänlichen Geschlechts' zween Pfeile/ so wie sie auf die Gräber der Weiber einen Mörsel mit dessen Stempel sezen. 6) Auf der Hinteren Seite eines BegräbnißaltareS in der Kirche alla Navieella/ auf dem Verge Cölio in Rom/ scheinen die Pfeile unter einem Schilde die Be- j> lBe schreib. d. ge schnitt. Steine, 2 Kl. L Abth. Z?2 — 394 Num.Z 2) Du (Üioul relig. äegli ant. kom. p. 166. 3) ^Iclrov. <^ru8tac. et l'eZtac. t. 2. z?. »63. 4) Ili-it. ZVea^. I. 2. p. 6^5. 6) IXiculse 6'un ane. ruonum. 42. 6) IÜ8t. ALn. <1es t. 2. p. 46L. 220 Versuch schäftigung des mänlichen Alters abzubilden/ den auf der eine» Seite führet ein Man ein kleines Kind auf einem Schubkarren mit einem kleinen Nade, wie in Deutschland gewöhnlich sind; auf der ander» Seite reichet ein Knabe einer andern Figur Früchte/ welches das jugendliche Alter/ und den Genuß und die Empfindung in demselben bildet. §. 326. Der Löwe an dem vermeintlichen Stuhle des HomeruS auf der Insel Scio soll nach dem Poeocke die Stärke und das Feuer bilden/ womit der Dichter singet, l) K. 327. Ans dem Ochsen auf einigen Steinen an dem Amphitheater zu Verona will Torelli behaupten/ daß AugustuS dieses Gebäude habe aufführen lassen/ und er gibt kühnlich vor/ es sei ein Sinbild dieses' Regenten, weil er nach dem Sueto- nius SllSu/a geboren worden;^) cS hätte derselbe denOchsenkopf über demBogen zuRimini/^) den Augustus erbauet/ anführen könne»/ ungleichen den über dem Thore von S. Lorenzo zu Nom/ über welchem eine Inschrift desselben stehet/ und also vielleicht auch dessen Werk ist. Es stehen auch zween halb hervorspringende Ochsen über den oberen Bogen und dem Eingange des Amphitheaters zu NiSmes in Languedoc. K.328. Eben so ungründlich ist die Deutung eines Ochsen mit einem Menschenkopfe (welcher auf Münzen von Großgriechenland und Sicilien inSge- 1) Oescr. os llie ZZast, vol. 2. pari. 2. x. 6. 2) i» XvZ. c> ü- Die L-ipita IZudula waren in der Gegend des Palatinus/ oder in der lo Region Noms.Z Z) LIil »un in Trilmmer zerfallen.Z 4) pnlilo Disc. 1'snliq. äe p. 120. l.zon >5üo. s»I. einer Allegone. mein für den Minotaur genommen wird) auf'die zwo Spizcn oder Vorgebirge (corn».-,) von Nnterita- lien/') welches vielmehr die phönizifche Gottheit Hebon ist/ die sonderlich in Neapel verehret wurdet) wie Martorelli dieses sehr wahrscheinlich und gelehrt erwiesen hat. Man merke bei dieser Gelegenheit, wie sich der große B aroniuS vergangen^) wen er vorgibt/ die Alten hätten^ (wie man anfanglich die Elephanten in Italien hieß) gesagt/ in Deutung auf den Ochsen des Evangelisten LukaS. Der Ochse aber hat niemals I^uca geheissen/ sondern der Elephant/ und zu Zeiten des Evangelisten LukaS war diese Benennung des Elephanten nicht mehr im Gebrauche. §. Z2S. An dem Pferde des MarcnS A n r e- lius hat man an den aufgebundenen Haaren der Stirne eine Gleichheit mit einer Eule finden wollen/ und da die Eule auf einigen atheniensischen Münzen das Wapeu dieser Stadt scheinet/ so ist daraus der Schluß gemachet/ daß der Künstler dieses PferdeS ein Athenienser sei. Dieses fand Addis»» in einem sehr seichten Buchet) und hat es / ohne den geringsten Zweifel als seine eigene Entdekung vorgebracht. 6) §. ZZ0. Ungegründet ist die Deutung der Sch a- l e in der Hand der Pallas'/ auf Münzen Alexanders des Großen/ auf theatralische Spiele.?) 1) luk. Heiacl. annot. 27. 2) Naci-ok. Latiunal. 1. 1. c. i3. 3) Del!/ snt. (^vlon. in 226. 4) a. 56. 5) piuaiol! and. e moä. 1. 106. 6) 8xect.ator t. 2. p.567. 7) ^ViltZe nuni. snt. Versuch Z. ZZj. Ein Schmetterling über einem Gefäße und unter demselben ein Weinblatt/ auf einem geschnittenen Steine/ soll die Seele eines SäuferS bedeuten. tz. .jZ2. JneinemSchweine undeinem Schmet-^ terlinge auf einer kleinen Begräbnißnrne in der Villa Mattei findet Fieoroni das Bild der Seele eines Epikuräers.^) s. 33 j. Die Auslegung des Svhinx auf dem Helme der Pallas/ wodurch angezeiget werden soll, daß diese Göttin in Afrika geboren sei/-^) hat eben so wenig Grund. ß. In dem Zeichen der Venus unter dem Gestirne hat man einen Spiegel finden wollen, welcher nach Art der alten Spiegel rund gewesen, und mit einem Stiele; Salmasius aber zeiget/ daß dieses Zeichen aus dem ersten Buchstaben des Worts P-u5IiKus der alten Römer herholet.^) An diesem Feste schlugen die durch die Gassen lausenden Priester die Weiber mit Riemen aus Zicgcnfellen zu Beförderung einer leichteren Geburt; aber von Wolfshäuten redet niemand. §. 337. Der Zepter des olympischen I u- piters von der Hand des PhidiaS, welcher aus verschiedenen Metallen znsammengesezet war, soll nach des Mazzoechi Auslegung die verschiedene göttliche Reginmg in Absicht der Tugendhaften und Gottlosen bedeuten. Diese weit gesuchte Allegorie hat ihm auch dessen Gegner vorgeworfen.^) §. 338. Erzwungen und lächerlich ist die Deutung deS CommendatorS Vettori und Auffehe-rs der christlichen Altertümer in der valieanischen Bibliothek, über ein Kreuz auf einem alten Fuße, welches auf dem Rieme der Sohle zwischen der großen i) ^883)5 (1'uns numismat. (Z?.I18 1c8 6e8 Inner, t. 24. 42. 3) I)e p. 161. 4) IVlLi'toreüi cZe l.^eca ealsmar. Z79. Versuch und der nächsten Zehe lieget, wo sonst insgemein ein Heft/ wie ein Kleeblatt oder wie ein Herz gestaltet/ ist. Dieser Heft vereiniget zween Rieme/ die von beiden Seiten des' Fußes oben zusammenlaufen/ an dem Rieme zwischen gedachten beiden Zehen. Aus diesem Kreuze hat jener geschlossen/ daß dieser Fuß von der Statue eines Märtyrers sei/ und es in einer großen Inschrift dazu sezen lassen. Dieser Fuß aber ist augenscheinlich von der Statue einer jungen weiblichen Person und so schön, daß zu der Zeit, da den Märtyrern könten Statuen gemachet sein, ein solcher Fuß ftir alles Gold in der Welt nicht hätte können hervorgebracht werden. Beinahe von eben der Art scheinet mir des Baudelot Erklärung zu sein/ die er über einen vorgegebenen alten geschnittenen Stein gibt/ welchen ich aus den Wolken/ die dem weiblichen Kopse wie zur Base dienen, imgleichen aus dem Kopfschmuke/ für neu halte. Dieser Kops soll eine Tänzerin vorstellen wegen der Wolken / wegen eines vorwärts fliegenden Vogels, und eines unterwärts schwimmenden DelphinS/ weil die Wolken/ saget er/ leicht sind/ der Vogel geschwind/ und der Delphin schnell ist; er will sogar den Namen dieser Tänzerin gefunden haben, welches' aber nicht zu unserm Vorhaben gehöret. Wie viel ist nicht geschrieben über das Zeichen auf einer Münze Königs Herodes des Großen: bis Herr Barthelemy dargethan hat/ daß eS ein Cadu- cenS sei. 2) 1) Rist. I'^ca6. Inscr. t. 3. x. 244. 2) sur äans les Nein, cles Insci-. l. 26. x. 536. Neuntes Kapitel. Von verlorenen Allegorien. §. 339. Äie Anzeige der verlorenen Allegorien ist dem Künstler nüzlich/ damit derselbe nicht vergebens' suche / was' sich nicht findet/ so wie es einem jungen Maler in Rom widerfuhr; welcher in einer Bibliothek des ApelleS Schriften von der Symmetrie verlängere/ weilLomazzo dieselben anführet, als weil er sie gesehen habe. Von einigen solcher Allegorien bar sich die Bedeutung verloren/ und es war dieselbe zum Theil den Alten selbst unbekant; von anderen aber findet sich nur Nachricht/ daß sie ausgeführet gewesen/ und nicht wie. Da sich große Flüsse verloren/ wie der TimavuS/>) so ist es' kein Wunder von Bildern. K. Z -io. Von der ersten Art sind die Äthiopier ans der Schale/ welche die Nemesis des Phidias in der Hand hielt/ über deren Bedeutung PansaniaS seine Unwissenheit bekennet. Vielleicht aber zielet dieses auf das Beiwort «^^/, nntadelhaft/ welches Ho in e rus' den Äthiopiern gibt/2) und Phidias kaii hier die Lieblinge der Nemesis haben verstehen wollen, die ihrer Vergeltung und ihres WoblthunS würdig sind. 4) >) Lonk, I» Orä» commcnt. in VIi-Z, l. V, 24g. 2) I., 1. sc, 33,^ 3) 1^. I. v. 423. t)ons> Oio2.1 2) Lomeut. Iiist. t. 1. 2i3. Z) lDenkmale, Num. einer Allegorie. 227 ein Eber einen Feldmesser mit Namen bedeutet, welches oben angezeiget worden. >) Salvi- n i würde geneigt gewesen sein, den Hasen ans das Wort I,.<-po>' zu deuten,") welches eine gewisse Annehmlichkeit im Reden hieß. Unterdessen wissen wir eben so wenig/ was der Hase auf Münzeir der Stadt Reggio in Großgriechenland bedeutet;^) dieses Bild gab Gelegenheit zu dem Svrichworre: Furchtsamer als die von Neggio.^) ß. Wir wissen auch nicht, aus welchem G ru nde P o l ykle t u S die Stadt Spar ta in einer weiblichen Figur mit einer Leyer gebilder.5) Über die Deutung des Sphinx ans M ünzen der Insel Scio geben sich Span heim und Andere vergebliche Mühe. 6) Die beste Auslegung deutet den Sphinx auf den HomeruS und auf die Allegorie in dessen Gedichten/ weil besagte Insel für daS Vaterland dieses Dichters gehalten wurde/ wie sonderlich das Bild desselben auf Münzen von Scio bezeuget.') Bei dieser Gelegenheit merke ich einen Sphinx an/ welcher zu Spalatro m j) Hai'e» kommen auch noch auf ander» antiken Graburilsi» vor, j. B, auf einer im Mufeo Cavitolino, wo sie Von de» Früchten in umgestürzten Körbe» fressen, und wir wäre» geneigt, ste für liebliche Ansvielungen auf die Rulie uud Stille der im Grabe Schlafenden zu halten. Sie hatten demnach ähnliche Beziehung, wie die oben erwähnte» Eideren »eben Bilder» schlafender Liebesgötter. Meyer, 2) Licalüra^ x> 8. Z) pollu!, l, g. seßm.34. 4) v. 5) püusan. I. Z. ^e. k) O. 247. uum. Lo6Icj. p >47, 7) nuiu. x. 64. 22z - Versuch Dalmatien vor einem daselbst erhaltenen runden Tempel stand; eS ist auch der Sphinx noch izz zu sehen. Herr Clerisseau in Rom, welcher alle alte Gebauoe dieser Gegenden und durch ganz Italien genau untersuchet und gezeichnet hat/ versichert mich, daß dieser Sphinx eine kleine Figur des Jupiters zwischen den Füßen gehalten habe, welche abgebrochen auSgegraben worden/ und an jemand aus dem Hause Grimani in Venedig gekommen sei. Z. Zu diesen verlorenen Allegorien gehöret eine sehr seltene silberne Münze der Stadt Meta- pontuin in Großgriechenland/ welche sich in dem Mu- seo des Dnca Carassa Noja zu Neapel befindet, und einen Kopf eines schönen ZiinglingS in Profil mit langen Ohren und mit Widderhörnern hat. Z. 6^8, Von der zweiten Art verlorener Allegorien ist die Eintracht (->5v-t«)/ welche als Göttin in einem Tempel verehret wurdet) ungleichen die Erbarmnng/ welcher sonderlich die Atheili- enser opferten.^) Ferner die Göttin des Fiebers, die zu Nom einen Tempel hatte/ und folglich auch ein Bildniß wird gehabt haben. Jmgleichcn die Furcht auf dem Schilde des Herkules:^) den ob wir gleich wissen/ daß dieselbe zu uralten Zeiten der Griechen und lange vor dem Flore der Kunst auf dem Kasten des Cypselus mit einem Löwenkopfe gebildet gewesen/so war diese eine thätige und nicht leidende Furcht. Von Vorstellung der Göttin wissen wir nichts als was Horatius saget/ daß sie in Weiß gekleidet worden. 5) 2) ?au8Qli. 1. l. 3) Ilesiocl. 8cut. Ileie. 196.^ 4) I. 6. 19.^ 5) 1- 24. 7. Er nrnt sie nur einer Allegorie. §. 3^9. Wie ApelleS die Gunst vorgestellet/ y wissen wir nicht/ so wenig als die Gestalt des Bildnisses des Lachens, welches der spartanische Gesez- gebcr LykurquS in seiner Stadt sezen lassen.-) §. 350. Es findet sich keine Nachricht / wie der Maler Aristophon die L e i ch t g lä u b i g k e it gebildet. H Eben so verbot es sich mir der Meer- stille/ die auf der Vase der vier Pferde von vergoldetem Erzte saß/ welche der berühmte Her ode S Attikns in dem Tempel des NeptunuS auf bem Jsthmo bei Korinth sezen ließ. §.36t. Die Ruhe muß allegorisch gebildet gewesen sein/ wie sich aus der Redensart: der Ruhe opfern/ schließen lässet. 5) Vermuthlich hatte dieselbe einen Arm nachläßig auf ihr Haupt geleget/ wie Apollo, in der Villa MedieiS/ und ein anderer Apollo in der Villa Borghese/ ungleichen der schöne Bakchus in der Villa Albani. Z. 362. Von der Vorstellung der T-sx??--,, Einweihung zum geheimen Gottesdienste/ (nicht Geheimniß/ wie es die ttbersezer geben/) welche neben des Orpheus Statue zu Delvbos stand/6) haben wir keinen Begrif. K. 363. Die Göttin Thalassa (A-cx«--?«) oder das Meer stand zu Korinth neben der Statue des NeptunuS und der Amphirrite von Erzt/ und auf dem Basamente eines anderen Werkes war eben diese Göttin/ welche ihre Tochter die VenuS hielt/ ») Lsnier t. 5. 3»». 2) kluwrck. !ii 28.^ 3) 1. Z5. sc- »2. sect. 40. n.Z2.^ 4) pausen. I. 2. 1. in 5) (Zont. Vsles. in I. 19. c. !i. x. 228. 6) 1. 9. ^c. Zo.^I 230 Versuch in erhobener Arbeit. Anch von diesem Bilde haben wir keinen deutlichen Begrif. Die Übersezer haben die Worte: Ä-o-Xo!?---« cevc^L-7« ?r«t^oe gegeben! et e^- ec> e»!c?-FenL welche Auslegung wider die Regeln der Sprache streitet/ wie ein jeder sieht. 354. Die Tugend/ allgemein genommen/ soll ihr eigenes Bild gehabt haben / welches wir aber nicht wissen: den was der alte Ausleger des Sta- tiuS saget, nämlich daß dieselbe aufgeschürzet ge- malet worden/ gibt keinen Begrif/ weil Diana und die Amazonen eben so erscheinen. ES stehet zwar eine Figur ans der Vergötterung des Ho »lern S im Palaste Colonna") unter einem Haufen anderer Figuren mit dem Namen die Tugend/ welches Wort vermuthlich von der Gute der Gedichte des Home ruS zu verstehen ist; aber ausser daß man nicht weiß/ zu welcher von vier Figuren dieses Wort gehöre/ so hat diejenige/ die dafür genommen wird/ kein Unterscheidungszeichen. Sophokles führet dieselbe mit Ol gesalbet und ringend auf. 3) Bei den Alten würde eS also einigen Vegrif gegeben haben/ dieselbe in der Stellung eines Ringers in der Villa MediciS zu sezeii/ welcher von obenher Öl nber sich auSgießet/ izo aber ist dieses unbedeutend; daher ohne besagete Nachricht vom Sophokles daS Bild der Tugend/ welches Daniel HeinsiuS auf dem Titelblatte der von ihm herausgegebenen griechischen Parap hrasiS der Ethika des Aristoteles sezen lassen/^') nicht 1) ItZ. I. 2. I 2) lNun im britischen Museo.^ Z, I. i5. se. »o. n. 55.^ eclita et lat. reczF daS geheiligte Volk. Auf anderen Münzen liefet man bei einer bärtigen Fignr aber ohne beigelegte Zeichen, das Wort Die Gewalt des Volks aber/ oder die Demokratie/ und der Antheil desselben an derRegirung könte durch ein Gebund Stäbe mit zwei Beilen/ t) Gute neuere Künstler haben die Tugend/ wie es scheint, zwekmäßig dargestellt/ indem sie ihr ungefähr die Gestalt einer Minerva gaben Stille, ruhige Weisheit/ Mäßigung/ ja strenge Enthaltsamkeit und das Vermögen, iede Leidenschaft zu beherschen, das ist der von der alten Vorstellungsart wesentlich verfchiedene Begrif, den wir durch das Wort Tugend auszudrukeu vstcgen, und unstrei, tig ist diesen! Negris das Bild der ?Z!inerva ziemlich angemessen, Ei» in Frankreich befindliches und von Pi> «art l!u ku!) gestochenes Gemälde von Cor- reggio enthält eine weibliche Figur, worin dieser Künstler den Begrif sittlicher Tugenden im Allgemeinen bezeichnen wollte, und. ihr daher die Attribute der Gerechtigkeit, Stärke, Klugheit und Mäßigkeit beigelegt hat. Me«e r. 2) Pau5on. I. >, lle ^irAZSt. nuln. t. I z>. tZZ. Versuch auf die Art wie die römischen Fasees wäre»/ bedeutet werden; den es findet sich dieses Zeichen auf einem geschnittenen Steine, mit der Überschrift des griechischen Worts das Volk/ nnd Btauch ini muthmaßet hieraus nicht ganz ohne Grund/l daß der Gebrauch dieser Sräbe bereits bei den Griechen üblich gewesen, und daß folglich dieselben / vermöge des beigesezten Worts Volk/ ein Bild des Volks oder der Demokratie gewesen. ») Ist. univ. x. 555. Zehntes Kapitel. Von einigen guten und brauchbare» Allegorien der Neueren. 5. 356. Äie Allegorie ist in der Kunst unentbehrlich/ und die Bezeichnung der Sachen und Länder, die den Alten unbekant gewesen, neue Begebenheiten und vorfallende Gelegenheiten erfordern neue Bilder. Von Ländern, welche den Alten unbekant waren, ist Kanada, welches mehr Biber als andere Länder hervorbringet, und eS ist daher dieses Land auf einer Schaumünze Ludwigs XIV. durch dieses Thier angedeutet. Auf einer Münze, welch? in Engeland über die Eroberung diefer Provinz gepräget worden, ist eben dieses Thier das Symbolum desselben. 367. Die Allegorien, welche ich hier anzeige, sind in Werken neuerer Künstler entweder von diesen selbst erfunden, oder ihnen gegeben worden, und werden als ihre eigenen Bilder angesehen. ES können mir einige, die eben so viel Recht gehabt hätten, gedacht zu werden, unbekant geblieben sein; ich glaube aber, daß die Anzahl von guten neueren Allegorien sehr geringe sei. Ich finde z. E. unter sehr vielen vom Zu c eher i in dem Palaste der Villa Este zu Tivoli gemalten Sinbildern nicht cm einziges, welches mir merkwürdig geschienen; das Glük, welches auf einem Strauße reitet, ist besonder, aber ich kan die Deutung davon nicht ßnd-en.. Versuch §. 368. Eine vergeben«: Arbeit bilden auf einer holländischen Münze von 1633 die Töchter des Danaus/ welche Wasser in ein Gefäß voller Löcher schöpfen, l) §.359. Die brüderlicheLiebe ist an einem Hause in Augsburg/ welches zween Bruder bewohnet/ von Holzer, einem würdigen Künstler/ unter der Fabel des Kastor und des Pollnx vorgestellet, indem dieser als der Unsterbliche mit jenem die Sterblichkeit theilete/ um ihn wieder zum Leben zurükzurufen. K.360. Die Erfi n d ungen/ weil sie gemein und verächtlich werden/ will der Kanzler Bac» in dem Bilde des Sphinx finden/2) welcher vom ÖdipuS auf einem Esel weggeführet wurde. §. 36i. Die Erziehung der Kinder hat Pietro von Cortona an der Deke des großen Saals im Palaste Barberini durch einen Bären, welcher seine Zungen leket/ angedeutet. Das Bild aber von Erzi e hun g eines Prinzen nahm Alitt i b a l Car 0 ans der Fabel des Cbir 0 n / welcher den Achilles erzog,''') da der Prinz von Parma/ Ottaviv/ nach Frankreich zu dem König Franz l, geschiket wurde/ um von diesem großen Prinzen zu lernen. §. 362. Der geschwinde Flug des Mercuri- u S ist von Giovanni da Bologna in einer bekail- ten Figur desselben von Erzte in der Villa MediciS durch einen WindeSkopf vorgestellet/ auf welchem die Figur mit einem Fuße stehet. K. 363. König Ludwig XIV. wurde im vierten 1) Van Hi5t. metsll. t. 2. p. 2!Z. 2) Oe sap. ved. p. i Z) 12L-2. I.vcoplir. v. 7. 4) luctt. 1.2. x. 200. /z. einer Allegorie. Jahre seines Alters nach Ludwigs XIII, Tode, auf einer Schaumünze auf einen Schild gesezt gebildet/ welchen Frankreich und die Vorsicht in die Höhe hält, mit der Überschrift: incvivi's Dieses zielet ans den Gebrauch der alten Franken/ die ihre neuen Könige auf einen empor getragenen Schild sezten, und also dem Volke zeigeteii/ welches denselben in dieser feierlichen Handlung für seinen Herrn erkante. 36-Z>. Eine anstekende Krankheit und den üblen Geruch der Kranken hat Naphael in einer der schönsten Zeichnungen desselben in dem Palaste Albani, wo die Pest abgebildet ist/ durch eine Figur vorgestellet/ welche anderen die Hand reichet, und sich die Nase zuhält. Diese Zeichnung ist von Marco Antonio gestochen, nnd Poussin hat anS derselben diesen Gedanken benuzet in seinem Gemälde von der Plage der Philister air heimlichen Orten. §.366. In der Liebe ist die Brunst ein besonderer Begris, welchen Correggio auf dem berühmten Gemälde der Jo, das ist: in dem Genusse der Liebe deS Jupiters mit derselben, durch einen Hirsch ausgedrillet bat / der aus einem Bache trinken will. Dieses ist eines der schönsten Bilder in Gemälden neuerer Zeiten; den es malet dasselbe die Worte des Psalmisten : Wie der Hirsch schrei e t nach f ri schem Wasse r; und das Schreien des Hirsches heißt im Hebräischen etwas sehnlich t) Ravhael wollte nickt sowohl die anflckende Eigenschaft, als vielmehr die groke Bösartigkeit des Übels dar» stellen, weil nach der Sage in solchem Falle gleich nn> mittelbar nach dem Tode die Fäulnin eintritt. Das Weck gebort eigentlich gar nicht nnter die Allegorien, so schon es sonst ist. Meyer. 236 Versuch und brünstig verlange» / und ist ein Wort, welche» allein von Hirschen gebraucht wird. Unter den Zeichnungen des Prinzen Albani ist auch dieses Stük; der Zeichner desselben aber hat diesen Gedanken so wenig verstanden/ daß er geglaubet hat/ einen todten Hirsch zu sehe»/ von welchem er den Kopf allein angezeiget hat; das Wasser ist nicht einmal angedeutet. Bei dieser Gelegenheit merke ich den schönen Gedanken dieses großen Künstlers in dessenFlucht in Ägypten an/ welches Gemälde insgemein M»- .lonn-t clella scoäell -l genennet wird/ weil das Christkind eine Schale (sc-oclell») in der Hand hält. Es zeiget dasselbe seine Vefremdung über Menschen von einer dunkclern Farbe/ als in Palästina waren/ um Ägypten anzudeuten/ wohin die Flucht geschahe. Man findet dieses Stük mehr als einmal wiederholet/ und wie man vorgibt/ von der Hand ebendesselben Meisters. §. 366. Jenes Bild suchete Carlo Fontana nicht minder schön anzuwenden: den da 1693 die große Urne von Porphyr, die zu Kaisers O tts il. Begräbniß gedienet hatte/ in einen Taufstein der St. P e terSki rch e verwandelt werden sollte / würde nach besagten Baumeisters Gedanken dieses alte Werk auf vier Hirschen von Erzt geruhet haben/ auf das Schreien des Hirsches nach frischem Wasser zu deuten / nnd ferner auf das Verlangen nach der Taufe zu zielen.') Es ist dieser Gedanke aber nicht ausgeführet. §. 367. Die Malerei hat Chambray auf dem Titelblatt feiner Vergleichung der alten und neuen Baukunst durch eine weibliche malende Figur vorgestellet/ welche den Mund mit einer Binde verbunden hat/ anzudeuten/ daß dieselbe/ 1) Lvumi. tciuxl, Valic. z>. !<>Z. einer Allegorie. 237 wie Simon »des/ der alte Dicht»/ sagete/ eine stumme Dichtkunst sei. z.368. Mnemosyne/ die Mutter der Muse n ist vom Herrn Ritter Meng 6 zuerst in seinem Parnaß an der Deke der prächtigen Galerie des Palastes in der Villa des' Herrn CardinalS Alexander Albani vorgestellet. Sie sizet auf einem Sessel/ mit den Füßen auf einem niedrigen Schemel , sc»- Kellum,) und rühret ihr Ohrläpchen an/ als eine Anspielung auf ihren Namen/ weil/ wen man vor Alters eine Person an daö Ohr fassete/ dieses ein Zeichen der Erinnerung war/ wie im dritten Kapitel gedacht ist. Ihr Haupt ist etwas gesenket / mit niedergeschlagenen Auge»/ um nicht durch umherste- hende Vorwürfe das Zurnkrufen abwesender Dinge in das Gedächtniß zu stören. Mit der anderen Hand/ die wie bei Personen/ welche im Nachdenken begriffen sind/ nachläßig in ihren Schooße liegt/ hätte ste auch einen Zepter/ welchen ihr Homerns gibt/ oder einen Wurfspieß/ wie es eigentlich heißt/ halten können. ß. 369. Die Nichtigkeit und den Unbestand menschlicher Dinge können Seifenblasen bilden/ wie auf dem schönen Pastelgemälde einer griechischen Tänzerin/ in Lebensgröße und auf Holz/ welches gedachter große Künstler nebst einem griechischen 1) plutürcli, sL)-mxo8!ac. 1.3. c^u!l!5t, i2, O mo,'»ne die Rede, >vie offenbar aus dem 433 und Verse erhellet.^! 238 Versuch Philosophen von gleicher Größe für den Marquis Croixmare in Paris gemalet hat. s. 37«. Die unbekanten Quellen deSNilS sind an der Fontana auf dem Plaze Navona zu Rom in der Figur dieses Flusses durch ein Gewand/ womit derselbe sein Haupt verhüllen zu wollen scheinet/ sinreich angedeutet, t) Dieses Bild bleibet noch bis izo wahr: den die wahren Quellen des Nils sind noch nicht entdeket. §. 37 l. Den Schlaf hat Algardi nebst dem schlafenden Kinde von schwarzem Marmor mit Mohn- hciuptern/ in der Villa Borghese/ durch eine Feldmaus (xlis, gliiro) bedeutender zu machen gesucht, weil dieses Thier den ganzen Winter hindurch schlafen soll. Dieses Thier ist von denjenigen/ die dieses Werks gedenken/ so wenig als vom Vellori im Leben des Algardi/ bemerket.^) j) Won Vernini.^ 2) O '^nvills «ur les Laurccs il, 3-INS lesI>ll!in. ile^i In^cr. t. 2ö, p. 46. Etwas Ähnliches findet nian auch an der berühmten an» tike» Kolossalstatue des Nils beabsichtigt. Einer der klen neu Genien / die um den Zlufigott scherzen, scheint nämlich bemüht, den Schleier anszuheben, unter welchem das Wasser hervorstießt. Diese semere -Aiisrielung mag ohne Zweifel dem Geschmak und Schönheitssinne der alte» Kunst angemess.ner sein, als Verninis Erfindung, weil auch diese leztere deutlicher ist. Inzwischen würde heut zu Tage weder die eine noch die andere mehr an» wcndbar sein/ da die Quelle» des Nils nunmehr wirklich entdekt stnd. Me»er. Die Alte» pfiegren den Nil aus schwarzem Marmor zu bilden. (I'uus->n. VIl!. 2 Siebelis. 3) Alarü?!. I. 3. k'^i^r. 53. l. »3. e^iZr. Hg. 4) V>te k!u. x, 3gg. Beilage. Die schöne alte Fabel Vom Herkules am Scheide' wege ist vielleicht von den Alten sür die bildende Kunst sehr wenig oder gar »ie benuzt worden / wenigstens wird sie auf noch vorhandenen alte» Denkmalen nicht gesunden; hingegen haben verschiedene neuere Künstler/ und unter diesen am vorzüglichste» Annibale Carraeei und N i e o l a s P o n ssi n, deren Gemälde auch durch Kupfer bekant sind / diesen Gegenstand behandelt. Auf einem altdeutschen Holzschnitte nach Albert Dürers Zeit stnd zwei neben einander stehende Buden vorgestellt, an wclckcn ein wohlgekleideter Jüngling vorbeigeht; in der einen Bude bietet eine Frau ihm reiche Gewänder nebst andern ein weichliches Leben und eitle Genüsse bezeichnenden Di»> gen zu kaufen an; in der andern hat ein Man Wassenrüstun- gen seil/ und scheint ebenfalls seine Waare dem jungen Ritter zu empsehlen / der zwischen beiden Buden unentschlossen steht und nicht wein/ was er wählen soll. Auf einem alten Gesäsze von gcbranter Erde/ in dem weder mit Numern noch Erklärungen versehenen / und wenig in's Publieum gekommenen vierten Bande von Tischbeins Vase»/ wo ein ernstei/ bejahrter/ an seinen Stab gelehnter Man oder Lehrer einem vor ihm stehenden Jünglinge eine Kugel und eine Leurr zur Wahl entweder des Strebens nach Her- schast und Größe/ oder nach den stillen friedlichen Künsten der Muse»/ vorhält. Wir glaube»/ diefe Basenzeichnung sei eine zwar unvollkommene / aber doch immer höchst schäzbare Nach- alunu».; eines Gemäldes des Aristides von Theben/ welches »och zur Zeit des Plinius aus dem Cavitolio im Teni- vel der Fides bewundert wurde/ und/ wie dieser Schriftsteller sagt, einen Greis vorstellte, der eine» Jüngling unterrichtet. l) Zu den treflichsten alleaoriche» Borstelluugeu der Alten gehört anch die Gruve von Amor und Ps»che, welche sich umarmen. Sie komt aus autikcn Monumenten aller Art häu- tUnler den Abbildungen Num. L?.) Beilage. sig und mit geringer Abänderung vor. Es ist zu vermuthe»/ daß ein einjiges berühmtes Original, dessen Meister wir nicht kennen, für alle diese Nachbildungen Muster gewesen sei. Von runden Grupe» dieser Art in Marmor ist eine der besten und wohlerhaltensten die im Museo Cavitolino. Die Figuren sind ungefähr in der Größe eines zwölfjährigen Knaben und Mädchens. Eine zweite, mit etwas größeren Figuren/ unrichtig als Kaunus und Btblis restaurirt, steht zu Dresden; eine dritte in der florentinischen Galerie, und eine andere Ist vor einigen Jahren aus Neapel nach England gegangen. Der Sin dieses Gruvo bedarf keiner weiteren Auslegung, da er klar und bekaiit genug ist. Umarmung und Kuß sind das ausdrukvolleste Svmbol der Liebe. Eines der vorzüglichsten allegorischen Werke, die Amor zum Gegenstand haben, ist der Centaur mit auf den Nukcii gebundenen Händen in der Villa Borg Hefe; Amor reitet aus ihm und scheint ihn gewaltsam anzutreiben. Verwandten Inhalts mit diesem Werk ist das Fragment eiucr stark erhobenen Arbeit im Palaste Laneellotti zu Rom. Hier liegt der Centaur zu Boden geworfen, und hält beide Arme über eine Le»er, um hinter derselben wenigstens das Gesicht vor Amors Streichen zu schüfen, der, aus dessen Nüken sizend, mit der Linken ihm in die Loken greift, in der Rechten aber einen Riemen hält, und aus allen Kräften aus ihn zuschlägt. Die allegorische Bedeutung dieser beide» Kunstwerke wird ganz klar, sobald man sich erinnert, daß Cenranren eigentlich das Symbol roher, noch im Zustande thierischer Wildheit lebender Menschen waren, und von den Dichtern durchgängig, mit Ausnahme des Chiron, als Weiniauser und Mädchenräuber geschildert werden. Kein Wunder also, weil die Kunstler sie dem Amor preisgegeben darstellen, nicht blos bezähmt, wie jener Löwe auf der Von Plntarchus gefchnit- tenen Gemme, durch die lieblichen Harmonien der Liebe, sondern gestoßen, mißhandelt, geguält, gegeiselt von derselben. Aus einem geschnittenen Steine der fiorentinischen Sam- lnng sind zwei Amor, Eros und ?interos, oder Liede und Gegenliebe, gebildet, welche eine Kugel, das Zeichen des Weltalis, tragen. Ebendaselbst ist noch ein anderer geschnittener Stein, den Amor darstellend, welcher Jupiters Donnerkeil zerbricht. Ginlio Romano hat in einem Palaste b« Mantua Vcilage. den Amor gemalt mit dein Donnerkeile bewafnet, und auf Jupiters Throne stellend. Auch sind an demselben Orte imd vom gleichen Künstler noch eine ganze Folge kleiner Bil> der von Amorinen mir den Attributen der Götter. Diese Bilder haben so viel malerische» Reichtum, auch znm Theil so wohl ersonnene Motive, und sind so schon angeordnet, daß sie der Ausmerksamkeit des Liebhabers und des Studiums der Künstler würdig sind. Auf einem antiken geschnittenen Steine sieht man den Amor ein Siegeszeichen errichten. Auf einem andern knieet Herkules und trägt den Amor, der auf feinem Rüken sizt. Noch auf einem ist Amor als Bildner angebracht; und ei» neuerer Künstler stellte ihn vor, wie er feine Pseile nach einer Schaar Schmetterlinge verschießt. Im Tholo zu Eridaurus hatte Pausias den Cupido gemalt, wie er Bogen und Pseile weggeworfen und' eine Le»er hielt, l) Der Abate Bracei thut eines geschnittenen Steins Meldung, 2) wo Amor zwei Schmetterlinge vor den Pflug ge< spant hat. Bei Tassie (Lalal. «f Qenis) findet man die Abbildung dieses oder eines andern ähnlichen Steins. Die Zeit, welche dem Amor die Flügel beschneidet, ist eine allegorische Idee, welche oft Von »eueren Künstlern angewendet worden. Zu den Allegorien, wo Liebesgötter handelnd eintreten, gehört auch die, welche Guereino in seinem Freseo- gemälde der Aurora in der Villa Ludovisi zu Rom angebracht hat. Man steht daselbst einige Amorinen, welche die nächtlichen Vögel von der Scene verscheuchen, uud dagegen die frühen Schwalben aufweken. Wir gestehen, daß diese Handlung dopelt auszulegen ist, und eben sowohl aus die Erscheinung des Morgenlichts, als auf die Unruhe der Liebe anspiclen ka»; allein das Bild an sich, oder die Einkleidung der Allegorie ist so uugemein anmuthig und naiv, daß sie wenigstens in diesem Betrachte für eine der glüklichsten und gefälligsten gelten muß. Dieses erinnert uns an eine ähnliche Episode in einem Gemälde Naphaels in den Logen des Vaticans, wo Adam das Feld bauet und Eva spint. Ihre beiden Kin> >) I>!>U5!M.II, 17. 2) t. 1. 11.49. Winckelman. S. 11 Beilage. der, die der Mutter zu Füßen stzen, streite» »im einen Apfel/ wodurch theils auf ihre nachher erfolgte Zwistigkeit, theils auf den Eintritt aller der Laster, die aus ungerechtem Begehren und Weigern entstehen, angespielt wird. Einen Plaz unter den gelnugcnsten Allegorien nimt die Fortuna des Guido Neni ein, Nakt, flüchtig, mit Zevter und Palme in der Linken, aus den Fiugerspizen der Rechten eine Krone drehend, schwebt ste über dem Erdball, aber ein kühner kleiner Genius faßt sie bei den Haareil, halt und zieht sie zurük. Ein alter geschnittener Stein stellt die Fortuna stzend dar mit einem Kind im Scbooße, welches vermuthlich Plutos sein soll; und Pausa u i as meldet, t) zu Theben sei eine Statue der Fortuna gewesen, die den Plutus in Gestalt eines Kindes aus dem Arme trug; so wie eine Statue des Friedens ihn ebenfalls in den Armen hielt. Auf einem durch Kupser bekaiiten schönen Bilde im Paläste Rospigliosi zu Rom hat Nieolas Poussin, in Anspielung auf den Kreislauf der Jahreszeiten, ste den Neige» tanzend vorgestellt; der alte Zeitgott mit Sense und Stundenglas spielt dazu aus der Levev. Bom genanten Künstler stellt ein anderes Gemälde die Wahrheit dar, die von der Zeit entdekt wird; Neid und Verläumdung fliehen. Mit mehr oder weniger Neben- umstände» ist diese Allegorie auch von andern Künstlern öfter bearbeitet worden. Der Genius des Ruhms von Anuibal Carrac- c i in der dresdner Galerie, den die Glorie um's Hauvt, die Flügel, die Kränze, die Krone »ud der Wanderstab keiitlich machen, gehört zu den glüklichsten Erfindungen dieses Künstlers; den ausser den obengenantcn Attributen fehlt eS demselben auch nicht an bedeutenden Eigenschaften, z, B. das mächtige Aufwärtsstrebeu der Figur und die kleinen Genien, welche dem großen bewundernd nachschauen. Das auf gcfchnittencn Steinen sehr oft vorkommende Bild des Hundes, der aus einem Schnekcnhaufe hervorspringt, worin er verstekt lag, uud einen Hasen ergreist, sott ohne Zweifel arglose Unschuld warnend erinnern, vor tükische», im Verborgnen lauernden Feinden auf ihrer Hut zu fein. .) lIV. >6,Z Beilage. Ei» Fuchs, der auf einem mit zwei Hähnen bespanten Wogen fährt/ hat offenbar die Bedeutung, daß List selbst die Wachsamsten bändigt »nd nach Willen lenkt. Eine alte Gemme zeigt die Kenle des Herkules, die oben in einem Cadueens endigt; Palmzweige entsprießen ihr. Damit wird bedeutet, daß Kraft und Gewandtheit den Sieg erringen; ein Delphin znr Rechten, und ein Fruchthvrn zur Linken zielen auf Meer und Erde. Von diesem wenig verschieden, oder vielmehr nur eine geistreiche Variation derselben Allegorie, ist ei» anderer antiker Stein. I) Der Keule des Herkules stnd hier ebenfalls Palmzweige entsprossen, über ihr steht der Cadueeus, und unten wachsen Kornähren hervor. Noch ein anderer antiker Stein zeigt einen Globus, einen Delphin, ein Fruchthvrn und ein Ruder, worauf ein Schmetterling stzt, alles, wie wir vermuthen, aus die weise Regiruug eines römischen Kaisers anspielend. Eine Sphinr, das Rad der Nemesis haltend, deutet aus das geheimnißvolle Walten der vergeltenden Göttin. Zwei in einander gelegte Hände kommen aus antike» Steinen häufig vor, und sind ein bekantes Bild von Treue und Frenudschast. Zuweilen scheint auf eine wizige Art Sache und Zeichen zugleich vorgestellt worden zu fein; wie z. B. auf dem geschnittenen Steine, 2) wo der Kranich eine Trompete trägt, und auf einem andern Steine, Z) wo in der Krümmung einer alten Tromvete ein Hahn krähend stzt. Genialischer aber ist vielleicht ein noch nicht edirrer gcfchnittcncr Stein, auf welchem das Haupt eines Satyrs in Gestalt einer Taube gebildet ist, so daß die Beeren der Traube Haarlokcn und Bart darstellen, und selbst die Gesichtstheile rundliche, den Beeren ähnliche Formen zeigen. Von Allegorien durch Zeichen haben die neueren Künstler weit weniger als die Alten Gebrauch gemacht; überhaupt sind in der ncneren Zeit die Allegorien durch Zeichen aus Münzen und Sigelringen weit seltner angewandt worden. In Betres der Sigel mochte daran wohl die Einführung der >) Aus. I^Iorent. t. 2. !al>. 91. 2) t. 2. tl>I>. g6. 3) lall. H2. Beilage. Wapen Schuld sei». Die sogenanten redenden Wapen, die ak so eine allegorische Bedeutung hatte» haben können , wurden sogar geringer geschäzt, als andere ohne Beziehung auf Na- nien ober Eigenschaften dessen/ der sie führte. Ein angesehenes literarisch , kritisches Institut führt in seinem Sigel die Köpfe einer Eule und eines Greifen, in Anspielung aus Wissenschafte» und schöne Künste, über welche sich die Bemühungen desselben hauptsächlich verbreite». Auf dein Sigel eines Unbekanten, wahrscheinlich eines Kausmans/ finde» wir eine» Anker und ein paar Garden ein, gegraben, eine treffende Allegorie auf Hofnuug und Frucht, Bemühen und Erwerb. In einem wenig mehr gelesenen Buche, der rechts- verständige Hausvater betitelt, findet sich unter den vielen Kupfer» eines, welches »ebst andern Dingen auch das Bild der guten Hausfrau enthält. Ihr Kleid ist ganz mit Auge» und Obren befäet, gleichsam ein rastloser schauender und hörender Argus. Waage, Zepter, Schwert und Eichenkranz, als Siubilder ci»er gerechten Negirimg, finden sich anf der Vignette irgend eines neuern Bnchs mit vieler Kuust gezeichnet. Correggio hat i» feiner Ruhe auf der Flucht nach Ägypten, oder der sogenanten Madonna la Ziu> gara, eine» weisse» Hase» angebracht, um theils das Stille der Scene, theils die Unschuld der Maria und des Kindes allegorisch zu bedeuten; in gleicher Absicht hüpft in eben dieses Meisters Vermählung der l>. Katharina mit dem Christkinde ein Vogel dicht bei de» Figuren in he» Zweigen. Annibal Carracci läßt in einer seiner Landschaften, In> Palaste Doria zu Rom der h. Familie auf ihrer Flucht nach Ägypten weisse Taube» voranfliegen. Ilm den Ort der Scene, oder das Land zn bezeichnen, wohin die h. Familie aus Judäa sich gefluchtet hat, brachte Poussiu in einem Gemälde, welches die Ruhe auf der Flucht nach Ägvpten vorstellet, sehr sinreich ei»en jungen Äguptcr an, welcher der h. Jungfrau und dem Kinde ei< nen Korb mit Datteln vorhält; eine Frau reicht dem h. Joseph zn trinke»; in der Ferne zeigt sich eine ägyptische Stadt, ein feierlicher Zug Von Priestern, das Bild des Anubis, und eine Pyramide. In einen, Gemälde des Barbalonga, Schülers von Beilage. Domen ichino, zu S, Silvestro auf Monte Cavallo in Rom, Halle» Engel Kornähren und Trauben, womit auf das Brod und den Wein im Abendmahle angewielt wird. Sansovino gab in seiner Marniorgruve von der Ma- ria mit dem Kinde und der h, Anna in der Augustiner Kirche zu Rom, der leztgenaüten Figur ei» Buch unrer die Füße, in Anspielung aus das abgethane alte Gesez, Man muß gestehen, daß diese Allegorie etwas weit hergeholt ist, und eben diefer Vorwurf trift noch ein paar andere berühmte Allegorien des F. Barrocci, welcher in der Heimfuchung der Maria durch den Strohhur einer Figur aus den Monat Julius anspielen wollte, in welchem dieses Fest gefriert wird; und I» der Marter des h, Bitalis zu Ra- Vcmia durch Kirschen, welche ein Mädchen einer Elster vorhält, ebenfalls auf das Fest des Heiligen im April, Meuer. tAnf einem schon geschnittenen antiken Steine des Kabi- »ets Napoleon ist Euripides vorgestellt, wie er in der Wahl zwischen Palästra und Bühne zweifelhaft fchwebt; dcii fein Bater Mnefarchus wünschte sehr, einen Athleten aus ihm zu macheu. Der alte Künstler bildete daher die Figur der Palästra auf einem Felsen stzend, die linke Brust halb entblößt, mit der Rechten und mit dem Vlike einladend; ljinter ihr ist ein Herm e, ihr beständiges Attribut, als der Tochter des Mercurius. Gegen die Palästra gekehrt stehen Euripides, der andern seiner Bildnisse nach zu urtheilen, offenbar Porträt ist, und die Muse der Tragödie, welche ihn mit dem rechten Arme umsaßt und in der linken Hand eine Rolle hält. Beide Figuren sind lang bekleidet. Man steht die Ähnlichkeit dieser Vorstellung mit jener des Herkules a m S ch e i d e >v e g und Lucians Traum leicht ein. Die Abbildung der Gemme findet sich allein in Viscontis Ikonographie. (1'. i. xl.S, u.4>) Eilftes Kapitel. Versuch neuer Allegorien. §.372. Diejenigen Allegorie»/ welche ich vorschlage/ sind zum Theil nicht wirkliche Bilder/ können aber solche werden / und andere kau man als Anzeigen dazu ansehen/ und mit dieser Erklärung wollen dieselben/ auch nach dem Saze der alte» Weltweise«/ daß eine Sache so viel Wahrheit an- nimt/ als die Materie erlaubet/ beurtheilet werden. Ich bin niemals der Meinung einiger Scribente» gewesen/ daß man nach Art der Kaufleute Handel» müße/ die ihren Käufern gute und schlechte Waaren vorlegen/ nnd diesen die Wahl lassen: wen ich daher scheinbare Kleinigkeiten angebracht habe/ so bedenke man / daß dasjenige/ was mir die einzige bekaii- te Statue der Leukothea keutlich gemachet/ ein bloßes Band von zween Finger breit ist/ und daß die einzige Figur der Nemesis in Marmor sich durch einen von der Brust in die Höhe gehaltenen Zipfel ihres Gewandes eutdekete. s. 3-7Z. Die Antipathie oder die natürliche Abneigung eines gegen den andern kau durch einen Löwen und einen Hasen/ und durch einen Elephanten und ein Schwein angedeutet werde»/ weil diese Thiere eins dem andern widerwärtig sind.y >) plutarcl?. Invi-üa et o>1. post. Diese Allegorie möchten mir keinem Künstler rathen, da die Sagen und Vorurtheile, worauf sie sich grüw det/ längst iiuf-zebört haben. Mever. einer Allegorie. §. 37-i. Neben dem Bilde eines Arztes könte cin liegender und eingeschläferter CerbernS/ wie VirgiliuS vom AneiS dichtet/ anzeigen/ daß die Wissenschaft eines großen Arztes auch sogar diesen Wächter der unterirdischen Drte betäuben/ und Kranke, die gleichsam bereits die Pforten der anderen Welt betreten haben/ wiederum zuriikrufen könne. Man könte cin Bildniß eines ArzteS auch durch die Fabel des Orpheus und der Eurydice malerisch machen. §. 3/6. Einen Astronomen könte / ausserdem AtlaS/ anch Bellerophon auf dem Pegasus bilde» / da selbst diese Fabel von einigen alten Scn- benten auf die Betrachtung des Himmels und der Gestirne/ mit welcher sich dieser Held beschäftiget/ gedeutet wurde. ES ist anch die Fabel deS En^ dymions vom Plato von dessen Betrachtung des Himmels erkläret. K. 376. Warme Wasser und Bäder waren alle dem Herkules gewidmet/^) und können durch dessen Bildniß bezeichnet werden.-') Z. 377. Das Bild der Bestürzung kan eii» >) ^nonvm. >1« increZIIi. e> iZ. In Wen der Künstler einen vorzügliche» Astronomen unter der Gestalt des Bellerophon selbst darstellen wollte, wie derselbe auf dem Flügelpserde gleichsam in die Nach- barsckast der Gestirne gelangt/ und durch dieNäume des Firmaments fährt, wäre die Allegorie noch kühner. Meyer. 2) ^lken. I> 12. 1. n, 6>I Z) Dieses wäre eine zu gelehrte und überdies nicht hinreichende Allegorie; den da Bilder des Herkules noch verschiedene andere, sowohl näher liegende, als auch besser bekante Beziehungen haben können, so ist von der vorgeschlagenen Sxeeialbeziehung aus warme Bäder schwerlich die nöthige Klarheit zu Hessen. Me»er. Versuch Neh sein / welches/ wen es im Laufen einen Menschen gewahr wird/ stehen bleibet/ und sich weder vorwärts noch zurük zu gehen getrauet/ so wie Home rus selbst einen bestürzten Menschen mit einem stuzigen Rehe vergleichet. >) §. 378. Der Betrug in Vorstellung einer Person/ welcher man nicht gewachsen ist/ köütc durch eine große Larve/ (welche bei den Alten insgemein den ganzen Kopf bedekete/) über ein kleines Gesicht gesezt/ angedeutet werden. Auf dieses Bild bringet mich ein Kind von Marmor in der Villa Albani/ welches innerhalb einer großen bärtigen tragischen Larve stehet , und eine Hand durch die Ösnung des Mundes hervorstreket. §.379. Eine Braut »ach der ersten Hochzeitnacht konre man durch ein Mädchen vorstellen/ die ihren aufgelöseten Gürtel der Diana weiset. ß. 380. Das Bild eines Kritikus könte entfernter Weise von den Maageschalen des Jupiters beim HomeruS genommen werden / auf welchen er das Schiksal des HektorS und des Achilles abwägt: näher aber von einem Apollo auf einer hetrunschen Patera von Erzt/ welcher das Geschik gedachter zween Helden in kleinen Figuren auf den zwo Schalen einer Waage durch den MereuriuS abwäge» lässet/ und mit einer aufgehobenen Hand das richtige Verfahren hierbei dem MereuriuS anzubefehlen scheinet. ES ist bekant, daß die Gelehrten (Mereuri.ile8 viri) den Schuz dieser Gottheit zu genießen glaubeten/ und daß derselbe die Aufsicht über Waagen und Gewicht hatte. -) Ix. 4. IV. v. 24Z. X. XXII. v. i. 2) lDenkmalc Num. Ei» Kritikus, abgebildet in Gestalt des auf dem Jda stzeudcn und das Schiksal wagenden Jupiters, wä- einer Allegorie. §, 3S1. Der unwissende Dünkel könte auS dem Svrichworte : /^^L//-cv>!, der Specht, welcher es der Sirene nachma« chen will,^) gebildet werden.^) §.332. Die demüthige Ehr furch t geg en Gott kan nach dem Begrife derjenigen vorgestellet werden, welche die .kränze, womit sie die Statue einer Gottheit krönen wollte»/ zu deren Füßen legeten, wen sie nicht an das Haupt derselben reichen konten. §. 383. Die Ehre köute durch ein Opfer bedeutet werden: den es wurde der Ehre allein mit ent- bloßetem Haupte geopfert. §. 38-5. Der Eid kau in Königen der alten Geschichte durch Aufhebung ihres langen Zepters angezeiget werden: den dieses war der Gebrauch bei Eidschwüren. §. 385. Eine ungegründete und betrügliche E i n- bildung kan vom Ixi on genommen werden, welcher glaubet in den Armen der Juno dieselbe zu genießen, da er an deren Stelle nur eine Wolke hatte. §.386. Zween vermeinte Erfinder einer und eben der Sache drüket das Sprichwort aus, und eS könten solche durch zwo Personen/ beide ein Bild des Mercurius haltend, vorgestellet werden. K.3Ü7. Die Danksagung an den Erretter rc als grotesk-linvcrbolisch, im scherzhaften Sinne genommen, vortrcflich. Meyer. 2Z Ist für die bildende Kunst gewii? untauglich. Me»er. 3) IPIul.ii'cli. . K. X. v. Zzi. ^iislvt. xolii. I. Z. c. 14. 260 Versuch eines Volks kaii da- Bild auf einer selzr seltenen Schaumünze des Coin modus in der vatikanischen Bibliothek sei»/ wo die Bewohner des aventinischen Berges in Rom dem Herkules die Hand küssen, nachdem er den CaeuS erschlage»/ welcher ihnen vielen Schaden zugefüget hatte. >) Ein gleichbedeutendes Bild sind die atheniensischen Knaben und Mädchen / die dem These uö/ nachdem er den Ritt o tau ruck erleget hatte, die Hand küssen / so wie dieses auf einem herculanische» Gemälde vorgestellet ist. §. Z8?i. Ein F isch/ welcher weder Stimme noch Gehör hat/ könte das Bild eines Stummen und Tauben sei». Z. 389. Das Bild eines Friedens/ welcher durch die Liebe/ oder durch eine Heirath zwischen den kriegenden Theilen befestiget worden, könte aus dem Petronius genommen werden/ wo er saget/ daß die Tanben in dem Helme eines Kriegers ei» Nest gemachet: VV-V-k-5 I/I Aci/cri NII?II»I 5it ai?ii<.n ^e/ni5. Von zwo Frieden schließenden Personen könte die eine einen Cgdu) Venut. num> ^Il>. Vs>!c. t. >. tsli, ig. 2) l^Posselt hat sich dessen auf dem Umschlag eines Nänt- chens seines Taschenbuchs für die Geschichte dee neuern Zeit bedient.) Z) IZcl. V. Zi einer Allegorie. 261 sein, welche sich einander die Hände gebe»/ und einen ewigen Bund unter sich machen. TheseuS hält eine Keule, nach Art der Helden und in Nachahmung des Herkules'/ welchen er sich zum Muster vorstellete/ und kan kcntlich gemachet werden, durch kurz abgeschnittene Loken auf der Stirne, welches der einzige Grund ist/ in einem schönen jugendlichen Kopse aus einem geschnittenen Steine einen Theft nS zu finden. >) §.3St. Das Frühzeitige von aller Art/ auch wen vom Verstände die Rede ist, kan durch eine frische Mandel in ihrer grünen Schale bezeichnet werden, weil dieselbe früher als alle andere Baum- ftüchte reif wird. Das hebräische Wort dieser Frucht, heißt mit eben den Buchstaben srü Hzei tig reis werden, und die Mandel ist daher selbst in der heiligen Schrift ein Sinbild der frühzeitigen Reise. 2) Z. 3S2. Die Furchtsamkeit kan sich zeige» in dem Bilde eines Kriegers, welcher den Schild vor sein Gesicht hält. Dieses nehme ich ans der Redensart des Hesiodus von denen, welche ihren Kopf nicht unter dem Schilde vcrsteken;^) den in den Schildern der Alten pflegete ein kleines Loch zn sein, durch welches man bedekt seinen Gegner sehen koüte. 4) §. Z?3. Der Genuß des Vergnügens nach überstandener Arbeit kan in dem Bilde des SimsonS vorgestellet werden/ welcher in dem Rachen des von ihm bei Thimnath erlegten Löwen Ho- 1) Laniln. n. i. 2) IZocksn. pkzl. et Laa. p> 628. 3) 8cul. Itcrc. v. 24. 4) Lurix. ?>, i) K. Ein ge reiset er Mail/ oder der viele und große Reisen gemachet, kau einen Storch zum Einbilde habe»; den dieses wurde »ach dem Stratz o durch einen Storch, wegen der entfernten Züge desselben, bezeichnet, wen er angibt, daß der eigent- liclie Name der Pelasger gewesen/ von der Storch/ weil diese Völker weit herum geschweiset.2) K. 396. Die Geringschäzung köiite durch eine Feige ausgedrüket werde»/ wenigstens in warmen Liinder»/ wo ein Überfluß dieser Frucht ist; den man saget in? Sprichworte: ich achte es nicht einer Feige werth; es gilt keine Feige. Der bekaute Alexander Tassoni ließ sich mit einer Feige in der Hand malc»/ welche anzeigen sollte/ daß er von Diensten/ die er großen Herren geleistet/ keinen Vortheil gezogen/ der nur einer Feige werth sei. 2) ß. 3S6. Die Gleichgültigkeit in Glük und 1) Väri I.von - Iias. t. 2. p. 192. Das könte nicht deutlich vorgestellt werden/ theils weil der Gegenstand an stch Schwierigkeiten hat, theils weil die Kunst es gern vermeidet, die Begriffe so fein zu zerlegen, und z. B, hier G en u ß des Vergnügens nach über- standener Arbeit, von Ruhe nach überstandener Arbeit zu unterscheiden. Wen aber in dem vorliegenden Falle ein allgemeiner Sin statt findet, so wird man »>ir einem ruhenden Herkules wohl besser ausreichen, als mit dem vorgeschlagenen Simson. Meyer. 2) 1^. g. 1. S. ig.Z Z) I^tt. cii b ontkinini aila griliot. soxra il Vocal). Dies ginge nur in südlichen Ländern an; in Deutschland u»d dem Norden hingegen, wo Feigen schon seite. einer Allegorie. Ungliik könte in gewissem Maße durch eine komisch,: und eine tragische Larve in der Hand der Person/ welcher man jene Eigenschaft beigeleget/ angedeutet werden/ nach den Worten des HoratiuS: Es könte auch ein anderes Gleichnisi des Dichters in diesen Worten: angewendet werden/ in Abbildung einer Marionette oder eines hölzernen GliedermanneS/ wie ihn die Maler zum Gewänderlegen gebrauchen/ einen Menschen anzuzeigen / welcher sich nach Belieben von andern regiren lässet. §.397. Die G lnk selig keit köntc ein Schif mit vollen Segeln ausdrnkei?/ nach bekanten Redensarten dieses Begriss in beiden gelehrten Sprachen.^) §. c>SL. Griechenland ist sehr schwer vorzustellen/ und die Figuren einer und der andern griechischen Provinz auf römischen Münzen sind auch an sich selbst nicht bedeutend genug; es kan aber die Figur dieses Landes in unzähligen Vorfällen nöthig sein. Wie/ wen man sich an den Namen der Grieche»/ 'LÄ.-,»-?, HelleneS, hielte/ (obgleich in den ältesten Zeiten nnr allein die Thessalier also hieße»/) und denselben in einem Medaglione auf der Brust der Figur durch Helle und Phryxus andeutete/ welches Bild aus einem herculanischcn Gemälde könte genommen werden?^) ne und theure Früchte sind, hätte dergleichen Allegorie einen gezwungen«! Sin, M ei> e r. >) ILpist. I> 17. 29.) 2) Il> 7. öo^I Z) Ist sprichwörtlich, und für Mitteilender ein unbekante? Bild. Meyer. >4) kilt. t. ). tav. 4. Versuch §.399. Eine g l iikli ch e Hei rath könte in der Figur der Vermählten vorgestellet werde»/ welche der Fori,»»!« mulielzri, die sizet und mit dein linken Arme ein Horn des Überflusses hält / und mit der Hand einen Stab auf eine Kugel sezet/ einen Kran; aufsezet. Dieses konten allein die neu Vermählte» thun/ und es war Witwen nicht erlaubet. ^ Z.ävo. Die größte Hize tönte durch ein Heupferd auf einem Baume angegeben werde»/ weil diese Thiere ^sich alsdan hören lassen/ und Nilande r saget: dieZeit, ehe die H euvferde schrei- en/ i) uni die Zeit vor der Hize anzugeben. §. äo^l. DaS neu eJahr könte ei» großer Nagel bedeute»/ welchen eine Figur an einem Tempel, einschlägt. Dieser Nagel/ ««««/-- genant, wurde in Rom zu Anfang eines jeden Jahres von dem Prätor eingeschlagen/ und war die römische Zeitrechnung/ da man noch nicht zu schreiben verstand. Diese Gewohnheit wurde hernach aus Verehrung des Altertums beibehalten. §. 402. Aus dem/was der ältere S cal ig e r an einem Orte saget/2) könte das Zeichen der Jungferschaft bildlich gcmachet werden. Die Verlorne Jungferschaft wäre durch folgendes Bild sittlich zu machen. Zu Lanuvium in Latium war eine Gewohnheit/ daß alle Jahre ein junges Mädchen mit verbundenen Augen einer Schlange auf einer Schale einen Kuchen reichen mußte/ welchen die Schlange nicht annahm/ wen das Mädchen nicht mehr Jungfer war/ «nd alsdan macheten sich die Ameisen an den Küche». Hier könte auch ein Gedanke ans den griechischen Scribenten vom Aker- , i) v. 360. 2) iÜoninient. in Inst, animal. I. i. zi. i3i. Z) I.4. 3. v. Z—4. einer Allegorie. bau dienen, welche vorgeben/ daß die Bienen sich an keine Jungfer machen/ sondern nur an Frauen oder an widerliche Weiber. K. Die Malerei/ welche im vorigen Kapitel in dem Bilde der stummen Di ch t k u n st angeführet worden/ wo ihr der Mund verbunden ist, und vielleicht eben deßwegen nicht allgemein gefallen tönte, würde in Absicht des vornehmsten EndzwekS dieser Kunst, nämlich der Nachahmung, zu betrachten sein. Dieses köiite in der Figur der Malerei eine junge schöne Larve andeuten, welche sie, wie die tragische Muse, auf dem Kopfe liege» hätte, und so wie Amphitrite einen SeetrebS hat. Auf der Brust tönten ihr die Gratien, wie eine Münze, hängen. Wollte man dieses Bild völlig in der Idee des Altertums malen, so tan kein Farbenbrett statt finden,^) sondern eS müßten kleine Gefäße mit Farben angedeutet werden, wie auf einem von Bellori zu Anfang der alten Malereien angebrachten erhobenen Werke. Der Malstab, auf welchem die Hand im Arbeiten ruhet, war vor Alters, wie izo, gebräuchlich, uud hieß 2) K. -40^. Die glükliche Niederkunft einer Prinzessin köiite durch die Göttin Jlithya(K<- von den Römern Lu ei na genant, bildlich gemachet werden. ES war dieselbe zu Ägium mit beiden ausgestrcltcn Armen vorgestellet, so daß sie in der einen eine Fakel hielt,und da beim Ho- merus mehr als eine Zlithya ist, welche Töch- 1) lJm Hn'cittano fand man Farl'enl'rcttn>/ die gerade wie dic unsrigc» beschaffen sind,) 2) sde sera iium. iii Z) pauzs», 1.^. 2Z,Z 256 Versuch tcr bcr Juno waren/^) so kan dieses ein reiches Bild veranlassen. Z. 405. Die Nothwendigkeit wäre ans dem Horat ins mit einem strengen Gesichte/ mit einer gebieterischen Hand/ und mit.großen Nägeln und Keilen/ vielleicht auch mit einem Joche in der Hand/ zu bezeichne». §. 4»6. Ein Bild der g ö t t li ch e n Ra ch e kon- te aus dem/ was Leo von Byzan; zu jemand sagete/ der ihm über sein schlechtes Gesicht spöttisch begegnete/ genommen werden. „Du spottest (sage- „ te er) über ein menschliches Gebreche»/ und trägst „die Nemesi S/ die Vergeltung und die Rache/ auf „ dem Ruten. " Auf diese Art vorgestellet/ würde es vielleicht kein angenehmes Bild werden; es köiite aber Nemesis dem Verbrecher/ welchen sie erreichet/ eine Hand auf die Achsel legen und anhalten. Das Bild der Nemesis ist im zweiten Kapitel gegeben. K. 407. Ei» R cchtsg e leh rter könre vordem Tempel des Apollo oder neben dessen Statue sizend/ und dene»/ die ihn befragen/ antwortend/ vergestel- let werden; den bei dem Tempel gedachter Gottheit pflegeten die römischen RechtSgelehrten ihren Clienten Gehör zu geben. K. Einen Religionsspötter könteHer- kuleS bilden/ welcher dem Apollo seinen Dreifuß nimt/ da ihm dieser nicht nach seinem Sinne antwortete. Dieses ist zweimal im älteren griechischen Styl gearbeitet/ in der Villa Albani/ im- >) lx. XI. V. 270. pliurnut. .32k). 3) Lcliol. ^uvLual. sst. I. v. 12k. einer Allegorie. 257 gleichen i» dem Mnseo Nani zu Venedig/l) und auf einem dreiseitigen Basamcnte unter den Altertümern zu Dresden. §.-w!). Die unverhofte Rettung in augenscheinlicher Gefahr kan die Begebenheit eines jungen Lesbiers bilden / welcher / um seine Liebste im Wasser zu retten/ selbst hineinsprang/ und Gefahr lief/ zu ertrinke»/ da er ein schwimmendes Gesäß mit der Beischrift: ^102 des ret teilten den Jupiters/ ergrif/ auf welchem er das Ufer erreichet«:; 2) dieses Gefäß kan wie eine Amphora von grbrauter Erde gestaltet sein. Hierauf kan die Liebe auf geschnittenen Steinen zielen/ welche che auf einem solchen schwimmenden Gesäße fähret. 5) §. ^10. Dem Bilde eines gerechten Richters könte eine Figur ohne Hände zugegeben werden/ wie die Statuen der Richter zu Theben in Ägypten waren/ anzudeuten/ daß sie kein Geschenk angenommen. K. 11. DieRuhe nach ü b e rsta n d e ne r A r- beit kan in dem ruhenden Herkules v-c) gebildet werden/ so wie derselbe ausgeschnittenen Steinen ist/ und von Annibal Caracci an der Dekc eines ZimincrS im Palaste Farnese gemalet worden. §.4l2. Eines Schwäzers Symbolnm kan ei- 1) pac'i!>urc!i, tie Is. xt Osir. lt. 7. x> 11 * 2Z5 Versuch ne Schwalbe sein; den dieselbe heisset die Schw anhafte beim Anakreon^) und S im on i d e S.^) §. ätZ. Vielmals habe ich die Semiramis gemalet gesehen/ aber niemals deutlich genug bezeichnet, welches durch eine wilde Taube hätte geschehe» können; den dieses war die Bedeutung ihres Namens. Z) §. Daß die mehresten Siege Kinder, weniger der Tapferkeit/ als der List und des Betrugs sind/ wie die Alten sageten, könte einigermaßen durch eine Larve/ vor dem Helme an einem Siegeszeichen gesezt/ ausgedrillet werden: den man saget auch im gemeinen Reden / die Larve der List vorhängen/ veslire la mascliera clell' sslu ?.is. Z.-jiL. Zu Bedeutung des SommerS/ lind sonderlich des Zlugustmona tS/ könte ein Adler dienen/ welcher seine Zungen znm Fliegen anführet; den der Adler heket zu Anfang des FrühlingS/ brütet dreissig Tage/ und dessen Junge sind allerer!? im sechsten Monate nach ihrer AuSbrutuug/ das ist/ im Auguste/ znm Fliegen und sich ihren Raub zu suchen gesckikt/ welches auch HoratiuS nach der verbesserten Lesart desselben anzeiget: 1) 12. 2) Scl>ol. Nesioä. x. öS. Z) vocllsrt. et Lan. x, 740. lNammsallegorien sind fast immer verwerflich.) 4) I,. 4. 06. 4. v. 7. Der Künstler wird besser thun, eine» mir Ähren bekränz, ten Genius ;u wählen/ als den vorgeschlagenen Adler, welcher seine Jungen zum Fliegen anfuhrt. Meyer. einer Allegorie. 259 §. 'n6. Eine» Spartaner könte ein gewafne- ter und tanzender Krieger abbilden/ weil dieselben tanzend zur Schlacht gingen, und auf ihrem Grabe sezcn ließen: daß sie tapfer eine Schlacht getanzet. Da diese Gewohnheit aber auch bei den Chalybern und bei den Karpesiern, einem Volke in Zberien war,i) so würde der Spartaner durch eine Schlange auf seinem Schilde und durch rothe Kleidung zu bestimmen sein/ so daß er der Liebe opfert, welches allein die Spartaner thaten, ehe sie zur Schlacht gingen;^) Andere reden von einem Opfer an die Musen.^) Ein Athenienser würde durch ein goldenes Heupferd in den Haaren über der Stirn keiitlich werden. 4) §.417. Das Bild einer unbeweglichen nnd ungestörten Stille des G e i st e S könte ein runder nnd allenthalben offener Tempel auf Säulen sein, mit einem Altare in der Mitten, an dessen Friese die Überschrift: die Deutung desselben zeigen würde. Die Alten geben von diesem Tempel bei Kroton in Großgriechenland vor, daß der Wind die Asche auf dem Altare niemals zerstreuet, obgleich der Tempel völlig von allen Seiten offen war. 5) §. 418. Der dumme Stolz über eine unverdiente Ehre, die man nicht der Person, sondern deren Titel erzeiget, ist in der Fabel des Esels, welcher mit der Statue einer Gottheit beladen ging, vorgestellet, die das Volk anbetete; der Esel aber 1) I/iv. I. 23. c. 26. 2) 1. iZ. ^c. 1. n. >2/1 3) pluwrcl». s>Ie ir» coliili. t. 7. p. 7gg. lieisll j 4) I. 12. ^c. >. n>5.^ 5) ?>ia. >.2. sc. 107. scct. ili.Z 260 Versuch eignete si ch diese Ehre zu. >) Ein Esel mit heiligem Gerärhe beladen, war in eben der Deutung ein Sprichwort bei den Griechen, von den Eseln genommen, die zu dem cleusischen Feste die Geräthe trugen. H §.^>9. Die Trauer über Verstorbene könte aus den Kleidern durch zween griechische Buchstaben s. x. angedeutet werden. Diese Buchstaben hießen: H-cs-? , den u nterirdischen Göttern, aber auch und des Todes und des BlizeS. Kleider, welche nicht mit diesen Buchstaben bezeichnet waren, hießen vcsws pu- rce. Der Buchstaben s bedeutet auf Inschriften eine Person, die gestorben ist. §.420. Die Tugend, welche als ein allgemeiner Begrif schwer vorzustellen ist, könte durch den bekaiiten Spruch: ne » l^ege liemmi» verordnet worden. 2) §. Eine d u m me Verwunderung tönte durch eine Nachrcule/ um welche andere Vögel herum stiege»/ angezeiget werden: den dieses Fliegen beißt nach dem Aristoteles verwundern.^) §. -525. Ulysses kaii durch einen Delphin auf auf seinem Schilde deutlicher gemachet werden, woran weder alte noch neue Künstler gedacht Habens) und über diesen Delphin sowohl/ als wo derselbe auf Münzen und in anderen Denkmalen angebracht ist/ kau Bi anchini nachgelesen werden. 6) §.^>26. Ein Undankbarer könte nach dem Bilde einer griechischen Siuschrift durch eine Figur/ 1) 6ic. pro Hose. c. 20. ^uiian. in x. 36o. 2) Neinec. änlich, Kon!. »6 Inst. 1.4. tit. 16. I. 3. Das müßte als Polizeiregel ohne Zweifel eine sehr gute Wirkung thun; von, Künstler möchten wir jedoch in allegorische» Darstellungen nicht gern ein so derbes Mittel angewendet sehen. Meyer. Z) Iliüt, nnini, l. g. c. 1. Lonk. Lockart. Hicro^. I. 1. c. 9. p. 66. 4) I^cop>>r. v. 65>g. et Lcliol. »6 I>. I. 5) Es ccheint uns besser/ den Ulysses wie gewöhnlich durch die spizige Müze zu bezeichne»/ als duech einen Del, Vhi» aus seinem Schilde/ weil dieses leztere Zeichen weniger bekaiit ist/ als jenes. Meyer. 6) Ist. Univ. p. Zöo. seiol. !n sexr. coutr. Tlieb, v> 22?. Z) Var. Iiiüt, I.s. c. lg, INach des Perizonius Erklärung sind ihm da und dort Altäre errichrct worden, theils mit der Inschrift des Verstandes, theils mit der Inschrift der Wahrheit; und zwar das erstere, weil diefer Philofövh vornehmlich zur Materie noch einen ordnenden Geist annahm. ?!ut->rcl>. äe xweit. xliilvsvxli, I. > ^ einer Allegorie. Zwei alt,: Werke geben ein reiches und edles Bild zu solchen Denkmalen/ welches füglich mit Begriffen der Religion bestehet. Das eine ist die Vergötterung Kaisers A nt o n i n u SPi u s und der älterenFau- stina in erhobener Arbeit, auf dem »Monte Cito- rio aufgerichteten herlichen Basamente zu der Säule, die auf demselben stand. Dieser Kaiser und dessen Gemahlin werden auf einem geflügelten Genius, welcher in der linken Hand die HimmelSkugel halt, um die sich eine Schlange als das Bild der Ewigkeit schlinget, in die Luft getragen, so daß man von denselben mir die Brustbilder sieht; das übrige ihrer Figuren ist durch die Flügel des Genius bede- ket: auf beiden Seiten flieget ein Adler, welcher, wie im dritten Kapitel gedacht ist, auf die Vergötterung zielet. Der Genius stellet bei uns einen Engel vor. Unten zur rechten Hand sizet die weibliche Figur der Stadt Rom mit erhabenem rechten Arme, zum Zeichen der Verwunderung; in dieser Figur kan das Land oder die Hauptstadt angedeutet werden. Auf der linken Seite sizet, niedriger als jene, eine halb nakte inänliche Figur, die einen ObeliskuS hält, um in demselben ein ewiges Denkmal /iil>! gezeichnet und gestochen. Wollte man zu dem vorgeschlagenen Bilde nicht alles von diesem Werke nehmen, so kaii die Vergötterung der jüngeren Faustina auf einem großen erhobenen Werke im Campidoglio das Bild verändern. Auf demselben brennet Feuer auf einem Altare, welches ein Opfer an die vergötterte Person ist, und dieses kaii symbolisch auf die Dankbarkeit gedeutet werden, welche dem Andenken deS würdigen Prinzen ein Opfer bringet/ so wie PliniuS in der Lobrede auf den Tr,!- 264 Versuch januS saget: „in unseren Herzen / in unserer See- „ le sind Altäre für dich aufgerichtet. " Dieses erhobene Werk stehet in den ^äiuirancl.-» von Varto- l i gestochen. Sollte dieses Bild gemalet ausgeführt werden/ findet sich nichts zu erinnern als allein über die Farbe der Gewänder. Das fliegende Gewand des Genius kan himmelblau mit goldenen Sternen sein / womit die Alten vielmals die Gewänder bese- zeren. Das Gewand der verstorbenen Person würde weiß sein / das ätherische reine Wesen in dem jezi- gen Zustande derselben anzudeuten. Die Figur des Landes oder der Stadt kan wie die N o ma auf dem alten Gemälde in dem Palaste Barberini gekleidet werde»/ nämlich in Weiß ihr Unterkleid/ in Noth ihr Mantel oder Gewand. >) §. ^29. Ein allegorisch Bild einer hoben Ver« Mahlung kan die Heirath deS PeleuS und derThe- tiS auf der oben angeführten Begräbnißurne in der Villa Albani gebend) und zwar so/ daß den beiden heroischen Figuren/ welche neben einander sizen, die Ähnlichkeit der vermählten Personen gegeben werde. Dieses Bild kan sehr reich werden/ weil alle Götter hier erschienen/ und den Vermählten Geschenke brachten. Auf unserem Werke aber erscheinen nur Vuleanus und PallaS; jener überreichet dem jungen Helden einen Degen/ und diese einen Helm. Hinter ihnen folgen die vier JahreSzei- j) Noth ist zwar der Mantel; das Gewand (tun!c->) aber/ soviel wir uns erinnern, überhaupt gelb. Der Theil des Untergewandes, der nm die Fuße zum Vorschein komt, mag von weisser Farbe sein/ allein es verdient angemerkt zu werde», daß dieses Bild sowohl unten als oben schadhaft gewesen, und Kops und Fuße stark aufgemalt schei> nen. Meyer. 2) lDenkmale, Num. einer Allegorie. 265 tcn/ und der Winter gehet vora»/ eine jede mit ihren Früchten; und zulezt komt HymenäuS mit Rosen bekränzt/ welcher in der rechten Hand ein Gießgefäß trägt/ und mit der linken eine Fakel auf der Achsel: diesem leuchtet der HefperuS oder der Abend/ mit einer brennenden Fakel «ach der Gewohnheit der Alten. Da aber die Ausführung dieses Bildes zu unseren Zeiten der Malerei und nicht der Bildhauerei zufallen würde/ so komt es vornehmlich auf Angebung der Farben der Gewänder und des Schmuks an. Peleus/ welcher als ein Held halb nakeud ist/ kaii das Gewand lakroth haben/ den Purpur anzudeuten; der TbetiS ihreS/ als einer Göttin der See/ sollte meergrün sein/ wie es dem Neptunus gegeben wurde; >) in dem alten Gemälde der a ld ob r an d isch en Hochzeit aber/ welche eben diese Vermählung vorzustellen scheinet,, ?) hat TbetiS ein weisseS Gewand/ wider die Gewohnheit der Griechen/ wo Braut und Bräutigam gefärbte Kleider trugen/ wie SuidaS aus dem AristophaneS bemerketauch bei den Römern war das Gewand der Braut (kl->inme>im) roth;^) des VulcanuS kurze Weste würde eisenfärbig zu machen fein/ der Hut desselben aber ist himmelblau/ wie im zweiten Kapitel angezeiget worden/ und die Pallas pfleget auf alten Gemälden das Unterkleid roth und den Mantel gelb zu haben. Den Jabrs- zeiten kaii einer jeden ein Gewand von bedeutender Farbe gegeben werden. Der Frühling kan das Nnterkleid weiß und das Gewand rofenfarb haben, 1) pkurnut. nat. Oeoi'. e. 22. 198. 2) lG. d. K. 7B. ZK. 7 §. Note.Z 3) Voce 4) Ln Lcrixt. x. ZZZ. Winckelmaki. 9. 12 266 Versuch in Absicht theils auf die Baumblüthe/ welche meh- rentbeils weiß ist, theils auf die Rose»/ als die häustgste Blume dieser Jahrszeit; das Untergewand könte auch grün sein/ die erneuerte liebliche Bekleidung der Erde im Frühlinge anzuzeigen. Dem Sommer kan ein gelbes Unterkleid und ein himmelbliui- cr Mantel gegeben werden/ durch diese Farbe auf die beständige Heiterkeit deS Himmels in dieser ZabrS- zeit, sonderlich in warmen Ländern/ zu deuten, wie durch das Gelbe auf die Farbe deS reifen Korns und der Ärnte, so wie auch das Gewand einer Figur mit einer Harke Ost-iu»,) unter den herculani- schen Gemälden ist/ welche man auf den Sommer deutet, i) Der Herbst kan das Unterkleid von der Farbe der zu welken anfangenden Weinblätter (tz„x- und das Gewand blutroth haben/ in Den- tung auf die Weinkelter. Dem Winter aber gehören braune und traurige Farben. Das Gewand des Hymen aus kan weiß mit Blumen gestikt sein, Und der HespernS kan dasselbe dunkel mit Sternchen besäet haben. Was die Farbe des Schmuks und sonderlich das Diadema betrift/ so muß dasselbe, wen man eS dem Peleu S geben will/ roth sein, wie cS ist an den Figuren der Gottheiten beides Geschlechts / anf den in der vatikanischen Bibliothek aufbehaltenen eolorirten Copien der Gemälde/ die ehemals in den Bädern desTitu 6 waren/ und pnr- purroth ist die Hauptbinde der KritheiS beim Phi- lostratuS,2) ob er gleich dieselbe für ein Geschenk der N er eis oder der NaiS hält/ welche,- sollte man glauben/ himmelblaue Bänder schenken würde. Hn der Beschreibung der hereulanischen Gemälde isi in wenig Figuren die Farbe der Hauptbinde ange- 1) pitt. t. 3. tav. 5o. x. 262. 2) Icon. I. 2. x. 628. I. 6. einer Allegorie. 267 zeiget, und ich kan mich also auf diese nicht beziehen. Eine rothe Hauptbinde hat daselbst eine vermeinte h i mli sch e V eiiuS. i) ES ist aber diese Farbe nicht allgemein/ wie die grüne Binde eines Apollo zeiget/ welcher/ wie man an den Stiefeln (coUiurnns) sieht, auf der Jagd ist/ 2) auf welche die grüne Farbe ein Absehen haben kaü/ und eine von den sogenauten Tänzerinen auf einem schwarzen Grunde hat eine himmelblaue Bindet) ES pfleget auch der Gürtel unter der Brust an weiblichen Figuren roth zu sei»/ wie die angeführten Gemälde in der vatikanischen Bibliothek zeigen. Will man dem Degen/ welchen VuleanuS bringet/ ein Gehäng geben/ kan dasselbe grün sein/ wie es zwei Degengehänge auf alten Gemälden im herculanischen Muses sind. Wollte man dieses Bild noch reicher machen, können auch die anderen Götter/ die dem Pe- leuS Geschenke brachten / eingeführet werde»/ als: NeptunuS/ welcher die Pferde, KanthoS und ValioS genant/ schenkete; Zunv/ die eine» kostbaren Mantel überreichere, und VenuS/ deren Geschenk eine goldene Schale/ und die Liebe auf derselben gearbeitet/ war. §. ä6o. Man könte in eben der Absicht aus zwei Bildern in dem Epithalamio des Sophisten Hi- merinS /5) ein einziges allegorisches zusammense- zen, welche Freiheit poetisch und also erlaubt ist. Apollo erscheinet bei der Vermählung des PelopS 1) 6'TrcoI. t. i. tav. 24. 2) t. 2. tav. 17. Z) Ik'iä. t. l. t>av. 19. 4) nov. lüst. 1.6. sx. P. 252. 6) Litil. 696. 2ÜN Versuch und der Hippodamia auf einem Wagen mit der Ve»n 6/ deren Haupt er von vorne mit Hyacinthen besteket, da/ wo die Haare auf der Stirne ge- theilet sind; im Naken fliegen dieselben frei und ungebunden. Dieser Wagen ist von Liebesgöttern gezogen, die mit Nosen aus dem Garten der VenuS bekränzt sind, und Flügel und Haarloken von ibrer Hand mit Golde geschmükt haben. Den Tanz lässet Apollo halte» von einem Chöre Nereiden, und das Brautbette ist am Ufer der See aufgeschlagen. PelopS würde nach Art der Helden halb linkend zu malen sein, theils weil die lydische oder phrygische Kleidung in des Philost rat uS Gemälde >) die Schönheit der Figur zu sehr versteket, theils in Absicht des GegensazeS, da Hippodamia die Braut bekleidet sein muß. Sein Gewand kÄ Purpur sein, wie des PeleuS, und wie es Helc- nus in dem Gemälde deS PolygnotuS hatte.-) ES ist derselbe durch die zwei Pferde kentlich zu machen, die ihm Neptunus gab, mit welchen er den Sieg über den Ö nomauS erhielt, und dessen Tochter als den Preis davon trug. PindaruS gibt diesen Pferden Flügel, ihre Geschwindigkeit anzudeuten, und auf dem Kasten des CypscluS waren dieselben mir wirklichen Flügeln gebildet,-^ Hippodamia kan ein weisses mit Sternen durch- würkteS Gewand haben; ihr Unterkleid, welches um an den Füßen sichtbar wird, bat eine beliebte .Farbe. Ihre Arme können mit schlangenförmigen Armbändern, und ihr Hals mit Perlen gezicret werden, ») Icon. 1. i. e. 3o. 2) I. >0. Z) I. v. »40. 4) I^ausan. l. 6. 17.) einer Allegorie. 269 Das Brautbette muß einem Ruhebette oder Kanapee gleichen. Apollo, welcher auf dem Wagen stehend die Venus schmüket, kan seinen Mantel gelb haben, auf die Farbe des Lichts zu deuten; es ist derselbe jedoch auch roth auf allen Gemälden. Venus kan ihr Gewand von meergrüner Farbe, in Absicht auf ihre vorgegebene Geburt, mit der einen Hand vordem Unterleibe in die Höhe heben, dessen einen Zipfel sie über die Achsel mit erhobenem Arme hält. Die Form der Brüste, die ich in der Geschichte der Kunst angezeiget habe/kan hier angebracht werden, und eben so beschreibet Philo- siratuS die Brüste der Kritheis: ^«55- sxA-i 2) wovon sich die Ausleger dieses Scri- benten keinen deutlichen Vegrif machen können; in dem Worte 5°A°x liegt die von mir bezeichnete Form derselben. Der Wagen kan ertweder wie diejenigen/ die zu Wettlaufen dieneten, gestaltet sein/ oder auch die Form einer Muschel haben, in Allegorie auf die Venus Anadyomene. Das leichte und kurze Kleid der Nereiden ohne Ärmel sollte meergrün sein; da aber dieses wegen der Mannigfaltigkeit, die zu suchen ist, nicht geschehen kan, so kan diese Farbe in einigen dieser Figuren mit Weiß und mit einem cangianten Lake abgewechselt werden; mit Weiß/ in Deutung auf den Schaum des Meers, und mit Lak/ weil sich in den Wellen, wen das Meer unruhig wird, in der Ferne ein röthlicher Schein zu brechen pfleget, welche Farbe des Meers H 0 merns, wie ich muthmaße/ in dem von ihm dem Meere gegebenen Beiworte/ vom Purpur genommen O-j-Vv- x^«3)/ kan haben anzeigen wollen. 'Von den t) 15 B. s K. 7 —9 §,z 2) levn. I. 2. p> g2Z. 3) I>>. I. v. 482. 27o Versuch:e. Auslegern aber wird hier und in ähnlichen Stelle» der Purpur von der schwarzen Farbe verstanden. Diese Figuren können ferner mir sehr dünnen und flatternden Schilfblättern bekränzet sein, ans das Meergras (»lg») abzuzielen. Das Ufer der See wird mit Myrten besezet/ welche in warmen Ländern das gewöhnliche Gewächs längs der See sind, und der Maler kan dasselbe ziemlich stark und hoch angeben; beii die Alten pflegeten sogar die Stangen ihrer Spieße ans Myrtenholze zu machen: l-a/»//- t-5, und man findet häufig so starke Stämme an den Ufer» dieses MeerS. Verbesserung. S. 3. Z. 6. l. X-e-A-co-^v. S 2?. Z. 6. Not. l. S' 1S2, Z 2. v. u. l. aus der Hand. S. tSZ. s. V. ». l. beilegen? V e s ch r e i b u n g d c r geschnittenen Steine des seligen Baron S t o s ch. Seiner Eminenz dem Herrn Cardinal Alexander Albani geweiht. 17 5 9. sDiesc Arbeit Winckelmans ist zwar am wenigste» eine Schrift, worin der Verfasser »ebst feiner Gelehrfamkeit aucl> feine» Gefchniak in der Darstellung an Tag legen kontez allein sie hat dennoch inimcr, wen man sie neben andere äl>n> licke Verzeichnisse hält, ihre Vorzüge; sie war von jeher rar; es ist in den übrigen Werken des Autors oftmal auf fie verwiesen und sie bestzt allem anderil ungeachtet gewisse Früchte der Lectüre und Beobachtung, die man sonst nirgends findet! weßhalb ich den auch nicht angestanden habe, der Vollständig, keit und Seltenheit wegen diefes Stük zu überfezen und, in ei> nen engen Raum gebant, dieser Samlung einzuverleiben. Wer Schriften dieser Art zu beurtheilen versteht, wird nebenbei wahrnehmen, das, hier wenigstens am unter» Rande Ding« sind, die dem Originale ma»geln.Z V o r r e d e. Aie Bekalitmachung dieser Samlnna von geschnittenen Stci< »c» sollte anfangs blos ein troknes Verzeichnis! der darin enlhal- tencn Stiike sei» , indem es nicht schien, daß theils der izige Bestzer der Samlnng des seligen Baron Stosch/ theils der Verfasser dieser Beschreibung den Umständen nach an die Unternehmung eines ausiührlichern Werks denken dürsten. Der erstere hatte indeß eine Rene »ach Rom gemacht und eine enge Freundschaft mit dem leztern geschlossen/ und da ihn die anfänglichen Proben des Katalogs, den er wollte druken lassen, »icht befriedigten, so bat er den Versasser, nach Floren; zn kommen, um die Benennung der Steine mir den Lriginalien selbst zu vergleichen; diejenigen zu erläutern, deren Vorstellung dunkel und schwer zu erkären sei, und die ganze Samlung besser zu ordnen. Dies lezte kolite indessen nicht eher geschehe», als bis »in» alle Vorstellungen auf den Steinen genau kante; ja man mußte sogar zu diesem Zwek die Gründe angeben, auf welche die Erklärung sich stüzte. Es war diefes aber so leicht nicht, da sich manche Gemmen darunter befanden, über die der Verstorbene Baron Stosch seine Meinung nicht zu sagen gewagt harte, und er auch ausserdem in den lezren Jahren seines Lebens nicht mehr darauf bedacht gewesen war, den jüngst erworbenen Stüken ihre Benennung zu geben. So wurde also bei der Untersuchung des Einzelnen, in welche man sich einlassen mußte, der erste Plan dieses Werks unmcrklich geändert, und er mußte über die srüber gezogenen Gränze» hinaus erweitert werden, ungeackiret der kurzen Zeit, die daraus gewendet werden koiite, habe ich doch den vorge- seztcn Zwek zu erreichen gesucht, und mich bemüht, das Buch auf diese Weise nüzlichcr und interessanter zu machen, als eS gewesen sein wurde, wen man bei dem ersten Plan geblieben wäre. Die geschnittenen Steine, deren B e sch reibung hier gegeben wird, bestehen einzig in ti e fg e schn i tr en e » Steine» Vorrede. oder Jntaglios/ und e5 ist kein einziger Cameo darunter. Es gab vielleicht noch niemals einen Privatma»/ der eine so zahlreiche und beträchtliche Samliing in dieser Gattung gemacht hatte; auch ist sie die Frucht einer mehr als Vierzigjah- rigen Bemühung / die allein schon hinreichen würde, daS An< denken des verstorbenen Baro» Stofch zu verherlichen. 1) Sie umfaßt beinahe die ganze Mvthologie der Ägyvter/ Hetrurier, Grieche» und Römer/ ihre vorzüglichste» Gebräuche/ die Darstellung vieler merkwürdigen Thaten der alten Welt/ und die Bildnisse der berühmtesten Personen des Altertums. Was die Kunst anbelangt/ das heißt/ alles/ was die Entstehung / daS Wachstum und die verschiedenen Periode» derselbe» betrist/ so gibt es sicher kein anderes Kabinet/ daß so viele geschnittene Steine aus den früheste» Jahrhunderte» und von dem erste» sowohl hetrurische» als griechischen Styl enthielte/ als unsere Samlung. Wir können uns rühme»/ den allerälteste» geschnittene» Stein auf der Welt zu besizeii/ der/ wie seine Arbeit zeigt/ von einen: der geschiktesten Künstler feiner Zeit gearbeitet fei» muß; es ist derjenige/ der die sieben Helden von Theben mit ihren Namen i» altpelafgifche» Buchstaben darstellt. 2) Auch besizt diese Samlung die schönste hetrurische Gemme/ die bis izo bekaiit ist/ nämlich den Tydeus/ ci»en je»er sü»f Helde» / mir feinem Namen in hetrurifcher Schrift. Z) Es war nicht wohl möglich / eine so vollständige Folge Von »nithologifchen und historischen Gegenstände» blos aus wirklich geschnittenen Steinen zusammenzubringen/ man mußte auch antike Glasvaste» zu Hülse nehmen/ und man durfte selbst manche moderne Glasvaste nicht verschmähe»/ wen sie nur wirklich von antiken Steinen abgesornit war. Die antiken Glasvaste» sind zum Theil eben so selten/ als die geschnittenen Steine selbst/ und man findet mehrere i» dieser Samlung / die in Absicht auf den vorgestellte» Gegc»stand ei»zig / oder in Absicht auf die Kunst von hoher Schönheit sind. Dergleichen sind diejenigen/ die J-npiter und Sen>ele/4) j) Man sehe dieBiographie in« t Band» S> I^XXXVI.Z 2) W ettkniale/ Nun,. 10 S>1 3) fEbendas. Nuni. 106.Z 4) lEbcndaf. Num. t,? Vorrede. 275 Baickus, Nireus und noch manche andere Gegenstände darstelle». Nielc moderne Glasvasten sind in gewisser Hinsicht nicht weniger selten, da mehrere Kabinett/ Z- B- das zu Florenz/ von nun an keine Abdriike mehr zu nehmen verstatten; der Baron Stosch hingegen genoß noch den Vortheil/ aus seinen Reisen Abdrüke von den Steinen selbst in den berühmtesten Kabineten von Eurova zu nehmen. Unter diesen Umstanden verdiente die Samlung, von welcher hier die Rede ist/ eine/ so viel als Zeit und Umstände erlaubten/ anssührliche Beschreibung/ die nüzlich uud unter« richtend sein konte. Es schien nur Kupser/ um sie noch »uz- lichcr zu machen; man hat sich indeß bemüht/ diesen Mangel so viel als möglich zu ersezen. Man ist nämlich der Einbildung der Leser zu Hülse gekommen / indem man aus andere geschnittene Steine/ Münzen und sonst schon bekant gemachte Monnmente verwies/ die Ähnlichkeit mir den hier beschriebenen Stüken haben; anch verweise ich auf die vornehmsten zu Rom o.er anderwärts in Italien vorhandenen Monumente, die mir bei meinen Erklärungen zu Statten kamen. Die kostbare Samlung von Zeichnungen nach Antiken, die der Herr Cardinal A l er a n d e r Alb ani bestzt, ist mir in dieser Hinsicht von großem Nuzen gewesen; eine Samlung, die theils von dem Cardinal selbst/ theils von dem berühmten Coiiimendaror del Pozzo gemacht worden ist. Man findet darin nicht blos alles das, was izo in Rom vorhanden ist, sondern auch alles, was seit ohngesähr zwei Jahrhunderten dort eristirre. Der Commendator del Pozzo war der vertraute Freund des Nikolaus Poussin, der sür ihn das berühmte Werk/ bekant unter dem Titel: Die sieben Sacramen te/ malte/ und es finden stch in dieser Samlung nicht blos viele seiner Zeichnungen nach der Antike/ sondern auch die besten Handzeichnungen seiner eigenen Arbeiten. Die andern von mir angeführten Srüke des Altertums werden den Leser sehen lasse»/ wie viel noch von dergleichen Sckäzen in Rom vorhanden ist/ das man bis izo nicht bekant gemacht hat. Die Beweise, die ich von alten Monumenten hernehme, sind durch genaue Anführung von alte» Autoren unterstüzt, und da es in die Augen leuchten muß/ daß alle diese Anführungen aus der ersten Quelle geschöpft sind/ so können sie an sich selbst noch von einigem Nuzen sein. Auf einigen Von unsern Steinen finden sich iuweilen Worte in Form einer Inschrift, 276 Vvrrede. wie z. B- aus Numero 66j in der zweite» Klasse und aus ander»; die Erklärung solcher Inschriften muß sehr zweisel- hast bleiben; ich habe nicht geglaubt, mich dabei aushalten zu dürfen, um den Leser nicht durch eine oft unuüze u»d wortreiche Deutung zu ermüde» , die sich gewöhnlich auf nichts anderes fiüze» würde, als auf die vielleicht aberivizige» Ideen derVer- fertiger oder Besser dieser Steine. Ich habe Gelegenheit gehabt, die in diesem Werke angeführte» Münzen größtentheils in den besten Kabineten von Italien zu untersuchen; in Absicht aus die griechischen Münzen bin ich dem Goltzius und Bog er gefolgt, da diese Münzen in ihren Werken am beste» gezeichnet sind, t) Es sind vorzüglich Mythologie, Geschichte, Antiquitäten und die Ku»si, aus welche man die mehrße Rüksicht in der folgenden Beschreibung der geschnittene» Steins genommen hat. Die zahlreiche nnd sast vollständige Reihe Von Gegenständen aus der heilige» und historischen Mythologie bat Gelege», heit dargeboten, bei Erläuterung derselben beinahe den ganzen Ilmsang der Fabel zu erschöpfe». Uttsere Samluug besizt hierin einige so seltene Stüke, daß es nicht uimuz sei» wird, hier manche derselben anzuführen. Die drei Klassen, welche die heilige und die historische Mythologie enthalten, werden mehrere noch unbekante Monumente darlegen. In der erste» Klasse, welche die ägyptischen Gottheiten begreift, ka» ich als Beispiel einen Harpokra- tes attsühren, mir geschorenem Haupte und mit einer einzigen Loke aus der rechte» Seite, so wie uns Macrobius beschreibt, daß die Ägypter die Sonne gebildet hätten. 2) Dieser besondere Umstand ist, so viel ich weiß, noch von niemand bemerkt worden ; Iablonsk» hat selbst in seinem Werk über die Mythologie der Ägypter jene Stelle des Macrobius nicht angeführt, ebenso wenig als andere Schriftsteller; wahr, scheinlich, weil sie diefelbe »icht anzuwenden wußten. — In der zweiten Klasse sieht ma» de» Jupiter Muscarius,Ä den man bis dahin »ur dem Namen nach kante; niemand hatte vorher gewußt, wie er vorgestellt wurde, und hier sehen !) lZu viel LobN 2) lsaturnal. 1.1. c.21. Denkmale, Num. 77.? zz sEbendas. N»m. 12 — jZ>Z Vorrcde. 277 wir il>» nun auf einer antiken Paste abgebildet.— Jupiter, wie er bei S e m e l e in seiner ganzen Maiestat erscheint, war eben so wenig durch eine Abbildung bekaüt, Alan lieht ihn in unserm Kabinet zweimal, auf einer antiken Paste und auf einem gefchnittenen Steine, l) Der lqtere war schon durch Ficoroni bekant gemacht, 2) der den Juviter für die Zeit ansteht, und die Sciuele für eine iunge Frau, die in der ZZlüthe ihrer Jahre gestorben ist. — Eben so wenig hat iwck ein Antiquar von einem Cuvido gesprochen, !>er gleichwohl auf einer unserer Gemmen vorgestellt ist, .1) und dessen Darstellung eine Poeste des vorgebliche» Orpheus erläutert. In der historischen Mythologie, welche die dritte Klasse ausmacht, finden wir einen Nireus, der so eben Hiera, die 'Anführerin kriegerischer Frauen aus Mvsteu, getodet hat. 4) Ausser dem Philostrarus hat niemand dieses Factum erwähnt. - Die eigentlich historische Klasse besteht zum großen Theile in Porträts. Ich habe mehrere darunter ohne Namen gelassen, und es nicht wie Fnlvio Orsiui oder Bellori inachc» wollen, der aus einem magern und alten Kopf einen Antisthenes gestempelt hat, weil dieser Philosoph an der Auszehrung gestorben ist. Hierin muß man wahrhaftig das beobachten, was der Apostel sagt: Suchet nicht allzu weise zu sein. Wisse» wir doch nicht die Namen so vieler Porträts von der Hand ?itians, Vaudyks u»d a»derer großen Maler, welche Zeitgenossen unserer Väter gewesen find: wie sollte es inöglich sein, die Namen so vieler alten Kopse zu wissen, deren Originale durch die Finsternisse vieler Jahrhunderte von uns getrent find? Neger sagt von einem Brustbilde: es fei ein Manlius Torguatus, weil er eine Kette, l«rr>ueü, aus feiner Brust hat. 5) Aus demselben Grunde könte man diesen Namen also auch einer Statue von lEbenda,'. Nnm, I —2.Z 2) dkMM!« liierst»! sllso^ue) rarivr. tali. L. n. 6. i,konis) 1757. ^ Z) lDenkmale, Nnm. 32.^1 4) fEbendas. Num. l2l.Z 6) liiessur. Lrauil<,>d. t. Z, x. Zsg. 278 Vorrede. sehr inittelmäßigcr Arbeit im Palaste Conti zu Rom gebe»/ die zwei ähnliche Ketten an sich hat. Man muß sich uni so weniger darauf einlassen, gewisse Köpfe kennen und benennen zu wollen, da wir selbst in den Geschichten bekam ter Reiche immer eine Menge von Dingen antreffe»/ die troz unserer Nachforschungen beständig dunkel bleiben. So weiß man z.B. nicht / wer jener König ?!ttal»S gewesen ist, dessen Lucian erwähnt »nd der seinen eigenen Sohn vergiften ließ, li MemtoS, dessen Name sich auf einer alte» Münze findet, 2) muß einmal gelebt haben und sogar eine angesehene Person gewesen sein; indessen ist er uns izo gänzlich uubekant. Man darf nicht glaube»/, da« alle jene Köpfe/ die man bekaiit gemacht und denen man mit Hiuzufügung dreist gewagter Erklärungen irgend einen Namen gegeben hat/ wie das z. B. in Ebermcners Werk ZI geschieht/ — ihren wirklichen Sriginalien ans den geschnittenen Steinen gleich sehe»; die eb er m e>> er sch e n gleichen nicht einmal den Kupfer»/ von denen sie eopirt sind, überhaupt ist dies eben angeführte Werk ein wahrer Betrug; weder der Herausgeber »och der Verfasser des Tertes waren im Stande/ die nöthigen Untersuchungen nnzustellen. Die Altertümer im engern Sinne/ nämlich die Sitten und Gebräuche der ?llten/ gehen Hand in Hand mit der Mythologie und der Geschickte, und man wird in dieser Hinsicht hier manche treffende Bemerkung finden. So ist z. B. bemerkt, und zum erstenmal bewiesen/ daß die alten Reiter zuweilen mit Hülse eiueS Fukeisens / das an ihrem Spieße befestigt war, anf das Pferd stiegen, und dadurch wird eine Stelle Teuophous erklärt, die bisher niemand verstanden hat. 4) — Eben so hat man hier anf eine Zlrt der Be- wafnung der Beine aufmerkfam gemacht, die nicht, wie gewöhnlich, das Schienbein, sondern das Dike des Schenkels 1) Oon5. palmer. excrclt. in aut. Orioc. llcl IlUcian. Icaro» »>cn!x. p.77». 2) »um. ji. 1 3) !>ssi>I>re soulsiwi-um tliesauruz. 1720, iul, L^>ila Ocoi-. er iNuslr. >>oui. 1721. sol.^I 4) lDcnkmale, Num. 202.) Vorrede. 279 bedekt. — Auch das Spiel, das die Alten Trochus »ante», ist liier besser, als sonst erklärt, j) Was man über die Kunst bei den Alte» in dieser Samlung erwarten kan, davon habe ich schon weiter oben ein Wort gesagt. Ich schmeichle mir, hierüber in diesem Werke dasjenige beigebracht zu haben, was darüber zu sagen möglich war, ohne ein eigentliches Svstema liefern zu wollen. Man kan in einer Samlung von geschnittenen Steinen, wie diese hier, die Fortschritte der Kunst in einem viel größern Um- slttig bemerken, als in den größern uns noch übrigen Monumenten. Die Kentniß der Kunst besteht hauptsächlich in der Verschiedenheit der Manier und des Stvls sowohl der Nationen als der Jahrhunderte, und in der Empfindung des Schönen; und eben dies habe ich an den ägyptischen, yetruri- schen und griechischen Stnken in dieser Samlung vorzüglich herauszulieben und bemerklich zu machen gesucht. Der ägyptische St»l gibt sich zu erkennen durch die afrikanische Form der Physiognomien, durch die geraden und einförmige» Linien in der Zeichnung. Ich getraue mir z» behaupten, daß unscre Samlung die schönste ägyptische Gemme besizt, nämlich eine sizende Isis.— Der hetrurische Styl unterscheidet sich von dem griechische» durch den harten Um- »^«nd das scharf Abgeschnittene und Ekige aller Theile an den Figuren; man findet in unserer Samlung Gravüren aus ihrer allerersten Zeit, wo man sieht, wie bei ihnen die Kunst sinfenweis bis zu dem Grad beschränkter Vollkommenheit steigt, zu welche»! es der hetrurische» Nation möglich war, sich zu erheben. — Die Knnst der Griechen findet sich hier gleichfalls von ihrem ersten Entstehen, und ma» folgt ihr Schritt für Schritt i» ihre»: Aufsteige» bis zu dem hohen Gipfel, zu welchem sie sich erhob. Es würde nicht möglich sein, die verschiedenen Kunsiepochen eben so durch Statuen und große marmorne Denkmale zu bestimmen, wie man es hier durch geschnittene Steine nnd Glasvasten gethan findet. Diejenigen Statue» und erhvbnen Werke, die man für Überbleibsel der ältesten griechischen Kuust hält, sind wahrscheinlich hetrurisch, welches ich anderwärts deutlicher zeigen werde;2) unscp t) lEbendas. Nnm. l?5-—IS6.1 2) lDas war des Autors frühere Meinung, die er aber nachher geändert hat. Man sehe überhaupt in Ansehung 280 Vorrede. Sthrpad es hingegen ist, nach meinem Urtheile, das älteste Werk der Kunst bei den Griechen. Aber da der älteste St»l der Grieche» dem der Hetrnrier sehr ähnlich gewesen ist, wie das mehrere alte Autoren bezeugen, so ist es oft schwer zu entscheiden, ob die Arbeit hetrurisch oder griechisch ist, und daher habe ich mich ost begnügt, die ältesten Grn, Viire» uuter der allgemeinen Benennung von Werken des w sten oder ältesten St»ls zu begreifen. Von der Empfindung des Schönen, als dem zweite» Theile der Kentnis, der Kunst, kaii vorzuglich bei den griechi, schen Gravüren die Nede sein. Die Ägypter konte» schwer, lich das Schone darstellen, da ihr Klima es nicht Herder, brachte. Die Hetrurier haben sich nicht bis zur höchsten Stuse des Schönen erhoben, wegen der oben erwähnten Ei, genheit ihres St»ls. Hingegen erbliken wir das Schöne l>>, reits in den Köpfen ans griechischen Münzen, besonders »us denen von Svrakus, Vor der Zeit der großen Meister in dei Knnst, und da, wo ihre Zeichnung »och der hetrnrischen hätt! gleichen müßen. Die Empfindung des Schönen erzeugt also die Keiitniß des schönsten St»ls der Griechen, und dies«, verbunden mit dem Verständniß der richtigen Zeichnung, kön, neu allein zu der Fertigkeit sichren, das Antike von dem M«, deriien zu unterscheiden. Das Geheimniß, das der Marchkst Mass ei 2) zu diefem Zweke hat mittheilen wollen, nämlich den mehr oder weniger polirten Grund der Figuren auf dm geschnittenen Steinen zu beachten, ist crso»»en und nicht haltbar; unsere geschiktern Steinschneider verstehen es eil» so gut, wie die Alten, ihren Arbeiten den gehörigen Grad dtt Politur zu geben. Z? In der gegenwärtigen Samlung hat man nicht allein Kövfe von der höchsten Schönheit zu bewundern, wie zum Beispiel den jungen Herkules, foitdern auch das höchste Schöne im Nakten jedes Alters; unser Bakchus kan blos mit der schönsten Statue des BakchuS in der Lilla Medi, dieser Äusserungen die Geschichte der Kunst uud die Denkmale an ihren gehörigen Stellen »ach.Z t) sG. d. K. S B. I K. lt §.Z Z) I^THun es aber nicht so allgemein. Man vergleiche die Note S. 2IZ — 2!4. im t Bande,) Vorrede. 281 «I verglichen werden, und Nirens des H o m e r n s kaii nicht leicht schöner gewesen sein, als der unsrige. In Absicht auf bekleidete Figuren darf unsere A tala »te als musterhaft gepriesen werden. Man findet unter unsern geschnittenen Steinen keine moderne» Arbeite»/ wie dieses doch fast i» alle» Kabinett» der Fall ist. Nur der Kopf unserer Bakchantin kaii zwei« feihast scheine», ob er gleich schön ist. Und was 5ie Covien anlangt, die der Baron S tosch nach sehr seltnen Originalien durch die geschikteste» Künstler hat schneiden lasse», so sind sie jedesmal sorgsältig als Covie» angezeigt worden. Nach dieser vorausgeschikten Abhandlung über die Wichtigkeit unserer Samlnng und über die Methode, welche i» der Beschreibung derselben befolgt ist, will ich noch ei> nige Augenblike dabei verweilen, theils um mich über die Deutungen zu erklären, die ich geben koiite; theils, um anzuzeigen, wo ich mich in meinen Vermuthungen getäuscht habe; theils endlich, uni einige Deutungen in ein besseres Licht zu sezen. Die Deutung mancher Steine, besonders in der m»tho> logischen Klasse, ließ sich nicht anders geben, als mtttelst einiger Muthmaßungen, welche diejenigen, die sich für dieses Feld der Literatur interessiren, ohne Zweifel als erlaubt zugestehe» werden; den öfter ist man im Falle, hierüber nach der Mehrheit der Stimmen zu entscheide». Es gibt selbst viele Antiken in Marmor, die entweder in Bezug auf Mythologie oder andere Unistände als selten und ausgezeichnet angesehen werden müßen, und von denen nian nicht weiß, wie man sie erkläre» soll, oder die vielleicht ga»z »»erklärbar sind. Schon bei den alten Griechen hatte sich die Bedeutung mancher s»m- bolischen Vorstellungen verloren. Pausa »ias gesteht, daß er nicht wisse, was die beiden Äthiopier auf der Schale der Nemesis des Phidias bedeuteten, 5Z und warum Theo, gnetes einen Granatavfel und einen Fichtenzapfen in der Hand halte; 2? und wer wird wohl eine weibliche Figur ohne Flügel, die in der eine» Hand einen Granatavfel, in der andern eine» Helm trägt, für eine Victoria erkläre» ? 3) t) lG- d. K. SB. 2K. t7§. Denkmale, Num. 25.Z 2) VI. g. Z) llsi-xocrat. v, ct Lames. s ue befvndere Verehrung erwiesen, indem sie ihr Wein aus> goßen; diese Statue wird wahrscheinlich durch ei» Attribut, das sich auf das Seewefen bezog, ausgezeichnet gewesen sein. — Eben so schwer ist es zu sagen, was eine Minerva bedeute, die ganz mit einem Schleier oder einer Draperie umhüllt ist; man erkent sie blos an ihrer Halrung, an ihrem Helm und Schilde/ der durch ihr Gewand hindurch scheint. Diese kleine marmorne Figur befindet sich in der Samlung des Herrn Cardinals Alerander Albani. Wen sie nicht «ine Minerva vorstellt/ deren Statue die Athenienser an dem Feste dieser Göttin, genant, zu umhüllen und tu bedeken pflegten: Z) so weiß ich davon keine Deutung zu geben. So ist es ausfallend, einen Vakchus bewafnet zu erbliken, wie man ihn, mir andern Gottheiten auf einem vierekigen Altare in der Villa des Herrn Sardinals Alexander Albani findet; und doch ist dieser B a k ch u s leichter zu erklären: er bezieht sich wahrscheinlich auf den Feldzng desselben nach Indien. Aber noch auffallender ist eine Göttin mit einer Zange; man findet sie auf einem dreiekigen, im hetrurischen Styl gearbeiteten Altare in der Villa Vorghese, wo sie sich gegen Minerva wendet. 5) Man köiire auf die Vermuthung komnien, daß dort zwei Minerve» vorgestellt wäre», und 1) 8ui? l. kDeNkmale Nun«. 207.) 2) 8lat. ^vlv. I, Z, carm. 2, v. 2.j. Louk. comiuent, i» l'acir. unnal. XV. j,. ^?.z. Z) Ncurs. tcrn griechischen Dichter 2) also vorgestellt wurde, und dies findet stch »och durch eine Miinze bestätigt, Z) aus der man die Juno fizend mit einer Zange in der Hand erblikt, mit der Jnschrnt! ivnc> »ixnrixi.is. Diese Gottin mit derselben Beischrist hält vielleicht auch ans andern Münze,, eine Zange, die man siir Kornähren ansah, da jenes Attribut so selten vorkömt. Nielleicht war diese Juno einer andern, mit dem Beinamen I'Uiciils, entgegengesezt, 4) so wie es auch einen Jupiter Serenus gab; 5) der angesührte griechische Zlutor bedient sich deS Wortes welches eben so gut die Sckiecre eines Sck neide rs,ü) als eines Barbiers bezeichnet, woher man das Wort den Bart abscheeren, herleitet. Aber es scheint auch eine Zange zu bezeichnen, 7) wie hier. Auch in der lateinischen Svrache ist nur ein geringer Unterschied zwischen Scheere und Zange, /--,/1.644. 2) LvtZill. ile orig. konstant, e>I!t. I .UA >I. >5gti. L> Z) ?r!swn coninient. Iiisl. t. 2. p. L6ö. 4) Lv !s5 ,ir2g. L) Lazauli. not. in sxartian, x. »10- k) Oiozz. L^rllli. 7) ?olluzl, I 10. scct. 140. ö) lüiilor. »rig. 1.20. c. >Z. zi. 1Z24. g) Llisris. inztil. Or-inim.it. I. >. x 72. 10) lDeiikmalk/ Num. Vorrede. Jupiter auf einer Münze des Kaisers Valerianj) be, deuten soll, gegen den sich eine Schlange auflehnt, die der Gott eben mit dem Blize scheint zerschmettern zu wollen; wen anders Bartoli, der diese Münze gezeichnet hat, nicht etwa einen Stein für einen Bliz ansah; den bei einer ähnlichen Figur, die den Kadmus aus den Münzen der Kaiser Gor, dian III. und Hosiilians 2) vorstellt, sieht iiian sicher einen Stein. — Und wie will man eine liegende Menschenfigur, die den Arm eines Menschen verzehrt, in der Galerie Bar, berini, erklären? Eben so seltene und ungewöhnliche Dinge kommen in Absicht aus Sitten und Gebräuche vor. So sieht man einen Ning um das Bein einer nakten Statue, aus welcher der Restaurator einen Gladiator gemacht hat. Wen die Lage die- ser Statue, die gerade ausgestrekt und in Ruhe liegend ist, es verstattete, so könte man sie sür eine» Prometheus nehmen, den man mir einem Ring um den Schenkel vor, stellte, durch welchen er an den Kaukasus angeschmiedet war. Z) Man weiß, daß die Frauen Zieraten um die Füße trugen, so wie Bänder um die Arme; aber dergleichen Sckmiuk wird nicht an Männern erwähnt oder gesunden; den man kan doch nicht annehmen, daß hier ein Sklave vorgestellt sei, der Ringe trüge, um ihm die Kette an den Fuß legen zu können. 4) Vielleicht ist es die Statue eines verwundeten Kriegers, der den Verband trägt, wie ihn der verwundete Pomveiui Magnus trug, als der Stoiker Favorinus ihm sagte: >> Das Diadema bleibt immer Diadema: gleichviel wo man eS „ trägt. » Man verzeihe dem Verfasser diese Abschweifung, wegen der darin enthaltenen fvecielien Bemerkungen: jeder fncht zur Vertheidigung seiner Sache so viel er kan anzuführen. Run habe ich zweitens das ainuzeigen, was mir bei Abfassung der Beschreibung entgaugen ist, und was über einige Von meinen Erklärungen mehr Licht verbreiten kan. 5) ») >Iaverc»mp. num. I^eg. l!Iir!üt. tsl>. 3?. n. 24. 2) V.iillunt. nuni. t!ul. t. 2. p. 217. g. et x 2gg. Z) ?Iin. I. ZZ. 1. scct. 4.^ 4) <üonf. Llllma«. in IV'rtuII. Da Autor, nachdem der Katalog schon gedrukt war, liier seiner Vorrede auf mehrern Seiten einverleibt hat, schalten wir an den gehörigen Stelle» in der Beschreibung selbst ein.) t) sDas Verzeichnis der i» Winckelmans sämtliche» Werke» und in den Roten dazu angesührten Schriften findet man im lezten Bande dieser Ausgabe.^ 2) Diese Samlung von Zeichnungen kam mit den Steinen zugleich j„ den Befiz des Königs von Preußen, wo sie noch ist. Schlichtegroll. 286 Vorrede. Bücher/ die Von Münzen handeln, auch ohne Kurier ihren Nuze» haben können, wie z. B. des Parer6 Hardni » Werk: so hoffe ich, daß bei der genommenen. Vorsicht/ Münze»/ geschnitte, ne Steine und andere Denkmale zu citire», die den unsrigen ähnliche Gegenstände vorstelle»/ dies Werk doch gunstig werde Vom Publico ausgenommen werden. Endlich/ da es hier um Sacken/ und nicht umWvr- te zu thun ist/ so wird der Leser gegen Fehler in der Sprache nachsichtig sein. Der Verfasser ist ein Deutscher/ und W> te stch nie träumen lassen, dieses Buch in einer Sprache herauszugeben/ die er zu übeu wenig Gelegenheit hatte, und in der sich nur ihre eigne Nation gut ausdrüki; allein der Veß- zer hielt es aus mehrern Gründen, die ihm wichtig schienen, für rathsamer, die sranzösifche Sprache zu wählen, und der Autor mußte sich darnach bequemen. Dabei gab es luehralZ ein Hinderniß: weil der Druk in Italien statt fand, so HM« >nan nicht die Nachhülfe der Correetnr, wie in Frankreich, und der Verfasser, welcher sich in Rom aufhielt, während dir Druk in Florenz vor sich ging/ koiite wegen dieser Entfernung jene kleinen Abänderungen nickt vornehmen, die zuweilen vo» der Eleganz der Sprache erheischt wurden. Herr Joannon de Sa int Laurent, Mitglied mch rerer Akademien/ in der literariscben Welt durch seine Bco> bachtungen über die Naturgeschichte und durch seine gelehrt«» Untersuchnngen über die Edelsteine der Alten bekant, stand uns/ so viel er koiite/ in Ansehung der Verbesserung des Sti>ls und der Revision des Werkes bei; jedoch betheuerte er immer, daß er sich durch seine lange Abwesenheit von Frankreich je- nen Fehler der Patavinär zugezogen habe/ der nicht aui- bleibe - wen man sich vom Vaterland entserne. Vieljährige literariscke Verbindungen und Studien mit dem seligen Baron Stosch und die Freundschaft mit den, jezigen Besizer dieses Ka- binets haben denselben Herrn von St. Laurenr veranlaßt, die Besckreibung der Vase»/ Schisse, und alles/ was das Sec- Wesen oder die Sckiffart der Alte» betrift/ zu übernehmen, und diese sämtlichen Abtheilungen rühren von seiner Hand her. Ick habe vergesse»/ an seinem Orts von der große» S»m- lung Schweselabaüsse/ deren oft im Verlaufe dieses Werks Erwähnung geschieht/ etwas zu sagen. Diese Samlung entstand aus de» Reifen des selige» Baron Stosck. Er ließ nicht blos vo» alle» gesckuitt nen Steine» der berühmten Samlungen Abdrüke nehmen, sondern auck von solchen EM' Vorrede. 287 wen, die er einzeln in den Händen von Privatversonen fand; dies sezte er bis an seinen Tod fort, und so ist jene Samlung l>i§ gegen 28,vao Stük angewachsen, und ungesähr nach eben der Ordnung eingetheilt/ die wir in gegenwärtiger Beschreibung befolgt haben, und die uns die Erklärungen sehr erleichterte, indem nian die Gegenstände, von dencn hier gesprochen wird, mit jenen Schwefeln vergleichen koiite. 4) Endlich ist »och zu bemerken, daß alle Steine und Pasten der gegenwärtigen Samlung in Ringe gefaßt sind. Die schönsten Gravüren oder die seltensten Gegenstände sind in goldne Ringe eingefaßt, was in der Beschreibung durch ein Sternchen bei ihrer Rumer angedeutet wird. Die andern sind in silberne Ringe gefaßt. 2) 1) tDiefe Schwefel sind in die Samlung des Engländers Tassie gekommen.!! 2) So finden sich beide Abtheilungen noch in dem königlich preußische» Kabinet z» Berlin. Schlichtegroll. Erste Klasse. Ägyptische Steine/ oder solche/ die auf den Cultus dieses Volks Bezug haben/ uebst einigen altpersischen Gern uien. Erste Abtheilu n g. Hieroglyphen. Nephrit. Ein Kvagment mit Hieroglyphen; worunter nian den Umriß eines Auges bemerkt, wie man ihn oft auf Obelisken sieht; auch findet man diese Hieroglyphe oft wiederholt an den Fußgestellcu der zwei Löwen bei dem Brunnen Feliee zu Rom, und der beiden Löwen in der Villa Norghcse. Das Auge war das Symbol des Oliris,l) de§ Gottes mit den vielen Auge», und bezeichnete die Vorsehung. Die Ägypter gaben Augen, uus kostbarem Metall gearbeitet, als Weihgeschenke in die Tempel ihrer Götter, 2) um anzudeuten, daß Gott alles sehe und ganz Auge sei. wie Plinius sagt, z) — Wir haben noch Vivcl. 8ic, I. I, sc, I I — plutarcli. >Ie Is. et Oslr. I^t. 5. s». edit. — M-icroI,. Zuturn»!. l 1. c. 2>. p. 24L. — Lnscl). xr-ex. I.VZNF. I. 1. p. ig. 2) slroni. !. 6. 671. l. 7. 35Z. 3) 2. c. 5. 8ect. 7.^ Winckelman. S. 13 Geschnittene Steine. römische Thränengefäke übrig, aus denen zuweile» ein und auch zwei Auge» eingegraben sind. Fulvi? Orsini hat einige dieser Altertümer zeichnen lassen; und diese Zeichnungen finden sich in der vaticanischen Bibliothek, t) 2. Lapis Lazuli, als Kiffer geformt. Ein Auge mit Augcnbrauncn; unter dem sich ein Flügel desjeni, gen Vogels befindet, der a>>» /Vuini-i/ca hieß, und ein Arm, der aus dem Umfang des Augeö hervorgeht. ÄZir sahen so eben, was das Auge bei den Ägyptern bedeutet u»d Clemens von Alerandria lehrt uns, der Flügel zeige die Geschwindigkeit und Geistesgegenwart an; 21 die Hand kali alsdaii hier den Actus bezeichnen, die aus der Verrichtung des Geistes, wie die Wirkung aus der Ursache) entstellt. Kircher spricht von einer Mumie, 3) auf der sich eben ein solches Auge gemalt findet, wie das auf unsrer Gemme; auch auf dem Obelisk Barberini befindet sich ein Auge mit Augenbraunen. übrigens ist in all diesem keine Ähnlichkeit init dem vorgeblichen ocu/a/1,5, den Ki rch er it und nach ihm Shaw erwähnen; und wen gleich Pigno- rius, 5) um eben diese Meinung Zu »nterstüzen, eine Gemme ansührt, die er nicht gesehen hat, so ist doch sicher der Anblik dieses Steins, und die Vergleickiung desselben mit mel>- rern Monumenten, Von einem größern Gewicht, als deS Pignorius ganze Gelehrsamkeit. Die Augenbraunen, die auf unserm Steine die nämliche Beugung und Gestalt haben, wie i» der Natur, sind bei dem Pignorius i» eine gerade Linie verwandelt, und da, wo er die Form von Hoden wahrzunehmen glaubt, sieht man auf unserm Steine deutlich einen langen Flügel, der viel zu besinnt ausgedrillt ist, als daß man sich darüber irren köiite. übrigens ist ei Z) Das Auge auf römischen Tbräiiengefäsjcn hat mit jener ägyptischen Hieroglyphe nichts gemein; den es sollte d,ii Auge des Verwandten bezeichnen, der hierin seine Thonen gesammelt. Schlichtegroll. 2) Ltrom. l. 6. p. 663. 3) OLclip. t. 3. 4) Il-icl. t. 2. x. >65. b) Izi»L. p. 3>—32. 1 Kl. t Abth. LSI nicht zu läugnen, daß der Phallus gleichfalls ei» Symbol des Ssiris war. t) » Z. Grüner Jaspis. Ei» Auge mit seine» Aligeilbraune». Aus dem Rand des Auges geht etwas hervor, das in einen Winkel gebogen ist, »ebst einer Art von daran befestigter elastischer Feder. Ei» Auge von derselben Gestalt crbllkt man ^lber dem Kopf einer Figur auf der TV?!,»/« 2) und ein ähnliches Auge wird dort voll eilier ander» Figur aus der Hand getragen. Auch gleicht unserm Auge die Vorstellung, die man auf einer Gemme bei Ca »ln s findet, Z) der dort das Hinterrhcil eines Schiffes oder eine Kriegsmaschine zu crblikctt meint. Wir finden eben diese Art von Auge aus dem b ar beri ni sch en Sbelisk gegen die Svize zu, oberhalb der Geschenke, die man einem dort sizenden Könige darbringt, überdies ist unser Auge mir einer Schlange umgeben, die in den Schwanz sakt und bei den Ägyptern eben so gut das Symbol der Ewigkeit gewesen zu sei» scheint, wie bei den Griechen. 4) Das Wort Jahr,Z) bedeutet eine Sache, die in sich selbst zurükgeht. -i. Smaragdvrasma, i» der Form eines Käfers. S) Ei» Auge von ahnlicher Gestalt. ,) OIc>6. 8ic. I. l, 22.I plutarcli. 1^1. e. p. 440.j Luscd. I. c. I. I. p. Zo. I. 2. p. Z2. ^k!)ri!>. ^ulia». I. g. x. 2gg. Uacrol». Laturu-^I. l. I. c. 2>. lüisc. lil. 8. Z) kecueil. t. 2. pl. 10. u.Z. 4) Horapollo (I. >. e. >.! sagt, die Ewigkeit werde bei den Ägyptern durch eine Schlange, die a Ufa-richtet ist (5<-rpi), bezeichliet, weil ste aliein unter den Schlangen für unstcrblich gehalten werde. Hingegen bezeichnet ihm zufolge die Schlange mit bunten Schupen, die den eignen Schwanz faßt, die Welt, indem die glänzenden Schnpen auf die Sterne, die Schwere des TbierS auf die Erde, und die Glätte desselben auf das Wasser Bezug hätte»; auch weil sie mit jedem Jahre ihre Haut abstreife, bezeichne sie die Welt, die sich mit jedem Jahre erneuere und verjünge. S ch li ch t e gr 0 ll. 6) plaio in Lral.^1. p. 410. 6) lüber dieses heiligste Symbol der Ägypter ?orxl>^r. 6» 292 Geschnittene Steine. 5. Ein Sardon»r Von zw ei Fa rb en. j) In die weisse Lage des Steins hat der Künstler den Kovs und HalS eines Pferdes ohne Zaum geschnitten ; vielleicht das S»ml>ol der Freiheit. Es ist nicht entschieden, ob die Arbeit ägyptisch sei oder nicht, um so mehr, da man kein Pserd unter den Hieroglyphen dieser Nation antrist; und wen die Bibel nicht mit Lob von den Pferden der Ägypter spräche, 2) so könts man glauben, daß dieses Thier ienem Lande ganz fremd gewesen sei, weil keiner der alten Autoren, die von Pserdcn Handel», der ägyptischen Stamart erwähnt. Die Pserde, die man heut zu Tage in Ägypten hat, sind arabischer Abkunft. Z) 6. Dunkler Carneol, als Käfer. Das Kreuz mit dem Henkel, eine sehr ost vorkommende Hieroglyphe, die Pluche für einen Nilmesser hält. Aber diese Bedeutung kan dieselbe Figur unmöglich auf einer karthagischen, in Sicilien geprägten Münze haben, auf welcher man sie auch antrift. Diese seltene Münze, die noch von keinem Nnmismatiker erwähnt ist, befindet sich im Kabinete zu Florenz. 7. Ein dunkler Carneol, als Käfer. Hieroglyphische Charaktere: unter andern ein Sphinr, der einen Bart zu haben scheint. Man sieht dergleichen Sphinre auch auf der l'-chula I?,iaca4) und in dem Odipus von Kircher. 5> »I,stln. IV. g, p. Z27. Uvrsxoll. I. lu. >Ie olzelisc. p. 547^ ») fDer Sardonur hat sonst drei Lagen und drei Farben. Man sehe den Versuch einer Allegorie, oben S. lSt, Note. Hier aber mag der Künstler nur zwei-Lagen benuzt haben..Z 2) Locliart Iliarozoic, I. 2. c. g. ^1. i s>g. Z) ?lnch die vielen durch Denen niitgetheiltcn Hierogly- phen enthalten kein Pferd; nur einmal (pl, >22. 1.) finde ich geflügelte Pferde bei ihm. Da das Pferd und besonders der Pftrdekopf das folcune Symbol von Karthago ist, wie. man unter andern gus vielen pauormisch- karthagischen Münzen steht: so kaii diese Gemme karthagisch sein. Schlichtegroll. 4) ?ixnvr. I>. 7g. ö) T. 2. x. ^78. 1 Kl. 1 Abth. Vielleicht meint der Dichter Philemon beim Athenäus, t) !>cr vo» einem mänlichen Sphinr spricht, diese Zlrt von Sphinren. Ich wage es nicht, das besiinit einen Bart zu nennen, was einigen ägyptischen Figuren vom Kinne herabhängt, da man etwas Ähnliches bei ihren Gottheiten von verschiedenem Geschlechte wahrnimt. An einer Mumie, die Alexander Gordon beschreibt, 2) findet sich im Km eine ösnung, wo ein ahnlicher Bart eingesezt war. Man thut besser, in solchen Fällen zu gestehen, daß man die Sache nicht erklären könne, als grundlose Muthmaßungen zu wagen. Übrigens kömt die Zusammenstellung von Hieroglnvhen, wie auf diesem Scarabeo, aus keinem andern ägyptischen Denkmale vor. Z) 8. Ei» dunkler Carneol, als Käfer. Ein anderer Sphinr mit so einem bartähnlichen Auswuchs, begleitet von hieroglyphischcn Figuren und Charakteren. ?. Ei» dunkler Carneol, als Käser. Das gehenkelte Kreuz in einer zirkelförmigen Einfassung, wie in Numero 6; ein Auge, wie in Numero Z, und andere Hieroglyphen. lo. Dunkler Carneol, als Käfer. Zwei ovale Einfassungen mit Kreuzen und Zirkeln, und in den vier Eke» die P e rfea, 4) eine Pflanze, deren Frucht die Gestalt eines Herzens, daS Blatt die einer Zunge hat. 5) >) l^. >4. tc. 22. n. 77. I. g. c> 7. n, 2g. G. d. K. 2 B, 2 K. t 6 §> Not e.Z 2) cxploilling tlie luerogl. vk an Z) lJn der Vorrede sagt der Autor: „Ich hätte hier noch „ besiimter sprechen können, wen ich damals schon vermerkt gehabt, daß eben ein solcher Sphinx auf einer >, der Zeichnungen des Herrn Cardinais Alexander „ Alb a n i "vorkomme. Diesem Sphinr gegenüber liegt ein anderer mit einem weiblichen Kopfe; zwischen bei- » den ist eine ägyptische Figur; das Werk ist aus der r Kaiser Zeit. " 1 4) ile aliin. sa?ult. I. 2. c. 356. 6) ?!ut. . talz. 67. Geschnittene Steine. 41. Dunkler Carneol, als Käfer. Vier Reibe» hieroglyphischer Figuren. jZ. Sardonyr, als Käfer. Hieroalvphische Figuren/ unter denen man auch eine Waage erblikt, ein Symbol , das sich auf keinem andern ägyptischen Monument findet, als nur auf einer von den Mumien, die Al er an der Gordvn erläutert hat, Nicht blos die Waage aber, sondern auch das Sistrum kan man unter die seltenen Hieroalyphe» rechnen, da es sich blos am Ende 5er Tabula Jfiacafindet, und auf keinem anderen achten altägyptifchcn Monument. Das kaii man gegen diejenigen erinnern, 1) die es auf nieh- r^rn Obelisken gesellen zu haben behaupten! wenigstens ist das kein Sistrum, was man dort, dem Kupfer zufolge, i» der H,nd einer ägyptischen Statue erblikt. Pococke,^) der auch von dieser SNlue spricht, behauptet, es sei ein Instrument, nm damit die Zeit anzuzeigen, deraleiche» man noch in Ägypten brauche. Wen V o ch a r t und Huet ,1) über ciue Stelle des Propheten Jesaias (lS. 1.) Reckt haben, so niukte das Sistrum viel alter als einige Obelisken sein, weil es ihnen zufolge die ganze ägyptische Nation bezeichneil soll, so wir eS auf Münzen dieses ganze Reich bedeutet. 4) 1^. Carneol, als Käser. Zwei kleine eingewindelte Fi'.ure», zwischen ihnen ein Krebs, daruuter ein Adler, oberhalb zwei Sverber nebst noch einigen Hieroglyphe». Die beiden eittgewikeltc» Figuren find keine Mumien von Me»> kacc'liin. Ll^tr. ji. »7. 2) Oescri^t. I. c. l. 1. p. 212. Z) öocliart.plial. et Lan. x. 212. Nuct. äemonütrat. Dvanz. xrox. 4. c. 10, Z. 4. 4) Der Autor hat sonderbarer Weise diesen Stein verkehrt genommen; und so ist er auch in den stoschischen Schwe- felabgnssen, die ich vor mir habe, gewendet. WaS Wiiiekelma» siir eine Waage ansah, ka» es nu» freilich »icht »lehr fein, übrigens finde ich die Waage als Himmelszeichen im Zodiakus an der Deke des Tempcls zu Tentyra (vonon, xl. iZz,) und ei» Sistrum ebenfalls zu Tentyra. pl. 114. n. >06.) Auch auf Numero 20 bei Tafsie glaube ich in der sunften Reihe eine Waage zu sehe». Schlichtegroll. t Kl. 1 Abth. schen, dekl diese finden sich nie »nrer den Hieroglyvben, sondern es sind solche cinbalfamirte Thiere, deren Pococke erwähnt. 1) Vier dieser Thiere wurden als die Wächter des Gottes Hemvta oderE»iet,2Z betonter unter dein Na< men Ssiris, betrachtet. Der Zldler ist hier vielleicht auch das Svmbol des Nils/ da dieser ?l»ß, nach dem Diodor von Sicilien, in den ältesten Zeiten A d l e r hieß; Z) und iveü der Krebs sich aus die rukgängig scheinende Bewegung der Sonne 4) beziehen konte, so gäbe dies zu scharfsinnigen Bermuthuiige» Anlas;. Indessen muß man hinzufügen, daß, nach dem A r te m i d oru s, S) der Adler auch das laufende Jalir bezeichnete. l-i. Mag» etstein, als Käfer. Eine Ziege, rund« ili» mit Hierogl»vhen umgeben. Die Ziege bezeichnete bei den Ä'Nlptern den Gott Mendes oder P a n, 6) unter dessen Namen man die Zeugungskrast verehrte. Die Kriechen bildete», nach Plutarch/7) gleicher Weise diesen Gott mit dem Gesicht einer Ziege und mit Boksfußen. 15. Carneol. Frucht und Blätter der Pflanze oder des Strauchs Perfea. 16. Carneol. Derselbe Gegenstand. 17. Sardon »r. Derselbe Gegenstand. 18. Carneol. Dieselbe Frucht und ihre Blätter, mit zwei Kornähren unten; die Kornähren stellen Isis vor. S) 1?. Sardonyx. Dieselbe Frucht, niit zwei Mohn« köpfen, dem S»mbol der Fruchtbarkeit nach dem Porphy- rius beim Eusebius. 1) 1^. c. t. i. x. 2ZZ. 2) "Wltsii c. 9. p. 46. Z) 1^. >. lc. i g .Z 4) Xirclier. Okelisc. pampk. I. 4. cap. 6e Ik!. 5) Oneirocrit. I. 2. c. 20. 6) 1^1. 17. c. 1. Z. ig.^ üuscli. xrsexar. Lvang. I. 2. p. Z2. 7) znimslia rativne ntsntur. p. 986. tEs steht hier bei Plntarchus keine Svlbe der Art.Z Louk. 5»l>. »95. L) Oivä. 8ic. 1. i. 296 Geschnittene Steine. » 20. Chalcedon. Ein Sperber, aus einem Fuß« stehend/ voui Rüken gesehen. »21. Carneol. Ein Sperber mit der Mitra oder Priesterniüze. 22. Antike Paste, Fragment. Derselbe Gegen, stand, l) » 2Z. S a r d o n y v. Ein S p e r b e r mit der Mitra, wie auf dem vorigen Steine. * 24. Agatl> o » » r. Ein Soerber mit der Mitra, um ter und neben dem zwei Paar Flügel sind; die unten haben in der Mitte eine Kugel mit Radien, welche die Sonne vorzustellen scheint, deren Symbol der Sperber war. Dieser Stein, der unbezwciselr von ägyptischer Arbeit und Vom hoch, sten Altertum ist, gibt uns einen sichern Beweis, da» die Kunstler dieser Nation zu einem hohen Grad von Vollkom, »lenhcit in der feinsten Gravüre gekommen waren; den ma» kaii stch keine vollendetere Arbeit vorstelle». » 2Z. Türkis. Ein Sv erb er mit der Mitra auseinem Postament; wie mit der Schulter hält er einen nach Art des Lituus gekrümten Stab nnd eine Geißel. Vor ihm ist eine Ma bic» hersiihrte. 1) 2?. Gelber und grüner Jaspis. Ein Ibis und «ine Inschrift auf dem Nuken des Steins. 2) Zli. Sardon»»'. Ein liegender Sphinr, ans dem Kops e die Lotossrncht, nach der Beschreibung, die Theo, t)Denon spl. 104.) gibt die Abbildung einer Schlange, wie sie »och izo von den Ps»llen, einer Kaste Gaukler, zu ihren Zaubereien gebraucht werde»; und erzählt (p. gg.), wie einst Bnonaparte »nd er solche Gaukeleie» i» ihrer Gegenwart niachen ließen. Die Schlange dort ist von auffallender Ähnlichkeit mit der hier abgebildeten. „Wen die Pft.'llen (sagt er) jene le- 1, bendigen Schlangen anS ihrem ledernen Sake heraus „ ließen und sie reizten, so richteten sie sich in die „ Höhe; ihr Hals schwoll auf, hob sich und sank wieder; „ Übrigens sind diese Thiere weder böse, noch gefährlich." Schlichtegroll. 2) Jedes Haus in Ägypten hatte einen folchen Ibis, wie in Holland aus ähnliche» Ursachen einen Storch, der gehegt und gepflegt wurde, und den, wen er starb, der Hausbestzer, fo gut er nach feinem Verniöge» koiite, einbalfamirte; daher die große Verschiedenheit der Ibis« milmien in Absicht aus Kostbarkeit. Man sezte diese Mumien in hohe Töpfe, die ihnen zu Sarkophagen dienen , und deren man »och i» taufenden in unterirdischen Zininiern findet. >, Diese Kammern, sagt Den»» >, (exxl'ic. Z i.), sind so troke» u»d gesund, daß diese Tö- „ pse noch ganz neu scheinen, wen sie herauskommen, „ und man deßhalb an ihrem Altertume zweifeln könte, ,1 wen die Methode diefes Einbalfamirens nicht verloren » gegange» wäre, oder sich diefer Vogel, dessen Skelete 1, ma» hier findet, nicht ganz aus Ägupten verloren 1, hätte. Man sagt, es werden von Zeit zu Zeit »och » einzelne Ibis aus dem See Menzaleh, zwischen Damiette „ und Pelusium, gesehen; aber ohngeachiet meiner anhalte», 11 den Nachforschung bei allen Jägern jenes Landes und bei >1 allen, die sich mit der Naturgeschichte, abgaben, habe „ich doch niemand gesunden, der versichert hätte, der, 11 gleichen wirklich gesehen zu haben. " Sck li ch t eg r 0 l l. 298 Geschnittene Steine. pH rast !) von dieser Pflanze gibt/ deren Frucht einem Mohn- köpfe glich. 2) ZI. Carneol. Ein mänlicher Sphi nr mit dem Schleier ans dem Kopse; ägyptische Arbeit. Die Stelle des Phile- nion, die oben angeführt wurde, ist weder von Grotius, »och Clericus citirt, und sie fehlt in den Fragmente» dieses Dichters, die Clericus nebst den Fragmenten des Nie- »anders gcfammclt hat. 32. S ar do» »r, als K äfer. Ei» liegender Sv hinr, der ei» Sistrum. zwischen seinen Vorderfußen halt, auf dem Kopfe den Schleier und Lotos. Z3. Carneol. Ein Sphinr mit Flügeln und der Milra, vor einem Altar stehend, aus welchem Feuer lirciit. Glaspaste. Ein S v hi nr mit dem Schleier, liegend, mit dein Munde eine Maus beim Schwänze haltend;3Z darüber ein Delphin. Da der Nil unter der Gestalt des Sphinr Vorgestellt wird, so köiite es wohl sein, daß hier die MauS iene Thiere «»zeigte, die sich in dem Schlamme dieses Flusses erzeugen,?) und uuter denen sich, nach dem Zeugniß der Alten, welche fanden, die erst halb ausgebildet waren. ZS. Grü ner Jafpis, als Käfer. Ein Ma»,- der >»it einem Greise kämpft; darüber Hieroglyphen. « Z6. Sardon»»', als Käfer, mir antiker goldnen Fassung. Hieroglyphen. 1) Ui5t. plant. I. 4. c. 10. 2) lG. d.K. 2B. 2 K. l6 K.z Z) Der Autor spricht nur von einer Maus; es sind aber zwei. Schlichtegroll. 4) Ill«-t. an>n>engefczt. So scheint es wenigstens/ wen man ihn mit einigen andern ägvvtischen Kdvse» im Groken vergleicht/ denen er ähnlich lst. t) — Umer Srcin beweist/ daß die Kunst/ in Steine zu schneide»/ zu einem hohe» Grade von Vollkommenheit unter den Äguv< tern gelanget war; aber wen sie dieselbe auch bis zur höchsten Feinheit trieben/ so muü man doch von der ander» Seite gestehe»/ daß sie keine weitere Idee von der Schönheit hatte»/ als welche ihnen ihre Nation darbot und über die si« niemals hinausgeganaen sind. Die Augen sind gegen die Nase abwärts geneigt/ die Wangen ausgetriebeu / der Mund ist aufgeworfen und dgs Kiii kurz. Das Ganze dieses Gesichts gleicher vollkommen den Kövfen der äg»vt!°l»en Statuen. Der Schmuk um den Hals/ der bis zur Brust yerabaeht/ ist eine Art Kragen; aus mehrern Reihen wie Perlen zusani» mengesezt / gerade wie man ihn an einigen Mumien erblikt. Einer der schönste» Kanoven von Basalt bei dem Herrn Cardinal Albani hat einen ähnlichen Kragen; die erste Reihe scheint aus den Früchten der Persea zusammengesezt, deren unteres Theil einem Herzen gleicht; die zweite aus den Blättern dieser Pflanze/ die wie Zungen aussehen/ die dritte aus Kugeln, Z) j) tDen km ale Rum, 7Z Z 2) Venuli colleöt. iiiDnuii!. tali. 3. Z) In Absicht aus die bestimte Nationalvhystognomie / die sich auf diese», Steine s» deutlich ausdrukt/ vergleiche 300 Geschnittene Steine. ZS> Glasvaste, gleichfalls von einem Canteo abge- sormt, Ein Kovt der Isis, etwas grösser,als der vorige, mit noch mehr Feinheit gearbeitet; der Kovsvuz ist derselbe, 1) Z?. Antike Paste. Der Temvel der Isis mit drr Büste dieser Göttin von vorn. Am Front»» dieses Temveli ist eine Kugel mit zwei Flügeln, aus denen, zwei Schlang?» hervorgehen: ein Snmbol, das man auch über den Haustlni, ren in Äguvtcn antrist, 2) so wie in einigen äg»vtischm Sculvturen, aus denen Temvcl abgebildet sind. Z) West Älian sagt, 4) dass die Ägnvter die Fassaden ihrer Säulen, gange mit Blumen schinnkten, so verstand er vielleicht diese Art von Flügeln darunter. Der Bau dieser Temvelthiire gleichet den Thüren einiger äguvtische» Denkmale 5) uud eben so den Tliüren im dorischen St»le 6) darin, dass sie obenzu enger sind; eben diese Bauart haben auch alle Thüren nus der Tabula Jsiaca. Der Kovsvnz dieser Büste der Isis gleichet dem einer ägvvtischen Statue im Cavitolio; der Hais ist so geschmnkt wie die Figuren aus der isischen Tasel.7) man den ganz ähnlichen Kovs bei Denon. (?I, >>Z. n. S,) Er sagt davon: „ Dieses Gesicht kan als )> stergesicht sür den Charakter der Figuren uuter den „ Hierogliivhen dienen; sie war wohl national, indem „ die Ägvvter nichts von andern Nationen in ihrer Kunst ,i entlehnt zu haben scheinen. " S ch l i ch t e g ro l l. l) lilber Scarabäen oder Käser und die Art der ägy», tischen Gravüre sehe man G. d. K. 2 B. ZK. 15 §, n> ZB. 2K. l7§.Z z) pococke I. c. t. !, tad, et 2o. Z) (^oii Inscr, t> 1, t, 17, n. i. Z) tlist, I, >0. c. 2Z. L) Ocmpstcr. Dtrur. t. 1, x. 266. k) t^oii >, c. 7) Sine ähnliche Tcmvelthüre bei Denon l pl. 40,), wo oben aus einer Säule ein Temvel abgebildet ist; und über der Thüre sich gerade zwei so geflügelte Kugeln be> sinden. (?I> 4 > ei 4Z) Schlichtegr 0 ll. 1 Kl. 2 ?lbth. „40. Antike Paste. Kopf der Isis von vorn, mit Hörnern. i > 4t. Sardonvr, Kopf der JsiS von vorn, qeschmnkt mit der Haut einer Kuh, zur rechten Seite eine Keule, zur Linken ein Füllhorn. 4^, Sardonnr. Kopf der Isis von vorn, mit einem Anfsa;, wie der vorige; umher drei Sterne. Dieses Gestirn hieß Soth»s bei den Ägyptern 2> und Astrvk»»os l>ci bei den Griechen. »,». Sardonvr. Kopf der Isis zusammengefügt mit dem Kops einer Kuh. 44. Antike Paste. Kopf der Isis Von vorn, mit einer Art von Fruchtmaß aus demselben. »45. Sardonvr. Kopf der Isis Von vorn, mit Strahlen umgeben. Z) 46, Glasxaste. Brustbild der Isis mit der Frucht und den Blättern der Persea aus dem Kopfe. Die Reihen von Haarloken, die senkrecht aus die Schulter herabhängen, gleichen dem Haarpuz einer Statue dieser Göltin, gesunden in der Villa Hadrians zu Tivoli und izo im Museo Ca- pitolino, 4) Diese Statue ist,.wie ich anderwärts gezeigt habe, nicht das Werk eines Ägypters, wie ein berühmter Antiquar behauptet, sondern eines Griechen, der den äg»vti> schen St»l nachahmte. Aus dieser in der spätern griechischen Zeit gearbeiteten Gemme erhellet, daß diese Art, die Haare zu trugen, der Isis eigentümlich war. Man kent gemalte Kopse dieser Göttin ans zwei Mumien , die ehmals der berühmte Doetor Mead besaß, wo auch die Haare in Furchen zMmt stnd, ohne weitern Aussaz; und deßwegen hat vielleicht 1) ^Denkmale Num, 7Z.1 Die Kuhhorne sind, wie es scheint, ein Schmuk der Göttinen des Monats; die Mondscheibe bezeichnet den Zustand des Mondes insbesondere, der dieser Gestalt entspricht. Hug. 2) I 1. c. Z. Z) Im griechischen St»l gearbeitet, und durch die Strahlen als Göttin des Mondes bezeichnet. Schlichte, groll. 4) illus. La^iilol, t> Z. tali. g>> 502 Geschnittene Steine. die Gemahlin deS Kaisers Com modus, Crispina, ^lz Isis aus einer Münze vorbestellt, die Haare gegen ihre g?, wohnheit so wie unsere Figur. Diese Bemerkungen können Beweise zur Erklärung der erwähnten Statue geben. 47. Glasvaste. Brustbild der Isis, ein Spieß in der Hand; ist im schönen St»l gearbeitet, und übertrist an Feinheit der Zeichnung die vorige. Eine ähnliche Gemme fand sich in dem Kabinet des Graven Thvms in Holland, das nachher der Erbstatthalter kauste. »4S. Schwarzer Jaspis. Koxsder Isis, mitähw lichem Kopfpuz, wie die vorige»; eben die Frucht und cd«, die Blätter, t) Antike Paste. Büste der Isis, aus dem Kovs die Persea; die rund herum ansgerollten Haare bilden ei» Diadema. »50. Aaathon»r.2) Ei» Fragment, auf beiden Seiten geschnitten. Ans der einen Seite sieht man eine sizcnde Figur; sie hat auf der rechte» Hand einen Schmetterling, der eben fortfliege» will; sie macht die Bewegung, als wolle sie ihn mit der andern Hand wieder fangen, über den« Gewände hat sie eine Schärpe wie aus Feder» gemacht, welche dil Schenkel bedekt. Es gab im vorige» Jahrhuuderte zu Nom ein ägyptisches Fragment, eine Isis vorstellend, mit Flw geln an ihren Hüften, die zusammengeschlagen ihre Schcn« kel bedekte». 3) Eine I fi s auf der Ta b u la I fi a c a hat Flügel, 4) die so lang sind, daß sie ihr felbst die Füße dekc»; und gerade so beschreibt uns der Prophet die Cherubim. Zt Jenes Fragment sieht man noch i» de» Zeichnungen des ters dclPozzo, in der Bibliothek des Herrn Kardinals Ali, ran der Albani. Auf der Nükfeite unseres Steins ist ein ! 1) Wahrscheinlich das Porträt einer Griechin oder Nomerin, als Isis. Schlichtegroll. 2) lSollte hier und ferner nur geradehin S»>>r heissen; öen so compomrt ist das Wort schielend. Man sehe . Lesfings Briefe a n ri g u a r i sch e n Inhalts, 6lZ Brief s Z) ^Denkmale ??»»>. 75.Z /j) pjgiior. l!t. S) Ezech. I. B. t i. i Kl. 2 Abth. Z0Z Theil von einem Obelisken »nl Charakteren. Die Gravüre dieses Steins ist ägyptisch, von sehr hohem Alter und dabei vo» großer Feinheit, im Geschmake des unter Numero Z4 vorkommenden Sperbers. t) t) Später fügte Winckelman hinzu: „Diese Art, die „ ägyptischen Gottheiten mit Clierubsflugeln vorzustellen, „ war noch zu den Zeiten der Kaiser in Gebrauche, und „ das angeführte Fragment auf der Zeichnung trägt alle „Spuren, nicht älter zu sein. Man steht auf einer „Münze der Insel Malta zwei Figuren, wie Cherubim, „ einander gegenüber, mit langen Flügeln an den Hüf> „teil, die nach vorn zu gehen, als wollten ste den un> „ tern Theil des Leibes bedeken. Massei (Vervn. „ iUuülr. z> p. ?,5) ), der diese Münze anführt, hat „ gerade diese Merkwürdigkeit davon nicht herausgeho- „ ben. Der berühmte Abate Vennti führt in seiner „ Abhandlung über die Münze» von Malta eben diese „Münze an; dort steht man die Flügel nicht; aber fein „ Eremplar muß sehr abgeschliffen gewesen fein, und so „ ka» man dem von ihm abweichenden Spon und An- „ dern keine Vorwürfe machen, daß sie keine genaue „ Zeichnung davon gegeben haben. Den die Flügel stn> „ den sich überall (Muli-»)«- Vo^. t. i. xl. >4. n. >Z. „ ^ Hin. pemlieocli. p.'irt. 2. 96. „ towar'ds t!ie liiirogl. tali. I n. wo diese „ Münze angesührt wird, nnd ich habe die Münze „selbst gesehen. Spon (k>.cl>. 6 -liss. 2g. p, „ ,519.) weiß nicht, was er aus diese» Flügel» machen „ soll: ste scheine» ihm Schenkel ohne Bri»e sind Füße „ zu sein; aber man steht ja doch die Füße. Eine Figur >, unter den Malereien aus einer Mumie wirst Licht aus „diese Münze (Om-ilon I. c. t, l>.); jene Figur hat „ auch Flügel an den Hütten, wie die ans den Münzen „von Malta; einen Flügel hat ste gehoben, um einer „ stzenden Gottheit Schatten zu machen ; der andere nie» „ dergesenkte Flügel geht vorwärts. Spon glaubt, Stier- ,, süße an den Figuren seiner Münze zu sehen ; die Che- » rubim hatten wirklich Stierköpse. " Was der Autor liier über die Flügel beibringt, ist mit Gewalt herbeigezogen; den unsere Figur hat Menbar keine Flügel, 30-i Geschnittene Steine. 51. Chaleedon, als Käfer. Isis stellend, hält eine Schlange in der Rechten. Apuleins läßt sie in sej> ncm Traumgesichte so erscheinen, t) 52. Glasvaste. I si s stehend, vorwärts , ein Sistrmn in der Rechten, in der Linken ein Krug, der das Gesäß voll Wasser vorstellt, das man vor allen ihr zu Ehren gehaltenen Proeessionen herlrug. 2) Dieses Gesäß, das die Isis trägt, heißt im Latein oder Fs/e/Za. Z) 5^. Carneol. Derselbe Gegenstand. 5^. Sniaragdv rasma. Derselbe Gegenstand. 55. Carneol. Isis stehend, in der Rechten ein Si, strnm; am linken Arm hängt ein Krng, und in derselben Hand hält sie eine Schale, auf welcher sich eine Schlange in die Höhe richtet. 56. Rother Jafvis. Derselbe Gegenstand, ausge, nominell, daß man auf der Schale ein Thier wie einen Hw sen bemerkt, der sich auszurichten scheint. * 57. Chalcedon. Isis stehend, in Form einer Mumie, deren Einwikelungen man erkent, Sie gleicht der Statue im Palaste Barberini, mit dem Unterschiede, daß die Schlange hier senkrecht von dem Magen bis zu den Füßen herabhängt. Aus der einen Seite dieser Isis ist ein Kranz, auf der andern ein Palmzweig. Man behauptet, daß der Palmzweig das Jahr Vorstelle, weil man ihn ,ur den einzigen sondern das knap anliegende ägiwtifche Gewand.— Auch glaube ich nicht, daß ste einen Pavillon auf der Hand hat. Bei Denon (p>, ,Z6.) steht eine Figur vor einer JfiS als Kuh, in der Rechten einen Blumentopf mit der Pflanze Perfea, mit der Linken macht sie dieselbe Bewegung, wie unsere Figur. Eine ähnliche Figur ist ferner dort tpl. >ZL.), beide reichen den Gottheiten Ga< hen dar. lind so kaii man vermuthen, daß anch auf unsern» Stein eine solche religiöse Darbringn»,; vorgestellt sei. —- Der Obelisk aus der Kehrseite macht diesen Stein merkwürdig; den es gibt sehr wenig Gemmen, auf denen Obelisken gravirt stnd. S ch li ch t e g ro l l. >) Newni. I, >1. x. Z6o. sp. 2gz. e!)<,. 1 M. 2 Äl'th: 305 Baum hielt/ der bei jedem Mondeswechfel einen neueü Zweig trieb/ so dai; am Paliiiöauni das' Hadr'durch zwölf Zweige vorgestellt wär. Im 'K'Mnet« zu Florenz ist eine Gemme mit einer eben solchen Isis, deren Hände absr als Krokodil- sjljze gebildet sind/ und dieses Thier kriecht längs der Figur hinaus/ wie die Schlange aus unserm Stein. 5S. C a r n e o l. I si S stehend , in der Rechten ein Si< strui»/ das gegen die Erde herabhängt. 5!>. Carneol. Isis stehend, in 'der Nichten das Si« sirum und ein Ruder/ in der Linien ein Füllhorn. Es ist nickt gewöhnlich/ das Ruder als Attribut der Ins zu sehen; aber da auf einer Münze Kaisers Maerinus die N e> mesis niit einen. Rüder vorkomt/t) uud Nemesis zuweilen einen Auffaz vou den Federn des numidifchen Vogels hat/ wie eine Isis/ sd kan wohl der Isis auch das Ruder zw kommen. 60. S m ara gd pra fm a. Isis stehend/ mit dem Sist rum und dem Kruge, begleitet von einem kleinen Har- xokrates/ der ein Füllhorn trägt; auf der Seite ist ein Palmzweig. 61. Carneol. Isis stehend/ uül den Kopf einen durch Strahlen getheilten Zirkel, den sie mit beiden Händen hält; zur Seite sind Sckrifrziige / die qüer über den ganzen Stein weggehen. Der Zirkel bedeutet wahrscheinlich den Vollmond/ und J fis ist hier unstreitig der Mond selbst. Man könre auch sage»/ daß dieser Zirkel ein Nimbus sei / und das/ was Horapollo -c-x-tX»? neiit, das Zeichen der hohe» Würde der Kaiser/ das man hier der Jfis gibt; den diese.Gravüre ist aus der Kaiser Zeiten. Schon eine Büste des Ciaüdius2) hat den Nimbus; und Traj a n ist auf dem Triumphbogen Constantins mehrmal damit gefchmükt. Z) 62. Carneol. Jfis Pharia/ stehend/ mit beiden Händen das Segel eines Schisses hallend. 4) 1) Kilon:»'!', ossorv. soxra alc. ZVIcö. 225. 2) kurwli 3) Lelloii vet. üecus ^UAiU.tor. 36 — 33. -i) Der Isis wurde die Erfindung des Segels zugefchrie- ben; sie fei zuerst den Nil hinab gefchist/ als sie ihren Verlornen Gatten üfiriS suchte. Daher wurde jährlich jZ * 306 Geschnittene Steine. * 6Z. Carneol. Isis sizcnd, ihre» Solin HoruZ auf den Annen ballend, wie sie auf einer Münze Hadriansl) und auf einem andern geschnittenen Steine vorkömt. Z) Etwas Besonderes auf unserer Gemme ist es/ daß Isis die Bewegung macht, als wolle sie nur den Finger in den Mund des Horus geben, um ihn so zu nähren, anstatt ihm eigentlich die Brust zu reichen, welches auch der Tradition gemäß ist. z) 64> Notb er Jafpis. Derselbe Gegenstand, * 6Z. Carneol. Isis, auf einem Hnnde reitend. Wen der Pater Montfaucon von einem ihm unbekanten Thiere spricht, 4) auf welch«»» eine Münze, die er nicht genauer an, führt, die Isis reitend vorstellt, so kan das wohl auch ein Hund gewesen sein, da dieses Thier der Isis vorzüglich gewidmet war. In den feierlichen Auszügen gingen Hunde vor dem Bilde dieser Göttin her. 5) Di'e Gravüre dieser Gemme ist sehv schön. * 66. Smaragdprasma. Derselbe Gegenstand; die der Isis zu Ehren ein Fest der Schiffahrt gefeiert, wie Avuleius, Lactantius, und die alten Ca- lendaria beweifen, mn fünften März nämlich, wen sich die Frühlingsstürme gelegt hatten. Die segela umspannende Isis mit dem Pharus köiiit oft auf alerandriuifche» Kaisermünzen vor. (Xaegz I. c. >>->!>. 6 — 7.) Der Ursprung dieser Vorstellung geht in das hohe Altertum zurük; den die ältesten Ägypter, denen ihr Boden alles gewährte, was sie brauchte», haßten das Meer, das sie unter dem Tvvhon, dem böse» Gott,vorstellten, so wie die Schiffahrt; und wen man auch nur auf dem Nil eine weitere Wasserfahrt mache» wollte, rief man schon die Isis, den Genius der Schiffahrt, um SchM und Beistand an. (2oög.-> I. c. p. >Z2—>Zti.) Schlichte g r 01 >. 1) IVistan, t. 1. x. 2>o. ?slio, num. Ii»x. ^i. 197. I. c. tab. 1 2) ?ignor. wb. I5. p. 34. 3) plutürcli. 6s Is, t. 7. p. eclit. 4) expl. t. 2. p, 264. ^ L) Oio6. 8>c. I. 1. L7.Z 1 Kl. 2 Abth. 307 Göttin hätt in ihrer Rechten einSistrum, in der Linken ein Zepter. 67. Carneol, als Käfer. Ein Sistrum und ein anderes unbekaütes Instrument. »68. Carneol. Isis und Serapis stehend, mit ihren gewöhnlichen Attributen. 6?. Antike Paste. Isis und Serapis sizend in einem Tempel, l) 70. Grüner Jaspis, aus beiden Seiten geschnitten. A us der einen sizt Isis und reicht dem Öcbse» Apis, den sie zu liebkosen scheint, die Brust. Man sieht denselben Ge> genstand erhoben aus Elsenbein. 21 Aus der Rükseite steht Ssiris, in der Rechten den Schlangenstab, in der Linken einen Spieß. 71. Antike Paste. Apis mit einem Halbmond über dem Kopse. 72. Antike Paste. Apis, über ihm ein Halbmond, vor und hinter ihm sind zwei Figuren; iede trägt eine Fakel, vielleicht als Anspielung auf die Feierlichkeit, Z) mit welcher man den Apis vom Schiffe bis in das dem N u l, can geheiligte Wäldchen führte. 7Z. Antike Paste. Osiris stehend, die Linke in einen Mantel gehüllt, mit der Rechten hält er einen Stab, der oben den Kopf eines Wiedehopfs hat. Man sieht diesen Stab im Großen an einer Statue der Isis oder ihrer Priesterin, 4) die sich im Capitolio befindet und wahrscheinlich aus der Zeit Kaisers Hadrian ist, in dessen Villa zu Tivoli sie auch gesunden wurde. 7ä. Glaspaste. Osiris stehend, mit einer Kleidung, die ihn bis an die Kniee dekt; er hält mit beiden Händen eine Lotosblume. l) lSehr sei» geschnitten.) Z) Oiv l>g> 11. S,) nach einem Bilde an der Mauer des Tempels zu Teutyra. Schlichregroll, 30S Geschnittene Steine. 75. Glaspaste. Osiris fizend und JsiS stehend; die leztere bat auf dem Kopse zwei Federn, wahrscheinlich von dem Plwnikopteros, der ihr gewidmet war. 1) Rund herum sind Buchstabe». 76. Antike Paste. Zwei Ssiris stehend; jeder hall einen oben gebogenen Stab/ wie das Zepter der alten ägyp, tischen Konige war, das sich oben in ein Kreuz mir der Hand« habe endigt; 2) mitten zwischen beiden Figuren stzt Har> pokrates auf einer Lotosblume. 77. Dunkler Carneol. Zwei Ssiris, die Mitra aus dem Kopse, in der Hand den Stab oben mit dem Kopf des Wiedehopfs; zwischen ihnen steht eine Vase von eleganter Form, mit vergitterter Verzierung; ihre Handhaben werde» durch kleine Figuren gebildet. Aus dieser Vase erhebt sich die Lotosblume, die, wen sie ganz aufgegangen ist, den Lilie» gleicht, Z) wie man dieses auch deutlich an einer Lotosblume in schwarzem Marmor auf dem Capitolio sieht, die zwci Palme hoch ist und in Hadrians Villa zu Tivoli gefunden wurde, über der Vafe sind ägyptische Charaktere, zwei Krebse und die geflügelte Kugel. 7S. Antike Paste. Ein Gefäß mit einer Pflanze, ! deren Stan, zwei Zweige auf jeder Seite hat, gleich der Pflanze in einem Gefäße, die sich bei Mon tfau con findet.41 Diese ganze Pflanze gleicht vollkommen dem großen Leuchter des Tempels zu Jerusalem, den man erhoben auf dem Triumphbogen des Titus findet und mit welchem die Leuch« ter der Juden und ersten Christen überein kommen. 5) Die Gestalt dieser Pflanze, die stch der des Lotos nähert, dessen Blume wir aus dem vorigen Steine sahen, köiite vielleicht dar, auf fuhren, wie der große Leuchter in, Tempel zu Jerusalem gergde zu dieser Form kam; er war nämlicli vielleicht nach der Form der ägyptischen gemacht, bei denen die gvttesdienst, 1) 1. 6. p. 263. 2) Vio-I. Sie. sl.z e. 3. Pflugartig sei oben das Zepter, sagt Diodor an dieser Stelle.? 3) Ikeoplir. tust, plant. I. 1. c. >0. p. 3?. 4) expl, t. 2. parl. 2. z>I. 141. 5) k'llbrelti Inscr. c> ö. x. 389. ». 44. et c, 7. x. Z37. n, 53. 1 Kl. 2 Abth. 309 lichen Leuchter sechs )) oder »och mehr ?lrme hatten. 2) Der Lotos wurde von den Äguvtern als eines der heiligsten Dinge angesehen; man bediente sich desselben, um die Kapitale der Säulen zu schmüken, ?) welchem Beispiele die Kriechen solg> ten; -t) auch zur Verzierung von vielen, besonders religiösen Instrumenten und Gesäßen, weil der Lotus, der sich, dem I.,inblich us zufolge,?) in Absicht aus seine Blätter, Blüthen und Früchte, der runden Gestalt nähert, für das Emblem der Vollkommenheit genommen wurde. Da nach einer andern Deutung der Lotos auch das Symbol der Sonne war, 6) so sieht man, wie hieraus der Bezug auf einen Leuchter entstehen koiite. 7?. Glasvaste, geformt über einen Anieth»st aus dem Kabinet des Grauen Th v ms. 7) Ssiris stehend, mit einer ?lrt von Mitra auf dem Kovse, die Rechte in die Höhe haltend, mit der Linken das Glied fassend. So wurde, nach Plutarch,S) Ssiris gebildet; uud ihm glich der griechische Mercur, der zu Cvllene stand.?) Sg. Glas »aste. Dieselbe Figur, mit der Inschrift, nach Art der Abraxas oder Basilidesgemnie» : >) LIem. ^>ex. ström. I. 6. p. 666. 2) t)üllim. epigr, Zg. 3) Normen Vv^. et 115. 4) Xllien. I. 5. sc. 9. n. Zg.) 5) Oc Master, sect. 7, c. 2. 6) plularcli. >Ie 7s. ot Osir. l^t. 7. ^>.400. e^It. koisl^.z 7) Man sehe das Kuvfer von Schlei) gestochen. S) ve Is. et tlsir. ^l. 7. 470. e den Kopf und die übrigen Theile des Körvers glatt zu fcheeren pflegten; aber nirgends liest man etwas von einen, ähnlichen Harpo« krates. Maerobius sagt, Z) daß die Ägypter dieSoimc mit einem geschornen Kopf abbildeten, ausgenommen aus der rechten Seite, wo ste «och Haare ließen; uud gerade auf die, ser Seite hat auch unser Kopf seine >>oke. Eine von dem Grave» Canlus bekaüt gemachte Figur des Harvokrates hat dieselbe Sonderbarkeit, i) und dies könte die Meinung Cupers", daß Harvokrates die Sonne vorstelle, bestätigen, so daß er hierin so Unrecht nicht hätte, als Pluche glaubt. 5) Zu Rom in einer Privatfamluug findet sich die Marmorbüste eines Kindes von natürlicher Größe, daS zwar keinen geschornen Kopf, aber doch die Loken blos auf der rechten Seite hat; vielleicht war dies ein der Sonne oder dem Harvokrates geweihtes Kind. Es erinnert dies an die Gewohnheit späterer Zeit, die Haare aus der einen Seite laug zu tragen und sie aus der andern kurz zu schneiden. 6) Man 1) lDenkmale, Nun,. 77.Z 2) kigzltii not. 06 oaeirvcrit.. ^rteniidvr. x> 12Z. 3) Laturnal. I. 1. c. 21. ^.243. 4) kecueil t. 2. xl.4. not. >. L) Uist. du c!e>. I. 1. p. 6) Louaarr. vsserv. svxri, i velri »nt. x. 270. 1 Kl. 3 Abth. 3lt findet mehrere Bilder des Harvokrates niit einer Bnlla i» Gestalt eines Amulets.M» Halft; 1> aber auf unfter Ecmme ist es eine Kugel mit zwei Schlangen: eine Hieroglyphe, die man auf einigen Miinzen antrift; 2) es ist hier ein Phnlak, tcrium der Isis, Z) sonst auch Stimine der Wahrheit genant. — Das Nez, in welches dieser Harvokrates ein- gcwikelt ist, verdient noch bemerkt zu werden; es bezeichnet, nach Plutarch, die zarte Kindheit. Nur allein aus der Tabula Jsiaca ist er so vorgestellt, wo ihn Kircher sür den Gott Horus nimt. übrigens ist die Gravüre dieses Steins vortreslich. 82. Carneol. Büste des Harvokrates mit einen» Diadenia, der Persta, mit dem Horn des Überflusses hinter ihm und einem Band um das Gelenke der Hand. Die Gravüre eines geschikten Meisters. Die Verehrung dieses Gottes war sehr Mode zur Zeit der Kaiser und jederman trug das Bild desselben am Finger. 8Z. Carneol. Eine andere Büste des Harvokrates. 84. Antike Paste. Büste des Harvokrates; das Gesteht gleicht dem Antinons; und die ganze Vorstellung einem geschnittenen Steine des Fulvio Srsini, mit dem Namen 4> 85. Antike Paste. Eine andere Büste des Harvokrates, die anch dem Antinous zu gleichen scheint; er hat hier ein Diadema. 86. Antike Paste. Eben dieser Gegenstand. 87. Antike Paste, Büste des Harvokrates, vok> wärts, mit Flügel» und einer Feder, die wie ans seiner Schulter hervorgeht. Diese Feder ist ein merkwürdiges S»mbol: es''ist die königliche Feder, die der Gott Küev h gewöhnlich aus seinem Kovse trägt. S) 88. Carneol. Harvokrates stehend, in seiner 1) klai'poci'. p.Zs. .16. t. i. tad. 6ö. tarck, I. c, p. ^3^. echt Rcislv/I 2) Lranile!^. t. z. 2Z. Lrit. p, > 80. 3) ?IuwrcI>. ilo Is et Osir. It. 7. >>.437. edil. 4) Llo^cl» xierr. gravees n.Z^. ö) 1.3, x. 6g> sx. >i5, ?s>. 1628.^ 312 Geschnittene Steine. Linke» ritt Horn des Überflusses? daS er auf den Stam eines Baumes stüzt. Der marmorne Harpokrates im Eavito- lio, l) gefunden in Hadrians Villa zu Tivoli, halt ein klei> nes Horn des Überflusses ohne Früchte. SS. Antike Paste. Ha r p o krates stehend und be> kleidet, in der Linken ein Zepter, oben ist aus beiden Seiten eine kleine Gloke, ein gewöhnliches Symbol der in die Lrg». en des Bakchus Eingeweihten. 2) So findet man ei» Blök! chen über der Grabfchrift eines Kindes, Z) das in die Mi>l>e° rien eingeweiht war; und in einem Bakchanal auf einer Ur> ne in der Farnefina erblikt nian eine Figur, deren kurzes Kleid mit Glökchen besezt ist. 55. Carneol. Harpokrates stehend i» einem ru»> den Tempel. Dieser Stein gehörte ehmals in das Kabinet Strozzi, und der Abate Venuti hat eine Erklärung do> Von gegeben.Ä St. Dunkler Carneol. Derselbe Gegenstand. S2. Magnetstei». Harpokrates, eine Geißel in der Rechten, auf einer Lotusblume fi;end. ?Z. Carneol. Derselbe Gegenstand. S^. Rother Jaspis, auf zwei Seite» gravirt; aus > der einen die eben angeführte Vorstellung mit den Buchstaben cEklE ; auf der andern lie,t man 7^7^— V5. Magn et st ein, auf beide» Seite» gravirt. Die> selbe Vorstellung, wie auf dem vorigen Stein, nur mit noch mehr Buchstaben auf der einen und andern Seite. 56. Grüner Jaspis. Links »eben seinem Kopf ist die Sonne, rechts der Mond. 57. Heliotrop. Harp 0krates , in der Linken ci> ne Geißel, stzcud in einem Kahne von Pap»rus, dessen Sclma, bel und Hintertheil wie Lotos gestaltet find; Sonne und Mond oben darüber. Plutarch sagt in seiner Abliaiidlung von Isis und Ssiris, daß die Krokodile denen keinen Schaden thun, die i» einer Bgrke vo» Papurus schissen, weil Isis einst in einer solchen gefahren sei. Dieser Kahn aus unserm 1) Hs»s. Opltol. t. Z. tak. 74. 2) sDieser Stein ist vorzüglich sein geschnitten^ 3) k'ulirclli p. 4) Lollect. Wtirj. IVoui. lsd. Zo. 1 Kl. 3 Al'th. 313 Steine ist an mehrern Stellen gebunden, wie es die Kähne auf dem Nil waren. In der Samluug des Gabriel Medi na in Livorno war ei» Stein mit einem Harvokrates, der auf einer Muschel s>zt und rudert; diese Geninien können als Supplement zu Cupers Abhandlung dienen.— übrigens war es ein S»»i- bol der Vergötterung und Weihuug der Gottheiten, wen man sie aus Barken oder Schiffen vorstellte; deßwegen kommen Kaiser aus Barke» sizend vor. Z) Man kaii hiebei die Bemerkung des Porplnirius anfuhren/ daß die Ägvvter geglaubt haben, es fchike sich nicht für Götter, auf der Erde z» gehen und deßwegen wurden sie auf Kähnen borgestellt. Z) 1) I^ucan. klisrs. I. 4. v. i3l>. 2) Luonarr. osserv. ^,424. Putin. nun>. Imp. p. 200. 3) Oe antro d!,sau!,. iri ^tlien. I. 11. p. 790. Die Götter Ägyptens bestiegen niemal den Wagen , uui sich mit schnellfüßigen Rossen zum Gewölbe des Himmels zu erheben, oder von da herabzukommen, wen ihre Verrichtungen sie auf die Erde riefen, oder in des Niederreichs Tiefen. Auf dieses Landes Denkmalen gleiten sie in leichten Kähnen dahin, oder sahren in Schiffen. Bei den Griechen machte das Jahr auf diese Weise seinen Umlauf: in den heroischen Tagen wurde man alt und fah viele Dinge mit den hernmschif- In Ägypten hatte die Sonne ein Schif, ihren Kreislauf zu vollbringen; ein solches hatte die Mondgöttin und auch die fünf übrigen Wandelsterne; oder alle sieben Wandellichter fuhren gemeinsam in einen, Schiffe, ä/- H-vA'-r/wv 0/ en-, c/ /e c??-/ -tiixvvü-'/. lüi'in. Strom. IV. 7. Lo»f. Lvsnß. III. 2 -l- -!-U ü^, «!/. plutarcil. lle Is. et Osir. c. 34. I^actaut. I. 11. Hlnrtian. cle llti^t. klülvl. er I^Ierc. 1.2. j>. 23. H u g. Winekelman. S. 31-t Geschnittene Steine. SZ. Grüner Jaspis. Harvokrates auf einer ke von Papyrus, auf deren Border- und Hiutcrtheil ein Spcd der sieht; in dem Kahn befindet sich noch eine andere Figur, vielleicht ein Anubis. S9. Grüner Jaspis. HarpokrateS, auf dem - Kopfe die Frucht Persea; er schift auf einer Mumie, siatt auf einem Kahne. Auf dem Vorder- und Hintertheil derselbe» ist wieder ein Sperber. Statt der Geißel, wie aus den »o, rigen Steinen, hält er ein Horn des Überflusses; nebenbei sind Buchstaben. joo. Grüner Jaspis. Eine Mu m ie, mit der ZZlu> me Persea auf ihrem von Strahlen umgebenen Kopfe; diese Mumie wird von einem knicenden Manne getragen, der sic mit beiden Armen über den Kopf hält; aus den Füßen da Mumie steht ein Sperber mit derselben Blume aufdemKvvfc, 101. Antike Paste. Harvokrates stehend zwi, schen Seravis und Isis. Vekantlich hatten diese drei G°tt> heiten gemeinschaftliche Tempel und wurden deßhalb und genaiit. 102. Carneol. Der Kopf des Serapis mit dem Scheffel auf dem Kopse, und der Isis Kopf mit der Persea ; i>vi> l schen beiden Harvokrates, stehend, das Horn des überffus, seS und eine kurze Keule haltend. Dieser Stein dient dazu, eine Münze Hadrians recht zu erklären, t) die wegen dir Keule hinter dem Kopse des Harpokrates scheint wi Cup er falsch verstanden zu sein. 2) 1) nuin. Iinp. iHA. 2) Harxocr. x. 56. Vierte Abtheilung. AnubiS und K a n o p u s. toz. Rother Jaspis. Anubis zu Fuße. Im Vorbeigehen sei hier bemerkt/ daß die griechische» Christen des Mittelalters den heiligen Christoph i»it einem Hundekops abbildeten, um anzudeuten/ daß dieser Heilige aus dem Lande K»»okephale war. I) So steht man ihn aus einem alten Me< nolog oder Kalender aus Holz gemalt in der Bibliothek des Vatieans/ wohin dieses rare Stük samt der Bibliothek des Marchese Capvoni gekommen ist. 104. Heliotrop. Drei Anubis. t 05. Antike Paste. Anubis stehend, hält mit der Rechten eine Palme, mit der Linken ein heiliges Gesäß. iOü. Carueol. Anubis, den Schlangenstab in der Linken, in der Rechten einen Palmzweig. Die marmorne Statue des Anubis im Capitolio von natürlicher Große, den Caduceus in der Hand, wurde in Hadrians Villa zu Tivoii gesunden. Es verdient bemerkt zu werden, daß stch kein Anubis mit dem Caduceus auf irgend einem ägyptischen Monumente findet. t07. G ra n at, ausbeiden Seiten geschnitten; auf der einen Seite Anubis stehend, mit der Linken ein heiliges Gesäß haltend; neben ihm z» seinen Füßen ein Hahn, der eine Henne dekt; auf der andern Seite die Buchstaben tvs. Lapis Lazuli, auf beiden Seiten geschnitten. Auf der eine» AnubiS stehend, mit Buchstaben rund umher; auf der Rukseite ein Kopf mit Strahlen. 105. Magnetstein. Ein geflügelter Anubis stehend, in jeder Hand einen Stab haltend, dessen Knopf der Koxf eines Wiedehopfs ist. Rund umher Buchstaben. N0. Gelber Jaspis. Anubis stehend; sein Haupt i) ?in. Vit, S. Lkrislvxli. Z. 6. in .-^ct. 8. ^lul. vol. ö. x, 1Z7. 316 Geschnittene Steine. ist von einer Schlange umwunden/ die einen Palmzweig im Nachen halt. 111. Heliotrop. Anubis stehend; er scheint einen Bliz in der Rechten zu halten, in der Linken einen Palm, zweig; dabei die Buchstaben 112. Chaleedon. An »bis stehend, in der Rechten den Bliz, in der Linken ein Zepter. Der Bliz ist auf Art der Griechen gebildet und ist ein Abzeichen, daS diesem Gott erst von den Römern gegeben wurde; den da die Ägypter immer einen heitern Himmel haben, und folglich dem Donner und Bliz nicht ausgesezt stnd, fo hatten sie vielleicht keine Idee von diesen Naturerscheinungen; und doch ist es sicher, daß sie ihre Attribute immer von Dingen hernahmen, die sie als wirklich eristirend kanten. ltZ. Antike Paste. A n n b i s hält den sizcnde» H o- rus auf seiner rechten Hand, und mit der Linken ein heiliges Gefäß. Carneol. Annbis stehend, mit Krokodils»,'», ten statt der Hände; zu seinen Füßen ein Stern. It5. Smaragdprasma. Annbis sizend, mit der Neckten das Glied haltend; daneben die Buchstaben 1^, und auf der Rükfeite n. tt6. Grüner Jaspis. Anubis und eine Mumie; dazwischen ein Halbmond und ein Stern; ans der Rükfeite Schrift. tt7. Carneol. Anubis und Jfis stehend mit ihren gewöhnlichen Attribute». 1l8. Antike Paste. Der Gstt Kanovus mit der Frucht und den Blättern der Persea auf dem Kopfe. Smaragdprasma. Derselbe Gegenstand. 120. Carneol. Derselbe Gegenstand. 121. Grüner Jaspis. Kanopus vorwärts. j22. Antike Paste. Mehrere ägyptische Gottheiten mit hieroglyphiscben Charakteren untermischt. 12Z. Carneol. Büste eines ägyptischen Priesters mit der Mitra. Die Gravüre ist nicht ägyptisch. Hinter dem Kovfe liest man ri?l. lZ4. Amethyst. Ei» ägyptischer Priester stehend, eine Sckale in der Rechten, in der Linken ein GefäKj vor ihm eine Lotosblume aus ihrem Stengel, hinter ihm eine Korn- .ähre aus ihrem Halme. t25. Bergkrystall, Ein ägyptischer Priester mit 1 Kl. ä Abth. der Mitra;,in der Linken hält er einen Stab/ der statt des Knopfes eine Lotosblume hat; hinter ihn! ein Sperber aus eben so einem Stäbe. 126. Glaspasie, davon daS Sriginal als Canieo in der Samlung des Prior Vaini zu Noni war. Der behelmte Kopf eines Kriegers/ rund nm mit altpersischen Charakteren. Wen die persischen Künstler den ägyptischen nachstanden, wie die Nachricht zn beweisen scheint/ daß Kamb»ses Bildhauer aus Ägypten mitnahm und nach Persie» verpflanzte: so scheint es in anderer Nukstcht, daß die Perser den Ägyptern überlegen waren in der Darstellung der Kopse und Gesichter. Den da alle Ägypter verzerrte nnd afrikanische Gesichter hatten/ fo ahmten ibre Künstler/ die keine andere Vorstellung deS Schönen kanten/ die Natur so nach, wie sie sich ihnen darstellte / das heißt / immer mit derselben Bildung des Kopssund der Gesichtszüge, ohne hiebet Abwechslung statt finden zu lassen. Hingegen die Perser/ die wohlgebildete nnd schöne Männer wäre»/ mußten anch in ihrer Scnlptur als solche erscheinen; und daß dieses so sei/ beweisen wirklich die ni's Große gezeichneten Figuren von Persexolis/ eben so wie der Kopf dieser Paste/ der sich gnt ausnimt und regelmäßige Züge hat. 127. Chalcedo n. Ei» Sigel / welches einem persischen Sigel ans demselben Steine gleicht/ das Bianchini bekant gxmacht hat. l) Ein persischer Priesier opfert auf einem Altare ein Thier/ daS einer Hirschkuh ähnlich ist. Man sieht auf dem Altar eine ganz aufgerichtete Lanze. Ich wage es nicht./ die Lanze in dieser Stellung als einen Gegenstand der Anbetung bei den alten Persern zu erklären, so wie sie eS in den entferntesten Zeiten bei den Grieche»/ 2) bei den Scythen und bci de» alten Deutschen war, da kein Schriftsteller/ der ron dem alte» Cultus der Perser handelt, dessen Erwähnung thut. Aber so Viel ist sicher, daß, was man hier erlittst/ deutlich eine Lanze vorstellt, uud das Sigel anlik und Von persischer Arbeit ist. Auch kaki ich noch zwei AbdrükeZ) unsrer Samlung anführen, die ebenfalls von persischen Steinen genommen sind, wo man einen Priester stehend vor ei< einer aufgerichteten Lanze erblikt. Man köiite Vielleicht sagen, >) Istor. ilnlv. p. 53?. 2) l Vür. IcicN. Q<1 ^.SL-Ivl. coliii'. V. 6Z5. 3) lSchwesel.) legenheit zu einer andern Bemerkung dar, betreffend die Sculp- tur der alte» Perser. Ich vermuthe, daß ihre Künstler, die sich besser auf die Zeichnung der Kopse verstanden^ als die Ägypter, hinter diesen wieder zurükblieben in allem, was die Verhältnisse des Körpers angehr. Man sieht auf allen ihren Werken nichts, als Figuren, die beinahe immer auf dieselbe Weise bekleidet sind, wie auf unsern, Stein, ohne alle Abwechslung und immer niit dcnfelbe» geraden und steifen Falten in den Gewändern. Daraus kan man schließen, daß diese Tracht und Art, sich zu kleiden, Ursache daran war, wa> i'uni die Kunst so wenig Fortschritte bei ihnen machte. Für's erste erscheine» die Perser nie nakt 2) und die Naktheit war bei ihren Gebräuchen von sehr übler Bedeutung. Z) Es fehlte also ihren Künstlern die Gelegenheit, das Nakte zu studi- ren, welches doch das Schönste und Schwerste in der Kunst ist; da sie nun also nichts, als nur immer drapirte Figuren machten, so mußten diese alle sehr wider die Proportion verstoße». Dazu köiiit noch, daß die persische» Gewänder von Tuch gemacht wäre», welches ma» in Stüke schnitt und nähte, wodurch alle ihre Kleidungen einförmig wurden und das Nakte nicht durchscheinen ließe» ; die Grieche» hingegen warfen nur ein einfaches Tuch über ihr Kleid, das jeder »ach seiner Phantasie um sich herumschlug; dieses Tuch war einer viel größer» Veränderung in der Behandlung und im Faltenwurf empfänglich, fo daß sogar das Nakte durch dasselbe hindurch konte bemerklich gemacht werden. Da nu» die vornehmste Beschäftigung der persischen Bildhauer und Stein- z) reliZ. ?crs. c. 3. x. 63. 2) I. X^nopli. ^.655. Z) o»?Irc>cri!. I. >. c. 115. 1 Kl. 4 Abth. schncider darin bestand/ ganz bekleidete und sich immer gleiche Figuren zu verfertigen , so machten sie auch in der Draperie nichts als Falten, die fast ga»; parallel und in gleicher Richtung herablaufen. — Eine zweite Ursache des geringe» Fort, ,'chnttes der Kunst in Persien war, daß ihre Religion ihnen verbot/ die Götter unrer menschlicher Gestalt abzubilden; i) bckantlich ist es gerade die entgegcngefczte Gewohnheit, welche die Kunst bei den Griechen zu einen, so hohen Grad der Vollkommenheit gehoben hat. — übrigens haben sich einige Antiquare in Hinsicht ans den Werth persischer Gravüren bei ihren Beschreibungen geirrt: da sie nicht mehrere untcr einander vergleichen koilten, so haben sie selbe ost mit griechischen Arbeiten verwechselt; auch begegnete ihnen dieses, weil sie die Manier und Zeichnung dieser Nation nicht genug kanten. Unter den Gemmen in der Samlung von Wilde, hat man geglaubt, auf einem Stein die Fabel vom Aristeas2Z i» finden, und aus der andern hat man aus dem persischen König oder Priester einen part bischen gemacht.?) 1ZS. Carneol. Ein persischer Priester, mir einen« unbekaüten Instrumente auf der Schulter. 12?. Carneol. Ein Man, einem Palmbaum gegenüber stehend. lZV. Chalcedon; ein Chlinder, der Länge seiner Axe »ach durchbohrt. Ein Stier von sehr schöner Gravüre. IZj. Sardon»r; einSigcl, in der Mitte gleichfalls durchbohrt. Ein Pferd. jZ2. S ar dv n yx; ein Sigel, in der Mitte durchbohrt. Ein Falke, der einen Hafen faßt. IZZ, Glaspaste. Zwei unbekante Thiere. Die Stelle im Achniet sagt, wen jemand träume, daß er sich zum Waschen entblöße, so stehe im nach der Meinung der Perser und Ägypter ein kleiner Verdruß bevor, der sich nach der Länge der Zeit richte, wo es ihm vorkam, als wüsche er sich. S ch l i ch t e g ro l l. >) Ilcroclvt. I. I. o. >z>. f G. d. K. 2 B. ZK. 17§. Note.) 2) Wristäus, Apollos Soh» und ?iktäo,'>§ Vatcr.1 3? lG. d. K. 2 B, S K, ! l 5-1 620 Geschnittene Steine. Heliotrop. Ein Elephant; roheste Gravüre. jZS. Glaspafte. Kanipf zwischen zwei Menschen, einem zu Fuß und einen, zu Pferde. lZ6. Chalcedon. Ei» Mai? zu Pferde, mit seinen: Hunde auf der Jagd; er wirft seinen Spieß nach einem Wildschwein. jZ7. Glaspaste. Kampf zwischen zwei geflügelten Thieren, vielleicht Greisen. Chalcedon. Zwei Ochsen, die mit einander kämpfe». tZS. Sardonyx, Zwei Pferde. Zweite Klasse. Heilige Mythologie/ oder die Göttergeschichte der Grieche«/ Hetrurier und Römer/ samt den,/ was zu ihremCul- tuS und zu den religiösen Ceremonien gehört. Erste Abtheilung. S a t u r n u S. 1. Sard on >> r. Saturns Kopf verschleiert; hinter ihm die Sichel. 2. Smar azdprafn> a. Ein anderer Kopf des Sa- turnus mit der Sichel. Z, Glasvaste. Derselbe. Hier sehen wir also drei Köpfe Saturns mit einem Schleier. Es ist bekaüt, daß Saturn der einzige Gott war, dem man mit unbedektem Haupte opferte, t) und nach meiner Anstltit ist cs gerade dieses, was der über den Vorderkovf zurükgeschlaaene SÄileier anzeigen soll. Man opferte ihm also nicht gänzlich olme Schleier; aber da die Römer vor den Altäre» aller übrigen Götter ver> >) N.ici'oli. 8aturn.il. I. l. c. IN. x. 191. ^plutarcli. quWt. koin. t 7. s).6i. eclit. lieiük ^vnl'. p. 79. In der ersten Stelle Plutarchs wird erwähnt, daß man auch der Ehre mit entblößten« Haupte geopfert habe.) 322 Geschnittene Steine. schleiert erschienen / so schlugen sie gerade bei den Spsern des Saturnus allein ihren Schleier zurük, indem die Feste die» ses Gottes dem Vergnügen gewidmet waren. Martiauus Capella sagt uus wohl, daß Iu viter seinen Schleier hinter seinem Haupte zurüksallen ließ, um mit desto mehr Majestät t» der Versamluug der Götter erscheinen zu können;1> indes» sen findet man docli weder Jupiter, »och soust eine Gotd heit so verschleiert, wie den Sa turn us.— Die Sichel hat auf Numero l und Z die Gestalt eines Hake»; gezahnt sieht man sie auf einer Münze und auf einer Lampe von ge> braiiter Erde. 2) Die Gravüre dieser drei Kopse und des solgenden ist von großer Feinheit und von sprechenden, AuS> druke. * 4. Sardony r. Kopf des Satur » us mit einem Dia> dema und der Sichel, aber ohne Schleier, gerade wie aus ei, ner Münze bei Beger. 5. Griiiier und gelber Jaspis. Saturnus verschleiert, sizend, er hält die Sichel in der Rechten, und hebt die Linke über seinen Hinterkops. 6. S m ara g d p r a sm a> Saturnus sizend, ohne Schleier, hält in der Rechten die Sichel, die nach der Erde gekehrt ist; und hebt die Linke über den Hinterkops. 7. Gelber Jaspis. Die Sichel des Saturnus ganz in der gewöhnlichen Gestalt der Sicheln, wie man sie dem Svlvanus und Priapus zutheilt. 2) Ikes. t. 2. x. 644. Nasser! lucern. Lct. tav. 9. Zweite Abtheilung. Cybele, Provinzen und Städte. Cybele. 8. Antike Paste. Kopf der Cybele. » Rother Jaspis. Kops der Cybele, mtt el- mm Lorbeerzweige auf der Schulter. » I II. Carneol. Kopf der Cybele, mit dem Worte: ää'räiic. 11. Carneol. Cybele auf einem Throne, in der Hand eine empor gehobene Lanze, und den linken Arm aus einen Schild gestüzt; neben dem Thron ein Löwe. 12. Antike Paste. Cybele auf einem sstehendenZ Löwen sizend, mit hoch gehobener Rechten; auf der einen Seite die Sonne, auf der andern der Halbmond. 1Z. Ag ath o n » r. Cybele auf einem laufenden Löwen iizind, mit dem Blize in ihre Rechten. » 14. Smaragdprasma. Cybele ans einem lausenden Löwen, mit dem Blize in ihrer Rechten, und einem Spieße oder Zepter in der Linken; unter ihr ein Stern. 15. Glaspaste. Cybele aus einem Wagen von Pier Löwen gezogen. 16. Gelber Jaspis. Cybele sizend, in der Rechten eine Schale, in der Linken ein Spick, zu ihren Zniien ein Löwe; vor ihr steht Fortuna und oben zwischen beiden die Sonne mit Strahlen über einem Halbmonde. »17. Carneol. Ei» Löwe; über ihm eine phrygischs Miize und unter ihm ein paar Krotalen. 18. Agathonvr, Ein Priestee der Cybele, oder Atys selbst, vor der Statue dieser Göttin, welche die Gestalt einer Herma hat. Er hält eine Sichel, um anzudeuten, das; er Eunuch sei; den obgleich die Priester der Cybele stch mit einem Steine von Samos entmanten, so bedürfte e§ 324 Geschnittene Steine. doch liier aus dieser Gemme eines Instruments, das im Stande war, die Verstümmelung besinnt anzuzeigen. Den dieCi- chcl des Saturnus deutet auf eine grausame Operation, die an seinem Vater Uranus verrichtet wurde; auch sieht nun, aus andern alten Denkmalen Priester der Cybele mit der Sichel, l) 19. Earneol, Dieser Stein könit uns zu Hülse, um den Vorhergehenden erklären zu könne»; den hier steht man einen Man aestiizt aus einen Altar, in der Rechten die Si' chel, und ohne die mindeste Andeutung des Geschlechts. 20. Sm aragd vra sm a Ein Priesterder C»b ele mit der Sichel in der Rechten; hinter ihm eine Herma. Provinzen und Städte. 2l. Glasvaste. A fr i ka unter der Gestalt eines Frau, rnkopfs, der zum Anfsaz eine Elevhantenhaut hat. * 22. Sardo » » r- Derselbe Gegenstand. * 2Z. Carnevl. Sicilien, ausgedrükt durch sein gewöhnliches Svmbol mit den Buchstabe»: "24. Rother Jaspis. Die Stadt Antiochia; unter ihren Füßen der Fluß ürontes; neben ihr die Inschrift: »^^1^ xi-uei-». *25. Glasvaste. Die Stadt Atttiochia stzend, unter ihren Füßen der Fluß Srontes in liegender Gestalt; sie wird gekrönt durch eine Figur zu ihrer Linken, und zur Rechten steht Fortuna mit einem Horn des Überflusses. 26. Glasvaste. Der Stein, Von welchem diese Paste genommen ist, findet stch in Kuvser gestochen unter den Steinen von Mafsei,2) und im florrntinischen Kabinet. Z) Man bchauvtet, daß die hier vorgestellten Figuren das Symbol der Stadt Alerandria in Ägypten seien. 1) Leger, vlizorv. !>! Iiurn. z>. gz. 2) Oeminc t. 11. Zo. 3) AI115. I'Ioron!. t. 2. tsl>. ?2. Dritte Abtheilung. Jupiter. Mit seinen gewöhnlichen Attributen. 27. Antike Glaspaste. Kopf I n p i t e r s. »28. A g a t h o n » x. Kopf III p i t e r s mit dem Dia> dema. » 2S. Snyr. Derselbe. Z0. Antike Paste. Kopf Jupiters mit Lorbeer oder Olive n bekränzt. Der Slipenkranz bezeichnete den olpm- pischen Jupiter/ und der Lorbeer war diefem Gott deshalb gewidmet, weil der Bliz niemals in diesen Baum schlug. Zl. Glaspaste, Derselbe. Z2. Antike Paste. Kovfe des I u p i t e r s und der Juno, in einander geschoben. jug.it->,) ZZ. Schwarzer Jaspis. Jupiter stehend, mit Strahlen um daS Haupt und einem aus der Brust zusainmen- gehesteten Mantel, in der Rechte» den Bliz, in der Linken sein Zepter. Z4. Chalcedon. Jupiter stehend, den Adler zu seinen Füßen, ZS. Carneol. Jupiter stehend, den Adler auf der Rechten, mit der Linken sein Zepter haltend; auf der Seite die Buchstabe» Z6. Chaleedo». Jupiter stehend und den Bliz fchleudernd, mit den Buchstabe» »ir. ne- »>?. Z7. Sa r d o n i, r. Iupit e r stehend, den rechten Arm erhoben, auf der Seite zwei Sterne. ZS. Smarag,dprasma. Jupiter stzend, in der Rechten eine Kuael, in der Linken sein Zepter, mit dem Ad> ler zu seinen Füßen. ZS. A n ti k e P a st e, aus beiden Seiten geschnitten. Auf der einen steht man Jupiter stzend, den Bliz in der Rech- 326 Geschnittene Steine. ten, in der Linken das Zepter, den Adler zu seinen Füßen, Auf der Rükseite ein Löwe mit Strahlen umgeben, den Bliz ! im Rache» tragend. 40. Clialcedon. Jupiter sizend, die Weltkugel . haltend, über welcher man Sonne und Mond erblikt, Glaspaste. Jupiter Paeificus; als Frie> dcnSgottheit, sizend auf einem Throne, vorwärts, den Vli; ruhig in seiner Rechren haltend. 42. Carneol. Zwei Jupiter sizend, mit Vli; und ^ Zepter, zwischen ihnen ein Kopf im Profil; unten liest um» ,ivn. Es befindet sich im französischen Kabinett) ein Mi> daillon des Kaisers Marcus Aurelius mit zwei Jupi- tern, der eine sizend, der andere siehend, die von Mont> sauco» so erklärt werden: 2) „ Vielleicht siud es die bci> »den Jupiter, die in Arkadien von verschiedenen Väter» » erzeugt worden: der Äther und der Himmel. Die M » ten fanden oft ein Vergnügen daran, die Götter zu w'- j i, vielfältigen, und da es als ein Vorzug der Gottheiten «w ! » gesehen wurde, mehr als einen Namen zu haben, Z) s» » machten sie oft aus einer Gottheit zwei; so hatte mm „Zwei Neptuue,4) und dem Aruobius zufolge zählte ^ »man bis zu fünf Jupiter, vier Mereure, eben so viel« ! » Bakchus u. s. w. 4Z. Chalcedon. Juviter sizend, ein Adler ist z» seinen Füßen, und zwei andere Adler schwebe» über seinem z Haupte; Juno und Apollo siehe» vor ihm, hinter ihm ^ Mereur; unten lieft man de» Namen vielleicht ist es der Name eines unbekanten Steinschneiders. 44. Du »kler Car »eol. Jupiter siehend, zu seinen Füßen ein Stern, zu feiner Rechten Mars, der eine i Trophee trägt, zur Linke» Herkules mit der Keule. 1) ?I, >o. ri. Z. 2) 5ui>xlerii. t. 1. x. LZ. Z) ^ristopli. V. Z27. I^VINII inlo?. v. 7. et ii. 1. 129. 4) .^i-islopli. plut. v. Z97. LatuII. cpigr. Z2. Lollk, 8xanl>. L) ^t übrigens die Meinung derer, die den Zunamen Jupiter Ägiochos von seiner Ägide herleiten, obgleich Svanheim meint, diese Behauptung >) kczer. oliserv. in nuru. p. 14. Va'lllant. n. 2l. 2) ^.4. c. 1S9.Z 328 Geschnittene Steine. sei ohne Grund, t) Wahr ist es, daß man aus keiner Gm, me oder Münze den Jupiter, der die Ägide trägt, findet, weder nach der allgemeinen Vorstellung, die man sich davon inachcn kail, noch nach dem, was uns die Fabel davon sagt; und so kast die>'e Paste dazu dienen, den Pausanias zu »erstehen, indem ich glaube, daß fie den Jupiter MartiuS, vorstelle, 2^ dessen Name, aber auch weiter nichts über ilm, sich im Pausanias findet. Der Name des auf unserm Stein gcnanten Künstlers ist nnbekaiit; wahrscheinlich ist der Carncol, der sich in, Kabinete Crozat befand, das Original zu dieser Paste;Z) Mariette hat sie erläutert;/>i aber ich finde in dem Kopfe keine Ähnlichkeit inir dem Au> gustus. Jupiter PhiliuS. Smaragdprasma. Jupiter auf dem Vlize flehend, den Scheffel auf dem Kopfe; er trägt eine Schale i» der Rechten, und auf der Linken, mit welcher er sein Zepter hält, befindet sich ein Adler, der sonst gewöhnlich auf Jupi> ters Zepter sizt,5> wie man ihn ans einem Altare von sehr alrer Arbeit in der Villa des Herrn Kardinals Alexander Albani sieht Ich nehme übrigens diese» Jupiter für einen Jupiter Philius, der eine Schale hält. 6) 50. Antike Paste. Jupiter stehend; die linke Hand stüzt er auf einen Altar, aus welchem ein Adler ist; mir der Rechten hält er eine Schale, und zu beiden Seiten hat er den Kastor und Pollur. 1) Oliscrv. in Lallini, VNUI. In ,sl>V. V. 2) 5. c, 24. l.g. c. 2Z. I. >v. c. 14. Lon5. Hcrodvt. I. S, c. 119^ Z) ^Denkmale, Num. S.Z p-iusan. 1.5. sc. i>. inlt. Deukmale, Num, 8.^1 6) ^?ausav. I. 7. c. Z> 2 Kl' Z Al'th. 329 Jupiter Serapis. Zt. Sardon « r- Kops des Serapis. 52. Rother Jaspis. Kopf des Jupiter Serapis mit der Umschrift: d. h. Jupiter Serapis ist einzig. 5Z. Sardon >> x. Kopf desSerapis. Sehr schöne Gravüre. 54. Sardo n » x. Kops des SerapiS/ auf der eine» Seite die Sonne/ aus der andern der Halbmond. 55. Sardonvx von zwei Farbe». Kopf des Serapis mit Strahlen und den Hörnern des Jupiter Ai» nion. 56. Glaspaste. Derselbe. 57. Carneol. Kops des Serapis; unter ihm ei» schwebender Adler. 58. Not her Jaspis. Kops des Serapis auf einen« runde» Fußgestelle/ das von zwei Amor» getragen wird. 5S. Glaspaste. Kopf des Serapis auf einem Fuße. Diese Paste ist wahrscheinlich von einen, Carneol im pariser Kabinet genommen, aus welchem Mariette ein dem Jupiter Serapis gethanes Gelübde zu sehen glaubt. 2) Es ist bemerkenswcrth/ daß alle Figuren des Jupiter Serapis aus deu später» Jahrhunderten sind, und man kein altes Bild u»d keine eigetttlich ägyptische Gravüre findet/ die ihn Vorstellt. Dieses kömt mit dex Bcmerku»g des Maero- bius überein, Z) welcher sagt/ daß Serapis i» Ägypten >>»r durch diePtole m äer eingeführt worden, und die cingebor- ne» Inwohner sein Bild niemals in ihre Tempel ausnahmen. So. Carneol. Köpfe des Serapis und der Isis; mitcr ihnen ein Adler, der diese beide» Köpfe mit der Svize feiner Flügel berührt. 6t. Norher Jaspis. Kopse des Serapis und der Isis/ unten der Nilgott liegend. 62. Alte Paste. Kops des Serapis mit den Attributen des I u ^ i t er Amnion, Apollo/ Neptunus und >) z>I. g. 2) 8.ilurn!>I. I. 1 s>. 159. i-j * 33!) Geschnittene Steine. Äskulapins. Masfei hat hievon eine Erklärung gegeben. t) 6Z. Karneol. Ein Fragment. Derselbe Gegenstand. 6^>. Lapis Lazuli. Iupiter Serapis aus seinem Throne sizend, in einem Kahne von Papyrus, aus dessen Schnabel uud Hintertheil eine Büste der Isis steht. Aus einer Seite ist ei» Sperber, aus der andern Harpokrates; oben steht rnkwärts. Aus der Nükseite des Steins ist eine Inschrift. 65. Glaspaste. Jupiter Seravis sizend in einem Kahne; hinter ihm Fortuna, die auch einen Scheffel anf dem Kopfe hat; vor ihm ei» Kopf, und die I fi s aufrecht, steuert das Schif; den dieses war das Geschäft der Göttin. Das Original dieser Gemme findet fich im Kabinete zu Florenz. 66. Carneol. I n v it er S er a p i s sizend und Jsi's Sehend, neben einem Altar, auf welchem Feuer angezündet ist und nuter welchem stch ein Halbmond befindet; hinter jeder der beiden Gottheiten ein Stern. 67. Chalcedon. Serapis und Jfis, die ihre Schalen auf eine Art von Dreifuß ausgießen; zwischen ihnen die Kopse der Diana uud des Apollo, mit Strahlen umgeben. 68. Glaspaste. Jupiter Seravis sizend, hält den Vliz ruhig in seinem Sckiooße; zu seiner Rechten steht C»bele und zur Linke» Vesta, welche leztere das Hinter- Haupt verschleiert hat. 6S. Carneol. Kops des Jupiter Ammon, im Profil, wie die vier folgenden. 70. Antike Paste. Derselbe. 71. Glaspaste. Derselbe. 72. Antike Paste. Derselbe. 7Z. Glaspaste. Kops des Jupiter Ammon; über ihm ist ein Halbmond, wie bei Diana. Es ist hier das einzigemal, daß man Jupiter mit einem Halbmonde Jupiter Ammon. >) Qemui« t. 2, lsk. üo. 2 Kl. ^ Abth. findet, wie dieses die große Samlung von Abdrüken l>ci unserm Kabinet beweiset, wo man nichts Ähnliches siebt, l) 74. Antike Paste, Kopf des Jupiter Ammon, M> vorwärts. 75. Carneol. Derselbe Kops, vorwärts, mit den Buchstaben rcirs^r. 7 dot gibt »och eine andere Ursache an, warum man ihn un> ter dieser Gestalt abbildete.?) Ficoroni hat eine Abhandlung mit Figuren herausgegeben 4) über einen vorgebliche» Jupiter, der Vom Kopse bis z» den Fußen in ein Fell gekleidet ist uud zu seiner Zeit im Palasto Gentili zu Nom eristirte. Man vergleiche noch den Grav Cavlus über eine Figur mit dem Widderkopfe. 5) Jupitcr ApomyoS. 77. Antike Paste. Ein Jupiterskopf in Gestalt einer Muke, oder Äluscsi-ius. 6) Die beiden Flügel diefes Jnseets bilden den Bart des Gottes; ihr Leib macht das Gesteht, und über der Stirn ist der Kovf der Mii- ke mit ihren beide» Augen, die man gut unterscheiden kan, t) Sben in Numero 54 ist ein Halbmond neben Jupiter, so wie unter Numero und 82. Der Autor muß also meinen, daß es hier das einzigemal fei, wo man den Halbmond über dem Haupte Jupiters sehe, S ch I i ch t e g r o l l. 2) I„ I. sc. L3. ^xollodor, I. 6. 3,^ Z) 1^.2. c. 42. t/pusc. scienüs. t. 22. zi. A) kccucil, l. 2. pl, 3. n, I, ü) lDenkmale, Z!um. i2— 332 Geschnittene Steine. Als Herkules einst während eines Opfers/ das er dem Jupiter zu Elis brachte, sehr von Mükcn belästigt wurde/ bat er ihn/ sie zu verjage»/ uud daher behielten die Einwohner von Elis die Gewohnheit/ dem Jupiter Apomyos zu v»- Pfern/ d. i> dem Mü k enverja ger. j) Man findet denselben Gegenstand auf einer andern wenig von unsrer Paste verschiedenen Gemme. 2) Bellori glaubet dort das Geficht der Sonne zu sehen/ deren Hize den Honig auskocht: er ninit die Füße der Miike für Strahlen der Sonne. 7S. GlaSpaste. Kopf des Jupiters mit Lorbeer bekränzt/ unten zwei Miike». Hier haben wir eine andere Vorstellung des Jupiter Apom»os. Wolfgang La- zius nimt eine bloße Miike auf einer griechischen Münze für das Shmbol diefes Gottes. Z) Jupiter mit ungewöhnlichen Attributen. 7S. Glas paste. Eine bärtige Figur gekleidet in ein langes Gewand/ das man inlui-i,, naiite/ mit dem Modius auf dem Haupte/ einem Horn des Überflusses in der Linken/ in der Rechten eine Schale/ auf welcher ein Schmetterling sizt. La Chausse in seinen, Museo erklärt eS für ein den Manen eines Nerstorbenen dargebrachtes Opfer; aber es ist ein Viel edlerer Gegenstand: es ist Jupiter selbst/ und zwar der/ den man vorzugsweise IZxsupcrantissiinus uent/ ein Wort/ das man erfunden hat/ um die ganze Starke des griechischen 1) pausan. !. Z. ^c. 14. I. 8. c. i6,I 2) Lellori numi uxil>us iusign. tali. 7. n. 2. /j22. Z) ant. I. 1. 6. (^ronov. I'lies. Z. a. 12 x.ZZoö. ^Denkmale a. a. S^I Ich bin geneigt / die Thierchen für zwei Bienen zu halten/ welches durch ihre Gestalt auf unsern, Steine begünstigt wird/ die nach Maßgabe/ wie fie hiev koiite anSgedrükt werden/ziemlich deutlich ist. Schlichte groll. 2 Kl. Z Abth. Worts ») auszudvüken. Den nach der Inschrift: l. 0. DI. ZVNI5I0 IISSIU», 2) war Jupiter mit denselben Attributen auf einem Marmor des Commendators del Pozzo vorgestellt/ aber oline den Moiius, und mit einem Diadema, das stch auswärts in eine Spize endet, So finde ich ihn auch unter den Zeichnungen des Herrn Cardinals Alerander Zllbani. Über das Beiwort kan man noch Span- Heims Bemerkungen in Julians Cäsaren nachsehen, Z) Ausserdem ist dieses auch der einzige Jupiter, de» ma» mit einem Horn des Überflusses steht; die Alten gaben ein solches Horn indessen auch den, Mereurius4) und dem Herkules; der leztere findet sich mit diesem Attribut in der Nilla Ziidovisi zu Rom; eben so sieht man einen andern mit dem Füllhorn auf dem Fragment einer Vase unter den Resten von Altertumern in, Palaste Barbcrini. — Der Schmetterling, als S»mbol der Seele, verstattet mehr als eine Erklärung die ich dein Leser zu machen iiberlasse, Z) Sa. Cbaleedon. Jupiter mit denselben Attributen, dem Füllhorn und der Schale, aber ohne Modius auf den, Haupte. 81. Glaspaste. Jupiter Evakrius oder Cacu> minarius,^101. 82. Sniix. Jupiter sizend, auf feiner Rechten die Fortuna haltend, neben welcher ein Halbmond; »N seinen Füßen ist ein Altar und daneben ein Adler. 3) 422. 4) l'pist. 20g. 5) lVerfuch einer Allegorie §. I7Z.) 6) dons. öpllnl,. III Lalliin. !NU. in ^ov. V. L2. 7) Llilnckmi Istor. uuiv. x. 21Z. ' zz^j Geschnittene Steine. 8Z. Antike Paste. Jupiter sizend, auf der Linke» die Sonne oder Apollo kalkend ; über seinem Throne ist der Halbmond, zu ,'einen Fußen der Adler. 84. Carneol. Jupiter stzend, eine Victoria auf der rechten Hand. LZ. Carneol. I upi t er auf dem Steinbokestzend. j) 86. Glas paste. Jupiter stzend, feine Füße auf ei> nem Schemel/ die rechte Haud aus den Kopf eines geflügelten Löwen gelegt. Zur Rechten des Throns/ über dem Löwen, sieht die Göttin Vesta mit einer Fakel; zur Linken Har, pokrates auf einem Altare, und hält 5in Füllhorn, das er auf eine Priapnsherme stüzt. Der Adler stzt hei I u p i, ters Füßen. Vesta ist hier wie gewöhnlich vorgestellt, mit der Fakel und dem Löwen. 87. Chaleedon. Jupiter sizend hält eine Schild, kröte aus der Rechten, mit der Linken sein Zepter; der Adler zu seiuen Füßen. In Elis hatte Venus eine Schildkrött zu ihren Füßen; 2) dieses Thier war auch ein Smnbol de§ Mereurius; aber nirgends kömt es in Bezug aus deu Ju> piter vor.— Da die Schildkröte auch dem Peloponnes zum Symbol diente, so war vielleicht in diesem Lande irgend ein , Jupiter, dem man ste zum besondern Attribut gab. 88. Carneol. Jupiter stehend, mit Vliz und Zc», ! ter, den rechten Fuß aus das Vordertheil eines Schiss gesezt. ^ Jupiter steht in einem runden Tenipel, dessen Tholns odie ! Dom auf zwei Vierekigen und zwei gewundenen Säulen ruht, j An den Enden des Dackes sind zwei Widderköpse und auf ! dem Gipsel des Doms befindet sich ein Bliz, horizontal dar, ^ ausgelegt; zu den Seiten des Tempels liest man den Nanmn ! ii. v^l.. t) Hier ist ?l»gustus als Jupiter vorgestellt. Der Steinbok nämlich ist das Zeichen, in welchen, dieser Kai- ! ser geboren war. (Luewn. in c. 94) Er sah es al- seinen Glüksstern an und ließ es auf seine Münzen se> zen. S ch lich tegr oll. 2) ile Is. er ys!r. t. g. p. 20. e zweig. SS. S » »r. Ein Adler; im Schnabel einen Kranz/ in seinen Krallen den Bliz. ll>0. Chalcedon, Derselbe Gegenstand. 10!. Gelber Jaspis. Derselbe Gegenstand/ und umher griechische Buchstaben ohne Bedeutung/ wie aus den Abraras. 102. Carneol. Ein in der Lust schwebender Adler/ i» seinen Krallen den Bliz/ in seinem Schnabel den Paln» »iveig mit einem Kranze. Um den Adler her steht man ohne Ordnung einen TH»rsuS/ Sckiäserstab/ Bogel/ Stern/ Pfeil/ Bogen/ eine Keule/ einen Hahn und Schmetterling. l0Z. Antike Paste. Ein Adler auf einem mit Wid- dcrkdxsen und Blumengehängen verzierten Altare; neben den, Adler liegt der Bliz. Antike Paste. Ein Adler stehend auf einem Altare/ der mit Stierkövsen geziert ist/ und mit einem Basrelief/ das die Bietoria auf einem mit vier Pferden be- fvanlen Wagen vorstellt. Am Fuß des Altars gehen noch zwei Lorbeerzweige nebst einer Kornähre hervor. Der Adler halt in seinem Schnabel einen Kranz/ und in seine» Krallen ein römisches Kriegszeichen. i) lSardonyx,) 336 Geschnittene Steine. 105. Roth er Jaspis. "Ein Adler auf einem Holm Berg e; es scheint dies eine Vorstellung des Jupiter Ca> sins zu sein. Kampf Jupiters und der andern Götter wider die Titanen und Giganten. 106. Chalcedon. Einer von den Ti tanen, dessen Füße sich in Schlangen enden, wie die Fabel sie lins bc> schreibt; l) die furchtbarsten darunter waren Topho»/Por. phyrion und Alcvonen s. 107. Sardsn»r. Einer von den Titane»/ in der Stellung, als wolle er mit der Keule zuschlagen; umher dir Buchstaben: i., vi>^v. 2) lvs. Antike Paste. Einer von den Titane»/ in der Stellung/ als wolle er eben einen Stein, den er in dir Rechte» hat, schleudern; in der Linken hält er einen rundrn Schild imd eine Löwenhaut, wie auf andern bekaiircn Stc>> nen. Z) Glasvaste, abgeformt von einem Sardvmix im Kabinet zu Florenz. 4) Jupiter stehend, bewafnct mit Helm und Schild, und den Bliz gegen die Titanen schlc«, dernd. 5) llo. Antike Paste. Jupiter auf einer Quadriga! er kämpft mit dem Bliz gegen T»p h o n, einen der Titane». Derselbe Gegenstand mit zwei Giganten, durch den Stem schneider als Cameo mit großer Feinheit auSz!> führt, findet fich im Kabiner Farnefe. 6) tti. Glas paste. Derselbe Gegenstand. t) fMau sehe Denkmale, Rum. 4.Z 2) Geht ohne Zweifel den Aufruhr der Gracchen an. S cki li ch tegrol l. Z) Oact)-I. xart. 2. n. 32^. Tllnetti Oaclz'I. tab. zz. Z>Ius. t. Z. tab. 36. n. 2. 5) sDenkmale Rum. 4. Schild und Helm find nicht auf dem Steine.? 6) kDenkmale, Nnm. 10.^ 2 Kl. 3 ?ll'th> ZZ7 »112. Carneol. Jupiter auf eilisr Quadriga, » 1s Sieger aus deni Gefecht gegen die Titanen kommend; in seiner Rechte» den Bliz, auf seiner Linken den Adler. 11Z. Antike Paste. Neptun zu Pferde, wie er den Titan Polvbotes zu Boden wirft. 1> Derselbe Gegenstand war zu Athen in Statuen vorgestellt, wi? Paufaniaß erzählt. 2) »114. Carneol, Fragment. Mars als Jnngiing, die Titan en bekämpfend. Diese Gravüre ist vpn der größten Schönheit. »115. Carneol. Derselbe. 116. Zlntike Paste. Derselbe. 117. Antike Paste, den Sardonyx nachahmend. Der« selbe. tIS. Nother Jaspis. Derselbe. IIS. Antike Paste. Minerva, den Enceladus, eine» der Titanen, bekämpfend. Derselbe Gegenstand findet sich am einer ander» Gemme Z) und aus einer Münze Hadrians, wo Patin den Gigante» für einen Triton au.leht. 4) 220. Sardo»»r. Dieselbe. 12!. Antike Paste. Dieselbe. 122. Sardonvr, Fragment. Minerva und Her« kules wider die Titanen kämpfend. Auf dem Schilde der Göttin erblikt man ei» Pferd; man kiiilte daher vermuthen, daß hier Minerva Hippia vorgestellt fei; aber dieser Nauie wurde ihr erst nach dem Kampfe mit den Titane» gegeben, der Tradition zufolge, die uns P au fan ia s hierüber aufbewahrt hat. S) Es muß alsp das hier vorgestellte Pferd Pegasus fein, den sie gezähmt hat, und den man zuweilen auf ihrem Helme sieht, wie aus einer Münze der Stadt C»< renk, 6) wril die Fabel sagt: 7) Minerva Hippia oder 1) ^pvlloilvr. I. 6. 2.^ 2) l.. 1. Ic. 2.^ Acuisii ^lt. I. 1. c. 2. Ä) OorliLi Dact^l. xart. 2. n. 5) I..L. 6) Leger. Ki'an6e?>. t. i. p. !>i6. 7) ?inc!. v. i et Lcliol. Ii. l. Winckelman. 9. 3,58 Geschnittene Steine. sei in Afrika geboren. Nur nach dieser Erklärung kau das Pferd hier zum Gefechte mit den Giganten passen, — Der überlegende Künstler dieses Steins hütete sich al, so wohl, das Haupt der Medusa auf den Schild dieser Göl> tin zu sezen; er hätte daii einen Anachronismus begangen, da der Krieg gegen die Titanen früher war, als die Fabel des Perseus. Auch die Künstler der beiden vorhergehenden Steine waren eben so bedachtsam, und ließen den Schild leer, ohne irgend eine Verzierung oder ei» Bildwerk darauf zu fezen. 12Z, Glaspaste. Herkules mit dem Schilde kämpft Wider einen zu Boden geworfenen Titanen, der in der Rech, ten einen Stein hält. 124. Glaspaste, deren Original in der Saiülung F arnese ist. Herkules, einen geflügelte» Titanen bekämpfend. Herkules ist bewafnet, hält in der Rechten die Keule, in der Linken den Schild, wovon man weiter nichts als den Riemen um den Arm sieht, nebst Pfeil und Bogen. 125. Antike Paste. Kampf des Herkules mit einem Titanen. 12Ü. Sardonur. Der Gigant T»vl>on, welcher mit der in einen Hirsch verwandelten Diana kämpft. 127. Glaspaste, von einem Chalcedon des Marchese LueareNi zu Rom genommen. I) Derselbe Gegenstand. I u n y. 12». Antike Paste. Kopf der Juno verschleiert, wie der Besta. Aus einem Basrelief zu Rom steht man ste auch mit einem Schleier, 2) der ihr ganz das Gesicht bedekt. Man behauptet, daß der Kopf der Juno 'mit dem Schleier die Luft anzeige, deren Symbol sie ist. Z) 129. Carneol. Juno stehend, mit Hörnern auf dem Haupte und dem Ziegenfell in der Linken. Mit diesen Attributen heißt ste Ziüpil-» oder Sozpil.i. Diese Juno mit Hörnern kömt auf mehrer» römischen Münzen vor. ») Olzzerta?. >ZeIl' <1i Lorlon». t. 6. j>, lg>. s) Lortoli ^.(IiniranZa tsli. 27. 3) I^luratori Inzci'. t, >. p. zserv. !n Oallim. !» Dizu v. 204. 3) lDenkINale, Nuin. <. Vött! ger sieht ohne Grund die Blize als cinc spätere Znthat an.Z 4) Aus. ?Iore»t. I. 1. wli. 67. i> L. Z4 der Diana,Z) der Nenu§4) der Medusa?) und den Furien.6> Was den Juviter betrist, so kenne ich sreilich kein anderes hetrurisches Monument, wo man ihn mit große» Flügeln erblikt. Doch ist dieses mit der Poesie in der Bibel übereinstimmend, die uns Gott auch als aus den F lü, geln des Windes getragen schildert.— Jupiter ist hier so gekleidet, daß man daraus sehen soll, er habe der Seme, le in seiner ganzen Herlichkeit erscheinen wollen. Die Dra> xerie der Semele ist von so großer Feinheit und Leichtig, keit, daß dieses einzige Stük dazu dienen kan, die irrige» Ideen zu berichtigen, die man sich von der hetrurischen Manier gemacht hat; sie beweiset zugleich, daß dieser Stein aus den besten Zeiten ihrer Kunst ist. Kenner werden schwerlich eine mit mehr Feinheit dravirte Figur nachweisen können. » IZ6. Carneol. Derselbe Gegenstand. 7) Iuviter mit großen Flügeln, aber ohne Kleidung; er hält die sterbende Semele aus seinen Knieen. Hier ist Juviter nicht von Vlize» umgeben und deßhalb wurde dieser Stein ohne den vorhergehenden schwer zu erklären gewesen sei»! er ist auch hetrurisch und scheint noch älter als der vorige. Mit L e d a. t?7. Antike Paste. Leda stehend, von der Seite des Riikens zu sehe», sie langt mit ihrer Rechten nach dem Schwane. - ' - - - ' ' . ' ... l) öuonarr. expl. aä vempst. Rtrur. Z. i. H) OempZt. Ll.ruri.1 t. l. tal». »00. 3) Ltru8L. t. tab. Z5. 4) Il/ilZ. i-ib. 63. 6) tak. 45. 6. »3.? 6) Iki6. taZ,. 7) lDenkmale, y?um. 2.^ 2 KI. 3 Abth. jZ«. Antike Paste. Leda siebend/ Vom Rüke» zu sehe»; der Schwan zu ihre» Füüen zieht an ihrem Schleier. » tZ9. Su> aragdpr a, ma. L eda stehend neben einer Säule, auf welcher eine Vase ist; der Schwan steht auf dem Fuü der Säule. Leda ist hier bekleidet. > t4l). Carueol. Lcda stehend neben einem Springbrunnen; der Schwan neben ihr. jäl. Glaspaste. Leda liegend; ste scheint zu schla« st». Der Schwan ist neben ihr, als wolle er ste liebkose», und ei» Amor in der Lust schießt einen Pfeil auf Leda. 142. Glasvaste/ deren Original im Kabinete Strozzi zu Rom ist/ mit dem Namen des Künstlers Le» da von einen. Schwane getragen. I4Z. Antike Paste/ von drei Farbe». Der Schwan mit der stehenden Leda/ wie er sie liebkoset. »144. S m aragdv r a s>» a. Derselbe Gegenstand. »145. Carneol. Leda stehend/ et ste hat den Schwan in ihren Arme». Die schönste Statue der Leda/ etwas über natürliche Gröste und in derselben Stellung/ findet sich unstrei« tig in der Sanilung des Herrn Cardinals Alexander Al> b a n i. »146. Carneol. Leda knieend/ den Schwan um» armeud. 1 !7. Bergkry stall. Leda halb liegend/ den Schwan umarmend ; zu ihre» Füßen ist ein stehender A m o r/ //ui ///«- 14S. Onyx. L eda liegend/ niit dem sie liebkosenden Schwane. 14?. Carneol. Der Schwan. Kastor und Pollux. IZo. Antike Paste. Die übereinandergeschobenett Köpfe scaxita Kastors und Pollux; über jedem ein Stern. 151. Glasvaste. Die Köpfe K a st o rs und P o l lu x einander gegenüber. 1ZZ. Antike Paste. Kastor und Pollux stehend. tZZ. Sardonyx. Dieselbe». Geschnittene Steine. 154. Antike Paste. L e d a auf einem Throne sizend, zu den Seiten Kastor und Pollnx; sie legt auf den Kvvf eines ieden eine Hand. Mit Europa. »155. Sniaragdprafma. I upiter in einen Stier verwandelt, der die Europa entfuhrt. 156. Antike Paste. Derselbe Gegenstand. 157. Glaspaste. Dcrfelbe. »158. Carneol, Fragment. Derselbe Gegenstand mit Feinheit geschnitten, so daß es Schade um den verlorn?» Theil der Gemme ist. Man sieht hier in Absicht auf die Kleidung das Bild, das uns Theokrit aufbewahrt: XcXn'wA» /e T7-577-7.55 /ZÄ-A-vx ci« v»ex Ihr flatternder Schleier ist um sie her vom Winde aufge, schwellt, übrigens kaii man in diesem Fragment bemerken, daß der Stier einen Scbmnk hat, der ihm vom Rnken a» bis^miter den Bauch geht und den Flossen eines Fisches gleicht. >5?. Glaspaste, nach einem Original im florenlu Nis chen Kabinet. 2) Derselbe Gegenstand, wo Jupiter mit dem Kopf eines Minotaurus erfcheint. Mit I 0. iso. Glaspaste. Jo von, Argus gehütet. ISI. Glaspaste. Mercurius, den Kopf des Ar> gus abschneidend. Jo als Kuh ist unter einen» Baume; aus einem Zweig desselben sieht man den Pfau. 1) XIX. ist eitirt; diefe Verfe stehen aber nirgends ini gan;«n Theokrit von Reifte, und für den Au> genblik weiß ich auch nicht anzugeben, woher sie fei» mögen,) 2) N»5. ?Ivrcnt. t. I. wli. Z7- n. 2. 2 Kl. Z Abth. Mit D a n a e. » i 62. S m ar a g d v r a sn> a. Da » ae size»d; sie halt das Gewand vor sich ausgespant; um den goldnen Rege» aus- zusange». Ganymed und Hebe. <6Z. Antike Paste. Brustbild Ga » »nieds, mit dem Kvvf eines ?ldlcrs vor ihm. 164. Rother Jaspis. Ganvmed stehend mit ei< „er phrngischen Miize, in der Linke» den Schäferstab, in der Rechte» ein Gesäß. . 165. Glas» aste. Ganymed stehend; er stnzet sich aus eine Säule und hält einen Hasen; vor ihm der Adler und hinter ihm ein Hund. Begerl) und nach ihm Gra> velle2) haben dieseGemme bekanr gemacht. Ich weiß nichts mit dieser Figur zu vergleichen, als die schone Statue G a> nyniedS im Palaste Verospi zu Rom; sie ist der Größe nach im Jünglingsalter, und, was sich sehr selten sindet, die Füße lind mit der BasiS übrig; ja sie sind nicht einmal zerbrochen, und nur der rechre Arm und der Kovs sind ergänzt; es ist übrigens das vottkommenste Bild eines schone» Jünglings, uud ich wage zu behaurte», das, nichts unter den »och übrigen schönsten Statuen die Feinheit der Schenkel und Beine derselben ubertrist. 166. Chalcedon. Ganumed mit einem Schäfer- stabe in der Hand, erschroken sich zur Erde werfend; über ihm schwebt ei» Adler u»d au,' der Seite ist ei» Stern. <67. Antike Paste. Gan»med durch den Adler entführt; aus der Erde ist eine Urne oder Vase. »168. S»»r. Derselbe Gegenstand, von der vollendetsten Gravüre; unten läuft ein Hund nach einer Feder, die aus des Adlers Flügel fällt. » 16S. Sardon vx. Ein Adler, dessen Brust aus dem vorwärts gekehrten Gestcht eines Jünglings besteht, wodurch vielleicht die Entführung Gan»meds angedeutet werden so». >) llics. palat. p> > o> ?icrr. gravvcs. t>i. i>I, 3-54 Geschnittene Steine. Ein Carncol, der ehmals im Kabinet des Priors Vainiwar, macht diese Erklärung wahrscheinlich! den das, was aus diesen« und den beide» folgenden Steinen e!» Kovs ist, erscheint auf dem angeführten Carneol als Brustbild.' 170. Antike Paste. Derselbe Gegenstand. 172. Sardonvr. Ga n » m ei> auf den Knieen vor Ju> piter, welcher auf seinen. Throne sitt und ihm die Hand rei> chet; der Adler si;t hiuter dem Tlirone. * >7^. Sn»»-. Ganiimed sizend gibt dem Adler Futter. Ei» ähnlicher Gegenstand findet sich in dem franzö- fifchen Kabinet, 1) und i» dem Weinberg des Herrn Cardinals Al er an der Albani ist ein schönes Basrelief mit derselben Handlung. 2) 174. Antike Paste. He b e stehend, uur halb bekleidet, den Adler Jupiters liebkosend. Die Zeichnung ist schön und die Gravüre vortreflich. Ich weiß nicht, ob einer der neuern M»thologen bemerkt hat, daß Mercur ehmals die Geschäfte der Hebe verrichtet; Savvho und Aleäus geben es so an. Z) Mercur ist in diesem Geschäfte vorgestellt auf einen« der beiden fchönen dreiekigen Cgndelaber im Palaste Barberini, wo er eine Schale hält, als wollte er sie den Göttern darreichen. 175. Bergkrystall. Hebe stehend, eine Schale haltend, die fie an den Mund fuhrt. Sie gleicht einer andern von Grnvelle bekant gemachten Hebe, 4) nur mit dem unterschiede, daß Misere Hebe die Schale viel nälier an den Mund hält. Auf einer Münze des Mareus Aurelius kömt Hebe vor, wie sie die Schale auf einen Altgr ausgießt/ mit der Beischrift: iwruizs. 5. v. 5) 3) ^!>>en. I. 4. 4. r>. Ig.^ I. 10. ^c. 7. n. 2?.^ Iiuc'i!»!. ililll. Nercur. et Nlai». 4) I.. c. t. 1. p>. 44. L) l'rist-ui. comiiienl. t. 1. x. 62k, Vierte Abtheilung. Minerva. <76. Antike Paste. Brustbild der Minerva mit Helm, Schild und Lanze. Die Gemmen, welche Minerva vorstelle»/ folgen hier gleich «ach denen Jupiters, weil diese Göttin vom Homer immer »eben il>n gestellt wird. 1) 177. Noth er Jaspis. Dieselbe, doch blos mit dem Helme. 178. Glaspaste. Dieselbe, ebenso. 17?. Rother Jaspis. Dieselbe; ebenso. « 180. Carneol. Kops der Minerva mit einem Helme, durch eine» hohen Vusch gefchmükt. »181. Nother Jasvis. Kopf der Minerva mit der Medusa auf der Prust. '182. Carneol, Ein andrer Kopf der Mi»erva. 183. Antike Past e. Büste der Minerva, vorwärts. 184. Antike Paste, Kopfder Mi » er v a, vorwärts. 185. Lapis La; uli. Brustbild der Minerva, mit e inem Helme, dessen Norderseite das Gesicht des Sokrates vorstellt. 2) 186. Carneol. Kops der Minerva, deren Helm au s zwei M asken besteht, die gleichfalls dem Sokrates ähn> lich sind. 187. Carneol. Kovf der Minerva; der Helm ist wieder mit zwei den vorigen ähnlichen Masken geziert; der Hals endet sich auch in eine Maske und noch eine Maske sieht man aus der Brust. 188. Glaspaste. Büste der Minerva mit dem Namen des Künstlers ^110X01'. Vielleicht ist diese Paste >) plutzrcli. 8)N>P05. I. I. prvlil. 2. g, p 4Z9, edit. koisk,) 2) Es scheint eine moderne Arbeit zu sein; im Styl des Zeitalters von Ludwig XIV. S ch li ch t e gr 0 ll. 3^6 Geschnittene Steine. über einen Carneol des Kabinets Andreini abgeformt.!) Es gab zu Athen eine» Bildhauer tiefes Namens, den man »och aus der Basis einer große», aber geschinaklos gearbeiteten Statue der Minerva in der Villa Ludovisi ein.«, haue» findet. 2) Carlo Dali hat diese Inschrift nicht richtig copirt. Z) Glas »aste. Brustbild der Minerva mit drin Namen des Künstlers /vnci^o^ci'ro'r. 4) ISO. Glasvaste. Brustbild der Minerva mit dem Namen des Künstlers Das Srigmal gehörte ehmals deni Cardinal Sttoboni, ist izo aber im wiener Kabinet. 5) 19t. 5lntike Paste. Kopf der M i n er v a, auf eine Basis gestellt, der ihm den Hals bildet, und die eigentlich in einem lange» Schilde von unregelmäßigcr Gestalt besteht, aus welche»! der Bliz abgebildet ist. t S2. S m a r a g d p r a s »> a, in einen antiken Ring von Erzt gefaßt. Minerva stehend, in der Rechten den Spieß, in der Linken den Schild. t?Z. Smaragdprasma. Eine gehende Minerva, S) sG- d. K- SB. 2 K- Z §. ll B. ZK. 26 §,) z) Vile vo noch ein schönes Fragme»t von demselben treflichen Künstler Asvasius zu fehen ist. Als Cani n i diefe Genune zurrst aus dein Kabinet Rondinini bekant machte, nieinte er, hier sei die berühmte Afpa- fia vorgestellt, ei» Zeichen von den, »»kritische» Verfahren jener Zeit in den Altertümern. In diesem Ge< sichte ist das schöne Ideal der Minerva vorzüglich sprechend ausgedrükt. Unter den Verzierungen des Helms scheint mir der ei»e Helmbuschträger kein Pegasus, sonder» ein geflügelter Greif z» sein. Schlichtegroll. 2 Kl. 4 Abth. 19^. Rothct Jasvis. Dieselbe. . j!/Z. Karneol. Dieselbe. S mara g d pr a sma. Dieselbe, l?7. Sardon >>»'. Die heilbringende Minerva, szlulilern oder meilicil, gehend/ vor ihr eine Schlange. Als etwas Besonderes ist hier eine Art von Schwert auf der lin> keil Seite anzusehen; der Gris desselben ist durch den Schild bedekt, den sie aus den Schultern trägt, und »war auf eben die Weise, .wie man einen Soldaten aus einein Steine im florentiner Kabinet seinen Schild tragen sieht, l) Auch auf drei Gemmen in unsrer großen Sanilung von Schweselab- güssen sieht man Minerva mit einem Schwert oder Pa< razonium. Zuweilen wird diese Göttin abgebildet, wie sie zwei Spieße hält. Ich v.'rinutlie, daß dieses Minerva 2> die sich gurtet oder b e w a sn e t, vorstellen soll; teil da der Helm und die Ägide ihre gewöhnliche Bcwasnung waren, so muß sie dan, wen sie vorzugsweise den Beiname» der Bewasneteii führte, ausser jener gewöhnlichen Newasnung nothwendig noch etwas Besonderes gehabt haben, welches wohl das Parazonium sein kaii. Es ist anch möglich, daß Minerva A»?-«/,--, dieselbe ist, die >'ei Lu ci a>» heißt. Z) übrigens muß man eingestehen, daß Minerva und Bellona leicht mit einander verwechselt und siir eines genommen werden; auch Minerva aus unsrer Gemme würde man ohne die Schlange leicht sür eine Bellona halten, eben so wie die drei folgenden Steine, wegen der Waffenrüstungen, aus denen ihr Schild ruht; den Tro> Vhäen passen besser zu Bellona als Minerva. Die vorgebliche Bellona auf einigen Münzen ist etwas zweideutig und hat keine genugsam auszeichnenden Attribute; die Göttin, die im Beger siir Bellona genommen wird,4> hat dieselbe Stellung und Figur, wie Minerva auf Münze» des Pyrrhus. 5) 1) Aus. V'Iorent. t. l. talz. 16. n. >. 2) ?!>usan. I. g. ^c. 17 ) 3) Oizl. Oeor. IX. 4) IZrandcli. t. 1. p. Z40. t. 2. p. 621. 5) (Drscc. tüli. Z6. n. 26. 348 Geschnittene Steine. j?s. Smaragdvrafma. Minerva stehend; ilir Schild ist auf einen Altar gestüzt; sie trägt hier gleichfalls daö Parazonium. 1?S. Carneol. Minerva stehend; ihr Schild ist auf eine» Harnisch gestiizt, über welchem ein Stern und ein Halbmond. 200, Sardonyr. Mi n e rva stehend , hinter ihrTro- phäen, 20 i. Antike Paste. Minerva stehend zwischen zwei Trophäen. 202. Carneol, von einem Kaferrnken abgesägt, Mine r v a, vorwärts, stehend; auf der Seite ein Altar, auf weh ckiem Feuer angezündet ist; aus der Linke» hält sie eine Victoria. Die Fabel fagt, daß Minerva der Tochter des Pa Nantes, der ein Sohn Lukaons war, die Nnsterb- ttchkeit und Vergötterung ertheilte, »nd ihr den Namen Vic> toria gab; <) sie war mit Minerva zugleich erzogen worden. Man findet daher Minerva »ocli mit der Victoria zu« gleich auf hetrurisciien Denkmalen. 2)— Der Spieß, den ße hier in der Rechten hält, ist aus lauter kleinen Kugeln ge, sormt, sast wie die kleinen Querspieße oder Sprossen dcrDin- na von Ephesus. Es scheint dieier Stein von sehr alter Arbeit zu sein, 20,5. Vergkri,stall. Minerva stehend, aus ihrer Rechten die Victoria. »20/,. Carneol, Minerva ausrecht, die Vi ctoria auf eine Säule hinstellend. 205. Smaragdvrasma. Minerva stehend, eine Victoriola auf der Rechten haltend. 206. Carneol. Minerva stehend, auf ihrer Rechte» eine Victoria; unter dieser ein Dreizak in die Erde gcstekt, der wahrscheinlich auf den Sieg über Neptunus deutet, den Minerva in den. Streite über den Sclmi Athens davon trug; in der Linken hält sie den Spieß und den auf die Erde gestüzten Schild, über welchem man eine Schlange erblikt. 207. Glaspaste. Minerva in einem Tempel, mit einer Victoria aus ihrer Rechten. >) Oionvs, Rnlic. onliij. Nvm, I, >. c. ZZ. p. 26. s) IcNere oxusc. scicntit. l. 22. 2 Kl. 4 Ml). «ZUS. Carneol. Minerva stellend, einer Victoria gegenüber, die ihr eine» Lorbeerkranz reicht; umher stehe» die Buchstaben »c», ?ui.»>o. » 2!IS. Carneol. Minerva gzt aus eiueni Felsen und schreibt aus ihren Schild; hinter ihr auf einer Säulen- ftize die Eule. 2lv. C«rneol. Minerva stehend/ in der Linken Svick und Sild, auf der Rechten die Eule, wie man sie in einer kleinen Figur aus Erzt in der Collegiumsgalerie des l>. Jgnaz zu Rom steht. Pausanias sührt eine Statue der Minerva an, die eine Krähe in der Hand hielt. t> Die Krähe war vor Alters das Svmbol der Minerva, aber seitdem dieser Vogel die Töchter des Cekrops angeklagt hatte, verjagte ihn die Gottin und nahm starr seiner die Eule. 2) 2 ll. Anlike Paste. M i n e r v a sizt und hält zwei Flöten. Diese harte sie erfunden und lehrte dieselben der Hekate fvieleu. Z) Es gab eine Statue dieser Göttin von Demetrius, welche jVIincrvn lUuüica genant wurde, weil man bemerkt hatte, das; die Schlangen an ihrer Ägide, wen man ein Instrument vor ihr svielte, einen Ton von stch gaben.^) Die Minerva dieser Paste verdiente durch eine ähnliche Benennung ausgezeichnet zu werde», wegen der Seltenheit des Gegenstandes. Es gab in Rom in dem Hause des Sttavio Ca v r anic a einen Marmor, wo Min « rva stzend vorgestellt war, zwei Flöten spielend, und aus einer Seite sah m>m den Marsuas, welcher die Flöten auflas, als die Göttin sie weggeworfen hatte, weil sie mit Unwillen wahrgenommen, daH ihr Gesicht beim Spielen stch entstelle. 5) Man stndet die Zeichnung dieses Marmors in der Samlung des Ritters del Pozzo. 6) ') H'V. Z4Ü Ust. n>iii>t>. c. 12. d»af. IVIeurs. c. Z2. 3) Alours. lle tiliüs ex pltllarc^. ile Nusic. c. 2. 4) ?I>». l.z^. sc, ö. secr. ig. 0. i5^ Denkmale, Num. tS.I 2) ^ri ^ geniiber, auf welcher man die Eule steht. Vor ihr ist cm Altar mit loderndem Feuer und ein Kind scheint zu opfern, indem es eine Schale ausgießt. 2l4. Carneol, Miueroa steht gegen eine Sänlc gelehnt/ und reicht dem Äskulap, der vor ihr stzt, den mit Schlangen umwundenen Stab. 2!5. Carneol. Minerva und Pluto t) stehend; ihre Statuen wäre» neben einander zu Koronea inVöotie». zj Z Wie die Inwohner des Landes behaupteten, hatten diese Bil> der eine mystische Bedeutung. 2Z6. Carneol. Minerva auf einem Wagen Von zwei Eulen gezogen. 2l7. Rother Jafpis. Eine Eule. * 2l8. Carneol. Die E u l e auf einem Altare, in den Klauen ein Palmzweig; am Altar geht auf jeder Seite ein Lorbeer hervor. » 2tS. Carneol. Die Eule aus einem Altare zwi> scheu zwei Spießen; zur Rechten des Altars ein Krebs, zur ' Linken ein Schild und darunter ein Helm. " 220. Smaragdprasma. Ein Kops der Medusa vorwärts, darunter ein Helm. Z) t) Wcht Mars, wie der Autor aus Versehen angabt 2) Llriili. I. g. sc. 2. Z. 3) über die verschiedene Vorstellung der Minerva und Bellona kan man bei dieser Abtheilung eine Beoback» tung machen, die nicht unuüz ist. In Ansehung der Ägide uud Eule hat man beide Göttinen sast gleich 'ge> bildet; deü bisher ist noch keine Figur der Bellona bekaiit geworden, die man »»bezweifelt dafür halten kon- te, und Reisende sagen t ü^vn v<>). t. 2. >>. >>>.), da« auch Minerva im Giebelselde ihres Tempels zu Atbcn weder Helm noch Schild habe Das einzige Denkmal, wo man Bellona unbezweiselt steht, ist das Vruckstük e!> »er Graburne in der Villa des Herrn Cardinals Ale- Zander Albaus. sDenkmale Num. 2S.I Die Göttin steht dasUbst auf einer Säule, hält in der Linke» den Spieß und den Schild unter dem rechten Arme, wie 2 Kl. 4Abth. wir den Hut zu tragen vflegen. Eine alte Pricstcrin hält einen Hahn über das Feuer eines Altars, als wen sie ihn brühen wollte. Der Bellona gegenüber sizt ein Priester i>er Göttin, ganz nakt, (nian »ante solche Priester I^inalici,) er hält unter d?m linken Arm einen großen Schild, uud scheint sich mit dem Schwert Schläge zu geben. l?Z Der Hahn muß ebensowohl ein Opser der Bellona, als des Äskulap gewesen sein; auch war er dem Mars und der Minerva geweiht. Win« ck e l m a n. Fünfte Abtheilung. Ceres. 221. Sardoniix. Brustbild der C eres, die mit bei, den Hände» ein Füllhorn trägt; zur Seite griechische Buch, staben, die nicht sehr lesbar sind. 222. Antike Paste. Brustbild der Ceres, in dir linken Hand ein Füllhorn. * 22Z. Grüner Jaspis. Brustbild der Ceres, mit dem Modius oder cista auf dem Kopse, wie man jl! aus einigen Minne» steht. 1) Das Brustbild steht in einem Tenivel, der aus zwei gebrochenen Säulen ruht; zu jeder Slüe des Tempels steht man eine Ähre. » 224. Carneol. Ceres steht auf einem Schsenkovft, hält in der Linken Ähren, und in der Rechten einen Widdw l köpf: ein Thier, das man ihr opferte. 2) »225. Carneol. Ceres stehend, in der Rechte» die cisw >n)5tiv!> der eleustschen Feste, und in der Linken Ähren. 226. Carneol. Ceres stehend, in einer Hand dm Ähren, in der andern eine Platte mit Früchten und eincr Ähre. 227. Carneol. Ceres stehend, in einer Hand einm ^ Korb mit Früchten, in der andern Ähren; zu ihren Fiimn eine Ameise. 22S. Carneol. Der nämliche Gegenstand, wie am' den« vorigen Steine mit der Ameise; unter dem Bild dir Ceres ein Stern, um diesen her das Wort «rzici.i,,. 22S. Carneol. Ceres stehend; auf der Rechten ei> »e Victoria mit einen Kranze in der Hand, und in der >) . t.) x. 65». 2) Lcliol. in Luxlivcl. W6Ip. Lolva. V. l ägö. 2 Kl. 5 Abty. 353 ' Linkcn ein Füllhorn, vor ihr zu den Füßen ein Modius mit drei Äbren, und hinter ihr ein Schisschnabcl. » 2ZN. Nmeth >, st, Ceres steht gegen eine Säule I gclclinl, in der Linkcn ein Füllhorn. »23!. Amethyst. Ceres hält das Pserd Arion, ! das sie von Neptunus geboren, l) beim Zügel. Sie wurde unter dem Namen Erinnps in Bezug aus diese Fabel ver> lhrt; unter dem Pserd eine Schlange. Dieser Stein war ehemals die Kehrseite des vorigen, von dem er abgesägt ist. 232. Carneol. Ceres stehend hält einen Korb mit Früchten und Ähren; sie ist zwischen zwei Figuren, wovon die eine ein Brod hält?) und ein Sistrum; die andere eineil Lorbeerkranz. » 233. Chalcedon. C er es sizend halt einen Spieß, ein ungewöhnliches Abzeichen dieser Göttin; vor ihr ein Gesäß mit Ähre», die sie abzuschneiden scheint. 234. Alte Paste. Ceres verschleiert und sizend mic einem Svieße; ein Kind oder ein iungcr Triptolem reicht ihr ein Gefäß mit süns Ähren, 235. Rother Jaspis. Ceres sizc Verschleiert, hält in der Rechten eine große lodernde Fakel und in der Linken einen Kelch; vor ihr ein Modius mit Ähren und ein Pferd, hinter ihr ein anderes Pferd. Die Hetrurier stellten die Ceres ebenfalls mit einer Schale vor, wie man sieht an zwei kleinen Figuren aus Erzt in der Galerie zu Florenz. 3) » 236. Carneol. Ceres auf einem Wage» von vier Pferden gezogen, unter dem linkcn Arm ein Füllhorn. 237. Antike Paste. CereS mit einem Füllhorns und Ähren sizt auf einem Wagen von zwei Elephanten, auf deren jedem eine kleine Figur ist, gezogen; die Elephanten machen diefe Paste fekr merkwürdig. Man sieht Kaiser auf Wagen von zwei und vicr Elephanten gezogen, 4) und auf einer Münze unseres Kabinets ist Faustina aus einem dieser Paste beinah ähnlichen Wagen.S) Bakchus zog in The» 1) ?!>U5.1N. 1.3. sc. 2Ü.^ LpxuIIvllor. I. Z. c. 6. ia silt. 2) Siehe unten Rum. 266. 3) Nus. IZlru?c. t. I. tav. 4g. 4) . 2 >g. 5) Oizzerta^. 6eII' Lorlvn» t. 2. x. 2 ><>. * Geschnittene Steine. be» aus einem mit Elephanten bespakite» Wagen triumvhi- rend ein; nnd nian behauptet dem Artomidorus zufolge,! daß der Elephant dem Pluto geweiht war. Indessen hat niemand aus irgend einem Denkmal des Alterunis eine andere Gottheit, als den Bakcbus, auf einem Wagen mit Elephanten gesehen; vielleicht ist hier die Gemahlin eines Kaisers unter dem Namen Ceres vergöttert, wie es S Niki lia, Neros Gemahlin, Sabina, Hadrians Gemahlin, und andere waren. 2) Auf dem Wagen sieht man in Basrelief zwei tanzende Amor mit einem Blumengewinde an der Hand. 2Z8. Antike Paste. Ceres mit einer Fakel in dn Hand, auf einem Wage» von zwei Schlangen gezogen. * 2ZS. Carneol. Triptolem stehend hält in dir Rechte» drei Ähre» u»d mit der Linke» den Pflug. *240. Carneol. Triptolem stehend auf einem Wage» vo» zwei Schlangen gezogen. » 24l. Nother und gelber Jaspis. Triptole m, auf einen» Wagen von zwei geflügelte» Schlange» gezogen, streuet Saar aus. 242. Antike Paste. Triptolem auf einem Wagen vo» zwei Schlange» gezogen; ihm gegenüber Ceres sizend, in der Rechten drei Ähren, in der Linke» ein Spieß; am Rande der Bliz. 24Z. Gelber Jaspis. Triptolem mit dem Fußauf einem Drachen, den Spieß in der Hand, ein aus seine Verehrung bezügliches Abzeichen, sührt den Pflug mit zwii Ochsen bespant. 244. Antike Paste. Triptolem führt den Pflug mit zwei Ochsen bespant, an deren Seite man Ceres sieht mit Ähren in der Hand, gegen welche Triptolem seine Hand ausstrekt. Der CereS Attribute. » 245. Agathonvr. Ein Mais, der die Erde aufhatt. 246. Gl asvaste. Ei» Akersman am Pfluge mit zwei Ochsen bespant. ») (üuper. I. c. x> 23 — 24. 2) Lxaulieiii. 7. Carneol. Ein Schnitter mit der Sichel in der Hand, Getraide mähend; i» einer Grotte unter ihm eine Figur, die eine Ziege melkt. » 2-iS. Hyacinth. Fakel der Ceres. Man braiite bei den Feste» der Ceres eine Menge Harz« und Splitterfrei». 249. Carneol. Fakel und Zepter der Ceres kreuz- weis. »250. Sardonyr. Eine Ameise. 251. Agathonyr. Eine Ameise hält lieben Ähren. 252. Rother Jaspis. Zwei Ameisen vor eine» Wagen gespastt, der aus einer Ähre geformt ist, aus welchem ein anderes Jnsect oder ein Phantastebild ist, welches fährt. 2ZZ. Carneol. Zwei Ameisen vor eine» Wagen ge« sMÜt. 25/,. Atttike Paste Zwei Ameisen vor eine» Wagen gespant, den eine andere Ameise lenkt. 255. Carneol. Eine Ähre, ei» consularischesNuthen- beil und eine Palme. 256. Ca r »e o l. Eine Ähre/ eine Palme und ein Füll» l>»ni. 257. Carneol. Ein Füllhorn. 258. Sardon»»'. Ein Füllhorn, das stch in die Figur eines Stiers endigt. 25?. Sardonpr. Ein Füllhorn, das sich in einen Bok endigt; zu beiden Seiten ein Simpulum und ein spsermesser. 260. Carneol. Ein Füllhorn und ein ThprfuS kreuz« weis. 261. Carneol. Ein Füllhorn u»d ein Stab kreuzweis, 262. Chalcedo ». Ei» Füllhorn mit zwei Mohnköpsen unten. 26Z. Carneol. Ein Füllhorn, ein Schild und ein Caduceus. 264. Carneol. Zwei Füllhorns mit Bänder» geziert, und zwischen beiden der Ceres ihr Zepter. 265. Carneol. Ein dopeltes Füllhorn voll Fruchte, und Mohnkopse »lit einer Ähre und einem Brode zu den Seiten. 266. Carneol. Ein Füllhorn voll Früchte u»d zur Seite ein Brod. Die Brode der Alte» waren mir einem Kreuz bezeichnet, das sie oben durchschnitt, wie man unter andern aus einem Marmor bei St. Chrysogon in Nom ZL6 Geschnittene Steine. sieht, Sie waren aus diese Art bezeichnet, um sie desto leich- ter brechen zu können; t) und die ersten Christen behielten diese Art bei, indem sie das Zeichen des Kreuzes darauf beobach- teten, 2) Ans einem andern Begräbnißdenkmal, in derSam- lung der Zeichnungen des Ritters del Pozzo, wo einNäkcr, der Brod in den Ofen schießt, vorgestellt ist, sind sie mit Streu sen bezeichnet, welche ei» Aussehen wie ein Strahlenzirkel ha> ben, dergleichen aus einem Brode ist, das in Hereulano ge- sunoen worden. 3) Hieraus wird es wahrscheinlich, daß die runde» Figuren, die man auf unsern vier Steinen sieht, für Brode zu nehmen sind; um so mehr, als man das Brod für ein Svmbol der Ceres ansehen kaii, <) was denjenigen nicht seltsam schritten wird, die da wisse», daß die Inwohner der Insel Cvthnos, welche durch ihre Käse berühmt war, diese aus ihre Münzen gevrägt haben. 5) Ich weiß wohl, daß cs auf Münzen Figuren gibt, 6) welche diesen hier sehr verwandt, ebensalls mit mehrern Streifen bezeichnet und aus etlichen Marmorn vielmehr Paketen ssai-clnir?^, mit Schnüren umwunden ähnlich sind, die man gewöhnlich sür Erdkugeln »imi> Ich will auch nicht geradezu absprechen, sondern ich gebe nur meine Ansicht, und zwar blos als Muthmaßung, indem ich noch bemerke, daß die Böotier der Ceres ein großes Fest feierte», das man 8) d. i' der große» Brode, die man ihr darbrachte, genant hat. Das Svserbrod der 1) >Ie«Io7, v. 4g. 2 Band, S. l6S —t6S,Z 2) 8. llia!. I. i. c. 2. dc»nf. ?ra6o penteconl. c. 42. p. 3»5. ^2 Band, S. 163 —169.1 " ^ 3^, <1e I5. et. Oslr. p Z78. in L. si. x. 67Z. 2 Kl. 6 Mth. 367 Ceres hieß auch l) Die Opfer, welche die Armen in den ersten Zeiten und noch später selbst aus die Märe Jupiters und anderer Gottheiten niederlegte»/2) bestanden in Mehl, in Kuchen und ander» Dingen von geringem Werthe- Z) 267- Carneol. Ein Brod, ein Steuerruder und ein Zepter der Ceres samt einem Lorbeerkrauze. 26S> S ardonur- Ein Füllhorn über einem Steuerruder, einerseits ei» Brod und anderseits ein Molmkops. 2s,?. Agathonqr. Eine Hand, die ein Füllhorn hält 270. Agathonyr. Eine Hand, die drei Mohnköpse und zwei Ähren hält. 271. Sardon >>»'. Eine Hand, die ein Füllhorn hält, weraus ei» Vogel samt einer Palme. 272. Carneol. Zwei verbundene Hände, zwei Füllhör» ncr haltend, zwei Ähre» und ein Mohnkops. 27Z- Rother Jaspis. Ein Modius, worin Vier Ähren; zur Seite die Buchstaben rs. 274. Rother Jaspis. Eiu Modius, worin zwei Ähre» und zwei Mohnköpse; mitte» durch ein Steg und darüber zwei Sterne u»d der wachsende Mond- 275. Carneol. Ein Modius mit einem Stege mit. ten durch, darüber ein Hahn, der im Schnabel einen Palmzweig hält. 276. Carneol. Ein Altar mit einer Vase zwischen zwei Füllhörnern nnd zur Seite zwei Delphine. » 277- Agathonyp. Ein Modius, woraus ein Hahn ist, der im Schttabel eine Maus beim Schwänze halt; zur Seite ei» Füllhorn und unten ein Brod uud eiue Ähre. 278. Agäthon»r. Eiu Altar, woraus ein Adler; gegenüber ein Füllhorn, oberhalb ein Vogel, der im Schnabel einen Steinbok beim Schwänze hält. 27S. Agath onyr. Ein Modius mit einer Ähre uud zwei Mohnköpse»; zu jeder Seite ein Füllhorn, mit einem Hahne darüber und unten Brode. >) üu5wll>. a>Z ik. i. p. 772. 2) Oöllirn. l>UANi. 19Z. p. Zgü. ^I',5topli. Z?Iut. V. 660. Oous. lauster, et I>. I. Sechste Abtheilung. Diana. » 280. S a r d o »I> r. Brustbild der Dia» a mit Köcher und Bogen über die Schulter. *28!- Sardonyv von drei Farbe». 5) Derselbe Gegenstand. 282. Antike Paste- Brustbild der Diana. 283. Antike Paste. Brustbild der Diana mit dem Bogen vor ihr. 284. Antike Paste. Kops der D ! a n a vorwärts mit dem Halbmond über dem Kovfe. 285. Antike Paste. Kopfder D ia » a mit Böge» und Köcher über die Schulter und statt des Halbmonds über dem Scheitel ein Hirschkovs. Bisweilen ist der Hirsch allein der Dia, na Bild. 2) Man muii liier den Haarvuz, wie er dieser Göttin eigentümlich ist, bemerke». Ihre Haare waren auf dem Scheitel zusammengenommen, und diese Art wurde von jungen Mädchen beobacheet, und hieß xo^u/Z-c. P au sa nias beschreibt ih», wo er berichtet, ausweiche Art Leueipvus, der in die Davhne, des Alvbens Tochter, verliebt war, zum Ziele seiner Leidenschaft gelangte: er zog ein Weiberkleid an, und band sich die Haare auf dem Scheitel gleich den Jungfrauen. Z) Polyxena trug ihr Haar so, nach Art der Ju»gfraue», wie l) lEi» Sardonvr muß drei Farbe» haben; doch benuzt der Künstler bisweilen nur zwei. Ma» sehe Leffings Note auf S.t8l. des Versuchs einer Allegorie,! Z) L. Ic. 20.^ 2 Kl. 6 Abth. 35? derselbe Autor anführt, i) Diana allein, und zuweilen auch die Victoria/ sind unter allen Gottheiten diejenigen, welche ihr Haar zum Zeichen der Jungfrauschast also trugen. Mit solchen« Haarvuz sehe» wir Diana auf dein von Av< pollonius geschnittenen Steine, aus andern Gravüren der großen Samlung Abdrüke unseres Kabinets und auf Münzen. 2) Die Neuvermählten trugen ihre Haare noch auf dieselbe Art, wie man es auf »ichrern Marmorn sehe» kaii, 2SS. Lapis Lazuli. Diana als Jägern,; in der Bewegung, einen Pfeil aus ihrem Kecker zu nehmen, mit dem Worte 2S7. Glasvaste. Diana stehend, mit der Rechten einen Hirsch beim Geweihe fassend, mit dem Namen des Künstlers ttLio'r. Diese Paste wurde von» Baron Stosch in seinem Werke von geschnittenen Steinen unter Numero Z6 erklärt. Er glaubt mit Grunde, daß zusolge der Art, wie der Name des Künstlers geschrieben ist, nämlich mit der durch tt bezeichneten Aspiration, der Stein sehr alt sei» müße. Ich füge »och bei, daß man hier die nämliche Manier wie an den Töchtern der Niobe steht, d. h. eine Manier auS der entferntesten Zeit der Kunstbildung; den die vornehmste Idee dieser zwei Künstler war, das Nakte zu zeigen, und mit Ausnahme der geraden abwärts laufenden Falten ist die Draperie fest an den Körper geschmiegt, und nur durch leichte Falten ausgedrükt, welche die ganze Schönheit des Nakten zu befolgen nicht hindern. 28S. Carneol. Diana mit einer traurigen oder tiefstnnigen Mine, auf eine Säule gestüzt, an deren Seite man einen Hirsch steht. 2Z?. Antike Paste. Diana stzt auf einem Felsen und liebkoset einen Hirsch. 2?o. A gar hon»»'. Diana aus der Jagd mit zwei Hunden. * 29!. C h r »so v r a s. Di a n a mit einem Hunde und den Pfeil »ach einem Hirfch abschießend. 2S2. Antike Paste. Dia»a mit einem Hunde; i» 1^. 10. 2) I. c. t. 1. p. .529. ViüIlniN. luin. -Anil!. n. 22. Lsris. 16. LlauiZ!» 2. 3) Lartoli tali. üg. 62. 3ko Geschnittene Steine. der Stellung, den Pfeil abzuschießen; hinter ihr auf einem Felfen eine Figur. » 2S3. Chalcedon. Diana warcht sich bei einer Quelle, die ans einem Felfen hervorkömt; binter ilir erscheint Aktäon niit einem Hirschgeweih. 2S4- Glaspaste, mit dem Name» des Künstlers: > wovon das Original in Amethnst sich im farnesischen Kabinet befindet. griffe» ; in der Rechten die Fakel, in der Linken den Bogen. Zoo. Carneol, Diana auf einem Fußgestelle; in» ter den Füßen ein Palmzweig, in der Rechten eine Kugel, worüber ein Stern schwebt. Zvl Glas» aste. Diana auf einem Wagen von zwei Pferde» gezogen 302. Antike Paste. Diana auf einem Wagen von vier Pferden gezogen; uuter dem Wage» der Löwe als Zei>- chen des Thierkreises. Z03. Antike Paste. Diana von Ephefus. ZV4. Carneol. Ebendieselbe, mir dem Namen Soll dieses den Künstler «»zeige», so war er sehr mittelmäßig. * ZV5 Carneol. Diana von Ephesus. Eine sehr seine Gravüre. ZV6. Antike Paste, wovon das Original sehr sein muß geschnitten sein. Diana von Ephesus mit großen Flügeln. Eine ähnliche Figur findet sich ans einem geschnittenen Steine des kaiserlichen Kabinets i» Florenz, 2) und der z) Nus. k'Ioreut. t. >. lsd .67. n. 3. 2 Kl. 6 Al'th. 361 Mze Unterschied besteht darin, daß die Fliigcl aus dieser Paste länger sind. Pausanias bekeiit offen, daß er nicht wisse, warum Diana auf den, Kasten des CvVselus init Flügeln vorbestellt sei. t) Z07- Carneol. Diana von Ephesus zwischen zwei Hir schen, ihre Hände aus etwas gcsiüzt, das MinutiuS Felir die Pfeiler nent. 2) Über die kugelförmigen Abthei > lungen, wovon diese Pfeiler durchschnitten sind, sehe man die Mutlnnaßunaen Begers, Z) Z0S. Carneol. Der nämliche Gegenstand, mit der Sonne aus einer Seite, und dem Halbmond auf der andern. Zi>9. Carneol. Der nämliche Gegenstand. Zll>. Antike Paste. Diana von Ephesus stehend und Ceres sizeud. Diese zwei Göttin?» sind hier beisammen, weil ste »ach der Bemerkung des gelehrte» Vos- sius-i) imter den asiatischen Griechen als eine Gottheit beteachtet wurden; den die eine sowohl als andere hieß Kv?.«- xi-i, Diana steht hier ohne Stiize, zwischen zwei Stieren; i» der Linken zwei Ähren, in der Reckten eine Geisel. Dieses ist Diana Taurica, Man gibt Verschiedene Ursachen dieses Namens an, wovon die wahrscheinlichste jene ist, daß sie ans dem taurische» Sk>>thien gekommen sei. Man sieht sie ebenso auf Münzen. ZI Die Geißel ist eine. Anspielung- auf die Geißelhiebe, die sich die jungen Lacedämonicr an dem Feste der Diana zu Sparta gaben, den deren Verehrung foderte Blut. 6) Ceres befindet sich zwischen zwei Svliinren, um das Stillschweigen und Geheimnisvolle, das die eleusini- schen Feste verlangten, zu bezeichne». ZN> Antike Paste, Fragment. Diana von Ephe- .) I>. S. lc.ig.Z 2) tlolste». llc lulcriz s. veruliuz O!ilN!L L^plies. siniulscr. aäposit. p. Z07. in Orvnov. thes. t. 7. 2) ?>>cz. Lrauäcd. t. !. tuli. 223. ö) nunz. z,. Z io. 6) Lmmius >1» rcxudl. ^sco». p. io droiiov. tlies. (^rxec:. t. 4. Winckelman. 9. 16 Z62 Geschnittene Steine. sus zwischen zwei Figuren, die man nicht unterscheiden knii. Über icder Figur und auch über jener der Diana sind die Köpfe Juvtters und der Juno. Eine der zwei Figuren ^st vielleicht Ovis, die Gefährtin der Diana, l) /^e/ocn» !» 0,s 2) 3! 2. Antike Paste. Diana von E v l> e sns zwi> ! schon Äskulap und der Göttin Salns; oben Sonne M Halbmond. * 3 l 3. Car »col. Diana von E p h e s u s in einem i Tempel von vier Säulen. * 3t-i. C arn eol. Die obrigkeitliche Person von Athm, welche Potemarchos hieß/ die auch Vorstand der Opm war/ besonders iener der Diana, genant und dc> ?Z!ars. Die Figur hat ein bloßes Schwert in der Hand ^ auf deni linken Arme der Schild; vor ihr aus einem Alt«- die Bildsäule der Diana. ZI 5. Carneol. Ein Halbmond in einem Lorb» kränze. 316. Carncol. Ein Halbmond und ein Stern d>w iiber. 317. Carneol. Derselbe Gegenstand. ZtS. Antike Paste. Derselbe Gegenstand mit Bub staben darunter. 3l?. Carneol. Ein Halbmond von sieben Stmm I AMgeben. 320. Chalcedon. Derselbe Gegenstand. 321. Rother Jaspis. — — 322.^) Carneol. — —4) 1) Lpankem. oljüerv. in Lalüm. Iiz-mn. In Oian. V. 20^. p. 267. in Oc>. v. 2g2. ^>. !>«3. 2) VilA. ^n. XI. 532. Wurde aus Versehen zweimal von Winckelman gi>^ sezt, und ist der Stein ?!um. 3t?.Z In Ansehung der Diana bekenne ich in der Beschreib bung, die Cicero von dieser Göttin macht lVerr 72.)/ dasjenige nicht z» Verstehen, was dem Pater Har> 2 Kl. 6 Abth. Jagd. Z2Z. Antike Paste. Ein Mali zu Pferd jagt einen Hirsch. Z2-i. Agathonvr. Ein Mali zu Pferd, unter dem Pferd eine Hindin. Z25. Carneol. Ein Hund Verfolgt einen Hirsch. 326. Carneol. Zwei Hunde verfolgen einen Hirfch. Z27. Antike Pafie. Ein Löwe zerfleischt eiucn Hirsch. * Z2S. Carneol. Vier Hunde zerreissen einen Hirsch. Z29. Schwarzer Jaspis. Ein Hund verfolgt einen Hast»/ der einem Felsen zuläuft, worüber ein Adler schwebt. » ZZ0. Carneol. Derselbe Gegenstand. ZZl. Carneol. Ein Hund zerreißt einen Hafen. » ZZ2. Rother Jaspis. EinJäger waidet einen Hasen aus, der an einem Baume aufgehängt ist; unten ein Ge< fiö, um das Blur aufzufangen. ZZZ. C a r n e o l, Ein Mai? zu Pferd jagt einen Löwe». * ZZ^i. Carneol. Derselbe Gegenstand. ZZZ. Glaspaste. Ein Man, unter dem das Pferd halb gestürzt ist, kämpft gegen einen Löwen. ZZ6. Antike Paste. Eine Hindin. » 3Z7. Sardo n » r. Ein schlafender Hund. ZZS. Carneol. Ein Hund, unter dem man einen Pfeil sieht. ZZS. Antike Paste. Ein Hund bettend zwischen zwei Felsen. Z4ll. Antike Paste. Zwei Hunde. * Z41. Sardo n >> r von vier Farben, t) Zwei Hunde. du in so seltsam Vorkömt. (»'um. ->nt. x. 445.) Ist es ein lan ges Gewand, da man sie zuweilen aufgefchürzt steht? Allein mit langem Gewai.de bis aus die Füße findet mau sie nicht nur auf gesckmirrenen Steinen unseres Kabinets, sondern auch in Marmor. (Mus. LoxitvI. l. Z. tav. ig.) Winckel m a n. lMan fehe die Note anfS. NS des Versuchs einer Allegorie.^ 364 Geschnittene Steine. H c k a t e. Z4Z. Antike Paste. Diana mit drei Kopsen M sechs Armen, Geisel», Fakel» und Dolche haltend. Dieses ist die Götlin tlccale trikoruiiz. Das nämliche Bild sieht »IN -ans Münzen, l) 343. Carneol. Derselbe Gegenstand. 34^. Antike Paste. Hekate mitPlutoundJsiS. Der Gott L u n u s. Z4Z. Glaspaste. Brustbild des Gottes LuII tts/ mit einem Halbmond über dem Hauvtc. 346. ?lntike Paste. Brustbild des GotteZ LunuS, mit einer phnigischen Müze und dem Halbmond auf i« i Schultern. 347. Carneol. Der Gott Luxus stehend, vhr»gisli gekleidet wie gewöhnlich, weil er in Phrygien seinen Ursprmz Hatte. 345. Antike Paste. Derselbe Gegenstand. 345. Glasvaste. Der Gott Lunus stehend, in Rechten einen Svieß, wie man ihn aus einer Münze steht. ZI Herr Mariette theilt aus dem Kabinec des Königs Frankreich eine ahnliche Figur mit und steht das, was sie m !>cr linken Hand trägt, da es sich nicht gut unterscheiden lißk, für ein kleines Gebirg an: „weil man (sagt er) auf denGb „birgen astronomische Beobachtungen anstellt."?) » ZZD. Carneol. End y m i on stehend, in der Linke» Bogen samt Pseil, und mit der Rechten eine Hindin litt, kosend. 1) ?atin. nun>. Imp. p. 333. 2) 8xl>nl»zm. öe xrsest. NUIN. t. >. n. >04, Lvns. Vaiüiat num. Lol. x. 17. Z) pierr. graveez 5g. Siebente Abtheilung^ »Z5l. Carneol. Pluto mit dem Scheffel auf dem Haupte, das Zepter in der Linke» und mit der Rechten aus ien Cerberus gestüzt. »Z52. Carneol. Derselbe Gegenstand. ZZZ. Glas paste. Derselbe Gegenstand/ mit der Inschrift- Beide waren dieselbe Gottheit; deli jener, welchen die Griechen unter dem Namen Plu» to verehrten, wurde in Ägypten Serapis- genant; l) und es gibt Denkmale aus dem Altertume, wo Serapis vom Ce rb eru s begleitet ist. 2) Wir finden Pluto sogar Ju» piter genant/ welches folgende unedirte Inschrift beweifen k»i!; ich l>abe fie in dem Weinberge des Graven Belloni. iu Rom ausgcgraben. xi-. 5NLLL.VNUKVAI. L^IVKVS. v. v. Jupiter Stvgius war gleichfalls die nämliche Gottheit wie Pluto. Z) Z54- Antike Paste. Pluro sizend, in der Linken sein Zepter, und die Rechte aus dem Cerberus ruhend. 355. C a ru e 0 l in Form eines Käsers. Cerberus. * Z56. C a r neol. Ein Weid/ lausend, in langer Klei- l) Lu8ek. prsep. !. /j. c. ult. , 2) k'-ilzrc'tt! inscrlpt. n lv6. ^.^67. ^rncil. dent. !. 2. ji. 92. 366 Geschnittene Steine. dung, die Haare fliegend lind einen Dolch in der Hand. Dir ^ erste Gedanke, welcher bei Ansicht dieser Figur entsteht, ist, sie ttir eins Furie zu halten. Man stellte die Furien, > wie diese hier, schrekbar vor, und mit einen, Gewände, da» i ihnen bis auf die Fuße ging; allein bisher hat mau diele Göttin?» noch nie mit einem Dolche in der Haud gesunde»; sondern auf zwei hetrurischeu Urnen l) und auf Münzen Z) ! halten sie Fakeln N a ni er klagt daher umsonst, daß wir keine einzige antike Figur einer Furie besizen.3) Plutiw chus anerkante nnr eine Furie. 4) Ich aetraue mir nicht, die Figur aus dem Steine gera, dezu eine Furie zu nennen, und doch weiß ich keinen N» wen, der ihr besser zukäme; 5) den obwohl Hekate eine» Dolch in der Hand trägt, wie man unter andcui an einir kleinen Illecsle li'Is»rmi5 von Erzt im Capitolio sieht, so ist ! sie doch immer als Göttin vorgestellt, die Stirn mit einem Diadema geziert und stets ohne fliegende Haare. 357. Antike Paste. Eine der Pareen, oberhali des Gürtels nakt und an eine Säule gelehnt; in der Reibttn hält sie die Kunkel, mir der Linken die Svindel und dreht de» Fade». In der Galerie des Palastes Narberini befind!! sich ein antikes Gemälde, das eine Alte vorstellt, die holend sizt und am Roken spint. Mau hält sie ebenfalls für ei»! P a r c e. » Z5S. Carueol. La ch e si s , eine der P ar ceu, sgl auf einer komischen Maske, vor ihr eine tragische Maske im Profil. Sie spint am Roken das Schiksal des Menschen mt hinter ihr ist noch ein Eviiiroken. Banier beklagt gleib falls, 6) daß uns keine Figur der Parcen übrig geblielmi I fei; aber auch hier mit Unrecht, deii die Figur einer Pari! auf einer berühmten Urne im Capitolio ist nicht zweifelhaft.?! 1) Ocmxst. lzl,. g?. Ooi! I^lrusc. tsli. 2) Lcguin. nui». selcct. p. ^Lo. 3) ^lem. äe I'^cacl. . 4g. Oe ssra NUIU vinclicla. x. 2Z4. Ne!s^. Di»k> male Num. tZl.Z 6) sJst es nicht etwa Medea 6) Oissert. sur les p->r. 66. liA. 2. 2 Kl. 7Abth. 367 Der Steinschneider hat seiner Parec hier keine Flügel gegeben, aus Mangel an Raum; Homer dagegen ertheilt sie den Sckwestern des Schiksals, um ihre Schnelligkeit zu bezeichnen ; l) indessen hatte der Künstler die Flügel am Kovse anbringen können, wie bei einer Parce auf einer grosse» Urne in der Villa Borghesc, wo dcr Tod Meleagers vorgestellt ist. Die zwei Masken aus unserm Steine mögen bedeuten, daß die Parce sowohl das Scbiksal der Helden deren Sumbol die tragische Maske ist, als auch dcr gemeine» Sterblichen, deren niederes Lebe» durch die komische Maske angezeigt wird, zu bestimmen habe. Im Vorbeigehen bemerke ich, dass auf einem Marmor in dcr Villa Borghesc ein Schauspicicr auf einem Stuhle stzt, der vo» einer tragischen Maske unter. M'siujt wird. Proserpina. ?5?. G la s p g st e. Kovf der P r o se r p i n a. 2) 360. Elaspa st e. P l u t o entsiihrt P r o se r p i n a auf einem Wagen vo» zwei Schwanen gezogen. ZSl. Antike Pastc. Dcrsclbc Gcgcnstand, wo der Wage» vo» Vier Pserdc» gczogc» wird und Amor zum Lenker hat; unter dem Wagen steht man cinc umgestürzte Vase. >) Ilvuii!. in V. 55o. 2) Diese Paste ist vo» cincm Steine im Kal'inet des Königs von Frankreich genommen tM-ii-icil« siiürr. i-ravee5 t. 2. pan.2. n. Z?.), u»d dcr Stci» scheint »ach einer Münze vo» Surakus corirt zu sein; abcr von einem Künstler, dcm die Idee» hoher Schalheiten der Kuust des Al> tertnms fremd waren. Einige habe» die Figur auf der Munzc eine Are thu sa genant (p->rut-> spiog. >ZcIIe num. Qr!>>c.), indem sie die Vlätter des Ährenkranzes snr Schilf ansahen. Allcin das Wort das diesem Kopse aus ander» Münze» bc>gcsüal ist (li» xer. tkles. Lrnn6i.il. t >. j>. 2 bezeugt, daß es Pro- ser'vin a fei, der cin Ährcnkranz zukömt, als derberes Tochter. W i n ckclina Ä. Achte Abtheilung. M e r c u r i u s.. »362. Agathon»r, i» einen antiken Ring Von Gold Maßt. Kops Mercnrs vorwärts, mir seinem Petasns. 363. Antike Paste. Ein anderer Kopf Mercurs mit Petasns und Caduceus. 364- Antike Paste. Kops Mercurs mit dem Petasns. » 365. Rother und weisser Carneol. Kovf Mercnrs mir dem Petasns. Dieses Stnk ist eine der be> ften Gravüren und der schönsten Kopse aus dem Altertum; cs drukt die wahre Idee dieses Gottes aus/ die ihm in Ansehung de§ Gesichts, wie bei andern Gottheiren, ganz allein eigentümlich ist. Der Kops gleichet vollkommen der besten Statne Mercurs, die sich erhalten hat, d. h jener in der Villa L u d o v i si zu Rom. Die ältern Bildhauer stellte« den Mereur als dem Alcibiades ähnlich vor, t) nnd die nachherigen Künstler haben sie ohne Zweifel nachgeahmt; so daß uns also die schönsten Köpfe Mercnrs, wie dieser hier ist, zugleich die wahrhafte Gestchrsbildung des Alcibiades liefern. 2) 366. Carneol. Kopf Mercnrs mit Petasns und Caduceus. 367. Antike Paste. Derselbe Gegenstand. 368. Carneol. Kops Mercnrs mit dem Caduceus. >) LI?m. coliort. !>ll Lent, z,. ^7. 2) INach d"» Porträten des Alcibiades, die uns Visconti in seiner Jkonoaravhie lieserte, ist auch nicht die entfernteste Ähnlichkeit zwischen diesem beriihintc» Athenienser und den schönsten Köpfen Mercurs.) 2 Kl. 8 Abth. 36S 36 S. Rother Jaspis. Derselbe. » 370. Sardonur. Derselbe. » 37l. Carneol. Kopf M er c u rs bekränzt mit Lo^ Seer, vor ihn> der Caduceus. 372. Antike Paste. Kopf Mercurs auf einem Ringe, mit verschiedenen Smnbolen, und unten zwei Hände in einander gelegt. » 373. Ame,th»st. Mercur fizt auf einem Felsen, in der Hand einen leeren Stab, d. l>. wie er ihn trug, bevor er die zwei wilden Schlangen bezwungen hatte, welche sich darum wikelten, wie man sie auf einem andern gefchnit, teilen Steine samt dem Hahn sieht, und umher hetrurifche Schrift, 1) Der FelS, woraus Mercur sizt, zeigt wahr, scheinlich ein Vorgebirg an; den dieser Gott stand der Schift fahrt vor, und fo steht man ihn anf Münzen desTiberius. Man tönte auch annehmen, daß hier Mercur, genant nic, d. i. am User des Meers, der von den Samiern. unter diesem Namen verehrt wurde, vorgestellt sei. 374 Carneol. Derselbe Gegenstand. 375- Antike Paste.— — » 3 76. Chrnsovras. Mercur auf einem Felsen- sizend, in der Rechten den Caduceus und einen Kranz. » 377. Carneol. M ercu r stehend, den Caduceus in- der Linke», die Rechte zum Munde nähernd, wie Harpo- krates, mit einer Draperie aus der rechten Schulter. Die nämliche Vorstellung steht man im Kabinctc Strozzi zu- Rom. Die Bewegung, die er mit der Neckten macht, zeigt ohne Zweifel die Verschwiegenheit an, die er als Götterbote beobachten musite, und die Draperie auf der Schulter die Schnelligkeit feiner Sendnngen. 37S. Glaspaste, deren Original im Kabinet des Mi- lord Holderneß ist. 2) Mercur stehend nnd vorwärts,- mit dem Namen des Steinschneiders ^ic>exc>I>l^c>'r. 3) »379. Aaathonnr. Mercur auf eine Säule gelehnt, in der Linken den Caduceus, die Rechte auf die Hüften gestüzt. 1) kianclün! I-itor. un!v. p. 2Z0. 2) Ltosrb. xicrr. gravees 2g. 3) fS>>in Name steht all' allen ächten Gravüren von ihm nicht so, sondern 370 Geschnittene Steine. 380. Glasvaste. Mercur/ genant Agonios, Enagonios oder Palästrites, d. h. der den ossent, lichtn Spielen porstehr, wie man ihn aus einer griechischen Münze der Familie Annia sieht, t) Er steht ausrecht Vor einer Säule mit einem Fufigestell/ hatt ;>cn Caduceus uni'iekehrt, als weii er iunae Athleten unterwiese oder ta> delte/ und hat die Stellung des P r o g» mna st e s oder Pä< dorribes. So trugen auch, wie man in den Alten findet, die Vorstände der Giimnasic», oder die ?l g o n o t h e te n / d. h, nach Zabers Verbe^crnna, 2) die Obrigkeiten bei öffent- lichen Spiele»/ ihre Stäbe nach dem Beispiele Mercurs. "381. S m a r a g d p r a sni a. Mercurius stzt ans cineni Felsen; einer,nts ein Hund, anderseits eine Victoria aus einem runden Fnfigestell. Diese hält vier Ähren in der Hand. Der Hund ist ein Svmbol Mercurs, als des Vor- stands der Hirren. 382. Carneol. M ercur, stehend auf ei»e»l runden Fufigestell, hält in der Linken den Cadaceus und in der Siechten eine Schale. 383. Car n e o l. Merc n r stehend hält in der Neckten einen Beutel und >n der Linken den Caduceus. Es scheint, daß Demvster auf geschnittenen Steine» M e r cu r nie mit dem Beutel in der Hand vorgestellt gesehen habe; den er suckt diesen siir einen Giirtel oder die 5on-> auszugebe». Z) 38^i. Carneol. Fragment. Mercur stehend niit der Inschrift: nL«zi. 385. Carneol. Mercur stehend/ Caduceus und Beutel in der Hand/ ein Halbmond und Stern über dem Hauvte und siins andere Sterne darum her. Man findet ihn auch in einem Von Montsaucoii mitgetheilten geschnittenen Stein mit einem Halbmonde über dem Haupte, ä) Ein französischer Gelel rter, S) welcher eine» kleine» M er eu r von Erzt init dem Halbmond zwischen den Flügels, seines Petasus zu >) Leger, tlics. Lranäed. t. g. x. Ü2. 2) ^gouist. I. i. e. 19. 3) paralip. Ilci kioslul p. i3l. ^nti^. czxlic^ t. 1. x. ?5. n. ü) IZissert. »ur UN Nercure ünlics. Hans Ics iNlim. ile vvux lun l^,^. ^oül. x. L-g. 2 Kl. 8 Al'th. erkläre» hatte / hielt ihn hier als den Gott der Diebe vorgestellt; der Halbmond soll scincr Meinung nach die vom Mond erliellete Nacht/ als die sür ?iebe günstige Zeit/ vorstellen; und daher scheint ihm der Halbmond das geeignetste S»»ibvl/ um diesen Charakter des Gottes anzuzeigen. Der Gedanke ist scharssinnig/ aber gesucht; ich »alte dasiir/ daß auf unserm Steine Mercur von sechs Sternen nmgeben glatthi» den Planeten Vorstelle/ der seinen Namen führt. » ZS6. A g a t h o n y r M ereu r stehend, i» der Rechten den Veutel/ in der Linken den Caduceus/ zu seinen Füßcn ein Hab» / das gewöhnliche Symbol. »387. Rotl> er Iasvi s. M ereur in einem Tcmvel. » ZS8- Granat. Mercur gehend tragt aus dem linken Arme den jungen Bakchus und bält in der Rechten den Caduceus. Prariteles hatte Mercur eben so vorgestellt. Man sieht den nämlichen Gegenstand auf der berühmten Nase von Gaeta/ und ein Mercur ans einem Marmor des Palasts Albani zu Rom ist in der nämlichen Stellung mit einem vierekigen Pctasus; so zwar/ daß die eine Figur von der andern covirt scheint. ZSS. Antike Paste. Derselbe Gegenstand. Z?l>. Carncol. Mercur stzt auf einem Felse»/ hält in der Linken den Cadaeeu?, und in der Rechten einen leeren Stab; zu seinen Füßen ein Hah»/ unter dem ei» Stern ist. Z?l. Agathonor. Mercur sizend in der Rechten den Beutel/ i» der Linken den Caduceus/ zu seinen Füßen ein Hahn. * ZS2. Carneol. Mercur stehend; in einer Hand den Beutel/ in der andern den CaduceuS: zu seinen Fi^ße» aus einer Seite der Hahn/ mit einem Scvrvion unter ihm; auf der andern ein Widder und eine Schildkröte darunter. Z?Z. Carneol. Mercur stzend: auf einer Seite der Widder/ auf der andrrn der Scvrvion. Macrobius sagt/ daß der Scorvion die Kraft der Sonne bedeute/ und Mercur selbst als Gott der Sonne zu betrachten sei. I) Man kan hieraus schließen/ daß dieses der Grund ist/ warum man ihn mir dem Scorpion vorgestellt findet. * Z?-i. Carncol. M e r c u r stehend / in der Rechten den Caduceus/ in der Linke» eine Waage. Vor ihm der -) 8stur.il, I. !. i, c. 2>. c 15. >9. M-M. 372 Geschnittene Steine. ihm die Fische und derScorvion, Zeichen des Mo» könte hier die Verse des Manilius> Krebs/ hinter Thierkreises. «»führe»: Übrigens weiß man,. daß Mercur der Wächter über- Waagen und Gewichte war, s) und daher findet man Waagen, deren Gewichte mit den« Kopse Mereurs bezeichnet Lud, 2) wie sich einige unter den zu Herculanum, entdekte» Altertümern befinde«. Die Gravüre unseres Steins ist sehr schön. 3>S. Antike Pa ffe. M e r c u r als Httt des Königs Admet u s., " Z?6. A m etl>»ff- Mer eu r reitend ans eiikeni.Widder, in der Hand den Stab. Man steht Mercur aus einem Widder aus mehrern Ursacheir, wovon eine ist, weil er- sich in einen Widder verwandelte, um dir Penelop.e zu ge< »ießeii.. ZS7- Lavis Lazu l i. M e r cu r reitend aus einenr Widder, unten ei» Hahn. ZSS. C a r n e o l: M e r c u r reitend «As einem Widder) in der ausgestrekten Rechten den Beutel, und in der Linkew seinen Caduceus; vor ihm ein Hahn, und eine Schildkröte unter dem Widder, um anzuzeigen, daß Mercur, welcher?ie Le»er erfand, die Schale der Schildkröte anwandte,- um die-- ses Instrument zu versertigem Smaragdxrasma. Mercur stehend und Vorwärts gekehrt aus einem von vier Widdern gezogenem Wagen; in der Rechten den Beutel, in der Linken den Caduceus *400. Amethust. M e r c u r stehend, an eine Säul^ gelehnt, in der Rechten einen leeren Stab, in der Linken einen Widderkors, * 401. A m et h u ff. Derselbe Gegenstand. *402. Amethyst, Mercur vorwärts, stzend auf es neiirFelsen, in der Rechten den Caducens, in derLinkcn einen Widderkopf. 40Z. Antike Paste. M ercur stzt aus einem Wagen von zwei Hähnen gezogen; unten ei» ZI ni o r , der einen 1) k'iii'rvltl inscti^t. e. f». n. 171. 2) L»us. Aus. k'Iorent. t, 2. p. iZZ 2 Kl. 8 Abth. 373 Schinetterling mit einer Fakcl verbrent, und zwei andere Figuren. » 4 04. C a r »eo l. M ercu r stehend aus einem Sphinx, Beutel und Cadnceus in der Hand, unten ein Hahn. » 405- Carueol. M e r c u r mit einem Helm bedekt, in der Rechten seinen CaduceuS, in der Linken ei» Füllhorn; sein rechter Fuß ruht aus einer Kugel Vor ihm sein gebo- genes Schwert, Harva genant; hinter ihm ein Schild. Die Gravüre dieses Steins scheint herrurisch zu sein. Es ist ungewöhnlich, den Mercur mit dem Füllhorne zu finden; allein vor Alters gab man es allen Gottheiten. Noch seltsamer ist der Helm, und man sieht ihn nur noch an einem kleinen Mercur von Erzt. i) *406. Carneol in Form eines Käsers. Mercur mit seinen Flügeln an den Füßen, in der Rechten ein sichelförmiges Schwert; auf dem linken Arme trägt er etwas, das einem Beutel gleicht, und in derselben Hand hält er den abgehauenen Kops des Argus, von dein wie von der Sichel Blut herabriiit. umher liest man das Wort: -IZS-IK. 2) Weii diese Buchstabe» Mercurs Name» bezeichnen, so ist tiefer Name bisher unter seinen übrigen nnbekailt gewesen. Z) Wer die Grille hat, die Sprache der Hetrurier aus dem Hebräischen herzuleilen, könte sagen, das; dieses Wort ein Gelübde, vowiii, bedeute; den Ncther heißt im Hebräische» vnmni. Dieser Käser könte auch in der That ein Gelübde zu Ehren Mercurs gewesen sein. Ich glaube die nämliche Vorstellung ans einer hetruri- schen Sckale von Erzt i» der kaiserliche» Galerie zu Florenz anzutreffen. Mercur in Gesellschaft der Minerva, hält i» der Rechten die Sichel; der Beutel hängt i» Form eines Korbs am linken Arm und er sezt den Fuß auf des Argus Hals, ihm den Kopf abzuhauen. Fabretti, der diese Schale zuerst bekanr machte, behauptet in seiner Erklärung, daß es Medea mit ihrem Sohne Medo» sei, wie sie durch Zauberei den König Ägeus von Athen wieder zu verjünge» >) Ovrl AlnZ. ülrusc. t. i. Zg. 2) ^Abgebildet in den Denkmalen Num. 84, wo der Autor de» Gegenstand richtiger für Perseus mit dem Haupt der Medusa erklärt.) Z) IVIuz. Lli'usc. t. 2. 106 — 107. 37 i Geschnittene Steine. suche; die zur Seite angebrachten hetrurifche» Name» dei Mercurs und der Minerva inuüten sich zu seiner Erklärung bcgliemen, l? Die nämliche Schale wurte auf'» neue von Dempster in seiner Etrnria bekant gemacht, aber ohne die geringste Erklärung. 2) Unser Stein lehrt unS auch die Bedeutung jener Art Von Hipe oder Messer, deren sich die Winzer zum Beschneide» der Nebe» bedienen, und wie man sie Innrer einem Kopfe Mereurs auf eincm römischen 8i^!-»i8 sieht, welche Molinet, da er sie nicht deuten konte, für die Marke des Miinzmeister uasim. Z) Es ist die Sichel, womit Mereur dem Argus den Kopf abhieb, » 407. C a r n eo l. Helrurische Gravüre. M e r e u ri ü Z formet eine Figur, deren Leib und Hals einem Storche gleicht, und wovon der ?ovf eine junge, rnkwärts Verschleierte Jungfrau ist. Dieser Gegenstand ist schwer z» erklären; ich will es jeioch wagen, meine Gedanken darüber anzugeben, obwohl sie mir selbst nicht genügen. Die Fabel erzählt, daii Jupiter, als er die Nemesis, die fpröde gegen ihn war, nicht bewegen können, bei der Venus auswirkte, sich iu einen Adler zu verwände!». Jupiter »ahm die Gestalt eines Storchs au, uud nun stürzte sich Venus als Adler auf ihn; der Storch suchte den« Adler zu entkommen und floh, gleich als zu einer Freistätte, in den Schooß der Nemesis, wo endlich der falsche Storch, als Juviter, das Ziel feiner Wunsche erreichte. Nemesis gebar foda» das Ei, welches Mercur in den Schook der Leda warf, woraus Helena erzeugt wurde. 4) Obwohl diese Fabel die Liebe Jupiters und der Leda sehr verschieden von jener vorstellt, die wir oben im Artikel Jupiter angezeigt habe»: so »löge» vielleicht die Hetrurier der so ebe» angeführte» Sage gefolgt sein; wenigstens hat die feltfam entworfene Figur einige Beziehung darauf. Helena ist von den, in eine» Storch ver- wa»delte» Jupiter gezeugt: der Leib des Storchs ka» die- ses hier bedeuten. Mercur machte, daß sich das Ei auf- 1) Inscript. c. 7. x, 5.j2. 2) 1°. 1. p 7g. Z) tüub. d« I» kililiotli. lle Z. Oenev. ^>. ^3. ll. g. /,) U)gin. -lstrollviri. e. ü. x. 441. 2 Kl. 8 Abth. 375 schloß! und auf unserm Steinr fcheiNt er Helena itt forme», pnd ihr die »»'»schlicke Gestalt zn geben. * 4liS> Schwarzer Jaspis. Mercur hält in der zinken Mohnköpfe nnd in der Rechten ein Füllhorn, woraus er Träume auf die Sterblichen «ließet. Mercnr war über den Schlaf gesezt, u»d inan opferte ihm an> Schluß des Abendmahles, l) »/ivS. Rother Jaspis. Derfelbe Gegenstand und überdies »och vor Mercur ein Stern. *4lv. Sardonnr. Mrrcur ruft die Seele eines Verstorbenen hervor, von dem ma» blos den Kopf sieht. Die Gravüre scheint hetrnrisch und ist sehr fein ausgeführt. In dem kaiserlichen Kabinet zu Floren; ist ein Stein »ut demselben Gegenstände. 2) Mercur, von den Griechen unter dem Namen , z) E NI v f äIIge r und Aussp e II d e r der Seelen, hatte dieses Geschäft auch unter den Hctruri- ci'»;^i) er führte auch die Seelen der Abgeschiedenen in's El«> stiii»: Mit der Kraft feines Caduceus zog er sie wieder aus der Unterwelt hervor: /'tt/Zen/eF . . . .6) Diefes scheint der Steinschneider liier ausgedrükt zu ha> ben, indem er Mercur ius feinen Stab auf das Haupt des Abgeschiedenen halten läßt, dein der Gott mit der andern Hand ein Zeichen gibt, heraufzusteigen und zu erscheinen. Mercurius bat hier einen Barn Griechen nnd Hetru« rier stellte» ih» bisweilen bärtig Vor: so gab es eine» bärti< ge» Mercur zu Pharä in Achaia; 7) und bärtig sieht man 1) Lilien, I. i. fc. >Z> n, 2g.^ 2) KI»Z. k'Iorcnt. t. I. tali. 7». n. 6. 3) Di»g- Innert. I. 1. 614. 4) (^or! HIus. ^tiusc. t. 2. 106—»107, L) tlorat. I. i> oil. 10. v. >7. 6) Vii'g, I. 6. 7) ?.ius!M. I. 7. c. 22. 376 Geschnittene Steine. ihn -Nicki auf einem dreiseitige» Altare i» der Villa !Lor> ghese. l) Es gab auch Mereure mit spizige» Barten, die >-> v d. i. H e r m e s SViiba r t/ hießen. 2) "4il. Sardonpx, hetrurische Gravüre. Derselbe Gegenstand. Mercurius ist hier ohue Bart, und saßt t>en Abgeschiedenen in die Arm«. 4l 2. AntikePaste, die eine» Sardonvr vorstellt. Der- ?slbe Gegenstand. ^lZ. Carnevl, von einem Käser abgesägt. Hetruri, sche Gravüre. Mercurius, in der Rechten deu Caduceus, «us der linken Hand die Seele der Proservina tragend, hat aus der rechten Schulter eine Schittkröte, oder den Pc> tasns in Form einer Schildkröte. Z) Die Fabel erzählt, daß Proserpina, weil sie einige Kerne Von Granatäpfeln in der Unterwelt gegebn harte, nicht wieder aus Plutos Reich habe zurükkehre» können; Ceres aber habe von Jupiter ausgewirkt, daß Prvservina nur s?ck>S Monate im Jahr bei Pluto bleiben, und die übrige Zeit bei ihr zubringen dürste.^) So ist nnn Mercur, der das Amt hatte, die Seelen aus der Unterwelt zu holen, hier vorgestellt, wie er Proserpina wieder zu ihrer Mutter bringt. Man glaubt, den nämlichen Gegenstand in einem kleinen M e r eu ri us von Erzt, der eine bekleidete Göttin mit dem Diadema trägt, vorgestellt z» sehen. 5> Proserpina ist aus unserm Steine nakt und scheint eine umgekehrte Fakel in der Hand zu tra, gen, vielleicht um auf die Nachforschungen zn deute», welche Ceres weg?» ihr mit der Fakel angestellt hatte. Ich habe die Schildkröte für den von« Hanpte anf die Schultern zurük, gefallenen Hut des Mercurius genommen, wie ihn Zethus trägt, der feine Mutter Antiope mit feinem Bruder Am, Vhion führt, auf einem Marmor der Villa Borghefe, wo die Name» der Figuren eingehaueu sind; und aus einem andern Marmor in dem Weinberge des Herrn Cardwals Ale> !) Wen kniale Num. ZS,? 2) Iiisl. ckeor. s^ntsgui. g. ^>. 3o?. 3) sAbgebildet in den Denkmalen, Num. Z?,Z 4) Luon!>rr. explic. ack Oerupstcr. Llrur. Z. I I. p. I c, 2) AIus. Luusc. t. 1. lsk, Zö. 2 Kl. d Abth. 377 xander Albani, der jenem ähnlich ist; t) aber ein Kopf Niere nrs von Marmor, dessen Petafus aus der Schale ci- n ccus steht. Attribute MercurS. 4t 7. Sardonvr. Ein Caduccus. 4!S. Sardon»x. Cadneens mit den Buchstabe« o. 4l S. Carnevl. Ein CadnccuS und Steuerrnder kreuz. Weis. 420. Carneol. Ein Caduccus undThyrsus; zwischen beiden liest man: 421. Zintike Paste. Zwei Hände in einander gclcgt! Hinter ihnen ein Caduccus, eiue Ähre und Palme» alles i» einen Lorbcerkranz eingeschlossen. 422. Carneol. Ein Flügel Mercnrs. » 42Z. H » aci» t h. Derselbe Gegenstand. 424. Carneol. Ein geflügelter Fuß und eine Keule, Ich glaube hier ein dem Mercur und Herkules zugleich scthanes Gelübde zn finden; den die Füße waren dem ersten geweiht; und da man auch sonst die Statuen dieser beide» Götter in Temvcln beisammen traf, ZZ fo ist es wahrscheiw lich, daß man sowohl an den einen als andern Gelübde that, um sie znsammen an ihre Statuen zu befestigen. 425. Carneol. Ein Hahn. » 426. Noth er Jasvis. Ein Hahn aus einem C>v duceus, und vor dem Hahn ei» Frosch. ,) Il-iS, M 2) k'cilsi. Homer. I. 1. c. 2. p. 3?6i. in Orouov- tlies, »iNiH. grscc. l. 6. Z) ^risli.c»n. Slll. tob. 60 — 6t. ü) Lvniiucnt. ia monnm. Al!>rceIIinsc. 38» Geschnittene Steine. ein Blatt in der Hand der N»mpl>en schien, t) nichts als ein Fächer, und ebenso dasjenige, was Pococke für einBlatt in der Hand einer Figur neben einem stzenden Manne hält, 2) der ihm des vorgeblichen Blattes wegen ein Arzt zu sein schien. Die Fächer der Chinesen haben »och heut zu Tage die Form eines Blattes. Z> Man muß indessen zugeben, daß jenes, was man zuweilen auf Denkmalen für einen Fächer an> ficht, zuweilen nichts als ein bloßes Blatt ist, besonders, wen man daran eine Art Vertiefung wahrnimt, die gewisse Blätter in der Mitte ihrer Hauvtripc entlang haben, und deren Ränder sich ausbreiten und wölben Eine kleine Figur von Erzt in der Galerie des h. Jgnatius zu Rom hält etwas, das ich auS diesen« Grunde snr ei» wirkliches Blatt erkläre. — Zlmor zu den Füßen des Herinaphrodits spielt aus einer Flöte von mehrern Lochern. Antike Paste. Derselbe Gegenstand verkleinert. > i) IVliscell. onli>z. p, 3i. 2) l)cscr!pt. of vol. 2. p. 29. 3) coiumcnt. Vinllul). t. g. ^>. 633. Neunte Abtheilung. Neptun. »4Z6. Chalcedon. Nevtuns Büste ohne irgend ein?Ib;eichen, so daß »um ihn nur an den Wetten erkelit, die bis an die Brust des Gottes reichen. Es ist eine Besonderheit/ daß dieser Kopf Nevtuns, sowie die vier sollenden Kopse, und sast alle dergleichen, die stch i» der grossen San» lunq Abdrnke unseres Kabinets befinden, immer Büste» sind, die unterhalb der Brust ansangen. Da die Brust vorzüglich dein Neptun geweiht war, so kan dieses wohl der Grund der Besonderheit sein, . ig. n.4. t»I>. Z4. n. 3. Lt'ger. tlies. Lran6el). t. 2. p. 674. V:üI1aiN. nuiu. I»IP, t, z, n. 6. Ani'ia», n, 2 postll. 11. > et 7. 2) ViüIIsm, llum, k ai». L-rcil. u. 7. ?ulv. 11. 6. Äluc. n. 1. Geschnittene Steine. ken Fuß aus einen Schisschnabcl gesezt, worauf ein Delxlm ist; in der Rechten halt er den Dreizak. 442. Smaragdp rasma. Neptun stehend, dr» linken Fuß aus einen Schisschnabcl gesezt, in der rechte» Hand ein Delphin, und in der Linken den Dreizak. Es ist etwiiz Gewöhnliches, daß Neptun einen Delphin halt; aber ich entsinne mich nicht, das, man dafnr den Grund aus der F», l'tl angeführt hätte. Neptnn koiite die Amphitrjtr, welche gegen feine Liebe unempfindlich war, nicht bewege», und sie perbarg sich, um seinen Nachstellungen zu entgehen; aber ein Delphin entdekte sie dem Neptun, welcher auf dw se Weise zum Ziel seiner Wünsche gelangte.!) Der Gott, um den Delphin für seinen ihm geleisteten Dienst zu brich neu, versezte ihn unter die Gestirne. Andere wollen, das; ri der Delphin gewesen sei, der endlich die Amphitrite üw, redet habe, dem Verlangen Neptuns nachzngebcn, 2) und aus einer dieser Ursachen tragt ihn Neptun >zcwo,hnlich. "443- Agathvn>>x. Derselbe Gegenstand. ^444. Carneol. — — »445. Carneol. Derselbe Gegenstand mit der »«>! schrist: i,. s^i.vivs. 446. Glas paste. Neptun stehend, den rechten Fuß über einen Fels erhoben, in der Linken den Dreizak, Vor ihm eine Vase.. 447. S m a r ag d p r a sm a. Neptun sizt auf cimm großen Schilde, den Dreizak in der Haud. 44S. Antike Paste. Neptun auf einen» Wagm Von zwei Meerpserden gezogen. 449. Antike Pa st e. Derselbe Gegenstand, untcr de» Pferden aber ein Triton, der nur den Kopf aus dein W«s> scr strekt, und zwei Delphine. 450. Glaspaste, wovon das Original in den KabiM des Fürsten LudoVifi zu Non> ist. Z) Neptun steht aus einem Wagen von zwei Serpscrden gezogen, deren eines rechli, das andere links geht; er halt in der rechten Hand cinw Delphin und in der linken den Dreizak. i) llzlleut. lol. iv. s) I^Lrunclvii snslccl. t.2. /,LL. ct ac! I>. !. I!»la 1 3) 5lvzck xiczr. grsv«? pl> 2 Kl. s Ml). 3L3 45l. Antike Paste. Neptun raubt die Amymo- ue, des Danaus Tochter, er sizt auf einem Seepferd, vor tcm ein Triton seine Muschel bläst. Den nämlichen Gegenstand steht man auf andern Gemmen. '452. Sardouvr. Nep t uu raubt Am » m on e auf einem Wagen von vier Pferden gezogen/ vor denen gleichfalls ein Triton ist. Dieser Sardouur gehörte dem Senator Vuouarroti, als ihn Maffei für den Proserpina- raub erklärte, l) 45Z. Glaspaste. Triton oder Palämon auf einem Mecruugeheuer, das den Kops uud Leib einer Ziege hat. Aus eiuem andern geschnittenen Steine stzt er aus einer wirk, lichen Ziege. 2) 454. Carneol. Ein Triton. 455. ?lgathon»?r. Ein Triton aus einer Flöte oder Schalmei spielend/ uud in der Linken einen Zweig hal> tcnd. »^,5«. Sardouur. Ein Tr i toN/dessen uutere Theile, d. i. eine Art Schenkel, sich iu zwei Fischsckwänze endigen; er halt in der Rechten einen Dreizak, in der Linken ein Ctcnerrudcr, uud unter ihm sind zwei Delphine. Die Gravüre ist von der besten Manier. 457. Chaleedon. Ein Triton mit einem Helm aus dem Kopfe, bewasnet mit einem großen Schilde uud ein Steuerruder haltend. 45S. Antike Paste. Triton fuhrt ein Seepferd. 459. Glasvaste, wovon das Original in der kaiserlich en Galerie zu Florenz ist. Z) Ein mänlicker Triton fault eiuem weiblichen; der mänliche hält einen Zweig in der Hand, der weibliche bat einen juugen Triton iu deu Armen, uud zieht einen andern zu sich aus dem Wasser; vor ihnen ein A >u vr und Delphin. Zwei A m o r, die eine Nereide begleiten, inaelien den Herrn Gravelle, der den Stein an s Licht gab, zweifelhaft über dessen Altertum. 4) Aber warum hat er feine Gründe nicht mitgetheilt? Man sieht auf inehrern Marmorn, sowohl bekant gemachten als unedirten, >) Lemmc t. 2. tsv. Z5. 2) C.orlioi (Zaet)!. pai-t. 2. n. 176. 3) Aus. ?Iorcnt. t. 2. xl. 4) ?i<^rr. Zravecs i. 2. xl. Zg. Geschnittene Steine. AmvHit rite oder eine Nereide von zwei Amoren b<> gleitet, t) 460. Carneol. Eine Nereide/ die in einen Fisch, schwänz anstaust. 461. Glasvaste. Eine Nereide geführt von einem Seeungeheuer. 462. Carneol. Eine Nereide Von einem Seepferd getragen. 46Z. Carneol/ Fragment. Eine N e r e i d e auf ei, nem Seepferd. 464. Antike Paste/ die den Sardonnr nachahmt. Derselbe Gegenstand. Diese Fignr ist völlig bekleidet; dir andern sind eS sonst nur untcnlier / wie eine schöne Bild, sanle der Th etis oder Amphitrite, die man im Jahre Z744 in den Trümmern der Villa des Antoniuus PiuS, zwischen Genzano und Lavinio, gesunden hat. Dir Bekleidung, welche die Schenkel und ein Bein bedekt/ und über den lin> ken Arm dieser Statue acht, ist die schönste, die man nur se, he» kaii. Sie hält ein Steuerruder, das sie aus ein Serum geheuer strllt, wclches zu ihrcn Füüen ist. Selbst das Fuß, gestell mit einen, Rostrum geziert hat sich erhalten. Der Hm Cardinal Al er an der Albani, der ste erworben hat/ ließ ste rcstauriren. 465. Antike Paste. Eine Nereide aus einem Seevserd ausaestrekt, das ste fest umsaßt hält. Derselbe Er genstand findet sich erhoben ans einem Agathonvr mit dem Name» des Steinschneiders , der durch andere Arbeiten bekaür ist/ in> Kabinet eines Kunstliebhabers zu Rom, »nd so ist derselbe Gescnstand mit dem Namen des Künstlers wiederholt auf zwei Cameen im Kabinet Farnese des Ke, nigs beider Sieilien 466. Antike Paste, der vollkommen den Agathom'r oder Nieolo nachahnit. Derfelbe Gegenstand mit einem A in °r rnkwärts. Diesen Geqenstand findet man wieder vorgestellt auf einem gefchnittenen Steine, den Gorliius beschrirbm hat. 2) 467. Antike Paste. Eine Nereide von eiNM Meerstier getragen. z) sZniii'. Zz. 2) vacl)I. 2. ». 437. 2 Kl. 9MH. 38.; 46Z. Carneol. Eine Nereide reitet auf eine»» Triron. 46?. Carneol. Eine Nereide auf einem Triton smnd. 470. Glasvaste. Eine Nereide auf einem Triton sizend, den sie nmsaßt hält; in der Linken hat sie einen runden mit dem Medusahauvt gezierten Schild. 471. Glaspaste. Derselbe Gegenstand. 472. ^ ^ 47,i. Carneol. Eine N erei d e auf einem Seepferdo sizend, mit einem Schilde in der Hand. »474. Carneol, Eine Nereide auf einem Tri< ton, samt einen, andern Triton hinter ihr, der eine ?lrt 47Z. Carneol, Eine Nereide auf einem Triro» si!en d; sie fpielt auf einer Le»er und der Triton auf einer Art Flöte. * 476. Carneol, Der Cvklop Polpphem, Neptuns Sohn, am User des Meers au» einer Le»er spielend, und Galarhea auf einem Delphin, dem Gestade sich nähernd, um jenen zu hören. Unter den alten Gemälden im Herculano l) sieht man Pol »pH cm mit drei Auge» auf der Stirne, gesinzt auf ei« »c aroße Le»er, nnd Cupido auf einem Delphin bringt ihm einen Brief oder 477. Glasvaste. Der Gotr P o r tu m n u s mit großen Flügeln u»d einem Schleier oder leichten Gewände, das er auf dem Nüken hält, indem es ihm zwischen den Armen durchgeht, um sich desselben wie eines Segels zum Schiffen zu bceicnen; so scheint er leicht auf einem Delphin über das Wasser her zn fahren. Denselben Stein finde ich abgebildet unter den Zeichnungen des Cvmmcndatvrs del Pozzo in der Bibliothek des Herrn Cgrdinals Alerand er Albani, wo man die Figur für einen Amor genommen hat, wie folgendes Distichon darunter anzeigt: " 478. Gelber und grüner Jaspis. Sc»lla vorwärts, halb Weib; nuten an ihrem Körper gehen fünf Hundsköpfe hervor und zwei große Fischschwänze; den rechte» >) ?. >. tali, i c>, Winckelman. ?. 17 386 Geschnittene Steine. Arm bat ste ausgestrekt »»d i» der linken Hand hält sie ein Steuerruder. 47S. Antike Paste/ hetrmufche Gravüre. Scylla, halb Weib und halb Fisch, mit einem Hundskopf, der am Gürtel von ihrem Leibe herausgeht. Der Kovf dieser Sc»h l a-ist schön und mit einer Art Nezhaube, welche ihr die Haare bedekt, geziert; sie scheint so gemacht, um die Schiffer in ihr Garn zu ziehen, und besizt hier eine viel anziehende, re Gestalt, als auf einigen Münzen. Sie hat eine Arr SÄnürleib am Gürtel befestigt, um ihren schlanken Wuchs anzuzeigen. Schon der Marchese Mäff ei 1) harre bemerkt, ! daß auf hetrnrischen Denkmalen die Sirenen schön bekleidet > seien, und in Anfehung des knaven Schnürleibs unserer Figur weiß man, daß die Mode, junge Mädchen eng z» schnüren, um sie schlank zn machen, in Griechenland Gebrauch war: Die Hetrnrier haben bisweilen abwärts die Halste der S c»h la mit Schlange» vorgestellt, wie man eine solche auf einer Urne zu Perugia steht. Z) 4S0. Glasvaste. Scnlla durch Schläge mit einem Ru- derstiel einen Jüngling tödend, den ste erwifcht hat, uud den zwei der Hundskövfe, deren Pfoten man auch steht, fressen wollen. In der Zeichnung, die bei der vorhergehenden Paste angeführt ist, bemerkt man, daß diefe grausame Scnlia zwei Menschen hält. *4Sl. Carneol. Zwei geflügelte Sceungeheuer, 4S2. _ _ __ 4SZ. — Ein geflügeltes Sceungeheuer. — Ein geflügeltes Seevferd. 4S5. Glasvaste. Ein Seevferd mit dem Namen de§ ^ Steinschneiders k.N. 4) 4Sö. Agathon»r. Seevferd, mit den Nnchsui- ben i,v. 4S7. Carneol. Ein Seehund. 48S. Agathonyr. Ein Seebok mit dMi Dreizak. ») Osserv. lelter. t. I,. g6. 2) l'erknt. 3) Dcmpsder. I^U'ur. ri'A. tnv. 60. n. ü. 4) Llosc!>. xierr. graveos. xl. Lc>. 2 Kl. 9 Al'th. 38? 489. Carneol. Ein Seeungelieuer, um welche? her man liest: 490. Carneol. Ein Seeuugeheuer, znsammengesczt aus Kovf, Hals und Füßen des Pferds; den Kovf des Mensche» bis zur Brust, und Flößen abwärts. Hinter ihm ein Delphi». 491. Cariieol. Seeuugeheuer, zusammengefezt aus Kopf, Hals und Füßen des Pferds, aus dem Kovf eines Menschen und Widders uud einem Delphin, dessen Sckwanz sich ebenfalls in eine» Menschenkopf endigt. Hindurch geht ein Dreizak. Flüsse und Quellen. 492. GlaS paste, von einem Steine gezogen, welchen Masfei bekant machte, ti Ein liegender Fluß, die Linke auf einer Urne ruheud, in dir Rechten den Dreizak; unter ihm zwei Delphine, welche anzeigen, daß der Fluß seine Mündung in's Meer hat Derjenige, welcher den Stein gezeichnet hat, gab nicht Acht aus die Urne, und darum hat der Erklärer diese Figur für einen Neptun angesehen. 4S^j. Grüner Jaspis. Ein Fluß in einer Grotte liegend. 494. Carneol. Ein liegender Fluß. 495. Amethyst. Beken oder Vase mit Springwassel.' darin. 496. Chaleedon. Ein Quell, der fein Wasser in eine Vase wirst. 497. Antike Paste. Ein Quell, durch drei umgestürzte Vasen auf Säulen vorgestellt, von wo daS Wasser in ein Beken in der Mitte fällt. 498. Carneol. Ein Quell, durch eine umgestürzte Vase aus einer Säule porgestellt, welche Wasser in ein Beken wirst, vor dem ein Wipgalgen ist. 499. Antike Paste. Ein Quell, durch eine Herme Vorgestellt, p»r der man einen Menschen und Hund sieht. 500. Antike Paste. Ein Mensch, welcher ein Gesäß an einer Quelle füllt. i) Oemiiic t. 2. lav. 3Z. 388 Geschnittene Steine. 50t. Carneol. Ein Springbrunnen durch einen Sver Ser vorgestellt ^ 502. Carneol. Ein Sperber, der Wasser in ein Veken wirft. SlZZ, Antike Paste. Ein Quell, durch drei N»m, pH e» oder durch die drei nakten Gratien vorgestellt; unten ist eine Va^'e und auf einer Säule eine umgestürzte Vase. Jene drei Figuren steht man auch auf einigen Münzen. 1) Man l>ar vor nicht langer Zeit zu Rom ausserhalb des Thors S. Johaii Lateran eine Rumvhe gesunde»/ zu den Füßen be> kleidet, deren linker zerbrochener Arm auf einer umgestürzten Urne ruhte, die auf einer kleinen vierekigen Säule stand; die Urne war durchlöchert, und diente als Brunnen. Die Slawe ist von natürlicher Große; das Gewand zierlich, und die M ize, welche sich samt der Basis erhalten haben, find sehr schön. Der Herr Cardinal Alexander Albani hat sie w wor.cn. 504. Carneol. Ein Löwe Vor einem Brunnen. Fische und Conchylien. » 505. Topas. Ein aus dem Meere hüpfender Del> ^ pl? in. 506. Sardonvr. Derselbe Gegenstand. 507. Rother Jaspis. Ein D e l v h in den Schwanz emporhebend und umher die Buckistaben 1) num. Iinp. 406. 412. 2) lOben ??um.406 dieser Klasse.) 3) Os exsavA. sollst!!. '..4. c. I. Z. 3. 2 Kl. 9 Abth. 3SS „en »leicht. Die Sauilla war ein Lurusartikel auf der Tafel der Allen,!) und Apicius/ dieses berüchtigte Lekermaul der Römer, schifte absichtlich nach Afrika, blos um die groß! n Samllen fischen zu lassen, 2) Man bringt sie auch heut zu Tage noch auf die Tafel. 3) *5N- Sardo n»r von drei Farben. Derselbe Gegenstand mit der Umschrift: ZIZ. Smaragdpra fm a. Eine Sauilla welche mit ihren zwei laugen Scbeeren einen andern Fisch Pakt. 4) 5lZ. Sardonyr von drei Farben. Derselbe Gegenstand. 514. Carneol. Eine Sau i lla, ein Delphi» und ein anderer Fisch. 515. Carneol. Derselbe Gegenstands 516. — Ein Krebs. 517. — Derselbe Gegenstand. 5lS. — — — 5lS. Sm aragdprasma. Ei» Krebs und eine andere Art Squilla. * 520. Grauer Jaspis. Ein kuccinuru. 521. S m a rag dpra snia- — — 522. Amethyst. — — 52Z. A g a t h o n » r. — — in Mitte dreier Fische. 524. Nother Jaspis. Ein D el p h itt auf einem Wage» von zwei Sauillen gezogen. 525. Antike Paste. Derselbe Gegenstand. 526. Amethyst. Ein Man auf einem Wagen von- zwei Delphinen gezogen. Abzeichen NevtunS. 527. Glasv aste. Ein Delphin und querüber ein Dreizuk. Es gibt auch Dreizake von einer Schlange umfaßt. 628. Agathonyx. Derselbe Gegenstand. 1) IkicZ. tak. 4. /ig. 10. 2) Lilien. I. 1. sc. 6. n. 12.^ 3) ^nnston. I. c. Z 3. 4) ^nnston. I. 4. c. 1. Z. 3. Geschnittene Steine. 629. Rother Jaspis. Ein Drei»ak quer über ei, »en Krebs. 5Z0. Antike Paste. Ein großer Fisch und ein Drei, zak unten. 5Zt. Sardonvr Ein Dreiz ak zwischen einer S la und einem andern Fische. 5.52. Smaragdvrasm a. Ein Anker quer über einen Delphin. 5ZZ. Carneol. Ein Ankerund zu jeder Seite eine Ameise. Zehnte Abtheilung. Venu 6. SZ/>. Antike Paste. Kovf der Venus vorwärts. So ist dieser Kops von dem seligen Bestzer dieser Samluug lcnaiit worden; ick> kan aber keine andere Ursache dieser Benennung finden, als zwei Reihen Perlen, die man um den Hals steht. Die Perlen waren ein eigentümlicher Schniuk der Venus, 1) und Julius Cäsar ließ einen Waffenrok von Perlen, die in England gefischt worden, verfertigen, um der Venus Li'nili-ix ein Geschenk damit zu machen, übrigens ist zu bemerken, daß Perlenschnüre auch ein Schmnk der Juno 2) und anderer Gottinen waren, wie man dieses auf Münzen von Krotona bei der Ceres 3) und der Diana wal,r> niint. » 5Z5. Carneol- Ein Kopf vorwärts, dem vorigen ähnlich, aber ohne Perlenschnur. * SZ6. Smaragdprasma. V e nus aAf einer Muschel aus dem Meere steigend. S,i7. Antike Paste. V cu us auf einem Wagen, aus einer Muschel. geformt, von zwei Tauben gezogen, rükwärts ein Amor. 53». Glasvaste. Meervcnns mit zwei Seexferden, auf derm einem sie sizt; vorn ein Amor. 539. Glasvaste. Derselbe Gegenstand; ihre Fuße ruhen auf zwei Delphinen. i) Leger, liies. Lr»nrieli. t. 3 x. 270. 2^. Orsec. tslz. 3o^ 11. 7. 6. 10. 3) toi,. 32. n.3.4. 4) Iliid. tob >7. n.7. L.g. 10. Geschnittene Steine. 540. Antike Paste. Venus stehend auf dem dek eines Schifs, mit beiden Hände» ein Segel haltend; auf zwei Felsen vor und hinter ihr sind zwei Amor, wovon der eine die Le»er spielt; in dem Scl'if ist ein anderer Amor, der gleichfalls ein Jnstrumen- spielt, und ein vierter Amor ist daselbst mit den, Takelwerk beschäftigt und klettert am Aiaste hinauf. Dieses erinnert mich an das Schis, auf wcl> chem Kleopatra den Antonius auf dem Flusse Cvdiiui besuchte. 1) Sie war als Venus gekleidet und Von zwei Knaben bedient, die Amor» gliche». 54i Antike Paste. Fragment. VennS stehend, die Linke auf den Kopf gelegt und de» reckten Ellenbogen auf eine Säule gelehnt. Sie hält in der Hand einen Fächer Von der Art, wie die oben bei N»m, 4^4 erwähnte». 542. Glasvaste. Venus, genant mil dem schone» Hintern, an eine Säule gelehnt und rilk, wärts zu sehen. 54Z. Glasva st e. Ve» us hokend und im Bade ent> kl eidet; vor ihr ei» Gesäß, wie aus de» Von Beger2) und GrapelleZ) bekaiit gemachten Steine». 5^4. Glasvaste. Derselbe Gegenstand und rükwärlj ein Bann«. 54Z. A »tikePaste, V e n u s, die sich an einer Quelle wascht. * 546. Carneol. Venus Auadpomene stehend. 547. Glasvaste. Derselbe Gegenstand. * 54S. Am et hii st- Venus Anadyomene, den rechten Ellenbogen auf eine Säule gestüzt, i» der Linken ei> nen Sviegel haltend, worin ste stch betrgchtet. Dieser Svi^ gel ist wie die runden Tafchem'viegel, die einen Dekel haben. Unsere Venus hält den Sviegel offen und faßt ihn mit der Hand beim Dekel. Vorn ein Amor, der ihr eine Buchst darbietet, und ein anderer Amor fliegt umher. 54?. Grüner Jafpis. Venus Anad»omene zwischen zwei Amorn, wovon der eine ihr eine» runden Sviegel darbietet. Der in Hsrculano gefundene Spiegel hat die nämliche Form. 1) plutarcl». in .^nton. 26,) 2) p. 20. Z) I>ierr. gravees t. 1. pl. 61. 2 Kl. 10 Abth. F5N. Carneol. Venus ?l»ad»omene aufrecht. reckten Seite ein Amor/ der ihr einen Spiegel darbietet, wie jener in Rum. 54» ist, und auf der andern Seite >'ni Schmetterling. » Z51. Carneol. Venus Anadnomene in einem Zcmpcl 552. Antike Paste von zwei Farben. Venus aus« reckt, hebt das Vorderteil des Gewandes in die Hohe, und betrachtet sich, 5? Antike Paste, ähnlich einem aei'chnittenen Steine aus dem großherzoglichen Kabinet zu Floren;, t) Venus Amphiirite, in der Linken ein Ruder, gegen welches sie drn linken Fuß aufhebt und ihn darauf stiizt, -»554. Carneol. Tempel der VenuS zu Paphos, wie man ihn auf Mimten sieht, 2) " ZZ5. Carneol, Die himlifche Ven-us aus ihrem Throne sizend. Diefe Figur kau uns eine Vorstellung von der berühmten Statue der Venus zu Sie»o» geben, die von Kana ch u s gearbeitet war; sie hält eine» Apfel, fo wie die Ctatue eine» hielt, übrigens ist es Pausanias, der von ihr redet, Z) und nicht Eratosthenes, welches zu bemerken war, weil Massei hierüber den A go sti n i mit unrecht g« ladelt hat. 4) Die Göttin hält auch ein langes Zepter in der Hand. 556. Carneol, in einen antiken Ring von Erzt gefaßt, Venus aus einem Felfen sizend hält den Apfel in der rechten Hand. . 557. Smaragdprafma. Venus stehend, den Avsei in der Rechten, und in der Linken ihr Zepter oder einen um« gekehrten Spieß, die Spize unten. Liebende warfen ihren Liebhabern einen Apfel zu, um ihnen anf diese Art ihre Zuneigung anzudeuten. 5) 55S. Agathonvr. Venus stehend, an eine Säule gelehnt, in der rechten Hand den Apfel, in der Linken das 1) ÄIuz, k'Iorcnt. t. l, tsl>, 72, n, 2. 2) Instan, t, >. Lall?, Or-ec. tab. 27. n. ? —6, 3) l.. 2. c. 10. 4) (^eminiz t. Z, 6. -5) exi^r. iu !, Z. scct Zz, 394 Geschnittene Steine» Zepter. Umher die Buchstaben: Es ist zu bemerken, daß Venus auf diesen zwei Steinen wie aus Nun,. S62 die Spize ihres Spießes oder Zepters abwärts halt; rieh leickt, um anzuzeigen, daß die Liebe eine dem Kriege abgeneigte Leidenschaft sei, oder wenigstens, daß ihr alles weichen muße. 55? Smaragdprasma Venus stehend, an eine Säule gelehnt, in der rechten Hand den Apfel, in der Linken einen Palmzweig. 560. Agathonnr. Derselbe Gegenstand und noch ein Stern zu den Füßen der Göttin. 56t, AntikePaste. Venus stehend , wie auf den zw ei vorhergehenden Steinen, zwischen zwei Amorn in der Mitte. Der zu ihrer Rechten hält eine Fakel und unter ihm ist ein Strablenbaupt Av o llos, oder dieSoune. Der an, dere A m o r hält einen Paluizwcig und reicht der Venus einen Kranz dar; unter ihm sind zwei Kopse gegen einander gekehrt, wovon man den einen, der mit einem Halbmond geliert ist, als Diana crkeiit.. 562. Smaragdprasma- Venus stehen», an eine Säule gelehnt; ste hält aus der rechten Hand eine Taube, und in der Linken den umgekehrten Spieß; zu ihren Fußen ein Schild, der jenem auf einem geschnittenen Steine aus dem großherzoglichen Kabiner zu Florenz gleicht. <)> 56Z. Antike Pasten Venus stehend an eine Säule gelehnt, mil der rechten Hand eine Taube haltend, die ein Amor, der zu ihren Füßen ist, zu erHaschen sucht. 564. Heliotrop., Dw bewasnete Venus. Julius Cäsar trug ste so geschnittenen auf feinem Sigelrmg, 565. Du nkle r Ca rn e o l. Derselbe Gegenstand. 566. Smaragdprasma. — — 567. — — — Mit einem Schmetterling rüktvarts de r Schulter der Venus. » 56». Karneol, V en n s vorwärts und nakt. Eil steht über einer Keule und strekt die reckte Hand aus; in G rer Linken hält ste eine Herme, gegen welche zwei Spieße gehen, und unten ist eine volle Rüstung; unter der Keule steht man einen Bogen, zu dessen r.chter Seite zwei mit Pfeilen angefüllte Köclier stnd, 569. Antike Paste, den Sardonyx nachahmend. N«> >) Hlus. ?loreulj t. I. tük. 52. n. z. 2 Kl. 10 Abth. >u>§ stehend, einen Schild in der linke» Hand und ihrem Sohne Cuvito einen Hell» liebend. * 570, S n> aragdvrasm g. Derselbe Gegenstand, nur ist sie an eine Säule gelehnt/ und hat noch eine» Spieß in der Hand. 571. Carneol. Sizende V e n » s, a»f ihrem Finger einen Pfeil prüfend. 572. Antike Paste. Venus stzend, reicht ihrem xolme, der vor ibr stellt, Bogen und Pfeil. 57^j A »tike Paste. Venus aus einen, Felsen stzettd, sucht das Gleichgewicht eines Stabs, den ste aus dem Finger wiegt; vor ihr ein Amor. Dieser Gegenstand ist in der großen Samlung der Abgüsse unseres Kabinets öfter vorgestellt. Ritter Vettori zu Rom bestzt ihn ebenfalls aus einem geschnittenen Steine, der von ihm erklärt >vorde», mit dem vorgebliche» Name» des Künstlers 574 Antike Paste. Derselbe Gegenstand. 575. Antike Paste. Venns sizend, in ihre Arme einen herzufliegende» ?lmor empfange»d; zu ihre» Füßen sizt ein anderer Amor. * 576. Heliotrop. Die vhonieische Venus, genant Ast arte, ans ilirem Kops die Pflanze Persea; vor il r ein Amor »>it ge>'vantem Bogen, und binrer ihr ein anderer Amor. Man stellte diese Venus a»s verschiedene Art vor, und man steht ste bald bewasnet, wie auf den Münzen von Bervtus; bald als Eurova auf dem Stiere stzend, wie bei Lucian,2) und auf Münzen von Sidon. Z) Aber an- derkwo hat sie die Persea nicht auf dem Kopfe, wie auf unserm Steine. 577. Glasvaste. Venus sizend, im linke» Arm ein Füllhorn und niit der rechte» Hand einem Amor vor ihr den Apsel reichend. Zwei andere A m o r fezen ihr eine» Kra»z auf den Kopf. 57S. Antikes Erzt, auf beiden Seiten gegraben. Venus, in der linken Hand den Spiegel haltend, in den ste blikt. Sie scheint mit der rechten Hand ihr Gewand zu le- 1) Oissi-rt. ßIz>xtoArapl>. s!ve Oeiumse «Zu»! emkleiu. et »o- mine srtiljcis insiAnilW. 2) Oo Oea 8^i» c. 4, 3) corument. t. l. ^1.226. SS6 Geschnittene Steine. AM/ und ein Amor vor ihr scheint ihr ein Blumengewind, zu reichen; auf der andern Seite ist ein angezündeter ter. Auf der Kehrseite des Erztes sind die drei Gratieni» ihrer gewöhnlichen Stellung, und eine derselben hält elm Blume; zu beiden Seiten eine große lodernde Fakel. ' 579. C a r n e o l. Die g e m e!» e V en u s / aus einem Boke reitend/ den sie liebko et; das ariechi,che Beiwort l m. I) auf dem Boke/ ist bezeichnender. Au? einem geschnittene» Steine ini Kabinet des Königs von Frankreich sezr sie aus einem Boke über das Meer. 2) S ma r g g d vra fn>a. VennS stehend hält «i> nen Bok bei den Hörnern. 581. Antike Paste. V enu s stehend/hält den Sililci, er mit beiden Händen; zur Seite ist eine P ri a v »6 l> erm e, Man will, daß Benus die nämliche Gottheit sei/ wie Pri> apus SSZ. Glasvaste, wovon das Original im großherzoz. iichen Kabinet zu Florenz ist. Z) Venus stehend/ zur Seite einer Herme des Priavus/ welcher hier »ersclilw crt ist/ wie m>>n ilm aus einem Sarkovhag in der G»> lerie des Palastes Varberini sieht/ und auf zwei Miw ^ mor»/^. wovon der eine im Palgste Giustiniani und «r andere im Palaste Colonna steht/ wo Bakchus >ich an ci> nen Priapus lehnt/ der den Schleier hat/ wie aus den vor, hergehenden Denkmalen. " 5ZZ. Rother Jasvis. Venus/ den Amor aus ! ein Rad haltend/ liinter ibr ein Sat»r. Dieser Stein ist Von Herrn Gravelle bekaiit gemacht worden 58-i. Antike Paste. Venus schlafend unter einem Baume/ zu ibren Fiißen steht ein Sat»r mit einer Zicg« aus der Schulter 5S5. Antike Paste. Zwei Schwane, >) plutorrli. in 'slii-s. lc. >g.^ Z) I^Ius. k'Iorent t >. ^3. n. /i) ü^rloli ^llnzir. t."!,. ^2. k) jjl'üv6cs t. i. xl. 26. z Kl. 10 ?lbth. -97 Advnis. »5SS. Carneol. Mnrrha geguält Von der Heftigkeit ihrer schändlichen Liede zu ibreni Vater Cinyras; l) aus dieser Liede wurde Adonis geboren. .) 5S7. Glas paste. Adonis stellend, auf eine Sänl« gelehnt/ den Wurfspieß in der Hand/ und einen Hund zu den Fußen, mit dem Name» des Steinschneiders KNit'.'ro'l. .-!) " 5S», Rother Jaspis. Advnis jagend, seinen Hund am Strike führend, und zwei Wurfspieße auf der S-lmlter. '5SS. Amethust. Advnis stehend und vorwärts, auf einen Spieß aelebnt und feinen Hund zur Seite. ö?V. Antike Paste. Advnis auf einem Felsen ßzcnd hält mit der rechten Hand einen Hasen, und spielt mit drei Amor». Ein anderer Amor stzt ihm gegenüber auf einem höher» Felsen. 59t. Glaspaste. Advnis und Venus stehend; die Göttin hat den linken Arm auf Advnis Schultern gelegt. V u l c a n. *592. Smaragdvrafma. KopfVuleanS mit der Zange, die man a»f mehrern phönicifchen Münzen steht. 4) 5?.^. Aniike Paste. Derselbe Gegenstand. — — Kopf V u leans mit einem ko> liiscken Helm, wie er ihn gewöhnlich auf Münzen/ z. V. auf jenen der Insel Lipari/ die ihm geweiht war/ findet; dieser Helm ist auf Marmorn zuweilen vorwärts gebogen nach Art einer phrygische» Mii-e. 5) >) Ov>6. metam. I. >o. lal> g- 2) ^polioäor. 1.3. c. iZ. K. 6. Z) 8to8l.Ii. AV!>vee5 pl. 24. 4) Lartvli s<1mir. tat,. 66. 5) los ea las sntih. melisl. tal>., ZSS Geschnittene Steine. * 595. Agathonur. Vulcan stehend, in seinem kurzen Gewände; in der einen Hand den Hammer, in derau- der» die Zange, wie man ilm sieht bei La Ehausse. 596. Glas» aste. Derselbe Gegenstand. * 597. Sardo»»r, hetrurische Gravüre, die sich durch ihre scharse Zeichnung kund macht. Vulcan sizend schmic> det einen Schild, welcher di-e Form jener liat, die man aus Münzen von Thebä sieht. 2> Er ist jung und ohne Lart, weil ihn die Hetrurier so vorstellten und man ihn wirklich so au, einer lietrurischen Schale von Erzt sieht, Z> wo er vorgestellt ist, wie er mit einem Schlage seines Hammers den Kovf Jupiters spaltet, daß Minerva daraus hervorgehe, und wo ihn Buonarroti sür einen Mereur nahm 4) Inder nämlichen Handlung und ohne Bart sieht man ihn auch auf einem runden Werke des Cavitols, das ehemals um eium Brunnen war. 5) Die Römer hatten von den Hetrurier« die Art, diesen Gott junu vorzustellen angenommen; 6) aber die Griechen machten ihn bärtig. Aus jeden Fall darf der Mangel des Barts an einer ähnlichen Figur, die einen Helm schmiedet,7) kein hinreichender Grund sei», sie sür einen Be- stier zu erklären, wie ich sehe, daß es ein berühmter Verfasser einer Dakt»liogravhie gethan hat. 598. Sardon»r, hetrurische Gravüre. Vulcanw nen Helm schmiedend; er ist ebenfalls ohne Bart, wie aus dem vorhergehenden Steine. 399. Sardonyr. Derselbe Gegenstand. 600. — — — Doch hat Vulcan hier einen Bart. 601, Dunkler Sardonvx. Vulcan schmiedet eine» Küraß. 1) Aus. sect. 2. tak, 26. 2) 14. 17. 3) Oenixster. Ltrur. t. 2. tab. I. 4) Vsserv. ». 26. n. L. 7) Nai-iotts pierr. gravvcs xl. 127. 2 Kl. 10 Abth. 399 60Z. C a r n e o l. Vulcan schmiedet einen Helm, und hinter ihm steht Minerva, Auf Minnen sieht man diesen Gott ebenfalls in Gesellschaft der Minerva, t) 603. Antike Paste. Vulcan und Minerva stehend; dem Plato zufolge war zwischen beiden eine enge Verbindung. 2) » 604- Carneol. Derselbe Gegenstand, wo Vulcan stehend in der rechten Hand den Hammer und in der linken die Zange halt. 6NZ. Norher Jasvis. Vulcan stzend schmiedet den Bliz und vor ihm svricht Minerva mit ihm. Denselben Gegenstand steht man auf einer Münze. Z) 606. Glasvaste. V u l e a n in seiner Schmiede stzend ; zur Seite steht Venns und reicht ihm einen Pfeil; ste hält einen Amor bei der Hand, der einen Bogen trägt; neben ihr ist ein Schild. ^ 607. Sardon «x. Vulcan schmiedet die Waffen deß Äneas aus Bitten der Venus, die hinter ihm steht nebst einem Amor auf einem Fukaestell, der das Feuer an- bläßt. Vor Vulcan stzt Jupiter auf einem rnndcn Altare mit dem Adler gegenüber Der Vater der Götter hält sein Hauvt auf die Hand gelehnt und sinnet tief nach. Hinter ihm ist Juno und Avollo auf seine Leyer gestiizt; hinter Avollo steht man Mercur, der mit feinem Cadu- ceus den Rüken wendet. Endlich sind noch ans einer andern Seite vorwärts gekehrt Penus, Minerva und Mars, die mit einander reden. Dieser Stein ist dovelr schäzbar, in Ansehung seiner Große und Schönheit, und in Ansehung der vortteslichen Gravüre. Er ist nach einer Zeichnung im umrisse von Herrn Gravelle bekant gemacht worden; 4) allein der Stein ist etwas größer, als der davon gestochene Umriß. 6vs. Glaspaste. Mars unter einem Baume mit >) Voillanl. solcct. vllM Z). 2Z. 2) ^proclus in tlisoloA. p!->t. I. 6. c. . 644° ?) palla. t?>e5. nuni. x. 10g. 'NelZiliilcs öu ilu koi err. gviivves. t. 2. xl. 1 1. /wo Geschnittene Steine. Venus spielend; an den Ästen steht man des Gottes Schild und Helm aufgehängt; oberhalb fliegt ein Schnletterling. »'>0?. Carneol. Mars und Venus in der »äm> lichen Handlung, von Vnlcan überrascht, der sie in einim Garne fangt Zu den Fuße» sieht man einen auf dem Schild des Mars fchlafenken Cuvido. So viel ich weiß, ist die, ses der einzige geschnittene Stein, welcher uns diese berülmne Liebesgefchichte und die deßhalb von Vulcan genommrin Rache vorstellt. Die Gravüre ist sehr schön. Gratien. » 6lv. Goldner antiker Ring, gegraben. Mi drei Gratien. Vulcan war nach der Fabel mit einer da Gratien, Namens Aglaia oder Thalia, vermählt. M diesem Grunde sezen wir die Gratien »ach dem Nulcan, "'ült. S m a r a g d vr a sma. Derselbe Gegenstand. k^l2 Agatbonpr. Derselbe Gegenstand, wo eine der Gratien eine Ähre hält, und eine andere einen Mohnkovs. 6l^. Antike Paste. Die drei G r atien, über welche» Cuvido stiegt, einen Kranz haltend, den er jener in M Mitte scheint aussezen zu wollen. Sl-4. Glasvaste. Die drei Gratien, deren eine!i> nen Vaumzweig in der Hand hält. 6lZ. Heliotrop. Fragment. Auf beiden Seiten zv schnitten. Einerseits die drei Gra ti e n, und auf dem Rukl» em Amor, der einen Pfeil abschießt. Eilfte Abtheilung. C U p i d 0. »616. Carneol/ In ein?» amiken goldene» Ring ge- safzt. Cup ! do § Kops vorwärts. «17- Karneol/ Fragment. Cupidos Kovs; die Haare rings umher in Loten, und das Haar aus dem Kopfe geflochten. 61S. Glas» aste. Derselbe Gegenstand. »61?. Ameth»st. Brustbild Cupidos mit Flügel»; die Haare wie bei Nun». 6 >7. ' 620. Carneol. Brustbild Cup i dos mit dem Dia- dema aus dem Kopse. 621 A »tike Paste. Brustbild Cupidos Von vorn und ringehüttt. Aus einem Ametlwst im Kabinct des Ritters Vettorizu Rom trägt er den linken Arm in einem Bande. 62l. Antike Paste, den Agathonyx nachahmend. Derselbe Gegenstand. 623. Antike Paste. Amor mit einem Blumengewinde/ das um Hals und Brust geht, ähnlich einer kleine» Büste Amors/ die Gori mitgetheilt bat/1) uud zwei andern Amorii/ die an einem achtekigen Altare im Capitolio sind. Unter den Zeichnungen des berühmten Commendators de> Pozzo in der Bibliothek des Herrn Cadinals Alexander Albani findet sich in einem Bakchanal unter einem Brünne»/ den ei» aus einer Vase hervorspringender Löwenkopf bildet/ ein liegender Sile»/ mit einem Blumengewinde um den Hals/ dem ein Satyr aus einem Schlauche Wein in.eine Schale von zwei Handhaben gießt.. >) AIus, IZtrusc. t. i. -,5. »> 17 * 402 Geschnittene Steine. Die Kränze, welche die Griechen um den Hals legten, hießen t) indem sie ilinen den Geruch von unten zusandten. Hinter Amors Schulter ist sein Köcher und umher liest man: v»r., vncr. 624, Antike Paste. Cuvido in ein Gewand eingehüllt, ähnlich einer Herme; er hat nur die Flügel aussen, 625, Glas paste. Cuvido stehend mit dem Namen des Steinschneiders 2) *626. Sardvnyr von zwei Farben, Cupido j«> gendlich nnd mit zwei großen Flügeln; er läuft voll Unruhe und scheint diese durch die Bewegung seiner Hand anzuzeigen, die gegen die Haare geht, als wollte er sie ausraufen. Mit der andern Hand gibt er ein Zeichen, um jemand zu stellen, oder herbeizurufen, 627. Carneol, Cupido aus allen Kräften lausend, eine angezündete Lampe in der Hand, 62S. Carneol. Zwei Amor um einen Leuchter siie, zend. Es gibt eine alte Inschrift, Z) wo man unter andern ! eine Zuschrift liest, die ähnliche Amor der Fortuna kiinüge- nia machen: «»m zu» 62?. Carneol. Cuvido bis zur Hälfte seines Leibs ^ in ein Gewand eingehüllt, und also verkleidet mir seiner L>v terne in der Hand, sackte gehend. Auf dem achtekigten Al> tare, den wir bei Numero 623 anführten, ist ein ähnlicher A ni o r, 630 Carneol. Cuvido Vom Kopse bis zur Hälfte seines Leibs eingehüllt; er trägt ebenfalls eine Laterne, geht sackte und sehr gebükt, indem er zu sürchten scheint, erkaiit zu werden, 63l, Antike Paste, Derselbe Gegenstand und bor Amor ein Schmetterling, den er scheint erhäschen zu wolle», 632- Carneol. Zwei Amor fliegend, der eine mit > der Zange und der andere mit dem Hammer Vulcans. 633. Nother JaspiS. Ein Amor im Wagen der Venus von zwei Schwänen gezogen, » 634- Rother Jaspis. Derselbe Gegenstand. 1) Milieu. I. >5. sc, >>, », 36,) ^Ici, ziieäsg, I, Z, c,2, p. löü. 2) Ltoscli pieii'. Arsvses pl- 64. Z) l)ruteri inscrixt. x ??> u, 3. !2 Kl. 11 Al'th. ^ 6Z5. Chalccdou. Am o r auf den Wellen in einem Wage» von zwei Schwanen gezogen, 6Z6. Carneol. Ein Amor aus einem Wagen Von M i Schwänen gezogen und vor ihm ei» anderer Amor. 6Z7- Carneol. Ein Amor aus eineni Hahn reitend. 6Z8. Antike Paste von zwei Farben. Derselbe Gegenstand. 6Z?. Rother Jaspis. Ein Amor auf einem Wagen von zwei Hahnen gezogen. 640. Carneol. Derselbe Gegenstand. 641. Grüner Jaspis. Derselbe Gegenstand/ nur mit dem Unterschiede, daß vor den Hähnen der Halbmond und «der ihm die Sonne ist. 642. Carneol. Cup id o in einem Korbe eine Taube tragend. 64Z. Carneol. Cuvido mit einer Taube auf der Hand. 644- Agathonvr. Cuvido eine Heerde hutend. 645. Agatho n » r. Cupido mit einer Ziege auf den Schultern. ' 646. Carneol. Derselbe Gegenstand. 647. Carneol. Cuvido mit einer Ziege auf den Schultern; vor ihm unter einem Baume ei» Altar mit Feuer. 648. Carneol. Cuvido aus einem Widder. *649- Carneol C u p i d o auf einem Boke, l) wie man zu Nom bei den Spielen im Cireo junge Knaben auf Böken reiten fah. 2) 650. Carneol. Cupido reitet auf einem laufenden Boke. 651. Nother Jaspis. Ein Amor aus einem Boke reitend, den ein anderer Amor bei den Hörnern zieht und ei» dritter Amor hinten antreibt. '652. Carneol. Ein Amor auf einen» Wagen von zwei Böken gezogen. 65Z. Carneol. Cupido zu Pserd in Vollem Galop. 654- Carneol. Cupido zu Pferd fuhrt ei» anderes Pferd am Zügel. 655. Carneol. Derselbe Gegenstand, aber in vollem Galop. >) Oorls-! daot^I. xart. >. n. 21, 2) ^ntl>vi. I. 1. c. ZZ. x ?<>. Geschnittene Steine. 656, Rother Jasvis. Cupido auf einem Wagen von einem lausende» Pferde gezogein 657. Carneol. Cupido auf einem Wage» von zwei laufenden Pferden gezoge». 65S. Cariicol. Cupido anf eineni Löwen reirend. 65?. — — 660. — Cuvido knieend zieht einem Löwe» ei» Dor» aus dem Fuße. 66t. Gelber Jafvis, auf Heiden Seiten geschnitten. Cuvido zieht einem Löwen, dessen Kovf umstrahlt ist, eine» Dor» aus dem Fuße. Auf der Kehrfeite liest man: t^l>. ^662. Carueol. Cuvido mit Helm, Schild und Wurfspieß bewafnet, känivft wider einen Löwe». ' 66Z. Car »eol. Cupido »>it den« THM'ius in der Hand aus einem Wagen von einem Löwen und Bot gezoge». 664. Antike Paste. Cupido auf einem Bären. 665. Carneol. Cuvido auf einem Panther. 666. Sardon»r. C u p i d o, eine Platte in der Hand, «uf einem Centaur reitend. 667. N o rh e r Ja fv'i s. Ein A ni o r auf einer Art Ckiniara oder l>i^IIus reitend, die aus Theile» verschiedener Thiere und einer Maske zufammengcsezt ist. Dem Plinins zusolge wir A n ti v h il n s Erfinder dieser Art Ungeheuer, welche die Phantasie in die Gemälde des Altertums eingeführt hat. , 66S. Rother Jasvis. Derselbe Gege»sta»d. 66S. Antike Paste. — — Dabli noch ein Dreizak. ^ 670. Agathonur. Derselbe Gegenstand mit einem Hasen auf dem Bart der Maske. 67l. Carneol. Derselbe Gegenstand. »672. Carneol. A m o r aus einzm Wagen von zwei andern Amor» gezogen. 67^, Amethyst. Ei» Amor laufend, in der rechten Hand den Bliz, Dieses war daS Siübild auf dem Schild des Aleibiades. 2) 1) ?Iir>. ^.ZZ. ^c. g.) sect. Z7. 2) i» .VIcib. >.ö ^ I. 12. sc> I. n. 4?.) 2 Kl. 11 Abth. *675. Schwarzer Jaspis. Cuv id o stehend hält mir Heiden Händen einen Palmzweig, oder Cupido als Agono- thet d. i. der den Kampfspielen vorsteht und die Preise austheilt. Die Thespier feierten dem Amor Spiele, bei welchen Dichter, Musiker und Kammer wetteiferten, l) 676. Carneol. Zwei Amor, oder Eros und A »> teros, die einen Kamps mir einander beginnen. Es scheint, mini könne den Kampf des Herkules mit Ackelous diese»« vergleichen: 677. Carneol. Derselbe Geaenstand. 67». — Zwei Amor kämvi'en »lit einander von einer H er kuleS herm e, an welcher der Palmzweig befestigt ist. Man weiß, das, es in den Gumnasien der Alten Bildsäulen des Mercurs und Herkules gab, weil diese Gottheiten über die Spiele gefeit waren. 67'). Carneol, Zwei Amor kämpfen mit einander wr einer P ri av u s h e r m e, an welcher ein Palmzweig mit einem Kranze befestigt ist. Kein Autor des Altertums redet ven Pri ap » sh erm en in den Gvmnnsic». 680. Carneol. Derselbe Gegenstand. 68 l. — Zwei Amor kämpfen mit einander; hinter dem einen ist die Priavusherme mit dem Palmzweig, hinter dem andern eine Vase mir dem Palmzweig auf einem Fußgestell. 682. Carneol. Zwei Amor kämpfen aus die nämliche Art mit einander; hinter dem einen steht eine Trophee mit der Palme, und hinter dem andern eine Vase. 68Z. Carneol. Ein A m o r neben einer Henna durch eine» andern Amor zu Boden geworfen. '684. Car » e o l. Zwei A m o r mit den Cästus an den Händen, wovon der eine feinen Gegner geworfen hat. Man ninit aus dem Gesicht des Siegers eine eben so stolze, als in dein des Besiegten eine beschämte Mine wahr. ' 68Z. C a rneo l. Eine Palä st r a, wo bei einer Herma und einem Baume, an dem ein Beutel ausgehängt ist, Amor mit einem jungen Knaben kämpft, den er zu Boden geworfen festhält. Zur Seite dieser Kämpfer stit eine Venus aus einem Fußgestell, die rechte Hand gegen das Haupt gehoben, i»- i) kauzall, !,g. Z»>) 4o6 Geschnittene Steine. nächst bei ihr ist ein Jüngling, der in der einen Hand den Kranz, und in der andern den Palmzwrig hält. 686. Agathon » r. Ein A m o r in der Stellung, «>z wolle er sich mit einem Satur schlagen. 687. Carneol. Ein A ni o r im Kampfe mit einem Sat»r. 688. Carueol. Ein Amo r wirft neben einer Hrr> me einen Sat»r zu Boden. 68S. Car » eo l. Ein ?l m o r läuft mit einem ander» Amor auf den Schultern davon. *690. Carneol. Cup i do stehend, vorwärts, I« der linken Hand einen Palmzweig, in der rechten einen mit Bin» der» umwundenen Kranz, genant. 6?l. Carneol. Cupido mit einem Kranze, gleit dem Vorigen und mit zwei Pnlmzwcis.e». 6S2. Slnti ke Paste. Cuvido laufend mtt eine,» Palmzweig und einem ähnlichen Kranze. * 6?Z. Carneol. Amor zwischen Felsen, Äiit den> rechten Fuß in eine Falle gerathen, und weinend; vor ilm ein anderer Amor, der ihn betrachtet. Diese Vorstellung wnrde von den Alten öster wiederholt l) * 6S4. Carneol. Ein A m o r spielt mit einem Hah», den er mit einer Traubeutratte anreizt. 695. Carneol. Amor einem Hahn gegenüber. Wie man aus vielen der folgenden Steine in Gegenwart Cuvi> dos Häbne mit einander kämpfen sieht: fo fcheint Cupids hier den Hahn zum Kampfe abzurichten. » 6S6. Carneol. Amor sizend, in der rechten Hand den Palmzweig, hält mit beiden Händen und Ärmen zwei Hähne, die kämpfen wollen, entweder zurük oder treibt ste an. 6?7. Antike Paste. Amor stehend zur Seite einer Herme, an deren Fuß ein Hab» ist. Hahnenkämpfe M man im Theater zu Athen, und Tkemistokles war der w ste, der sie daselbst einführte. 2) Zwei Hähne, tie mit eimw der kämpfen, sieht man auf einer antiken Glasstasche, die Ma ffe i erklärt hat;^) allein man muß dem Publico berich- >) IVIuz. t. >. tnl>. gi. 2) ^üaii. v!»-. Inst. I. 2. 28. Luslatli. in !>.. p. 740. Hlusoinus 8loliu:un» zz. ^67.^ 3) Ü!>A!nn!>meiiIc> snpra uu snlico lacriiu. si sine 6. 226. 2 Kl. 11 Abth. 407 M, daß diese Figuren aus der Flasche eine Vetriigerei von einer Person ini Dienste Seiner Eminenz des Herrn Kardinals Alerander Albani sind/ von welche», ich dieses er» fahre» habe. Der Mensch, welclier die Geschikliclikeit besaß, gewisse Denkmale der Alten nachzuahmen, und sich ein Vergnügen daraus machte, die Autiauare zu hintergehen, schlug den Boden des Glases heraus, sezte die Malerei daraus und mackte sodan den Boden wieder hinein, den er mit starkem Kütt wohl besestigte. Herr Leo Strozzi wurde von dieser Betrügerei überlistet und bezahlte sür die Flasche 250 römische Thaler. 6SS, Carneol. Ein Amor neben einer Hernia hält in der rechten Hand einen Palmzweig, in der linken einen Stab und läßt zwei Hähne kämpfen. »6??. Carneol. Ein A m o r läßt zwei Halme neben eilierHerku le s h e rm e kämpfen, an der ein Palnizweig stekt. » 700. Carneol. Zwei Amor lasse» iwei Hähne kämpfen. *7lN. Norher Jaspis, Fragment. Zwei Amor lasse» zwei Hähne kämvsen, über denen die Buchstabin sind: iui>, und ganz oben ist ein Dreifuß mit einem Kranze uud Blättern. 702. Antike Paste. Zwei Amor auf einem Fuß- gesielle und ein dritter vor ihnen,'der einen Hahn aus einem Mg lausen läßt. »70Z. Carneol. Drei Amor mit Gerten in der Hand, lassen einen Vogel fliegen, den sie an einer Schnur halten; neben ihnen ist eine Herma- * 704. Granat. Cuvido stehend, den Bogen in der Hand. " 705. Grauer Jaspis. Cupido stehend und vorwärts, den Bogen in der linken Hand und mit der rechten einen Pfeil aus dem Kocher holend. 706. Carneol. Cupido aus einer Kugel stehend schießt einen Pfeil ab. 707. AnrikePaste. Cu p! d o sizt auf einem Felfen und schießt einen Pfeil ab. 70S. Sardonyp. Cupido stehend, die Ärme erhoben, und auf den Händen hält er einen Helm. 709. Carneol. A m o gebnkt, um einen Schild auf- inlieben, auf dem man Cuxidos Kopf sieht; hinter ihm ein Kliraß und. Schwert. 4os Geschnittene Stnne. 710- Antike Paste. Cuvido rüstet sich an Füßen. Seine Haare sind geflochten, wie wir es schon etlichen Köpfen beobachtet haben. 711. Agatl>e.n»r. Derselbe Gegenstand. 712. Antike Paste. — — wo Cuvii,! den Fuß ans einen Helm vor einem Schild und Spieße s,;,^ er trägt das Schwert. 71^. Glaspaste. Derselbe Gegenstand, aber zW Spieße statt eines. 714. Carneol. Cupido stellend hält auf der rch> ten Faust einen Helm, und in der linken Hand das SckwM! zu seinen Flißen ein Schild. 715. Antike Paste. Cu p id o stehend, mit dem Schi» bewamet. 716. Carneol. Cupido mit einem große»Schild,,!' mit Svieß und Helm bewasnet. 717. Antike Paste Cupido mit dem Schwm »md einem große» Schild bewafner, 71S. Antike Paste. Cupido nebe» einem gr«m I Schilde sizend. 71?. Antike Paste. Cupido auf einem S«>l sizend, in der Rechten eine» Helm, in der Linken eine» W»U Zweig. 720. Carneol. Cupi do schmiedet einen Schild. » 721. Carneol. Cupido schmiedrt eine» Hrlm,! der ans einer Säule vor ihm liegt; zur Seite derselben iß! ein Schild. 722. Antike Paste. Zwei ?l m o r tragen einen zw I ßen runden Sctiild, aus dem erhobene Figuren sind. 72,4, Antike Paste von drei Farben. Zwei Am«! tragen einen langen Schild 724. Carneol. Cupido errichtet aus Waffen ck Siegesmal. 725. Agathon >> x. Cupido aus des Herkules Keck sestüzt 726. Antike Paste in einen alten eisernen Ring zk faßt. Derselbe Gegenstand. 727. Antike Paste. Cupido aus des Herkuli! Keule aestiizt, in der Stellung wie der sa r n e si sch e H e r knie?, 72S. Granat, C u p i d o mit den Abzeichen des Hei> kules, d. h die Löwenhaut und Heule tragend. 725- Smarag5prasma> Cupido in der rcchM 2 Kl. I l Abth. Hand des Herkules Keule, i» der linke» den Vogen, und die Löwenhaut über die Schultee ' 7,10. Sardonur. A »> or als Besteger des H erku- lis, die Keule und Löwenhaut tragend; in der linken Hand scheint er Schlüssel an einen Ring gefaßt zu halten, auf die nämliche Art, wie dergleichen eine Figur mit einem Schlauche auf einer antiken Lampe trägt, l) ?l in o r ist hier im Amt des --xx-k-x,»?, cl->,igo>-, Schlüsselträger, ein Name, der den Priesterinen der eleustschen Ceres eigentümlich ist. Schlüssel legte man mehrern Gottheiten bei, als: der Minerva;?) Uecate triforniiü hält beständig einen Schlüssel. Weniger bekant ist es, daß man sie auch der Sonne beilegte, Z) und Srpheus-j) oder der Verfasser, dessen Gedichte unter jenem Name» gehen, beschreibt uns Amor mir Schlüsseln : ü/-»», Llave« I»al>enteri» aeris, cceli, m-iri?, terrN. Ein Gelehrter iiiiiit diesen Ausdruk für metaphorisch; Z) ich meinerseits verstehe sie buchstäblich, und berufe mich hiebe! auf unsern Stein, und was auf diesem n,ir nicht ganz entschied,'» vorkam, wird es durch die angeführte SMie. Wir sehen also in Amor, der die Schlüssel trägt, eine» K». 6) 73l. Glasvaste von einem Carneol im Kabinet des Ritters Vettori zu Rom gezogen. Cuvido sizend und zur Erde gelehnt; zur Seite eine zweischalige offene Muschel, mit dem Namen des Steinschneiders Hier ist eine der vortreslichsten aller griechischen Gravüren, 1) ksrtoli I^ucern. part. 2. tak. 2?. 2) Oonk. Zpanliei». ol>scrv. U. 3) ?rocl! OrMc. vol. L- ^.6o9. 4) llvn>n. in aruvr. 5) 8ckwsrl». clissert. >le d-vigerls. Z 6. 6) sDieser Stein ist abgebildet und weiter erklärt in den Denkmalen Nnm.^2.^ Winckelnian. S. Geschnittene Steine. die bekant sind, nicht nur Mein in Betres der Zeichnung Ausführung, sondern auch in Ansehung ihres hohen A>rcr> tunls; den ausser der Einfassung, welche jene» ähnlich ist, dj, mau um die ältesten hetrurische» Gravüren sieht, scheint dil Form der Buchstaben im Namen des Künstlers älter, als ir> gend eine, die auf geschnittenen Steinen vorkomt. Die Muschel hat hier ohne Zweifel die uämliche Bebe», tung wie jene, welche man aus einer Münze von S»r>ikuz zur Seite des Kopfs einer Göttin sieht, welche wegen diesem Attribut eine Venus zu sein scheint. Man gibt dieftr Muschel den Namen p.ixlüa und O^tkorlaca. t) 7Z2. Glas paste. Cupido auf einem Felsen fizend mit der Angelruthe fischend, woran er schon einen Fisch g«, sangen hat; unter ihm eine große Schlange und vor ihm auf einem höher» Felsen eine Figur Neptuns. 7ZZ. Glas paste. Cnpido mit der Angelruthe 5 schend, aus einer Muschel stehend, die ihm statt eines Nachm dient, und sie mittelst eines Steuerruders, das er in der lui> ken Hand hält, zu bewegen sucht. 7Z4- Antike Paste. Derselbe Gegenstand. '735. Sardo n >> r- Ein A m o r, d-r mit einem D«i> zak einen Krebs durchsteche» will, der unten an einem Steinhaw sen ist und über welchem sich eine Urne befindet. In dir rechten Hand hält er einen Stab. '736. Huacinth. Ein Amor fischend mit der AD gelruthe, auf ei»em Delphin, unter welchem noch ein andmr Fisch erscheint. 737. Rother Ja svis. Ein A m o r mit der Geisel in der Hand auf einem Delphin; so, aber ohne die Geisel, sieht man ihn aus Münzen der Familie Cordia und Lw cretia, 2) dergleichen auf einem Cameo der Griivin Chi- rofsini zu Rom, mit der Inschrift: d. h. glük> liche Schissahrt. Das Wort war gleichsam ei« Sinbild an manchen Schiffe» der Alten. Z) Ein schöner »>eo des Baron Gleichen, Kammerherrn Sr. dänischen M> jestät, stellt denselben Gegensta»d vor. l) tal>. 2. ».6. s) V-iülünt. nui». k°!>m. r. z. tal>. 87. Z) xziuäo!. Ltoie. ^vci'5 kn.) 2 Kl. 11 Abth. *7Z8. Carneol. Ei» Amor mit dem Dreizak in b» Hand, aus einem Delphin reitend. »7Z?. Rother Jaspis. Amor aus einem Delphin reitend, den Dreizak in der Haltung, als wolle er ihn aus eine» Krebs werfen; unter dem Delphin sieht man noch zwei andere Fische. 740- Carneol. Amor auf der Flöte spielend und auf einem Delphin reitend. "74l. Türkis. Amor auf einem Delphin reitend führt einen andern Delphin an den Flossen. 742. Noth er Jaspis. Amor mit der Geisel i» der Hand reitet auf einem Fische, den er mittelst eines Zügels leitet. 74Z. Carneol. Amor reitet auf einem gezäumten Seepferd. '744. Am eth»st. Derselbe Gegenstand. ' 745. Carneol. — — 746. A n ti k e P a st e. Cnpido reitet auf einem See- pstrd »nd trägt einen großen runden Schild. 747. Rother Jaspis. Cupido steht auf dem Nü, ken eines Seepserds. 74». Roth er Ja fpis. Amor auf einem Wagen von zwei Fischen gezogen. 749. Carneol. Amor auf einein Wagen Von zwei Delphinen gezogen. 750. Carneol. Amor auf einer Muschel von zwei Delphinen gezogen, und oben die Buchstaben m. z. 751. Grüner Jaspis. Cupido zieht einen Delphin zu sich, der von einem Dreizak durchstochen ist. 752. Antike Paste. Derselbe Gegenstand. 75Z. Antike Paste. Amor stehend aus einem Delphin, der ihm statt eines Schiffes dient, und wo er mit beiden Händen ein Segel ausspant, um den Wind aufzufangen. Diefe Gravüre scheint das Bild zu sein, welches mit dem Worte in siuori!! pel.iAo in einem griechische» Epigram bezeichnet wirdzt) auch scheinen solgen- de Verse svids einige Verwandtschaft mit diesem Gegenstände zu haben : 8i HM5 sinat, quock amzre zuvst, iizliciter arilells et v^nto iile suo. >) ^Lruncl^ii t. 1. x.2l.^ Geschnittene Steine. 754. Antike Paste. Derselbe Gegenstand. 755. Rother Jaspis. Cupido schlafend, der Un, ge nach aus einen Delphin hingestrekt, der ihm statt eim§ Schiffes dient, und worauf ein Mast und alles nöthige T«w werk zur Leitung des Segels befindlich ist. 756. Agathon»r- Cupido auf einer nmaestürzrm Vase, die Geisel in der Hand. Diese Vase ist eine Amphor«, wie man fie auf Münzen der Insel Scio steht. 757. Agatho » u r. Cupido auf einer ähnlichen Va> se mir einem Segel schiffend, das er mit beiden Händen >ni Seilen hält, so wie man ihn aus mehrern geschnittenen Stw i »en steht. 2) Gori nahm diese Vase für eine Aschcmm» und erklärte den Gegenstand scharfsinnig als Überfahrt drr Seelen nach Elystum.Z) Aber die Aschenuruen waren nicht allgemein unten zngespizt. Die zugespizten Urnen, welche di» Amphoren gleichen, waren zu Libationen bestimt. Die Fabel erzählt/ daß ein junger Lesbier, der sich in'! Meer stürzte, um seine Geliebte zu retten, in dem Augcnbli, ke, als er selbst umzukommen glaubte/ eine Vase mit irr Inschrift Live Lwl'i-ii-oO saud, aus welcher er davon kam. 51 Vielleicht ist Amor, der auf der Vase scbist, eine ans diese Fabel gegründete Allegorie. Man sagt, daß auch Hrr, kules gleichfalls auf einer großen Vase über das Meer M schist sei: 6) eine Dichtung/ welche von den Kalmen aus z» branter Erde, wie sie die Ägvptier hatten, 7) und wovon M seines Orts reden werden, scheint genommen zu sein. Ei» 1) Lolt?. l>rWc. c. >6. 2) AIus. k'Ioreiit. t. I. lad. 77. n. I. Z) IbicI. x, >5?. 5) Stilen. I. II. sc. 4. n. >5. Athenäns erzählt dieB!' gebenheit etwas anders uud erwähnt der Inschrift nichll 6) Stilen. il /iiZ. c. 2. II. Zg'1 7) 5!tr!>Ii. 1. 16. x -77Z- l^c.4. Z. >4. Strabo erwägt hier großer Musch eln, in welchen man wie in KälM> fuhr. Darüber ist auch zu vergleichen Versuch ei»kl Allegorie §. 2 Kl. 11 Abth. alter Dichter »eilt ein Volk, das dem Sausen ergeben war, Ruderer der Verlier, 75S, Nother Jaspis Derselbe Gegenstand, 75S. — — — — aber mit einem Mast, der Segel und Wimpel bat, 760- Carneol, Cnpido aus einer ahnlichen Vas« spie lt aus zwei Flöten, ul>u> geminn. Ein anderer Amor, der über dem Schiffe schwebt, saht mit beiden Händen die Seile des Segels. 761, Antike Paste. Zwei Amor in einem Kahne von vier Delphinen gezogen; der eine Amor hält die Ziigel der Delphine und eine Geisel, der andere stzt und lenkt das Steuerruder. 762. Carneol. Amor fizt im Hintertheile eines Ruderschiss mir de^r Inschrift 76Z. Divr-nc o l. Zwei Amor in einem Kahne. 764/ Antike Paste. Derselbe Gegenstand. 765. Antike Paste. Vier Amor in der Muschel, die Kam genant wird. 766. Smaragdprasma. Amor in einem Schiffe mit vollem Segelzug. 767. Antike Paste. Zwei Amor in einem segelnd en S chiffe, wovon der eine noch einen dritten Amor aus dem Wasser zu sich zieht, 768. Antike Paste. Derselbe Gegenstand. *76S. Carneol, Vier Amor in einem Schiffe; zwei rudern, der dritte leitet das Segel, und der vierte fischet mit der Angel. 770. Antike Paste. Ein A m o r, aus dem Schwan« je eines Triton stehend, fischet mit der Angel. *77l. Agathonvr, in einen antiken Ring Von Gold gesaßt. Ein Amor, der in einem Buche liest. ' 772. Sardonvr. Amor stehend liest mit einer lachenden Mine in einem Buche. ' 77Z. Smaragdprasma. Amor stehend, an eine Säule gelehnt, liest in einem Buche. Aus dem Rüken desselben Steins ist der Kops einer Frau mit der Inschrift: rnvcvi.4 «^KILSIZiz. i) I 10. sc, >2, n.6i. Di o n »si u s Ah en eu s ueiit bei Athenäns kein ganzes Volk so, sonder» die Cäuser überhaupt.) Geschnittene Steine. 774. Carneol. A m o r stehend stiiiit seine Leyer, wie man ihn auf einer griechischen Münze sieht, t) Der berühiw te Pausias malte Cupido, wie er seinen Bogen wez, warf und dieLeyer ergrif. 2) Man könte diesen Amor durch das Beiwort des Himlifchen Von den übrigen unterscheiden; den man findet Amor die Flöte spielend auf einem Marmor Z) mit der Inschrift: xi'wl'ioi'r'ä», Am or demHim, lischen. Vielleicht gab man ihm auch ei» Musikinstrument bei, um auf die Harmonie der Gestirne / die Pythagoras lehrte/ anzuspielen. 775. Carneol. Derselbe Gegenstand. 776. Glas paste. Cnvido stehend/ die Leyer a»f den Dreifuß Avollos gestüzt; zu seinen Fußen ein Greif 777 Antike Paste/ den Sardonux nachahmend. Amor auf der Flöte spielend. 778. Carneol. A m o r auf einem Felfen stzeud fpiel! die Leyer. 77^. Car » eo l. A m ö r spielt die Leyer vor einer P ri< apusberme/ die auf einer Säule steht. */"!0. Carneol. Zwei Am o r opfern einer PriapuS, Herme und der eine spielt auf zwei Flöten. 781, Amethyst. Amor zwei Flöten spielend. 782. Antike Paste. Amor/ dessen Leib sich vom Gürtel an in einen Scorpion endet/ das Zeichen des Ww kreifes; er fpielt die Dopelflote. * 78Z. Agatho n >> r. A m o r in derfelben Gestalt und nöilj überdies mit Krebsfchalen; statt die Flöte zu spielen, schirßt er einen Pfeil / und vereiniget auf diefe Art in sich drei Zeichen des Thierkreises: den Schüzeii/ Krebs und SM> pion. 78'». Glaspaste. Zwei A m or/ wovon der eine sizend auf der Leuer spielt/ und der andere stehend zwei Flöten bläst, vor einer Frau/ die gleichfalls steht und ganz in einen Man» tel eingehüllt ist. Diese scheint Psyche zu sein. * 785. Agathonyr. Cupido stehend/ in der Rech» ten eine Maske/ in der Linken den Hirtenstab/ pe>Iu>!>. 786. Carneol. Cupido stehend einer Säule ge>M> über/ auf der eine Mäste ist. 1) Uo)»i tcsor. Lritan. t. 2. p. 1Z7. 2) pllusaa, l, 2. 27.Z 3) ksliii. cvnuueilt. in iiiollum. Uarccllm!«. 2 Kl. 11 Mth. 7i7. Carneol. Cnpido fallend / ersckroken bei den Anblik einer große» Maske/ die auf einem Fußgestelle vor ! >'hm liegt. Man sieht denselben Gegenstand auf einen« alten Mwiilde im Herculano. 7S». Carneol. Cnpido stehend/ eine Schale in irr Hand. « 789. Carneol. C uv! d o als Trinker, in der Rechten hält er das Horn zum Munde, um zu trinke», und in der zinken hat er den Th»rfus. Ähnliche Trinkhorne steht man auf allen Vorstellungen der alten Feste und aus einigen Gemälden im Herculano, wie unter andern auf einem Gemälde zweier Neuvermählten, deren jedes ein ähnliches Trinkhorn hält, l) » 790. Sardonvv. Amor gießt aus einem großen Gefäße mit zwei Handhaben Wein in eine kleinere Vafe. Die Gravüre scheint hetrnrisch. »79l. Agathonvr. Amor auf der Schütter eine Vase mit zwei Handhabe» tragend und in. der Rechten eine brennende Fakel. » 792. Carneol. Amor beschäftigt, eine große Vase zu forme». 793. Carneol. Amor mit einer Nase zu feinen, Füßen. 794. Antike Paste. Amor eine Vase in der Hand und einen Spaten auf der Schulter. 795. Amor feine rechte Hand auf einen umgekehrten. xlMsus gestüzt und in der Linken eine Vase. 796. Agathonyr. Kupido in seiner Rechten ein Mohnhaupt, in der Linken einen Th»rsus; zu seinen Füßen ein Panther, hinter ihm Bogen und Pfeil. 797. Grauer Jaspis. Amor einen Panther am Strike führend und in der Linken den Th»rsus. 798. Amethyst. Zwei Amor, wovon der eine die umgekehrte Fakel trägt, nnd der andere in einer Hand Vo- üen nnd Pfeil hält, und mit der andern dem Amor gegenüber einen Pocal darreicht. Diese Gravüre scheint eine Anspielung auf die Ergözungen zu sein, welche die Eltern nach Beerdigung eines Verstorbenen anstellten. Amor mit der umgekehrte» Fakel ist das Symbol des ZodeS, und bei der Leichenfeier der Krieger und Obrigkeiten trug man die Spieße unv t) lMan Vergleiche Nun«. 201 der Denkmale,) ^6 Geschnittene Steine. Nuthenbeile umgekehrt; der Pocal des andern Amors könlt das anzeigen/ was die Griechen i-cl. pec «anten, j) lateinisch conipvtJtin. ' 7?S. Antike Paste. Cupido stellend mitten ans einer Lotospflanze oder vielleicht auf einer Persea, wovon cr die Frucht in jeder Hand hält. 800. Sardonnr. Cuvido mitten auf einer ähnli> chen Pflanze stehend liest i» einem Buche. 80 l Nother Jaspis. Amor auf einer Leiter, die an einen Weinstok gelehnt ist, von dem er Trauben bricht. »802. Amethyst. Cupido als Weinleser. 80Z. Rother Jasvis. Zwei Amor als Weinleser. » 804. — — Drei — — » 8N5. Amethyst. — — — 806. Antike Paste. — — — unten ein Hase, der Trauben aus einem Korbe frißt.; ferner «ine Wespe uud ein Schmetterling. 808. Antike Paste. Vier Amor in der Weinlese begriffen; der erste trägt einen Korb voll Trauben; der zwcite snllt einen Korb; der dritte steht auf einer Leiter und der vierte ist unter dem Baume und sammclt die Trauben. 80S. Antike Pa st e. Drei A m o r, welclie einen Bienenkorb umstürzen, um den Honig daraus zu nehmen. Cn, Pido bei Theokrit, der das Nämliche thun wollte, wurde Von einer Biene gestochen. Sl 0. A »tike Paste. Amor, der unter der Last ei, nes Füllhorns, das er tragt, zu erliegen scheint. 8ll. Karneol. Amor bietet einer Priavusher, nie, iie aus einer Säule steht, eine Platte voll Früchte dar. 8l2 Carneol. Derselbe Gegenstand. 8lZ. Carneol. Ein Amor knieend, opsert vor einer Kavelle oder Nische, die auf einem Felsen steht, eine Platte voll Fruchte. 8l4 Carneol. Amor opfert einer Figur, die in einer Kapelle auf einem Felsen ist; hinter ihm eine Säu> le, auf welcher Feuer zu lodern scheint. 815. Carneol. Ein Amor opfert vor einer Kapelle, die auf einem Felsen steht, eine Heufchreke. >) Lonler. ?vlter. arclisDol. (^r-rc. 1.2. c. L. x. 23o. 2 Kl. 11 Abth. ^17 816. Corneol. Ein Am or bekränzt eine Priapus> Herme und hält in der linken Hand einen Palmzweig. 817. Carneo l. Derselbe Gegenstand, und hinter dem Priap u§ eine große Vase. 818. Carneol. Ein Am or bekränzt eine Priapus> hcrme, an der ein Palmzweig befestigt ist; hinter dem Amor stzt ein Sarvr auf einem Felsen, die Hände auf dem Ruken; man kail aber nicht unterscheiden, ob sie gebunden sind. »81S. Agathonvr. Cupido, gelehnt auf eine Hake. Denselben Gegenstand sieht man aus einem schönen Cameo der Gräpin Cheroffini zu Rom. 820. Antike Paste, Cupido gefesselt lehnt sich auf eine Hake, als wen er von der Arbeit, die ihm auferlegt ist, ausruhete. Es war vor Zeiten im Capitolio die Statue eines Jünglings, der mit einem ähnlichen Werkzeuge die Erde aufhakte, 1 > Pomvejus hatte die Statue nach Rom gebracht, und sie kam aus dem Besiz des Königs von Vithh- »ien. 82t. Carneol. Amor mit Fesseln an den Füßen scheint an einem Pfluge zu arbeiten. Dieses ist beinahe die Vorstellung, die uns Mosch os in einem Epigramme gibt: Z-ki? -l" «va> o-e )ZLv /Lsxw. ?ace ilexosita et »rcu, In'uin ÄZitatricei» acce^it vlrgam perniciasuz ^i»vr; pe»-lel>!>t sutei» illi pers >'!> Inimcris: lu iuucto lalioruni palienti »uli ivAuiri cullo taurvrun» Leuziuavil. t^ereris üulcuin Oilit llutvm sursui» Süpici-'N'! jp^i lov!: comdure »rva^ IVe ie HuropN Iioveu» 2) 822. Antike Paste. Cupido gestüzt auf die Hake, bis unter den Gürtel entblößt, scheint bis auf's Blnt gepeitscht in sei», den man meint Tropfen auf seinem Leibe zu erbliken. 2) ^aalect. t. i. x. 411.^1 Geschnittene Steine. Z2Z. Grüner Jaspis. Amor auf der Jagd s,^ mit der Rechte» eine» Hund am Strike und hält mit der Zinken einen Wurfspieß. 824. Carneol. Amor aus der Jagd seine» Hund loslassend. *825. Carneol. Amor »ach einem Hirsche sckm. Send. 826. Car»eol. Amor hält mit der Hand ein«, Hafen. 827. Carneol. Amor hält mit der eine» Hand ein Reh bei den Fügen und mit der andern einen Korb voll Früchte, 828. Glaspaste. Zwei Amor jagend. 82?. Carneol. Amor bietet einem Hase», der aus einer Muschel kömt, den Wurispieß dar. * 8Z0. Carneol. Amor auf einem Bäre»/ der einen Hund angreift. 83 t. Dunkler Carneol. Ein A mor, die Geisel in der Hand, auf einem Wildschweine; diesem gegenüber ist ein anderer Amor, der das Thier anreizt. 832. Carneol. A »io r mit einer Stange in der Hand stört ei»en Vogel, der aus einem Baume sizt. 833. Carueol. Derselbe Gegeustand und ein Schmct- terling auf dem Baume. 834. Carneol. Amor auf eine umgekehrte Fakel gestnzt auf eineni Altare. So stellte» die Alten auch dcn Schlaf vor. i) 835. Not her Jafpis. Derselbe Gegeustand. 836. Grauer Jaspis. — — ^ 837. Carneol. — — zur Seite liest man: n.vz. * 838. Agathonyr. Drei A m v r um eilte unbekante Maschine her, die sie zu bewegen oder mit dem Hebel svtt> zutreiben suchen, indem ste große Gewalt anwende». 83S. Antike Paste. Amor auf dem Throne stzend, die Geisel in der Hand; vor ihm ein Greis in der Stellung, als wäre er gezüchtigt oder als wen er um Schonung bitte. i) Omil, 8pan1>eru. i» Lallini, In Ocl. V. 2.34. p> /,5S — 46g. Zwölfte Abtheilung. Psych e. »840. Sardo»»,'. Statue der Psyche mit Flügel» eines Schmetterlings. »841. Carneol. Brustbild der Psyche verschleiert, wie es alle folgende» Brustbilder sind. Sie hält sich eine» Schmetterling in den Busen. Der Schleier ist das Symbol einer Neuvermählten, und zugleich einer vergötterte» Person, wie Psyche ist. «42. Antike Paste. Derselbe Gegenstand. 84Z —S44. — — — 84Ä. Sardo n»x. Psyche stehend, mit Flügeln, die von jenen des Schmetterlings, die sie sonst gewöhnlich hat, verschieden sind. Es ist etwas Besonderes, daß Psyche auf diesem und den zwei folgende» Steinen ei» langes Scblepkleid hat, das über den Gürtel ausgeschürzt oder ausgehoben ist, und dessen Zivsel sie mir einer Hand auf die Weise trägt, wie man es bisweilen, aber dennock selten, a» der Figur der Hof- nung sieht, t) Diana führt in den Hymnen, welche den» Orpheus beigelegt werde», unter andern Beiwörtern auch das der, mit dem langen Gewände. Die, welche über die Kleidung der Alte» geschrieben habe», sind noch im Streite über die verschiedene Form der »w>i> und des pepluni. Ich meinerseits glaube, das >»?plu,» sei das längste Frauengewand; den dieses war schon seit den Zeiten Homers in Griechenland das Kleid der Jungfrauen, und schlepte auf dem Boden nach. Der Dichter gibt den trojani- >) ?rislan. cvuuiicllt. t. Z, p. > I/,. 420 Geschnittene Steine. schen Frauen den Name» , die das Kleid uachschlepen;l> und so ist das Gewand der Niobe. »46. Sardonyr- Derselbe Gegenstand/ aber mit Schmetterlingsflugel». »47. Sardonyr. Derselbe Geacnstand. Aus diesen zwei Steinen hat der Künstler die Schmetterlingsflugel bis aus die Augen angezeigt.— Die übrigen Steine und Pastr», weiche nachsolgen, stellen uns oie ganze Fabel der Psyche Vor, wie sie Avulejus im 5 und 6 Buch seiner Verwandlungen beschreibt. 848 Smaragdprasma. Psyche schlafend/ zu der Cuxido kömt. ^ 84S. Tovas. Psuche schlafend und neben ihrCu- p!d0/ der feine» Finger auf den Mund halt/ um das Still, schweigen anzudeutcn/ das er beobachtet/ um sie nicht auf;u- weken. 850. Sa rdo »>>»'- Psyche stehend mit beiden Händen eine Fakel haltend. Psyche ließ sich von den wieder- holten Bitten ihrer Schwestern, welche ste um deren Loos beneideten, verleiten, die Gestalt ihres Liebhabers, der nur im Dunkel der Nacht zu ihr kam/ zu cutdekr»; den in einer Nacht, während er schlief, »ahm sie ein Licht/ um ihn zu sehen: aber unglüklich fiel ein bren»e»der Tropfe» ausCupido und er entfloh fogleich. 85 l, Granat. Ein Schmetterling auf einer Laterne, Der Steinschneider hat ohne Zweifel hier anf das Begebniß der Psyche angefpielt/ als sie die Gestalt ihres Liebhabers ent- deken wollte. » »52. Carneol. Cuvidoan eine Säule gebunden, nebst Psyche in Form eines Schmetterlings. Dieses stellt die Bestrafung des Cnpido vor/ indem ihn Benus aui Unwillen über feine Liebe zur Pf»che gefangen legte. 85?. Agathonyr. Derselbe Gege»sta»d, 854. Carneol. — — 855. Grüner Jasvis. Cuvid o an eine Säule gebunden, über der ein Greis ist; mit der Inschrift: äixäinc. 856. Glas» aste. Cuvido hokend nebst einem Schmetterling an einen Baum befestigt. ' 857. Carueol. Psyche aus einem Altare sizend, die Hände auf den Sinken gebunden, vor einer Säule, aus der >) Iz. Vl. v. 44>. 2 Kl. 12 Abth. «I»e Statue ist.— Psyche in ihrer Verzweiflung, da sie von Cupido sich verlassen sah, und den vollen Zorn der Venus erfuhr, ries die Ceres und Juno um Hülse an; sie wurde aber nicht erhört. Nun lies; Venus die Psuche, um das Maß ihrer Qualen voll zu »lachen, durch Mercur aussuchen, vor sich bringen, und durch den Kummer und die Traurigkeit, 5iollicitu6<> et l'ristitia, mißhandeln. In dieser Lage ist Psyche hier vorgestellt; sie fleht das Mitleid der Nenus an, deren Statue aus der Säule ist. » 85S. Carneol, Prüfung der Psyche. Venus, um die Geduld der Psyche zu »rufen, befahl ihr eines Tags eine» großen Haun» verschiedener unter einander gemengter korner aus einander zu lesen. Psyche fand die Arbeit unmöglich und ließ Ameifen kommen, die ihr halfen. Venus «der war mit der Art, wie Psyche dem Befehle nachgekommen, unzufrieden, und auferlegte ihr, ein Gesäß voll Wasser Vom See Koeytos zu bringen. Als Psyche auf dem Wege war, hörte sie einen Adler z» ihr reden, der ihr die Unmöglichkeit der Unternehmung vorstellte, selbst das Gefäß nahm, davon floh, u»d es ihr voll Wasser aus dem KoeytoS brachte. Das ist die Vorstellung dieses Steins. Psyche sizt aus einem Felsen, von Kummer gebeugt, das Gefäß vor ihr auf dem Boden; hinter ihr sind zwei Ähren, um die Vollendung ihrer ersten Arbeit anzudeuten. Zur Seite ist eine Ameise, die ihr half, und in der Luft schwebt ein Adler, der ihr seinen Beistand anbietet. » S59. Carneol. Psyche mit einer leeren Vase in der Hand, um Wasser aus dem See Kocyros zu schövsen. S60. Antike Paste. Psyche, als schöpfe sie selbst Wasser aus dem Quelle Koeytos, der aus einem Felsen fließt. S6t- Antike P^ sie. Psyche, wie sie aus dem Koeytos schon das Wasser geschöpft hat, und bereit ist, die Vase von der Erde ausznhebeii. » 862. Sardonyr. Derselbe Gegenstand, wo Psyche noch eine» Dreizak hält. S6Z. Antike Paste. Pf» ch e an eine Säule gelehnt hebt das Gefäß auf, über welchem ein Schmetterling ist, den der Stei»fch»eider wahrscheinlich beigefügt bat, uni anzudeuten, daß es Pfyche sei; den hier, wie aus den fünf Vorhergehenden Steinen und auf einigen nachfolgenden, ist sie ohne Flügel. Geschnittene Steine. 86-i. Glasvaste. Psyche bringt das Gefäß voll Wasser der Venus dar, deren Statue auf einer Säule ist, S65. Sardonyx. Psyche bringt der Venus von gewissen Schafe» goldene Wolle, — Um die Neihe der von vergehenden Steine nicht zu unterbrechen, habe ich hier diese Arbeit der Ps» ch e angebracht, obwohl sie früher ist, Den Venns, die mit der bestandenen Prüfung in Ansehung der unter einander gemengten Körner nicht zusrieden war, besah! der Psyche, goldene Wolle zu bringen, was der Gegenstand dieses Steins ist. 866. Sardonyv. Psyche, aus ihrer Nükkunft aus der Unterwelt, bringt der Ve nu§ die Schminkbüchse der Prv, servina. Um nämlich die lezte Härte wider Psyche auszu, iiben, gab ihr Venus eine Büchse mit dem Befehle, sie zur Proservina zu tragen, und diefe zur Erhaltung ihrer Schön« heit um ein Theil von deren Schminke zu bitten, indem ste den lezten Rest verbraucht hätte, um Cuvidos Wunde» zu heilen. Psyche nahm den Weg gegen Tänarnm, wo nach der Fabel der Eingang zur Unterwelt war, Proservina gewährte ihr die Bitte: und so ist aus diesem Steine Ps»> ch e aus ihrer Nükkehr aus der Unterwelt vorgestellt, vor einem Altare stehend und mit äusserster Neugierde die Buchst betrachtend, welche die Schminke enthält. * 867. Bergkrystall. Psyche, die SKminkbüchst der Proservina erösnend. Psyche koiite der Versuchung, zu sehen, was in der Büchse enthalten sei, nicht widerstehen lind ofnete sie; da sie aber glaubte, darin die Schönheit selbst sichtbar -u finden, stieg im Gegentheile aus derselben ein höllischer Qualm aus, der über alle ihre Glieder eine Läh> inung verbreitete. In diesem Augenblik erscheint Cuvido, der seine Bande zerbrochen hat, er berührt die Psyche nur leicht mit seinem Pfeile und bringt sie wieder zu sich. DaS ist die Vorstellung auf diesem Steine. Psyche steht, hält die Büchse offen in der Hand; aber sie ist gelähmt und ihre Kniee sinken zusammen, Cuvido befindet sich Vor ihren Fn> sjen, und die Statue der Venus hinter ihr auf einer Säule, 868. Sardonvx. Cuvido stoßt mit seine» Füßen die der Psyche, welche sogleich ihr Bewußtsein erhält und Voll Verwirrung ist. Des Künstlers Gedanke scheint der näm> liche wie auf dem vorigen Steine, obwohl Hier Psyche di! 2Kl. !2Abth. 623 Büclise nickt Die Gravüre gekört unter die älteste», und die Flügel der Psyche sind eine Art Adlersflügel. »86V. Sardon»r, in einen antike» Ring von Gold gefaßt. Psyche, nachdem sie den Zorn der Venus ver- suhnt hatte, und an das Ziel ihrer Arbeiten gelangt war, befand sich endlich im Besize ihres Liebhaders. Sie halten sich fest umarmt. »»70. Gelber Jafvis. Derselbe Gegenstand. »71. Carueol. Cuvido und Psyche hüvfend. S72. Glasvaste. Cuvido und Psyche zufamme» in ihrem Brautbettc unter einem Baume; »eben ihnen ei» anderer Amor, mit einem Gefäße in der Hand, der sie bedient. 87Z. Carneol. Psyche stehend bindet Cupidoi Fuße, vielleicht um anzuzeigen, daß sie ihn vom Fluge entwöhnt und nun beständig gemacht habe. 874. Antike Paste Von zwei Farben. Cuvido bindet P syche an ei»e Säule. K75- Antike Paste. Derselbe Gegenstand. 876. Carneol. P sy ch e an ei» Siegesnial gebunden, dessen Stüze ein dopelter Priavus ist; gegenüber sieht man Cuvido init e»ivorgehobenen Händen. 877. ?lnrike Paste. Psyche stehend »nd die Hände au f den Niiken gebunden; vier um sie her fliegende A»ior scheine» ihr Posse» zu inachen. 878. Glasvaste. Cupido stehend sucht einen Schmetterling, der vor ihm flattert, zu fangen. 879. Carneol. C u v i d o nebe» einem Baume schlägt einen Schmetterling, der darauf ist, mit einer Gerte herunter. 880. Carneol. Cuvido läßt ciiien Hund auf einen Schmetterling los. 881. Agathonyr. C u vi d o stehend, Bogen und Pfeil in der Hand, und zu feinen Füßen ein Schmetterling. 8S2. Sardony»'. Cuvido stehend, z» fei»en Füßen ei» Schmetterling. 88Z. Grauer Jasvis. C u v i d o stehend, einen Spieß i» der Hand und zu seinen Füßen ein Schmetterling. S84. Agathonyr- Cuvido sizend hält einen Schmetterling an den Flügeln. »85. Antike Paste. Cuvido stehend, eine» Schmetterling j„ der Hand, vor ihm eine Säule, worauf eine Lampe steht. 424 Geschnittene Steine. 896. AnNke Paste. C»v i d o stehend vor einer Siiul«, auf der ei» Schmetterling ist; vor der Säule eine lodernd! Fakel auf die Erde gestrekl. 887. Antike Paste. Cuvido stehend an eineSäulr gelehnt, in der rechten Hand ein Schmetterling und m da Linken eine umgekehrte Fakel. » 888. Carneol. C u v i d o brent die in Gestalt ei> nes Schmetterlings vorgestellte Psyche. Dieses ist ein Symbol der Unsterblichkeit der Seele, die als wie das Feuir himlisch und unverweslich ist. * «8?. Carneol. Derselbe Gegenstand. 890. Antike Paste. Cuvido in Herme ngestalt brent mit seiner Fakel einen Schmetterling. »89i. Carneol. Cuvido stehend, den rechten Fuß aus einen Schild gesezt, vor ihm ein Helm und Svieß, auf dem ein Schmetterling ist, den er mit seiner Fakel breül. Hinter Cuvido ist ein Sieqesmal. »892. Carneol. Zwei Amor einander gegenüber, wovon der eine den Schmetterling brent, und der andere ci> nen Hund am Strike sührt. Am Rande ein Priavus. 89Z. A »tike Paste. Cuvido stehend hält mir dir Linken einen Schmetterling und in der Rechten ei» Messer; er ist in der Bewegung, als wolle er den Schmetterling ent- k zwei schneiden. 894. Carneol. Cuvido aus einen, Wagen von Mi I Schmetterlinge» gezogen. 895. Antike Paste. Cuvido aus einem Wagen I von zwei Schmetterlingen gezogen; er hält, anstatt der Geu fel aus dem vorigen Steine, eine lodernde Fakel; unter den ! Schmetterlingen ist ein Halbmond und ein Stern. 896. Carneol. Cuvid o aus einem Wagen von Mi Psychen gezogen. » 897. Carneol. C u v! d o aus einem Wagen von Mi Schmetterlingen gezogen, in einer Lausbahn, deren Ziel oder j »icts man steht. 898. Dunkler Carneol. Cuvido auf einem Wagen Von zwei Schmetterlingen gezogen, unten eine Ähre. 899. Carneol. Eine Heuschreke auf ein^ni Wagen von zwei Schmetterlingen gezogen. 900. Glas paste. Psyche auf einem Kahn von Mi 2 Kl. 12 Al'th. Delphinen gezogen, die sie mit der einen Hand lenkt, und niit icr andern hält sie das Steuerruder. S0I. Amethvst, Ein Schmetterling. ?lI2. Sard vnvx. Ein Schmetterling aus einer Älire. WZ. Carneol. Ein Schmetterling in Mitte eines KranzeS. Sl>4. Hvacinth. Ein Schmetterling aus einem Kranze. ?05. Carneol. Ein Schnietterling neben einem Füllhorn. Sl>6. Carneol. Eine brennende Fakel und ein Bogen krcnzweis; unter der Fakel ein Schmetterling. »907. Granat. Ein Schmetterling aus einer Blume, gleich jener Blume, die man aus Münzen von Nhodus sieht, j) Wen man sie sür eine Rose nimt, wie die meisten Gelehrten thun, 2) so kau u»S dieses die Idee von einer schone» Person geben, die ihren Lebenslaus im Frühling ihrer Jahre geendigt hat Die Rose mit ihrer ganzen Schönheit war das Symbol deS Todes und eines kurzen Lebens; und da§ ist die Ursache, warum man Rosen auf die Grabmale streute;?) und auf Grabinschristen sieht man, daß die Eltern sich selbst w'vstichtcten, diesen lezten Dienst zu ersüllen. Man bemerkt auch Rosen auf einem alten Grabmale. 4) Wäre eS die Granatblüt h e, bei den Alten genant, die ihnen auch zum Färben des Purvurs diente, 5) so könte man niuthmaßen, daß hier die Seele, die im Blute ihre» vorzüglichsten Siz nach der Lehre einiger Alten hatte, vorgestellt sei. » ?08. Schwarzer Jasvis. Eine Hand, die einen Caduceus, eine Keule und einen Schmetterling trägt, mit der Jnschrist: ^c>. >) Ooltü, t^rsec, tak, ZZ. 2) Legcr. tlies krall»lel>. t> >. x. 4>o. Z) plutarcl» I. Z. 12. /V i,i Lonk. ÄIus. I^trnsc. t. Z. p. 116. /,) ^icaisL ex^licstiori 6'un sncien Alonum. zi. 23. 5) Lpsaliem. 1« zirsest. num. t. 1. x. Z2>. 18 * Dreizehnte Abtheilung. Marö. »so?. Sa rdo »>>»'. Kopf des bärtigen Mars. Die» j scr Kopf ist in dem harten St»l des grauesten Altertums gebildet, obwohl die Gravüre ausnehmend fein ist. Indem ich ihm den Namen Mars beilege, stiize ich mich auf den al> ten Katalog unferer Samlung und auf die Ähnlichkeit mit den fünf folgenden Köpfen. Ich muß aber gestehen, daß unfere übrigen Steine und die in andern Äabineten, wo die Figur dieses Gottes nicht zweifelhaft ist, ihn beständig jung vorstellen, gleich wie dessen schöne Statue in der Villa Lu> ^ dovifi zu Rom ist, l) die gerade aussteht, wie ste uns Lucian beschreibt. 2) Ausser dem findet man anch auf einer Münze j von SiMkus Z) den Kopf des Mars, welchem der unfrige ! vollkomme» gleichet; was hinreichen kan, um den Plaz zu rechtfertigen, den man ihm hier gibt. Ich bemerke noch, daß ich in der Folge nicht mit aller Strenge die Benennung ! des Mars auf den übrigen geschnittene» Steinen vertheidigen ^ ka», ittdem es bei de» Gränzen, die wir uns gestekt haben, ! Nicht thunlich ist, alles bis zur völlige» Genüge zu bestimmen. Sll>. Schwarzer Jaspis. Derselbe Gegenstand. Sll — StZ. Antike Paste. — — Sl4. — — Kopf des M ar,s mit krausem Bart; der Helm ist von jenem auf den vorhergehenden Sreinen verfchiede». SlZ. Antike Paste. Kopf des bärtigen Mars; ani Helme desselben sieht man Widderhörner, wie an den Köpfe» 1) HIallei Ltstue ant. tav. 66. 2) O!al. ileor. >5. Z) Leßor. tlies. Lranäeb. t. 1, x. Zgl. 2 Kl. 13 Abth. 427 des Jupiter Hammon. Plutarch erwähnt, daß der Helni des Königs Pyrrhus mit ähnlichen Hörnern geziert war. i) St 6. Antike Paste. Derselbe Gegenstand. St7. Glasvaste. Kopf des bärtigen Mars, vorwärts und mit dem Schilde. Er gleicht mehrern Köpfen, die in unserer zahlreichen Samlung von Schwefeln den Namen Mars führen, u»d auch dem Kopfe auf einem Carnevl im Kabinet des Königs von Frankreich. 2) SIS. Sardvnvr. Brustbild des Mars ohne Bart. SlS. Antike Paste. Derselbe Gegenstand. 520. Glas paste. Kopf eines Kriegers mit einem Helme, dessen Theile den Naken, den größten Theil des Hal. fts und des untern Gesichts bedeken können. Was aber auf dieser Paste besonders merkwürdig ist, das ist die Müze, wel> che unter dem Helme bis an die Angeubraune» reicht. Eine ähnliche Miize nimt man »och deutlicher auf eiuem Steine wahr, der sich im Kabinet Farnese zu Neapel befand. Diese Müzc» unter dem Helme waren schon zu Homers Feite» üblich, den er gibt eine solche dem Ul»sseS, Z) 521. Glasvaste. Kopf eines Kriegers, dessen Helm, wie der vorige, obwohl von einer andern Form, rükwärts den Hals bedekt; dieser Helm scheint aus Leder gsmacht und ganz mir Nägeln beschlagen, so wie Agamemnvns Helm Ein Band bedekt die Stirn, und ein anderes hängt über den Kopf herunter von einem der Schläfe bis zum andern. * S22. Carneol. Fragment Mars jugendlich,nakt, vorwärts, in der rechten Hand den Schild, in der linken dc>r Svicß. Diefe Gravüre ist aus der Zeit des schönen Styls der Kunst. S2Z. Antike Paste. Mars stehend, nakt, in der rechten Hand die Lanze, in der linken das Schwert. S2i. Sardonyr. Mars stehend und nakt, den Helm auf dem Kopfe, einen andern Helm in der rechten Hand, die Lanze in der linken und den Schild zu seinen Füßen. 1) In p^rrlio. Z4. Plutarch sagt hier nur, daß der Helm des P»rrhus mit einer Krone geziert war-1 2) Azriette pierr. Aravees t. 2, x. 2. u. 7. Z) Ik. ü. X. ?. 2öZ. 4) Ik, XI. v. 41. 42s Geschnittene Steine. S25> Glaspaste. Ein Krieger, oder wen man tvill ein Gladiator, stehend ohne Helm und ohne andere Waffe als das Parazonium, das er mit beide» Händen hält. Daraus die Buchstaben : ... die man für den Name» des Steinschneiders gehalten hat. t) * 926. Rother Jaspis. Eine Figur ähnlich der vo- rigen, zu ihren Fnßen Helm und Schild, mit den Buchstaben: Xäl . . . An dem Parazonium ist das Gehäng, im Griechi, schen woran man vor Alters das Schwert über die Schultern trug. Es ist zu bemerken, daß die Forin dcj Schwerts bei den alten Hetruriern so wie bei den Römern sich gegen die Svize hin erweiterte, was man auf vielen M> drüken in unserm Kabinete steht. *927. Smaragdvrasma. M a r s stehend und nait, den Spieß allein auf der Schulter tragend. » 92S. Carneol. Mars Gradiv » s vorwärts, de» Spieß in der rechten Hand, das Schwert in der linken. 929. Agathon »r Derselbe Gegenstand, wo er den Spieß in der rechten Hand hält und in der linken einen runden Schild. 9Zg> Carneol. Ein Krieger, den Helm aus dem Kopse, in der Rechten das entblößte Schwert, den Schild in der Linke». 9ZI. A g a t h o n » r. Ein Krieger stehend, in der Rechten seinen Spieß, den Schild in der Linken. 9^2. Carneol. Ein Krieger, den Helm aus dem Kopfe, einen andern Helm in der rechten Hand, vor ihm der Schild, und die Lanze auf der Erde liegend. 9ZZ. Agathonyr. Ein Krieger stehend und nakt, auf dem linken Arme den Schild und den Svieß haltend, in der andern Hand den Helm, und den Panzer zu seinen Fußen. 9Z4- Antike Paste. Ein Soldat stehend neben einem Altare; in der linken Hand den Svieß, vor ihm ein Baum, an den Helm und Schild gelehnt sind. 2) »9Z5 Agathonvv. Ein Krieger stehend und nakt, neben ihm etwas, das eine Pprainidalsorm hat; er gleiche dem, welchen man aus Steinen sieht, die unter dem Namen eines 1) 8toscl> grsvees xl, 2l< 2) Man sehe z Kl. 255 Num. 2 Kl. 13 Abth. Gladiator Bustuarius gehen,t) wo die Figur ei» Knie auf dem Boden hat, und sich mit dem Schilde gegen einen Streich von oben dekt, Herr Gravelle hat unsern Stein bekant gemacht und die Pyramidalfigur für eine Begräbniß- faule ausgegeben. Z) Der Krieger hält in der eine» Hand den Spieß, in der andern den Schild, sein Helm liegt aus dem Boden, und er sieht aus einen Altar, der die Form einer Säule und loderndes Feuer hat. SZ6. Rother Jaspis. Ein Krieger stehend, den Siliild zu seinen Füßen; mit der rechten Hand hält er ein Stnk seines Mantels und in der linken ei» Gesäß mit Feuer. * ?Z7. Agathonyr. Ein Krieger stehend, in der rechte» Hand die Lanze, zu seinen Füßen der Panzer. SZS. Carneol. Ei» Krieger stehend, den Helm aus dem Kopse, auf dem linken Arm einen runden Schild, und aus die Lanze geleimt; zu seinen Füßen noch ein runder Schild und darüber ein Helm. SZS. Carneol. Ein Krieger stehend und nakt, auf seiner ausgestrekten rechten Hand trägt er den Helm, in der linken seinen Spieß; aus dem Boden ist einerseits der Panzer, anderseits der Helm. 940. Sardo » yr. Ein bcwasnetcr Krieger, den Spieß in der Ha»d, und den Schild aus den. Arme. Die Gravüre scheint herrurisch. S-tl. Ein Ring ganz aus S a r d o n y r- Ein Krie- Sir mit Schild und Schwert bewasnet. S42. Carneol. Ein Krieger stehend und bewasnet; er hat einen spizen Bart, wie die sechs ersten Köpfe dieser Abtheilung. Zur Seite ist ein Adler, der einen Hasen in den Klauen hält. Vielleicht ist dieses das Symbol einer Heldenthat, wie ungefähr das Bild, das man im Homer findet, Z) Man steht das nämliche Symbol auf Marmorn und andern Steinen, -j) S4Z. Glas paste, hetrurische Gravüre. Ein Krieger l? ^zoslini Aemine pari. i. tav. >70. Aus. k'Iorcnt. t. 2. ta1>. 7Z. n. 5. 2) ?. 2. xl. g<>. 3) Ix. I>. XVII. V .S74. ?. VI. v. Zog. 4) llorlsei v!. psrt. 2. n. Lo et 210. LauiÄ ßemms. u. 1Z2. Geschnittene Steine. bewasnct, stehend, seinen ovalen Schild am linken Arm, die Lanze in der reckten Hand, und das Schwert an der rechm, Seite, worüber man die folgenden Steine zu Rathe ziehen muß. Die, welche die hetrurischen Altertümer erklärt haben, sage» nicht, daß der Gebrauch, das Schwert an der rechtm Seite zu tragen, diesem Volke eigentümlich gewesen sei. ?4 wasnct, vor ihm eine Schlange, und das Schwert gleicksalls an dir rechten Seite. Ich bemerke hier diese Besonderheit, weil sie aus vielen geschnittenen Steinen, wo Krieger dargestellt sind, vorkömt, Ich habe irgendwo, aber ich weiß nicht mehr i» welchem Werke, das dritte Buch der Geschichte des Fla vius Josephus citirt gesunden, wo dieser Autor bemerkt, daß die römischen Ritter bei der Belagerung Jerusalems da? Schwert an der reckten Seite trugen; allein da ick die Stelle weder in dem dritten Bücke nock in der ganzen Erzählung, welcke die Belagerung betrisr, gesunden habe, so will ich mich an diese Autorität nickt halten. Man kaii darüber den Ka> spar Bartoli»t> und F abretr i 2) nachsehen. Gewiß ist es, daß die alten Gallier das Schwert so trugen. Z) S-iS. Carneol. Ein Krieger stehend, nakt, mit einem runden Schild bewasnct, mit Spieß und Schwert. S46. Sardon yr. Ein Krieger stehend, mit einem runden Sckild, mit Schwert und zwei Lanzen bewasnct. 947- Carneol. Ein Krieger ans einem Palmzweig stehend; aus seiner ausgestrekten Rechten den Helm, in d» Linken Schild und Spieß. i? I. Z i> c. 22. x. i5c>>. 2) Hs Ooluinna 1>sjsn. c. 2. z>. 28. Z) I. 6. p. 6ZZ. Zlrül,. I. 4. Z. Z.Z In Betres des Schwertes, das die römischen Soldatm zur rechten Seite trugen, kau ick nunmehr, gestüzt ans eine Stelle des Johannes Antiockenus, die Sal> IN a si u s anführt s in Lp-irtian. >35—>36 ), mit Zuverläßigkeit sagen, daß die P r ä t 0 ri a ner dai Sckwcrt stets zur rechten Seite trugen, um stck auf dic> se Art wie durck ihre Kleidung von den übrigen S°b daten zu unterscheiden. (Lsssub. in Lxsrtian. x. >>6) W i n ck e l ni a n. 2 Kl. 1Z Abth. ?/»S. Carneol. Ein Krieger mit dem Spieße. » Sardon»»', als Käfer geformt, in antiker Soldeinfassung. Derselbe Gegenstand. 550. Sardon»r in Form eines Käsers/ hetrurische Gravüre. Ein Krieger, der sich mit dem Schilde bedekt. 551. Carneol in Form eines Käsers. Ein Krieger slzend, der sich mit dem Schilde bedekt. 952. Antike Paste. Ein Krieger mit allen Sinken wvasnet. 95Z. Carneol. Ei» Krieger, den Bogen schießend. 554. Antike Paste. Ei» Krieger, das rechte Knie am Boden, dekr sich mit einem lange» Schild »»d wehrt sich mit dein andern Arm, wo er eine Lanze hält- SZ5. Antike Paste. Derselbe Gegenstand. » SZ6. Schwarzer Jaspis. Ein partlmcher Krieger, in der linken Hand den Bogen. Die Gravüre ist in einem sehr schönen St»l. 957. Carneol. Ein Krieger sizend auf einem Felsen. 555. Antike Paste. Ei» barbarischer Krieger sizend, in der rechten Hand die Lanze. 95?. Glaspaste, von einen» Sardonm' im Kabinet dcS Ritters Vettori zu Rom gezogen, Fragment. Es enthält nur die beiden Füße bis znr Mitte der Schenkel, mit der Inschrift .... inroe. — — LNOILI. Herr Abate Bracei hat auf einem Kurse« seines Werks »der geschnittene Steine das Übrige der Figur ergänzen lassen, (ecc /sc-ie als wen die Paste ganz gewesen wäre, 2) Diese Füße geben uns indeß keine vortheilhaste Idee «on dem Steinschneider, dessen Name so prahlerisch aus dem Steine bemorkt ist, gegen die Sitte vortreflicher Künstler. Es ist nur ein Zeichen der Vorliebe für seine wenige Wissenschaft, wie solches der Fall zu Zeit der abnehmenden Kunst war, wo mittelmäßige Künstler ihre Namen auf Werke sez- ten, die i» Ansehung der Arbeit gar keine Achtung verdienen, als z. B. auf einem Grabmal eines Kriegers im Capitolio, wo man über der Figur liest: xi-ri-xtte »ris'rxx.'re ri-xxiiii'ne xnoiLi. Ein Fuß von einer Statue im Weinberg des Herrn Car- >) Oissert. et Aus. k'lorent, t. 2. tab. g?. a. >. 2) lMan sehe die Biographie S. xcill—xeiv.) 432 Geschnittene Steine. dinals Alexander Albani ist viel merkwürdiger. Viel, leicht ist es der Fnß eines Bakchus. Zu dessen Seite steht man eine schöne cannellirte Vase, worauf eine Draperie liegt, und auf der Basis steht der Name des Bildhauers: LNOIKI. 560. Glaspaste. Drei Krieger, Halbfiguren, vor. wärts, wovon der mittlere verwundet ist, und von den zwei andern getragen wird. Einer von diesen hält einen großen > Schild, worauf ein Greis erhoben gearbeitet ist, der eine Hin, din tödet. 561. Glaspaste. Drei Krieger sichren einen Ner, wundeten, der sich aus ihre Schultern stüzt; auf dem Schild deS einen ist ein Medusa köpf. S6Z. Antike Paste. Derselbe Gegenstand. ?6Z. Dunkler Carneol. Drei Krieger, die einen Stier zum Opser sichren. » S64. Carneol. Derselbe Gegenstand. !)65. Antike Paste. Drei Krieger, die einen Stier bei einem Altar opfern; einer von ihnen hat eine Schale in der rechten Hand, und den Schild am linken Arm. »S66. Carneol. Zwei nakte heroische Figuren, wo, von die eine ein Diadema trägt und die andere, mit dem Helm und Schild beivasuet, sich bükt und die Hand gegen ei, ne aus der Erde stehende Vase strekt; dieser Figur gegenüber ist eine andere ebenfalls bewafnet. Aus einem ähnliche» ge, schnittenen Steine, der stch in dem Kabinet zu Florenz be^n, det, glaubt Gori wegen der Säule, die daraufist, den Achilles Vorgestellt zu sehen, wie er die Asche des Patroklus in eine Urne samle. j) Aber verschiedene Abdrüke desselben Gegenstandes und mit der nämlichen Säule, die in unserer großen Samlung von Abdrüken vorkommen, zeigen klar, daß es Krieger sind, welche das Loos aus einer Urne ziehen, w,ii man zur Zeit des trojanischen Kriegs aus einem Helme zog. Auf einem Abdruk, der von einer antiken Paste gemacht ist, find zwei Krieger neben einer Urne, wo ein Jungling den Arm hineinstekt, um darin zu rühren, oder etwas heraus;», ziehen. Auf einem andern Abdruk steht man zwei Krieger, deren jeder die Hand in die Urne stekt. Gewöhnlich bedien, >) HIu5. I'IvreNl. t. 2. tsk. 2g. n. 2—z. 2 Kl. 13 Al'lh. n «an stch der Arne, um das Loos daraus zu ziehe«. <) Dcr enge Hals unserer Nase, welcher scheinbar zur Ziehung des xooses nicht geeignet ist, begünstigt meine Erklärung »ach der Beschreibung/ welche Ar Heu ans davon macht, indem er die enge Mundung den« Aster vergleicht: o,'e «kic-ut 2) Zur Erklärung dieser Numer kau ein Fragmciit des ser- >>ilischen GesczcS dicne». Z) Mau sieht daselbst, daß die Vase dieser aus uuserm Steine älinlich sein muß, und das, man mit entblößtem Arme das Lovs herauszog, weil der Hals eng lv>ir. Wollten Einige dieser Erklärung widersprechen, so ka» man eine andere Muthmaßung ausstellen. Die Thraeicr hatten den Brauch, einen Stein in eine» Tovs 4^1 oder, wie Andere sagen, S) in einen Köcher zu werfen, und dcr Stein war weiß, weil der Tag glüklich vorübcrgeganaen, schwarz aber, Iren er unglüklich gewesen. Nach dem Tode dcr Personen zählte man die Steine, und »ach dcr Anzahl wcisser odcr schwarzer Steine wurde das Leben des Abgeschiedenen für glnklich oder uuglüklich gehalten. Der berühmte Poet Sanna- zaro hatte diesen Gegenstand in sein Waren gewählt. 6> Unter vielcu s-hwarzc» Steine» in einer Urne, die man von Glas gemacht voraussezt, war »ur ein weisscr, mit dein Beese darunter: S67- Antike Paste. Mars bewasnet, in der Stel« lung, als wolle er aus einem von zwei Pferden gezogene» 1) V Z2l>. et Zclinl. ncl 1i. l. Ine- roie. p!lrt. I. I. 2. c. 5^. j). 656. ^^I^rclll luscri^t. c. 9. x. 663. 2) I>. in. sc. ig. n. 71. Die Stelle findet sich bei Athe- nä»s nicht so. Man sehe übrigens die Abbildung des Steins und eine andere Erklärung W i ncke l 1» a» s darüber in den Denkmalen Num. 4) p>!a. I. 6. c. 40. seot. 41. ü) cenl. 6. adaA. 1 ?. 6) vit. tll Lailiis^. ^1. 40 — 41. Winckelma». s. 19 i Geschnittene Steine. Wagen kämrfen, wie man ihn auf mehrern Münzen steht; I? »»reu ist ein Widder und Scorvion. Honier und Ho,'iod nennen des Mars Pferde Deimos und Phobos. ^ ?68. Carneol. Ein Krieger auf den «nieen, der seinem Pferd aus einem äorbe zu fressen gilt. " ?6S. Carneol. Ein bewafneter Krieger, der sein Pferd waidet ?70. Noth er Jafvis, in cinen antiken Ring ge> saßt. Ein Krieger trankt fein Pferd in einem Bache; er ist bis im die Kniee im Wasser, und stüzt sich auf eine kleine Furke, welche denjenigen ähnlich ist, die man an ein Jagd, Vferd auf einer Begräbuißurne in der Galerie des Palaßes Barberini befestigt steht. 2) ?7l. Antike Paste. Ein Man mit einer NÜize! 5r hebt mit Gewalt einem Pferde den rechten ??uß auf, >M> rcnd ein bewafneter Krieger, der vor dem Pferde kniet, das, selbe über dem Hnfe zu verbinden scheint. Es wäre ohne Zweifel gewagt, hier zu sagen, daß die'er Soldat dem Pferde Eifen anschlage. Ich will nicht wiederholen, das« die Maul, tlüere der Allen beschlagen waren, und ich weiß wohl, daß man aus keinem alte» Denkmale beschlagne Pferde findet: aber ich behaupte weiter, daß der beschlagene Hus eines PferdS auf einem Marmor im Palaste Mattei, der eine Jagd KancrS Galienus vorstellt, ivv Iabretti die älteste Spur 5eS PferdbeschläaS finden will, Z> ein neuer Zufaz ist. Im dessen gestehe ich, daß einigen Nachrichten zusolge die Alten und namentlich die Volker Asiens ihre Pserd« mit Hufeisen be>'chlugen, wie man dieses in Avvians Geschichte des nu> thridatischen Krieges sieht. Scaiiger, der sich aus das Wer! Hufeisen d er M a u l t!, i e r e, das im C a t n l lus «oo könn, und a»s das Wort Hufeisen der Pferde welches im Av vian steht, bezieht, ist der Meinung,daß man sie befchlagen habe. S72. Antike Paste. Ein Krieger neben feincmPfw dc in der Bewegung, von der rechten Seite auf dasselbe zu steigen. In der großen Sastilung unferer Abdrüke sind »ieb> rcre, die einen Reiter in der nämlichen Bewegung, wie er von dieser Seite zu Pferd steigen will, vorstellen. Eine aw 1) Valllünt. iium. fiim. l iiix s'a^ir. 2. 2) k.^rt«)li atlniir. B Oll Lolumn» ?raj. c. 7. x. 2z5. 2 Kl. 13 Abth. 'dm Besonderheit dieser Paste besteht darin, daß unser Pserd die Füße auf derselben Seite vorwärts bewert, wie die Pferde des Kasior und Pollur aus dein Cavitolio; die Vier antiken Pserde aus Erzr über dem Portal der St. Marcus- kk'che zu Venedig/ uud das Pserd der Reiterstatue das No- nius Balbus zu Porti«. Wir sehen die nämliche Bewegung an Pserde» aus einigen Werken < die bei Wiederausle- l>mig der Künste sind gemacht worden, z. B. an den zwei gemalten Reiterfiguren der zwei Kavitäne der Nevublik Florenz , die in der Domkirche dieser Stadt sind. Dieses ist übrigen? nicht die bestandige Manier/ wie die Pserde in ihrem Gange bei den Alten vorgestellt wurden. Das Pserd des Marcus Aurelius von Erzt, das Pserd dessel« bc» Kaisers aus einem Marmor und die Pferde seines Wagens aus dem Cavirolio, die erhobene» Pferde desTitus an dem Bogen desselben gehen mit einem vorder» und einem l,intern Znße der cntgcgcngefezten Seite, wie wir wisse», daß die Natur uud die Geseze der Mechanik es fordern, »nd auf welche Art alle vicv,ußige» Thiere allein mit Festigkeit und sicher gehe» können. » S7Z. Grauer Jas»is Ein Krieger, der zu Pserde steigt, sezt den rechten F»ß auf eineKramve, die in ei»er gewissen Höhe untcn am Schaft seines Svießes befestigt ist. Man weiß, daß die Alten den Gebrauch der Steigbügel nickt kanten; aber noch niemand hat bemerkt, das, sie irgend einen Ersaz sür diese Beguemlichkcit hatten. Dieser Stein ertheilet zugleich einer Stelle des Xenophon Licht, welcher diese Art, aus das Pserd zu steigen, «wähnt, aber auf eine Weife, daß er bisher von »iemalid verstanden worden. In feinem Vuche über die Kunst der Reiterei, wo er lehrt, wie man zu Pferd steigen foll, sagt er: „ daß der Reiter zuerst mit der >, linken Hand den rintcrn Theil des Gebisses" Iwohl eher die Trense, Halfter,) im Französischen Stange, wo sich die Zügel anschließen, die unterhalb dnrch eine Kette befestigt sind, was im Griechiflien durch ausgedrillt wird,) „ ergreifen wll; aber daß er darauf zu achten »habe, sie nicht zu hart anzufasscn; und wen er die Mahne „ nahe bei den Obren ergreife, um auf das Pserd zu hüvsen, „ oder sich vom Svieße aus daraus schwinge, so müße er das v Pserd nicht verrüken. " t) i) Oe rc ecjueslri c. 7. Z. 1, >6 Gcschlnttcnc Steine. Vom Spieße auf das Pferd springe», heiüt in, Grieckischen ; man Ittus) aber diese Redensart nicht mir den Worten ^0^1/ »nd ier trug; so wie eine Bewegung auf der linken Seite anzeigte, weil man hier den Schild trug, l) ?7/,. Antike Paste, den Agathon»r nachahmend. Derselbe Gegenstand. In unferer Samluna der Abdrüke ßn< -det sich ein Krieger in der nämlichen Stellung, mit den Buch- staben Z ^ !17Z> Antike Paste. Fragment. Ein Reiter zu Pferd, die rechte Hand auf den Schenkel gestüzr, und in derselbe» den Sviesj gegen die Zügel des Pferds gesenkt. Die lange» -über die Schultern wallenden Haare scheinen uns einen griechischen Reiter anzuzeigen; den die Arhenienser, welche bei der Reiterei dienten, ließen ihr Haar wachsen, 2) und die Spartaner Z) trugen es gleichfalls lang, wie überhaupt alle Lace- vämonier. -t ) Tenophon in seinem Buche von der Reiterei, der vorzüglich die Athenienser berüksielitigt, gibt die Vorschrift, diiß der Reiter auf dem Zuge, wie der auf unserer Paste ist, seinen Sviest zwischen den Ohren des Pferds i» Ruhe halten foll. Wen man voraussezen dürste, daß diese Art, den Spieß zu hatten, allgemein bei den Atheniensern angenommen mid beobachtet worden, so köiite unser Reiter nickt Von diesem Volke fein. Wir haben an diesem Reiter ferner noch zu bemerke», daß er eine Arr Stiefeln hat, die ihm bis an die Waden reichen, wie man sie unter andern am Trajan zu Pferde aus zwei Basreliefs am Bogen Constantins walirnimt Z) S76. Glaspaste. Ein Reiter von rükwärts zu sehen, -L) IDie Abbildung und weitere Erklärung dieses StcinS in den Denkmalen Rum. 202.1 2) ^riüwpli. ZVuIi. v. 14. üc^uit. v. 677. 3) plutsrcl,. in ^I.zl»anl!r. keisli. Ucroilvt. I. 82.1 <^unt, Larues. ^ll Ll!- ri^>. linceli. v. ^55 vj) ^riztot. riiet. I. 1 g Z. 3.^ 5) Lartol. acliriir. tsb. 25—26. 2 Kl. i3Abrl)., ^l37 zwei Spieße quer über sein Pferd tragende Lenophon will, das! der Reiter mit zwei Svießen bewafnet sei, damit ilmi noch einer übrig bleibe, wen er den andern gegen den Feind geworfen hätte. Die, welche in, trojanischen Kriege zu Fuß kämvsten, trugen gleichfalls bis aus die Hecrsfiihrer zwei Spieße, l) 977- Sardon»r. Ein Reiter, aus dem Kreuz des Pferdes umgekebvt, sprengt in vollem Galov, mit einem großen ovalen Schild am Arme und mit einen« Spieße, davon. 97S. Antike Paste. Derselbe Eegeustaud; »ur ist der Schild rund, und der Reiter liegt vielmehr aus dem Vor, dertbcil des Pferds. »97?. Carneol. Fragment. Ein Reiter uakt z» Pferd gaiopirt aus einem großen gepflasterten Wege. Dieser gepflasterte Weg ist eine Militärstraßc der alten Remcr. Um sich davon einen Begris zu mache», so können diejenigen, die nienial in Italien waren, die Zeichnung anschcn, welche Fabrett! von den alten Mauern der Stadt Albano mittheilt; 2) er hätte aber auch können die Straßen bei Fondi, Ue Nia Appia, Flaminia und Ämilia, die alle auf die nämliche Art gepflastert stnd, ansühren. Wir haben also aus ui>- strni Steine keinen griechischen Helden, sondern-einen Krieger w Italien vor uns. Da aber die römischen Soldaten nieinal mit zu Pferde saßen, so glaube ich hier einen gallischen Reiter ju finden; den man weiß ans dem Polubius,,?) daß diese nakt zu Pferde kämpsten, und überdies war die Via Appia, die man im Jahre Roms q-t2 anlegte, 4) schon vorhanden, ehe Rom von den Galliern einaenommcn worden. 980. Antike Paste. Zwei Krieger zu Fuß, ihre Pferde führend. 951. Carneol, in Form eines Käfers. Zwei Krieger, die sich schlage». 952. Antike Paste. Ein Reiter mit dem Spieße bewafnet kämvft mit einem Krieger zu Fuß, der sich mit feinem Schilde bedekt; unter dem Pferd ist ein todter oder verwundeter Soldat hingestrekt. >) Ix. XI. v. Z) I.. Z. p. 4) I-iv. I. g, c. 2g> Geschnittene Steine. 9S^i. Antike Paste wie die vorige. Diese dopelie Paste kaii darrhun, wie sehr die Alten Gegenstände Von ge, schnittenen Sreinen durch die Kunst, Pasten darnach zu machen, vervielfältigten. 984- Anrike Paste. Beiläufig derselbe Gegenstand Der weiter ist mit dem Schwert und einem runden Schild be> wasnet 9S5- Antike Paste von drei Farben. Beiläufig derselbe Gegenstand. 956, Karneol, Zwei tbessalische oder maeedonischi Neiter; ich nenne sie so, wegen ihrem Helme, x-iu?-«, II der von <.'eder wir nnd ilinen zualeich als Mine diente, z> wie inaii nc an, Münzen des Königs Philippus von Macedonien ficht. <) 9!,7. Carneol Ein Soldat auf den Knieen midvw w.mdet; seine Hand von einem Pseile durchbohrt; das Schwert hängt ilmi gegenüber. '98». Carneol. Fragment, sehr alte Gravüre. Ei» verwundeter Soldat. Der äusserste Schmer; ist an ihm ausge, Irulr: scin Bauch scheint eingezogen, wie wen man tiefe Senh zer ausstont. "989. Carneol. Ein Krieger auf den Knieen, ver> wunder, mit der rechten Hand a-is einen Stein gestüzt; am linken Arm einen großen Schild, worauf ein erhobenes Medusa h a u p t. " 990. Carneol. Ein Krieger auf den Knieen, stcr> tend, in der rechten Hand den Sviefi, den Kopf gegen seine» Schild gesenkt, der mit einer Figur des Mars geziert ist; das Schwert in der Hand. 99l, A n t'ke Pa ste von drei Farben- Ein Krieger aus den Knieen, sterbend. » 992. Ckirneol. Ein alter Krieger aus den Knieen, sterbend, das Schwert in der Hand, den Schild am linken Arm, und aus einen andern Schild gelehnt. 99^!. Antike Paste. Ein sterbender Krieger in der Stellung, als salle er mit dem lezten Athemzuge dahin. »994. Carneol. Zwei Krieger mir rundcn Schilde» 1) ?>>IIux, I. >0. sect. >6Z. 2) Kulilas v. xsl,?-/),. 2 Kl, 13 Abrh. bewafnet; ste vertheidigen stch; der eine ist auf den Knieen, das Achwert in der H>»id und ,'cheint verwundet; der andere siebend, vertheidigt ihn von> Rüke» in der Stettung, als weit ,r mit dem Schild einen Schlag abhalte» und i'eincni Feind einen ver.'ezen wolle. SS5, Carneoi. Ein Krieger in bittender Stellung, mit cinem Knie auf der, Erde und feine» Helm zum Zeiche» der Niederlage darbietend. S?ü. Antike Paste. Ein Gefangener, die Hände auf den Rüke» gebunden/ stzt mit den Füßen über einander auf einem ovalen Schilde. »?7. Carneoi. Ein bewafneter Soldat fesselt einen Mkten, knieenden Gefangenen,, die Hände auf den Nüke» gebunden, an eine Säule. SS8. Sardonyr. Ei» Kriegsgefangener a» ein Sie- geZmal von Waffen gebunden, 9?S- Sardvnvx. Ein SiegeSmal von Waffen, samt einem Spirke. ivlio. Carneol. Ein Siegesmal von Waffe» samt Cpiek und Schwert kreuzwels. Illvl. Antike Paste. Siegesmal von Waffen. ^ iUUZ. Agathon«x, — — — unten einerseits ein ovaler Schild und anderseits ein Helm. » 100,?. Sardo n»v- Siegesmal von Waffen zwischen !»>ci Greisen. <004. ?lntike Paste, den Sardon»r nachahmend. SiegeSmal von, Waffen reicher zufammengesezt, zwischen zwei Hähne». t005. Antike Pasten Ein Krieger mit allen Stüken bcwasnet errichtet ein Siegesmal, ' l00i>. Sardonov von drei Farben. Zwei Soldaten befestige» einen große» Schild an ein Siegesmal, das aus der ganien Rüstung eines Soldaten vom Kops bis zu den Füßen iusamniengesezt ist. Carneol, Zwei Krieger, der eine flzend, in der Hand ein Siegesmal von Waffen; der andere ein Psevd am Zügel führend. " lvl>8. Sardonyr von zwei Farben. Ein Hahn, der ein Siegesmal von Waffen trägt, und dessen Schwanz in ein Füllhorn endigt. loos. Carneol. Zwei Hähne einander gegenüber, je? der eine Waffeurroxhee haltend. Geschnittene Steine. »1010. Carneol. M a r s Gra d i v us, ohne Helm auf dein Kopf-', einen Spieß in der Rechten und eine Waficnnv. xhee auf der linken Sckulter. ES ist zu bemerken, daß Marz sowohl aus diesen, Steine, als aus den drei sollenden und aus vielen Abdrüken unserer Saiiilung immer eine Art niesender Sekerpe um den Leib hat; vielleicht, um auzuzei.m,, daß ihm troz seiner Vlöße diese Binde statt der Rüstung diene; den das Wort gürten, will bei Homer s« viel sagen, als mit allen Massen sich rüsten; es ist si»ion»m mit ) b e w a fn e n: der T h e i l für daZ Ganze genonnne». Obgleich der Dichter, wo er Agamem- non deni Oiotte Mars vergleicht, unter Arv», Gürtel,!-!? gaize Rüstuua versteht: so ist doch der einzige Gürtel ans »lu-'er» Steinen, buchstäblich genommen, nichts als ein kräs, ge>' Ausdruk seiner Idee, und zugleich ein sehr bczeichneni-rt Phantastebild. Ich weist wohl, daß auch das Schwert, geHang bedeutet? obgleich Gürtel feine gewöhnlichere Be> zei hnung ist. 2) » INll. Carneol. Derselbe Gegenstand. Mars »dahat den Helm auf dem Kopfe, wie auf den folgenden Steinen. 1012. Magnerstein. Derfelbe Gegenstand» 10 lZ. Carneol. — — Zu den Füßen des Gottes ein Altar und darauf Feuer. 1014. Antike Paste. Ein Krieger stehend; auf dc« rechten Hand eine Victoria; zu den Füßen euier-eits eine Vase mir einem Palnrzweig darin/ anderseits ein Helm. Waffen. 1015. Sardon »r. Ein Helm.— Man hat hier diejenigen Helme vorangefezt, die keine Riemen zum binden haben; der Riemen, heißt bei Ho m er er ging unter dem Kiii weg und fchlang sich zurük um den Hals bis an den Naken. Z) Die alten Künstler aus der bessern Zeit hal-e» 1) Üuütatli, in Ik. /V, XI. 827. Oons. l>i>usan. I. g. '7-1 2) Ix. 5.. V. v. 615. X. X. v. 65. (5onf. Linkem. in lim. in Del. v. i63. x./,Z6. 3) iu Ix. I'. III. x. 426 < 2 Kl. 1Z Al'th. niemals einen Helden mit dem Helm, woran Blätter sind, um die Wangen zu schüzen, vorgestellt: indessen und diese Hel, me schon im troianischen Kriege üblich gewesen, und derjenige, weiche» Homer dem Hipporhous gibt, bedekte di«- Wangen: Und diele Blätter hießen 2) ein Ausdruk, der von den Lcrikographen, nicht bemerkt ist. Man kndel aus ei« »igen Münzen sowohl diese Blätter als auch Kovse mit sol> chen Helmen bedekt. ci) In der Villa ?!eg r 0 n i zu Rom ist, so viel ich weiß, die einzige Statue, wo man dergleichrn Blätter des Helms, die das Gesicht bedeken, wahrnimr. Es ist offenbar die Slarue eines Kriegers/ der sich ausgezeichnet hat, und sie ist restaurirt. *10l6. Sardonnr vo» besonderer Art, dessen Ober, fläche roth und dunkel »st, wie rother Jaspis, der Grund aber hell und durchsichtig. Ein Helm mit einem Pegasus und Windhund erhoben geziert. » 1lN7- Sardonnr. Ein Helm erhoben geziert mit tnm» Pegasus, einem Bok und Sphinr. "IlNS. Carneol. Ein Helm in Form eines Widder- kopss. lois. Dunkler Carneol. Derselbe Gegenstand. Antike Paste. — — liN!.. Carneol. Ein Helm in Form einer Maske. ll>22. Antike Paste. Ein Helm, der wie eine Mai- ke das ganze Gesicht bedekr, mit einem schlafenden Hunde in. erhobener Arbeit. * 102.1. Sardonnr. Ein Helm mit einer bärtigen Maske; darüber ein Svhinx, unten ein Halbmond. 1024. Granat. EinHelm in konischer Form, mit ei> mm Busch geziert und mit Wangenblättern; diese Arr zu- >) Ix. ?. XVII. V. 2g^. 2) Tustakli. in Otsvo-o-. Q. p. 1969. 3) Oi-oc. 22. n I. Zo. II. l. tab. 2. ii. Z — 4. tesoro Liitaa. t. 2. Geschnittene Steine. gespizter Helme hieß und so war der Heh» des Diomedes ll ll>2Z.. Carneol. Derielbe Gegenstand. 1NZ6- Antike Paste. — — 10^7— ?ti. Sa rdoii nr.— — —.i2.Carneol. — — 10.j^— ^j4. Antike Paste- Derselbe Gegenstand. Ili.iZ. Granat. Derielbe Gegenstand und vorn am Helme geht ein großes Horn hervor, ll>Z6. Carn eo l. Ein Helm ohne alle Verzierung. »lvi7. Carneol. Ein Helm vorn mit einem Srhikx und Pserd in erhobener Arbeit, » I01S. Carneol. Ein Helm, miv einem Kranze und Vli; gegiert; unten ein ovaler. Schild und umher die Buchst«, ben nrar. ^ lv^9, Carneol. Ein Helm dessen oberes Theil eh nen schlafende» Hund, das vordere den Kopf eines Wildschweins und das Hintere eine» Widders»»» bildet. » l 040. Carneol. Ein Helm aus uvei-Widderköpfea und einem Wolfskovfe zufanimenaefezt. * ll>4!. Carneol. EinHelin aus einem liegenden Wolf, einem Eberkovf und einem Widderkorf zusammengesezt; aber als Träger des Busches die Wölfin den Z!o mulus und Re> mus säugend/ und »mher dev Name: ?. xt-vri. 1042. Carneol. Ein Helm aus einem Widderkovs vnd Delphin gebildet, die zusammen einen Storch vorstellen. 'l0i3. Carneol. Ein Helm mit ein.r Maske; oben ein liegender Hund und darüber ein stehender Löwe; unter dem Helm ein ovaler Schild. Es ist im Allgemeinen zu bemerken , daß fast alle aus Figuren iusammcngefezten Helme sehr fchö» geschnitten sind. 1044. Antike Paste: Ein Helm in Form eines Pferds. llli?. — — Ein Helm, woran ein Pferd mit kalben, Leib, ei» langer Schild und ein Widderkopf befindlich sind. 1046. Schwarzer Jafpis. Ei» Schild u»d daraus zwei Halbmonde. lll-!7. Carneol. Ein Schild, worauf erhoben eine i) XI. v. 35Z. 2 Kl. 13 Abth. Victoria, die i» der rechten Hand einen Kranz, in der lin- einen Palnizweig hält; unten zwei Sterne. 10 i». Glasvaste. EinKürak, woovn derjeniae Theil, der die Lenden bedekte, ini Griechisclen ^ hieß. »Illi?- Sardonur Ein Knraß mit den Theilen, welcke die Hälfte des Arms bedeken- 1050. ?lntike Paste. Derselbe Gegenstand. 1051. Sardonyv. Ein Helni, ein Schild und Schwert mit dem Namen 1052. Carneol. Ein Sckild und darüber ein Helm» ferner ein Kurak, Srieß, Schwert und Beinschienen. » l 056. Carneol. Derselbe Gegenstand. 105i. — — — 1055. Antike Paste. Ein todtes Pferd, darüber ein Lckild, zur Seite ein Helm. 1056. A n tite P aste. Zivei todte Pferde, ein Schild und Helm. "1057. Sardonnr. Eine Eule über einem Widderkops, ein Feldzeichen lialtend. »1058. Agathouyr. Ein Kranich, die Tromoete, ///»uz genant, blasend. Der Kranich ist liier ei» Smnbol; den da der Scl'lund dieses Thiers gewunden und gleichsam schnckensorniia ist, so verursacht diese Bildung einen kreischen» i«n Ton, ähnlich dem Tromvctenschall. 105?. Carneol. Derselbe Gegestand. 1060. Agathon»»'. — — 1061. Earneol. Ein Hahn den lituus bwsend, die Wachsamkeit des Soldaten anzudeuten, 1062. Heliotrop. Das c«^oci»ni des Mittelal- ters. Z) Victoria. 1065. Antike Pa st e. Brustbild der Vietoria, das stets ebensowohl als ihre ganze Figur Flügel hat, ausgenommen auf einer Münze, Z) wo ihre Büste ohne Flügel ist, >) Lonk. lauster, not. in ^ristopli. 1'keümoplior. v. > >L. 2) Älurator. üutilj. Itul. meäi Mvi, l1i?sert. 2(). 469. 444 Geschnittene Steine. wie sie vor Alters zu Athen vorbestellt war. j) Ei» alt» Poet, A ri stovhon, fagt scherzweise, daß Amor von dm zwölf obern Göttern verurteilt worden, seine Flügel zu »m lieren , und daß man sie darauf der Victoria gegeben,?) Eine kleine Victoria aus Erzt i» de^ Galerie des h. Jg: natins zu Rom bar ihre Flügel auf den Rüken gebundm niit Bandern, die sich vorn auf der Brust kreuzen. Es ist auch zu bemerken, daß Bicroria stets einen Haarvuz h,it wie Dia» a, um ihre Juuasrain'chafr anzuzeigen, da niemand über sie etwas erringt So ist ste aus alle» griechischen und renn scheu Münzen. Auf Abdrüken unfercr Samlung bat die Mine der Bicroria Ähnlichkeit mit den Töchtern der Nh obe: wie ich glaube, aus dem n äm l i ch e »Grunde , d.h. um »hr ei» jungsräuliches Ansehen ,u gebe». 1064. Glasvaste, 5iovf der Victoria mit dem Diadema^ uud llmher die Jnschrifr: oeixvi. viocr. ' ia>-z. Agathonvv. Victoria, lausend in dr» rechten Hand de» Palmzweig, in der linken den Lorbeerkrauz, j06ü. Carneol. Derselbe Gegenstand. 1067. — — — mit dem Worte »1068. —> — — stehend und mit der Inschrift: 1065. S m aragdpr a fm a. Derselbe Gegenstand, aus einer Kugel stehend, um ihre Unbeständigkeit anzudeuten; da, bei die zwei Buchstaben: v 2 070. Carneol. Derselbe Gegenstand. * 1071. — Victoria stehend mit denfelbenSlb- zeichen, aus zwei in einander liegende Hände gestellt; zwi> fchen welchen eine Ähre hervorragt, umher das Wern * 1V7Z. Carneol. Victoria stehend auf eine« Kchiffchnabel, in einer Hand den Caducrus und Slivenkranz, in l>er andern den Palmzweig. Ihr gegenüber zwei Hände, die sich berühren. Auf einer antiken Vafe des Grave» Can> lus trägt eine Vie"toria ebenfalls den Caducsus, gleichsam »im den Friede» anzukündcu. Z) 1) k^uson. !. i. 27/1 I.Z. i5.^ 2) ^llien. I. iZ. ^c. 2. 11. 14.^ 3) I^ecuei! ti'siiüij. t. 2. ^1.25. 2 Kl. 13 ?ll'ch. 107?. S a r d o n » r. Victoria auf dem Steinbok, dem Zeichen deS Thierkreifes, stehend. <07ä. Sardonyr. Vi cto ri a stehend mirihren ge< Ivrhnlichen Abzeichen; zu ihren Fußen ein Füllhorn. » I07Z. Smaragd. Vieroria die IJmmolationZ «rrrickiten». Diese Figur ist eine der schönsten aus Steinen unseres KabinerS; man kaki ihr nur die Victoria auf den schönsten Münjen von Svrakus/ und eine andere in der nämlichen Bewegung auf vier vortreslichen Marmorn in der Villa des Herrn Cardinals A l e r a n d e r A l b a n i ver gleichen. l) Dir Gravüre dieses Smaragds ist Von der höchsten Feinheit und die Zeichnung von wunderbarer Schönheit. Die Draperie der Göttin ist mit Gratie angebracht, abivechfelnd und «ick an Falten / ohne jedoch das Nakte zu Verdeken; kurz ste ist in dem Geschmak der Hören in der Villa Boraliefe. 1076. Carneol in Form eines Käfers. Derselbe Gegenstand. 1077. Carneol. V i c t o r i a, in der rechten Hand eine Vase; mit der andern Hand scheint sie eine Schlange er^ greisen zu wollen, die um einen Baum vor ihr geschlungen ist. 107S- Carncol. Victoria und vor ihr Mars Sradi vuS. 507?. Carneol. Victoria stehend einer Fortuna gegenüber. » 1080. Sardonux. Victoria führt ein geflügeltes Pferd am Zügel. 108 l. Antike Paste. Victoria in schnellem Laufs führt vier flüchtige Pferde; fo wiro ste gewöhnlich t'ui'Möi.r genant. 1082. Antike Paste. Derselbe Geaenstand. 108^. Agathon»r. Vi cto ri a ausrinem Zweigefvan. 1b84. Antike Paste V i c t o r i a aus einen« Wagen von zwei Pscrden gezogen, nebst einem vollständig bewafneten Krieger, ^en ste ansteht, und der vom Wagen herabsteigen will. 1085. Rother Jafvis. Victoria auf einem Wagen von zwei Pferden gewgen, welche Palmzweige statt Büschen aus dem Kovse tragen. 1086, Glasvaste. Victoria ebenso zu Wagen. Die Pferde laufen mit verhängtem Zügel; darauf der Name I) fZoegI s^!^!i'ni."V! t.^v 6o. Man fehe auch unter deu Vignetten zu den Denkmale» SZum. Geschnittene Steine. des Steinschneiders: vVr'rxiNT'. l) Das Original dieser P» sie ist aus dein Kabinet des B a n der Mark in da» des Gw ven Wassenaer und Srdain gekommen. I0S7. Glasraste, von einem Cameo im Käbinet Far> nese des Königs beider Sicilien gezogen Vicroria aus einer Biga, mit dem Namen des Steinsälneiders: roi", und mit dem neuen Zusaze: i.^v». »rv. d, i. Lore», zo Medici. Svstratus scheint sich vorzüglich in erhob, nen Steinen ausgezeichnet zu baben' ein Cameo, der einen Amor, welcher zwei an einen Wagen gesvanre ^owen fnhit, und Nereiden vorstellt, 2) sind von demselben Künstler. In dem angeführte» Wert des Baron Slosch findet man die Beschreibung eines Cameo, welcher den Namen snlirt Lni°i>z. ?c>ls; .-!> dieses konte eine Arbeit des nämlichen Künstlers sein, den es wäre nicht das erstemal, daß in einer Inschrift i,n Buchstabe ausgelassen ist Diese zwei Camei sind aus dem K»> vinet des verstorbenen Cardinais Sttoboni in das des Her, zogs von Devonshire gekommen. Ausser dem kömt unttr Nuniero >0?? noch eine Gravüre des Svstratus vor. » tN8», Agathonur, Victoria aus einem Wagen von zwei geflügelten Pscrden gezogen. Aus einigen Mun>lii sieht man den Wagen von zwei Centauren gezogen./») * S m araa dpra sm a. Victoria aus cinim Wagen von vier Pferden gezogen. l 0?0. R o t h e r I a sv i s. Derselbe Gegenstand, und oben die Buchstaben: i-ei. lv?i. Rother Jaspis. Derselbe Gegenstand und oben die Buchstaben: «tvv. l0?2. Antike Paste. Victoria aus einemWagkn Von vier Pferden gezogen; vor ihr eine Figur, die eine Platt! ans dem Kovse trägt; offenbar, um der Göttin ei» Opfer zu bringe». Zur Seite ist noch eine Figur. l(i?j. Antike Paste. Fragment. Victoria, Mi, nerva, Mars und ein Triumohator; dieser steht aus einem Wagen, von dem die Victoria herabsteigt, Llo^cli. picrr. gravees xl.41. 2) Man sehe oben Nun«. 465. 3) 1^1. 67. ^) 8^zul>em. ili: xrkost. nuiu. t. 1. x. 280. ' 2 Kl. 13 Mch. i-!7 ,md Plcktrum in der Hand. Minerva, gleichfalls auf dem Wage»/ sezt dem Sieger einen Kranz auf. Mars/ den Schild am Arme, acht mit der Vic toria in sclinetten Schritten davon/ um anzudeuten/ daß der Sieg vollkommen sei. Es steint/ daß man am Waaen den T»eil erblikt, an dem man die Zügel aufhängte, wovon Homer sagt: ?ie Victoria mit der Le»er macht übrigens diesen Stein stlir merkwürdig. Carneol. Victoria auf einem Wagen von i«ii Hirschen gezogen. IUÜ.5. Antike Pastv. Ein ? r i u m vli a t o r mit einem Feldzeichen in der Hand, auf einen« Wagen mit vier Pferde» gezogen. Il>?6. Antike P.isie. Victoria lesend in einem Buckie. ll>?7. Schwarzer Jaspis. Victoria führt einen Lpscrstier. ll>')S. Carneol. Victoria zieht ein Svferthier zum Altar. l0?S. Glaspaste. Vicroria im Begriffe, einen Sticr zu ovseru, mit dem Namen des Steinschneiders Ln- Das Original dieses Sinns, keilen Schönheit wundersam ist, ging »och beim Leben des selige» .Vesizers aus un- sermKabinet in das des Herzogs von Devon,ijjre, welcher mm die Größte Anzahl der Gravuren mir dem Namen des Svstratus besizt. Derlelbe Gegenstand findet sich auf Mi Marmor», wovon der eine in der Villa Vorab ese und der andere in der Villa Albani steht. Man findet ihn auch in gebrauter Erde, sowohl in der leztern Villa, als in der Galerie des Kollegiums St- Jgngtii zu Rom und an- dcrwliris. 4) Ma« könte diese Victoria sehr wohl Mi- t hriaca nennen, den sie gleichet dein Gölte Mithras. 5) >) Ik. I?. V. v. 72g. 2) lAbaebildet unter Num. i2 der Vignetten zu den Denkmale n.) 4) tktzs. Lr.inäekt. i. ij. 266. Geschnittene Steine. » noo. S a r d o n u r. Derfelbe Gegenstand. 1101. Antike Paste. — — 1102. — — von drei Farben. Derselbe gx, Zenstand, vor einem runden Altare/ worauf Feuer brenr. 1103. A n tike Paste. Victoria/ einen Stier Mach, ^ °tend vor einem Altare/ auf dem die Figur der Minerva -zu sein scheint. Derselbe Gegenstand köint aus einem Steine des Kabinels Vettori zu Rom vor. l> 1104. Glaspaste. Fragment. Victoria einen Bo< i tivfchild tragend/ den ste auf den linken Schenkel stüzt. ^1105. Smaragdprasma. Victoria ei» Sie, > gesmal errichtend. 11N6. Carneol. Derselbe Gegenstand. 1l^7. Smaragdprasma. Victoria sezt eine« Zorbeerkranz aus ein Siegesmal vor ihr. 110». Heliotrop. Victoria einer Palme gegen, i über, zu deren Seite ein Pferd ist. 1105. Antike Paste. Ein runder Altar/ auf dem Victoria stehend auf einer Kugel und ein SiegeSmal tra, S«nd vorgestellt ist. Zu jeder Seite des Altars ist eine Fi> gur/ mit einem Fujze knieend und der Göttin Feldzeichen dar, bietend. Der Altar ist mit einer andern Victoria auf«, »cm Wa>v 'N von zwei Pferden in erhobener Arbeit geziert. Diese Paste gehörte einst dem berühmten Antiquar Sabati, l>i zu Rom/ und Maffei hat ihn bekant gemacht. 2) 1110. Carneol. Der Friede», Waffe» verbrenneilt, wie man ihn auf mehrern Münzen steht. 1) Ülu5. k'Iui'ent. t. i. tüli. ?3. u.3, 2) Lcllillie t. 3. tav. 6ö. Vierzehnte Abtheilung. Apollo. tNl. Antike Paste. Kopf Apollos oline Abzeichen; man kent ihn blos an seiner Jugend/ an seiner maje> fiittischen Mine und an der besondern Art seiner Haare. Nl2. Glaspaste. Ei» anderer Kopf Ap ol los mit liiicm Bande, das ilim um den Scheitel geht. An einer sei« n» Statuen zu Athen sah man ihn mir einem ähnlichen Bande, l) » j 1 iZ. Saphir. Kops Apollos mit einem Lorbeer- kr>mze. lll4. Glasvaste. Derselbe Gegenstand. *lN5. Carneol. Büste Apollos mit einem Lor- bccrkranze aus dem Kopfund einem Lorbeerzweig in der Hand. ll>6. Glas paste. Brustbild Apollos und ein» Le»er vor ihm. IN 7. Carneol. Brustbild Apollos und ein Bogen vor ihm. »lltS. Carneol. Halbfigur Apollos mit einem Bogen. * ill?. — Brustbild Apollos, eine Schlange in der Hand, wie man ihn aus mehrern Abgüssen unsrer Samlnng steht lI2v. Antike Paste. Ein naktcr Jüngling, das Diätem» um den Kops, mit der linken Hand an einen Baum- liam gelehnt, woran eine Eidere hinauskriecht. In der aufgehobenen Rechten scheiut der Jüngling einen Pseil zu halten, um das Tbierchen zn wersen. Ich glaube hier den Apollo i» feinem jugendlichen Alter und eine Eidere tödend abgebildet zu sehen, so wie er von Prariteles vorgestellt worden. Diese Statue war unter dem Name» Sauroktonos be- >) ?au-su. I. I. 8.^ 59 ' Geschnittene Steine. rühmt, l) In der Villa Borghese ist eine schöne Statue dieses Gegenstands. 1121. Carneol. Avollo stehend. 1122. S m a r a g d » r a sn> a. Avollo stehend/ den linke» Ellendogen aus seinen Dreifuß gestüzt/ in der rechten Hand einen Lorbeerzweig. " 112Z. Sardon « x. Avollo stehend, in der rechten Hand einen Lorbeerzweig/ in der linken eine Leyer und vor ihm ei» Stern. Der Stein ist in Ansehung seiner Unterlage merkwürdig/ welche weiß ist/ und schwarz wird/ wen man den Ring am Finger trägt; aber seine Weisse allmählig wieder bekömt / wen man ihn abgelegt hat. Dieses ist eine der sonderbarsten Sri scheinun.ic»/ die an Steinen bemerkt worden. " 112i. An rike Paste/ den Agathomiv nachahmend »nd mit dem Grabstichel verfertigt. Apollo siehend/ die Lever in der rechten Hand. 1125. Smaragdvrasma. Avollo stehend/ aus die Lever gelehnt/ die rechre Hand aus das Haupt gelegt. '1126. Carneol. Apollo stehend/ aus der Le»er spielend. 1127. Glasvaste. ZIvollo sizend/ aus einem Stuhle mit einer erhobenen Quadriga verziert; den rechten Arm hat er aus das Haupt gelegt/ in der linken Hand hält er die Le»er. Gravelle machte diese Paste bckant 2) I12S. Sardon»»'. A v o l l o stehend, seine Le»er aus den Kops einer kleinen Figur gestüzt/ die Fruchte oder etwas ähnliches aus einer Platte trägt. Die Erklärungen der Gelehrten lind in Ansehung dessen / was die Figur rrägt, sehr »er. schieden; einige sahen darin/ wie aus der folgenden Paste/ einen Bogen. Es fei mir erlaubt hier eine Muthmaßung beizubringen/ die stch aus die Früchte/ welche sie zu rragen scheint/ ! gründet. Ich glaube nämlich/ es sei die Gottin THeinis) ^ welche Ambrosia auf der Platte trägt; den Homer sagt/ daß sie dem Apollo Nektar und Ambrosia reiche : 1-i x-i/ eA'ü^-e'T'o. ») ?IIn. I. z^. se. 3 secl. >g. n. >o/I t!vns. 1Vl>rl!aI. I. >^. ^ epizr. ,72. fG. d. K- ZV. ZK. tll §. SB. L K. 1Z- 17 §. Denkmale/ Num. 40.^1 2) kicrros Aravees, l. 2. xl. ög. 2 Kl. 14 Mh. -rillst et anii^o^illM amaii/ein MKtt/illF. i) tl2S. Glasvaste, wovon das original im großhenog- liiben Kabinet zu Florenz ist 2) Apollo stehend, seine Le»er gestüzt auf den Kopf einer kleine» Figur, die einen Boae» hält. »l1Z0. Agatlion»r. Apollo stzend, die Le»er in de r Hand, und neben ihm sein Liebling Hvaeinthus, den er in der Folge durch einen Wurf mit dem Diskos zufällig Mete. llZI. Glasvaste, wovon das Original im Kabinet zu Florenz ist. 3) Apollo stehend, an eine Säule gelehnt, in irr linken Hand den Bogen, die Lever am Fuß der Säule. NZ2. Antike Paste. A vo l l o stehend, an eine Säule gelehnt, in der rechten Hand den Bogen. t lZZ. Glas paste. ?l p o l l o neben dem Dreifüße stzend, zur Seiten eine stehende Musc. »NZ4- Sardonyv- Apollo stehend, Bogen und Pfeil in der Hand, zwischen Ceres mit zwei Fakeln und M a r s. UZS, Antike Paste. Daphne in einen Lorbeer verwandelt. M a r s y a s. ilZ6. A » tike Paste. Ma r s» a s stzend, vorwärts, zwei Flöten in der Hand. Man glaubt, daß Mars»as/ »der sein Vater Hoagnis, die Dopelflöte erfunden habe. 4) NZ7. Glasvaste. Derselbe Gegenstand, mit einiger Verschiedenheit. ' > IZ». Carneol. Marfyas hokend und vorwärts; in jeder Hand eine Flöte, und »eben ihm zwei andere Flöten, an deren Ende ein Band herabhängt, welches die lauch der Alten zu sein scheint, womit ste den Mund umwanden, um den Athem zu schonen und ihn für beide Flö- ») IIvinn. in ^po!I. V. 124. 2) Nuz. ?Ioicnl. t. l> tul/.ßk. n .z. Z) ?!us. klarem, l. 1. t.ik. 6'. n ,j. 4) Lons, ei^crc?.»t i» L^Iin. x. >>g. Geschnittene Steine. teil gehörig auszutheilen, t°> Man sieht dieses Band recht deutlich nur noch an einer Figur, die zwei Flöten spielt, aus einem alten Gemälde im Herculano, das »och nicht bekMge- macht ist, und das, wcii ich mich gut erinuere, der Anhang zu den Tafeln Nnm. 15 u. 16 des ersten Bandes sein wird, Die Art, wie Mars»as sizt, ist sehr natürlich, und Belon hat bemerkt, daß die Knaben im Orient, wen sie in derSchn- le lesen, aus dem Boden hoken, und daß in der Türkei die Künstler, namentlich die Goldschmiede, also hokend arbeiten. Z) Dieser Brauch des Altertums hat sich unter deu Völkern des Orients erhalten. » NZ?. Sardonvr- Mi nerua uud »eben ihr Mar> s»a s, der die Flöte spielt, welche die Göttin weggeworfen. Z> ii-io. ?lntike Paste. Mars»as, die Hände auf dem Nüken, an einen Baum gebunden. Carneol. Marsvas mit den Händen an 'einen Baum aufgehängt. * lij2. Zlgathonnr. Mars»as an den Baum aufgehängt, uud zu seinen Füßen der Skythe, der das Messer schärst, nm ihn zn schinden. Dieser Stein ließ den Baron Stosch mnthmaße», daß die Statue in der Tribune der Galerie zu Florenz, uuter dem Name» Arrotino bekaür, nichts anderes sei, als der Sk», t h e, den man aus diesem Steine sieht. 4) In der That, wen man den Blik auf die Gemälde Philostrats wirst, so kömt mit dieser Statue die Beschreibung, die er von dem Aussehen und der Stellung dieses Sk»th>n macht, vollkommen überein. » IläZ. Rother Jaspis- Mars»as bei den Händen an einen Baum ausgehängt in Gegenwart Apollos,der die Le»er in der Hand hält, und das Messer dem Skythen reicht, der es auf den Knieen empfängt, um den Marsygs zu schulden. 5) >) ^ristopli. Veszi. v. LLo, t!ons. 8c?>vl. a.!. et Polinn. I. üect.7<>. I. I<>. >5Z. fG. d. K. 6B 5 K. lZ §. 7 B, ZK. 23 §. Unter den Abbildungen Num. 51^ 3) IDenkmale, Num. iS.Z 4) lMan sehe G- d, K. B. l K. lv§. Note. Denkmale Num. 42.j 5) Der Baum, an den Marsyas auf diesem Steine ge> 2 Kl. 14MH. 463 Antike Paste. Der Sk»thc, welcher den M arfuas schindet i» Gegenwart Apollos, der diesem Svettakel den Riiken kehrt und die Leuer spielt. Oben a» dem Baume, wo Marsnas anfgehänqt ist, sieht man eine Flöte mit fünf Löchern ebenfalls aufgehängt. L e y e r. <1^5. Carneol. Eine L e»e r von drei Saite». Mai» hat hier und bei den folgenden Steinen die Zahl der Saiten- blos der Genauigkeit wegen angeführt, ohne daraus etwas zu folgern; den es ist ja bekant, daß diefe Zahl auf allen Gravüren sehr willkürlich ist. Die meisten Leyern waren vo» Schildkrot gemacht, und es ist wahrfckeinlich, daß die Hörner der Leuer, zur Zeit der Erfindung dieses Instruments, selbst die Hörner einer Zlrt Schildkröte waren, denen sie glichen. Herr Svenee hat geglaubt, Stierhörner an der Leuev zu sehen, welche zu den Fußen der Statue Mercurs liegt, wovon ich oben bei Numero -NZ gesprochen habe; allein er hat nicht bemerkt, daß jenes Horn, auf welches feine Meinung sich gründet, neu ist, und daj andere Horn von dem Fuß der Statue bedekt wird. ' lläü Carneol. Eine andere Le»er von drei Saiten, mit Schnüren oder Bänder» geziert. N47 — ll4?. Carneol. Leuer mit vier Saiten. aus zwei Delphinen zusammengesezt. *N5l. Carneol. Leu er mit fünf Saiten. NZZ— 1l5.i.— — — — — mii Blumengewinden verziert. bunden ist, ist keine Fichte, wie einige Autor?» behaupten (^icuncii' ölcxiplini'm t. I p./jZZ. >. 2. p. g?.Z, sondern ein Platanus einer andern ilber- lieserung zufolge (pliu. XVI. !^.), wie solches durch den knotigen Stam angedeutet wird. Winckclmaii. >) I'ün. I. g. ^c. i». >2,^1 454 Geschnittene Steine. »1154. Carneol. Le»eraus einer Maske und zwei Delphinen gebildet. tI55. Antike Paste. L e »er Von einer andern Form. 1156. — — — aus einer Art Meerspw »e und zwei Delphinen gebildet. 1157. Glasraste. Leyer von sieben Saiten. 115S. Antike Paste. — — — — aus ei> nein ,'chlafenden Hunde, zwei Delphinen und einer Maske zu, sammengesezt. 115?. Antike Paste. L e«er, deren Hörner a»Szwei Amorn bestehen, die den Bauch des Instruments tragen. 1160. Autike Pa st e. Ähnliche Le»er, und auf dem Bauch derselben ein Medusa Haupt 1161. Carneol. Leyer, Hirtcnstab und Maske. Andere Abzeichen Apollos. 5162. Sardonyr. Ein Nabe. 1I6Z. Antike Paste, den Agathonvx nachahmend Ei» Rabe aus einem Lorbeerzweig. »1164. Agathonvx. Ei» Rabe aus dem Köcher »md Bogen Apollos. 1165. Sardon»»'. Derselbe Gegenstand; oben die Buchstaben ne Schlange eniporhebt. 1171. S n> a r a g d » r a sni a. Ein Greif, zu dessen Seiten ein Rabe auf der 5e»er Apollos, und ei» Dreifuß Von ein r Schlange umwunden. 1172. Carneol. Apollos Dreifuß mit cinci» Raben darüber. 2 Kl. I^Abth. N7Z. Antike Paste. Avollos Dreifuß von einer Schlange umwunden. Dieses ist die Schlange/ welche der Sage nach zuweilen auch im Dreifüße selbst erschien, auf Befragen Orakel ertheilre/ und sich fodan um den Dreifuß wand/ wie Eufebius anführt. Auf dem Bogen ConstantinS zu Rom ist eine Scklanae erhoben gearbeitet/ du in den Dreifuß Apollos schlurft, t) N74. Antike Paste. Ein Dreifuß/ oben niit fdreiZ Sohinre» geziert/ und auf einen runden Altar gefezt; um dicken her sind drei kleine crlwbene Figuren. Dem Altar gegenüber sizt eine weibliche bekleidete Figur eingeschlafen aus einem Felsen oder Steinhaus?»/ den Kovf auf die rechte Hand gelegt/ welche auf dem linken Arm/ der sich auf das liuke Knie stüzt/ ruhet: in einer Lage/ wie die vorgebliche/',-«/?-:/! B eg ers.2) Man könte diese Vorstellung als die Pythia/ wie sie zu Delplii Orakel ertheilt, erklären: ////«, ^/, Z) Anfangs war die Pvthia ein junges ?)zadchen/ das ein» fach gekleidet sein mußte/ wie sich dieses an uuserer Figur findet. Alte Frauen nahm man erst zum Priestertum/ nachdem ein junger Thessalier/ Echekrates/ eine der P»thien, die sehr schon war und die er liebte/ entführt hatte. 4) Pvthia sollte jedoch über dem Dreifuße sizen. Ich glaube daher/ daß die Erklärung sicherer ist/ wen man die weibliche Figur für die Göttin Themis ansteht/ die einst im Belize dieses Orakels war/ und der die Geheimnisse der Götter im Traume offenbar wurde»/ bevor sie Avollo vertrieb. Z) Sie sizt auf einem Felsen/ um vielleicht anzudenken/ daß Themis und Terra dieselbe Göttin fei. 6) Nach de» Alten war Terra der Träume Mutter/7) und Apollo war über die Träume gefezt. S) 1) kaNoii a-Iittir. tal>. 28. 2) l'iie?, Kran-Icl,. t> >. I>. I^o. 3) I.ucrci. I. 1, v. 7^0. Dioii. 8ic. I. >6. fc. 26.^ ö) Lurip. IxliiA. ?aur. v. i2°!g. 12KZ. 127?. 6) v?. v. 20J. !. 0. v. t266. 7) Lur!p. Hecub. v. 70. L) Lv^iiocl. v.^27. fDie Abbildung und Erklä» Geschnittene Steine. 117S. Carneol. Derselbe Gegenstand. ll7 S. Antike Paste. Die erwachte P»lhia ode« Themiö, auf einem Felse» vor Apollos Dreifüße sizend. Apollo als Sonnengott. ll77. Smaragdprasma. Kopf des Zlpollo oder der Sonne, vorwärts und mit Strahle» um.acl'en. ^ ll7S. Carneol. Kovf Avollos umstrahlt, aus einem Halbmonde an dessen Enden zwei Sterne find. ll7S. Carneol. Kops A v o l lo s mit Strahlen und darunter das Wort- «01.; ein Halbmond, mit dem Worte i,viv^ darunter. 1I8N. Carneol. Strahlenhaupt Apollos; darüber ei» Halbmond, darunter ein Stern, und umher IlLl. Heliotrop. Apollo stehend, das Hanpt umstrahlt, in der Siechten eine lodernde Fakel, in der Linken einen Spieß. llS2. Heliotrop. Ähnlicher Ap o llo , eine Geisel in der Linke», wie man ihn aus Münze» 1) uud aus andern geschnittenen Steinen steht. 2) Die Ägyvtier legen ihm gleichfalls eine Geisel bei, die vielleicht ein S»mbol der Schläge >var, welche man stch gab, indem man um den Altar des Apollo zu Delos herumlief. 4) llSZ. Gelber Jaspis. Derselbe Gegenstand, l l »4. Heliotrop. — — und zu Apollos Füße» ein Altar mit Feuer. ll»5. Ameth»st. Avollo mit dem Strahlenbaurte und stehend, die Linke ans eine Säule gestüzt, in der Rechten das Ruder der Fortuna. Umher die Luchstaben «. r. r. llL6. Grüner Jaspis. Ein runder Altar mit Feuer; zu jeder Seite eine Figur, wovon die eine das Strah- rung dieses Steins sehe man unter Num. 44 der Denk- m a l e,) z) Patin, nnm. Imz,. p. 422. s) HIus. I^Iui ent. t. l. talz. 44. n. 11^. Z) 8:,turnul. I. l. c. 2Z. ^,.254. 4) Laluuacl». iu Oel. V. Z2l. et 8xa«I>ela. sä ii. I. 2 Kl. 14 Abth. 467 lenhauvt und die Geisel hat. über dem Altare ein Stern und darüder ein Halbmond. »N87. Chalcedon. Apollo vorwärts, auf einem Wagen von Vier Pferden gezogen. jlSS. Carneol. Derselbe Gegenstand. »118S. Heliotrop. — — ltSv. Chalcedon. Avollo in der Rechten eine brennende Fakel, mit der Linken sein Viergespan lenkend. » tl'N. Carneol. Derselbe Gegenstand, und umher Äskulap, Isis und HoruS, nebst dem Kops des Sera- xis und den Planeten. il?Z. Glaspaste. Phaethon vom Wagen seines Vaters stürzend. Der Gott M i t h r a S. tt?Z. Glaspaste. Mith ras auf einem Stiere, wie man ihn oft auf alten Denkmalen steht. lt?4. Glaspaste. Mithras famt einer großen Anzahl Figuren, Symbole und Abzeichen anderer Gottheiten. Die Zeichen des ThierkreiseS. l195. Sardon»r. Der Wassermail, das erste Zeichen des Tkierkreises, l) als Ganymedes vom Adler geraubt Vorgestellt, ein Gefäß tragend. Derselbe Gegenstand aus einem geschnittenen Steine der Marckese Lucatelli ist Von dem Abate Venuti erklärt worden. 2) Carneol. Der Wassermast, als eine stzen- de Figur, die Wasser ausgießet; hinten der Halbmond und zwei Sterne. llS7. Vergkrvstall. Die Fische, das zweite Zeiche» des Thierkreises. tl?S. Sardonyx. Derselbe Gegenstand, il??. — Der Widder, das dritte Zeiche» des ThierkreiseS; darüber ein Stern und ein Halbmond. j2W. Carneol. Der Widder. 1) Lvnk. connnevt. Oatuli carm. 6>. 94. 2) IZisserw». üeU' cli Lorlons t. 8. x. 76. Winckelman. ?. 20 458 Geschnittene Steine. *tZ0t. Carneol. Der Stier, das vierte Zeichen d«s Thierkreises, mit dem Namen nx«»iti!>«!vs. » t202. Sardv » yr> Der S t i e r, »>it der Umschrift: «^vkmiii. Die Gravüre dieses und des folgenden Steins ist sehr schön. *t20Z. Carneol. Der Stier; darüber ei» Cad«> ceus und zur Seite die Sonne. <204- Carneol. Die Zwillinge/ das fünfte Zri> chen des Thierkreises. Varro behauster, daß die Zwilling« den Avollo und Herkules vorstellen.t) I2NZ. Sardonvr. Die Z Willinge, oder Kastov und Pollur, deren Waden bewasnet sind, das Schienbein aber nakt. Ich getrauete mir fast nicht, diese Seltsamkeit zu bemerken, weil ich befürchte, daß man sie als einen Mißgris von meiner Seite ansehen möchte; den man könte glauben, daß der Fuß zu abgerieben wäre, und daß ich eine Bewasmmz mir eingebildet hätte, wo keine fei. Allein die Figur eiiici Kriegers in der Galerie des Collegiums des l>. Jgnatii zu Rom, von Erzt und anderthalb Palme» hoch, hat mich überführt. Man sieht daselbst rükwärts am Fuße, wie an den Figuren unseres Steins, die Newafnung, und das Schien, dein ist bloß. Diese wegen andern Seltsamkeiten merkwür, dige Figur kömt aus der Insel Sardinien nebst etlichen an, deren Figuren von Er»t, die in derselben Galerie sind. 2) j 2S6. A g a t h o n y x. Der KrebS, das sechste Zeichen des Thierkreises. t207. Agathonyr. — — nebst Sonne und Halbmond; umher die Buchstaben . . . . 120S. Gelber Jasvis. Der Löwe, das siebente Zeichen des Thierkreises, nebst Sonne und Halbmond. t209. Heliotrop. Der Löwe, mit einem Stern vorn am Leibe, einn» an jedem Obre, mit einem über dem Kopfe und einem andern am Ende des Schweifs. t2tv, Grüner Jafvis. Der Löwe, einen Krani im Maule, umher die sieben Planeten und oben drei Füllhör« ner. Auf der Kehrseite die Srnne. I2ti. Chalcedon. Der Löwe, über ihm eine um, strahlte Schlange mit fünf Sternen um den Kovf und einem Sterne vor ihr. > ) I>e re rust. I. z. fo. I. §.ö.) s) lunter den Abbildungen Nun». 2l.Z 2 Kl. 14 Abth. 1Z1Z. Gelber Jaspis. Der Lvwe l>uf einem Donnerkeil stehend; über dem Kopf ein Stern und hinter ihm ein Siegesmal. Ans der Kehrseite die Buchstaben n. s. » 121Z. Gelber Jaspis. Die Jungfrau, das achte Zeichen des Thierkreises. 1214. Carneol. Die Waage, das nennte Zeichen des Thierkreises, ist durch Mereurius, der die Waage trägt, und kein anderes Abzeichen als Flügel an den Knöcheln hat, Vorgestellt. 1215. Sardon»r- Der Scorvion, daS zehente zeichen des Thierkreises, mit zwei Sternen und einem Halbmond. 1216. Sardonur- Derselbe Gegenstand. 1217. Gelber Jaspis. Der Skorpion zwischen zwei Hähnen und zwei Feldzeichen; oben zwei Sterne und ein Halbmond. 121«. Grauer Jaspis. Der Sck>üie, das eilst« Zeichen des Thierkreises. 121S. Ameth»st. Der Steinbok, das zwölfte Zeichen des Thierkreises. » 1220. Gelber Jaspis. Der Steinbok; unten eine Kugel, oben ein Füllhorn. 1221. Carneol. Der Steinbok, nebst Kugel und Dreizak. 1222. Antike Paste. Der Steinbok; oben ein Vogel, und umher das Wort ?zs,,vsx. » 122Z. Carneol. Der Steinbok, ein Füllhorn und ein Delphin. 1224. Antike Paste. Der Widder über dem Scor- pion, und oben ein Srern samt dem Halbmond. 1225. Sardonvr, Der Steinbok in einen Skorpion auslaufend, nebst Stern und Halbmond. 1226. Carneol. Der Scorpion und Krebs; ei> »erfeits ein Bogen, anderseits ein Pfeil. » 1227. Carneol. Der Löwe, ein Cadueeus, der Krebs, ein Wtdderkopf, zwei Sterne oben, und eine Geisel unter dem Kops des Löwen. »122». Heliotrop. Kopf des Jupiter Serapi» in Mitten der zwölf Zeichen des Thierkreises. 122S. Glaspaste. Apollo auf einem Viergespa» in Mitten der zwölf Zeichen des Thierkreises. 12Z0. Glaspaste. Derselbe Gegenstand. 46» Geschnittene Steine. tZZl. Glaspaste. Jupiter stzend zwischen Venui, Cuvido und Mercur in Mitten der zwölf Zeichen des Thierkreises. Diese Paste scheint von einem geschnittene» Steine gezogen/ dessen Erklärung Montsaueon gibt, l) t2Z2. Antikes Erzt. Ein Faun, oder besser zu sa> gen, der Gott Pan, welcher die Preise spielt vor einem Al> tare, auf dem Feuer breiit; über dem Altare ein Stern, vor demselben ein auf den hintern Füßen stehender Vok, der die vordern Fuße auflegt. Umher die zwölf Zeichen des Thier, kreises. Die Alten sahen den Gott Pan für das Bild dei Weltalls an/ und Apollo und Pan wurden als die nämli, che Gottheit verehrt, so wie man die Hörner und Haare des leztern als Sonnenstrahlen betrachtete. Auch ist der Greis das Smnbol des Pans wie des Apollo, und die Harmonie des Weltalls ging nach dem Flötenspiele Pans. Aus diesem Grunde sezte man den Gott Pan in die Mitte des Thierkreises, und die Pfeife oder Flöte, die er spielt, bedeutet dem Macrobius zufolge die Ungleichheit der Sonnenwirkung. Z) Das Feuer auf dem Altare ist das ml, ge Feuer, welches man ihm weihte. 4) Man findet denselben Gegenstand auf geschnittenen Steinen im Kabinet des Kdnigi von Frankreich 5) und in dem des Großherzogs von Florenz t> <23>i. Antike Paste. Ein Faun fizend und dieFlö> te spielend vor einem Altare. Um diese Figur her find zwei sichtbare Einfassungen, deren innere die zwölf Zeichen des Thiw kreises, und die äussere verschiedne Abzeichen der Götter enl> hält. t 2Z4. Antike Paste. Ein sizender Faun in Mitten der Zeichen des Thierkreises zwei Flöten spielend. Glaspaste. Medusahaupt in Mitten der Zeichen des Thierkreises. 1) 8>ippl. 6s t. i. x.41. 2) Orpli, h^mn. in Z) 8-lturnaI. I. I. c. 22. /j) k>->u5aii. l. g. ^c. Z7.Z 3) Nliriette pierr. jzruvecs t. 2. pl. 48. L) Nus, I'Iorent. t. 2. ti>l>. gg. >1. Z. 2 Kl. ^ Abth. 461 1ZZ6. Antike Paste. Eine Wölsi n, den Romu lu S und Remus säugend, in Mitten der zwölf Zeichen des Thier- kreises. Von allen Erklärungen, welche »ili» davon geben kaii, scheint mir diejenige, welche stch auf den Beinamen Apollos , stüzt, nicht ohne Ursaclie. Der erste Theil dieses »usammengesezten Worts: mit der mänlichen Endung, bezeichnet einen Wolf, und vor Al» t ers, zufolge der davon abgeleiteten Wörter, auch das Licht; den die Griechen der frühesten Zeit »anten so den Anbruch des Tages oder die Morgendämmerung; t) auch das lateinische scheint davon herzukommen. ist der Lauf, den die Sonne in Jahresfrist vollbringt, und dieses Wort ist in der Poesie, was in der Prosa, nämlich das Jahr. Daher den in dem ersten Sinne Von sagen will: Vom Lichte Geborner. 2) Allein die ursprüngliche Bedeutung scheint immer noch uud selbst in der Anwendung zweifelhaft; den der Wolf war das Symbol der Sache, welche durch das griechische Wort bezeichnet wird; dieses Thier war dem Apollo geheiligt, und im Tempel des Apollo M Delphi stand ein Wolf aus Erzt. Hieraus erhellet, daß die ^ Wölfin im Thierkreife wohl für das Symbol der Sonne oder des A voll o, des Lichtgottes, könne genommen werden, ohne jedoch die Anwendung, die davon auf die Stadt Rom zu »lachen ist, auszuschließen. 12^7. Carneol. Ein Stern; zwischen den Strahleir desselben die Buchstaben, welche das Wort ausmachen. l2Z8. Glas» aste. Kops des Gestirns Si riushun d. *j2ZS. Spal. — — — — *1240. Bergkrvstall, wovon das Original mit dem Namen des Steinschneiders: xnmi-l, im Kabinet des Milord Besborough ist. Z) Diese Covie ist von Lo> renzo Masini, der seinen Namen dazu sezte, unter den Augen des selige» Baron Slosch verfertigt worden, und gelang fehr gut. 12-il. Rother Jaspis. Die Lener, das Sternbild; einerseits der Caduceus, anderseits der Halbniond mit eincm Stern darüber. >) Hl-icrul,, Zaturvül. I. l. x. >?. 2) s donf. Z5u5t::tli. XIV. l6l. s>. 33k — Apollo». I-ex. tloincr v A l l e g 0 r i e §. 25L.^I Z) IXattcr xicrr. gravees u. >6. 462 Geschnittene Steine. <242. AntikePaste. Ein Sonnenguadrant aus eine« Säule. 124Z. — — Das gewöhnliche Symbol Siei- liens; darüber ein Apollo mit der Geisel in der Hand. 1 244. Antike Paste. StrahlenhauptApollos zwischen einem Halbmond und Sternen; unten ein Adler/ der statt der Fluael einerseits den Kops eines Malis/ anderseits den eines Weibes bat; zwischen seinen Fußen ein Stern. 1245. Carneol. Eine Vase/ deren Bauch aus drei Masken besteht; aus einer Seite die Sonne oder ein Stern/ und aus der ander» ein Halbmond. Musen. »1246. Carneol. Kopf einer Muse. * 1247. — — — — mit langen wallenden Haaren. 124S AntikePaste. Ein ähnliche Muse/ mit Lorbeer bekränzt. »124? Carneol. Kopf einer Muse mit dem Namen des Steinschneiders Klri>QN. Man sieht an der Form der Buchstaben / daß dieser Mvr o n dein spätern Altertum angehörte; so wie der Bildhauer M»rvN/ dessen Namen ma» aus einer Büste im Palaste Corsiui zu Rom steht/ später war als M»ron der Zeitgenoli des Phidias. 1250. AntikePaste. Kovs der Melpomene/ der tragischen Muse/ eine Maske anblikend. Diejenige»/ welche diesen Gegenstand sür ein Orakel des Srvheus erklären , l) haben die geschnittenen Steine/wo diese Mn se auf eine Säule gelehnt steht, und aufmerksam die tragische Maske in ihm Hand betrachtet/ ganz ähnlich dem vorgeblichen Kops des Orpheus/ nicht zu Rath gezogen. 2) Der Kopf auf unserer Paste also/ wie der aus einem geschnittenen Steine/ wo ma» Virgilius und Orpheus zu sehen glaubte/ ist oliue Widerrede die tragische Muse/ wie es die Erhöhung auf dem Kopfe/ im Griechischen genant beweiset. Z) ist ein Haarpuz/ der zuweilen spizig zulief, wie solches eine MM 1) Wiss num> Lo>IIej. x, I2i. 2) Lonk, Alus. ?Iorent. t. ». tsb. ^4. ri. I. Z) pollux I. 4. sect. iZZ. 2 Kl. 14 Abth. gt geschnittener Steine bezeugt; nicht aber ein bloßer Kegel« wie ein sviziger Hut, was Cuper behauptet. t> 125t. Antike Paste. Derselbe Gegenstand. t252. — — Mel po>» en e, Halbfigur, mit. nachsinnender Mine. Mit der rechten Hand hält sie das Gewand/ das ihr den Vusen bedekt; mit der linke» eine» Lor- becrzweig, der den Musen geweiht war. l2S3. Glaspaste, wovon das Original im Kabinet zu Florenz. 2) Melpomene. Derjenige, welcher diesen Stein gezeichnet hat, sah die Rolle in der linken Hand siir eine Tasse an, und was die Muse in der rechten halt, bat er dem Munde zu viel genähert. Eori gab davon keine Erklärung. Ich glaube, dasjenige, was die Mus e milden Fingersxizen zum Munde sührt, sei etwas, das sie essen wolle, und vielleicht Lorbeer: den die Alten hielten dafür, daß der Lorbeer eine poetische Begeisterung einflöße, und aus diesem Grunde nante man di« Dichter 3 > Lo r b e er e s ser. j254. Sn'.aragdvrasma. Melpomene, mit einem Fuße knieend, eine Maske in der Rechten, einen Stab i» der Linken. t25Z. Carneol. Melpomene stehend vor einer Eäule, eine Maske in der Hand. 1256. Smaragdprasma. Melpomene stehend, «ine Maske in der Hand. 1257. Antike Paste. Derselbe Gegenstand. l2Z8. Agathonyr. — — sizend. l259. Antike Paste. Terpsichore stehend, die !eyer in der Hand. tZ60. Antike Paste. Ebenso. »!2ül. Carneol. — stzend. tZS2. Glaspaste. Terpsichore stehend an einer Säule, ihre Leyer stimmend, mit dem Namen des Steinschneiders 4) l26Z. Glaspaste. Derselbe Gegenstand mit der Inschrift : ottttLä«. xnoixi. 5) 1) ^potlieos. Hvni. p g». 2) VIus. ?orx»t. t. l. tsli.4^. >1. 11. 3) v. 6. 4) Ltozcli pirrr. Zrnvees xl. ?- Nus. kloreat. t. 2. t»b. 7. 5) Ltozcli. ib. t-d. 46. 46-j Geschnittene Steine. »1264- Dunkler Carneol. Terp sichere die ! Le»er spielend. Ihr Gewand ist so vortreslich, als man eS irgenswo auf Steinen sel>en kan. j265. Antike Paste von drei Farben. Derselbe Gegenstand. *1266. Carneol. Derselbe Gegenstand. t267. — Terpsichore stehend und vorwärts, in der Linken die Leycr aus den Boden gestüzt. 426S. Glasraste. Terpsichore, die Lener, mit Cuvidos Kops geziert, aus einen Baum gelehnt. Zur Seite steht ein Amor mit zwei Flöten. 126S. Carneol in Form eines Käsers. Terpsjch«, i! e sizend spielt die Le»cr. ^ t270. Sma rag d vrasma. Eu terpe zwei Flöten spielend. Zu ihren Fußen ein Hirtenstab und eine Flöte mit mehrern Röhren. » l27l Sardonvr. Euterpe, aus deren Flöten, wie aus andern Steinen unseres Kabinets, Trichterchen über den Löchern zu sehen sind. I) Der Pater Martin, ohne Grund der eingebildetste Mail, der sich je in Sachen des Altertums gemischt hat, behauptet, daß Flöten mit diesen Trich, 5 terchen Wasserorgel» seien. 2) Er verdient nicht wider, legt zu werden. l 272. Sardon » r. Pol >> h >> m nia, die M u s e der Beredsamkeit, in der Hand eine Rolle. Ich kan siir diese Benennung keinen andern Grund anführen als die Rolle; den in Statuen und aus erhobenen Werken sieht man dieselbe gewöhnlich in der Hand der Redner. Eine Muse in der Apotheose H om e rs lnun im britischen Museo^, von Schott ohne Grund siir Ppthla genommen, hält diese Rolle und macht die Bewegung eines Redners. Eine weibliche Figur in derselben Stellung an eine Säule gelehnt, aus einer Münze der Familie Vib ia, Z) hält eine ähnliche Rolle, und wurde siir eine Venus mit dem Zepter angesehen; vielleicht weil sie ^ bis an die Schenkel nakt ist. Man sieht auch aus einer Münze von Prusia dieselbe Figur, nur mit dem Unterschiede, daß i) <üoli5. tllziis p. 6g. 2? ?rek. s I'exxlic. >Ies «lonui». ont rsxxort s la re- lig. x. 6. Z) Vsillsnt. n. 20. pewbroclie xsrt. i. xl. 7. 2 Kl. 14 Abth. ma» darauf »och «in Blatt erkennen will, und der Pater Frölich wollte daraus eine Svbilla oder eine Priesterin der C»bele machen.1) Unsere Muse hat ihr Gewand ebenso unter dem Gürtel/ und bis dahin schiene sie nakt/ wen nicht kleine Falten das Gegentheil bewiesen. Ich glaube, daß die Figuren auf erwähnten Münzen bekleidet sind, wie unsere Fi- gur, der das Gewand fest anliegt. 1 27Z. Sardon » r. Pol» h » mnia stehend bei einer Säule, eine Rolle in der Hand. 1274. Sardonvr. Dieselbe sizend. 1275. Antike Paste. — — 1275. Sardon»r- Klio, die Muse der Geschichte, stehend bei einer Säule, in einer offenen Rolle lesend, die sie in der Hand hält. *1277. Sardonvr. K !i o gebeugt, auf das linke Kni« gelassen, den Fuß auf einem ionischen Kavitäl, liest in einer Rolle, worin man Buchstaben gezogen steht. Zur Seite steht «z?. 1278. Antike Paste. Derselbe Gegenstand. * 1279. Carneol. Kalliove, die M » se der epischen Poesie, den Arm in ihr Gewand gehüllt und auf eine Säule gelehnt. 1280. Antike Paste. Derselbe Gegenstand. 12»l. Glasvaste. Ura »ia, dieM »se der Astronomie, vor einer Kugel sizend, worüber ein Halbmond und ein Stern 2> 1282. Smaragdvrasma. Thalia, die Muse der Komödie, sizend aus einem Altare, hinter dem eine Säule mit Blumengewinden ist. Die Muse hält eine Maske in der Rechte»; hinter ihr ist ein Hirtenstab, ni, um den Ursprung der Komodie, den sie unter Hirte» nahm, anzudeuten. 128Z. Smaragdvrasma. Derselbe Gegenstand. 1284. Agathonyr. Thalia sizend, Maske und Hirtenstab in den Händen. 1285. Carneol. Ebenso; nur ein Thyrsus statt des Hirtenstabs. 1286. — Thalia stzend mit eine Maske in der Hand, vor einer Säule, auf der einePr ja p us he rm e ist. 1287. Antike Paste. Ebenso. 1) l'entam. num. p. 297. 2) Lausci ßciumgz tob. 107. Geschnittene Steine. Theatralische Figuren. «5er die folgende» theatralischen Figuren, komische Per, sonen und Masken kan man des Francesco Ficoroni Abhandlung von den scenischen Masken lesen/ wo sehr umständliche Beschreibungen der meisten dieser Steine zu finde» find. j2LS- Antike Paste, den Sardonur nachahmend. Fragment. Eine Bühne unter einem Tuche, das an zwei Bäumen befestigt ist. Die Zuschauer fizen aus dem Boden. Dieses ist wahrscheinlich eine Vorstellung der ersten Komödie», die von Hirten und Landleute» gespielt wurden. 12SS. Glasvaste. Ein Theate r mit drei komische» Personen; vielleicht S i m o, Pamvhilus und Davus aus der zweiten und dritten Scene des fünften Acts der Andria des Tcrentius. t2?o. Schwarzer Jasvis. Komische Person, i» ihren Mantel gehüllt; ähnlich dem Simon der ersten u»d zweiten Scene des ersten Acts der Andria. Antike Paste. Derselbe, mit Davus svre> chend, aus der zweiten Scene des zweiten Acts, oder aus der zweiten Scene des dritte» Acts der Andria. 42S2 —> t2SZ. AtttikePaste, Knechte, den Mund, vorrath tragend, die man für jene halten kai!, welche Strno in der ersten Scene des ersten Acts in sein Haus gehen heißt. lZS-L. Antike Paste. Zwei komische Personen, wo< von eine die andere ergreift. Vielleicht Davus, den Simo durch Dromo binden läßt, j) ' t2?5. Agathe n»r. Eine komische Person mit einem Palmiweia zu ihren Füße». Ist es Davus, welcher in der Andria troz dem ungewittcr, das ihm drohete, durch seine Schlauheit dennoch siegt und die Heirath des Pamxhilus zu Stande bringt? 2) i2?6. Carneol. Komische Person; vielleicht Par> meno, wie er die Phädria entläßt. Z) 12?7. A».' ike Paste. Komische Person »>i< einem >) 5c. ii, 2) 5. 5c. 6. Z) ?«reat. ZZunucii. act. >. sc. 2. »ct, > se. 1. 2 Kl. 14 Abth. 467 Etabe; «leich Simalion geführt von Thraf» im Eunuch I) 1298. Antike Past«. Komische Person als Jüngling, «twaS in der Hand haltend. » t2S?. Sardonvr. Ein Tänzer in der Maske, wie einer von den zwei Tänzern bei Ficvroni. 2? jzoo. Carneol. Ein Tänzer in der Maske, in sel> nen Mantel gehüllt, wie er den Triller macht. 'lZgl. Sardonyr. Ein Schauspieler niiteinein Becker in der Hand. tZl>2. Antike Paste. Ein SchauspielerdieLe»er rührend. »l?0Z. Sardon»r. Komische Person/ mit einer La« l erne; etwa Sosia, Amphilrions Knecht, bei P l a utus: ) z, sc. 7. 2) Lsp. zg. 3) l. sc. I. V. >L?. lBei diesem Anlaß erklärt der Autor ein Vasenaemälde, das man in den Denkmalen bei Num. lso nebst der Erklärung sehen mag.? 4) ?ollu5 I> z. seg>n. >20. k'Icvr»»» t!»''. s. 468 Geschnittene Steine. man doch zufolge einer andern Stelle bei ihm, wo er sagt/ daß die Schmarozer und Kurier einen Stab trugen, genant, 1) annehmen, daß der krumme Stab aus der Bülme häufiger war; es trugen ihn auch Alte, wie man aus derPa- sie tZtZ sieht. SogarScl'ausvieleriuen sicheren ihn : 2> Beim Eurixides hält sich Hekuba an dem krumme» Stab, tZll. Sardonvr. Derselbe Gegenstand. 1ZI2 — Antike Paste. Ein Schansvielcr, den krummen Stab in der Hand, in der Rolle eines gebeugten Greises mit dem langen Gewände, 4) IZl4. Antike Paste. Ein Knecht der Komödie, die Hände aus dem Rüken an eine Säule gebunden; vor ihm aus dem Boden ein Stab gleich dem vorigen. Masken. jZ!5. Sardonvr. Die Maske eines jungen Mädchens von vorne. Man kan liier die Bemerkung machen, die sich auf Gemälde in dem va titanischen Terentins, auf Marmore und viele Gemmen gründet, daß Maskn, die Mädchen oder Jnnglinge vorstellten, nicht das verzerrte, widernatürliche Aussehen harren, welches man bei Masken der Greise, Schmarozer und Knechte sindet. Ich erinnere auch im Vorbeigehen , daß die Airen über das Gesicht der Verstorbenen Masken formten, die man mit dem Leichnam in das Grabmal sezre, um snr die Nachwelt des Abgeschiedenen Bild zu bewahren. In der Galerie des Collegiums St. Jgnatli zu Rom sieht man eine solche Maske eines kleinen Kindes, die in einem Grabmal gesunden ist; am Rande sind vier kleine Löcher, die offenbar zur Befestigung auf dem Gesichte dienten. -lilS. Sardon»x. Maske mit einem großen BM und Lorbeerkranz. tZl7. Granat. Maske. >) pollux ib. 2 Kl. 14 Abth. lZ!S. Agathonur. Maske. jZlS —IZ20. Sardonnr. — tZ2t. Agathonvr. Bartige Maske. jZ22. Sardo »»>,', in einen antiken Ring von Erzt gefaßt. Derselbe Gegenstand. Schwarzer Jaspis. Satnrmasse, bärtig un» mit Epheu bekränzt. t,?24> Carneol. Maske mit Evheu bekränzt. 1Z25. Agathoni, x. Schöne Maske, mit Epheu bekränzt , den Bart in Loken. jZ26. Sardonyx. Ebenso. t^27. Carnevl. Häßliche Maske mit Evheu bekränzt. jZ2S. Antike Paste, den Lapis Lazuli nachahmend. Ebenso und mir einem großen Haaraussaz. i.j2? — lZZt. Antike Paste. Ebenso, doch etwa? verändert. »tZZ2. Rother Jaspis. Earicaturmaske. ^l^ZZ. Schwarzer Jaspis. — »1^34. Carneol. — tZZZ. Antike Paste, den Sardonyr nachahmend. Schöne Maske mit krausem Barte und Widderhornern. 1,»ü, Antike Paste. Garstige Maske mit Munde und Shren in Form einer Muschel. HZ7. Antike Paste. Sehr häßliche Masse zwischen vier Wnrseln. t^S. Rother Jaspis. Häßliche Maske, aus deren Haar Krebsscheeren hervorgehen. tZjS. Sardonvr- Schöne Maske. 1Z40 — IZ4I. Agatho»»x. Schöne Masse. tV,2 — tZ43. Carneol. Bärtige Masse eines Greisen in Profil. tZ44. Antike Paste. Derselbe Gegenstand. t^45. Agathon»»'. — — jZ46- Sardo u»x. — —> IZ47. Carneol. — — IZ4». — Bärtige Masse mit Satvrsohren; Ki» und Bart lausen svizig aus, wie unsere Pantalonsmasken. ^ lZiS. Granat, in einen antiken Ring von Gold gefaßt. Earicaturmaske. »tZ50. Sardonvr. Earicaturmaske eines alten Weibes. Carneol. Schöne tragische Masse mit Diadem». IZ52. — Masse mit Diadema. 470 Geschnittene Steine. » tZ5Z. Granat. Maske n!it drei Loken riikwärti, und mit dem Namen des Steinschneiders: t?vi.i.o«>ors. 1Z54. Schwarzer Jaspis. Maske einer jungen Per, son, mit drei Loken rukwärtk, und einer Art Müze, ähnlich ei, ner derjenigen, die man an den Masken vor derHecyra dli Terentius in der Vaticana sieht. tZ55. Sardonyx. Ähnliche Maske. tZ56. Carneol. — — doch etwas ver, schieden. w ar z er JaspiS. — jZ7>. Antike Paste. — tZ72. Sardonvr. — ZZ7Z. Carneol. Dopelmaske. tZ74. Sardvnyx. — tZ7S. Noth er Jaspis. D?ptlmaste niit einem Helni> 1Z76 — tZ77. Carneol. Bärtige Dopelmaske. tZ7S. Agathonvr- — — » i^!7?. SchwarzerJaspis.— — die ei»! Caricatur vorwärts; die andere in Profil. »1ZS0, Agathonizr, in einen antiken Ring von Gcld besaßt Ebenso. t3St. Rother Jaspis. Ebenso. lZ»2. Sardonyx. Dopelmaske. 2 Kl. 14 Abth. "iZZZ — 1ZS4- Carneol. Dopelmaske. I ZS5. Schwarzer Jaspis. — eine Von vorne. tZS6. Agathonyx. — tZ»7. Schwarzer JaspiS. — jZ8S. Antike Paste. — tZSS. Sardonpr. Bärtige Maske von vorne mit ei< «er andern Maske auf dem Scheitel mitten in den Haaren, die ihr den Bart und die Haupthaare bilden. iZ?0. Carneol. Dopelmaske, wovon eine mit der phrvgischen Müze. ^ tZSl. Carneol. Dopelmaske, wovon eine dem So» krates, die andere einem Faune gleicht. Agathonvr. Dopelmaske/ die eine mit dem Gesicht der Minerva/ die andere mit dem des So krates. lZSZ. Sardonvx. Dopelmaske/ wovon die eine odm in den Kopf eines Adlers oder in einen Perscushelm ausläuft. lZS4. Carneol. Dopelmaske, wovon eine ein Fauns- gesM hat; unten ein Hirtenstab und eins Flöte mitmehrern Rohren. tZS5. Antike Paste/ den Agathon»x nachahmend. Zwei Caricaturmasken. Carneol. Zwei Masken auf einem Altare. »IZ97. Rother JaspiZ. Zwei vereinigte Masken, die sich in eine» Delphinschwanz endigen, und ein Hirtenstab. Dieser Stab bezeichnet die Vorstellung; deii ohne ibn würde man die Maske für einen der Schiffer nehmen, die von Bak- chus in Delphine verwandelt worden/ wie man im Kapitel von diesem Gott sehen wird. tZS8. Carneol. Kops eines Schauspielers mit zwei Masken, die eine oben auf dem Kopfe/ die andere bärtige hinten am Halse. tZSS. Smaragdprasma. Ebenso. !4lll>. Carneol. — Rother Jaspis. — Sardon«ir. — das Gestcht de! Schauspielers ist jedoch eine häßliche Maske. I40Z. Antike Paste Kops eines Schauspielers Mit zwei Masken, wovon die eine Widderhörner hat. * <404. Car n eol. Drei vereinigte Masken; eine mit dem Helm, die andere als gehörnter Faun. t405. Carneol. Drei vereinigte Masken, wovon die 472 Geschnittene Steine. mittlere vorwärts, die andern im Profil mit einer Art Voij. bart. 1406. Glaspaste. Eine scherzhaste Maske, die drii vorstellt, und vom Scheitel gesehen einen Stier svrmirt. 1407. Antike Paste. Ebenso; nur stellt sie vom Scheitel gleichfalls eine Maske vor. Ä s k u l a p i u s. !408. Carneol, Fragment. KopfdeS Äfkulapiuj mit Lorbeer bekränzt; er gibt sich wie die drei folgenden K pfe durch den mit Schlangen umwundenen Stab zu erkenne», Äskulap ist nicht immer von Lorbeer bekränzt: in SW tuen und auf einem Marmor im Institute zu Bologna l) hu er et» bloßes Diadem«. 140?. Glasvaste, von dem Fragment eines Sardom im Kabinete Strozzi gezogen. Kovf Äskulaps mit d» Namen des Steinschneiders: 2) 'tälo. Amethyst. Brustbild Äskulaps. j/Nt. Glasvaste. — — jäl2. Antike Paste. Äskulap stehend, vorwiitt!,! «uf seinen Schlangenstab gestüzt. Rother Jaspis. Ebenfo. » Amethyst. Äfkulav stehend mit eim» Stern oder der Sonne zur Seite, vielleicht um anzuzeigi»,! daß er Apollos Sohn war. " 1415- Agathonyr. Äskulap mit einer Sä» kröte zu den Fiißen. Die Schildkröte war, wie wir salM ein Abzeichen Mercurs,3) und die hinilische Venii des Pl> idias hatte eine Schildkröte unter ihrem Fuße. <1 Ich glaube, daß man sie dem Äskulap in Bezug Mn Heilkräfte, die ihr dem Plinius zufolge die Allen zuM bcn, Z) beigeben konte. >) 1>Iur!>tori inscript. t. I. p. lg. 2) ktoscik xierr. gravees. xl. >3. Nus. ?Iorcllt. t.2. i>d 7. 0.2. 3) <üons. t!ori ?>orent. t. 2. p. 14?. 4) psusan. I. k. 2?.) 5) l^. Zz. lc. 4. sect. 14.I 2 Kl. 14 Abth. 47 j 1416 Smaragdpr asma. Äskulap zu Throne jijknd, einen Spieß in der Linken, eine Schale in der Rechten. Hinter dem Throne ist eine kleine Figur, wahrscheinlich die Göttin Salus. 1417. Dunkler Sardon»v. Die Göttin Hygieia «dir Salus, in der Linken eine Schale, in der Rechten eine Schlange. Sie ist mit der Minerva Medica eins, „nd darum findet man sie mit einem Helme aus den schönen Leuchtern Von Marmor im Palaste Barberini, wo ste Äskulaps Begleiterin ist. 141S. Sardon»»'. Ebenso. 14lS. Gelber und grüner Jaspis. Hngieia am dem Throne, in der Rechten zwei Mohnköpse, in der Linke» die Schlange. 142l>. Amethyst. Äskulap undHygieia stehend, alS wen ste mit einander sprächen. »1421. Karneol. Ebenso. 1422. Antike Paste. Äskulap und Hvgieia; jwischen ihnen Telesp Horns, der gewöhnlich mit einem Mantel ohne Ärmel bekleidet ist, der idm die Ärme verhüllt, bis an die Kniee reicht, und eine Capnze hat, die ihm den Kops bedekt. »1423. Carneol. Ei» dem Äskulap gebrachtes LM'> Der Gott steht als Herme auf dem Altar, wo Feuer brriit, und ein bejahrter Man, nakt und sehr schön geschnitten, opfert eine Schlange, die er in's Feuer legt. 1424. Carneol. Schlangenstab Äskulaps. 1425- Rother Jaspis. Mvhnkopf von einerSchlan- ge umwunden. Der Mohn war ein eigenes Mittel wider diele Krankheiten. 1) 1426. Carneol. Zwei Schlangen mit einer Art Kranz oder Kam, 2) auf ihrem Schwänze erhoben, eine wider die andere; das Maul offen, als zischen sie, und eine Art Ei an- blikend, das von ihrem Schaum und Geifer gebildet ist, und aus der Lust zu Boden fällt. Dieses ist das mpstische Ei der alten Druiden, wovon uns P linius das Andenken unter dem Namen -mF-imum ausbewahrt hat. Wer es in der Lust, ehe es zu Boden fiel, auffing, mußte stch zu Pferd in vollem Galen schnell retten, den die Schlangen verfolgten ihn, bis ste turch eine» Fluß, der ihnen den Weg abschnitt, aufgehalten 1) plin. 1.20. lg. sect. 76.) 2) OiÄnis. I. 2g. ^c. 3. scet. 12.^ 20 * Geschnittene Steine. wurden. Die gallischen Priester schrieben diesem Ei wunderbare Wirkungen zu, und Kaiser Claudius ließ einen römi- schen Ritter einzig darum, weil er ein solches Ei in seinem Busen trug, töden, in der Hosnung, mittels desselben einen Proceß, den er in Rom hatte, zu gewinnen. Man glaubt die Handlung von dem Aufsangen dieses Eies aus celtischen Denk- male» der Kathedralkirche Von Paris zu sehen, l) Vielleicht ist dieses --NA»-'«--»!, das von den Druiden so gepriesen war, aus Phönizien oder Ägypten gekommen, wo man das Ei als den Ursprung aller Dinge ansah und es als aus dem Munds einer Schlange kommend vorstellte. 2) Plutarch bemerkt, daß in der Theologie der Alten das Ei für früher als die Zeit und als der Urkeim aller Dinge betrachtet wurde. 1427. Antike Paste. Schlangen wie die vorigen, wovon die eine das Ei im Maule zu halten, die andere aber es aus ihrem Schaume zu bilden scheint, wie sie uns auch ei» Denkmal bei Fabretti vorstellt. Z) Unter den Thiere» iß der Schlangenstab Äskulaps; oben zwischen zwei Sternen der Halbmond, umher die Buchstaben T'II'ä. 4428. Antike Paste. Ein Altar mit einer Schlange darüber. 142S. Smaragdprasma. Eine Schlange mit umstrahltem Kopf über einem Altare. l4Z0. Agathen»»'. Ein Altar unter einem Baun», wo eine Schlange hervorgeht, die etwas im Maule hat. Carneol. Ein Altar von einer Schlange nn» wunden; darauf eine Ähre, ein Mohnkopf und ein Palmmch, i4Z2. Carneol. Eine nakte Figur, auf einem Baumstamms sizend, in der Rechten eine Schlange, in der Linkin einen Stab. Man köiite sagen, daß es ein Man sei, weicher dem Äskulap opfere; aber weil man keinen Altar sieht, noch Feuer, noch eine Herme, wie bei Numero I42Z, fv glaube ich, daß es eine Wahrsagerei sein dürste, die man mit Schlangen iw stellte. Diese Art des Aberglaubens war bei den Alte» sehr gemein, und bei den Hebräern war der dem Wahrsagen und der 1) HIart!» reliß. ge. Suidas, wo er von Telegonus redet, der zuerst oder die Wabrsagerei, soll erfunden haben, sezt als Erklärung bei, es sei das Geheimste gewesen, zu verstehen, u>as die Schlange vorbedeute. Wen die Schlange das Öhr eines Menschen lekte, so glaubte man, daß sie ihm die Gab» drr Wahrsagerei mittheile. 2) ,) Aen>. 6e lies Insci-Ixt, !. I. x. 2Z4- z) Sckvl, ill Lurlx. llecub. V.ö7-l?^ Fünfzehnte Abtheilung. B a k ch u S. * I4ZZ. Spal oder Heliotrop. Kopf deS jungen Vakchus, die Haare mit Rebenlaub und Traube» durch, wunden. I4Z4- Antike Paste. Kopf des indische nBakchus von vorne/ den Scheffel auf dem Haupte. Vakchus kam von seinem Zuge nach Indien mit einem langen Barte zurnk. Der Scheffel wurde ihm gegeben, weil ihn die Ägvvtier als eins mit Ssiris und Seravis ansahen. Hier bemerke ich beiläufig, daß ein schöner Kops im Pa, last Farnese zu Rom, den die Antiquare Mithridates nennen, wegen des Beinamens äion'reoe, den dieser König ^ führte, ein i n di sch e r B ak chus ist, den es findet sich gar keine Ähnlichkeit zwischen diesem Kopse und jenem des Mithrida, tes auf Münzen; ausserdem steht man wohl, daß der Kopf, von dem ich rede, Ideal und nach Art jener der Gott, Heiken gebildet ist. 1435. Glaspaste, von Gravelle bekant gemacht. M ercu r laufend, um Bakchus als Kind den Nymphe n zn Dodona zu bringen, t) Bakchns als Kind wurde vornehm- llch Ja kchus genant. 2) t4Z6. Antike Paste. Mercur übergibt den Bak> chus der Nymphe zum ernähren. Die Paste gleichet vollkom, men einem Carneol von derselben Größe und vortreflicher Gravüre im Belize des Herrn von Winkler zu Leipzig. Denselben Gegenstand steht man auf einer antike» Vase zu Gaeta,3) und auf zwei Marmorn, im Palaste Albaui Ä und im Hof des Palastes Capponi, zu Rom. 1) Leliul. a. 26. 4) Lsssirilisvi t»v. Z.1 2 Kl. 16 Abth. ä77 » t4Z7. Agathonyr. Junger Bakchus, den Thyr- sus in der Hand, nebst einem geflügelten Genius Jn> xiters, den man am Donnerkeil erteilt. Man sieht auch Bakchus mit seinem Genius auf einer Münze, aus dem Pater Frölich, der nicht auf die Flügel sah, einen Pan oder Satyr gemacht hat. l) Ei» Stein des Kabinets zu Florenz stellt Jupiters Genius mit einem langen Zepter und einem Adler in der Hand vor. 2) Span heim irrte, wo er einen Herkules mit dem Blize in der Hand auf einer Münze des Herennius annahm. Z) l4.?8. Antike Paste. Vakchns auf einen geflügelten Genius gelehnt. Die Paste hat gelitten, und man erkent nickt, ob die geflügelte Figur jung ist, einen Bart habe oder nicht. Ist die Figur bärtig, so kan sie auf Äolus, dessen Hülfe Ariadne anrif, Bezug haben, wie der Gegenstand auf einem Sarkovhag vorgestellt ist. 4) So könte man Vermuthen, daß hier Äolus den Bakchus zur Ariadne sühre. Ist die Figur aber jung, so ist es Akratus, der Genius des Bakchus, der ihn begleitete. 5) Der Abate Visconti zu Rom besizt einen kleinen Genius des Bakchus von Erzt, den man vor kurzem gefunden hat. Auch sieht man den Si- lenns auf einen geflügelten Genius gestüzt unter den Zeichnungen des Commendators del Pozzo in der Bibliothek des Herrn Cardinals Alexander Albani, und auf einem Marmor, der für den Graven Caylus bestimt ist, scherzt ein Genius des Bakchus mit einem Panther; dieser Genius ist eine Art Faun, den man steht an ihm ein Schwänzchen. 6) » 54ZS. Chalcedon. Junger Bakchus, den Th»r- sns in der Hand, auf einem Seexferd, Vor dem ein Amor schwimt. 144». Sardonnr. Bakchusan eine Säule gelehnt. l44t. Antike Paste. Ebenso, eine Vase in der Rechten, den Thyrsus in der Linken. >) ?entam. »um. p. 162. 2) Nuz. ?l»rent. t.2. tsli. 77, num./Z. 3) Oe prsest. nuin. t. 2. p. 266. 4) k'ontauiai Hort. I.Z. p. g. ö) pallszn. I. 1. ^c> 2/> K) lüber AkratuS sehe man Vornehmlich: Aoega bassi- rilievi luv. 4.^ 4?z Geschnittene Steine. 1442- Antike Paste. Ebenso; er bedekt sich mit der Linken rükwärts mit einem Gewände. Antike Paste. Bakchus betrunken, den ThyrsuS auf der linke» Schulter, mit der rechten Hand dai Gewand heraushebend. Diese Paste gibt den Stein, von dem sie vor Alter? gezogen worden, mit aller Genauigkeit und ist vollkommen erhalten. Ich darf sagen, daß dieser Bakchus in Schönheit der Zeichnung und Reinheit der Ausführung jeter Figur aus dem Altertum gleich kömt. Die Paste hat ei- nen Zoll und neun Striche des römischen Palms in der Länge, einen Zoll und vier Striche in der Breite, so daß der Steinschneider ohne Beschränkung darauf die Wissenschaft und Feinheit in seiner Kunst entfalten konte. Man steht darauf alle Theile des Leibs ausgedrükt, ia man kan die Muskeln, die ^,-aei heissen, daran zählen. Indessen haben die einzel- nen Theile, in die der Künstler sich einließ, ihn nicht gehindert, den Charakter seines Gegenstands vornehmlich im Augenmerk zu behalten; den weil er einen Gott in jugendlichem Alter, zart- weichlich und üvig vorzustellen hatte, was des B ak chus Eigentümlichkeit ist, so wird alles dieses sichtbar, aber gleichsam wie auf der ruhigen Oberfläche des stillen Meers, wo nichts woget, ausser unmerklich von der Bewegung einei Hauches. Man urtheile über diefe Beschreibung nicht nach dem geäzten Kupser, das Gravelle von der Paste bekant machte: es ist ohne Geschmak und KentniL und gibt kein! Idee von der Zartheit des Originals. I) Ein von Natter an'i Licht gegebner Bakchus hat dieselbe Stellung, ist aber kleiner 2) 1444. Antike Paste. Derselbe Gegenstand, der sich eben so groß auf einem Steine des Herrn Zanettl zu Rom findet; doch ist die Gravüre unserer Paste unter jener. 14^5. Antike Paste. Gravüre der ersten Manier, Bakchus bärtig und bekleidet; mit der Linken hält er den Rand seines Gewandes, und mit der Rechten trägt er den Thyrsus aus der Schulter, an dem, wie fast an allen Tl»>r- fus, zwei Bänder sind, genailtZuweilen waren diese Bänder in Manslänge, 3) Es ist übrigens zu bemerken, 1) ßravees t. i. pl. io. 2) pierr. pl 27. Z) ^.tken. I. ö. sc. iL> 11.46.) I. >2. sc. g. o. 46.Z 2 Kl. Mh. 479 daß die zwei an den Th»rsus befestigten Stiike etwas Verwi- »clt sind und von ihrem Ende, das rund ist/ eine Art Schnur herabhängt, so daß beide Stüke einem Beutel.aleichen. Ich zweifelte, ob es nicht an dem Thvrsus befestigte Schlauche wärm ; allein die Sacke ist durch vier f? Z große Vasrliefs von tref, licher Arbeit in der Villa Negroui bestätigt. Sie stellen zwei Faune vor, die Trauben ausvressen und davon zugleich de» Saft, der in eine Vafe riüt, trinken. Über ihnen find zwei Thvrfus kreuzwcis, woran lange Schläucke hängen, de> re» Enden wie die auf unserm Steine verbunden sind, t) In dem Kabinet Vracciano zu Rom, ehemals Odeschalcki, ist ei» Carneol mit einer Figur, welche der auf unferer Paste in etwas gleichet; 2) man gibt sie für einen Priester deS Vakchus aus. Eine ähnliche Figur sieht man auf einen» Agath bei Beger. ZI 1446. Antike Paste. Ein ähnlicher VakckuS, wie man ihn auf einem von Vuonarroti beigebrachten Steine sieht. /») 1447. Antike Paste. Ähnlicher Vakckus und zu seinen Fußen ein Panther. *1448. Smaragdvrasma. Vakchus betrunken, an einen Vaunistain gelehnt, der mit einem von Trauben be> hangenen Zaune umgeben ist; in der Rechten hält er eine Schale. 144S. Carneol. Vakchus stehend neben einer Re> te; in der Linken den Thvrsus, in der Reckten eins Schale, woraus er Saft auf den Panther zu seine» Füßen gießt. » 1450. Sardonyx. Ebenso; aber ohne die Nebe. 1451- Carneol. — wo aber Vakckus unter einer Weinlaube ist. '1452. Agathon » x. Vak ck n s gehend, den Thvrsus in der Rechten, eine Maske in der Linken, zu den Fußen ein Panther. 1) Man sehe die Abbildung eines dieser Marmore unter den Vignetten der Denk maleNum. 15 und dabei die Bemerkung von Visconti.) 2) Nus. 06escl>. lall. 25. Z) riies. p. Z-. Über den Dovelthyrsus dieser Figur sehe man Num. 1585 dieser Klasse. 4) vbserv. -vxrü incäagl. x. 4». Geschnittene Steine. Antike Paste. Ba kchus sizend, mit demPan- ther zur Seite. 145ä. Antike Paste. B a k ch u s aus einem Wagen von einem Bok und Panther gezogen; vor ihm spielt eine sizende Figur die Leyer. 1-i55. S m a rag d pr a sm a. B ak ch u § halb liegend auf einem Wagen von zwei Eseln gezogen; ein Amor reißt die Esel/ um sie anzutreiben. 1456. Glas paste. Aus dem Kabinet zu Floren; ge> zogen,1) mit dem Namen des Künstlers: Bak< chus und Ariadne sizend auf einen, Panther. 1457. Antike Paste. B ak ch u s und A r i a dn e auf einem Wagen von zwei Panthern gezogen. Im Kabiner Farne se zu Cavo di Monte in Neapel stellt ein schöner Cameo Bakchus und Ariadne auf einem Wagen von drei Hören gezogen vor; voran geht ein Amor, und einer folgt hinten und treibt den Wagen. 145». Carneol. Ba kchu s und Ar i a d ne stehend unter einer Weinlaube; zu ihren Füßen der Panther. *1459. Carneol. Bakchus stehend, Tliyrsus und Schale in den Händen, zu den Füßen ein Panther; rechtS ein Satyr, in einer Hand den Hirtenstab, in der andern ein Trinkhorn; links Mercur mit Caduceus und Beutel. Die alten Hetrurier gaben neun Göttern den Bliz bei: Z) indem ich diesen Stein betrachte, vermuthe ich, daß auch Bakchus unter ihnen war. » 1460. Hyacinth. Bakchus, Ceres und Apol- l o stehend. * 1461. Carneol. Zwei Figuren, den Thyrsus in der Hand, opfern einer Statue des Bakchus, die auf einem Fußgestelle ruht. Ariadne. 1i62. Antike Paste. Kopf der Ariadne. Ick gründe die Benennung auf die vollkommene Ähnlichkeit, welche dieser Kopf mit einem auf Münzen der Jnfel Naros im Kabinet des Königs von Neapel und in dem zu Florenz hat; auch in dem Style sind sie nicht verschieden, den die Zeichnung 1) Mus. k'Iorent t. 2. Isli. 6. Stoscl, xierr. Aravees. x !.2Z. 2) kliii. I. 2. e. 62. lsect. LZ.^I 2 Kl. 16 Abch. ist a» alle» diesen Köpfen roh, ohne Keiitniß, und scheint das stnlieste Altertum zu verrathen. Die Kopse auf jenen Miin, zen scheinen Copien eines Kopfs im erst.» Zeitalter der Kunst zu sein ; den sie haben nickt das Altertum , welches der Kopf verrath/ ausaenomme» ein Silbersiük, welches unter allen am rarsten ist, >»>d wie die andern noch nicht bekant wordeii. Auf der leztern Münze steht man auf einer Seite A riadne, und aus der andern Herkules mir einem Füllhorn, der s» zu sagen nur entworfen ist; aber man erkent ihn mittels einer andern eben so seltnen Münze von Erzt aus der nämli- chcn Insel. Diese beiden Münzen sind im Kabinet des Malers Casanova, und die silberne führt den Namen der Insel NaroS von der Neckte» zur Linken geschrieben: blolLTäX. Auck auf der Paste ist der Kopf mit Epheu bekränzt und rükwärts mir einem Schleier bedekt, dock fo, daß man die Ohrgehänge nock sieht. Andere Münzen von Naros haben einen sehr sckönen mit Lorbeer bekränzten weiblichen Kopf, dcu B ege r für B a k ck u s ansieht; i) Nonttius überhob sich davon zu reden. 2) Dem Plutarchus zufolge gab e,5 zwei Ariadnen: Bakchus vermählte sich mit einer davon auf Naros, woraus Staphplos entsprang; die andere war die uttglüküche Geliebte, die Theseus aus derselben Insel verließ, wo sie auch starb.?) Neiden erwies man göttliche Eliren und beging ihre Feste in Trauer und Klage». Der Leser mag nun »ach diesem Berichte über den Namen der Köpfe entscheiden. ' I46Z Carneol. Weiblicher mit Epheu bekränzter Kopf, der gleich dem folgenden im alten Katalog unseres Ka- tmeis Ariadne genant ist. *1464. Dnnkler Carneol, Brustbild der Ariadne von vorne u»d mit Evheu bekränzt. Zur Seiten lt6Z. Carneol. Ariadne stehend, eine Schale in der Hand, und eine Vase mit einem Palmzweig zu den Füßen. 1466. Sm arag d pr a sm a. Ariadne stehend unter einem Weinstok, gießt eine Schale aus; Vor ihr auf einem Fußgestell eine Vase mit dem Palmzweig. i) l'hes. Lranllel). t. !. p. 4Z2. '2) ^6 (.'>!>/. OrWe. 246. 3) In l'hes. ^c. 20.^ Winckelman. s. 21 482 Geschnittene Steine. S i l e n u s. <467. Antike Paste. Kopf des Si le nus vo» vorne, 146S. — — Betrunkener S i len us, Halb, i iigur, "1469. Amethust, Silen auf seinen Thprsus g«, j stüzt, eine Traube in der Hand, neben einer Vafe mit Fuß, ^ gestell, aus welcher Ranken voll Trauben heraushängen. Aufder Vafe ist ein Panther mit dem Tlwrfus erhöbe» gearbeitet Die Gravüre gehört unter die besten. 1470. Antik- Paste. Silen mit Evbcn bekränzt, gekleidet wie die Philosophen, am Stäbe gehend und eine Vase in der Hand. Er gleichetjenem auf einer antike» Lampe beiBcl, lori, 1) Ein Pa» ini Cavitolio und zwei andere ebenfalls von Marmor und derselben Größe in der Villa Albanismd in Gewänder gehüllt, die ihnen bis auf die Schenkel reiche», <47l. Antike Paste. Silen stehend neben einer Vase und zu seine» Füsien ein Panther. >472. Amethyst, Betrunkener Silen auf einem Esel, den er beim Schwänze hält. * 147Z. Carneol. Betrunkener Silen mit dem Thprfus aus der Schulter auf einem Efel, 1474. Glasvaste. Betrunkener Silen auf im Esel. Ein Faun treibt das Thier an, die Inschrift: * 1475. Carneol. Silen besoffen auf einem Esel, welchen ei» Faun beim Zügel führ». * 147',. Carneol. Betrunkener Silen auf einm Boke, vor dem ein bellender Hund. 1477. Antike Paste. Betrunkener Sile» auf ii> oem Wagen von zwei Centauren, einen« mänlichen und weit' liehen, die gleichfalls betrunken scheinen. 1475. Antike Paste, den Agatlionpr nachahmend. Sil e» betrunken auf den Boden gestürzt; zwei Faune such!» ihn aufzuheben. 147?. Agathon » r. Silen hokend mit einem SchlW «be zwifchen den Füße», den er mit den Händen hält. 1480. Carneol. Ebenso. l) siiliij. x>»rt. 2. LA. 2 >, 2 Kl. 15 Al'th. »i^8i. Carneol in einen antiken Nittg gesaßt, Si< lenhokend, mit einem Thiersell bekleidet; vor ihm ein Schlauch und in der Rechren eine Schale, woraus er trinkt. Faunen. » i^82. Sardonyx. Kopf eines jungen Fauns. Glas paste. Ebenio. — aus dem Kabinete Strozzi von Rom gezogen. Ko»f eines Fauns mit dem Namen des Künstlers: rnc>xi. t) » t48Z. Nother I a fp i s. Kops eines jungen FaunS mit der Umschrift: Ist dieses der Name des Kunstlers, so war er mittelmäßig und gewiß aus der später» Zeit. *1486. Carneol. Kopf eines Fauns mit Traube» bekränzt, und ihm gegenül'cr eine Maske im Profil. Diesen Kops wurde man vlinc die spizen Ohren und etwas Zieaensell um den Hals nitit sür einen Faun halten; er scheint vielmehr das Vildniß eines bestandnen Maiis, aber in der vollen Kmt der Jugend, zu sein, und er hat nichts Wildes ü ie Alten, die keine Seltsamkeit suchten, und aus ihren F au n cn keine Mil-gestaltcn machten, beschränkten stch im Charakter von deren Kopsen auf die bloße Natur ohne Ideal; nur im übrigen Theil des Leibs gingen sie bisweilen über die Natur, n>ie der Torso eines F auns im Palaste Rondi»ini zu Rom beweiset. Zuweilen gaben sie ihnen Warzen, im Latein wca-oder wober die Fau »e auchbeigenaiir wurden.^) Der schönste Kops eines Fauns in Marmor in > r. Tanzender F a u n mit dem Hw tenstabe in der Hand. 14S4. Glaspaste. Holender Faun, einen Epheuke»»; windend, mir den, Namen des Künstlers ?R'rx?c>ic'. 1) 14?5. Carneol. Sizender Faun, einer Vafe gege»> über. » t4S6. Carneol. Sizender Fann, der Wein »»z eine»! Schlauche in ein Gesäß gießt, vor ihm eine Säulemil einer Urne daraus; an sie ist der Th»rfus gelehnt und » andere Vase steht unten daran. <497. G r ü u er Ja fpis. Ein F a u n kämpft mit ev »em Boke; zwischen ihnen ein Kranz, hinter dem Nokc m 'Palmzweig. ^ 14SS. Agathonyx. Sizender Faun, der mit l!> »er Ziege fcherzt, inden, er sie mit Trauben anreizt. 149S. Agathonpr. Ein Faun, der mit der Rechte» die bordern Füße einer Ziege hält, und mit der Linken de» Hirtenstab fa>»t einem Fell. » 1500. ?lgatho»»r. Ein Faun, der eine ZiG melkt. 150t. Carneol. Ebenfo, mit dem Namen: vo»w> 1502. Antike Paste. Ebenfo; der F a u » aber w den Kovf eines Boks, und die Ziege den eines Weibes. Die« ses ist vielleicht nur ein Spaß des Künstlers; ich habe indes> sen bci Numero <4 der ersten Klasse bemerkt, daß man de» Gorr Pan mit einem Ziegengesicht vorstellte, und die Faul« Begleiter desselben. 1) >,Man sehe die Abbildung bei Num. S der Vignette» zu den Denkmalen.) 2 Kl. 15 Mtl). » 150Z. Sardony»'. Ei» Fau» samt einem Hunde laufend. Antike Paste. Ei» Faun stehend, in der Rechten einen Palmzweig, in der Linke» eine Vase, zu den Fußen ein Hund. >505. Antike Paste, Ei» Faun mit einem kleinen Kinde auf den Knieen. Die Mütter thaten für ihre Kinder Gebete zu Pan: Platos Mutter empfahl ihren Sohn aus tew Berge Hvmettos dem P a n, den N » mPhe» u»d dem Hirten Avollo.l So scheinen auch die Faune ei» Recht auf die Beschirmung der Kinder gehaht zu habe». 1506. Glaspaste. Ein Faun gibt einem kleinen Faune, den er auf den Knieen halt, zu essen. 1507. Carneol. Ein Faun hält eine» kleinen Faun auf der Hand und zeigt ihm spielend Trauben. >508. S >» aragdpra snia. Ei» Faun scherzt mit einem Kinde aus dem Boden vor ihm. 1509. Rother Jaspis. Ei» sizciider Faun spielt mit einem Kinde, das vor il»n aus einer kleinen Erhöhung ist und die Trauben nehme» will, welche der Fau » über seinen Kopf hält. 1510. Carneol. Ein Faun wirft ein Kind in die Luft und fängt es mit den Hände» auf; hinter ihm auf einer Säule eine Maske, vor ihm Th»rsus und Vase. 1511. Carneol. Ein Faun gibt einem kleinen Faune ) Ol^mpivil. vita in xrinc. 2) ÄIus. k'Iorent. t. l. tsli. 90. n. 2. 3) !Uc(I. liu 2, welches der nämliche Steinschneider ist, ! von dem sich ein Kovs des jungen Herkules unter den Gem, > inc» der Grävin CHerossini zu Rom befindet 1) 1514- Dunkler Carneol, Ei» Faun nebe» einem Altar stehend; in der Linken den Hirteustab und ein Fell. *1515. Hyacinth. Ei» tanzender Faun, zu dessr» , Fnßen die t/i/a Aus einige» Marmorn / wie P. auf deui vorgeblichen F.ste T r i n, a l ch i o u § in der Villa Ab b a n i, find >ie durch Querstabe verbunden. '1516. Agathonux. Ebenso. 1517. Glasvaste, wovon das Original aus dem binet des Ritters Sdam in das des Herrn Molinari, Nuntius in ?!iederlanden, gegangen ist. Ein F a » » aus einem Panthersell lizend/ zwei Flöten zwischen den Fnßen, und obm der Nanie des Stein chneiders Der Baron S t osch las Ni ko m a chus, 2^ allein der Name heißt Nisonasvdtt Nikonas; den die Form der Buchstaben und die Art der Gra u>e nud von einer Zeit, wo man die griechischen und lateinischen Buchstaben zu vermenge» anfing, wie z. B. im den Kopsen Evikurs und Metrodors ini Cavitolio, die zu der Kaiser Zeiten gemacht find. Der Name Evikurs ist geschrieben: limLorr-ot!, welches der gelehrte Nersasser ei> »er Abhandlung über diese Büste nicht bemerkt hat, und unS den Namen, wie er geschrieben sein sollte, mittheilt. Z) DaS Mednsghgupt mit dem Namen , ist ei» gnderes Beu sviel dieser Art, und es gibt Münzen von Korinth aus dw selben Zeit mit der Inschrift: tüc>l-li>i. 4) *1518. Hyacinth. Fragment. Ein F a u n stehend und mit einer Ziege spielend vor einem in di sche n B akchui, 1) Ltuscli picrr. gravecs xl. 20. 2) pl. 44. z) Luonaccorsi letl. sopra I'illlSA 6'üpicuro. koms >744-4' les. k»t. t. >. p. 1Z2. Oruter. Inscrixt. x. ZZö, n. 2. ?alirelü Lo>u»>n. ^>. 2?4. 2 Kl. 45Al'th. M aus einer Säule unter einem Banine steht. Dieses ist ,ines ter vorzüglichsten Denkmale zur Zeit, wo die griechische Kunst des Steinschneideiis auf de» höchsten Grad gestiegen war. Man stellt daraus im Gesichte und in der Haltung die Mine eines ungebildeten natürlichen Jünglings: es ist ein walnbafres Bild ländlicher Einsalt und der ursprünglichen Natur. Die Haare sind mit großer Feinheit» und wie man sie an einem jungen Herkules steht, ausgeführt. Die Brust ist wie bei den alte» Helden erhaben, die Mufteln der Ärme smd fleischig ohne Härte, und die Haltung ist fest und ruhig: »lies Beweise von der Einstcht des Künstlers. Man kaii aus diese Gravüre ein Evigram, des P hi lo dem us aus eine Statue P » ns, anwenden: 1) Sckade, daß der untcre Theil der Figur fehlt; Vielleicht war des Künstlers Name daselbst, t 51 ?. Smaragdvrasma. Ein Faun, den Hirten, stab in der Hand, einen Schlauch auf der linken Schulter, zur Seite läuft ein Panther. Im Altertum gab es eine FaunS- statue, die einen Schlauch trug, von P r a r it e l es gearbeitet/ wie uns ein Evigram lehrt. 2) " tZ20. Carneol. Fragment. TanzenderFau», einen Fuß auf dem Schlauche, eine Flasche in der Hand. Die- fer gut geschnittene Stein stellt uns ein Fest vor, das die kandlcute dem Bakchus feierten, ülus dem Fell des Spfer- tliiers machte man einen Schlauch, de» man mit Ol oder Wein anfiillte und mit einem Fuße darauf fvrang, der erste, welcher sich darauf fest erhielt, trug den Preis, das der Schlauch selbst war,, davon. 2) Diefes Fest war daher >) s^ntliol. eüit. lacvlis. t. 2. z>, 7g. ^nalect. t. 2. x. gv.) 2) s^ntliol. «äit. ^acods. i. 4. z>. >36. ^u»!cct. t, 3. j>. 218.Z 3) ?olluz, I. 2. sect, >21.. 488 Geschnittene Steine. , auf den Schlauch sv ringen, genant. Einein alten Denkmal zufolge scheint es auch/ daß man sich ein Sviel daraus machte/ auf dem Schlauche die Le»- er zu rühren. 1) Die Flasche hat liier die Form jener an Statue» in der Villa Giustiniani und Regroni zu Rom. 2! Aus cinci» Steine des Gor laus fpringt ein alter Faun mit beiden Füßen aus den Schlauch. Z) 1521. Antike Paste. Tarnender F au »/ in der Rech, ten eine Traube/ in der Linken einen Tborsus mit Bändern. 1522. Carneol. Tanzender Fau »/ in der Rechten den Th»rsus/ in der Linken einen Hirtenstab famt einem Felle. » 152Z. Ngathounr. Ein Faun/ der eine Nase von der Schulter ausgießt in eine andere Vase auf dem Boden I52i. Chalcedon. Ein Faun mit dem Hirtenstaic, der in der Linken ei» Kücheugeschirr an einem Nienie» halt. 1525. Glas »aste/ wovon das Original im Kabine! des Kollegiums St. Jgnatii zu Rom ist. Pan und einl Svrinr. *1526. Sardvn»r. Hokender Faun/ eine Maske auf den Knieen aufnierksam betrachtend. *1527. Carneol. Ebenso mit der Inschrift: viovo- » 1528. Carneol. Sizendcr Faun/ einen Dorn aus den: Fuße ziehend. Vor ihm die Flöte mit mehrern Röhren an einen Baum gehängt. * 152?. Ameth»st. Ein knieender Fan»/ der einem andern knieenden F a u » e vor ihm einen Dorn aus dem Fuße zieht. 15Z0. Agathonvr. Sizender Faun/ der einem andern stehenden einen Dorn aus dem Fuße zieht. 15ZI. Carneol. Ebenso/ nur zwischen beiden Faunen eine Herme. 1) (^or> inscrixl. ütr. t. 2. x. 104. 2) k'icoi'ovi rlioll. zi. 63. Z) Ooct^-1. piirt. 2, n. Los. Ucrcurial. p. ik/,. edit. 2 Kr. 15 Abth. 15Z2. klarneol. Hnvfender Faun, der auf der Schul» ür einen andern trägt; vor ihm der Hirtenstab, und eine Flöte mit melirern Röhren. l5ZZ Antike Paste. Ei» Faun führt einen Bok >m» Ovfer; vor dem Bok ein Altar »nrer einem Baume 15Z4. Glas paste. Ei» Faun opfert eine Ziege unter einem Baume. Hinter ihm ein stzender Greis/ der die Flöte spielt und ein Faun mit der Dovelflöte. IZZ5. Carneol. Sizender Faun, einen Kranz in der /iiuid unrer einen, Baume. Auf der ander» Seite des Baumes fvielt ein Weib zwei Flöten. ' lZ.^6. Sardon»r. Eine Frau mit dem Tlmrfus nndeinFau», der ein Nad treibt, wie man es an Brunnen f>el>t; was zwischen beiden Figuren ist, dem Anscheine nach ein ruuder A,tar, halte ich snr eine» Brunnen: den die Ein» fassn,>g der alten Brunnen war ein ciuziger Stein, auf die Art runder Altäre gehauen. Aus diesem Grunde nante man einen Zlltar im Freien, der von, Blize getroffen worden, ,) den diese Altäre waren ausgehöhlt wie eine Brun- neninündnng, welches man noch heut zu Tage an Brunnen im Hereulano und selbst auf einem Marmor in der Galerie Giustinia»i zu Rom sehe» ka». 2) Die Einfassung der Brunnen heissen im Italiänischen iorc/ic -/n»pHe», und sie hatten eine gemeinsame Berehruug. Sie smd zu betrachte» als Z) was von Brunnen, herkömt und diejenige» bezeichnet, die einen gemeinsamen Brunnen haben, folglich Freunde und Nachbarn smd. Aristoteles fagt, daß von de» gemeinsamen Brunnen die Freundschaft unter den Bürgern entspringen >) Lalmas. eicrcit. in Lolin. z>. 1141. 2) däier. Oiust. t. 2. tal). Z) lüazaul,. not. in ^ristoxl». D^uit. v. 26?. >jso Geschnittene Steine. müße, j) und dasselbe lehrt uns Platv durch den Mund sei. „es Satyrs: „Ich gieße (sagt er) Wasser aus/ bevor »»in „ Wein ausgießt, und darum Heisse ich Satyr." Hiir die Evigramme: selt: ein Tausch / wie jener der Waffen bei den alten Heldin, um ihre Vereinigung anzudeuten, l5Z7. Antike Paste, den Sardvnyr nachahmend, EinFaun und eine?Z.« »1 p h e umfassen sich und tanzen; der Faun hält in der Linken den Hirtenstgh, und »u ihren Füßen ist eine umgeworfene Vase. >) Rliet. ^ ^ I, 2, c, z. 2) ^nlkol. c. lv5. ^nalccl. t. I. >7-^ Z) ^Ibill, t. Z p, >?^. t, 2, p. 448.^ 4) 8j>anlu:>». »>l /^ristvxk, v. 1ZZ2. 2 Kl. 15 Abth. G a t y r e n. jSZS. Glaspaste. Kopf eines SatvrS. Ich finde in der Saiiilung von Zeichnungen des Commendators del'Pozzo den Kopf eines Satvrs , der aus einem runden Stüke Erzt stand, aus dessen Rnken die Inschrift war: x^l^l-'rkio're. Wir lieben Haine und Hohlen. lZZS. Glas» aste. Kopf eines Sat»rS mit dem Na- wen des Künstlers: cKil^xoe. j) Das Original dieser Paste ist im Kabinere Strozzi zu Rom. tZ-jo. C arn eo l. Ein Sat»r stehend, in der Rechten eine Vase, in der Linken eine» Dreizak, der auf der andern Seite in einen Pfeil endigt. Der Dreizak scheint das Wasser zu bedeuten, mit dein die Alte» fast immer ihren Wein vermischten- » l54t- Carneol. Ein Satur scherzt mit einem Boke. 1542. Agathoniir. Ein S a tl> r, die Hände auf dein Riiken scheint mit einem Boke zu streiten; zwischen dem Sa< t»r nnd Bok ist ein Haase und Palmzweig; hinter dem Satyr die Buchstaben: r». » Heliotrop. Ein Sa t» r im Kampfe mit einem Boke, zwischen ihnen der Palmzweig in einer Vase, und umher die Buchstaben: "1544. Rother Jaspis. Ein Sa t»r, mit der Rechten eine Ziege haltend, in der Linken einen Zweig mit der Beute eines Thiers; zwischen den Fußen des S a t »rs eine umgestürzte Vase. »1545. Carneol. Ein S at« r, mit der Linken einen B«k bei den Hörnern haltend, in der Rechten droht er mit dem Hirtenstab einem Hunde, der den Bok anbellt. ' tZ46. Carneol. Ei» Satyr, odervielmehrHahn, der dem jungen ül»mpos das Flvtenspiel lehrt. Dieser Gegenstand ist melirmal zu Rom in Marmor wiederholt; 2) auch kömt er aus einer Malerei im Herculano vor. Z) ' tZ47. S m aragdpr a sm a. Ebenso. >) 8loscli xierr. gravecs xl. üö. Älus. ?Iore»t. t. 2. tak. g, n. Z. 2) Malier i'JccoltJ «li 8tatue lal>. 64. Z) ?ittur mm, iLorenzo Medici^ erhellet. 155Z. Glasvaste. Kovf einer Bakchantin und Vor demselben ein Baumzweig. *l55j. Antike Paste mit dem Namen des Steinschneu ders: Brustbild einer Bakchantin, die den Tlnm'us auf der Schulter trägt. Diese Figur gilt uns eiue lwhcre Idee von diesem Künstler, als seine übrigen be> kanten Steine. Der Kovf hat das schönste Profil und eine Reinheit, die man nur an Kovfen des besten Zeitalters der Kunst findet. Diese Paste ist von Schweiekhard, einem geschikten Kupferstecher, in Kupfer sein ausgesüdrt, und komt dem vortrefliche» Originale gleich, l) 1554, Antike Paste. Stehende Bakchantin mit dem Tlwrsus auf der reckten Schulter. * 1555. Sardonnr. Gehende Bakchantin mit dem Tlmrsus auf der rechten Sckiulter, in der Linken einen Kranz. Die Gravüre ist aus dem höchsten Altertum. 1556. Dunkler Carneol. Stehende Bakchantin, in der Rechten eine Nase, in der Linken den Tl»>rsus, wovon man die Svize durch Blatter herausgehen steht; den die TM'« sus der Ba kchanti n en waren wirkliche Lanzen, 2) die sie als Zeichen deß Friedens trugen. 1557. Carneol. Gehende B a kch a n r i n, mit der Rech, ten eine Hindin bei den vorder» Füßen haltend und mit fich führend; auf der linken Schulter ei» Hirtcnstab, woran eine Vase ist; auch hat sie i» der Rechten ein Huhn oder einen andern Vogel. 1558. S ma r a g dvra sma. Stehende Bakchantin,in jeder Hand umgekehrt eine Vase haltend, unter dem linken Arme einen großen Krug und umher das Wort 1) lMan sehe die Abbildung als Rum. 10 der Vignet, ten bei den Denkmalen.Z 2) Hlscroli. L»lur»al. I. i. c. iL. 2 Kl. 15 Abth. ^l93 <55?. Antike Paste. Drei Weiber, dein BakchuS ein Fe st feiernd, oder besser, die drei Töchter des Kadmos: Ins, Antonoe und Agave, die zuerst von der bakchi- schen Wuth ergriffe» worden. Andere Autoren geben vier dieser Bakchantin en an: Jo, Autonoe, Seniele und Agave. 2) » t560. Sardonor. Bakchantin auf einer mystischen Kiste stzend, in der Linken Thursus und Maske. Die Maske bedeutet das Schauspiel, das man bei Festen des Bakchus beging, und alle, die zur Bühne gehörten, waren unter dem Ausdruk: L>, -?«>> begriffen. Auf dem Dekel eines Sarkophags, wo ein Triumph des Bakchus vorgestellt ist, in der Villa Conti zu Frascati, sieht man einen mit Mafke» beladenen Wagen. tZül. Antike Paste, den Sardonur nachahmend. Bakchantin niit einem Selilauche auf der Schulter. 1562. Carneol als Käfer. Bakchantin mit einer Aase. tZ6Z. Glaspaste. Sizender Faun auf einem Felsen den Becher leerend; vor ihn, eine Bakchantin, die Trau- bensaft in einen Becher auspreßt. 1564. AntikePaste. EinFa un von derbakchischen Wuth ergriffe»; in der Rechten den Kopf eines Boks, auf den, linken Arm eine Löwenhaut, auf der Schulter einen Baum; zwischen den Fußen eine umgestürzte Vase und vor ihm auf eineni Felse» die kleine Figur eines indischen Bakchus. 1565. Carneol, als Käser. Lausende B a kchan ti n, in der Rechten eine Vase, in der Linken den Thursus. t566. Ca rn e o l, als Käfer. Ein von ba kch i scher Wuth ergriffenes Weib; in der Rechten eine umgekehrte Vase, in der Linken ei» Thier. - t567. Agatho » » r. Ei» von l> akchischer Wuth ergriffener Faun? auf dem linken Arme ein Fell, in der Rechten den Th»rsus. * 15SS, Heliotrop. Ebeuso. tZüS. Antike Paste. — mit einer umgestürzte» Nase zwischen den Füße». l570. Glaspaste, wovon das Original im Kabinete 1) l'iicoci'it, l>!v'I, ^XXVI. v. I.s 2) ni)t>,ol. l. 2. c. lä. 494 Geschnittene Steine. in Florenz, l) Ei» Von bakchischer Muth ergriffener Fan»! mit der Neckten schwingt er den Thvrsus, an dem zwei Stäbe hangen, die beim Schwingen ein Geräusch machten wie Kro, talen oder Castagnetten/ wie ich svärer sagen werde. Zu den Füßen eine umgestürzte Vase, und zur Seite der Name de§ Künstlers: tZ7l. Carneol. Tanzende Vakchantin, in der Rechten einen Kranz, in der Linken den Thqrsus. 1572. Ameth»st. Tanzende Vakchantin, in der Rechten eine» Avsel, i» der Linken den Th»rsus. t57?. Antike Paste. Eine von b akchi sch er Wuth ergriffene Bakchanti n, die sich mit den Fersen rükwärts sckliizt. Dieser Tanz hieß 2) 1574. Antike Paste. Fragment. Von bakchischer Wuth ergriffene Vakchantin mitfliegenden Haare»; in bei, den Händen hält sie ihr weites Gewand. (Anna FabrU erinnerte sich der Bakcha ntinen nicht, als sie schrieb, daß die griechischen Weiber nicmals fliegende Haare getragen.?) 1575. Antike Paste, den Sardoinir nachahmend, halb so groß als ein Jaivis im Kabinet zu Florenz mit der, selben Vorstellung. 4) Eine von den B a kch a n ti ne n, die Pen> theus tödete; sie will sich bei dem Altar des Bakchus ret> ten, und »msaßt eine kleine Statue des Gottes. 5) 1576. Antike Paste, den Sardonvr nachahmend. Tanzende Vakchantin, ein Tamburin in der Hand. » 1577. Carneo l. TanzendeVakch antin, in derlw ken Hand ein Tamburin, mit der Rechten ihre» Gürtel hak tend, um ihre Weichlichkeit anzudeuten; deii ist nonyni mit weichlich. 6) Dieses könte wohl auch eineoitta sei», welche die Alten bei mehrern Festen trugen, wie man auf vielen Marmor» und Vasen sieht, wo die Figuren ß! 1) IVlus. I'IorcrN. t. 2- tal>. z. N.2. Ltoscli xierr. Zraveci xl.49. 2) k>o!!ux I. 4. sect. 104. 3) ^.<1 in Ler. V.?. 4) Älus. k'Ioi'knt. t. ». t»I>. 69. n 9. ö) inscrijit. ^tr. t l. tal). 16. 6) I^errar. öe rs vest. t. Z, c. 7, 2 Kl. 15 Abth. 495 entweder in der Hand oder auf dem Arme tragen, i) Die Ma ist zuweilen nichts anderes als eine Serviette, ^,-1^-^----- die manden Opfernden, wieServins bemerkt,^) darbot, »n> die Hände abzuwischen: /)«,./ man,!,!» t57S. Glaspaste. Tanzende Va icl>a ntin , die Le»- er fpieleiid. '157?. Carneol, in einen antiken Ring von Gold gef aßt. Ein von bakchische r Wuth ergriffener Faun zwifchei» einem Sat» r und eineni andern Fan »/ der zwei Flöten fvielt. » >580. Glaspaste, aus dem Kabinet des Königs von Frankreich gezogen. Ein B a kchana l, unter dem Namen Sigill des Michel Zlngelo bekaüt. " t 5SI. Chalcedon. Nakte stehende Figur mit einem breiten Gürtel von ciueni Felle um den Leib; es ist ein starker Mali , der seinen Thyrfus gegen die Schulter siüzt und mit beiden Händen eine Maske auffezt. Diese Figur ist Von einer wundersamen Gravüre, und wurde von Fieoroni, dem ste gehörte, und der sie dem Baron Stosch hinterließ, beknnt gemacht. 4) Sie wurde auch von Gravelle, 5> und Von Natter 6) bekant gemacht; aber die Zeichnung entspricht dem Steine nicht, obwohl die von Natter den tiefen Schnitt anzeigt. Die Figur^ stellt ohne Zweifel einen oder Priester des Pan vor, welche nakt in den Gasse» liefen, und nur die Sckiaam »ut dem Fell der Schafe, die sie dem Pan geopfert, bedekt hatte». 7> Die Gebräuche bei den Festen des Pans waren von jenen bei den Festen des Bakchus nicht viel unterschieden. Bei diesen gab es Schauspiele, und bei deu Feste» Paus vielleicht ebenfalls, weil die Mafke darauf anspielt, und man nirgeiis lieft, daß 1) (^ori Älus. I^trusc. t. 2. tal). 162. »64. »66. »67. 2) ?->A. 224. 3) ^irg. ^11. I. 1. v. 701. 4) Älascliere scen. t5il». i Z. p 67. 5) ?ierr. ^lavee.', t. 2 ^. 21. 7) Val. kläx. l. 2. 0. 2. u. g. 4s6 Geschnittene Steine. die Lupereale mit Masken liefen, obgleich das Stillschweige, der Alren diese Vermuthung nickt ganz unwahrscheinlich macht. 1SS2. C a r n e o l. Ein Delphin init dem bärtigen Kops eines Alans: Vielleicht einer von den tyrrhenischen Schiffern, die von Bakchus in Delphine verwandelt worden. I) N gab auch einen Fisch, der Bakchus hieß. 2) Die Fabelei, »vahnt mehrere Verwandlungen dieser Art: PomviliuS wurde von Apollo, der ihn liebte, in einen Fisch verwalt, delt. Die Verwandlung der T»rrbenier in Delphine iß unter andern Fabeln als Verzierung an dem großen Thore von Erzr der St. Peterskirche, das unter Six tus IV. gemacht worden, vorgestellt. t5SZ. Antike Paste. Ebenso. Abzeichen des Bakchus. I5S4. Antike Paste. Ein Thiirsus mit Bändern, Z5S5. Sardonvr. Ein Thnrsus, der auf beiden Seiten in einen Taiizapfen oder in einen Busch EpheubläNer endet, wie man bei ähnlichen Th»rsus mit Bändern, die in der Mitte einen Knoten bilden, sieht; z. B> auf dem Dekel ^ des Sarkophags, der oben bei Numero l5ül> angeführt iß. Wer das Neue von dem Alten unterscheiden kaü, mag urthei, len, ob ein Th»rsus, den ein Bakchus zu Verona trägt, walxliast antik sei. 15S6. Sardonvx. Ein ähnlicher Tl>»rsus mit cimi Schellentrommel; unten die Sonne und zur Seite ein L«l> ^ beerzweig. lZ87. Amethvst- Becher des Bakchus. Vulca« ^ verehrte dem Bakchus einen Becher, den dieser der Tl>c!i! schenkte. Zi Ich habe das Gefäß einen Becher des Bai- chus genant, weil er den Gefäßen unterNum, t5SZ—IZSi! ähnlich ist, a» welchen man den Thyrsus mit Bändern sieht, 1) ^polloil. 1.3. c. L. Z.z. Oviä. »lütaiu. I. 3. V. 6?>. 2) Lilien. I.g. I^c. 14. >1. Z> I 4) Hisste! Vervn- illustr. xort. z, c. 7. p.22g. 5) »leurs. coninicnt. IN V. 273. 2 Kl. 16 Abth. was ein Merkmal der Becher des Bakchus ist: alle haben zwei Handhabe»/ wie jener der Bakchantin bei Nnmero 1566 ebenfalls zwei hat. Der Kot »los, nur mit einer Handhabe/ war ein besonderer Becher des Bakchus. t) jZSS. Sardvnyx. Ebenso. jZSS. Amethyst. — llZSo. Sardonvx. — S m a ragd vra sma. Ebenso. jZS2. Amethyst. Flacher Becher des Bakchus mit Mi Handhabe»/ ?/«>.>, genant. 2) 15». Sardon »r. Becher des Bakchus mit einem xhursus darin. 1554. Chalcedon. Becher des Bakchus mit einem Th»rsus daran. 1555. Rother Jafvis. Ein Dreisuß mir einer Schale daraus und zwei Vasen in Form eines Pocals: //ocu/a cu/n yv-z/io tin». Z) Der Dreisuß war dem Bakchus ebensalls geheiligt/ und geHorte unter die Preise/ welche die Sieger bei de» Spielen dieses Gottes erhielten. 4) * Z5S6. Sardonvx. Ein Panther. 1557. Smaragdxrasma. Ein Panther aus dem Becher trinkend. 1558. Carneol. Ein Panther/ den Tbyrsus tragend. »15SS. Carneol. Ein Panther neben einer c/Äa samt Maske und Thyrsus. Das Thier steht aus den hintern Füßen/ um Trauben Von einer Rebe zu fressen; oben steht: »i. oxviii,. Es gibt besondere Abhandlungen über die ciÄa aber niemand lehrt uns mehr/ als was in den Autore» steht/ und was von Marmorn und geschnittenen Steinen bekaiit gemacht ist. Man glaubt/ diese Kisten seien beschaffen gewesen / wie bei ihrem Anfang und wie man sie gewöhnlich abgebildet steht/ d- h. co/i,^ p/n!s/«i^ >) ^lkcri. I. II. sc. g. n. 56.? pollur I. 6. scct. gg. Z) Uoi-a!. I. 6. 117.^1 S) Die größte steht man in der Villa Beluedere zu Frascati/ zwei Palme hoch; einSilen mit dem Schlauche stzt darauf. Winckelman. 21 " 4^8 Geschnittene Steine. den man wußte nicht/ daß zwei wirkliche von Erz» in Rom sind: die eine im Sollegio St. Jgnatii, die andere im Besiz des Abate Visconti. Beide wurden in der Gegend von Palestrina gesunden, und es stnd cylindrische Ee> säße mit Dekeln. Aus dem Dekel der erster» stellt Bakchus, auf zwei Faune gelehnt; sein Gewand ist mit Sternen be> säet/ um den anzudeuten! Aus einer kleine» Lampe, welche diesen Figuren als V»> sts dient, ist der Name der Person, welche die machen ließ, nebst dem des Künstlers eingegraben, t) Aus dem Dckel der andern steht Bakchus ge> lehnt auf eine» Faun, der einen langen Schwanz hat, wi« sie die Hetrurier vorstellten, und um den Chlinder her ist ein Bakchanal eingegraben. 1600. Heliotrop. Zwei Panther an einem Wagen, worauf die c,Äa nebst einem Thyrsus. 1601. Carneol. Kopf eines Boks, Thvrsns und Flöt« mit mehrern Röhren. 1602. Glas paste, wovon das Original im Kabinet des Königs von Frankreich. Der diony fische Stier, mit dem Namen des Steinschneiders: *1606. Carneol. Ähnlicher Stier, aber ohne Abzeichen, mit dem Name» des Steinschneiders: 1604- Carneol. Zwei Figuren unter einem Baume; die eine hält ein Gesäß, die a»dere saugt mit einer Roh« Wein aus dem Fasse, das zwischen ihnen ist. 1605. Rother Iasvis. Ein hölzernes Faß mit ei> ner Art Flasche. Ausser den irdenen hatten die Alten auch hölzerne Fässer, wie wir. Z) Ein solches ist unter einer Grat« inschrist, nebst einer Vase, die man fnr einen Sak ansah,-i) Zwei Personen auf einer Lampe im Collegio St. Jgnatii iu Rom tragen ein ähnliches Faß. 1606. Carneol. Ein Wagen mit Vasen beladen ««» twei Eseln gezogen. 1607. Antike Paste. Ein Trinkgefäß in Gestalt «i> i) ?icoroni «Zlsserl!«. sntico I^aliico. x, ?3. z) Mliriette pivrr. gravees xl, 42. Ltoscli pl. xjo, Z) plin. I. 14. ^c. 2i. zect.Ä^.^ >j) (^rut, inscrixt. ». S, 2 Kl. 15 Mth. ^99 ni§ Horns, dessen Ende die Form des Vorderleibs eines Pfer, des hat. 1608. Antike Paste. Ebenso/ »ur mit dem Vorder» leib eines andrrn Thiers. P r i a p u s. *160?. Antiker Ring von Gold und gravirt. Kops des Gartengortcs, die Zeugungstheile am Halse hängend. Dieses erinnert an die grausame Behandlung, mit der Peri »l ektom en es bei Plautus dem Hahnrei seiner Frau droht: k/i /» co//o i) N!an hing auch Priapen, /-»o/num genant, den Kin> dern um den Hals. 2)— Plinius sagt: man habe zur Zeit icS Kaisers Claudius angesangen i»it goldnen Ringen zu ligeln. Z) 'l6l0. Carneol. Ein Bildhauer, der einen Pria> »uS macht. k)//m ^scu/nll5, snuki/e ene /)eum./jZ j6l1— i6l2. Carneol. Ebenso. lSIZ. Antike Paste. — Sardon»r. Antikes Petschast, woran alles ai!§ einem Stuke. Priapns Herme mit dem Thlirsus. Diodorus Siculus erwähnt einer Statue Mercurs, woran ein Geheimniß, das er nicht zu enthüllen wagt. 5) Dir Priapen, welch König Sesostris errichten ließ, wo er Widerstand gefunden, waren einsacke Säulen mit den Zengungstheilcn, 6) 1) Mies ßlor. »ct. 6. scen. 6. V. ü — 6. 2) Lockert. ?>>alcg et Lan. x. 628, 3) I.. ZZ. ^c. 1. «ect. 6.^ 4) Horst, sät. I. L. 1 — 3. 6) I. 2. c. iv2. t) lG. d. K. tB. !l K, tv§. SZote.^I 600 Geschnittene Steine. 1615. Sardon>>r. Ebenso. » 1616. Carneol. Priap us Herme unter cinm Baume, den Hirtenstab aus der Schnlter. 1617. Sardo «>>»'- Priapus mit einem Apsel in der Rechten. »1618. Smaragdprasma. PriapuS/ einenMil in der Linken, den Caduceus in der Rechten und Früchte i» einem Schurz. Der Gartengott ist liier im Amte eines Gr> sandten/ da im hohen Altertum der Caduceus das Merkmal der Abgeordneten war. Ja so» nahm denselben/ als er de» König Äetes auszusuchen ging! «l/?ix -'/.sv 1) ES scheint/ man habe andeuten wollen/ daß Priavui sein Geschäft verrichte/ wie die spartanischen Abgeordneten,dii Aristophanes in der Burg zu Athen einfuhrt: Der Caduceus köilte indessen auch auf das Bezug haben, wa§ ich oben l>ei Num. 1614 anführte. 161S. Not her Jaspis. Unförmlicher Priapus. "»<620. Grauer Jas» is. Priapus / wie S«> ravis/ mit dem Scheffel auf dem Kopse/ über einem Hali> inond stehend; unten ist ein Amor/ ein Knie auf demBs> den/ die Hände aus den Rilke» gebunden. 1621. Glaspaste/ wovon das Original im Kabiml zu Florenz. 3) Ein A m o r auf einem Felsen / der mit einm Dreizak eine Schlange vor einer Pri apu S h erm e tödet. » 1622. Carneol/ in einen vergoldeten antiken R!nz gefaßt. ?l m o r sezt einer Priavus h e r m e einen Kranz auf. »1623. Carneol. Ein Faun stzt einer Priavus« h e r m e gegenüber und hält den Thyrsus/ woran die Krotaini, * 1624. Carneol in einen antiken Ring von Geld gefaßt. Ein Faun spielt die Leyer vor einer Priapu§> h e r m e » 1 625. Carneol. Ein Faun/ die zwei Flöten !» >) ^xullon. ^rzonaut. I. Z. v. lg. 2) v. sWi n ekel mail Verstehet hier unter ren vielmehr a u sge sch ü rz t^w^ren / und ihr Kleid mn die Husten einer Sau Hürde glich.) 3) DIus, ?1or. tsl>. 73, 1» 5. 2 Kl. 15 Ablh. soi der Hand, stzt am Fuße einer Priapus Herme unter einem Baume, woran sein Stab geleimt ist. 1626. Carneol. Ein Faun spielt auf der Dopel« Me vor einer Priapusherme, »1627. Carneol. Ein Faun opfert einer Pria- pusherme, hinter der eine große Vase steht, Wein in ei> ner Vase. »162S'. Carneol. Ein Faun gießt Wein aus dem Schlauch >» eine Vase, Vor einer Pri a p u s h er »i e neben einem Baume. 162S. Noth er Jaspis. Eine Figur mit dem Tlivr- suS opsert einer P r i a pu s b er»> e eine Platte voll Früchte; nikwarts spielt.ein Amor die zwei Flöten. 1630. Carneol. Zwei Weiber, wovon eines die Do- xelflote spielt, und das andere ein Tamburin, vor einer Pri> apusher m e. 1631. Magnetstein. Zwei Figuren opfern einer Priapushermc. 1632. Carn eol. Eine bekleidete Figur mit einer brennenden Fakel in der Hand opfert eine Platte voll Äpfel vor einer P r i ap u s h er >» e. 1633. Carneol. Ein Weib opfert einer Priapus» Herme, vor der ein Altar mit Feuer ist, eine Platte voll Früchte. 1634. Carneol. Ebenso, und hinter dem Weib eine zroße Vase. 163S- Smaragdprasma. Sizender Faun unter ei> nein Baume vor einer Priapusherme. An dem Baume hängt ein Schlauch. 1636. Dunkler Carneol. Eine bekleidete Figur ovfert dem Priapus, der in einer kleinen Nische, die aus Blätter» gemacht ist, sieht, Äpfel auf einer Platte. Diese Nischen hießen oder >) 1637. Smaragdprasma. Ein Weib bringt vor ei< ner Nische, unter der ein kleiner Altar mit Feuer ist, Äpsel dar. 1638. Granat. Ein Mau opfert dem Priapus eine Fakel. 1635. Carneol. Ein Weib opfert dem Priapus; rükwärtS spielt ein Man aus zwei Flöten. i) carm. iZ, 4g. 502 Geschnittene Steine. 1640. Carneol. Ei» Man fpieltvor dem Priapuj zwei Flöte». 1641. Clialcedon. Ebenso, und ein Weib zundtt vor Priavus Feuer an. I64Z Carneol. Fragment. Ein Weib hält in je> der Hand eine lodernde Fakel, und ei» Mail spielt die zwei Flöten vor Priavus. *1s4Z- Carneol. Ebenso. 1644. Smaragdprafma. Drei Figuren opfern dem Priavus. *1645, Agathonvr. Zwei weibliche S a t »r e n um ei> nen Priavus her; die eine fezt sich auf ihn, und die ander« knieet "uf einem Altare, einen Lorbeerzweig in der Hand und umfaßt den Gott, 1646. Glasvaste. Ebenso, und eine Säule mit ei> »ein Köcher daran. 1647. Gelber Jafvis. Ein Mail opsert auf einem Altare dem Priapus unter einem Baume. 1645. Glasvaste. Ein Priapus oder Glied, wie die folgenden Priave sind. ^164?. Tovas. Priavus mit einer liberschrist. 165». Magnetstei», auf beide» Seiten geschnitten. Auf der eine» Priapus, aus der andern ein Lorbeerkranz und Palmzweig, mit dem Worte: 1651. Antike Paste. Priapus von einem Pfeile durchbohrt. 1652. Antike Paste. Geflügelter Priavus. 1653. — — — — netst dem Worte: p/a. 1654. Glasvaste. Säule mit einer vrne daraus! davor ein Priavus, der hinten in einen Löwen endigt, und eine Schneke hält; über ihm ein Schmetterling, und hinter der Säule die Inschrift: 165Z. Antike Paste, in einen antike» Ring von Erzt gefaßt. Geflügelter Priapus in eine Muschel drim gend, und ein Stern darunter. 1656. Glasvaste. Ein Man reitet auf einem P>'h avus, der in einen Löwen endigt. Man weiß, daß die Neuvermählten auf dem Priapus reiten mußten, und dw ses war in einer kleine» Statue zu Rom vorgestellt. 1) Im i) Lassl. öe rUunuxt.x. iZ l I. ia droaov. !?>es.-mtiy. Rom. 2 Kl. 16MH. 60Z Palaste Ssorza zu Rom wäre» zwei Priape von ungeheurer große, die i» zwei kleine Fuße von zwci Palmen Länge auslösen/ und auf diesen Füßen saß ein Weib. 1657- Glas paste. Ein Amor reitet auf einem Priapus/ der in einen Löwen endigt. »I65S. Carneol. Sizende Figur/ mit einem un> förmlichen Priapus/ dem er das Shr nähert/ als wollte er jl)N hören und sagen! kaiet mea ,ne/item. »!aKNa ^ t //r/o^'eL o//äes/e. >) Es gab Philosophen/ sagt Motte le Va»er in seinem Hexamero»/ welche diesem Theile einen sechsten Siii zuschrieben. 165S. Sardonvv. Svintria. 1660. 1S6Z. 1664. 166». 1672 — 1675- Antik« Paste. Spintria. » 1661. 1669. Carneol. Svintria. <662. 1666. 1671. Glaspaste, Spintria. 1676. Glaspaste/ wovon das Original in dem ehemaligen Kabinet des Grave» Tboms war. Svintria mit kr Inschrift: Mo/'s /e en/m /-repe Darunter steht: ^X/^II /^,'va^ ^/c-/,a-i. '1677. Sardonyx. Covie der vorigen Paste, 167S. Carneol. Zwei unzüchtige Tänzer. >) klsnisl. lVI. Z6.) Sechzehnte Abtheilung. Herkules. »167?. Carneol. Brustbild des jungen Herkules. Die Löwenhaut über den Kovf; eines der schönsten Stiike uw sere^ Kabinets. Es gibt wenige Köpfe an Statuen und aus Gemmen, die mit diesem zu vergleichen wären. Das Ideal der Schönheit und die Kunst in der Ausführung halten glei. chen Schritt. Ich finde den Kopf in der Jole beschrieben; den es ist ein Gesicht, 7-,em e i» fn v,>^/ns i) Nur die volle Stirn, die sich über der Nase mit ein» gratiösen Wölbung erbebt, und die so zu sagen den künftig«! Helden vrophezeit, und die kleine empfindliche Muskel üb» dem Auge zeigen den mänlichen Kovf an; auch gekoren die kurzen von Natur krausen Haare ohne Loken um die öliri» keiner weiblichen Schönheit an. Hier ist das Ideal eiiikZ schönen Jünglings, wie ilmGlykera, diese liebliche He täre Griechenlands, wünschte: „wo nämlich die Züge des Jung, „lings das Geschlecht zweifelhaft lassen:" vi » t6S0. Chalcedon. Kopf des H er ku les ohne Bari «nd mit der Löwenhaut um den Hals. * 16»i. Sardon»r. Ebenso, und die Keule aus t» Schulter- Glas» aste, wovon das Original im Kabiittlk Strozzi in Nom. Kopf eines jungen Herkules, mit W Keule aus der Schulter, und mit des Künstlers Namen: >) Ovill, VIII, 4. 2) I. >3. I^c. g. n. S^.Z 2 Kl. 16MH. 603 l) In demselben Kabinet ist der Kopf eines jungen Herkules in Cameo, das schönste Werk dieser Art, ein nvn ^ i68Z. Glaspaste, Fragment, wovon das Original im Kabinete zu Florenz. 2) Kops eines jungen HerkuleS mit Lorbeer bekränzt/ And mir des Künstlers-Namen L/^c. Die Grävin Cherossini zu Rom hat den Kops ei- ues schöne» Apollo von eben diesem Künstler. I6S4. Antike Paste. Kovs eines jungen H erkul es mit Lorbeer bekränzt, als Sieger bei den olympischen Spielen. l685. Antike Paste. Ebenso. »l686. Carnevl. Kopf des H erk u l es ohne Bart Mit dem Lorbeerkranze. Hinten die Buchstaben: rcsv. 1687. Carnevl. Kopf des Herkul es, bärtig, wie alle folgenden. 1688. Schwarzer Jaspis. Ebenso. "168S. Sardonyx. Ebenso. »16S0. — Kopf des Herkules mit Lor> beer bekränzt, und mit der Umschrift: Kaiser P cscen n i u s N,i g er ließ dieses Wort auf mehrere seiner A!o- »umente sezen;Z) vielleicht liat dieser Stein einer Obrigkeit zu dessen Zeit als Sigcl gedient; er wurde bei Sm»rna, wo Pesceuuius vorzüglich seinen Hof hielt, gefunden, übrigens war der Beiname anch von andern Fürsten, z. B. von Arsaces, König der Parther, gewählt. 4) ' 16Sl. Carnevl. Kopf des Herkules, Vorwärts, mit Lorbeer bekränzt, und mit des Künstlers Namen: ML. Ist einer der schönsten Köpfe unseres Aabinets. Jene, die behaupten, daß die Quadratform des S i g m a einen Künstler aus der Zeit Al exa n d e rs anzeige, haben nicht bemerkt, daß im Gegenthcile die Quadratsori» vielmehr ein Merkmal der svättni Zeit ist. Man darf nur die Menge Inschriften aus den Jahrhunderten der Kaiser betrachten, wo man das Sig> ma so gestaltet antrist. Auch unter den Büsten der Philosophen findet man daS Sigma gleichfalls so; den diese Köpfe >) Ltnzcli xiei'r. grsvees. xl. sZ. 2) Nus. ^lorent. t. 2. tulz. I. n. 3. ötoscli 46. 3) Preest. nullt, t. 2. 242. 4) tliczs. nuiu. x. 20g. Winekelma». S. 22 Geschnittene Steine. sind langt nach der Zeit jener, die sie vorstellen, gemacht w?r, te». Ich erinnere mich nur zweier Münzen, l) wornif d>,z ^ ekichte Signia ist, und selbst diese sind nickt selir alt. " 1SS.-'. Carneol. Kopf des Herkules mir köaigli, ckein Diadema. lü?Z, Glasvaste, wovon das Original in England ist. Kovs des Herkules, vorwärts, mit dem Diadema. * I5?i. Carneol. Brustbild des Herkules mit Lorbeer bekränzt und die Keule aus der Schulter. * lK?Z. Granat, in einen antiken Ring von Gold ge, sakt Herkules als Kind zwei Schlange» erwürgend, >vic aus Münzen von Theben, Z) Carneol, Ebenso. Antike Paste,— t6!1». — — Enrustlieus auserlcgte dem Herkules verschiedene Arbeiten und tlnternehmungen, Her, i kules steht »eben einer Säule und Eurvsthens „or ihm, auf die rechte Hand daS Kin gesiiizi, wie sie auch in ander» Gemmen vorkommen, 4) Hier aber sind die Figuren junj I »l»d ohne Bart; bei Agostini dagegen beide bärtig, und bii i, Gori nur E u r » st h e n s. Dieser jedoch mußte jnng sein, >! da Herkules in il>n verliebt war, wie Diotimus beim Athenäus erwähnt.5^ Der Held aus u»>erer Paste und i >) t-»ül>r. IZrit. t. 2. x. 148 LIu25. k<.ß,?r. tlies. kr!>nl!>.'I>, t, >. x>. >^>. 2) Ich habe dem gnadratsörmigen Sigma das hohe Alm, tum, welckes man il>m gibt, streitig gemacht: nnd ind» That sind alle Inschriften zu Rom, wo das Sigma so geformt ist, aus der .Kaiser Zeiten, (I^clt. ! vol. i. n. >0^.) Man kaii mir nur die Inschrift einl! Schildes aus einem sehr alten Marmor Lacedämons end ! gegensezen! lltisi,. ile^ ln^liri^t. t, 16. p. >»>,) r allein die, welche das höbe Altertum des erwähnten Siz> m» behauvtct haben, koiiten sick nichr auf dieses Denk, mal berufen, weil es erst in unsern Tagen aufgefundt» worden. Winekelman. Z) Ovllk. Orsoc. t»I>. iö. n. 7. 4) .Xgv^t'mi geinnie xart. l. tav. I ic>, HIu?. ?Iorc»t. i. >, , tal). 36. n ö. 5) 1^. >Z. L. n. So. Denkmale Num. 64.^1 2 Kl. 16Al'th. 507 «uf jenen Gemmen hat die Löwenhaut noch nicht, sondern ist nur »>it einem einfachen Gewand bedekt, Antike Paste. Herknles, um sich abzuhärten/ säuberte den Plaz zu Elis, wo er die ol»mpischen Svicle einführte, j) Er hat eine Hake in der Hand, ist gebiikt und in der Stellung eines Gärtners, der die Wege säubert. In der Ferne sieht man Viel Unkraut und Gesträuch E v ri will dieselbe Vorstellung auf einer Gemme finden, wo der Held siebend, in Ruhe, mit Keule uud Löwenhaut vorkömt;2) ein Zweig zur Seite ist der ganze Grund, worauf sich seine Erklärung stiizt, unscre Paste ist vielleicht die eiinige Gravüre, die jene Vorstellung enthält; aber aus Marmorn findet man ße mehrmal, wie aus einer vierekigen Vafis im Palaste G i u st i- niani, ZZ auf einer erhobenen Arbeit im Weinberg des Herin Cardinals Albaui, und auf einer runden Basis, die im Ialire t72S gesunden worden, ehemals in der Villa Casali War, iezt aber dem Marchese Lucatelli z« Rom gehört. ' l70ll. Carneol. Der iunge Herkules zieht den nemeischen Löwen aus einer Höhle. Die Gravüre ist sehr schen und gleichet in etwas der heirurischen Manier. Dieser und die solgenden Steine mit derselben Vorstellung aeben uns Recht, diese Arbeit des Herkules sur die erste zu halten, weil er immer jung und ohne Vart erscheint. Veger koüte dies auf einer Muuze, deren Kehrseite den nämlichen Gegenstand zeigt, nicht nuterscheidcn. 4) Ausserdem ist hier die Held noch nicht mit der Löwenhaut bekleidet, obwohl er eS i>» Grunde auch vor Erlegung des »cmeische» Löwen hätte sein können, da ihm von Jugend auf die Löwenhaut gefiel und er darauf schlasen wollte. 5) »170t. Carneol. Herkules, Halbfigur, den Löwen erwürgend. 47ii2. Antike Paste Herkules den Löwen erwürgend. i70Z. Rother Jaspis. Ebenso. t7l>4. Glas paste. — 1) paus.in. 6. ZZ.) 2) Aus. k'lvrcut. 1 1, tab. Z6. »um. 4, Z) inscript. p.43. 4) l'Iies. pslat. p. 5) l'Iieocrit. I^XXIV. l!n^ L05 Geschnittene Steine. *170,5. Huacinth. Herkules mit der Löwenhaut bekleidet, m acht sich eine Kenle ans dem Ast eines wilden Kl, baumszl) er hält il»i auf deni linken Kuie und reißt mit der Rechten die Reiser weg: eine einzige Vorstellung. 1706. Agati»on»x. Herkules stellend, die Keule in der Rechten, die Löwenl>aut in der Linken. Unter den Trümmern und Bruchstuken alter Denkmale im Palaste Bar, lierini findet man ans einer Vase Herkules mit dem Füll, Horn, und ebenso aus einer Münze von Naros, von der ich bei Num. 1462 gesprochen habe. " l 707. Granat. Ebenso. 1708. Antike Paste, den Sardonnx nachahmend. Ebenso, nebst einem Palmzweig. 1709. Antike Paste. Herkules denEber ansdrm er»mantischen Walde aus der Scknlter zu Env» sth«us, K, nig von Mucenä, der stch in einem ehernen Gesasie verborge» hielt, tragend. 2) Diese Vorstellung, wo nickt einzig, doch sehr rar, liest der selige Baron Stosch genau covireu, um sie, im Fall die Paste verloren ginge, zn erhalten. Indessen sieht man den nämlichen Gegenstand aus dem Fragment einer Ur, »e in der Villa Borghese, unter den zwols Arbeiten diS Herkules, deßgleicken in der Villa Ludovisi uud Ca> sali, wie oben bei Rum. 1699 erwähnt ist, wo Herkules mit Omvhale sich in der Mitte befindet, und wo dir Ramm seiner Arbeiten unten bemerkt sind, nebst der Inschrift: cässix I>it>irii.i,«, rni>!. . !. I. t.il). 5> ). j.) illuztr. xavt. Z. p.-Z5. n. t>. ^>. 2Z9. 2 Kl. 16 ?lbth. 509 j7lZ. Carneol. Herkules fiehend, die Hndra tötend. Dieselbe Vorstellung auf einer Münze von Tarsos. 1) * i7l-i. Carneol. Ebenso, wo stch aber das Thier um den Herkules schlingt. 17l5. Carneol als Käfer. Hetrurische Gravüre. Herkules halt den Hirsch mir ehernen Füße». »1716. Sardonyr, von emerAntike eovirt. Ebenso. l7l7. Carneol als Käser. Herkules stehend, wider die stiimphalischen Vögel ziehend/ die Keule in der Rechten, Böge» und Pfeil in der Zinken. i?l8. Carneol. Ebenso. Die Gravüre dieser beiden Cttine, die hetrurisch zu sei» scheint, bar alle Merkmale des doltt» Altertums. Ä?e» aber Herkules mit der Löwenhaut, Keule und Bogen zuerst von Siesichorus aus Sieilien, eiuein der ältesten griechische» Dichter, wie Athe» äus sagt, 2) beschrieben worden, so ließe dieser umstand einiaen Zweifel über das hohe Altertum de? Steins, übrigens ist man über die Zeit, wo Stefichorus blühte, uneins; der erste Marmor Arund els macht ihn zum Zeitgenosse» deS Simoni- ded,Z) der während des Xerres Zug gegen Griechenland lebte, und Bentleii macht ihn etwas älter, ^j) Die Gravüre uuserer zwei Steine aber fcheint noch älter, selbst wen man ste sür hetrnrisch hält; den die fünf Helden von Tbebä unseres Kabiuets, wo die Gravüre ganz gewiß hetrurisch ist, und die Schrist darauf noch der »classischen gleicht, (eine Zeit, die man vor S i ni o n i d e s sezen muß,) dieser Stein ist slbon das Werk einer höher» Kunst. Man muß daher a»neh> mcu, daß entweder Stcsichprus den Herkules nicht zurrst aus erwähnte Art beschriebcn, oder daß dicser Poet viel älter sci, wie Suidas behauvtet, dcr dessen Geburt in die Z6 Swmviade u»d dessen Tod in die 5ü sezt. Dcr Marmor, welcher den Hesiodus älter als den Home r macht, ist wohl keine untrügliche Regel. Ausser dem kömt Herkules bei Homer nirgeus mit den Abzeichen vor wie bei den alte» Künstlern. * 171S. Carneol, von einen, Käser abgesägt. Her- 1) klovercani^. nun>. 1'«^. dtrisün. u. 20. 2) l^. > z. 1. n. 6.^ Z) 64 — 65. 4) Oisscrt, uxoa llic os ?ka!aris p. Z6. Geschnittene Steine. knles aus dem Boden knieend, als wolle er schicken/ er auch auf einer Munzc von ThasoS erscheint l I7Z0. Antike Paste. Herkules mit der Löwew haut bekleidet, ein Knie am Boden, den andern Fuß ausze, sirekt, als wolle er aus drei stnmphalische Vogel schienen. Der Bo> gen Hai nicht die Form eines HalbzirkelS , sondern die nämliche Krümmung wie aus einer Gemme im Kabiuete zu Florenz, Zj »nd aus zwei Marmorn aller Manier im Weinberg des C.w din.ils Albani, wo Herkules dem Apollo den Dreifuß raubt, Dieser Bogen ist also mehrmal gekrümt, und so zu sagen geschlangelt, wo hingegen Apollos Bogen säst ge, rade und nur an den Enden gebogen ist. Herkules erhielt diesen Bogen von einem sk»tischen Hirte», Namens Teut«, r u s. Die Gelehrten haben sich die skvtischen Bogen in F»rm eines Halbzirkels vorgestellt, und dieses gemäß einer Stelle ki Athenäus, '»> wo ein alter Dichter einen Hirten, der deZ Schreibens unknndig war, den Namen des ThesenS so erklär ren läßt, daß er die Buchstaben mit Gegenständen, die ihm am bekantesten waren, vergleicht, und sagt: der dritte Buch, stab, das Sigma, habe die Form eines sk»tischen Bogen. Zins diesem wollten einige behaupten, 5> daß in der alte, sie» Zeit das Sigma die Gestalt eines lateinischen L gehabt habe; allein dieses ist offenbar falsch, und diese Form ist üc neueste, was unter anderm eine Münze mit dem Kopse L»> kurgs beweiset, die gewiß »och von späterer Zeit ist-6) H,N'° duin hat indessen Unrecht, wen er saat, das Sigma i» Form des e finde sich weder aus der Zeit des Augustus, noch der ersten Kaiser. 7) Man sieht das Sigma als t! ans Münzen des Mithridates und aus einer Musink de§ 2) Oolt?.. diTc. t.il,. i3. u.Z. 2) Alu?, k'lvrcnl. t. 1. tüd.Zg. u. 1. 3) L^ssirilievi n.66.^ /j) 1^. >0. s^c. 20. n. gv.^I ö) polier. arcliNvI. L^r-cc. t. 2. p. 42. 6) U.1Z-NI tesura. Lrit. t. I. z>. i25. ^Visconti Iconoßrsxli. Orecc^. pl. 3.^ 2 Kl. 16 Abth. zeniocls dcr Fortuna, den Sulla »u Praneste hat bauen lassen. Andere Gelehrte hatten mehrGruud, die Beschreibung des Hirten nur der Form des gcivöhnlichen ^ zu vereinbare»; l) den auf dem Marmor von Sigeum, 2) einem Denk» mal des höchsten Altertums/ findet man das Siama so ge> >il>zen und geschlangelt, wie des Herkules Bogen aus unserer Paste und andern Gemmen erscheint. Ausser dem ist der Pontus Eurinus von den Alten einem skvtischen Bogen vergliche» irorden, Z) welches Bild unrichtig wäre, weil der skiiti- sche Bogen einen Halbzirkel gebildet hätte, und wen das S i g> ma anders als aus dem erwähnte» stgeische» Marmor gebildet gewesen Endlich ist eines dcr ältesten Denkmale, wo das 6igm a ekicht (Ä vorkömt, eine Münze, die >nan irrig sur den Kovs des Antisthenes ansah, und die nichts als eine tragische Maske vorstellt 4) 1721. Antike Paste. Herkules in derselben Lage, aus zwei stvmvhaltsche Bögel schießend, und ein dritter todt zu seinen Fußen. Die Löwenhaut »nd Keule hinter ihm aus dem Boden. Auf dem Marmor in der Nüla Cai'ali hat Her k u l e s Krotalen, durch deren Geräusch er die Bögel verscheucht, und auf einem 'Abguß in unserer Samlung, von einem Fragment vorrreflicher hetrnrischer Arbeit gezogen, ist er tbrnso vorgestellt, aber noch mit der Besonderheit, daß er große Flügel hat. 5) » t 722. Carneo l. Covie der vorigen Paste. * I72Z. Ca rueol. Ein st»mphalischer Bogel mit Helm, Eckild und Wurfspießen bewasnet, wie dieses Thier auch auf einer Münze der Familie Baleria erscheint, 6) wo es überdies noch ein Medusahauxt auf der Brust, einen Palinzweig und Kranz in de» Klauen hat. Weil dieser Kopf nicht eine >) Lp-mliem. lle prsost. num. t. >. p. ivo. 2) Lhishul. inscript. ZiA. Z). 4. et 2 1. 3) Oionz's. v. i56. 4) Ua^ni. tes. L>il. t, 2. p. >2g. 5) sDiefes wird vielmehrK alais, der Sohn des B0 rea s, sein.^! k) VaillsnI. rniin. sum. V^Ier. n. 2, Spaukci». sie ^reost. iluiu. l. 1. p. 2l)6. Geschnittene Steine. Beziehung aus die Hülse bat/ die Minerva dem Herkules verlieh, da sie ihm zu dem Kamvse vonVulc>i» geschiedet, gab,j) so weiß ich keine Erklärung. Es könte übrigens auch, wie oben ein sein. 2) l724. Glasvaste. H erku les bindet den Stier vo» Kreta an eine Dovelherme, die vielleicht auf die Geburt Ju, viters und der Minerva, womit diese Insel sich rühmte, Beziehung hat. * t72Z. Clialcedon, Vovie der vorigen Paste. 1726. Glasvaste. Herkules trägt den kretische» Stier auf den Schultern. Der Name des Steinschneiders ist und das Original im Kabinet des Herzogs ?e> vonsh ire. Z) Dieselbe Vorstellung auf einem vierseitigen Altar der alten Manier auf dem Capitolio und aus eine», großen Sarkophag zu Camaldoli im Best; des Cardinals Pas, sionei. " 1727. Ckalcedon. Covie der vorigen Paste. ll72S. Antike Paste. Ebenso. * t72S. Smaragdprasma. sDie Abbildung und Er> klärung hievon unter Num. 6S der Denkniale.Z l7Z0> Carneol. Copie nach einer Antike im Kabinet des Königs von Frankreich, -i) Herkules mit Schläge» sei, ner Keule den Diomedes tödend. Derselbe Gegenstand aus einer Münze S) l7Zl. Antike Paste. Herkules vier Pserde weh füh rend, unter welchen Diomedes todt liegt. Mit zwei Pserden auch aus Münzen, 6) » l7Z2. Sardonyr. Herkules den Antäus w drükend. 17ZZ. t7Z4- 17Z6. Antike Paste. Ebenso. ^ l7Z5. Agathonyr. — ^ j 7Z 7. Smaragdvrasma. Ein Bau m des Garteni der Hesveriden von dem Drachen bewacht. 17ZL. Amethyst. Herkules stehend, die Keule i» 2) Abth. 667 Num. 3) Ltoscli ^ierr. gr.-evees. xl.g. 4) Nürl^lie xierr. gr-n-ees l. 2. 77. ü) tlies. num. j?. 120. 6) k'rölicl! teataiu. num. x. 267. 2 Kl. 16 Mth. 61Z der Linke», eine Nase in der Reckte», die er dein um den Baum geschlungenen Drachen darbietet , um ihn einzuschläfern. 17. berus gebunden; Pluto mit seinem Zevter wirst einen bär- liqcn Mail mit vhrugischer Müze zu seinen Füfien. Dieser scheint Askalaphos zu sein, der einen Felsen zu rollen ver. d>»iit war, Z) und welchen Herkules mit T h e se n s und P i r i< thous aus der Unterwelt sichren wollte, über dem Halbgott die Sonne, über Pluto ein Halbmond, und zwischen bridcn ein Adler mir einem Kranze im Schnabel. 174S. Chalcedon. Der zweiköpfige Hund, der >) von!! !iiscr!pt. tsli.7. n. 2. 2) ?ausan. I. 3. 7.^ Z) Leger, tlies. IZranäeb. t. Z. p. 112. 4) Mar!ette t. 2. pari. 1. pl. Lo. 5) 1.2. c. 5. Geschnittene Steine. die Heerden Ger«ons hütete/und O r t hos/1°> 5rt hr»kz> ! und Gerg »tus hieß 'i) Er hatte zwei Kopse/ war ein Prüder des Eerberns-il und wurde von Herkules erlegt, 5> 175V. Carneol als Käfer Ebenso- 175! GlaSvaste, von einem Stein im Kübinite j Fl orenzaezoaen 6> H e r k u l es mit Hiilse der Minerva M i der Unterwelt zurnkkebrend/ wie es Gori erklärt, Meint» Zeichner hat nicht ans das Gewand geachtet/ unter welch«» ! hinten nur das knoriae Ende d?r Keule hervorgeht 1752, Antike Paste. H e r k u l e e mit der Keule di» Centaur Nessus erschlagend, 175Z. A » t i k e P a st e, Herkules halt den N ess>!§ ! beim Kovfe/ das rechte Knie auf dessen Lenden, und schlagt s ihn mit der Keule. 1754. Antike Paste, Ungefähr ebenso. 1755. Glas» aste. Herkules den Nessus erlk, gend. 1756. Carneol als^Käser. Ein Centa u r trägt einen Ast. 1757. — — Ein Cenraur schleudert einen Stein. 175S, Glas» aste, wovon das Original im Katmet > des Königs von Frankreich, 7) Cacus, die Stiere des Her, knles beim Schwänze ziehend. 1759. Antike Paste. Ebenso/ nebenbei Herkules schlafend. »1760. Carneol, nach einer Antike im Kabinet des Graven Gherardesca iu Floren; covirr. Cacus/ einen I Stier in die Hohle ziehend; unter dem Stiere zwei Vögel, I >761, ?lntike Paste, Herkules raubt den Drei, I fuß des Apollo zu Delphi. Im Tempel zu Delphi war in ! 1) z^uslat^. in 1^. 1^. p. iZ52. in 5^. x». 1967. 2) Sri. ?t->I. l'un. I, >Z. v. S45. <)uint. 8iN)->u. I. 6. v. !?Z, 3) I'oüux !, 5. segn». 46. 4) Lerv. ^n. I. 7. v. 662. ö) ?ollu^ I,c. ö) Aus I^lurent, t. 1, Z7, n, Z. 7) ^ariette l. 2. xsrt. 1. ^>1. gg. 2 Kl. 16 Abtb. .515 xamps derselben Wege» des Dreifufies vorgestellt, 1) und zwei ?Z!arn>or in der Villa Albani enthalten das Nämliche im »ltru Stnle. 2) Dir Kabel erzählt, Herkules habe zu Delvlii das Orakel besragen wollen, aber keine Antwort von der P»thia erhalten, weil sie ihn vom Blut des IphituS bcstckt ansah. Darüber entrüstet, nahm der Held den Dreifuß und ging davon; als er !l>n aber wieder brachte , war die P»tl>ia seinem Ansuchen willfährig. Gori hat die Abbildung oieser Paste bekant gemacht, ohne zu sagen , wolier sie ist. Die Zeichnung ist von» alte» St»le und sehr vollendet. "176^. Carneol. Copie der vorigen Paste. 176.?. Antike Paste. Herkules Musagetes, stellend, mit der Löwenhaut bekleidet, die Leyer svielend, wie »ns einer Minne 4) So könil er sizend auf Jaspis in, Ka- tinct zu Florenz Vor. 5) 1764- Carneol. Herkules stehend, mit der Lö> wcnhaut bekleidet, die Keule auf dem linke» Arm; und A»ollo, mit einem Lorberzweige in der linken Hand, ein- a»der die Rechte reichend, worin jeder eine Älire bat. Zu den Fnsjen Avollos die Le»er. Dieser Geaenstand ist slliwer zu erklären; man kan indessen annehme», dak es die libereinkunft i» A»fehu»g der Stadt Ambracia sei, 6) wo- »us jeder Ansprüche haben wollte. Diana war die Ver> Mittlerin des Zwistes. Die Ambracier opferten dem Avollo, e.lj ihrem Erretter, und die Stadt war als Eigentum des Herkules und seiner Abkömlinge betrachtet. — Vielleicht dürste es auch die Vereinigung beider in Vetref des Linos, Avollos Sohn, sein, der dem Herkules die Musik lehrte, »»d welchen dieser mit einem Schlage der Leper tödete. A m- pliitrvon weihte zur Sülniung des Mordes seines Sohns dem Apollo einen Dreifuß.7) überhaupt ist die Vorfiel« 1) p.iu^zn. I. >o. I^c. ZZ.^I 2) Lassn'ilievi t^v 66.^ Z) Aus. IZlrusc. t. I. tllb. Igg. n. ?. Vaillant. nun,. s-uiu Pomp. n. >1. ö) Nus. klorent. t. 2. tac. Z4. n- 2. k) ^nton. l-iizoral. luetm». 4. 7) Lorziui >.!p!ic. inarm. p.g. Geschnittene Stane. lung ein Sonibol der enae» Verbindung zwischen Apoll» und HerkuleS; den Älireii/ anch ein ZU'zcickie» AvollvS/i> gilben dk Neuoermählten einander zum Zeich-li der etliche» Eintracht wie solches aus Steinen vorköntt. Z> ' '1765 Carneol. H er ku les hilst dem ?ltlas dr» i Himniel tragen. 1766. Glasvaste. Ebenso. 1767. — von einem Käser des Senator! Bnonarroti gezogen. Herkules stehend / in der Recbtn, die Keule, in der Linken ein Gesäß/ worein er Wasser einen« Brunnen lausen laßt; mid alten Buchstabe». Gor! gibt die Erklärung; allein die Zeichnung gibt keine riclNW Vorstellung der Gravüre/ und daher würde auch der gelehrte Beurtheile»' des Musei Florentini 4^ die Schrist nichl snr falsch erklärt haben, wen er den Stein oder die Pasie gesehen hätte. *176». Carneol/ von einem Käser abgesägt. W> l'ildung und Erklärung unter Num. 7l> der Denkmale,? * 1769. Car n e o l/ Von einem Käser abgesägt H e rkw l e s/ genant neben einem Bruuuen/ der aus einm Löwenkops riiit; er gießt zugleich Wein gus einem Scblw ! che von der Schulter in ein zweihenkliges Gesäß unter dm i Brunnen. Plato sagt/ die großen Trinkgesäße der Hcl> den haben ihre Form lediglich von der Willkur der KmiK ler. 5) Herkules läßt zuerst Wgsser in das Gesäß lauft»; den/ um Wein zu mischen/ snllte man in ältester Zeit ziurs, Wasser/6) und daii Wein; was in der Folge ungekehrt zr> scliah. * 1770. Goldner antiker Ning/ gravirt. Her, kules Bibar/ stehend/ in der Rechten ei» Gesäß; mit dn Linken die Keule aus den Bode» gestuzt. 7) Dem Herk«> 1) Äl^ero^». I. i. c. 2Z. 2) ^Zciütini gcmms part. l. iad. löi. Mus. ?!orent. t. 1. t^I>. ino. n. 6 — 7. Z) k'loi'eiit. t-2. 14. n. 4. /j) LuIIcrini »nimzclv. in AIu^. ?Iorent. p. 1 2. 6) prvtag. Lolis. I. II. j^c. 2. 11. 4.^ 6) Lxccrxt ap. Lasauli. in ^.ilicn. I. 11. c.^. x. 7S2. 7) ZVIacrok. Laturnsl. I. 5 c. 2l. 2 Kl. 16 Abth, lc § weihte man wie dem Bakchns Pocale. Des Herkules Schale sieht mau aus einem Altave im Cavirolio l) und auf einem andern mit der Aischrist: mmcvi,!. ivi.iv->. o. i.. »i- cv»>. sorrno. 1771. Glasvaste, wovon das Original im Kabinet Berospi Zu Rom Herkules, die Schale zum Munde führend, mit dem Namen des Künstlers: 2> «1772. Carueol, Herkul es stzend, seine Schale dem vor ihm stehenden Cuvido, der einen Kranz darüber l>,ilk, darreichend. Man tonte hier das co^n»«?e bei Birgil, und das bei Homer anwenden; dcii man bekränzte die Becher. Z) 'Allein die Redensart bei Homer, ivie bekant, heißt: Die Becher füllen bis an den RaAd, und er thut des Bekränzens nicht Erwah- nnnj!. 4) »1770. Carneol. H erk u le s liegend; in der Necli- ttli die Schale/ in der Linken die Keule. 1774. Antike Paste. Herkules betrunken kan sich kaum aus den Füßen halten. *1775. Sardonur- Herkules risset im Gehen. Der Cardiual Albaui hat eine sehr schöne kleine Statue des tkirmikenen Herkules, der das Wasser läßt; und eine ähnliche, ehemals im Palaste Chigi zu Rom, ist nuu in Dres- wi. Es ist die nämliche Figur, die Wright iu seinen Zi eisen für einen Diogenes nahm, 177«!. Autike Paste. Ebenso. »1777. Carneol. Herkules, von seinen Arbeiten MZruhend, stzt aus dem nemeischen Löwen, den Kopf aus den Arm gestüzt, einen Stok in der Hand, und den linken Fuß auf einem Scheine!, der mit einem Eberkops geziert ist, auf welchem seine Keule ausrecht steht und eine Trovhee bildet. Zwischen dem Schemel und rechten Fuß des Helden sind drei hesperidische Ävsel. 177». Antike Paste. Herkules von seiuen Arbeitn, ausruhend. 2) Ltoscli pl. 1. V Xenopli. ap. I. 11. z. v.7.^ Laz^uli. in I, >. c. j>- ^6. Geschnittene Steine. 1779. Antike Paste. Ebenso. 1760. Glasvnste. Herkules auf einem Altar, flzend, in der Rechten die Keule/ in der Linken einen Palnd zweig, den ihm ein Amor nehme» will. 1781. Antike Paste. Herkules, den jungen Hy> las oder seinen Sohn Televhus in den Armen tragend,!) wie Herkules CommoduS im Belvedere. Herkules ^ stzend, den jungen TelevhuS haltend, und neben ihm ei» ! Hirsch, ist aus einer schonen Gemme des Duca Caraff» Noja in Neavel. 1782. Antike Paste. Herkules, liegend und ei» ! fliegender Amor mit der Keule. *1788. Agathvnnr, Herkules bei einem Zelsell ! stehend, aus dem ci» Amor ist. 1784. GlaSvaste, wovon das Original im Kabinele i zu Florenz. 2) Herkules gehend, die Hände aus den Rükin i gebunden ilnd einen Amor mit großen Flügel» aus dir > Schulter. » 1785. D nn kl er C arn eol. H erku le s von A mor besiegt; ein Knie aus dem V»den, als wen er unter der Laj des Amors auf seinen Schultern erliege. Die Gravüre iß ! Vvrrreflich. 1786. Antike Paste. Ebenso. ' 1787. Carnevl. Zwei Amor binden Herkulei an eine Trophee. Abzeichen des Herkules. 178». Carneol. Keule des Herkules, Pseil mit Bogen kreuzweis. 1789. Sardvn»x. Keule des Herkules und Mi Pfeile darüber. 1790. Carneol. Die Keule zwischen Ähren und einem Molmkovs. 1791. Sardon»x. Die Keule zwischen Palmzweigund Ähre. 1792. Chalcedon. Die Keule, in die Blume Per> 1) (Ions. Ilcrc. tal,. 21. 2) ZVlu8. b'lorem. t l, tsl>.ZL. u. 6. gemme t.2. tsd ^g. ? Kl. 16 Al'th. endigend/ wo zwei Palmzweige tind zwei Ähren hervor- I gehen. I7?Z. Sardon»r. Ebenso, nur in den Caduceus en< r diacnd. Vielleicht ist liier eine Beziehung aus die Sage der jientttlner, welker zufolge Herkules die Keule den, Merkur Pol» gius im Tempel der Minerva zu Korinrh geweiht hat. t) Hole. t7?4. — t7?5. Glasvaste. Kopf der Jole. I7SS. — Die Köpfe des H e rk u les und der Jole, mit dem Namen des Künstlers k,>l'7ic)1l'. 2) I Da§9rij>i»al dieser Paste ist im Kabinete zu Florenz. I7S7. Antike Paste. Die Kopfe des Herkules I und der Iol e. <79!j. Antike Paste. Ebenso. j7SS. — — Ungefähr ebenso. » l»00. Carneol. I ole/ Halbngur/ mit der Löwen- I haut bekleidet und die Keule aus der Schulter. * 180l Chalcedon. Jole stehend/ niit der Löwenhaut bekleidet/ die Keule iu der Hand/ wie man sie auch auf ander» Gemmen steht. Herr Fonrenu will/ daü diese Fi- qur Tliaiin/ die Muse des Lustspiels/ vorstelle/ der Keule zu- solg!/ welche diese aus einigen Marmorn trägt. Z) IS02. Antike Paste. Ebenso. IS0Z. Glas raste/ wovon das Original im Kabinete »Florenz.4) Herkules stzrnd/ die nakte Jole/ die vor ihm steht/ umarmend/ mit dem Namen des Künstlers: likois. lkl14. Glaspaste. Ebenso. ISNZ. AntikePaste. H er ku I es mit weiblichem Kovf- »uj und Jole mit der Löwenhaut über dem Kopf/ beide liegend. Ein ähnlicher Stein ist im Kavinete zu ) Pau5!>n. I. 2. ^c. Zi.^I 2) pl. 22. Z) Nein. > r. Nemesis stehend, mit große» Flügeln, enthüllt mit der Rechten, wie aus Münzen, dr» Hals etwas, und halt in der Linke» einen Zweig. l> * lSll. Smaragdprasma Ebenso, aber ein Rad i« Sen Fußen und in der Linken einen Zügel statt des Zweigs, ILi 2. S mara g d vr asm a. Ebenso, nur in der Lim ken »och den Zweig und zu den Fußen nebst dem Rade dil Svindel der Parcen. -ISlZ, ?>ntike Paste, den Sardonvr nachahmend. Rc> mesis stehend, mit der Linken den Schleier gehoben, ii! rechte Hand auf ein Rad über einer Säule vor ihr geigt. Am Fuße der Säule ein Amor, der ei» Seil, das um das Rad geht, zieht, wovon Nemesis ohne Zweisei das anim Ende l,a!t: ein Bild/ das vielleicht anzeigt, Nemesis l»v de Macht über den Amor und züchtige seinen Stolz; odir vielleicht enthält die Vorstellung eine Anspielung aus die Ge> bete, welche die Alten an Nemesis richteten, wen Personen ihrer Liebe nicht entsprachen. Sie drehten ein Rad, und w ten die Göttin, den Liebhaber Vor ihrer Thüre fallen zu lim sen, und daß er sich wälze wie das Rad. Die Zauberin b« Theo krit wünschet so: 4) sWas der Autor hier sonst noch über die Nemesis bringt, sehe man besser in den Denkmalen Num.Ä 2 Kl. 16 Abts). L21 X' we c'/k o '5^c sxe/vcc cs/vc/i'o 77^-9-' ^-/^«o-zv. 1) Nemesis, dir Tochter der Gerechtigkeit, strafte alle Untreue/ und die Liebenden schwuren bei Nemesis. 2) Eine EtNle des Propertius und eines andern Dichters passen noch besser hieher: Man könte auf unserer Paste auch ein Bild des Horaz finden: Auch wird Amor einem Nade verglichen: 181^!. N o t h e r I a sp i s. Zwei Ne m e si s, wovon die ,inr, mit deni Nade zu ihren Füßen, einen Stab in der Rech» tt» und einen Dolch in der Linken hat; die andere, genant Adraste a, schlendert den Vliz. 5) 1815. Carneol. Zwei Nemesis; über der einei« Fortuna, über der andern Victoria. 1816. Carneol. F or tu u a stzend, das Nuder in der Rechten, ein Füllhorn in der Linken. Als man den Avelles migte, warum er die Fort »na stzend male, sagte er: 1817. Gelber Jasvis. Fortuna stehend, den Sches- ftl >ius dem Kovse, zur Seite Halbmond und Stern. 1818. Carneol. F o r t u n a stehend, mit großen Flügeln und einem Helm aus dem Kopse. ISIS. No rh e r Ja sx > s. Geflügelte Fortuna, ge- nailt Pa nth e a, mit den Abzeichen der Ceres, Minerv>, und Mercurs, das Nad zu ihren Füßen. Rad und Flügel zeigen an, daß Fortuna und Nemesis eins waren. 1820. Antike Paste, hetvurtsche Gravüre verrathend» >) I>!D. II. V. Zo. 2) I^ucian. 6ii>I. meretrlc. 6. 3) I.. 1. eleg. 6. v. 26. 4) prop^rt. >. l. clcg. 6. V. 7. 5) Lvi»s. Luviiarrvt. osscrv. svxra ineil^gl. x. >2Z.' 22* Geschnittene Steine. Fortuna behelmt/ den Cadneeus in der Hand, auf einer Kugel/ die sie nur mit den äussersten Zehen berührt: n»//kn- 5,5 sie hat Schmetterlingsflngel/ und mit der Rechten hält sie den Schleier wie Nemesis, Konte man die Gw vüre für hetrurisch erkläre»/ so wüßte man/ wie dieses Volk die Fortuna vorstellte, l) I82l. Dunkler Carneol, For tu n a/welcher zl«ei Nierorien Kränze darbieten. Aleibiades wurde ««» ?lglaovl>o» auf eiue ähnliche Art gemalt/ wie ihn die per, sonifieirte Sl»inpiade und P »thiade bekränzen. 2) Am Throne des ol»m»ischen J u v i t e r s waren vier Viktorien. ^ >822. Carneol/ hetrurische Gravüre. Ein nakler Jüngling stehend/ blos rükwärts an der Schulter bekleidet, spinr an einer Kunkel/ die vor ihm liegt. Wen diefe Figur das mindeste Abzeichen des Herkules hätte/ so könte man sie dafür erklären: Da aber kein Abzeichen vorbanden ist/ so sehe ich liier einen Genius mit dem Svinroken; den die Hetcurier habe» zuweilen Pareen und Genien/ und daher ohne Zweifel auch deren Attribute verwechselt. Da der Gen ins der Geburt des Menschen auch üdcr sein Leben wachte/ waS die Sache der Pareen war/ fo konte man ihn ebenfalls mit demSvw roken vorstellen Wen das/ was Banier aus einem Verse Homers citirt/Z) nämlich / daß jeder Mensch seine Parce habe/ wirklich in diesem Dichter vorkäme/ 6) so würde mein! Erklärung davurch begründet! allein mit Erlaubnis! des Herr» Gelehrten hat jener Vers Homers einen ganz andern Lm. Daß die Römer dieGenie n mit den M a nen vermischten,?! hat seine Nichtigkeit/ und dieser Bemerkung nach kan m» 1) Luonarrvt. explic. ->6 Oemxst. ütrur. ReA. x. >4. 2) I. >2. !>. g. ». 47-) Z) pausan. I. Ü. 1 r .) 4) proxert. > 4. elc-ß. 10. v. 4g. 5) !>.. I". III. v. iui. 6) »IlllN. Inzcrixt. t. 5. x. Ig. 7) ?»bivtli. iascrixt. c. 2. x. ^2. 2 Kl. 17 Al'th. sich -ur hetrurischen Mythologie und meiner Erklärung bequemen. 182Z. Glasvaste. Nurfia oder Roreia, als ei» Weib, das ihr Kind säuget, vorgestellt. DieHetrurier »irehrten diese Göttin besonders, und hielten sie sür Fortuna und Nemefis;2) allein die Gravüre ist nicht hetrn, lisch, und daher mag die Göttin wahrscheinlicher Rumilla sein, die gleich der Rurfia die kleinen Kinder im Schuz balle. Z> 1824. Karneol. Snlvanus stehend. lS25. Nothrr Jaspis. Svlvanus stehend in ei, ner Laube von zwei Bäumen, in der Linken ei» Schaf bei den Fiii-en, in der Rechten ein Rebmesser; untcn ein Scheffel mit zwei Ähren. *1326. Agathonvr. Der Gott mit Ädren in der Hand; zuweilen hat er noch daneben Mohnkövfe und in der andern Hand eine Schale. Die Statue desselben im Capitolio hatte diese Abzeichen, 4) dergleichen die folgende!! Steine. 1827. A g a t h o n y r. das Gewand auf der linken Schulter, in der Rechten eine Traube, in der Lücken eine Platte voll Früchte. > 1323. Agathon»r- Z'»«-/«,?, in der Rechten Ähren, in der Linken die Platte voll Früchte; zu den Füße» cin Adler und rükwärts die Buchstaben: cv». Ein ähnlicher Ettin im Kabinete zn Paris. 5) 1S2S. Carneol. Derselbe; in der Rechten die Platte, iu der Linken das Füllhorn. 18Z0. ?lntike Paste, auf beiden Seiten gravirt. Ebenso; der Gott hat nur die Platte, und auf der andern Seite die Platte mit zwei Ähren. "18Z1. Carneol. Derselbe, in der Linke» zwei Ähre», und mit der Rechten eine» Becher auf einen Altar Feuer ausgießcnd. >) t)orl Alus. Tliuüc. t. >. 2) Nllrüa». Lapell. <1a onpt. I. 1. x. 17. Z) N-lklei gcnime t. Z. tav. 7?. 4) ?>in. I. Z4. Isoct ig.^ ö) ülsnclle t. I. xart. I. z>!. Lg. - Geschnittene Steine. *1832. S m arag d vra sm a. Die Hofnung st«, hend, vorwärts, in der Rechte» eine Blume, ihr gewöhnliches Abzeichen. Auf andern Denkmalen hält sie auch Ähren, und Mohnkovse. <) Diese Figur, so wie drei folgende, sind hetrurisch bekleidet, obwohl die Gravüren nicht im Geschnmic dieses Volkes sind. Vielleicht ist diese Kleidung, deren Cda> ^ rakter parallele Falten sind, der H o sn u n g eigen gewesen; den auf einer Münze des Claudius und Philippus Araln> cus, so wie an einer Statue in der Villa Lndovisi ist die Kleidung der Göttin ebenso. Diese Statue war nicht als ein! Hofnung betaut, weil die Inschrift am Fuße mit einer har, teil Kruste bedekt war; sie lautet: >z. ^xj>r>ivrkv«r Zu Noni unterschied man die alte und die neue Hofnung; Z.' man wird sie daher auch verschieden gebildet haben. Die unsrigc scheint die alte zu sei». t833. Agathon»»'. Ebenso. 1834. Chalcedon. Ebenso, von den sieben Planet«» umgeben. 1835. Glaspaste. Die Hosnung, auf der rechten Hand die Figur des ^0,11,5 183S. Glasvaste. Der Überfluß, in der Figur eines bekleideten und verschleierten Weibes, stehend, in da Rechten das Füllhorn. »1837- Smaragdvrasma. Die Gerechtigkeit, stehend, in der Figur eines bekleideten Weibes, die W>Wl in der Rechten, einen Palmzweig in der Linken. 1838. Antike Pa st e. Eine Göttin mit Zepter, ohm weiteres Abzeichen. Die vier Göttinen bei Mars und Mer, cur auf dem dreiseitigen Altare in der Villa Borg Hefe, dessen ich in der Vorrede erwähnt, haben ein fpizes Diadem», wie es den Görtinen zukömt, samt der Hasta. 183?. Glaspaste, wovon das Original im Kabinm zu Paris. 3) Eine bekleidete und verschleierte Frau, sizend, einen Fächer in der Hand, Vor einer Säule, aus der eine Statue ist. Diese Figur schien eine Vestali», und man hat über sie verschiedene Muthmaßungen gewagt; ich will nichts entscheiden, nur glaube ich nicht, daß es Calxurnia sti, 1) Oruter. inicri^t. j,. 102. 2) in p. 194. 3) klsridte 1,2. pari. I. xl. 104. 2 Kl. 17 Abth. will sie nickt merkwürdig genug war, um aus Steinen erhalten zn werden. Wen die Alten Verdruß hatten, den sie nicht laut wer« den ließen/ so vertrauten sie, zu eiuiger Erleichterung, das Geheimniß einer Säule oder Statue, t) Ist hier nicht etwas ähnliches vorgestellt? Antike Paste. Ei» nakter Hirt vor einer Motte, mit einem Fuße knieend, den Stab in der Linken, und in der Rechten etwas Rundes. Es ist zu sehr gewagt, hier das Orakel des Trovhonins zu finden; aber ich weiß kemc schiklickere Erklärung. Mau stieg in die Grotte desselben, und opferte Honigkuchen. 2) "lS-il. Sardonvr, wahrscheinlich hetrurisch. Ein Augur stehend, ohne Bart, den Lituus in der Reckten, wie am römischen Münzen. Z) Diese Gravüre ist die älteste unter allen bekaiite» desselben Gegenstands; zugleich bemerke ich, daß aus allen Fingerringen der eherne» Kaiserstatuen in Her- lulalio ei» Lituus ist. » Sardon »r, hetrnrisch und sehr sein gearbeitet. Ein Augur, in der Rechten etwas Vierekiaes mit einem Vogel darüber, i» der Linken einen Beutel. Diese Figur kemte die Et»mologie des Festus: ai ^e,e,,c?o- recktfertigen. Carn eo l. Ebenso, und zur Seite das Wort: Dieser Stein ist der Größe und Figur nach derselbe, den G ravel l e bekanr machte. 4) <84-i. Carl, eo l. Hetrurischer Harusver, ein Svftr- thier, das er mit beiden Händen ausgesvant hält, untersuchend. Carneol als Käser, hetrurisch. Ein Mast mit lumn Stäbe und einer Art Sak / ans dem er etwas zu ziehen scheint. Vielleicht ein Magier, der das Loos zieht. Ich weiß wohl, daß > die alten Römer ihr Loos aus einer Urne i^ien; aber die Hetrurier mögen von ihnen abgewichen sein, den sie bedienten sich dazu bisweilen anch der Körbe. 5) 1) I^ucian. ccmviv. Z. 2) pausa». I. g. Zg.^ Z) Vsiüant. nuni. samii, v. 6o. Lornut. n. i- 4) 2. i-I. 96. 5) VaillüQt. ouui. t'.uii. Lazz. n. ü. 526 Geschnittene Steine. <846. Carneol. Stellende Frau, in der Rechte» ii, ne Platte mit Früchten/ in der Linken Mohnköpfe; wahrschiw licl> ein Ärnteovscr, genant. 1847. Sardon»r. Eine Frau mit der Platte indtt Neckte»/ in der Linken ein Gefäß / um die Libation auf dcm Altare vor ihr zu verrichten. 184«. S m a r a g d p r a fm a. Sizende Frau/ in d» Linken einen Palmzeig/ in der Rechten eine Schale/ um ii! Libation zu verrichten. 184S. Carneol, Eine Frau sizend auf einem Stuh> le vor einem Altare mit Feuer; mit beiden Handen hält ii« eine Art Biichfe. t850 Zlntike Paste. Ein Verschleierter bringt iii Libation auf einem Altar unter einem Baume. 185l Carneol. Man und Weib, zu beiden Scitc» eines großen Altars/ bringen die Libanon 1K52. Antike Paste. Zwei nakle junge Personen j» den Seite» eines vierekigen Altars stehend; hinter diesen li> ue bärtige bekleidete Fi,>ur. 1 85Z. Antike Paste/ de» Sardon»r nachahmend. Pri» ster/ der einen Stier zum Opfer führt/ und ein andererPm ster/ das Opfer schlachtend. »1854. Carneol. Eine nakte Figur, niit der Rich> te» den Kopf eines Boks bei». Hörne haltend / in der Linkin ein sichelartiges Messer. Die Manier scheint hetrurisch; dadri die Buchstaben: »v»c Hat sie vielleicht jemand/ der sich dki Steins zum Sigel bediente/ hinzngcfnat? »1855. Carneol. Opfer/ dem Pan oder Pri» pus gebracht. Ein Jüngling hält einen Bok oder eine Zik, ge, um sie aus dem Altare zu schlachten; eine andere bellw dete Figur spielt auf zwei Flöte»/ und hinter diesr orsttt ein Weib Fruchte auf eiuer Platte. Das Opfer geschieht ncbi» einer Säule/ worauf die ist; zur Seite ein /mti»- «aill/ll»!, wie man es auf andern Denkmalen sieht/1^ an nein Baume aufgehängt. Vielleicht ist dieses Instrument cni Weihgei'chenk/ wie mau dergleichen Täselchen mit Bändern und Kränzen a» Bäume hing: i) I^ellori Ntlniir. tali. 44. 8e^ulcl»r. . Legcr. tlies. Lrautlcl.'t t. 1. j>. 224. AIur»l. inscrijU, p. gü. 2 Kl. 17 Abth. 527 Alle Bäume waren Göttern geweiht, und die Jungfrauen IM Sparta widmeten einen der Helena.2) Die Flöten- stiller bei den Svkern hieven ; 3) und weil diese Leute oft Spaßmacher Ware»/ fo bezeichnet das Wort auch einen Svasimacker. « 18Z6. Glaspasse, aus dem Kabinet von Paris ge- Einweihung eines Lupereals. t857. Carueol, Eine Prjesterin beriilirt mit einem Mbe den Kopf eines Widders auf einem Altare/ und mit der ander» Hand scheint sie etwas daliin auszugießen. Das Nämliche auf einem Carneol im frainösichen Kabinet; 5) aber was Mariette für eine Fakel gibt, ist hier ein bloizer Stab. VieUeiclit ist es ein Svfer an die Praridlke, eine der drei Töchter des Sg»ges und der Thebe, Tochter Jupiters. 6) Pr.ixjdike hieß auch noch Al a l ko m e » e, 7^ wei-l sie die P.illas erzogen hatte, und ihre Svfer bestanden in Thier- ke»:en, 8) 185». Cl>a le edon, Fragment. Ein Priester mit dem Diadema, das sich vorn zusvizt, wie man es gewöhnlich nur an Götrineu und Königinen sieht Ich kenne zn ?!om nur te» bärtj ,en Kopf eines Königs, ein Marmor in der Villa Albani, der nir einen Masinissa, gilt, mit einem ahn, Aim Diadema. Der Priester auf unserm Steine ist neben einem Stier vor einem Altare, hinter dem eine Säule steht; erhält in der Linke» eine Platte voll Fruchte, die er i« >) Ovili. metani. I. 6. v. ^.^3. -) Hieocril. XVIl. v. 4S. Z) LuicI. v. />) ^lurietto t. 2. pi. 64. 5) Ihill. ^»1. 3g. (^ravelie t. 1. zil. 83. 6) 8uic>. et I''!viü. N. v. 7) I. 9. 33.^ S) iu eund. voc. Lonk. I'iiileaux In Älurni. x. 335. 628 Geschnittene Steine. vvfern scheint. Vielleicht find liier die t) oder das Fest, wo man die Erstlingsfrnchte dem Bakchus oder r» ^ Ceres darbrachte/ vorgestellt. I85S. Carneol. Ein Weib gießt mit der Rechten etwas auf einen Altar, in der Linken hält ste erhoben ei»! ! Platte mit Früchten; zur andern Seile spielt ein Manzwei Flöten. Es scheint hier die Einweihung eines Altars vvrgc, stellt, welche die Armen vornahmen, indem nur ein Weib ! um das Bild oder den Altar, so man einweihte, ein Gesäß I voll gekochter Früchte trug. 2) lS60. Carneol Ebenso, der Flötenivieler aber sszt. I iSül. Antike Paste. Zwei Priesterdes Herkules trinken aus Hörnern, und haben i» der Mitte die Keule. Die, I se Vorstellung ist von jener auf zwei Lamven,Z) wo zm! Figuren ähnliche Hörner aus einen Altar ausgiesten, Verschie, ^ den. Bellori erklärte die Sache für eine Libanon, denMa, n e n dargebracht. Zwei andere ähnliche Figuren aus einem ^ Altare mit der Inschrift: r.xnin. >vovsr. 4) In der Vill', 1 Borghese steht man solche zwei Hörner in Marmor, die in einen Stierkovs endigen und bei der Mündung dritthM Palm Durchmesser haben; diese Trinkhörner waren bei dc» Griechen im neunten Jahrhunderte noch im Gebrauche. 5) A!as> fei, der keine Idee von Füllhörnern obne Früchte hat, liiüt zwei solche, die auf der berühmten Schale von Agath im K«> biner des Königs von Neavel vorkommen, für Stierhörner «um trinken. 6) Er kante die Marmorstatne des Har»okra> tes im Cavitolio nicht, die in Hadrians Villa bei Tibeli gefunden worden und ein Stierhorn von derselben Gröke eli> ne Früchte, solglich ein Füllhorn alS gewöhnliches Abzeichen dieses Gottes, trägt. 7) Das Horn, welches eine stzende bärtige Figur auf gedachter Schale hält, hat die Größe der 1) IZustalli. in Iz. 1. p. 772. 2) ^ristoph. V. 119H. 8cliol. et ad Ii. I. Z) Lelluii I^ucern. anll^. part. lig. iZ « 14. 4) Oruter. Inzcnxt. z>. 106. Ä) Luper. vl^serv. I. 2. r. g. 2VI. 6) vszerv. Iclt. t. 2. x. Z/jg. 7) lUus. Laxilol. t. Z. x. 2 Kl. 17 Abth. 52? zeMnlicben Füllhörner, nämlich die Länge der halben Figur. A«ch ein bärtiger Genius auf einem Marmor bat ei» ähnli- chls Horn obne Früchte; der Marmor war im Palaste Ch!> zi, heut zu Tage Braeciano, und sollte sich dem Bar toll zufolge im Palaste Massimi befinden, l) ist aber nicht taftlbst! ich kan indessen einen andern Genius der Art, def- Kabinete Strozzi. Ein Weib gießt Wasser auf das Grab ihrer Verwandten. Das Grabmal ist hier auf einer hohen Ws, wie auf einem Sardon»r »u Florenz. 2) Die Weiber in dieser Verrichtung hießen 3) oder 4) m , G e säß; und das ausgegossene Wasser hieß ,^-i) Z) 6) und 7) Auf Grabmalen der Jünglinge z«kca Jünglinge das Wasser aus, und Mädcheu auf jene» der SNdclicn; Kinder erhielte» dieses Opfer nicht. Anf Grabdenkmale» der Mädchen fah mau gewöhnlich ein Mädchen mit einem Wisscrgefäß; 8) und eine kleine Figur von Erzt, die ein be> Ileidetes Mädcheu mit einer Vase vorstellt, ist wahrscheinlich, ich hier sage, »nd nicht wofür Spon sie hält. S) Die As>s oder der Pfeiler, auf uufcrm Steine ein Grabmal, ist i«s dem Sardonur des Nuntius Molinari ein Brunnen, « das Wasser aus einem Löwenkopf läuft. 1) ^iliiiii'. wli.chg. 2) IVIu5. I^loreiit. t. 2. t^Ii. 23. ». 3. 3) 8cliol. all ^i-istoxli. Ves^>. v. 233, 5) ,NIicn. l. g. i3. n. 73.^ 6) III. ^1. 12. c. 5. n. 23.^1 7) ^ppollon. ^rgvn»nt. I. 1. v. 107?. 1.2. v. g2g. ö) ^lhen. I. >3. t>.. 6. n.S5. Vorher laS man in dicfee Stelle Winckelmail stellte das richtige her. Man sehe im 7 Bande S. pvUux I. 3. si-ct. SK. z) ^nll» Wagen mit sechs Pserden M daraus eine a-ri-cu/«. Diese Wägen hieß man ^ man sührte die Figur des Gottes daraus unter einem H« mel. Dieser Gebrauch war bei mehreren Völkern, 2) 4 867. Carneol. Eine wo zwei Palmzweige Herausgehen, aus einem Wagen mit zwei Rädern/ von zwi Figuren, die Fakeln trage», gezogen. Bei den Griechen wur, den die Fakeln bei mehrern Festen gebraucht, bei den Pana> thenäeu, am Feste der Hekate, deS Vulcans und des Prometheus. Z) » 4868. Chalcedon. üpfergeräthe: Schale, Last, Sittius und Sprengwedel. 486S. Carneol. Stierkopf. 1870- Antike Paste.— mit dem Spferbeil d»>, unter. 4874. Carneol. Ebenso, nur statt des Spferbeili nebenzu ein Gefäß. <872. Sardo»»»'. Widderkopf, darüber ein Vogel, > eine Fliege, und darunter ein Ovfermcsser. 487Z. Antike Paste. Ein Altar mit Feuer, gezml mit zwei Widderköpfen und der Wölfin, die Romuliis uns Remus säugt. 4874. Carneol. Altar mit Feuer, darüber zwei Mohw köpfe. 4875. Antike Paste. Eine Ähre über einem Alt«, unten zu jeder Seite geht eine Hand hervor, die einen Znich mit einem Vogel darüber hält. 4876. Antike Paste. Altar mit Feuer, und Mi Füllhörner darüber. 4877. Antike Paste. Altar mit Feuer und zu jedn Seite ein Widder auf den hintern Füßen. 4878. Antike Paste. Ein Altar geziert mit cim VitZa, zwei Widderköpfen und zwei Svhinren oben; unten i« jeder Seite geht eine Hand mit einem Feldzeichen hervor. 4879. Antike Paste. Runder Tempel, worin k>» Altar und zu dessen Fuß ein Delphin. i) k'est. v. 2> Luper. Uarpacrat. p, >66. z) Sxanlieiu. i» ^i-izwpk. IVuIi. V. iliZ. in lizn. V. Dritte Klasse. historische Mythologie/ die fabelhafte Zeit und die Belagerung von Troja. Erste Abtheilung. Fabelhafte Zeit. Grauer Jaspis. Prometheus macht das Fmve eines Menschen, wie ans einem andern Steine, t) Er iizt, ist nakt, und hat das Gewand über die Füße geworfen, mir cr auf eiuer Urne im Cavitolio vorgestellt ist. 2) Auf i!» sechs folgenden Numeri, ist er an den Füßen bloß, und Gewand hängt ihm von der linken Schulter herab; auf trli Marmor», die schwer zu erkläre» sind, wovon zwei im Mäste MatteiZ) und der dritte in der Villa Medici, ist rr wie barbarische Könige mit einem weiten Mantel bekleidet. »Z. Karneol. Prometheus sormet einen Mensche» «ach seinen verschiedenen Theilen; er hat ihn bis zur Brust Md den zwei Armen vollendet; noch fehlen die untern Glie« !ir, die zum Theil zu dessen Füßen liegen, d. i. die Hüften, !ic Schenkel und Beine. Dieser Stein, dessen Gravüre die iltrste Manier verräth, ist einen: Agath bei Ca>>lus4) ähnlich, nur liegen dort Schenkel und Beine nicht. >) Lause! tali. ng. 2) Larlol! 66. 3) Iliicl. tali.22. Lonf. Lxence's äial. 7. x. 76, 4) ^c«. t. 1. z>I. 2g. u. Z. Geschnittene Steine. * z. Sardon»r. Prometheus bat die nämlich,» Theile des Leibs vor sich aus einem Gestell, die Hände emm, gehoben, um sich die Vollendung der untern Theile zu erleich, tern. Die Gravüre ist eben so alt. 4. Glas paste, wovon das Original im Kabinett C«, rafsa Noja zu Neapel. Prometheus, sei» nämlichij Werk aus zwei Gestellen haltend, gibt dem Menschen, nachdem er den Kopf hinzugefügt, die Eigenschaften der Thiere, N>> ches durch einen Widder und ein Pferd zur Seite ausgedrillt z. A n tik e Paste. Prometheus formt den völlig 5usammengesezten Menschen auS dem Gröbsten. »6. Carneol. Prometheus mißt die Verhältniß seiner Figur mir einem Senkblei. Man muß daher, mj Diodor sagt, nämlich, daß die ägyptischen Bildhauer im mit dem Maße in d er Ha nd, die griechischen aber mit d» Maße in den Augen arbeiten, nicht ganz buchstäblich neh, men> 2) Eine Besonderheit dieses Steins ist es, daß Pr«, metheus ein Weib bildet. Der Vorwurs, den L» cian ihm von Jupiter machen läßt, betrist gerade die Bildung der Weiber. 3) 7- Antike Paste, Prometheus legt a» seinW»! die lezte Hand. Auf einer Lampen) und auf der Urne, M Nuni. t citirt, steht Minerva ihm bei. »8. Carneol. Prometheus ausrecht an den M sen geschmiedet. » Earneol. Prometheus stzend an den Felst» geschmiedet, nebst dem Geier, der ihm die Leber frißt, >»i! aus einer Lampe.5) Auf einem Marmor in Villa Borghl, f e ist er ebenso, aber liegend. >) liorat. I. I. Io<1. >6.^ v. iZ. 2) 1^' >- tc-9g.Z 3) Ola!. ?ro>uetl>. et ^ov. S) t->I-. Z. ^ 3 Kl. 1 Abth. j!>. Antike Paste. Ebenso, it . — — Herkules befreit den Prometheus. t2. — — Ebenso. * tZ. Schwarzer Jaspis. Sifhphus wäljt den zelfcn. Vortrefliche Gravüre. ' t-i. Carneol. Epimethens ofnet dieBüchfe der Pandora/ aus der alle übel hervorgegangen. Er ist nakt auf den Gürrel, behelmt; vor ihm ein Stok mit einem kmnmen Eisen, wie die Sichel des Saturnus. Die Si- jel zeigt des Epimetheus Abkunft an; den weil er ei» x»hn des Japetus, und dieser ein Sohn des Uranus und Milder des Saturnus war, so kvute ihm der Künstler >»ohl das Zlbzeichen Saturns geben. Auf einem Sardonvv wKabinete zu Florenz steht man Pandora in der nämliche» Elcllung mit der Sichel und die Büchse öfnend, t) 15. Antike Paste. Ebenso. Die Gravüre des Steins md dieser Paste scheinen hetrurisch. * tü. Sardonvv. Einer von den füns Gefährten des LadmuS, vom Drachen, der zur Seite ist, getödet. 17. Carneol. Ebenfo. tS. — Ebenso, nur ist der Mali noch nicht Wj todt. » tS. Sardonvr. Ebenfo. '20. Carneol, von einem Käfer abgesägt. Kadmn s, «im Vase zwifchen den Füßen, als wolle er mit dem Dra> chen neben der Quelle, die aus einem Felfen kömt, kämpfen. Die Gravüre ist uralt, aber mit großer Einsicht und Feinheit Wendet. »2t. Carneol, von einem Käfer abgesägt. Kadmus Iviet den Drachen, der die Quelle bewachte; ähnlich auf ei> nem Marmor im Palast? SVad a. Die Gravüre ist ebenfalls lehr alt, und in der Manier der beginnenden Künste in Griechenland. Diefer Stein dient zur Bezeichnung des Zustandes ter Bildhauerei vor PhidiaS. Derselbe Gegenstand auf einem Sardomir des Senators Buonarrv»i.2) »22. Sardonvx. Kadmus, das rechte Knie auf «inen Felsen gestüzt, in derLinken seinen Schild, in der Rech- >) I'Iorcnt. t. 2. talz. Z9. n.5. 2) I. 2. Ulli. Z5. ». 4. Nlallei Ocnim. t. 4. n. 2Z. ^Denkmale N«m- LA.) Z34 Geschnittene Steine. ten das Schwert, will die Schlange töden. Die Gravur, gleichfalls i» der alten Manier. 2Z. Carneol. Ein bärtiger Man, auf dem Haumi eine» Kran;, in beiden Händen eine Art, womit er einen Baum fällt. Die Figur ist nakt und heroisch und scheint nur deßhalb sowohl, als weil ste oft wiederholt ist, einen Zug a«j der Fabel zu enthalten: Vielleicht Erisichton, welcher el, ne» Wald der Diana fällte. I) Ich berufe mich auf die Er, klärung, die Gronovius über eine ähnliche Vorstellung gibt. 2) Dem Gori zufolge ist es L»kurgus, derinTlin, cien, wo er regirte, die Reben verheerte. Z) Es köiite auchHa- lirrhothios, der Sohn Neptuns sein, der sich, als er die Slbäume der Minerva umhauen wollte, verwundete und starb. 4) 24. Glas paste, wovon das Original im Kabinete i» Florenz. 5) Ebenso. 25. Antike Paste. Ebenso ; nur hat die Figur ans tiefer Paste weder Bart noch Kranz. 26. Antike Paste. odipus tödet seinen Vater Lajus, hinter dem eine Säule mit dem Sphinx darauf. '27. Hyacinth. Ein Sphinx- Dieser Gegenstand ist oft auf Steinen wiederholt, worüber »lan sich nicht z« wundern hat, da Augustus ein solches Sigel führte. Man weist, wie die Sphinxe der Ägypticr und der Griechen gebil, ? det waren; ich bemerke hier nur, was noch nicht bemerkt ist, und daß es einen Sphinx gibt, dessen Hintere Füße und der Schwanz von einem Pferde sind; diefe Füße sind vorwärts ausgestxekt, wie bei einem Pserde im Galop. Dieser seltene Sphinx ziert den Helm einer Minervaauf einer Silbermünze von Nelia in Lueanien. Goltzius, der sie beibringt, S1 ! hat diese Besonderheit nicht bemerkt. Vielleicht ist dieses w ne hetrnrifche Idee, da diefes Volk auch den Faunen Pferd, süße und lange Schweife gab, wie man an mehrern kleinen Faunen von Erzt im Collegio St. Jgnatii zu RM sieht. Gori hat solche Faunen nirgends begegnet. 7) 1) Oviil. luctsni. I. L. lsl>, i i. 2) Oorlsoi Oucl)>>. r. 2. n. 174. 3) I^Iuz. ?>orenl. lod. gz. n. g. 4) Lckiul. ^risto^zh. v. 1001. Z) k'lorent. I. c. 6) iVl.igna (!riec. tiili. 22. n. 7. 7) Mus. Llrusc. p. i5Z. 3 Kl. 1 Al'th. -5ZZ zz. Sardon yx. Ebenso. 2S — Z0. Carueol. — zl. Amethiist. — Z2. Glaspast e. Ein SVbi n x, der sich mit der Talk hinten am Kopse krazt. Zur Seite der Name des Stein- sidneiders: l) Das Original im Kabinete zu Wie». ZZ. Glaspast«. Ein Sphinr mit einer Schlang» M ihm. Z4. Carneol. Sphinr mit dem Scheffel auf dem Lepse und dem Caduceus vor ihm. 2) Auf Münzen der In- stl Cliios sind Sphiure mit dem Schiffchnabel,Z) mit der iiiicr ic.4) Z5. GlaSpast e. Ein SPhi n r mit der vorder,, Tale auf einem Todtenkopf. Das Original dieser Paste im Kamele Riccaroi zu Florenz. Ein großer Sphinr von Mariner in der Villa Negroni zu Noni hält die rechte Taze ««f eincn Stierkopf. Z6. Antike Paste. Ein Sp hi nr wirft einen Mail «!idkr/ der das Räthsel nicht gelöset. Z7- GlaS paste. Ein Sphinr hält zwischen seinen einen Mail/ als wolle er ihn zerreissen. Die Gravüre ist imm Steine bei Gorläus ähnlich. 5) Dem Äschhlus I«s»lge war dieses auch auf dem Schild des Parthenopäus llrgcffcllt. 6) » Z8. Agathonvx. üdipus mit dem Spieße im A»l Vor einem Svhinr stehend / der auf einem Felsen ist. ZS. Antike Paste. Ebenso, und am Fuß des Fei- s»> scheint ein Todtenkopf zu liegen. Sardonpr. Sdipus mit den« Schwert an der Elite vor dem Sphinr auf einem Felsen. Die Gravüre ist «r»lt. -U. Antike Paste. Ebenso. 42. — — Ödipus erwürgt den Sphinx. >) 8w5cl> xl. g6. 2) Nus. ?Iorent. t. 2. tsk. n. 6. 3) Oc-Ilx. Ins. tal). 16. /j) LeAcr. tlics. Lranlleb. t. >. ^>. ^>g. 5) t. 2. n. 627. 6) Lc^t. ?>>cl>. ^v. Geschnittene Steine. »42. Agathon»?. Orpheus stzend unter ein», Vaume spielt die Leyer nnd ei» Vogel Vor ihm horcht zn. 44. Carneol. Ebenso, aber nebst dem Vogel noch ein. Hirsch. 45. S m a ragdvrasm a. Ebenso. 46 u. 4?. Elaspaste. — *47. Carneol. — 49 — So. Antike Paste. — mit vielen Thieren. *51. Carneol. — Vierzehen Thiere und ei» kleiner Baum. *52. Topas. Ein Weib mit fliegendem Schleier m das Haupte, am User des Meers, dessen Wogen man steht, ne, den einer Pr i a p n s l> erm e, wirft einen mit Lorbeer b» kränzten Manskopf in's Wasser: offenbar das Hanpt des Sr, vheus, welche» die thracifchen Weiber wegen seiner Mnei, gung gegen ihr Geschlecht zerrissen, und das Haupt wurde im das Gestade von Lemnos gespuhlt, wo es Orakel gab.l) 5Z. ?lntike Paste. Agave in Wuth, hält ilmj SohnS Pentheus Hauvt in der Hand: /o, p,'e/o, sa 65/. 2) 54. Antike Paste. Zethus und Aniphion l'iNi den ihre Mutter Divee an die Hörner eines wilden Stiers, wie in dem berühmten Gruvo des farnesischen Stieri, und aus einem Steine bei Gravelle. Z) *55. Carneol. Copic der vorigen Paste. 55. Glaspaste, wovon das Original im Kabinet Sdam und von Gori bekaiit gemacht ist. 4) Ebenso. 57. Antike Paste. H el le seit auf einem Widder über die Meerenge, die von ihrem Unglük den Namen H e I l esponl führt. 58. Glasvaste. Ebenfo, und ein kleiner Amor hin, rer ihr. Ein sehr fchoner Cameo im Kabinet Farnese -ii Neapel ist unserer Paste ganz ähnlich. * 59. Agath 0 n » x. Argus, Sohn H e k t 0 rs, arw> >) pllilostrot. I>eroic. c. 7. 1.7. Rj. vlt. ^xxollou. I. c^>4- ^ Z) 5. 2. xl. S2. ^ Lolumlior. I^iv. ^ug. ^1. Z5. Z Kl. 1 Abth. 6Z7 kt a» dem Sckiffe der Argonauten. Andere legen die Er> t«uu»g desselben dem Glaukus bei. t) Die Gravüre des gtclns ist aus der Zeit beginnender Kunst. Ein Man/ der Ds dem Grabmal eines nava/,'5 arbeitet, 2) und auf ei> M Münze von Nikomedia ZI ist vielleicht eine Anspielung ,»s diesen Argus. Man kan wenigstens unsere Figur eher M den Argus, der i» der Fabel wegen der Schiskunst so iirülimt ist, nehmen, als für den Danaus. Vianchini Mnl't auf einer Münze des Kabinets Ldescalchi diesen in Ststllfchaft der Minerva an einem Schiffe arbeiten zu se< IM, aus dem Grunde, weil derselbe aus Ägypten zuerst über iai Meer gekommen sei. 4) 60. Agathonvr. Argus arbeitet am Steuerruder tKlben Schiss. Die Fabel sagt, daß der Schnabel oder das M»crrudcr des Schiss von einem Baum aus dem Walde zu vodona gemacht war und Orakel ertheilte. »61. Carneol. Jason sucht den Drachen, den Wäch< Itt des goldnen Vließes, welcher um eine Säule, an deren z»i ein Widder und aus dem Kapital der Vogel J»nr, ge< «mden ist, einzuschläser». J»nr ist die vornehmste Jngre- iimi im Liebestrank, den Venns dem Jason gegeben hat, il, »m der Medea angenehm zu werden. 5) Gori sagt i» seiner Erklärung nichts von dem Vogel. 6) Jnnr war «ch der Fabel zuerst eine Tochter Pans und der Pitho i!tr Echo, wurde aber von Juno in den Vogel verwandelt/ «il sie dem Jupiter Liebe zur Jo eingeflößt hatte; sie da ckr in der Folge ein Liebling der Venus wurde, so behielt iii ihre ersten Liebreize bei, und bahnte beständig den Weg M Liebe. Banier hätte ihrer i» seiner Mntholgie er, »ihnen sollen. Die Umschrift auf unserm Steine ist: roim. 62. Antike Paste. Ebenso; auf dem Steine, wo >) I. 7. I^c. 12. n. 47.^1 2) Hluralor. t. i. p. 535. Z) k'rcslicll. tcntaiu. NUNI. p. 2i5. 4) Isi. »niv. p. Z1 c>. l^Man sehe Num. j derVig »etten bei den Denkmalen,) !> pinilur. IV Zsto 8cl>ol.) i) AIuz. k'Ivrent. t.2. lad. Zg. n. 4. LZL Geschnittene Steine. Neger ein Orakel des Mars Vorgestellt glaubte, l) fehlte»» Widder. Dieser Gelehrte hat ohne Zweifel die Schlange um die Säule her für ein Blumengewind angesehen, und dli Säule für eine gewundene gehalten, dergleichen aber zu Iason § Zeit sicher nicht bekailt war, den sie kömt erst nach der Zeit blühender Kunst vor. Indessen ist Begers Erilä, rung ohne Anstand von einem englischen Gelehrten angenon» men. 2) 63, Antike Paste. Ebenso. »64. Carneol. Ja so» vor einen« runden Altart und einem Baun» stehend/ wo das golden: Vließ aufgehäng,, und die Schlange um den Stam gewunden ist. 65. Antike Paste, gleich dem Agathoni»'. Ebelis«, nur auf dem Altare noch ein Widderkopf. 66. Antike Paste. Ebenso. '67. Carneol. Heroische Figur, gehend, mit Heb» und Schild bewasnet; zu den Füßen der Ruinös eines mensch, lichen Körpers und zur Seite das Wort: »vri. Es kan Ja, so» sein, welcher dem Absyrtus, der MedeaBruder, alle Glieder abhieb. 6S. An ti ke Pa st e, Fragment. Ein Sohn des B»> reas, mit großen Flügeln, Z) dieHarpyen, welche des nigs Phineus Mahl besudelten, durch Pfeile verjagend. Die Gravüre ist uralt. — Hvgiuus fagt, die Söhne des reas hätten an Kovf und Füße» Flügel, 4) und man glaub! einen geflügelten Kopf des Kalais auf einer Münze zu st> he». 5) 69. Glasvaste. Kopf des TheseuS mit der Löww haut. N esizer des Steins ist der Holländer Reindorp, und Nraeci wird davon in feinem Werke von geschnittenen Slcl> nen ein Kupser liefern. Man liest darauf rdiäior; allcin der Name ist von Pichler, einem geschikten Stcinschiieidlr aus Tirol, darauf gefezt, uud die ?lrbeit der Figur entsprich! den ächten Gravüren dieses Gnajus nicht. 70. Glas paste. Ebenso. ») l^ies. palal. 14. 4) k^Ii, >4. p.qg. 5) Wiltlu iiuui. tal>. ^. 11. 1. Z Kl. 1 Abth. ^7<- Carneol. Thefens, den rechten Fuß auf cl> «!», Schilde, hebt den großen Stein auf/ unter welchem sein B«ler Schwert und Schuhe verborgen hatte; das Schwert ist ,j»r Geliäng. Theseus war damai sechzehn Jahre alt, «d so jung ist er auf dieser schönen alte» Gravüre vorge- ßillt. Der Stein wurde von Venuti bekaiit gemacht, t) Snst!be Gegenstand aus einem Carneol im Kabiuet des Her» ^ von Orleans, 2) und von Beger schon bekant gemacht. Z) 72. Antike Paste, gleich dem Sardonyr. Ebenso. 7Z. — — Theseus kämpft mit Kerkyon w» Zlrkadier. 7^i. Glas paste, wovon das Original mit dem Nainen ilZ Künstlers: , im Kabinete zu Wien ist. 5) xhescus mit dem erlegten Minoraurus vor sich, am Eingang des Labyrinths. *75. Amethyst. Kopf des Minotaurus, fchön M»irt. '76. S ck> w a rz e r Ia spis. Minotaurus mit ei> mNictoria, die über ihm fliegt, wie aus Münzen von »!mel. 6) 77. Glasvaste. Das Labyrinth, wie aufMünzei: M Gnoffus. 7) 7S. Glaspaste, deren Original im Kabinet Vertori »«Rom. S) Kampf des Theseus mit dem Centauren, des» sm Vorderfüße menschliche sind. Der Helm unter dem Ce n> tturcn und der Schild zu den Füßen des Theseus dienen i»r Erklärung. 7S. Carneol. Kamps des Thefeus mit dem C en< i ««r e n . Diefer ist mit einem langen Spieße, Theseus mit Md, Helm und SÄwert bewafnet. Der Centaur hat hier, >) Lollect, »nlilZ. kam. ial,. 83. 2) not. sur ?ausan. I. 1. x. 67. Z) l'kxs. p.60. /j) plutarcll. in 'I'Iies. ^c. t i.^ !) 8to5cl> pl. 5i. 6) 0oll2. IÄ. ! 7) keger. tlies. t. I. p. 401. i>) Aus. ?lurent. t. 2. xl. 3g. n.i. s4o Geschnittene Steine. wie auf den acht solgenden Nunier» lauter Pferdfüße. Aufdkm ^ Kasten desKvpfelos hatten die Centauren vorn mensch, liche Füße. j) Dessen ohngeachtet scheint diefe Idee nicht S>, l ter als die der C e ntau r en mit Vier Pferdefüßen/ wie Fri> ! re t nieint; 2) den wir fehen einen C e n ta u r e n / dereiiim Pfeil abschießt/ nebst einer Centaurin auf einem ägyptisch» t Denkmale zu Rom, wo beide lauter Pserdfüße haben. 3) Di«> se§ Denkmal ist vielleicht eben fo alt wie Homer und H,> si od, und so durste die Vorstellung nicht später als jm Dichter sei». — Es ist hier zu bemerke»/ daß es auch Pstrt« mit einer Art menschlicher Füße gab/ wie Julius Cäsar i ei» solches hatte / dessen Statue er vor den Tempel der N<> »us Genitrir sezen ließ;4) auch Gordianus Piuj scheint ein ähnliches Pserd besessen zu habe»/ wen man nach einer Miinze von ?!icäa muthmaßen darf. 51 80. Dunkler Carneol. Ein Centaur dic Dm>> flöte spielend. 81. Dunkler Car »eol. Ein C e n t a u r mit ein,«. Zweige in der Linke». 82. Carneol. Ei» Centaur macht sich aus eiimii Zlst eine Keule. LZ. Carneol. Ein Centaur im Galop und eine« Pfeil abschießend; vor ihm ein Man in phrygifcher Miize aus den Boden gestrekt. » 8-i. Carneol. Kampf eines Centauren mit eiiim Stier. » 8Z. Agathonyr. KampscinesCenta u re» mit li> nein Löwen. Der Centaur führt die Keule. »86. Chalcedon. Thefeus knieeni» hält vor sich den Leichnam der Faja oder Laja/ eines Weibes Von Kro> in»o»/ die er uiit seiner Keule getödet hat. 6) Diese einzi«! Vorstellung unterscheidet sich wohl von Theseus mit d» >) ?aU5an. I. Z. sc. ig.^ 2) R>»n>. öe ?—3ig. Z) lD e n km ale ?!um. 7S.Z 4) Liict. i» ?ul. c. 6>. ?Un. I. g. sc. 42. sect 5) 8p!»>Iien>. cle IIUI». l. I. x. 283. Usräuin nuw snlis^. p. Z52. 6) klutareli. in llics. 9.^ Z Kl. l Abth. jttSdete» Aniazone in seine» Arme»; de» hiev ist keine Do> pilsrt, kein Schild und Helm. Ich erinnere liier, daß derjenige, den man für Theseus mit der gerodeten Amazone W,l) vielmehr Thermodo» zu sein scheint, zufolge einer Zlischrist an einer Statue, die dasselbe vorstellt. Der alte Eischichtschreiber Duris, den Plutarch im Leben des Dcmosthenes anführt,2) erwähnt das Ereigniß, undMark. l.uid hat aus Versehen dafür das Lebe» des Theseus «illrt. Z) S7- Antike Paste. Theseus und Pirithous Mmi die Helen a. »SS. Smaragdprasma. Amykus, ein Gast bei iir Hochzeit des P i r i tl> o u s mit der H iv vo d a m ia, schlägt tcm Lavithen Keladon bei dem entstandenen Streite zwi> schi» den Centauren und Lavithen ein Auge mit dem Leuck- tir aus. 4> Der Lavithe liegt auf einer großen Tasse ausge- jlrckt und Amvkus hat eine ähnliche neben seinen Fügen; dm in dieser Unordnung wurde alles umgestürzt und es fio> W die Trinkschalcn von ungeheurer Größe. S) Ein Krater mr eine große Vase, um bei Tische Wein und Wasser zu mischen, woraus man sodaii die Becher füllte. Die zwei un» z,stürzten Vafen auf unseren« Steine sind Ma r> lial redet ebenfalls von einem Krater in diesen« Kampfe: Auf dem Schild des Am»kns ist erhoben ein Meer- lM, das Zeichen der Klugheit und das Svmbol mehrerer Städte vo» Griechenland. 7) So dient ein Krebs der Ani- shikrite auf Müuzen der Vruttier,S) wie Grouovius >) k?ger. p.irt, z. n. 7. 2) lg l donk. peüt. rle 3) I.ccüon. p. 666. sA'an sehe die Abbildung ei« »es noch schöner» Steins mit dieser Vorstellung in den De» kmale» Nnni, 97.1 5) Ovid. I. c. 6) Ii. 6. oplgi' 6. 7) ^lch'vvanil. ciustzc. et 1.2. p. 166. Ä Älzgu. 2Z. a. Z. Lcger. tlies. Lrsu6ci>. t. l. p. Z40. Geschnittene Steine. meint, t) zum Kovfpiiü der Krebs scheint auch ein Abwichen des Mars zu sein, de» auf einer Gemme steht er mit dem Fuße darauf. 2) «?. Antike Paste. Brustbild einer Amazone im Profil, die Vrust aber vorwärts. Die Haare sind zusammen, gefaßt und auf dem Scheitel i» einen Knoten geschlungen, wie bei den Amazonen gewöhnlich. Die Besonderheit dieser Paste besteht darin, daß man nur die linke Brust sieht, ob, gleich die rechte Seite stch völlig zeigt. Die Sage, daß die Amazonen die rechte Brust abbranten, ist bekant; Z) und Hix, pokrates erwähnt zuerst, daß die Mädchen der Saromattn die eine Brust fo vertilgten, 4) was nachfolgende Schriftsteller sodan von den Amazonen sagen. Vaillant behauptet tie> ses an einer Amazone, die er ohne Grund auf einer Miinze Kaifers Galienus annimt, bemerkt zu haben. 5) AufGem° men und Marmor» steht man sie beständig mit beidenBw sten, und Maffei, der die Statne einer Amazone aus der Villa Matrei als nur mit einer Brust anführt, hat Unrecht. 6> 90. Glas paste. Brustbild einer Amazone, dieDo> pelart auf der Schulter. Das Sigill Kaisers C«> modus enthielt eine Amazone. 7) Sl. Carneol. Fragment. Eine ?lm azon e, als wolle sie mit der Dovelart kämpfen. In der '/.'«»!» ist eineVw schiedenheit: die vorige gleicht auf beide» Seiten einem Ham> mer; diese einerseits einem Beil, und anderseits läuft sie spi> zig zu; die solgeude aber ist ein Dovelbeil, und es gibt noch eine vierte Art, die ebenfalls zweischneidig ist, aber die Schneide bildet die Figur, als wen man zwei AmazoumM> de verbände. Barnes hat in seinen Noten zum Eur!pi> des eine schöne Beschreibung davon geliefert. S) >) kra-s. t. 6. tlics. ^nü<^. z>. ii. 2) Lause! Lemnis tav. >?g. ^>1. 20. 3) Ztrali. I. li. ^c.5. Z 2.^ in p. 4) Oe Äere <1 lociü i c-. I <). j Lauf. . x. >og. 5) IVum. ÄIus. <1e 1?. 114. k) 8xos!^ioii. olle 8tat. anlicli. t!>d. Kg. p. IV2. 7) Laxitolin. vit. LIauck. ^.Ikin. 14Z. ö) Llcclrs v. >6^< z Kl. 1 Abth. »z. Antike Paste, Eine ?imazone, von einem b»nd begleitet, gehend, den Kocher ans dem NükeN, in den HUden die Dopelart, SZ. Antike Paste. Theseus, die Zlmazone An- liope verfolgend, l) oder nach Andern Hippolyte, tik sich zu Pferd vertheidigt und deren Schild auf dem Bote» liegt, Theseus Vermahlte stch nachher mit ihr, und Nnige wollen, daß er sie mit Pirithous geraubt habe. 2) Man sieht Theseus und die Amazone auch auf einem an- dir» Denkmal. 3) »S4- Carneol. Copie der vorigen Paste. S5. — Thesc us und A ntio p e; beide tragt» die Lanze; er hebt den Schild gegen den Boden, und diese sidkmt ihm die Dopelart zum Zeichen des Friedens und der Mtcrwersung hinzustreken. Diese Dopelart ist Von der vier- In, oben angezeigten Art. Unren ein Palmzweig. SS. Carneol. Ein Aniazonenschild und darunter zwei Me kreuzweis. » S7. gatho >i» r. Dädalus stzend und einen Flii» für seinen Sohn Ikarus machend, wie auf einer Wem» « im Museo zu Florenz. 4) S8. Schwarzer Jaspis. Ebenso. SS. Agathomix. — lvo. Carneol. — iol. Klaspaste. Dädalus arbeitet am zweiten Mgel für Jkarus, der mir dem ersten schon befestigten «»r ilini steht, wie aus einem Steine bei Grav el l e. 5) In Msmii Kabinet war ein rother Marmor, wo Dädalus den irßcn Flügel geendigt hat und am zweiten, den Ikarus mit dir Linken hält, arbeitet; hinter diesem ist der vollendete Flu- Sil, und über seine Brust gehen die Bänder, welche die Flü- S!> hinten befestigen sotten, kreuzweis. Der Marmor ist durch >» lczten Wille» des seligen Baron S t o sch an den Cardinal >) Oiock. 8ic. I. c. 23. in 26.^ 2) !. ». 2.^ Z) Lellori sepulcr. sut. Lg. 97. 4) I. 2. tal>. 3g. n. 2. 5) r. 2. pl. 54. 544 Geschnittene Steine. Alba»i Übergänge», der einen andern Marmor ähnlicher Vorstellung a»'s Licht gezogen bat. 1) tvZ. Glaspaste. Ikarus stehend, dem sein Vater, auf einem Kniee, die Flügel mit Bänder» befestigt. 10Z. Schwarzer Jafpis. Ikarus stehend, die Flügel befestigt. * i04. Sardonnr. Dädalns, auf den Knieen vor seinem Sohne, beschwört ihn, den Flug nicht so hoch zu neh, inen; gleich einem Steine im KabinetVettori zu Rom. Z) 10Z. Glaspaste. Ikarus über den, Meere fliegend, wie auf einem Agath. Z) 106. Antike Paste. Ikarus in's Meer fallend, an dessen Ufer sein Vater weinend die Hände gen Himmel hebt. *107. Carneol. Brustbild Leanders, im Wasser bis an die Schultern, wie öfter, weil ihn die alten Stcin> schneider so gern wählten, daß wir ihn noch mehr als den Diomedes finde». In unserm Kabinete sind mehr als sich, iig Schwefelabgüsse desselben. 108 — 10S. Antike Paste. Ebenso. 110 — 111. Glaspaste. — 112. — Brustbild Leanders und hinter ihm ein Halbmond, um anzudeuten, daß er bei Nachr zur Hero schwam. 11Z. Antike Paste. Hero auf einem Thurme, mit ei ner Lampe in der Hand, um dem Leander, der mit Mi Delphinen vor ihm über den Hellespont schwimt, zu leuchten. Die Gravüre im alten St»l. »114. Carneol. Copie der vorigen Paste. '115. A g a t h o » u r. Meleager stehend vor ei»«» Felsen, aus den er sich mit der Linken stüzt;zur Seiten zwei Wurffpiese, zu den Füßen ein Huud, der zu saufen fchmtt, 11ü. Antike Paste. Meleager den kalpdonifchen Eber tödend. 117. Carneol. Meleager stehend, zwei Wurfsmeße in d er Hand; auf einer Säule der Eberkopf, den fein Hu»d anbellt. Umher: ri.. xv«. * 11S. Agathon » r. Meleager in derselben Sttl> lung vor einem Felfen, worauf der Eberkopf. 1) kDenkmale Num. Aus. ?Iorellt. t. 2. toi, Zg. II. z. Z) Mulle» Lciums t. tsv. Z2. Z Kl. 1 Abth. N?. Smaragdprafma. Vieleager stehend vor ii«cr/>>ana auf einem Felsen. ' l20. Sardonvr- Meleager/ zweiWurfs»ieße in Hand, steht Vor einer /Zf-ma ^ die auf einem Fuße M, der mit Jagdstüken geziert ist; unten zwei Hunde/ wo- « einer ilin anblikt. Diefes ist der bekaiite und von Ken- «,m so bewunderte Meleager/ weßhalb ich nichts weiter ti»en sage. IZt, Zlgatbon»^ Atalante auf der Jagd des ka< Wüischen Ebers/ aus allen Kräften lausend. Um ihre An- sirWung zu I'emrrken/ ließ sie der Kunstler den Leib da halten/ ««Sie Milz liegt. Vor ihr eine Vase mit dem Palmzweig. "122. Am e thust- Atalante laufend/ das Gesicht Mkgewandt/ mit Heiden Händen ihr Gewand hal, lini, das im Winde flattert und zerreißt: eine der voll, lmmensten Gravüren/ wo man die Schnelligkeit des Laufs/ sie kaum die Erde berührt/ auf's Beste ausgedrükt steht, U ist Juno bei Homer/ die felmeller geht als die Gedan- Illi, I> Die Zeichnung des Nakte»/ das man durch die leich- », timne Kleidung hindurch steht/ ist in der Feinheit der flie- Uinrisse groß; es ist bis auf die Hände, die jene den Mm mehr als den neuen bekaiite Form haben, nichts ver- »Mäßigt, Der Hals köiite unseren Künstlern / wie jener der iiis den großen Meistern des Altertums/ zum Borbilde die» «> Die Schönheit des Nakten zieht einen Theil der Auf- mkMkeit auf sich/ die das Gewand verdient/ welches der jimstim um fein großes Talent zu zeige»/ gewählt hat: es is, Irichtrr als Atalante felbst. Die Falten wogen gleich den SNm des Meers und verlieren sich iy einander wie diese/ s.»i aber doch zu gleicher Zeit in uninerklicher Abstufung ver- Men, uni das Ganze in eine liebliche Harmonie zu bringen. I2Z. Antike Paste. Ata l a»te laufend / mit beiden Mm die Emvstndung einer Person/ die etwas ungern zu« Mßt, ausdrükend: sie will sich gleichsam hüten, den gold- m ZNisel aus ihrem Wege z» nehmen / weil sie vielleicht ei- «Hinterlist sürchtet. Hinter ihr eine Säule mit einer Figur >Mus, 124, GlaS» aste/ von einem Sardon»r im Kabinete «Florenz gezogen, 2) Nareissus spiegelt stch in» Wasser. Z) >) 0. XV. v. 6o. 2) l)oit?,. Orsoc, 7. 11.5—6. Z! iMa» sehe Nuni. 24 der Denkmal e.? 23 " ^46 Geschnittene Steine. » ßen/ in der Rechten die Harve/ in der Linken das Medusa« Haupt; zur Seiten: was man sür den abgekürzten Namen Dioskorides/ wie es Zanetti2) mit weniglr Gruud gethan hat / nehmen tönte. In den drei Buchstaben: äl«, aus einen« Steine/ der einen Titan vorstellt/sieht er dm Rainen dieses berühmten Steinschneiders; allein die Gravüre ist von jener des Künstlers unter August us sehr verschieden. l2S. Glaspaste. Perseus in der nämlichen Stil- lung. * tZo. Smaragdxrasma. Perseus stehend/ v»r> wärts/ in der Rechten das Medusahaupt/ in der Linken die Harve erhoben. tZl. Antike Paste. Perseus stehend/ das Medu« sahauvt mit der Nechlen über sich haltend/ in der Linken die Harve; neben ihm auf einer Säule Minerva/ die ihm in der Unternehmung, beistand. t^!2. Glasvaste/ von einem Chaleedon im Kabinite zu Florenz. Perseus neben einer Säule/ worauf Minerva ist/ stehend. Er hebt das Medusahauvt über sich/ und w trachtet es in seinem Schilde/ wo es sich abspiegelt. 1ZZ. Antike Pastc. Perseus neben einer Säule, worauf eiue Kugel ist/ stehend; in der Rechten das Medusa« Haupt aus. den Schild gehalten. 1Z4. Glasvaste. Perseus neben dem Leib dtt >) lezor. üriian. t. 2. x, 9 et >5. Lons. Lüllilli Iconvgr. tiiv. S^,. s) Üanett. tüv. ZZ. 3 Kl. 1 Abth. M-dusa, deren Kovf er in der Rechten hält/ und der sich im Schilde sichtbar abwiegelt. IZ5. Antike Paste. PerfeUs stehend/ in der Rech- »» die Harpe, in der Linken den Svieß, vor einer Trovhee/ ii, aus einem Helm und Schild/ auf welchem das Medufa- jWt/ zusammen!,esezt ist iZ6. Glasvaste/ wovon das Original im Kabinet Farns« i» Neapel. PerfeuS, in der Rechten seinen Schild auf jiine Rüstung gestüit, in der Linken daö Schwert/ ein Werk t Carueol. Perfeus stehend/ in der Linke» den Smß, in der Rechte» den Schild auf eine Rnirung gestiizt, M.M das Schwert hängt. ' lZS. Car »eol. N! ed u fa h a u p t / vorwärts. IZSu. 142. — Ebenso. D u n k l e r S a r d o n >>r. Ebenso. >41. Antike Paste. — ' l4Z. Carneol. M e d u fa h a u v t in Profil. 144. Antike Paste. Ebenso. >45. GlaZva st e. Das berühmte Medusahauvt im Wnete Strozzi zu Noni/ mit den, Namen des Steinschnei- co^n>.'c>e. 2) 146. Glasvaste/ wovon daS Original ans den, Kabinet öltoboni an den Graven Carlisle nach E»gla»d ging. Z) Nedufahauvt mit dein Namen des Kiinstlers: AiKapva ist nicht i» griechischer Form darauf, wie Cani> »i schon gegen Slosch erinnert hat. 4) Die Form der übrig!» Buchstaben verräth die Zeit der Kaiser. 5) 147. Glasvaste/ von einem Steine im Kabinet S tr o z> lijii Rom. lisch. >) pl. Zo. 2) Iliitl. pl. 6?. Älus. l^Iorent. t. 2. tuli. n. 3) Ltozcli pl. 65. 5> Man sehe Num. 1Z17 der 2 Kl. ö) A llZ. 5'lorcnt. t. 2. tsli. loo. U.Z. Geschnittene Steine. 15ll. Antike Paste, gleich dem Sardomw. Perfeuj die Andronieda befreiend. lZl. Glasvaste. Perfeus stehend, die Harpe zu den Füßen, mit der Neckte» das Medufahaupt auf dc» Rw ken lialtend, mit der Linken die Andronieda vom Felsen lösend. »552. Rother Jaspis, Perfeus befreit Andr«, meda; das erlegte Ungeheuer zu feinen Füße». 15Z. Glaspaste. Perfeus der Andronieda genüber stehend. lZ4. Antike Paste. Ebenfo. »155. Carneol. Perfeus stehend, das Schwert in der Neckten, der sizcnden Andronieda das Medufahauvt in seinem Sckilde, den sie mit einer Hand auf ihren Knieen hält, wie im Sviegel zeigend. Andronieda gleicht hier jener auf einem Carneol im Kabinete zu Paris,!) wo Buchstab«» sind, die keinen Bezug auf das Bild haben, und nicht genau covirr worden; der Stein ist als ein Talisman befchrie, den. Die Gravüre unferes Steins gleicht in der Idee dem Fragment einer Vafe, 2> wo Perfeus das Medufahauvt hin, ter sich hält, um Andronieda nickt der Gefahr feines An« bliks ausznfezen. l56. Glasvaste. Pegasus in der Lust, und Bei, lerophon, den Svieß in der Hand, hält ihn beim Zügel/ den ihm Minerva verliehen Man köiite das Original die, ser Paste als nack der älteste» Sage von Pegafus gemacht anfehe»; denHesiodus sprickt von B ellero p h ons Kamvst mit der C b i m ä r a nickt so, als wen er auf dem Pegasus ge, sessen;3) Pindar läßt ihn zuerst das Pferd besteigen -!) Die Chronologie des heroifchen Zeitalters ist febr i>nß> cher: ick habe den B e l l e ro vl> on, Sohn des Glaukui und Enkel desSif»vhus, nack dem Perfeus gefezt, weil tie Fabel den Pegasus aus dem Blut der Medusa !»t> stehen läßt. 5) 1) Nariette t. 2. xart. i. pl. 2) Mein. I'^ciid. . Z66. 3) "klieoßon. v. ZzZ. 4) XIII. 91.Z L) liesiotl, I. c. ^g>. 3 Kl. 1 Abth. 64s »157. Sardonvr. Vellerophon auf dem Pega> ohne Spieß/ wie auf einer Münze. 1) »15S. Carneol. Vellerovhon auf dem Pega« in der Luft, die Chimära bekämpfend, deren Schwanz hier i» eine Schlange endigt. 15S. Antike Paste, gleich dem Agathonyr. Ebenso. 160. Glas paste. Ebenso, 161. Schwarzer Jaspis. Kopf des Peg asus Mit zlügeln zwischen den Obren. <62. Agathonyx. Pegasus, Halbsigur. 16Z. Amethyst. Pegasus. 164. — als Käfer. Ebenso. 165. Carneol, Pegasus gezäumt. 166. — — neben einem Felsen, wo> Ms eine «älcn!-,. »167. Carneol. Zwei Pegasus. 168—170. — als Käser, hetrurisch. DieChimäxa. 171. Glas paste. Ebenso. ,) V-uIIaut. KUNI. ssm. Lossut. n. z. Zweite Abtheilung. Zug der sieben Helden wider Theben. » j?2. Carneol/ von einem Käser abgesägt, sehe von diesem merkwürdigen Steine die Abbildung und l>es> sere Erklärung in den Denkmalen Nnm, 105.1 " !7Z. Carneol. Die erhobene Seite des vorigm Searabeo/ eben so vortreflich gearbeitet. "17^. Carneol. lAuch von diesem Steine die Ab, bildnng und reifere Erklärung bei Nnni. tvü der De nk m al e.I I7Z. Antike Paste. Kavanens, einer von dm Sieben wider Theben/ im Begriffe, die Mauern zu crsteigein «X«/»- t) *t?6. Sardonnr. Ebenso/ aber durch den Blizstr>>l>l, der wider Kavaneus kömt/ noch mehr bezeichnet. Der Held wendet sein Hauvt ohne Furcht und beweiset einen Mulli/ der Iuviters ?Zor» verachtet und dessen Blize nur wie die Schwühlc des Mittags betrachtet. 2) ' ÄV -7-c. 0-S/XVLV 77-1/v/v k/^-cHc/v ^/ce //I, L i/.!/? m>/».z) KapaneuS/ der hier dem Blize trozt/ ist ans einer al< ten Paste Christian Dehns zu Nom von demselben zerschmettert; der Donnerkeil/ nachdem er die weiter zersvlittert/ drang in seine Brust. Da§ Svmbol aus dem Schild des Eteokles/ eines der Siebe»/ war nach dem Zisch >>lus ei» die Stadtmauern ersteigender Mali, 4) 1) Turip. plxruiüü. v. i igc>. 2) 8cpt. l'Iicli. tv. 407.1 3) Lurip. I. c. v. 1 igi. 1. c. l^v. Zg-j.Z z Kl. 2 Mh. 651 Krieg der Arimaspen und Pygmäen. *177. Carneol. Ein Arimaspe, den Greif bekam» Md, der die Goldgruben Skythicns bewachte. Die Ari> N-svc» waren der Fabel zufolge Männer, die nur ein Auge Mn; 1) allein dieser hier hat beide Augen, und sein Schild Met jenem der Amazonen. Die Gravüre ist vom erste» M,l der Kunst. '178. Carneol. Ei» Greif tödet einen Hirsch. Vorirefliche Gravüre. »I7S. Antike Paste. Ein Pygmäe reitend auf ,i«em Hahn. Der Fabel zufolge ritten die Pygmäen, um iit Kraniche zu bekämpfen, auf Feldhühnern^ 2) tS0. Antike Paste. Ein P» g m ä e auf einer Gans nitmd. tSl. Grauer Jaspis. Ebenso. IS2. Sardonyr- Ein Pygmäe, mit allen Stnken timsnet, flieht vor einem Kraniche. Z) ISZ. Carneol. Ein Pyg mä e, ebensobewafnet, kämpft «t einem Kraniche. ISj. Carneol. Zwei Pygmäen wider zwei Krani> tk känwfend; ein dritter Kranich liegt von einem Wurfspieß tirchbohrt. l»5. Antike Paste. EinPyg m äe trägt einen tod, Iin Krattich auf den Schulter». ISli. Carneol. Ein Pygmäe trägt eine Heuschreke M dem Nüken und geht an einem Stoke, gleichsam unter Der Last erliegend. IS7. Carneol. Ein Pygmäe in einer Muschel n- sttt mit der Schnur. 188. Carneol. Ein P y g mä e spielt aus zwei Flöten. We diese Pygmäen, jene mit den Helmen, und der mit im todten Kranich ausgenommen, haben zugespizle Müze», zlijch Zukerhüte». iS?. Antike Paste. Heroische Figur mit dem Dia, tim«, auf einem Delphin reitend, und mit hetrurischen Buchstaben: Diese Figur kan den M e l i kertes oder P a> i) ?2usan. l. i. 24/I z) Lilien, l. g. sc. >0. ».43.^ Lustslk. 1^. 1°. p. 377. Z) Loak. ^1?.. N v. 6. 662 Geschnittene Steine. lämon, der von einem Delphi» gerettet worden, als sich mit ihm seine Mutter In o in's Meer gestürzt harte, um der Wuth ihres Mannes Ath amas, der seinen ältern Sohn xear> «bus getödet, zu entfliehen. Ich will hier nicht wiederlw, len/ daß die Hetrurier die merkwürdigen Begebenheiten Grie, chenlands gekaiit und zu Gegenständen ihrer Gravüre gemacht haben. Dieser Stein wurde ohne die hctrurischen Buchstaben, für griechisch gelten; den die Arbeit nähert sich der Manier unseres Tvdens, und ist daher ein ebenso kostbares Denkmal hetrurilcher Kunst. 1S0. Glasvaste, wovon das Original im Kabinett zu Paris, t) Kovf des Bvzas, Gründer von B»zanz. Diese Benennung gründet sich aus die Ähnlichkeit mit Münzen tu, ser Stadt, welche die Inschrift haben: LlV/zL. 2) Dieser B«zas war ein Sohn Neptuns, und gehört folglich in die Fabelgeschichte. >) Marlctt« t. 2, xart. 2. n. 86. 2) Lvlt». Orsc. lab. 27. n. Z. Hszm tes. Lr!l. t. 2.^.70. Dritte Abtheilung. Trojanischer Krieg. M. Glaspaste, von einem Sardonyx gezogen, der MS dem Kabinete Masson an den Herzog Devonshire Minnen ist. Kopf des Königs Pria i» u s, mit dem Namen Sij Künstlers: Der Varon Stosch wußte/ als ,r sein Werk schrieb, nicht, wo das Original sei, den er spricht im von seiner Paste. I) Indem man diesen Kops siir Pri> a»iu§ ansteht, bemerkt man, daß ihm der Steinschneider zu- M dem Homer langes Haar gegeben hat; die andern Wlcr lassen in ihren Tragödien ihn mit geschornem Haupte «uitriten, i?2. Antike Paste. Kops des Paris mit phrugi- itir Muze; gleich der schönen Statue des Paris im Pala> s« Altcinps zu Rom. Ä tSZ. Antike Paste. Ebenso. Aus einem Steine C hristian Dehns stnd die zwei Köpfe des Paris und der Helena sehr schön gearbeitet. Glaspaste. Ebenso. l?5. Glas» aste. Urtheil des Paris. Die drei Minen sind nicht ganz nakt: der Venus geht das Gewand Ar den Nuken und zwischen den Schenkeln durch; M i ner« »»wendet den Niiken, als wolle sie mit dem Gewände stch ktikrn. Paris, ohne die phrygische Miize, stzt unter «inem ?«>ime. ll>6. Antike Paste. Mercur stellt dem Paris, >) ?ierr. gravees xl.Z. 2) lk. 5!. v. Z5g. 8uiä. et Rcs^cli. v. Tustack. in 1^.. K, x. >i)44. i) ^lalsci raccolt. tav. 124. Miickelman. ?. 24 Geschnittene Steine. der unter einem Baume stzt, die drei bekleidete» Gottinen vor. Minerva trägt den Helm. tS7. Antike Paste. Ebenso, wie gleichfalls ein Am, thhst zu Florenz, t) 1S8. Antike Paste. Paris bekleidet »nd niit einem Mantel, wie in der angeführten Statue; er stüzt die Recht, auf einen Altar, dessen kleine Bildfäule er betrachtet. Diefiz kau uns an die Bemerkung des Panfanias erinnern, daß Paris der an dem Orte, wo er zum erstem mal sich der Helena erfreute, einen Tempel bauen ließ.z) Seine Stellung ist viel zu nachläßig siir ein Svfer, und viel, leicht soll sie ihm den weichlichen weibischen Charakter gebe»; dm ma» findet die über einander geschlagenen Füße, wie er sie hat, nur bei Bakchns, und selten bei Apollo ftder den Heldw. Christian Deh» bestzt eine antike Paste, wo Pari- in derselben Stellung vor einer kleinen Figur steht; sein El, wand legt sich knap an, und ist aus der Brust geschnürt. Es ist nicht ausser dem Wege, hier die allgemeine Bemerkung zu machen, daß zuweilen das Gestell einer Bildsäule kein Altar, sondern eine bloße Basis ist, und dakr viele Fußgestelle für Altäre gehalten werden, die es nicht sind. Das WortAltar, wird auch für jede Art Unterlage angewendet, wie Eustathius lehrr. Z) 1SS. Antike Paste, gleich dem Sardonyr. Raub der Helena. Paris nakt, den Schild am linken Arm, trägt Helena in feinem rechten Arme; diese wendet ihm den Rii, ken, um ihre Furcht, ertapt zu werden, anzudeuten, sieht ihn aber dennoch an; den nach dem Stesichorns: Mart^relli, zu Neapel am Collegio der Kathedralkw che Professor der griechischen Svrache, redet in seinem Werke, das zwar gedrukt, aber noch nicht bekanr gemacht ist, 5) vo» eniem antiken Gemälde im Herculano, wo er den Raub der Helena zu sehen behauptet; ich erinnere mich nicht, es da> selbst bemerkt zu haben. Das Werk, von dem ich rede, ist z» 1) Mus, k'lorent. t. 2. ins». 24. n. 1. 2) ps«5!>n. I. 22.^1 Lo!,5. 1.2. Z2.) Z) 1^. s. V. 42l. /,) I'ulv. Ilrsin. czrm. g. ?er». el Hr. ^>. 79. L) De rezia tlrec» l. 2. c.?. 3 Kl. Z Abth. «leapel >.1756 i» Quarto niit Kupfern^ gedrukt aufKosten des »laloes, und hat ohne die Einleitung 7Z4 Seiten. Natter licicrt einen Stein unter Benennung, Raub derHelena; l> Min seine Erklärung scheint nicht genugsam begründet, und irr Stein ist nicht/ wie er angibt, in unserm Kabinet. »200. Sardonnr. Jphigenia stehend vor einem Wa re; ihr zur Seite eine Hindi». Ebenso nebst Diana auf einem Carneole Christian Dehns. 201. Antike Paste. Ebenso. 202. Chalcedon. — 20Z. Antike Paste, gleich dem Sardouvr. Orestes md P»lades gebunden vor einem Altare, um von Jpl>i> zrnia, die vor ihnen steht, der Diana Taurica geopfert j» werden. Dasselbe aus einen, Gemälde im Herculano 2) mid auf einem Sarkophag im Palaste Accoramboni zn Rom, wo zugleich die Einschiffung der Jphigenia vorgeht ist. Z) 204. Glaspaste. Laokoon und seine zwei Söhne, zmau wie die berühmte Grupe zu Rom, ^nun i„ Florenz.Z »205. Carneol. Kopf des A ch i l les mir dem Hel< mund der Spize seiner Lanze vor dem Hals, und darüber Sie Buchstaben: r. z. Nicht der Spiest allein, sondern auch iic Gestchtszüge charakterisiren ihn; den diese kommen dem Ueal einer Göttin Nicht gleich, wovon übrigens der Kops die Wie Schönheit hat. Achilles war der schönste aller Griechin vor Troja; aber er hatte zugleich ein troziges Aussehen: Auch hat er auf diesem Stein eine gerunzelte Stirn Md m seiner Nafe steht man, was Theokrit beschreibt: 206 — 207. Glaspaste. Brustbild des Achilles. 208. Antike Paste. Thetis, Peleus, Achil- ltS als Kind und seine Amme, in der Handlung der Taufe, >) ?I. S. 2) i> dendem Wasser; Peleus, der herbeigekommen und es verhin, der» will, kniet zur Seite des Kessels gebeugt, eine grvßt Tasse in der Hand; ihm gegenüber ist die Amme, in dcrm Arme sich das Kind Achilles wirst, und zu der PeleuS redet, was die ThetlS verwirrt niacht, l) Ein runder Tisch von Marmor, ehemals in der Kirche Araceli zu Rom, M nun im Caoitolio, enthält am Rande die Geschichte desAchil, l e s, und darin auch ungefähr diesen Gegenstand. 21 Tlietij sizt daselbst aus dem Nette, und die Amme bringt das Kind in ein Gesäß, um es zu wascheu. Es ist wahr, daß es A«> toren gibt, welche sagen, daß Thetis den A ch i l l e s, Halt des Untertauchens, in das Feuer gebracht und mit Nräntrn zuqedekt habe; Z) allein unser Künstler ist der ilberlieiermiz vom siedenden Wasser gesolgt. Der nämliche Inhalt aus li, uem Marmor in dem Weinberg des Cardinals Albani, ebc> mals im Palast- Massi'ni. 2V9. Antike Paste. Der Centaur Chiron, alis dem Kreuze den jungen Achilles tragend, der sich mir dir Linken an dessen Halse hält, und mit der Rechten etwas ju werfen scheint. Cbiron führte Achilles zur Jagd an,4> und die Vorstellung unserer Paste ist ohne Zweisel die Übung im Wersen der Lanze. Ebenso auf andern Steinen. Z) 2t0. Sardonur. Chiron lehrt dem Achilles do§ Leuerspiel, ähnlich einem Sardonnr zu Florenz, 6) und der berühmten Malerei im Herculano. 7) Aus unserem Steine trägt Chiron die Löwenhaut, wovon ihm eine Brazze üb» den Bauch hängt. Die Griechen lehrten ihre Kinder daS Leverspiel, sobald sie lesen konten. 8) >) Oonk. ^ppollun. Klio6. I. 4. 2) k'slirvtti. »>iN. I.4. v. 404. pliilostrst. Iniag. >.2. 2. 3) pJrt. 2. n. ü 16. 6) »Ins. k'Iorent. t. 2. z?. >1.2. 7) pitlure (IDrcol. tav. g. ö) L^anlieiu. ail IVuli. v. göz et 1Z60. 3 Kl. 3 Al'th. 637 ZN> Antike Paste. Ebenso/ nur noch eins Hcrme !abei> ^2l2. Agathonux. Ebenso/ nnd an der Hcrme ein epicß. 2lZ. Antike Paste. ^Abgebildet ,uid erklärt unter A,ni> j2t der Denkmales »2l-i. Sardonyr. Zlcbilles/ betrübt über den Mlust der Briseis/ sizet/ auf den rechten Ellenbogen und til linke Hand auf den Schild gestüzt / worauf erhoben ein Mcn'serd/ welches dessen Abkunft anzeigt. Nahe bei ihm ei- »! Säule/ woran seine Waffen hängen. Es ist schwer/ olme t!N Stein selbst eine richtige Idee von der Kunst und dem Sischmak der Gravüre zu geben. Achilles ist/ wie ihn uns Homer vorstellt: t) er vergießt Thränen/ schaut gen Himmel «d bringt seine Sittern Klagen vor Thetis. Seiner Stellung nach geht der rechte Fuß anS dem Grund des Steines hn«or. 215. Antike Paste. Thetis/ nachdem sie die Kla> M ihres Sohns vernommen/ kam aus denr Meere/ um ihn >» trösten/ und sizt neben ihm : X«/ «v-7-c/c, 2) Achilles gibt hier mit Lebhaftigkeit die Ursache seines kibmrzes an/ was auf unserer Paste durch den einen erhobe- «m, und den andern auf die Hüfte gelegten Arm wohl aus- ictriikt ist. Vergleicht man Homer mit diesen zwei Stüken/ i« glaubt man Augenzeuge von dem Vorfalle zu sein. Z!6> Glaspaste/ mit dem Namen des Künstlers: aus dem Kabinct zu Paris. Z) Achilles/ die !l»cr srielend/ wie er ost wiederholt ist. 217. Antike Paste. D i o m cd e s vom A po l l o gelindert/ den Äneas/ der stch iin Thore von Troja rettet/ »iittr zu verfolgen. Avollo ist hinter Äneas/ dem Dio- «cdes im Angestcht; er hält seinen Bogen in der Linken »«d begleitet die Worte/ welche Homer ihn sagen läßt/ mit idm Bewegung der rechten Hand: „ Geh' in dich selbst/ »Sohn des Tydens! Weiche znrük und lasse den Unstil/ Got- >) Ix. v. 2) Iliid. et 36o. 8toscl> n. ^7. ?VIsr!olie v.g?. 658 Geschnittene Steine. 5 tcr» gleich zu sein. Es ist ein unendlicher Abstand zwischen „ dem ewigen Wesen der Bewohner des Himmels/ und zwischen „ dem menschlichen Nichts, das aus der Erde kriecht,"!) Di«> ni e d wendet voll Unwillen das Gesicht ab, das Schwert ns» über dem Haupte geschwungen. Von Äneas sieht man nm den linken Fnß zum gehen gehoben; sein Schild und der A> rige Leib stnd schon vom Thore, wo er sich rettet, bedekt. Zj> es nicht eine Besonderheit, des Äneas Schild ohne ein Wahl, zeichen zu sehen? Gewöhnlich waren Schilde von der Größe, das etwas darauf koiite vorgestellt werden, mit einem erhob«, »en oder eingegrabenen Bilde geziert. Wollte vielleicht d» Steinschneider anzeigen, daß Äneas, wie Homer undNi«, gil ihn schildern, tapser gewesen ohne Prahlerei. So hatte Amvhi ar aus, einer von den Sieben wider Theben, ei»!» Sckild ohne irgend ein Symbol, weil er, wie Äschylus EuripideS sagen, tugendhaft und muthig war, ohne zu prahlen. 2) Natter hat diese Vorstellung aus einem Bernll, der ei, ivas größer als unscre Paste und oval ist, in Kupser gell,, sert;,-!) die Paste hingegen ist rund und viel vollkommen», als der Stein nach dem Kupfer zu sein scheint. Er thut ei, ner schändlichen Auslegung italiänischer Antignare Meldung! allein es ist anständig, die Personen nicht zu nennen, undsti, ne eigne Auslegung ist sehr seicht. * 2t». Carueol. Copic der Vorigen Paste. 2tS. Antike Paste. Adrastns fällt dem Mene, laus zu Füßen und bittet, ihm das Leben zu retten.-t> 220. Glaspastc. Ebenso, wo aber Agamemnon lierzukönit, dem Menelaus sei» Mitleid vorwirft und ten Adrastns tödet. 221. Sardon»r. Diomedes, als er dem Dolo», den er mit U lv sses aufgesucht, das Haupt abgeschlagen, hält in der Nechten seinen Helm, den er betrachtet, den rechten Ellenbogen auf sein Knie gestüzt, und den Fuß aus Doloni Leichnam. Homer sagt, Ulysses habe die Waffen DvlvnZ 1) v. 44<>. 2) 8ept. I'lieb. V. Zgö. Lvns. Ltanlej. uot. ackli.I. 3) ?ierres gr-»vees n. Z^j, 4) 1^. v. Z7. 6Kl. 3Abth. 669 ^Himmel gehalten, und der Minerva für den Erfolg Unternehmung gedankt, t) Die Gravüre scheint vom „W Stule der Kunst. »222. Carneol. Ebenso, nur betrachtet hier D i o> «ttdcs den Aovs Dolons. Diese Abweichung ist vielleicht m Eigenheit des Künstlers; Homer sagt nichts hievon. Es ^„bemerken, daß Agamemnon auch dem Hivvolochus « Hanpt abschlug. 2) W. Agatl>on»r. Ebenso. »224. Sardonur. — Diomedes stellend, w SckUd zu deil Füßen, das Schwert neben sich, in der Acdtcn Dolons Kovf, in der Linken, die in Gewand einge- M ist, einen Wurfspieß; er betrachtet ruhig den abgehaue- m Kovf. Die Gravüre ist vom ersten St»le und mit der zMm Feinheit vollendet. In Erklärung dieses und der zwei «igm Steine schwankte ich zwischen Tvdeus und Diome- ' i!§/ weil ich »leinte, daß es auch der erstere sein köiite, wel, tir voll Blutdurst seines todten Feindes Gehirn sraß; allein !ii ruhige »nd bedachtsame Aussehen der Figuren gab den »Mag, bjerdenDio medes mit Dolons Kops anzuneli- ,Dieselbe Vorstellung wird sür Dollabc lla, der dem liebonius, einem Verschwornen wider Cäsar, das Hauvt itschl.Mn ließ, erklärt;?) allein der Autor will kreuz und «m überall römische Begebenheiten finden, und man weiß ia, iiiDolabella keinen Bart trug. 2ZZ. Carneol. Hier scheint derselbe Gegenstand vor- Millt zu sein; aber weil die Figur mit dem Kopse in der M weder Helm noch Schild hat, so möchte es vielleicht Ilovhonius mit dem abgehauenen Kovse seines Bruders Azamedes sein. Beide waren Söhne des Erginns, Mgs der Orchomenicr, und zeichneten sich in der Baukunst ms. H»rieu s brauchte ste zum Bau eines Palastes, wo ste M» Stein anbrachten, den man wegheben konte und wo sie tlj Nachts hinciiigittgen / um die Sckiäze zu ranben. Der Kirst bemerkte es, ließ ihnen Fallstrike legen und Agamedes «rde darin gefangen. Trovbonius hieb ihm den Kovf «i, aus Furcht, daß er ihn auf der Folter angeben möchte.4) >) Ik. X. v. 460. 2) ix. V. 146. Z) L^arlö zopra var> Älonuin. pl. 60. 4) pausao. I. g. ^c. Z7/I 660 Geschnittene Steine. 226. Antike Paste. Kopf des Aj ax mit einem H,r. me von zwei Federn geziert. Der Baron Stosch hat ihn so genant und fuhrt eine alte Vase im Hause Albergvtii zu Florenz dabei an, wo man unter andern Figuren auch den Ajar mit zwei Federn auf dem Helme sah- Die Nch ist nicht mehr daselbst, und ich weiß nicht, ob die Namen bei, geschrieben waren. Sonst hatten die Samniter Helme mii Federn, 5) und so steht man eine bewasnete Figur aus eiuir antiken Lampe. 2) Die Tänzer in öffentlichen Spielen i» Rom, Z) so wie die Läufer, trugen Federn am Kopfe;4) und ein Priester bei einer Procession auf einem Marmor imP«l»> ste Mattei hat eine auf seiner Muze- 5) Die Helme mit Federn hatten auf jeder Seite eine Röhre, um sie hinein zu steken, wie man auf einen, großen erhobenm Helme unter den Zeichnungen des Herrn Cardinals Albani steht. * 227. Agathonvx. Ajar deket mit seinem Schild den Nl»sses, und schleudert zugleich einen Stein gegen die Trojaner. Homer spricht bei diesem Anlaß von keinen SIli, »en; 6) aber Ajax warf einen Stein gegen Hektor, und warf deren auch in andern Kämpfen. 7) Offenbar hat irr Künstler, um den Ai a r kenbar zu machen, und ihm eine w bitterte Haltung zu geben, was sein Charakter war, hier sich eine Freiheit herausgenommen. Ul»sses ist an seiner zuge, spizte» Miize, wie man sie dem Vulcau gab, keiibar. * 228. D u n k l e r C a rn e ol. Ai ax mit seinem Schild gedekt, wirst einen Stein, offenbar gegen Hektor. »22?. Agathony x. A j a x flicht, von Iupiter ge> schrekt. L) 1) l.!v. I. g. o. 40. 2) kcllon I.uccrn> n. 20. 3) Dion^s. I. ^.4^8. Du LavAc Olossar. v. 6) nllniir. tal). 16. 6) 1^. v 4g?. 7) Ik. ?. v. 410. v. 441. v. Zgo. S) 1^. v. 54Z. 3 Kl. Z Mh. 661 *2Z0. Sardon»x. ?liar geht in den Kampf zuriik, tm Sckild von Pfeilen zerrissen, t) » 2Zt. Sardon»x. Ein Greis mit Bart, bewafnet B Spieß, Schwert »nd rundem Schild, redet zu einem Jiing» Wz, der eben so bewafne! ist. Es köiite ??estor fein, wel- den Patroklns ermuntert, in den Kamvf zurükzukeh. wi, 2) Die Gravüre ist vom ersten Style der Kunst. »2Z2- Sardonyx. Ebenso. * 2ZZ. — Eur » p »lns, Sol>n Euämon s, m, Paris am rechten Schenkel verwundet und auf ein Knie gismikeu; unten die Buchstaben: «oi>. Man stellt liier den xhcil des Kiiraß, welcher den Rnken bedekt. Dieser Eury, ,,lus ist im trojanifchen Kriege weniger berühmt als der an- tirk? ei» Sohn des Televhns, welcher mit den Trojaner,» «irlmnden war, und als der schönste Man nach Mcmuo» M; ZI die neuern Mvthologen thun seiner keiue Erwähnung. Homer fxricht indessen zweimal von ihm: bei der Aufzählung Der, die sich gegen Troja einschiften, 4) uud wo er dessen Zimmmdung gedenkt; 5) er nent zwar nnr feinen Vater, Wd fagt nicht, an welchem Schenkel er verwundet worden; aw'Strabo lehrt uns, daß es dessen Großvater gewefen md bringt soust noch einiges von der Abkunft bei. 6) Diefer ?lu'»vylus wurde nach dem Tode berühmter, als der an> ilre; zu Patras in Achaia beging man il»n alle Jahre ei» Zch, welches Pau fanias befchreibt. 7) Das ?l»denken des E»r»p»lus, Sol>» des Telephus, ist auch auf eiuer Mün> !k von Pergamus erhalten. S) 2?4. Antike Paste. Ein Krieger, auf das Knie ge> lasse», wie im vorigen Steine, die linke Seite von einen» zroßen runde» Schilde und den Nüken vom Küraß belekt. >) I». ^V. v. 58g. 2) Iz,. v 684. 3) Q^vs-s-. V. 32 >. 4) 1^. L. v 7Z6. 5) I?.. V. Log. ö) l.. g. to. s. Z. >8.^1 7) I.. 7. tc. 19.^ 2) lle xrMLt. num. t. i. x. 5o5. 662 Geschnittene Steine. Man sieht den Pfeil im Schenkel nicht; weil aber die Paß? verdorben ist, kan er doch da gewesen sein. Er rührt mit der Rechten an seinen Schenkel und der ganzen Haltung nach ist es die nämliche Vorstellung/ wie auf dem vorige» Steine. 2Z5. Antike Paste. ^ Abbildung und Erklärung un> ter Nun». Z22 der Denkmales 2Z6. Sardonyr. Ajax vertheidigt einen Krieg«', der verwundet vor ihm sizr. Es gibt zwar noch andere Helden, die Verwundete Krieger bei Troja vertheidigten; aber meine Vermuthung/ daß es Ajax sei/ gründet sich auf die Überlieferung des Altertums/ nach welcher Aiar der größte Man ausser dem Achilles war; l) und wirklich ist er im Verhältniß z» dem sizcnden Krieger ungewöhnlich groß/ wie Homer ihn schildert: 2) welches aus seine Statur geht/ und den nämlichen Begrif crwekt/ als das ur, svrüngliche , dessen der Dichter sich bedient/ um die uü> geheure Größe Vulcans anzuzeigen / wo er sich von seinem Ambos erhebt/ um Thetis zu emvsangen, Z) Der Muth desAjar'/ sein Charakter in der Jlias/ ist hier mit großer Kunst und Feinheit ausgedrükt. Der Verwundete koilte Mut- stheus oder Anchialus sein. 2Z7. Antike Paste. Ebenso. *2^8. Carneol. Diomedes an der Sohke des rechten Fußes verwundet/ zieht den Pfeil heraus und ist »ei, Ul»sses und zwei andern Kriegern/ deren einer gleich dem Verwundeten knieet/ vertheidigt. Der Kovf einer stehenden Figur mangelt/ weil ein Stukchen abgesprungen. Bei Ho, vertheidigt Ulusses allein den Diomedes/ und der Kovs aus unserm Steine bezeichnet diesen Helde»/ weil imm die Haare aus seiner Stirne sieht/ wie sie ihm znweile» unter der Müze hervorgingen. Daß der Verwundete Diome- des sei/ läßt die Wunde am Fuß nicht bezweifeln. " 2ZY. Agathonvr. Diomedes/ stehend auf dem einen Fuße/ zieht den Pfeil aus dem andern. 2I>od. Z Kl. 3 Abth. 663 Z4j. Antike Paste. Ajar uud ein anderer Krie- Fladen den verwundeten Diomedes aus einen Wagen zwei Pferden gezogen, um ihn in's Lager der Griechen j» bringen. '242. Antike Paste. Ajax und Teuker, die stch Wsi>m Schissen wider die Trojaner vertheidigen/ I) wie auf nncm Stein im Kabinete zu Florenz. 2) Teuker ist an Mm Bogen, der ein Geschenk Apollos war, Z) und womit W Homer stets erscheinen läßt/ keiibar. 4) Er kämpfte ge> Milich in Begleitung feines Bruders Ajar. Hier knieet „mit einem Fuße, wie die Bogem'chüzen auf Münze»; 5) likfe Lage und die Kleinheit der Figur lassen Ajar noch Mcr erscheinen, wodurch die Bemerkung bet Num. 2Z6 be- Wigt wird. 24Z- Glaspaste. Ebenso, und die Buchstaben: »ixiv. n«r> 244- Glaspaste. Ajax befchüzt den Teuker, der mwundet ist und hinket. 245. Antike Paste. Achilles auf seinem Wagen, « den Rossen Xanthos und Balios gezogen, stehend. Wendete Gravüre. Wen man mich fragt, woran ich den ilchilles erkenne, so antworte ich: Die alten Künstler «ahmn ihre Lieblingsgegenstände aus Homer, und wen eine !«nkle Vorstellung zu erklären ist, muß man vor allem ihn 5« Rathe ziehen. Ein junger Held ganz bewafnet auf einem Wagen muß daher ohne andere Abzeichen eher ein Achilles «>S ei» anderer Krieger sein, und aus diesem Grunde glaubt »M, auf einem Steine im Kabinet Vettori den Achilles mit Automedo n zu sehen. 6Z Ich weiß zwar, daß die römische Colonie zu Troja den Hektor darstellte aus einer Münze i!S Marcus Aurelius;?) aber man hätte ihn durch >) ix. c>. v. 442. :) ?> 2. tab. 27. n. 8. 3) Ix. (Z. v. 441. 4) Ix. S. v. Z66. v. ZLo. 5) Oi'soc. tsb. lg. n. ö. L) 2. lab. Z6. n. l. 7) Lrizlsii. t. 2. p. 92. ?at!n.> tlics. nuin. p. 170. Geschnittene Steine. vier Pferde auszeichnen solle»/ den Hektor allein hatte in die, sein Kriege ein Viergespan. 1) »246, Car » eol, Von Var » abeo dem Florentiner ge> schnitten. sDas Original, ein Bruchstiik, besaß die Griiein Chero sfini zu Rom. Die Abbildung und Erklärung sehe man unter Num. I2S der Denkmales 247- Sardo»»r. ??akter Krieger mit Helm und Spieß bewafnet, der lim zu sinken scheint, indem er eine Säule aublikt, woraus das Denkmal eines Verstorbenen, Solche Denkmale waren bei den Alten Pfeiler oder Säulen. Im alten Katalog unseres Kabiuets finde ich diesen nnd die drei solgeuden Steine bei der Geschichte des Achilles Homer aber läßt Achilles nicht beim Grabmal seines Freundes Patroklus erscheinen, und ich weis; keine andere Erklärung als die obige. *248. Sardonyr. Ei» mit Helm und Spieß te, wasneter Held, seinen Schild zu den Füßen, neben einer Säule, woraus eine Vase. * 24?. Sardonvv. Ebenso, den Rüken gegen die Säule gekehrt, und nur mit dem Schwert bewasnet, das aus der Scheide, woran das Gehäng, gezogen ist. 250. Antike Paste, gleich dem SardonM. Ebenso, aber ohne Waffen, und in de>' tiefsten Betrübniß. 25 >. Antike Paste. Vulean schmiedet die Waffen des Achilles auf Bitte» der Thetis; er verfertigt den Schild, da er den Helm vollendet bat. * 252. Smaragdv r a f m a. Vulean sckrmkdet dc» Schild des Achilles i» Kegemvart der Thetis; der Helm liegt vollendet hinter ilmi auf einer Säule. Auf der T a l> u >a Jliaea fchmiede» die Cyklopen den Schild, welche» Vul, can hält Z) * ^5Z. Cariieol, Fragment. Thetis bringt dem Achilles die von Vulean geschmiedete» Waffe»; zur Scu te» eine Säule, woran Waffen hängen. Thetis scheint das Schwert, wovon man nur das runde End' der Scheide steht, iu tragen; ^u ihre» Fiißen der Schild mit einem Medusa« >) pliilozirat. Ilerv'ic. x. 632. 2) I^coplu-on. v. 55?. 1'hcocrlt. Id^II. XXII. xsrt. Z. 3) N. 4S. Z Kl. Z Al'lh. 666 M't in der Mitte, und am Nand umher Triton und N e> ,,ide auf einem Seepserd. Aus ^em Sckild Homers ist keine Ücser Verzierungen; der Steinschneider wollte wahrscheinlich iikThetis hiednrch charakleristren ZZ4. Zlntike Paste. TlietiS, ein Schwert in der halld, reicht dem Achilles die Waffen, der schon den Schild «»sangen hat, und ihn mit der Linke» ans den Boden gestüzt »-It> zzz. Antike Paste. Achilles stehend, mit dem Nieße in der Linken, zur Seite eines Iußaestells, hinter wel> ijm seine Waffen stnd; der Helm liegt au» dem Schilde, wel> eine Art Trophee an einen Baum gelehnt bildet. 256. Glaspaste, von ein.m Carneol hervurucher Grame im Kabinet des Eraven Ca >, lus. l) Achilles, den Wld a»i linken Arme, legt die Beinschienen an; aus der mm Seite sein Name hetrnrisch: -l.llVä, auf der andern sein eiimerr mit dem Gehänge. Diefe von Gori >uitaetl>eilte Azur 2) ist von einer Zeichnung genommen, wie er anritt; Z) «r der Zeichner hat das Sebwertgehäng, das dreimal um ti. Scheide geht, für eine Verzierung angesehen. Auch ohne im Namen müßte die nämliclie Erklärung bleiben, da man sü aus einen Marmor Von lsiebe»^ Figuren in der Villa Sonihese berufen kdnte,4) wo Achilles die Beinschienen M einem Sklaven, der vor ihm knieet, anlegen läßt. 2Z7. Antike Paste. Achilles legt die Beinschie« m an, vor einer bekleideten stehenden Frau, die ihm Spieß ick Sclnvert darreicht. Man koiite sie für Thetis hallen; »r diese Göttin gab dem Achilles den Spieß nicht, son> !m> er nahm ihn von feinem Vater Peleus, welcher ihn m Chiron hatte: 5) 1) kecueil tl'anlils. t. i. ^>1. 3o. n. 3. 2) I>Iu5. Liruzc. t. I. lal). igg. II. 4. Lollk. Oori slorla anl. Ltr. p. >5«. 5) AIus. Ltrusc. t. 2. p. ^36. lDenkmale Num. tZ2.Z Ix. ?. v. 3gv. (Quillt. Zin^rii. I, 1. v. 5gi, N Ix.?, v. 3S?. 666 Geschnittene Steine. Wollte der Künstler den Achilles vorstellen, so ister nicht dein Homergefolgt. Aufder Tabula JliaeaistThr, tis gleichfalls zugegen, wo -Achilles die Beinschienen W legt; l) bei Hon,er aber ist sie um diefe Zeit nickt mehr zugegen. * 258. Aga5hon»r. Achi ll es legt die Beinschienen on, einer Säule gegenüber, an der fein Schild und m« Svieße; darüber eine Vase. Um sich zu rüsten, fing man bei den Füßen an, wie auch Agameninon that, 2) Beinschienen sielit man auf mehrern Denkmalen, aber nur eine Statte also bewasnet in der Villa Borg Hefe. 25?. S m ar ag d vrasm a. Ebenfo. 260. A g a t h o n i> x. Achilles sizt und bewafnet lR> 261. Antike Paste. Achilles kämpft mit Jvhj, tion und Hippodamos. Z) Hier sind nur vier Figuren, auf der Tabula Jliaca aber fünf. 4) 262. Antike Paste, gleich dem Sardonvr. Andr»> mache sucht den Hektor zu bereden, nicht in den Kampf;« gehen; sie beschwort ihn bei der Liebe zu seinem Sohn Aj!»> anar, den sie ihm vorzeigt. Dieses Ereignis; geht mehren, auf frühern Steine» vor; aber ich wollte des Achilles Ge> schichte nicht unterbrechen. * 26Z. Sardo » » r. Ebenfo; fehr alte Gravüre. Der Künstler zeigt uns den Astiianar erfchroken über den Helm, bufch Hektors; das Kind fchmiegt sich bei Homer an den Busen seiner Amm«, 5) »264- Carneol. Hektor geht ans Troja, wovo» ein Thor und drei Thürme zu fehen sind; unter dem Thore hält Andromache den Asiyanar in ihren Armen, Hek> tor wendet dcnKvvs gegen sie und läuft in großen Schritten, Bei den Mauern der Stadt sieht man erhoben Achilles, der Hektors Leichnam an feinen Waisen befestigt schleift. * 265. Rother Jaspis. Hektor von AckilleZ v om Wagen gestürzt; Andromache und Priainus schell 1) N. 45. 2) Ix. v. 17. II. v. >Zl. 3) I>. v. Sö2. 4) Leger. Iiell. Iroj. n. ZZ. Ä) Ix. v. ^66. Z Kl. 3 Abth. ^67 im Kampfe Von den Mauer» herab zu; jene strckt die Hände wi Himmel, und dieser dem Hektor entgegen. Der Genius von Troja ist als Cvbelc vorgestellt, stzt unten, das ^mvt auf die Hand gelehnt, und beweint den nal>en Unter« M der Stadt. Der Waaenlenker des Achilles ist Auto, mcdo». Dieselbe Vorstellung auf einem andern Steine, t) »266. Chaleedo». Achill es schleift an seinem Wa>, « Hektors Leichnam. Dieses Schleifen war in Thessalien, Äckill es Heimat, üblich.2) *267. Sardonvx. Ebenso, und umher die Buchsta, 268. Carneol. Ebenso, den Wagen von Audome« !«n gelenkt. Home r sagt indessen nicht, daß dieser dazumal ln Achilles gewesen. Z) 26?. Antike Paste, gleich einem Steine im Museo zlorentino. 4) Achilles schleift Hektors Leichnam m Troja. 27l>. Antike Paste. Ebenso. *27t. — — Prianins kömt zu Achilles, »d bittet ihn auf den Knien, um Hektors Leichnam. Priamus ist an der »hi'ygifchen Miize, und Achilles durch Aittomedon und Alkimos keiibar. 5) Dieses war ein Mingsgegenstand der alten Bildhauer, deii man sieht ihn inr wiederholt: Auf einem Marmor in der Villa B or- iicfe, 6Z auf der Tabula Jliaca und auf einer Grab- me des Alexander Severus im Capitolio. 7) 272. Antike Paste. P e» tl> e si lea, Königin der waivnen, von Achilles gehalten, der sie toden will; ste ist a»s de» Knieen und Achilles greift ihr unter die Arme. 2) Lonk. potterl Lomment. ia I^cox^r. v, 2L7» Z) Ix. X. V. ZgI. 4) 2. 2^. n. I. !) Ix. N. v. 474. 5) fDenkmale Num. iZ4.? 7) Li^Uori. Zepolclir. ant. tsv. 62. 568 Geschnittene Steine. Ebenso aus »wei Steinen im Mnsev Florentino, t) und in einem Gemiilde, womit Panänus, Bruder des Phj> dias, eine Art Poriieus im Tempel Jupiters zu Hliz ausgesckmükt hatte, 2) ' 27Z. Antikc Past e. Ebenso. 274. — — — aber in der Haltung et, was Verschieden. Hier und auf der folgenden Paste hat Achilles die Penthesilea schon ausgehoben, sein rechter Arm schlingt sich um ihren Hals und mit der Linken legt er die nämliche Hand der Königin auf feine Achsel. JhreSchil, de zu den Füßen auf dem Boden. Penthesilea vom Pferd gestürzt und von Achilles gehalten ist auf einem schonen Cameo deS Engländers Diering, der unter andern Steinen, die er in Italien gesammelt, auch einen alten sterbenden Km, ger besizt, mit dem Namen des Künstlers: , d, i, Auf einem Marmor in der Villa Borghesekömt Pcnthesilea mit ihren Amazonen dem Priamus, der sie am Thore empfängt, zu Hülfe. 1) 275. Antike Paste. Ebenso. 276. Carneol. Achilles verwundet sinkt aus ein Knie und hält sich an der Lanze. " 277. Sardo n >> r. Achilles, auf beiden Kniee», zieht I den Pfeil aus der Ferse des rechten Fußes, wo er allein verwundbar war. Ebenso auf einem Agath zn Florenz, 278. Glaspaste. Achilles, auf einem Knie, zieht den Pfeil aus der Ferse. Umher die Buchstaben: i,, 5, 27?. Antike Paste. Ebenso; aber Achil les ist hier ganz bewasnct, nnd auf den frühern Gravüren hat er nur Helm und Schild. * 280. Carneol. Achilles zieht den Pfeil aus der Ferse, und sinkt vor dem Thore Skaia, 5) Die Zeichnung und Gravüre dieses Steins sind gleich wunderbar. >) 2. t!>K. ZZ. N. 2 Z. 2) ?ausan. I. 5. 11.^ 3) ^Denkmale Num. tZ7.Z 4) Aus. k'Ioicut. t. 2. t»I>. 26. n. 2. L) Ix. X. v, Z60. <)ulut> l. Z. v. 82. Z Kl. Z Abth. GraVelle ließ ihn zeichne», 1) aber so ungenau, daß tim Helden wider alle Überlieferung ein Strom Bluts aus liner Wunde auf der linkcn Seife fließt/ da es doch das Schwert in der Scheide ist/ das senkrecht herabhängt. »281. Carnevl. Der verwundete Achilles/ Von »ij» r und U l »sses vertheidigt. Ebenso auf der Tabula zliaca, 2) wo beide Helden, ihre Namen zur Seite, über im Achilles kämpfen, und QuintnS Von Smyrna ist tilscr Überlieferung gefolgt. Z) 282. Sardonyr. Ebenso^ Die Steinschneider der Mnwärtigen und folgenden Numer haben die Schilde sehr dmorspringend gemacht. Natter liefert einen ähnlichen kitin, »eilt ihn Carncol, sagt aber nicht, woher derselbe sei; 4) ttr unsrige ist etwas größer und ein wenig oval. 283. ?lntike Paste. Ebenio. »2S-i. Chalcedon. Ajax hebt den Leichnam des Achilles weg. Die Gravüre ist vom ersten Style derKnnst md mit großer Feinheit Vollendet; ste kan dazu dienen, dei» Zlj>ns von der Zeichnung, wie ste vor dem hohen Flor der jmsi war, zu bestimmen. 285. Glasvaste, von einem Stein im Kabinete zu Bis, den Mariette unter dem Name» Wrieben hat. 5) E>» Cameo, der nickt viel verschieden ist, >W vor kurzer Zeit aus dem Kabinete Riccardi an Ca> lisfa Noja i» Neavel über. 286. Antike Paste. Ebenso, gleich einem Gruxo an «m Ende der alten Vrnke zu Florenz. 6) Das Krupo ist M ganz so, wie eS Mass ei angibt, den nur der Tror.« Mikr Figuren ist wirklich alt. * 287- Sniaragdpra sni a. Ebe»so, hinter dem Gr»> I» eine Säule mit der Urne und Waffen daran. 288 —2S?> Antike Paste. Ebenso. 2S0. — — Ajax, auf einem Knic, >) 2. xl. 6S. L K. 86 — 3?. Look. k°i>dret>>. eüxlic. x. 3Z^, 5) 1^. Z. v. 2> 6 2gL. 0 IV. > o. U?I. ,.4. i) ZlaCci raccolla äi Ltat. lav. 42, 57o Geschnittene Steine. hebt den Leichnam des Achilles, der mit einem Helm be> dekt ist, auf die Schultern. Die Verwundeten auf keiner Bahre und nicht auf dem Schilde, wie gewohnlich geschah, aus dem Gefechte zu tragen, hieß l> Bar, »es hat einen Vers des Euripides unrichtig ubersezt: 2) Adrastus begehrt von Thefeus nicht, die Leichname dw Helden wegtragen, fondern fie beerdige» zu dürfen; den heißt nicht ,ec„^c,a,^ es heißt 2Sl. Carneol. Ajiar trägtden Achilles aufden Schul tern ? dessen Ferse vom Pfeil durchbohrt ist. Gori thut eines ähnlichen Steins im Kabinete Ncttori Erwähnung.?) 2S2. Antike Paste. Ebenso. 2SZ. — — Ajax in Wuth, den Fuß aus einen Stierkopf gesezt, und in der Meinung, er habe Aga> in e m non , Ul« fses und andere Heersfuhrer, die il»n in dem berühmten Streite nber des Achilles Waffen zuwidlk waren, getvdet; aber statt ihrer hatte er nur Stiere und Widder, die er für feiue Widersacher hielt, niedergemacht, verblendet von Minerva. Er hält liier das Schwert in der Hand, ist aber schon in einer ruhigern Fassung. *294. S a r d o n » x. Ebenso; Aja r sizcnd, das Schirm in der Rechten, die Spize gegen den Boden, zu seinen Füßw den Kopf eines Stiers und Widders. Die Stellung ist, >m Sophokles sie beschreibt: »md Qu intus von Smyrna: Diese Vorstellung ist wohl von einer andern, die ihr in etwas gleicht/ zu unterscheiden, wo vielleicht ein Opfernder, wie man es erklärt bat, vorgestellt ist. 6) * 295. Carneol. Ebenso; aber Ajax ist nicht aus 1) Turip. v. 363. 2) Luxxlic. v, 126. Z) Mus. ?Iorent. i. 2. 112. 4) v. ZiZ. 6) ^Z08tinj gemme xsrt. 1. tsv. 1)9. 1Vlu8. Floren!, t.». tad. 94. n. 5. 3 Kl. Z Abth. 67l dem Sckiauplaz der niedergemachte» Thiere; so ist er auch auf irr Tabula Jliaca mit der Inschrift: "296. Carneol. Ebenso/ wo auf dem Schilde ein Uedusahaupr. Die Gravüre ist sehr schon, 297. Antike Paste. Ein naktcr Krieger, behelmt/ den Sckild am linken Arm, das rechte Knie aus einem Altar/ im Begriffe/ sich das Schwert in die Seite zu stoßen. Quer W Zlltar eine brennende Fakel. Gronovius liar über eine» ähnlichen Gegenstand verschiedene Muthmaßungen gemacht/l) Wd geschlossen/ daß es Ajar sei; der Altar mit der brennen- Fakel bedeute/ daß er sich bei Nacht getödet. Hier stößt crsich das Schwert mit der Hand in Leib/ uud Sophokles läßt ihn in dasselbe oder in den Spieß, auf die Erde gestüzt/ Wen; 2) den in Ansehung des Todes von Ajar hat man Mitten/ ob Schwert oder Svieß bedeute. Z) Dieselbe Vorstellung in gleicher Größe im Kabinet des tmihmten Stesanoni; sie ist vergrößert gestochen uud als Dciius Mus bekant gemacht; allein dieser opferte sich zu Pferd in einem Gefechte auf. 298. Antike Paste. Ebenso; nur tödet er stch auf lim» Altare/ wo Feuer breiit. Eine andere Schwierigkeit leider Pasten ist / daß Ajax nie jung/ sondern stets mit dem »Zarte vorgestellt worden. Es gab zwar vor Alters eine Statue des jungen uiid unbärtigen Ajar; aber man bemerkt mS, daß er vor den« Zuge wider Troja dargestellt sei. Eronovius konte uns bei seiner Erklärung sagen: * 299. Sardonyr- Wie Abbildung und Erklärung Mir Num. tlS der Denkmale.) »Zoo. Carneol. ^Ebendaselbst Num. Z0l. Carneol. P h i l ok tet stzend auf einem Felsen/ das H.n>pt aus die rechte Hand gestüzt; in der Linken Köcher >md Bogen des Herkules; den Fuß mit Binden umwunden. Z02. Antike Paste. lAbbildung und Erklärung u»> kr Num. 45Z der Denkmales >) dorlsei t. 2. n. äo3. 2) v. gZi. 3) Ooiis. I'lilst. Ze.-i lnscript. t. z,. I^ntkvl. Liaic. t. Z. x. i6ö. euit ^scol-d. t. 2. I>. 464>Z 572 Geschnittene Steine. Z0Z. Graspaste. D i o m e d e s vor einem Altar, dn die Mauer anzeige» ka», aus die er stieg, um das Palla, dium zu rauben, das man auf einer Erhöhung in einer-eck. cu/tt sieht. Sein Schild ist immer rund, weil er König vsn Argos war, und die Argiver sich dadurch unterschieden. Z04. Antike Paste. D iome des vor dem Palla, dium, das ans einer Säule steht, und das er aufmerksam be, trachtet. Hier und auf der vorige» Paste führt Diomedes einen Spieß. Der Kopf des Diomedes ist sehr schön und das ganze Werk verräth die Blüthe der Kunst. Z05. Glaspaste. D i o m e d es mit dem Schwert in dtt Hand vor dem Palladium, in der Fassung, jeden anzugreimi und zu todeu, wer ihn erblikte. 306. Glasvaste. Di o m ed es saßt das Pa lladium, das mit erhobene» Figuren geziert aus einem runden Zllrar« steht, in seine» reckte» Zlrni, um es wegzutragen. Zl>7. Antike Paste. Diomedes faßt das Pall«, dium ebenso. Zl>8 Glaspaste. Diomedes faßt mit der Rechtm das Pa l ladi n m, das noch aus seiner Basis zu stehen schrillt, obgleich der Held schon geht. Die Statue neigt das Haun, gleichsam in die Wegsnhrung einzuwilligen. Diese Neigung war bei den Alten als Zeichen göttlicher Gutheissung angese, lien; Jupiter, als er der Thetis ihre Bitte verwilligtt, sagt: „ Ich werde mit dem Haupt ein Zeiche» gebe», uni „ dich davon zu versichern. "2) Diomedes saßt die Gotl> heil bei den Knieen, den dieses war eine Bezeugung der?k> inuth. Z)— Christian Dehn besizt einen Diomedes, der ein Knie am Boden hat, und die Kniee des Palladiums berührt. Die Gravüre des Steins, wovon die Paste gezogen ist, verräth die Manier des Eladas oder Ageladas, Meist» des Pl> idias und Pol» gnotus. Der Besizer des ürign «als hat darin eines der kostbarsten Dcnkniale der Kunst. Z0S. Antike Paste. Diomedes im Begriffe von dem Orte, wo er das Palladium nimt, wegzugehen. 310. Sardonvx. Ebenso, nur herabsteigend. >) Lonon. narrst. Z4. ->x. ?kot. z>. 442. 2) v. 14. »ken Schulter, ein Knie am Boden, das Schwert i» der Zirckten. Zl2. Glaspaste. Ebenso. »ZlZ. Sardonnr. — mit den Buchstaben: i. r. Er ist beheimr, und auf den vorigen Sinken am Ko> psc bloß. ZI4- G lasv a ste, wovon das Original im Kabinete zu zlsrea; l) Diomedes aus einem Altare siiend, hält das Palladium; ilim geaennber zeigt ihm Ulnsses einen der Hnlcrdes Palladiums ausaesirekr zu seinenFüßen Zu der zilte eine kleine Figur aus einer Säule. Der Sardonvr, im W> der Milad» B e tr >, - G e r m a i n, mit derselben Porstcllunq »d dem griechischen Namen Kalpurnius Sevcrus, ist Mcr als unsere Paste. 2) Die Familie Knobel, Erbe iiS Bischoss von Eichstädt, bestzt einen ahnlichen Carneol, wo tir todte Wächter sichtbar ein junges Mädchen ist. Zl5. Glasvaste. Ulysses allein, und in derselben glillung wie aus der vorigen Paste, aber ohne den Wächter. lll»sscs aus einen, Sardonvr im Mnseo Florentino Miet diesem. Z) Agostini hat diese Figur sür einen Prie< ja der Bellona genommen, und läßt ste Wasser aus der Hand gießen, um die Lustratiou, die er sich einbildet, da> lia zu sinden. 4i Zl6. Glasvaste, aus dem Kabinet des Herzogs Denn shire gezogen, mit dem Namen: 5) Diomedes aus dem Altare sizend, das Palladium in der Hund, die getödete Hüterin zu seinen Füßen. Vor ihm auf mrr Säule Minerva, den Nüken gewandt, um nicht, wie «» sagt, Zeuge des Mordes zu sein. 6) So hat auch die Antue der Juno zu S»baris das Gesicht abgewandt, als ii« Sybarite» das Jych der Tyrannei des Tell> s abschuttel- 1) AIuz. k'Iorcnt. t. 2. tab. 28. II. I. 2) Ltoscl, pl. 35. 3) ?. 2. tak. 27. n. Z. 4) p.irt. 1 n. 17 1. 5) 8l055>>. xl. 2g. runter den Abbildn »gen Num. ?l>.? b) Lliül,. l. 6. z>. 264. L.liuelov. r. I. I. > 4 ^ S74 Geschnittene Steine. ten, und sogar am Fuß der Altäre seine Anhänger todeten. i> Poussi» bar eine ähnliche Freiheit in einer Zeichnung dcj Kabinets Albani, wo Medea ihre zwei Söhne tödet, M wagt: Die Statue der Minerva bedekt ihr Gesicht mil dem Schilde, um den Greuel nicht zu sehen. — Der grdA und schönste Diomedes in derselben Stelluug war ehemals im großherzoglichen Kabinet zu Florenz, mit den Buchst«,bcin i.xv>». mio. ^Lorenzo Medicin, ist aber nicht mehr daselbst. Es war ein Chalcedon, zwei Zoll und zwei Linien des römi, sehen Palms hoch, und einen halben Zoll zwei Linien breit. *Zt7. Carneol. Ebenso. 3l8. Glasvaste. — mit dem Name» des Kü»b lers: Wo das Original sei, wissen wir nicht. *3lS. Carneol. Derselbe Gegenstand, mit ei»er Wissenschaft und Kunst ini Einzelnen und Ganzen der Theile dcj menschlichen Körpers, daß man es in so hoher VoNkommw heit selbst in der Arbeit des Dioskorides und G iniisi nicht findet. 32l>. Antike Paste. Ebenso. 32t. Glaspaste, deren Original ehemals der berül»», te Abate Andreini besaß, mit dem Namen des SteiniÄn«, ders: 2) Hier ist die getödete Hüterin es- senbar ein Mädchen. 322. Glasvaste, wovon das Original im Kabinett Strozzi, mit dem Namen des Künstlers; (noi- (1.3) Diomedes vom Altare herabgestiegen, dasPalla- diun> in der Hand, in der Stellung, als wolle er mit dem Schwerte sich vertheidigen; zu seine» Füßen die getödete Hw terin. 323. Antike Paste. Ebenso, aber ohne Altar. 324. Agathonyr. Diomedes das Palladiu m vontragend. »325. Sardonyx. Ebenso. 326. Carneol. — » 327. A,aathon»r> — mitUlvsses. 328. Sardonyr- Ebenso, Gravüre des ersten St«l§. » 32S. Rother Iasvis. Troja, durch einen Haufm >) Stilen. I. IZ. tc-4> n. 2I.Z plularcli. in Lamill. 2) Stoscli xl. 5^. Z) Ibiil. xl. 61. Z Kl. 3 Abth. 676 M Thürme vorgestellt. Die Häuser frühester Jahrhunderte Äim gewöhnlich Thürmen, ^l) ZZlI. Antike Paste. Ebenso. »zzl. Carneol. Troja und das hölzerne Pferd davor.2) l ZZ2. Antike Paste. Das hölzerne Pferd in Troja, Md die Trojaner, Feste feiernd, was durch eine große Vafe, ' welche sie tanzen, vorgestellt scheint. Derselbe Gegenstand „s micnl Steine Z) und auf einem alten Gemälde 4) ZZZ. Antike Paste. Kaffandra sizt auf Mine r< ,.,S Alrar und hält deren Statue umfaßt. Die Statue sinnt sich von ihrem Fuße zu lösen, und gegen Kaffandra ^mgcn, wie Polvgnot diesen Gegenstand gemalt hatte. 5) z»> Kal'inet Nettori ein ähnlicher Stein. S) ' ZZ4 — ZZ5. Antike Paste. Ajar reißt Kafsan- vom Altar der Minerva, deren Statue sie umsaßt hält. ! ZZ6. Carneol. Ajax, die Kaffandra an den jiawl schleifend i ZZ7. Glas raste, wovon das Original im Kabinet zarnefe zu Neavel. Ajar trägt in feinen Armen die wei> me K a ffani> ra; in der Ferne eine Statne der M i n e rv a. » ZZ». Carneol. Koröbus, der Geliebte Kassan> tras, von Menelaus getödet: 8) Sirselbe Gegenstand, nebst einer Figur, die stch das Schwert ii die Seite stößt, auf einem Steine des Marchefe Luca- Iilli zu Rom. zz? — z^g. Antike Paste. Andromache, ihren Äh» Ast» an a x umarmend. Pol»gnot hatte in seine» I> IZion)-^. lialic. onlici. Rom. I. >. x. 24. Ä lDenkmale Num. 140^1 ö) Lvrlgzi Oacl^I. xgrt. 2. x. L2Z. 4) Lellori Le^ole. tsl^. 16. 5) ?au5!>n. I. 10. ^c. 16.^ ö) ZVIus. b'Iorcnt. t. 2. tal>. Zl. N.3, 7) ^ii'g, H'.n. I.2. v./,o3. ü) II116. I. 2. v. 42^. 676 Geschnittene Steine. Gemälde» des trojanischen Kriegs zu Delphi den ?lstya!>»>I als ei» saugendes Kind , das man vom Busen der Muttil I riß / vorbestellt. Auf dieser und folgender Paste aber >z ?lst»anar schon im Knabenalter nnd wirst stch in den Siliocj der betrübten Mutter : ein schöneres und rührenderes ZM,' Ein Srcin bei Gravelle gleichet unserer Paste, l) Aus«> nein Marmor/ der ehmals zu Rom war/ wo Nivbe m!t ihre» von Apollo und D l a na gerodeten Kindern ooracilM ist/ steht man die Mutter mir einem ihrer Söhne in der nam, lichen Stellung. Die Zeichnung desselben im Kabinett ZU, v a n i> * Z4t. CIalcedon. P»rrl>us/ Sohn des Ackil, les/ wirst den"?lst»anar von Trojas Mauern herab. Z4'. Sardonnr. Pol»rena von Purrhns a». Grabe seines Vaters ?l clii l le s geopfert; ste ist aus den Ktnttü: und Purrhus vor ihr stehend/ im Begriffe/ ihr das Schnim in den Hals zu stoßen: Z4Z. Carneol. Ebenso. » Z44. — Pol» r e n a / das verschleierte Ham auf ihre Hände gelegt, auf einem Altar sizend neben cliur Säule, worauf eine Aschenurne, die des Achilles Grabmal anzeiat! vor ihr steht Pnrrhus im Begriffe/ fie »n ovfmi. Die Gravüre ist vom alten Stnle. » ?45. Sardon» r. Wie Abbildung und Erklärung bei Num. 144 der Denkmale.) Z46. Antike Paste. lEbendaf. Num. 142^ >) ?I. Sg. 2) I^Iecuk. v. 56». Z) Idiä. v.667. Vierte Abtheilung. Nükkehr des Ulysses. Z47. Glasvaste. Brustbild des UlysseS, kenbar an Der Müze. Ei» gewisser Kallikrates führte in seinem Agel das Bild des Ulysses, i) Z4S. Glaspaste Ebenw, aber mit Sckild und Lanze. Dir Künstler hatte Ulysses durch riuenDelpbin aus dem Zchilde kentllcker machen können; den dieses ist ein Abzeichen indem dunklen Bilde, das uns L »k o p h r v n von diesem Hel» tm gibt. 2) Z4?. Antike Paste. Ulysses auf einem Stuhle jMd, das Haupt auf die Hand gestüzt, und Kalypso ne< w ihm stehende ^ ZSo. Sardo n » r. Ulysses sizend aus ein»» Felsen, tij Haupt aus die reckte Hand gcstüzt. Ich glaube ihn liier » User des Meers zu sehe», nach der Rükkehr in scine Hei< «t seuszend, wie ihn Kalypso fand, als sie ihn entlassen «ßtt. Z) Zur Seite der Figur ein ^ »ZZl. Carneol. Ulysses baut aus der Insel der Z«l»psp sein Schif !ur Abfahrt; sein Fuß aus den Scbna- >tl gesezt, in dcr Siechten einen Hammer, in der sinken ein .iZ^. Antike Paste. Ein Von Jahren gebeuater Greis «il langem Barte, die Lcyer spielend. Ick glaube hier Demod» kos, den Sanaer des Kpnig> Alkin ous, zu sin« ini/ unter dessen Bilde sich Homer selbst malt. Demo- tokos, hiedurch so bernhint, war ohne Zweiset ein Lieblings- Mmstand der alte» Künstler. >) l. 6. ^c. i Z. a. 5g.) 2) Lü58iincll'a v. 653. 3) OcsvS'S-. V. 2ö». Vlsvo-o-. G. V.6Z—64. Willckelma». s. 25 578 Geschnittene Steine. 353. Carneol. Ein sizendcr Greis, die Leyer spielend- eine Frau leinit sich auf den Riike» seines Stuhls, um ihn liöre». Meine Muthmaßung über die vorige Paste fuhrt mich hier anf dieselbe Erklärung; den alles vereinigt sich »lit dl» Worte» HomerS: »Die Muse liebte den DemodokoS." 354. Sardouyr- U l» sse s trägt den Schlauch, wo: rin ihm Äolus die verschlossenen Winde gegeben. 2) 355. Carneol. Ebenso. » 356. Sardonvr. lDie Abbildung und Erklärung bei Num. l5S der Denkmales » 357. Carneol. U ly sse s an den Mast seines Echisj gebunden, um den Gesang der Sirene» zu hören , ohne in ihre Schlingen zu fallen. Z) Diese hier, drei Schwestern- Leukosia, Ligeia und Parthenope stehen zur Seilt des Schifs; die eine svielt zwei Flöten, die attdere dieLe»ir, u»d die dritte i» der Mitte singet, zufolge der Überlieferung. Dieselbe Vorstellung auf einer antiken Urne,5) und Lampe, ii Man findet sie auch auf einer Graburne im Weinberg Ab bani, und A n »i b a l e C a r ra c c i hat das nättiliche im Palast Far»ese zu Nom gemalt. Der Schifschnabel hat eineVer> zierung in Fcrni eines Gänfe - oder Schwanenhalses, genant. 7) Im Schiffe sieht man sechs Ruderknechte. Der gelehrte Theatiner Paeiaudi zu Rom ließ diesen Stiin für den zweiten Theil feiner Monument» peloponneziz i»Äu> pfer stehen. »35». Smaragdvrafma. Eine geflügelte Sirene mit Vogelfüßen, wie die Sirenen aus dein vorigen Steine! sie spielt mit der linken Hand die Dopelflöte, gleich auf einer Il-iä. 2) Iliill. K. I g. 3) o-f-,»-»-. I>1. v. 178. 4) 8erv. nil I.4. v. 864. L) tlvl'i ÄIuz. IZtruzc. t. l. tüd. i/j?. n, I. 6) keNori l^ueern. pari 3. 2. 7) I^ucia». navig. c. 5. 3 Kl. 4 Al'th. 679 Bern Gemme.!) Zur Seite die Buchstaben! in». Auf ei> Men Münzen hat die Sirene nur eine Flöte. 2) » Z5S. Sar d o n » r. lll >! sses auf Jthaka zueiikgckehrt. zur Seite: »>. vur,. Er macht mit der Rechren ein Zeichen Erstaunens und scheint betroffen/ als ihm Minerva, «Mdcm er bitter geklagt, daß er von den Phäakiern in ein Wl'ekaiites Land gefeit worden!/ erfchien und ihn belehrte / diese» Wd/ daß er nicht erkenne, sei sein liebes Jtbata. Z) »Z60. Carneol. Zivei Greise/ die auf ihre Stäbe gelehnt mit einander sprechen; der eine bat aus der Schulter Mm Hirtenstab/ und ist daher ein Wachter der Herden; der andere / größer als gewöhnlich/ ist wahrscheinlich Ulin'ses/ tir mit deni Säuhirt Eumäus sich in ein Gespräch einläßt. 4) Ja Ulpsses aber nur die Müze nnd sonst kein Abzeichen hat/ s» ist die Erklärung etwas zweifelhaft. Die Gravüre ist vom altern St»le. 'Z6t. Sardon»»'. Ulysses/ aufJthaka angelangt/ «ird von feinem Hund erkant;Z) ebenso aus einer Münze, ü) Iir Stein in Kupfer gestochen im zweiten Theile der Hlonu- Mnw l'eloponnesia des P a e i a u d i. Z6Z. Antike Paste. Ul»sses an der Wunde seines Zußes von Eur»klea/ seiner alten Amme/ die ihm die Füße wascht, erkaiit. 7) Ulpsses gibt ihr ei» Zeichen mit der Hand, ihn nicht zu verrathen. 8) Z6Z. S >n arag d vra sm a. U l » sse s vor einer Bad- «nne/ die zum Fusiwa!chen bestiml ist/ sizend; eine kniende Ziau hilft ihm die Schuhe ausziehen; hinter ihr steht eine Mere Frau. Ul »fses gibt hier kein Zeichen mit der Hand: >> (Hause! gemme t»v. l2ö. s) Vüillant. num. kum. kelro». n. g. L^znliem. . p. s5l. 3) Oclvo-o-. V. 2Ü0. 4> Ih>6. v, 3?, ?) Iliiil. I>. v. Zoi. k) Vsillunt. NUI». kam. Mznil. n. 4- 7) ?. v..Zgs et 4g». S> lMan sehe eine erhobene Arbeit mit dieser Vorstellung unter Nnm. der Denkmales 580 . Geschnittene Steine. «in Umstand, der die Vorstellung etwas zweifelhaft macht! den wir wissen, daß ihm auch Helena/ da er als Bettler verkleidet, allen, nur ihr nicht, unbekant nach Troja kam, die Füße wusch, t) Dieses Ereigniß ist ebenso werkwürdig als das vorige, und koiite gleichfalls die Aufmerksamkeit der Künstler ansvrechen; auch scheinen mir die zwei Weiber ein edleres Gesicht zu haben, als Mägde. Es war in jenen Zeile» nicht seltsam, daß Fürstinen einem Manne die Fuße wuschen, dieses war imnxr die Schuldiakeit der Weiber gegen Fremdlinge: Polykaste, Nestors Tochrer, wu-'ch demTelemach die Fuße. 2> übrigens ist es doch sonderbar, eine» Bettler, wosür man Ulvsses hielt, mir solcher Auszeichnung behandelt zu sehen. Z64- Antike Paste. Ulysses, Bogen und Schwert in der Hand, übt Rache wider die Freier der Penclove; einer fällt zu feinen Füße», und Ulysses wendet den Kovs, um gegen andere auf der Hur zu fein. Die Gravüre ist vom ältern St»le. Die A!»thologie der Alten fängt bei der Bereinigung des Uranos mit der Terra an, und endigt bei der Rük> kehr des Ulysses auf Jthaka, wie uns der Philovsoph Proklos lehrt. Z) Dieser ganze Zeitraum hieß der m»thi- sch e Kyklos; und so umfaßt ihn unser Kabinet von Anfang bis zu Ende: den, wie man gesehen hat, gingen wir vo» Saru rnus, dem Sohn des Uranos aus, und wir schließen nun mit den lezten Ereignissen des Helden von Jthaka. 1) Illill. V. 2?2^ 2) IliiiZ. I". v. 464. Z) pliot. 9K2. 236. p. 62 1. c6it. Ilcssclik:!. Vierte Klasse. Alte Geschichte. Erste Abtheilung. Persische und griechische Geschichte. » j. Chalcedon. Ein alter Hirt, gegen den ein 5ind unter einem Baume stzend die Hände ausstrett. Die MSsezung und Erziehung des Cvrus kviite hier die Vorstellung sein. O 2. Antike Paste. Ebenso. »Z, Sarneol. Darius war durch die List, sein Md wiehern zu machen, König der Perser geworden. 2) Hier stnd drei Figuren zu Pserd / jede mit dem Helm, und iaS Pserd von einem derselben hebt den Kops und wiehert. Sie Gravüre ist sehr schön. Das Ereigniß war aus dem Eigel der Persische» Könige eingegraben. Z> 4. A »tike Paste. Ebenso; aber mit siins Figuren zu Pserd/ um statt der Helme flache Hüte/ wie jene der Mace- imin'/ genant --«-/--v--/. Dieselbe Vorstellung aus mehrern ?lb- Men unseres Kabinets. 5— 7. Glaspaste. Bildniß eines unbekaiiten par» Ihische» Königs, mit einer Inschrift um den Kopf. »8. Chalcedon. Othri> ades von Sparta mit ei> nein andern verwundeten Krieger; er zieht den Pseil aus der Brust und schreibt zugleich mit seinem Blute aus einen Schild Wort: dem Siege. Dieses Wort ist dorischen i) 1Ierc»uc)' rea, deren die Svartaner sich wider die Zlrgolier bemächtigten, entstanden war, kamen beide Volker «herein, daß unter jeder Partei dreihundert Krieger, um mit einander zu kämpfen, und den Zwist zu entscheiden, sollten ausgewählt werden. Von diesen sechshundert Kriegern waren von den Argoliern nur noch zwei, und von den Svartanern allein noch Sthrna- des übrig, welcher, obwohl tödlich verwundet, seine lezten Kräfte ausbot, um sich auszurichten, die Araolier ihrer Waffen zu berauben und ein Siegesmal daraus aufzustelleu. Dieser Krieg fällt in die Zeit des Krösus Die Autoren, worunter H er od o t der erste ist, der von dieser Begebenheit svricht, l) stimmen nicht iiberein. Lucian und andere sagen nur, daß Stlir»ades auf feinen Schild geschrieben, 2) und Plutarch erwähnt, daß er die zwei Worte: 4!l l'l-onäior- XQI, Iuviter dem Siegreiche», welcher /«/„>,- / Will man «ich an das halten, was Plutarch faat, so ist ihm der Künstler nicht ängstlich gefolgt; er begnügte sich, ein einziges Wort zu fezen, das aber die nämliche Bezeichnung gibt, und die Vorstellung unzweifelhaft macht: den kein anderer Held hat fein Leben auf ähnliche Art gelanen. Dieser Stein stellt alfo ganz gewiß den Sthr»ades vor, und kaii unsere Begriffe über den ersten Zustand der Kunst des Alter- >) I,. i. c. 82. 2) I^ucian. coiltemplant. c. 7.4. rlietor. xrsocext. c. >3. Val, Asx. l. Z. c. 2 et 4. z ) ?I utsrcli. parallel. ^ul> ^t. 7. p. 2 > g. eäit. 4) 1^,S. lc. 6. 5.17. Strabo sagt nur, daß Othr»a> des den Sieg durch List errungen; Plutarch aber nent ihn den Anführer der Svartaner,^ 4 Kl. t Abth. L«Z tums erweitern. Die Arbeit ist nicht sehr fleissig vollendet, «der der Ausdruk mangelt nicht, und man erkeiit ein besseres Verhältniß als auf helrurifchen Arbeiten. Man sieht, das, der Mstler es nicht besser machen konte; aber wen er zu seiner zeit auch nur mittelmäßig war, so erkent man immer, selbst auch in mindern Werken, das Wesentliche der Zeichnung und die allgemeinen Grundmze einer bestickten Periode. Die Zeich, «img hat den Charakter des hohen Altertums und ist der he- tturifchen Manier sehr ähnlich: sie ist flach, troken, die Umrisse gerade und steis, die Haltung der Figuren mühsam und ebne Reiz; aber die Idee des Kovfs von Öihrvadcs ist schöner als jene an den fünf Helden Wider Theben. 1) Sthrvades war ein Zeitgenoß des Krösus und C«< ruS, un d fällt also zwischen die 50 und 60 Olymviade; Phi> in>s aber bliihte erst in der 8Z; Qthrvades lebte daher btiläufig ein Jahrhundert früher, als der Künstler, welcher die Nldnerei zur Größe und Erhabenheit brachte. Sezen wir auch, daß der Heldentod des Othrnades nicht sogleich ei» Gegenstand zur Darstellung für Künstler wurde, so ist es doch Miß, daß einige Zeit nach Krösus die Zeichnung noch sehr M'ollkommen war. Nehmen wir an, daß die Fortschritte der Lunst in Griechenland jenen bei den Hetruriern vorangegan- gm feien, fo wäre derT»deus unferes Kabinets, der in Zeich, nmig und Wissenschaft den üthryades übertrift, von fvä> lerer Zeit. Es ist aber wahrscheinlich, daß Tydeus nur lurze Zeit vor Phidias, oder vielleicht »ach ihm, geschnitten »erden; deii nichts von hetrurifcher Arbeit kaii ihm verglichen »erden, und ich glaube, daß er zur Zeit, wo die Kunst bei diesem Volke auf den höchsten Grad gestiegen war, verfertigt werden. Die Buchstaben feines Namens wären also nicht l'vn den ältesten. Der St>,l an unserm Othrvadcs gehört in die Tage ZInakreons, Zeitgenossen deS Krösus. Die Bildhauerei ging aber nicht gleichen Schrittes mit der Poesie; und der Ma> kr, dem Anakreon die Züge zum Bildniß feines Bath« l, lus angab, wird den Ideen des Dichters nicht entfvrochen liaben. Hieraus folgt, daß ma» sich die Kunst zur Zeit H o- mers, der zwei Jahrhunderte vor Anakreon lebte, noch imvollkoniner vorstelle» muß, und des Dichters Phantasie malt ms auf de» Säiild des Achilles, waö möglich, aber nicht wirklich fein konte. !) lDenktnale Nun,. lv?.1 684 Geschnittene Steine. Indessen gibt es viele griechische Steine in unserm K», binet, die «um nur allgemein als Werke des erste» Styl! anheben kaii, und die nichts desto weniger in Zeichnung und Ausführung weit vollkomner sin?/ als O thr vades; aber auch diese »aben steife Umrisse/ stark ausgedrukre Theile/ wie s>e dem Zeitalter deß Phidias nicht mehr zukommen; es wer, den daher Werke aus der Zeir sein/ wo die Kunst sich aus, schwang/ d. i, aus den Tage» kurz vor Phidias. In die, ser Epoche hat die Kunst in Griechenland den Schritt in ei, nein Jahrhundert gethan/ welchen die Tragödie aus einmal machte. Des Äschulus Stiike stud unregelmäßig und die Ansdrüke schwülstig: Sovbokles aber brachte die Tr»> godie noch Heini «.'eben des Äschulus aus den höchsten W. xsel. Die Forlschritle der Bildnerei waren nicht so schnell: sie gingen im Jahrhunderte vor Phidias durch alle Stuft», bis sie zur Erhabenheit gelangte, t> » Car»eo l. Ebenso; aber die Gravüre ist vielleicht um vierhundert Jabre später: den Sthruadcs schreibt uns seinen Schild latein: v>c>. Die Arbeit ist mittelmäsjig und aus der Zeit fallender Kunst. ?lus einem Steine im Muse- Flor entin o derselbe Gegenstand/ und auf dem Sckilde dai Wort: vicion. 2) 10. Glaspaste/ aus dem Kabinet des Prinzen Von Sranien gezogen. Ebenso. Natter hat den Srcin bekM gemacht/Z> aber nicht genau: die Schenkel sind zu hängend, und aus dem Original liegen sie fast horizontal auf dem Schilde, was ich anführe/ um nichts weiter zu sagen. 51. Carneol. Ebenfo. 12. Antike Paste. Ebenso. »13. Sardon » r. — Gravüre des ersten StiM 14. Antike Paste. Ebenso. 15. Carneol. — *16. — Sthrnades errichtet das Siegesmal. Auch dieser Stein ist von Natter bekant gemacht. 4) *17. Antike Paste. KleobisundViton führen auf einem Wagen ihre Mutter/ die vor Alter nicht mehr ge. 1) »Man sehe G. d. K. S B. 1 K- 1t §.) 2) "k. 2. lzb. 61. n.4. 3) ?I. ... 4) ?I. .2. 4 Kl. 1 Mh. 68L hm konte, in den Temvel der Juno, t) Dieselbe Vorstel- ,„„z ist im Beg er. 2) Ihre Statuen von Marmor waren Maos- Z) »lS. Smaragdvrasma. Eine heroische Figur trägt „iden Schultern eine bekleidete Frau; zur Seite das Snmbol Liiiliciis. Jcli batte dies für den Raub der P r o se r v i n a erklärt, Nil er in Sieilie» vorging und auf einer hetrurischen Schale ebenso vorgestellt ist; 4) allein Münzen von Catanea 5) und eine «i M- Herennius, 6) unferm Steine ganz ähnlich/ gebe» mir ,mc wahrscheinlichere Erklärung. Es ist meiner Meinung nach ,i«r von den zwei Brüdern/ welche Bater und Mutter auf chic» Schultern bei einem Ausbruch des Ätna mitten durch las Gewübl trugen. Dieses Beispiel kindlicher Liebe war im Mttume berühmt/7) und da die Catanier es auf ihren Munin, vcrewiaren, ist es ein Gegenstand für Künstler geworden; ,«li> Anni bale Carracci stellte es im Palast Farnes« >«r> iS. Antike Paste. Zwei Kövfe in einander gescho- tm, mit langen Bärte»/ in uralter Manier. Ihre Hüte sind jach und habe» in der Mitte eine Guvfe/ wie sie in Thessa- und Makedonien üblich waren und --«!/?/--/ hiefen. S) M einem wichen Hute war Nestor in einem Gemälde zu ZMi von Polygnotns vorgestellt.?) Diese Hüte sieht «»auch ausMünzen deider Völker. l0> 'Man bar also viel- Wt hier zwei thessalische Helde»/ Antiphus und Philip- >) llcroslot. >. I. c. z>. Lic. ?U5C. I. l. c. 47. 2) 8pil.il. ^,.146. 3) pLusan. l. 1. 20.^ -i) Oempstcr. ütiur. t-lb.gi, 5) paruts Licil. n. »0. 12. 16.43. 44- öe^er. tlies. Lrznäeb. t 1. p. Zgo. ö) Du Lllvul, cliscvrso 6elle reliusan. I. 10. 2!!.^ ö) ?ollur l. 10. segm. >62. g) pausa». I. lo. 2ä.^I >0) Lezer. llies. Lranlleb. l. >. x. 464. II.'IV!N te,. LritÄN, t. 2. x. 12Z et 172,. L»6 Geschnittene Steine. pus, Enkel des Thessalus/ welche dem Lande den Nmm» von ihrem Großvater gaben, vorgestellti oder es sind vieUeichi die Gründer des niacedonischen Reichs, Sohne des Tenn, uns. l) 20. Antike Paste. Zwei andere heroische Köpfe mit Barten und Helmen. 2t. Glasvaste. Ein Kovs, ähnlich dem des Hiervon Syrakus Z) bei Fulvio Orsini. Z) »22. Sarneo l. Eine nakte Figur zu Pferd/ vernmn, det; das Pferd/ in die Brust ebenfalls verwundet, fällt auf die hintern Füße. Die Figur ist bärrig/ hat den Schild am lln, ken Arm/ und zieht einen Pfeil aus der rechten Seite, ei! heißt im alten Katalog unseres Kabinets EpaminondaS, Dieser große Mast befehligte die Reiterei seines Vaterlands! es ist daher anzunehmen/ daß er in der Schlacht bei Manti, nea zu Pferd verwundet worden. *2^1. Carneol. Ein Kopf/ der Alexander dem Großen gleicht/ mit Diadema und Amnionshörncrn. »24. Sardon u x. Ähnlicher Kopf. 25. Glas paste. Ebenso / und zur Seite die Buchst», ten: ?co. 26. Glasvaste. Zwei Kövse in einander gefchobcn, die vom Baron Stosch genant sind Alexander/ König von Evirus/5) und Kleovatra. 27. Glasvaste. Ein Kovs/ jenem ganz ähnlich/ im Fulvio Srsini für den Kovs des Perseus/ lezte» König» von Macedonieii/ 6) ausgab. 7> 28. Glaspaste/ wovon das Original im Mufeo Florentino. S) Ein bärtiger Kops / vorwärts / mit Helm ») ^P^>ollo6. I.z. c Z. 5. 2) lAuf zwei Münzen bei Visconti I-onoZr. xl.Zg. a. 4-5.^, Z) ImüF. n. 69. 4) pnussn. I. 1. 5) ^Alexander II. von Epirus bei Visconti I. c. xl Si. n. Z.Z L) 0. xl. 40. n. 1 >.l 7) IlttKA. u, 102. S) 2°. Z, <->!>. n. 4. -i Kl. 1 Al'th. 637 ««5 einem kleinen Theil des Schildes, auf dem ein Pferd ist. Mi nähme diesen Kovf leicht für Mars; aber Gori, der s,ch auf einen Kopf bei Fulvio Srsini beruft, dessen Benen» nicht minder willkürlich ist, glaubt darauf den König Pur- idus zu finden. Er dachte offenbar nicht an die Statue im xMolio, der man den Namen Pvrrhus gibt; t) den sonst miede er bemerkt haben, daß ihr Kopf dem auf unserer Paste «rhr gleichet. Fulvio ürfini, M umsonst Münzen dieses Königs an: der Kovf dar» ««s ist ein Juviter voll Majestät; der bärtige Kovf aber mt dem Helme auf andern Münzen desselben Königs ist wahr- Mnlich Mars, und man findet diese» Gott in Marmor öftre olnie Bart. — Pnrrhus mußte ohne Bart vorgestellt D, wie alle griechischen Könige seiner Zeit, und so ist er ,»i einigen Münzen, Z) wie schon Pignorius remerkr hat. 4) Ei ist übrigens wahr, daß P » rrhus auf einer Goldmünze mm kurzen Bart hat; 5) indessen fingen die griechischen Köche schon zur Zeit Aler anders des Großen, an sich zu w'dieren. K) Wer zuerst der augesührte» Statue im Cavitolio den Uwe» Pvrrhus gegeben hat, scheint sich von den Elevhan- Iinkövsen, die aus dem Panzer sind, habe» verleiten z» lassen. ?!»rrhus war der erste, der Elevhanren nach Italien fuhr- Ik,7) und aus feinem Grabmal zu Argos lvaren Elephanten mgeslellt. S) 2?. Antike Paste. Kopf des thracischen Königs Lq- simachus. S) l) IG. d. K. SB- l K. l S§.^> N sSo bei Visconti I. c. pl. 41. v. 21) Z) Luxer. ZZ — Z4. 5) KIus. k'iorent. t. z. t-b. 2. 6) I. iZ. ^c. 2. n> ig/I ?) Varro (le IittA. lat. 1.6 c. z. t!oi>f. Luper. !. c> k) paUZKN. I. 2. ^c>2i>) S) lEin vortreflicher Cameo, orientalischer Sardonnr, mit dem Bildnis; des L»simachus ist im Kabinete zu Paris und bei Visconti I> c. x>4>. n. 9 I S88 Geschnittene Steine. zo. Glaspaste, wovon das Original im Kabinlt jl, Florenz. Kops des Ptolemäus Soter, Königs von Ägm> ten. l) Zt. Glaspaste, wovon das Original im Kabinrt zu Paris 2) Vorgeblicher Kops des Ptolemäus Phiiopalor, mit dem Namen des Steinschneiders : Die noch hinzugefügten Figuren sind aus der Z>eit der Unwissenheit. Man findet zuweilen aus dem nämlichen Steine Gravuren vlr> schiedener Jahrhunderte. Der Cardinal Albani besizt rinrii schönen Cameo mit zwei Köpfen, aus dessen Rnkseite einrG,, krizel von Abraxas ist, und das Nämli-l» ist mmm schönen Isis Num. 50 der ersten Klasse geschehe»! den die Pyramide mit Buchstaben aus der Rükseite ist gleichfalls a»S der Zeit der B a > i l i d i a n er. 32. Glasvaste. Berühmter Kops unter dem Nanm, Ptolemäus Auietes, Vater der Kleopatra, bekaiit. z) ^33. Sardonyr. Bekleidete Frau, stehend, zwei Schlangen haltend, wovon sie eine in den Bnsen läßt. M>>» köüte hier Kleopatra vermuthen.4) 34. Glaspaste. Kovs?lntiochus II. Königs von Syrien. 5) 3Z. Glaspaste. Kops An ti och u s IV. 6) 36. — Kopf Alexanders I. Königs M Syrien 7) 37. — Kopf Demetri» S II. Königs von Syrien. L) 1) lAuf zwei Münzen bei Visconti I. -. xl. L4. ». >5 — >K,Z z) Lloscll xl. Ig. HIai-iette I. 2. pnrt. 2. n. g?. 3) tAian sehe über diefe irrige Benennung die G. d. K. SV. 5 K. lv §. 7 B. t K. -il §. u. 7 Bd. S. I5Z - 4? Wahrscheinlich Hygieia.Z Z) Lonf. Vaillant. lust. reg. k)r. p. Zo. L) Il>ig5. 7) Il>i>I. i5>6 . Visconti weiß von all diesen Kövfcn nichts.) S) lEin vortreflicher Cameo, orientalischer Sardoinir, mit 4 Kl. 1 Abth. L39 'zz. Carneol. Kops des Mithridates, Königs M Pontus, dem auf Münzen ganz ähnlich. I?) t) z?. Glas» aste. Ebenso. ^0. — wovon das Original im Muse» zloren tino. Z) Vorgeblicher Kovf deß Ma sin i ssa. Z) /jl. Carneol. Fragment eines Kovss, dem vorigen Dlick, aber in der Gravüre weit vorzüglicher. 4Z. Glaspaste. Vorgeblicher Kovf Ha m i lkar s mit «jlichffaben. Man hat ihm diese Benennung aus keinem an- M Grunde ertheilt, als weil man bisher nur zwei Köpfe B punischer Schrift gesunden hat/ und weil der eine den Namen H«»nibal trägt, so hat man sich eingebildet, daß dieser iiir als der zweite den Hami lkar vorstelle, die berühmteste pttvn -u Karthago nach Hannibal, 4Z. Glaspaste. Bärtiger Kops, vorwärts, behelmt/ ,«d sehr schöne Gravüre. Zur Seite vunische Buchstabe», »il dergleichen bei einem Kopse im Profil, den FnlVio Stti n i für Hannibal nimt. Ein ähnlicher Kopf auf «m Münze des Graven Pembroke hat ungefähr dieselbe Mist, ES ist daher Vielleicht das Vildniß des berühmten Hluuiibals, weil unsere Paste einem Steine im Muse» Zlorentino gleicht, wo man den Name» Hannibal ein< «Mm glaubt. 5) Zluch Caylus bestzt einen ähnlichen Mi». 6) den Köpfen des Demetrius Soter und seiner Gemahlin Laodike, in einander geschoben, war chcnialS im Hause Grimani zu Venedig und später ein Eigentum der französischen Kaiserin. Viscvnt. I. c. xl. 46. » >) IVisc. I. c. pl. 42. n. 2.Z 2) 's. 2. tali. 26 n. 1. Z) iDas Bildnik des Masinissa, der Sovhonisbe, so wie des ältern Scipio, kent man > un aus einem schönen Gemälde i» Herculano, d>,s zwar gelitten hat, und wovon in Viscontis Ikonographie auf der 5S Tafel eine Abbildung.^ ^ lmJA. n. 63. i) Z. wb. 1 z. n. 2. 6) kec ä'.ittticz t 2 46. n. 2, Die Schritt auf diesem Steine ist punisch oder sama- 59» Geschnittene Steine. »44» Agathonyr. Kopf Homers, vorwärts. »45- Carnevl. Ebenso. 46. Antike Paste. Der Philosoph Ari stom achui,>j die Natur der Bienen betrachtend, wie auch aus andern Stei, nen. 2) Man weiß die Zeit nicht, wo er lebte;Z) da aber die Naturphilosophie älter ist, als die der Moral, so seze ich ihn hier. ritanisch. Der erste Buchstab, der einem umgekehrte» arabischen Lam gleichet, ist nicht so häufig als die üb«, gen; man findet ihn aus einer phönicischen Münze. tes. krit. t. 2. p. Iv6 ) Ist es ein Lam, so macht es das Präfiruni des Dativs aus. (8w!ntor>. äi^en. ^ im»», Ssnisril. x. S2.) Die vier andern Buchstabe» bilde» den Namen Badmod oder Bedmod, eine unbekante Person. Winckelman. IDie erwähnten Münzen sind älter als Hamilkor und Hannibal; die Sckrist ist auch, wie Pellerin (kecueil III. z, 5g. pl. 122. n. 7—L.) und Eckbel (III. x.412.) erwiesen haben, weder punisch, noch Han> »ibals Name. Eine Büste von Erzt, im Herculano, und ein Carneol, t»05 in Calabrien gesunden, »achlier ein Eigentum der französischen Kaiserin, find »ach Pis, eontis Vermuthung Bildnisse des großen Karthaginew fers; den beide gleichen einander, haben eine strenge Mi> ne, asrikattische Züge, und in dem nämlichen Herculano ist eine eherne Büste Von Scipio, Ha nn ibals Geg> ner, eben so vortreslich und in derselben Größe gearbeitet, entdekr worden. Visconti I.e. pl.55. n. 6— 6. Üb' rigens hat Winckelmans geübtes Auge, bevor man die vorigen zwei Bildnisse kante, einen Korsin Marmor, der ienem von Erzte sehr ähnlich ist, sür Hannibal erklärt, was Visconti aus Cavaceppis Mund er> fahren hatte. Abgebildet in des lezter» Uoccolt» äi s»- tue etc. t. 2. tsv. 25 Z ») ?Iin. l. il. I^e. 9. sect. 2) ^.gostini ßemme pgrt. 2. lall. 2g, (iorlse! Osd^I. pari, 2. n. 2Z5. ^Visconti Icoiivgr-ipli. pl. 21. n. Z.^ Z) sVisconti sezt ihn nach den Philosophen Strats und Lvk 0 » zu Athen, 230 v. KH.^I 4 Kl. 1 Abth. 47. Glas«aste. Kopf der Sa»pH o. Ich habe kei> andern Grund dieser Benennung als die Muthmaßung tiS Agostini, l) und jener, die ihm folgte», da sie «inen Änlichen Kops beschrieben. 2) Der Kops auf Münzen von xtsbos, den man für Sapph o hält, hat die nezfvrmige Hau- ti nickt, wie auf Steinen. Z) — Die Nezhaube (^a iß noch heute in Italien gebräuchlich; vor Alters hieß sie > was durch zu überfezen ist. u, bedeutet auch den Sak oder das Ende dieser Nezhaube, 4) «»rin die Haare auf dem Scheitel wie in einen: Beutel gesammelt sind. Ferner hieß das Nez, worin man das Bro? iwz, ebenfalls 5) "ä8 Carueol. Ebenso; und der Kopfpuz einem i« hirmlaiiische» Gemälden und jenem der Muse Num. t252 dir Z Kl- unseres Kabinets ähnlich. »49. Carneol Ebenso. ' 50. Agatho n » r. Kopf des Äsch »lus, kahl, wie »war, und mit Weinlaub bekränzt; den die Tragödien gelingen ihm am besten, wen er viel getrunken hatte, 6) und er Ml, daß er aus Antrieb des BakchuS, der ihm im Trau« m erschienen, ein Dichter geworden sei. 7^ ZI. Antike Paste. Wie Abbildung und Erklärung i!i Num. lü7 der Denkmales 52. Chalcedon. Ein Kopf, der jenem des Hivvo- krates beini Fulviv Srsini gleichet. S) Er ist als Si> zc> gesaßt, und man liest darauf die etwas gothische Sckrist: i. o^ci. Vielleicht der Name des ehemaligen Bestzers. »5Z. Carneol. Ebenso. ^ 54. Glasv a st e. — ^55. A ga th o»>>v. Kopf des Sokrates. Sokra, >) 1^ 10. xart. I. z) HI-Fi'i t. I. tc>j>. 7». Aus. ?1orcut. t. I. lud. 37. n,S —g. Z) Ooltz. inscript^ tal>. 14. ^Viscvut. I. c. pl. 3. ». 4 — 5,z 4) polluT I. ?. s<^m. 3>. 5) j» p. 216. b) plutarcli. s^-inp»s. I. >. yuNSt. ?. ?aussu. I. l. 2>.1 9) u. 7^. VlscuiN. t. c. 32. n. t—3.^ 592 Geschnittene Steine. tes glich dem Silen, t) und halte einen Äalilkops .2) köiite den Scherz eines der Freier der Penelove auf ihn anwende», welcher sagte, daß Ulysses völlig zur rechten M gekommen sei, weil dessen Kahlkovs so gut glänze, um ßH desselben im Nothsalle als einer Fakel zu bedienen, Z) »56>»57. *6V. Carneol. Ebenso. SS. Sardonur, — 5?. Rother Jaspis. — «1. Glaspaste, wovon d»S Original im Kabinet dii Herzogs Devonshire. Ebenso/ mit dem Namen des Stein, schneiders: 4) 62— 63. Antike Paste. Ebenso. 64—65. Glasvaste. — ' 66. Carneol. — Mehr als irgendN dem Silen gleichend. Umher das Wort: mi-xin. 67. Antike Paste, So krates sizend, einen Jünz> ling, der vor il»n steht, unterrichtend. ^ 6S. Sardonor. Sokrates sizend, und Alcibia, deS oder ein anderer Jüngling entkleidet sich vor ihm. 6S. Carneol. Kops des P lato. Die Form der KW Platos ist bekanr; aber ste ist dennoch nur eine Muthmaßung! den wir bestzen keinen Kovs desselben mit seinem Name» in Mr Sckrisr. 5) Die Inschrift eines ähnliche» Kopss im Muse« Capitolinv scheint neu, 6) und die ?)!un;c nur dem Kopf tei Augustus und Plato ist zweiselhaft. 7) Die Antiquare 1) Xenoxl». conviv, so. 2. Z. ig. c.4. Z. 19. c. 5. 5 ^1 k'Ist. cvnviv. 2»6. 2) v. 3) . v. 353. 4) Ltoscl» pl. 4. 5) i^Allerdi»gs war schon zu W inck elm ans Zeit die ne Marniorbiiste Platos, mit ihrer alten Inschrift des Naniens, in Florenz vorhanden; sie ist im t5 Jalirliuw dert bei Athen gesunden worden. Viscom. l. c. xi. lö, ». 3 — 4.Z 6) ?. 2. töli. 22. 7) kati». <>e Lxist. >Ie »UNI. sur. Lasil. 1675. 4. 4 Kl. 1 Mch. xsikgen fast alle Hermenköpfe, weil sie einander gleichen, Pla- I« zu nennen. 7V. Antike Paste. Ebenso. »7t—72. Carneol. — 7Z. Antike Paste. P l a t o n s h e r m e. Ich richte mich nach der Benennung im alte» Katalog; sie gleicht einem Airdvnvr, den Beger als beibringt. ' 7i. Carneol. l^Die Abbildung und Erklärung bei Num. >6? der Denkmale.Z «75. Sardon»^. - Kopf einer P latonsherme, Mwärts, mit Schmetterlingsstügeln^ 76. AntikePaste. Ein Sphinx mit Platons Kopfe. 77. — — Ein Kopf, der dem Euklid es Megara bei Fulvio Srfini und Canini gleichet. » 78. Carneol. Ein Kopf, der einer Büste des PHI- lvsoxhcn xenok rares, Schüler des Plaro, die im Palaste Waffimi -u Rom war, und nicht nielir dorr ist, gleichet. *7?. Carneol. Ein Kopf, der ienem gleichet, welcher bei Fulvio Orfini als Antisthenes vorkomt, t) »nd nun im Palaste Pionibino zu Rom ist. Laertius lehrt uns, daß Antisthenes der erste Philofoph war, der ewn Bart trug; 2) allein diefer Kopf und der folgende sind ohne Bart. Orsini meint, daß er hier vorgestellt sei, bevor er ihn wachsen ließ. Der Bart, welcher" gemeiniglich für das Merkmal der Philosophen angesehen wurde, war dennoch keine «»gemeine Mode, uud der Sclwliast des Aristophanes be- dMtct ohne Ausnahme, daß die alten Philosophen den Bart ch'choren,Z) wider die Beispiele, die man anführt. 4) S0. Glaspaste. Ebenso. St. Antike Paste. Brnstbild des Dioaeiies, vorwärts. Ich habe keine andern Belege für diese Benennung, «Is die Kopfe, welche unter dieser Benennung gehen. Die Mi nakte Brust und ein Stük Gewand über die linke Schulter läßt mich den Diogenes vermuthen; den die konischen Philosophen sind in Marmor so vorgestellt. »2. Glaspaste. Ebenso. 1) IniüA. N. 20. 2) I.. 6. sect. »3. Z) Nuk. v. 120. 4) düster, nul. »il vers. cit. 26^ Geschnittene Steine. «83. Sardonvx. Eine Figur, wie ei» Hirt, aus eine» knotigen Stok gelehnt, einen Zwerchsak auf dem Sinie» und von einem Hunde, der ihn anbllkt begleitet. Im alten Katalog beißt er Diogenes, und ich glaube mit Recht; er ging beständig mit dem Zwerchsak. l) In der Villa Alboni ist eine stehende ssehr kleines Statue dieses Philosophen; A und eine ähnliche sizende Figur erhoben in der Villa Medici. Die Gravüre unseres Sardonvr ist sehr schon. * S-j. Rljthlicher Agath. D i oge n es i» seiner Ur> ne, die gewöhnlich Faß genaiit wird, wie auf einem andern Steine. Z) «5. Antike Paste. Diogenes!» seiner Urne, ein Buch lesend. S6. Glas paste. Ebenso. »7. Antike Paste. Dioge»es in feiner Urne, nuj ten Stab gelehnt, einem vor ihm stzenden Philosophen gegen, über, ein Buch lesend. SS. Antike Paste. Diogenes im Fasse, mit dem Stoke einen Menschen, der vor ihm sizend ein Buch liest, fortjagend, wie auf einem andern Steine, wo noch ei» HM unter dem Fasse. 5) Dieses ist vielleicht der Mensch, welch» den» Diogenes ein sehr elendes Werk vorlas, und dem du Philosoph, als es bald zu Ende ging, zurief! »Muth! iih Fehe Land. " 6) SS. Glasvaste. Ein Kopf, welcher dem Vorgeblichen Lhrysixpus gleichet. 7) So. Glaspaste. Kopf eines Philosophen, mlt dem Name» des Steinschneiders: 8) Das Original !« 1) OioA. I^üert. I. 6. sccl. Zz. 2) Wenkmale Num. 172.) Z) >Aostioi xenim, parl. 2. n. »^4. lllbev das Faß i!l Diogenes sehe man Nuni. 174 der Denkniale.) 4) lDenkmale, ebendaf.Z L) (!ausei ßemme tav. >27. 6) I-sert. I. c. sect.ZS. 7) Leger, tlies. pslat. x. 67. LranZeb. t. I. x, II». K) Ltocli xl. 3ö. 4 Kl. 1 Abth. Muse» Florentiiio, wo in der Zeichnung das Diadem« unbemerkt ist. 1) yl. Antike Paste. Kopf eines Philosophen, eine Eule hinter der Schulter. S2. C a r n e o l. » !>Z. A gathon » r. » S4. Carneol. ?z. Antike Paste. ' S6. S m a rag dprasm a. Köpfe unbekailter Philosophen. ?7. Glasvaste. Brustbild eines Philosophen. 'SS. Carneol. Ei» sizender Philosoph liest ein Buch. Sardonvr. Ebenso, vor einer Herme. t00. Antike Paste, in antikes Erzt gesaßt. Ebenso. 101. Carneol. Ebenso. »102. Carneol. Ein stzender Philosoph Vor einer Herme schreibt i» eine Rolle. »103. Sardon yx Ein stehender Philosop» mit einem Buche; vor ihm eine Herme halb in die Erde gelassen. 2) 104. Antike Paste. sDie Abbildung und Erklärung bei Nuni. 170 der Denkmale.? 105. Glasvaste. Ein stehender Philosoph, gelehnt aus den Stok, über den Tod und die Unsterblichkeit nachsinnend, «ie aus der vorigen Paste. j06. Agatkon»r Ein stehender Philosoph, den Stok in der Hand; zu seinen Füßen scheint ein Kops anS dem Boden zu kommen. '107. Carneol. Zwei Philosophen sprechen mir einander und zeigen mit. der Hand auf einen bärtigen Kopf, Welcher aus dem Boden zu kommen scheint. » l0S. Carneol. Ein Greis mit einem kurzen Stäbe, den er auf einen Kopf hält, welcher aus dem Boden kömt. Am gegenüber zwei junge Personen, deren jüngste jich bükt und den Kopf aufmerksam betrachtet. 10?. Antike Paste. Ei» Philosoph, der zwei Kinder, die Vor ihm stehen, unterrichtet. »110. Carneol. Ein Philosoph, welcher fein Mahl ans einem Heerde, dergleichen in Schiffen sind, zubereitet; in einen darüber gehängten Kessel legt er Trauben oder etwas ähnliches. 1) ?. 3. töd. 2. n. 3. 2) füber die Bücher und deren Form sehe man des Autors Schriften über die herculanische» Altertümer.) Geschnittene Steine. » jli. Carneol. Ein Mathematiker mir dem Sen!, blei in der Hand. 112. Carneol. Ein nakler bärtiger Man, auf einem Berge sizend, vor und hinter ihm ein Stern; auf einer Säule ist eine Stange mit zwei Querhölzern, was ein Instrument sein koiite, womit die Hohe der Gestirne gemessen wurde. Ich Llaube, daß hier Atlas abgebildet fei/ welcher als einer der erste»/ die sich in der Astronomie hervorthäte»/l) unter dem Poetischen Bilde desjenigen/ der die zwei Säulen/ aus welchen der Himmel ruhte/ trägt/2) oder der auf feinen Schultern den Himmel ruhen hat, Z) ltZ. Carneol. Ein alter Bildhauer/ nakt bis an den Gürtel/ arbeitet an einem Kovfe. Antike Paste. Ein junger mMer Bildhauer arbeitet eine Herme. lt5. Antike Paste. Ein junger Mensch/ gebeugt, und vorne »akt/ zeichnet einen Kops auf eine kleine Tafel, die er mit der andern Hand hält, zu seinen Füßen. tiü. Antike Paste. Ein sizender Maler vor einer Staffelei, die den unfrigen und einer andern auf einem Mar> mor,4) wo die Malerei den Varro anzutreiben scheint, sein Werk der berühmten Männer z» vollenden. » li 7- Sardon « x. Ein Man mit einem unbekaiiten - Instrumente in der Hand. >) Luseb. prsepar. Lvang. I. g. p. 246. Oioä, Lic. I. Z. lc. 59-1 2) O-svsv. v. ZZ, 3) Lurip. Ion. v. 1. /,) In sroiil. vet. Lexulcr. L^IIvri. Zweite Abtheilung. Römische Geschichte. »ns. Carneol. Ve Nil s sinder Anch i fes auf einem Felsen des Berges Jda unter einem Baume eingeschlafen. Anchifes ist an der phrygischen Müze und den Stiefeln, welche die griechischen Künstler den Phrygicrn und Barbaren gaben, zu erkennen. »itS. Carneol. Äneas tragt feinen Vater An- chiseS aus den Schultern, und führt feine» Sohn A fca n i u s lci der Hand. Anchises trägt ein Kästchen, worin die Pe> nalen: ca/,e a ma,,» 4) Ratter gibt diesem Stein ein zu hohes Altertum,?) imd ich felie feine Äusseruug als ein Übermaß der Freund- fchaft für den Baron Stofch an; den der Stein ist aus der Kaiser Zeit, und etwas größer als das Kupfer. 120 — 121. Antike Paste. Ebenso. 122. Glasvaste. — 12Z. Antike Paste. Vulcan, bei dem Venus steht, schmiedet die Waffen für ÄueaS. *124. Smaragdprafma. Äneas legt dir Beinschienen an, und Cuvido reicht ihm den Helm. »125. Sardon»r. Bärtige und bekleidete Figur, den Kovf auf die Hand gestüzt, worin er einen knotiaen Stok hält; zu feinen Füßen ein Menfcheukovf Dieser scheint den Kovf eines Torus oder Sllus, den man bei Grabung der Fundamente des Capitols fand, vorzustellen. A) 126. Antike Paste. Zwei Greift sprechen über ei- >) 1.2. v. 7>7- -) ?I. 6. Z) Lonk. äe Laxitol. c. 10. x. Lg. SS8 Geschnittene Steine. »en Kops -u ihren Fuße». Es scheint der vorige G«gin> stand. »t27. Carneol. Mars findet Rhea Sylvia tike» Altar i» Rom, der nickt mehr vorhanden ist. Z) * l2S. Carneol. Die Wölfin, R o mu lu s und Zie> nius säugend. 5 lZ0. Carneol. Ebenso, nebst dem wilden Feigem «am», worunter die Brüder ausgesezt worden. Er hieß /!». mina/ und Ko,»u/a^ü. jZl. Glaspaste, von einem Sardonnx im Museo F> o re ntin o. 4) Die Wölsin, Romnlns und Remui säugend, am Fuf,e dreier römischer Feldzeichen. Einerseits ein Kops der Cyb ele, anderseits die Köpfe der Afrika, des Jupiters und andere Symbole. 1Z2 — lZS. Antike Paste. Faustulus findet Ro> mulus und Nemus. *iZ6. Carneol. Faustulus und ein anderer Hirt finde» Ro mulus und Remus, von der Wölfin gesäugt, bei den« wilden Feigenbaum, wie aus einem Topas im Muses Flo rentino, und auf dem oben citirten Altar. * tZ7. Smaragdprasnia. Ebenso. Die Wölfin in einer Grotte, über welcher drei Ziegen und der /tmm'n»/. 5ZS. Antike Paste. Ebenso. tZ9. — — Sau mit ihren Jungen! 1) AI6m. l'revoux, I'an 1726. IVov. z>. 2024. 2) Lollcct anticj. Koni. tab. /jg. Z) Lartvli aclmir. tali. 5. >, 4) 1°. 2. tub. lg. n. 1. 6) 1°. 2. tsb. 5^> n. 2. 4 Kl. 2 Abth. 699 vielleicht jene, die dreissig Ferkel hatte, und An?aß zur Grünling von Alb« gab, wie auf einem Steine im MuseoFlo- leniino. l) Die Sau mit ihren Jungen, und Äneas seinen Vater tragend, zusammen aus einer Münze. 2) Ul>—14l. ?lntike Paste. Drei Personen, welche die Sau mit ihre» Jungen finden. I4Z. Antike Paste. Kovs der Roma. 14Z. Glaspaste. Ebenso. Agathoniir. R o ni a aus eine», Siegesmal st- jMd, die Victoria in der Hand/ wi? auf einen« Steine im Museo Florenl ino.Z) ',14Z. Agathonyr. Ebenso, mit den Buchstaben: ». X. und die Umschrift: s^i.v,5>riitcivini!i!r/r, was ich so erkläre: 8slv>s. >»gu«ti5, Inp. (pw /»!/,.) 1-iei. (/.ici- «M) Oxilaciu. meret. bedeutet ! ca^/,a 146. Carneol. Roma auf einem Siegesmal vor einem Altare, worauf Mars ist. 147. Antike Paste. Roma auf einem Siegesmal; >u ihren Füßen die Wölfin, den Romuius und Remus säugend; in den Lüsten ein Adler. 148. Dunkler Carneol. Roma mit der Wölfin zu ihren Füßen unter i>em/ii«nina/,' Vor ihr «ine Victoria mit Kranz und Palmzweig. i4S—l50. Antike Paste. Kopf des Ja nu S mit zwei Gesichter». »ISl. Heliotrop. Iuviter stzend zwischen der stehenden Juno und Minerva; diese drei Gottheiten waren ali die Penaten Roms a»gesehen,4) wie Jupiter, Mer- cur und Neptun von Athen. 5) Man steht dieselbe» auf andern Denkmalen, aus Münzen und Lampen beisammen.«) 1) ?. 2. tal>. LZ. n. 4- 2) Zpon. reeli. «l anlilz. 6»isert. 24. p. 3L5. Z) r. 2. t->I>. 63. 4) N-crob. I. 3. c. 4. 5) not. s ^ nen sich ein Bittender nähert. Unten die drei ihnen gelm, > ligten Vögel. » l 5Z. Carneol. Adler, Psan und Eule/ die drei dm s Gottheiten des Capitols geweihte Vögel. * 154. Dunkler Sardon » »-, mit den, Namen des ! Steinschneiders: Der Held ?l V en t in us mit dir ! Keule, das Gewand mit der Linken hinten auf dem Rüken ^ haltend, was ihn vom Herkules uurerscheidet. » »55. Carneol. Dieselbe Vorstellung; aber in der Linken das Schwert. »56. Antike Paste. Ebenderselbe, auf die Keule ge> stüzn aus einem Felsen Vor ihm die LZölfin mit Romuiui und Remus; darüber ein Adler. »57> Sardonor. Der Genius des römischen Volks, in der Rechten eine Schale, in der Linken ein Füllhorn, >«i? auf Münzen. ») »5S. Sm arag dx ra sma. Ebenderselbe, einen Spieß > i» der Rechten. »5S. Agathonvv. Ebenderselbe, eine Schale auf einen lodernden Altar ausgießend, wie ans einer Münze. Z) > »60. Antike Paste, gleich zwei Münzen der Familie Vetturia. Vai'llants Worte erklären diese: -/uo //ii a/te,' /io?»ano ?»o, e iacu/um I Zu,« /^o ue Aane //o, ! 7»aAi> /,o//e^ue. Ili llii -iin't, I *»6». Carneol Kops des Numa mit dem Lituui. »6Z. Antike Paste. Ebenso, aber ohne Lituus, »6Z. Glaspaste. Lueretia stößt sich den Dolch in, d?e Brust. Ihre Büste aus einem ander» Steine. Z) 1) »lies. Lranät'Ii. t. 2.^1.782. ^gg. ^gZ. 7gö, 2) ZVum. ^rsliot. tnli. 26. ». 4 et 3. Z) ^Hvsüiii ßcmiue xsrl. >. »av. 83. 4 Kl. 2 Al'th. » t 64. A m e t h » st. Mncins ScäVola halt seine Rechte mit dem Schwert über das Feuer. Diese Vorstelluuz ist oft wiederholt; l) auch auf gebrautem Thone im Kabiucr > d!§ svanischeu Canonicus Vittoria zu Rom, wie mau un- ler den Zeichunuge» des Cardinals Albani sieht. 165—166. Glaspaste, von einem Amethyst im Muse» Florentiuo, 2) Ebenso. 167. Glas» aste, von einem Chalcedon im Museo zlorentino. Z) Ein Mau iu vollem Galop, neben dem sick erwas erhebt, was man für eine Schlange genommen liat. Gori erklärt die Vorstelluug siir M. Curtius, der sich für sei» Vaterland opferte; aber iu diesem Falle würbe die Schlange nicht passen / es müßte ein Dui^r aus der Kluft sein. ^ »l6S. Agathon»»'. O.u i nti us C in ci» » atu s legt die Vciuschieuen an. Sein Landleben uud die Art, wie ihn der Senat traf, ist durch eine Ähre angezeigt; Helm uud Schild vor ilim au einer Säule. Man glaubt ihn auch in der Statue eines jungen Mannes zu Versailles zu fiudeu, der sich die Sohlen befestigt. 4) '16?. Carneol. Zwei Figuren, wovon die eine I. part. 2- n. 206. 207. 182. Acllim. z) 1°. 2. tal>. ä? n. l. ?) 2. ö?.. n. Z. 4) I5?c, 6i sizt. 60 l'iinmssiii. n. 12. sDiefes ist bekaiit- lich ein Jason, nunmehr in München. Unter den Abbildungen ??um. 100.1 S> Lnusei wv. 122. LraveUe t. I. n. öä. 6) L»ns. travols. 29H. Winckelmail. ?. 25 602 Geschnittene Steine. zu befragt», der ihm als Schlange erschien. Neben der Schlange eine bis iuni Gürtel nakle Frau, aus einer Urne liegend: sie scheint Koronis zu sei», Äskulaps Murler, die von Apollo gerodet worden. Unter ihr der Rabe. t 72. ?l»tike Paste. Vorderseite eines ionischen Tem, pcls mir sechs Säule» und darunter der Name: nt»„i,i.v5. M. Furius Camillus baute den Tempel der Znno Sie. gina auf dem ?lve»ti»o i»i Jahre Nonis ^5?, d. i. in der SS Olympiade, und man dürfte hier eine Idee desselben sehen; aber es ist wahrscheinlich, dak die ionische Ordnung damals in Rom »och nicht eingeführt war, weil selbst in Griechen, land fast alle Tempel von dorifcher Ordnung waren. * Bera kr» stall, Fragment. Ein Kopf, der je, nen gleichet, die unter dem Namen des Junius B^utnS, ersten Consuls, gehen. 174. Glaspaste. Ebenso. 17Z. — wovon das Original bei Dr. Gavi zu Florenz. Kops des Attilius Regulus, gleich jenem bei Fulvio Srsini. t7S. Glaspaste. Kops des Titus Quintus Fla, Minius, mit den Nuchstaben: 7°. . S. 2) >77. Glaspaste, wovon das Original aus dem Kabinett Paris bei Mariette abgebildet. Ein Kopf mit dem Namen ?. SLN>>. xr. Wen dieser Name nicht eingegraben ist, um den Werth des Steins zu erhöhen, so bleibt es doch zweifelhaft, wessen Scipio Afrieanus Bildniß hier vor, gestellt fei. Z) l7!i. Glaspaste. Kopf, welcher jenem des Cajns Marius bei Fulvio Orsini gleichet; auf einer Seite steht: cio. und aus der andern v». ohne Zweifel, um zu be, zeichnen: ^was Marius gewesen.^ t79. Glaspaste. Kops, welcher dem des C. Su lpi, ciusbei Fulvio Orsini gleichet. * 1S0. Sardon»r. Kops des Cicero, vorwärts, ähnlich jenem aus Marmor im PalaNe Matt ei, welcher, im Vorbeigehen zu erinnern, viele Restaurationen hat. >) Ining. n. zg. 2) Il»6. n. 126. Z) sMan sehe über diesen Gegenstand Nu>». t76der Den!> m a l e.Z 4 Kl. 2 Abth. ' 6oz Carneol. Kovf, dem vorigen ahnlich. t82. Glasvaste. Ebenso. * lS3. Carneol. — >84- Sardon,,». Ein Kopf/ der jenem de§ Julius Brutus bei Fulvio Orsini gleichet tl 185. Glasvaste. Kops des Triumvirs Lepidus, Mit dem Lituus. tSS. Glasvaste, wovon das üriginal der Grävin Lü> neville iu Neapel gehört. 2) l87. Glaspaste. Bärtige Figur, ein Knie am Vv' den, einem ncbst zwi andern Figuren stzenden Krieger eine» Kops, den sie aufmerksam betrachten, darbietend. Der raron Stosch sah den Kops für jenen des Pomvejus an, den man de-n Cäsar barbiere. Man'glaubt die nämliche Vor- sielNug a> f einem andern Steine zu finde». Z) >88. Glasvaste. Knieende Figur, die einem stzenden Arieger etwas darbietet; hinter der knieenden Figur ist ein Krieger, den der fizende beim Ohre zu sassen scheint Ich bin über tie Erklärung zweiselliaft; vielleickit ist die Sitie der Römer, den Zeugen beim Olire zu fassen, 4) was die Griechen T-wv -.'rav naüten, vorgesteitt. 5) 18?. Glasvaste. Vorgeblicher Kops des CneiuS Pomp ei u s, mir der Inschrift : 6) lSo. Glasvaste. Kops des Scrtus Pompejus, wie im Museo Fl o ren ti n o. 7) l?l. Glasvaste. Ähnlich dem vorige» Kovs. ^ lSZ. Sardon,>r. Kops, der jenem des Arrins Secundus, einer wenig bekanten Person, auf römischen Münzen gleichet. Ich seze ihn hier, um die Reihe der Kaiser nicht zu unterbrechen, 1) IlNZg. U. 62. 2) !Der Stein kam an den Maler Harver aus Berlin, und man sehe Nun,. Sl der Abbildungen.) Z) Ltclanon. ßemiu. ». lö. Älallci ^einn». t. 4 n. >3. 4) Ligoii. äe iuiti<^. jur, Rom. äs judie. l. 1. c. >7. x. 4>ö. 5) I^ipz. Loniment. iu ?acit. sanal. 1 l. z>.9. 6) VIllüei ßenii». t. 1. n. !i. 7) ?. 2. lad. l. n. 4. Geschnittene Steine. tSZ. Glasvaste. Julius Cäsar. 't?4. Carneol. — — samt Stern und LUuus. . Carneol. Ebenso, aber ohne Stern, " tS6. Carneol. Augustus. ^97. Glasvaste. Ebenso. tSS. — — mit einer Umschrift. tSS. Antike Paste. Ebenderselbe. 200. Glasvaste. Kovf des Augustus mit etwai Vart am Kinne und dem Namen des berühmten Steinschneiders : Hioeicoi'l'l^oi'. 1 > ?Z!an nndet Kopse des Augustus mit Flaumbart am Kinne vornehmlich auf Goldmünzen. Das ! Original der Paste wurde mit viele» andern Steinen und >ui> tiken Pasten von den Erben des Marcheie Massiuii an den Graven Thoms, tBoerhaves Schwiegersohn,^ im Jahre 17ZS »erkaust. 20 t. Glasvaste/ wovon das Original mit dem Namen desselben Steinschneiders im Kabinete St vozzi. 2) Ähnlich den, vorigen Kopfe. 202. Antike P a st e. Kövse des ?l ugustus und dir Livia. Fulvio Ors-ini bringt einen Stein mit denselben Köpfen Vor; Z) Angnstus scheint daselbst bejahrt: auf unserer Paste ist er jünger. 20.?. Antike Paste. Kops des Augustus mit dem Stein boke, dem Zeichen seiner Geburt, das er auf Münzen prägen ließ. 4) Mäff ei gibt einen ähnlichen Stein. 5) "204- Sardonyr. Ebenso, mit demSteinbok und Dreizak. Diese zwei Zeichen allein sind aus einem von La Chausfc herausgegednen Steine für dieselben Symbole genommen. 6) 205. Antike Paste. Kopf des Augustus auf einer co/»m,ia zum Andenken des Sieges über Anton ins und Kleopatra bei Aetium. 1) Lloück pl. 25. 2) ^,1. 26. Z) n. Z9. 4> Lucto». ^ug. c. 94. . n. 10. 6) >70. 4 Kl. 2 Abth. 20S- Antike Paste. Kopf des Augustus, über einem Schiffe zwischen einem Lituus und Feldzeichen. 207. Carueol. Kopf des Augustus samt einem geflügelten Fuß, der ein Gelübde ist, samt einem Steuerruder, Dreizak und Caduceus. La Chausse liefert einen ähnlichen Stein, 1) 208. Antike Paste. Ein schwebender Adler, den Cadaceus in den Klauen, unten das Wort: xvvivs. 20S. Glasvaste. Kovf der Livia mit Diadema, und einem Schleier riikwärts. Das Original im Museo Floren- tino, 2) wo aber das Kupser nicht viel Ähnlichkeit mit dem Steine hat, und die Erklärung scheint mehr »ach der Zeichnung, als nach dem Original gemacht, weil keine Benennung geaeben ist. Ein schöner kolossaler Kovf mit Diadem» und Schleier, den man für Livia hält, ist im Weinberg des Cardinals Albani und gleichet unserm Steine. 2>0. Glaspaste. Kopf der Livia. 211. — Kopf des Mareus Agrippa, mit de r co^ ona navn/-,' ähnlich einem Cameo bei M a ff ei, z) und einem fast kolossalen Kopf dieses berühmten Maiis im Cavitoiio. 212. Glas paste. Ebenso. 21 z. — Köpse des Cajus und Lucius,' der Söhne des Agrippa und Enkel des Augustus. Oben sieht: xiecoe, unten 214. Glasvaste, wovon das Original im Kabinete in Paris. Ein Kovf, den man für Mäcenas hält, mit dem Namen des Steinschneiders: Der Baron Stosch hielt in der Folge den Kops für einen Cicero, wie ilm auch Gori beibringt. 4) *215. Amethyst. Copie der vorigen Paste. 216. Glaspaste, wovon das Original im Kabinete L u- dovisi zu Rom. Ein dem vorigen ähnlicher Kopf mit dem Namen des Steinschneiders: 5) Ein Stein im >) IV. Z2. 2) 2. tsd. 27. n. 4. Z) Oemm. t. >. n. 14. 4) Aus. t. 2. tak. 3l. n. 2. L) Llosck ^>1. 62. 606 Geschnittene Steine. Kabinete Riccardi gleichet diesem vollkommen bis aus tie Buchstaben 217. Glaspaste, wovon das Original im Kabinete m Neapel. Ein den vorigen zwei ähnlicher Kopf mit dem ?!a> inen des Steinschneiders: 218. Antike Paste. Evenso. »21?. Rother Jaspis. — »220. Sardonyx, Kops des T ib eri u S. Aus dir Rnkseite ein Skorpion. *22l. Am-thust. 222 — 223. Antike Paste. 224. Glasvaste. Kopse des Tiberins. 225. Antike Paste. Brustbild des Tiberius von rükivärts zu sehen, die Ägide über die Schultern geworfen, Der Kaiser ProcluS hat aus zwei Münzen die Ägide ebenso l) 226 — 227 Glaspaste. Kops des Drusus, Bru< der des Tiberius und Vater des Gernianicus. »22S Carneol. Bildniß der Antonia Mi not/ des Triumvirs AntoninS Tochter und Geniahlin dei Drusus. Dieses ist die Frau, - welche durch ihre Tugend so beriihmtist, und die, wiePlinius berichtet, 2) niemals ausspie. 22S. Glaspaste. Ebenso. 230. — wovon das Original im Kabinete Strozz >. Kops des Germanieus, mir dem Namen des Steinschneiders: . . . . z) * 2,1t. Carneol, Ebenso. * 232. — Bildniß der A g ri p p i n a Maj or, Frau des Gernianicus. » 233. Sardonur. »234. Amethyst. »2Z5. Carn eol. 236. Glaspaste. Kopse des Kaisers Claudius. » 237. Carneol. Eine bekleidete Frau unter einem Baume stzend, einen Zweig in der Reckten, den Kops aus die Linke gestiizt, in der Haltung wie eine in tiese Nächst»« ilnng oder Träumerei Verlorne Person. Ihr gegenüber eins Priapus Herme in einer ---iicu/a auf zwei Fußgestellen >) I^um. MUS. t. 2. t»I). g2. 2) ^.7. c. 17. sect. iL.) 3) Ltoscli xl. Z2. 4 Kl. 2 Abth. 6o7 «dir Altären, die über einander lind. Auf dcr Riikseite sieben um eine Schneke rings herum gereihte Priape, nur eben so virl Buchstaben zwischen den Priapen, die zusammen das Wort mvicix ausmachen. Oben steht unten aber c^vvi. Das Wort scheint eine Anspielung auf das, was Iuvenal von derselben Messali na sagt: Die Schneke ist hier dasSvmbolder Schlüpsrigkeit und Wohl« lust, dcii ste hat beide Geschlechter: sie zeuget und empsängt zugleich-2) Man steht die Schneke in der nämlichen Bedeutung aus dem Steine Num. 1664 der 2 Kl. Das Wort ^ Schlüpfrigkeit, 3) welches die Eigenschaft dcr Schneke ausdrukt, und wovon deren Beiname 4) abgeleitet ist, bezeichnet ebenfalls die Wohllust, und bei Lucian S) ist s»non»m mit dem lateinischen?lusdruk Sabbatini besaß einen Siein, wo in der Mitte des P ri a pu s kr a n z es eine nakte Frau aus einer Sckineke saß, darunter niir dem Namen Baudelot hat davon die Erklärung gegeben-6) »2ZS. Carneol. »2ZS. Bergkrvstall. Kopse des Nero. »240. Lapis Lazuli. Kopse des Nero in feiner Jugend, und der Agrippina, seiner Mutter. Man findet lic auf Münzen oft beisammen. 241. Glas »aste, wovon das Original ein Eigentum dcr Grävin Cherossi ni. Zwei kleine Medaillons, Von Lorbeer, den eine stehende V ictoria hält, bekränzt. Die Kopf« des Nero und der Agrippina. 242. Glaspaste. Kopf des Gal b a. 241. Antike Paste. Kopf des ü t t o. 244. Glas paste. Kopf des Vi te llius. »245. Carneol. Kopf V e sp asi a n s von vorne, 246. Glaspaste. Kopf Nespasians. 1) 8al. 6. V. ?2A. 2) tSo glaubte man.ü Z) I. 6. Ic. >7. n. 72.^ 4) Id. I. 2. lc. 22. ». 6Z.j L) Imaß. 6.Z 6) Hissen, inixriniee ü ?ar. 170g. 608 Geschnittene Steine. ^247. Carneol. Kopf Domitians. »24S. Carneol. Kopf der Julia, Tochter Domi> tians. Uniher die Buchstaben- x. *24?. Granat. Kopf derselben. * 250. Amethyst. Ebenso, Von der Victoria bekränzt. 251. Carneol, Fragment. Julia nakt, als schiebende Dia»a. Hinten ein Hirsch. » 252. S maragdp r a sm a. Kopf des Nerva. 253. Glasvaste. — 254 u. 255. Glaspaste. 256. Antike Paste. Köpfe Trajans. 257. ?> ntike Paste. Kops Trajans zwischen zwei Ähren; unten eine Waage, wie bei Mass ei. t) 25ü, Antike Paste. Trajans Kopf zwischen zwei FllNhörnern. »25S- Sardonvr. Kopf Hadr ians in feiner Jugend. » 260. Noth er Jaspis. Desselben Kopf in vorgerük- tem Alter. *26l. Sardon»x. 262. Glaspaste. Köpfe der Julia Sabina, Gemahlin Hadrians. 26Z — 264. Glaspaste. 265. Antike Paste. Kopfe des Antinous. 266. Glaspaste. Kopf der ältern F austin a, Gemahlin des Ailtvninus Pius. 267. Glasvaste, wovon das Original dem Herzog Devonsh ire gehört. Äovs des Mareus Aurelius, mit dem Namen des Steinschneiders: »x?oi.i^ivi. 2) 26S. Carneol. Mareus Aurelius stehend, einen Zweig in der Rechten und einen Stab in der Linken. »269. Amethyst. Kovs der jünger» F a u st i n a, Gemahlin des Mareus Aurelius. 270. Antike Paste. Kovs des Luc iu s V eru s. 27t. Rother Jaspis. Kopf vo» dessen Gemahlin L u c i l i a. * 272. Car»eol. Kopf des Commodus, mit der Löwenhaut, wie Herkules, bedekt. 27Z. Sapphir. Kopf deS Comniodus. >) t. >. ii. ZK. 2) Ltoscli x>. 2. 4 Kl. 2 Abth. 609 * 2?4. V e rg kr >, st a l l. Drei kleine Medaillons, zwischen welche» ein Lorbeerblatt, eine Feige und eine Dattel: g,schenke, welche die Alten einander am ersten Tage des Jahrs machten. Auf einem der Medaillons das Bildniß des Connuodus, auf dem ander» die Victoria mit der Znschrist! vi«. und auf dem dritten Janus stehend in einem Tempel. Umher die mangelhafte Inschrift: IN., >. >. rii»,.... K . . . r^vs rm. was man fo hergestellt hat: annittn /e/-ce,n. Der Stein gehörte dem berühmten An- tiGlN' Sabbatini. — Maffei hat einen Bergkrystall etensalls aus dem Kabinet desSabbatini bekaiit gemacht; aber die Zeichnung ist größer alS unser Stein, und die Inschrift eiwas anders. Ich glaube übrigens, daß eS derselbe Stein fei, nur nicht genau gezeichnet. Ans/c/,'ci, wovon »ur die vier ersten Züge vorhanden find, machte er und ans dem leiten Worte 1) * 275 Heliotrop. 276. Antike Paste. Köpfe dirCrispina, Gemahli» des C o in m o du s, » 277. Carneol. 278 — 27?. Antike Paste. Kvfe des Pertinar. 280 Antike Paste. Kopf des D i d i u s Julianus. 2»l, Glaspaste. Kopf der Manlia Scantilla, dessen Gemahli». 282. Carneol. Kops der Didia Clara, Tochter der zwei vorigen. 28Z. Glaspaste. Kopf des Cl 0 dins Albinus. »28^i. Carneol. 285. Glaspaste. Köpfe des Septimius Severns. 286. Antike Paste. Köpfe des Septimius Seil er u s, desCaraealla und Geta. Septiniius Severns in der Mitte, Von der Victoria bekränzt. » 287. Carneol. '288. Glas paste. Köpfe der Julia Pia, Gemahlin des Septimius Severus. » 28S. Agathonvr. » 2S0. Carneol. ZSl. Glaspaste. Köpfe des Caracalla. » 2?2. Sehr kleiues Medaillo» von Gold, in einen antiken vergoldeten Ring von Erzt gefaßt. Kopf des Caracalla. 2SZ. Glaspaste. Kopf der Plautilla, Gemahlin des Caracalla. >) Aallei tZemms t. I. iu La. 6io Geschnittene Steine. »294. Carneol. Kops des Macrinus. Die ein, tige Statue dieses Kaisers ist im Weinberge Borioni zu Rom. 2S5. Agathonvr, i>: einen antiken Ring von Erzt Kisaßt. Kops des Heliogabalus. » ZS6. Sardonyx. Kops ebendesselben, und umhtr tas Wort: » 2S7. Carneol, Kops ebendesselben. » 2?8. Ebalceton. Köpfe des Alexander Sev«> rus und der Julia Alammäa. 2?S. Kleine Silbermiinze in einen atttike» Ring Erzt qesaj-t. Kopf des Maxi minus, mil der Inschrift: » ZUS. Sardon » r. Kops des Balbinus. 3l>t — ZVZ. Glaspasie. Köpse des Balbinus, Pupienus und Gordianus PiuS. » ^0Z. Rother Jaspis. » Z04. Agathonyx. Kops des Pupienus. ZvZ. Antike Paste. Kops Eordians des Jiin. »exn. Zl)6. Carneol. Kopf ebendesselben, zwischen zwei Füllhörnern Z07. Glaspaste. Koas der Sabina Trangnil, lina, Gemahlin Gordians des Jüngern. » Z0S, Zlmethnst. Kopf C onlia n tins des Großen. Dieses ist der einzige Kopf der Kauer mit einen, Diadenia; die andern tragen eine» Lvrbeerkranz, und Aurelian, wie Victor sagt, trug zuerst ein Diadema. * ZVS. Nother Jaspis. Derselbe' Kaiser zu Pferd, einen Wurfspieß in der Hand, und drei Feinde zu Boden ge> worfeu, wie aus einer Mnnze. t) Unbekante Köpfe. 310. Glas» aste, Fragment. Ein Koxf mit etwas Nart und dem Namen: d.'l^c>t:. »Zll. Carneol. Kops eines jungen Mannes mit dem Namen: »Zl2. Sardonyx. Kopf eines iunze» Mannes mit >) Uuz. ?Iorent. t. 2. t!>I>. 9?. 4 Kl. 2Abth. 611 Diadem«. Hinten daö Wort! kvno, und Vorn ein Eselskops samt Hals. »313. Sardonyv. Ein Kopf ohne Bart, mit der Inschrift: n. ci.xvv>. »314. Carneol. Ein Kops mit etwas Bart und dem Name»: 1». »jlS. Rother Jaspis. Kops ohne Bart; zu jeder Seite der Buchstab r'. 316. Glaspaste/ wovon das Original im Kabinete >u Paris. I) Ein Kops, den man snr Titus Livius ausgibt. '317. Nother Jaspis, in einen antiken Ring von Gold gefaßt. Kops eines Mannes und Weibes in einander geschoben, mit Helmen. »318. Rother JaspiS. Ein Kops mit etwas Bart. »ZI?. Hyacinth. Ein Kops mit Bart und einem «ich von Steinen geschmükten Diadema; eine vortreslich« Gravüre. » 320. Sm ara gdprasn» a- Ein Kopf mit Bart. 321. Glaspaste Ein Kops ohne Bart; vor ihm ein llkiner Kops des Jupiter SeraviS. 322 Agath. Aus einer Seite ei» Kops, aus der Ruk- selte das Medusahaupt. 323. Antike Paste. 324. Glaspaste. 325 — 327. Antike Paste. « 328. Carneol, Fragment. 32?. Antike Paste. 330. Glaspaste. 331. Lapis Lazult. Z3Z. Glaspaste. » 333. Carneol 334 — 337. Antike Paste »338. Carneol. 33S. Sardonnr. 340. Carncol. 34t. Anrike Paste. Unbekailte Kopse. *342. Agathon»r. Ein Kovs mit Lorbecrkranj. Z43. Smaragdprasma, Fragmcnr Ebenso. »344. Nother Jaspis, in einen antiken Ring von Geld gesaßt. Kops eines jungen Mannes. 345. Carneol Ein Kopf, unter welchem eine Ähre, ein Hirrenstab, eine Heuschrcke und eine Flöte von mehrcrn Röhren. 346. Antike Paste. Ein Kopf von vorne. 347. Glaspaste. Ebenso. 348. — Kops einer Frau mit Diadema. >) Uarlctte t, 2. psrt. 2. a. 46. «12 Geschnittene Steine. »349. Carneol. ZSo. Glas»aste. Frauenkövf-, mit dem Schleier bedekt, Sardomix, in einen antiken Vergoldeten Ring »on Erzt gefaßt. Kops eines Mohren. lZu S. ZS0. Ajax, sehe man Denkma!ee5 t/u ^cu Sa- ^„n weiter noch als fünfte und fechfte Klaffe folgt/ das liefere ich hier in der Überfezung aus dem Grunde nicht, weil die über den Difkos, Trochos, die Krvtali, Tänze, über das Reiten, Fahren, Ringen >c. von Winckelmaii darin vorkommenden Bemerkungen weit besser in dein spätern Werke der Denkmale, Rum. — 20Z, ausgeführt sind; das Übrige aber von Joannon de St. zaurent herrührt, und ausser dem^ daß es fremdartig ist, keinen Werth hat. „Ich habe (fagt Winckelmaii) an „Mr. St. Laurent meine Meinung über die Einl e it»ng „zu den f»mbo loschen Ringen gefchriebe». Bei dem „ edrlichen Manne ist wahrhaftig cac-x-A-m. Man „muß ja nicht alles druken lassen, was man liefet. Suchen „Sie wenigstens dlefes Einschiebsel zu verhindern: es ist so „etwas, das alle Pedanten wissen, i) — Ich »ade gestern „den Bogen von den Schiffen erhalten. Ich bedaure Sie „und mich: den es ist gar zu erbärmlich Zeug. Alles, was „was der Verfasser aus Büchern faget, hat er alles aus „Büchern, die besonders von der Schiffahrt und Schis» „ baukunst der Alten handeln; von dem Seinigen faget er „sehr wenig, was theils Stich halten könte, theils nicht ab« „gedroschene Kindereien wären. Mariette hat ihn nicht „klug machen können) und sonst hat sich niemand an ihn «machen wollen, der mehr Gewicht gehabt hätte. Ich habe i, die größte Hochachtnng für den Verfasser gehabt, und habe «ße zum Theile noch, sowohl gegen sein Gemüth, als über- „ hauvt gegen seine Person; aber ich sehe, daß er nicht ein ,, Gran Oiscernement hat. — In dieser Knast hat der Ver< „sasser nicht das Alphabet gelernt. — Baldani ist mei- „ner Meinung, — »nd man saget hier, daß er a ein Autor geworden. Was ich weiß, ist dieses: »daß ich gelernet habe zu schreiben, weil ich alle Kritiken i, angehöret, und mehr «IS einmal meine Sachen von neuem „umgearbeitet; — und weil man wird gestehen müßen, daß, „was wir beide gemachet haben, mit reifem urtheil entworfen worden: fo wird St. Laurents Arbeit als «in geflik« l) 10 Bd. S- 614 „ ter Vettelmantel hinten anhängen, und das Ende des Wer, „ kes wird, wie wen die Affen den Hintern zeigen, lächerlich » sei», l ," Dafür will ich zwei andere Stiike beifügen: ei» Ver> zeichniß der Steinschneider, deren Namen auf Gemmen oder Pasten vorkommen, und einen Inder der in den Abbildungen sowohl als in den Denkmalen vorkommenden Abzeichnungen geschnittener Steine und Pasten dieftS Kabinets, Verzeichniß der Steinschneider. « d IN o n. Deyton. Agathangelos. D i o k l e s. Agathemero s. D i o s k u r i d c S. Agathopus. Diphilos. Ä v o l l i a n u §. D o m e t i s. Aktion. E n e l p i st o s. Alb tos. E v i t» n ch a n o §. Alexa. EVodos. Alexander. (?) E u t « ch e s. Allion. Favra. Zl l v l, e o s. Felir Calpurn. Stl». Amphotero §. G a i o s. A n t e r o s. G e l i o s> A n t i o ch o s. Gneios. Apollodotos. Heivs. A p o l l o n i d e s. Hellen. Apo llonios. H v r o s. Archionos. H » dros. Aretl> o ». H »llos. Aspasias. K a r » o s. A t h e n i o n. K l e o n a s. Aulos. Kvino §. A x i o ch o S. K r a t e r o s. Caikas, richtiger K r o n i o S. S a i n a s. Le i> kon. D a l i o n. Lukios. Devge»eS. Mith. (?) z) Ebendas. S- 40Z-405. 6t5 znnesarchv». QuintilloS. M»ko n. Quintos. (?) M»ron. Satureios. Mvrtos. Saturninn s. (?) Nt^sos. Seleu^os. ziiko m ack> oS / richtiger Skaivs. N i so m a s. Sknl a r. VnesaS. S o l o n. P a m p l> i l o s. Sosios. Peig m o. Soso k les. Pharnakes. S o st r a t o s. Phil ein vn. Sotratos. (?» Phr»gilloS. Teuk er. Plotarchos. T li a mvros. Polvklet os. Trvvhon. Petitus. > r g o t e l e S. FndexderindenAbbilduungenuiid in den Denkmalen vorkommenden Abzeichnungen geschnittener Steine und Pasten dieses Kabinets.!) der Denkmale. Denkmale. Num. S der Vignetten. — 10 — — — 12 — — — 17 — — — 1 — 2 — 4 — !» — 12 — 13 — 32 — 3? 1) Dieser Index ist vollständige Bandes. Geschn. Steine» . 2 Kl. 14S4 Num. — 1553 — — 10SS — . 7 Kl. 1 — . 2 Kl. 135 — — 136 — — 116 — . — 4» — 7» — . — 77 — — 730 — . — -ilZ — als jener S. 42 »es Inhalt des neunten Bandes. Seite. Versuch einer Allegorie besonders für die Kunst Z—270 Erstes Kapitel. Von der Allegorie überhaupt tS Zweites Kapitel. Von der Allegorie der Götter 66 Drittes Kapitel. Von bestimten Allegorien/ vornehmlich allgemeiner Begriffe . . . . 10-i Viertes Kapitel. Von Allegorien, die von Beledenheiten und von Eigenschaften und Früchten der Länder genommen sind . . 160 Fünftes Kapitel. Von Allegorien der Benennung der Personen und Sachen . . . . 167 - Sechstes Kapitel. Von Allegorien in der Farbe, in der Materie an Gerathen und Ge- >itel. Von zweifelhaften Alle-- ülchteS Kapitel. Von erzwungenen und unge- grnndetcn Erklärungen der Allegorien . . 212 Neuntes Kapitel. Von verlorenen Allegorien 226 Kehntes Kapitel. Von einigen guten und brauchbaren Allegorien der Neuern . . . 2Z3 Wtes Kapitel. Versuch neuer Allegorien . 246 Vorrede Einleitung 5 gorien 204 26* 618 Seite. Beschreibung der geschnittenen Steine des sel. Baron Stosch. 271—616 Vorrede 27z Erste Klasse. Ägyptische Steine, oder solche, die auf den Cultus dieses Volks Bezug haben, nebst einigen altpersischen Gemmen . . . . . . 28? — Z2v Erste Abtheilung. Hieroglyphen. . . . 28!/ Zweite — Isis und Osiris. « . M Dritte — Harpokrates. . . . Zll> Zweite Klasse. Heilige Mythologie, oder die Göttergeschichte derGriechen, Hetru- rier und Nömer, samt dem, was zu ihrem Cultus und zu den religiösen Ceremonien gehört. . ^21—nij Erste Abtheilung. Saturn uS. . . . . Zweite — Cybele, Provinzen und Städte K'Z Dritte Abtheilung. Jupiter M Vierte — Minerva. .... Zk'j Fünfte — Ceres. ..... Z.i! Sechste — Diana. ..... ^ Siebente — Pluto. ..... 6Ä Achte — MercuriuS. . . . Neunte — Neptun. . . . . . ZS! Zehnte — Venus. ..... Eilfte — Cupido. 4«> Fünfzehnte — Bakchus Sechzehnte Herkules. . . . . Siebzehnte — Die untern Götter, Zwölfte Abtheilung. Psyche. > Dreizehnte — Mars. Vierzehnte — Apollo Seite. 419 426 476 604 religiöse Gebräuche und Opfer. . . 62» Dritte Klasse. Historische Mythologie, die fabelhafte Zeit und die Belagerung von Troja. . ....... 631 — 680 Erste Abtheilung. Fabelhaft Zeit. . . 631 ! Zweite — Zug der sieben Helden wider Theben. . . . . . . . 650 Dritte Abtheilung. Trojanischer Krieg . 66Z ^ Mette — Riikkehr des Ulysses. 677 Vierte Klasse. Alte Geschichte. ...... 681 — 612 Erste Abtheilung. Persische und griechische Geschichte 681 j Zweite Abtheilung. Römische Geschichte. 497 Verzeichnis der Steinschneider . . 6i4 Index der Abbildungen ..... 616