Druckschrift 
9 (1825)
Entstehung
Seite
279
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Vorrede.

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bedekt. Auch das Spiel, das die Alten Trochus »ante»,ist liier besser, als sonst erklärt, j)

Was man über die Kunst bei den Alte» in dieser Sam-lung erwarten kan, davon habe ich schon weiter oben einWort gesagt. Ich schmeichle mir, hierüber in diesem Werkedasjenige beigebracht zu haben, was darüber zu sagen möglichwar, ohne ein eigentliches Svstema liefern zu wollen. Mankan in einer Samlung von geschnittenen Steinen, wie diesehier, die Fortschritte der Kunst in einem viel größern Um-slttig bemerken, als in den größern uns noch übrigen Mo-numenten. Die Kentniß der Kunst besteht hauptsächlich inder Verschiedenheit der Manier und des Stvls sowohl derNationen als der Jahrhunderte, und in der Empfindung desSchönen; und eben dies habe ich an den ägyptischen, yetruri-schen und griechischen Stnken in dieser Samlung vorzüglichherauszulieben und bemerklich zu machen gesucht.

Der ägyptische St»l gibt sich zu erkennen durch die afrika-nische Form der Physiognomien, durch die geraden und ein-förmige» Linien in der Zeichnung. Ich getraue mir z» be-haupten, daß unscre Samlung die schönste ägyptische Gemmebesizt, nämlich eine sizende Isis. Der hetrurische Stylunterscheidet sich von dem griechische» durch den harten Um-»^«nd das scharf Abgeschnittene und Ekige aller Theile anden Figuren; man findet in unserer Samlung Gravüren ausihrer allerersten Zeit, wo man sieht, wie bei ihnen die Kunstsinfenweis bis zu dem Grad beschränkter Vollkommenheit steigt,zu welche»! es der hetrurische» Nation möglich war, sich zuerheben. Die Knnst der Griechen findet sich hier gleich-falls von ihrem ersten Entstehen, und ma» folgt ihr Schrittfür Schritt i» ihre»: Aufsteige» bis zu dem hohen Gipfel,zu welchem sie sich erhob. Es würde nicht möglich sein, dieverschiedenen Kunsiepochen eben so durch Statuen und großemarmorne Denkmale zu bestimmen, wie man es hier durchgeschnittene Steine nnd Glasvasten gethan findet. DiejenigenStatue» und erhvbnen Werke, die man für Überbleibsel derältesten griechischen Kuust hält, sind wahrscheinlich hetrurisch,welches ich anderwärts deutlicher zeigen werde;2) unscp

t) lEbendas. Nnm. l?5-IS6.1

2) lDas war des Autors frühere Meinung, die er aber nach-her geändert hat. Man sehe überhaupt in Ansehung