Druckschrift 
9 (1825)
Entstehung
Seite
259
Einzelbild herunterladen
 

einer Allegorie.

259

§. 'n6. Eine» Spartaner könte ein gewafne-ter und tanzender Krieger abbilden/ weil dieselbentanzend zur Schlacht gingen, und auf ihrem Grabesezcn ließen: daß sie tapfer eine Schlacht getanzet.Da diese Gewohnheit aber auch bei den Chalybernund bei den Karpesiern, einem Volke in Zberienwar,i) so würde der Spartaner durch eine Schlan-ge auf seinem Schilde und durch rothe Kleidung zubestimmen sein/ so daß er der Liebe opfert, wel-ches allein die Spartaner thaten, ehe sie zur Schlachtgingen;^) Andere reden von einem Opfer an dieMusen.^) Ein Athenienser würde durch eingoldenes Heupferd in den Haaren über der Stirnkeiitlich werden. 4)

§.417. Das Bild einer unbeweglichen nndungestörten Stille des G e i st e S könte ein run-der nnd allenthalben offener Tempel auf Säulen sein,mit einem Altare in der Mitten, an dessen Friesedie Überschrift: die Deutung dessel-

ben zeigen würde. Die Alten geben von diesemTempel bei Kroton in Großgriechenland vor, daßder Wind die Asche auf dem Altare niemals zerstreu-et, obgleich der Tempel völlig von allen Seiten of-fen war. 5)

§. 418. Der dumme Stolz über eine un-verdiente Ehre, die man nicht der Person, son-dern deren Titel erzeiget, ist in der Fabel des Esels,welcher mit der Statue einer Gottheit beladen ging,vorgestellet, die das Volk anbetete; der Esel aber

1) I/iv. I. 23. c. 26.

2) 1. iZ. ^c. 1. n. >2/1

3) pluwrcl». s>Ie ir» coliili. t. 7. p. 7gg. lieisll j

4) I. 12. ^c. >. n>5.^

5) ?>ia. >.2. sc. 107. scct. ili.Z