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9 (1825)
Entstehung
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Eilftes Kapitel.

Versuch neuer Allegorien.

§.372. Diejenigen Allegorie»/ welche ich vor-schlage/ sind zum Theil nicht wirkliche Bilder/ kön-nen aber solche werden / und andere kau man alsAnzeigen dazu ansehen/ und mit dieser Erklärungwollen dieselben/ auch nach dem Saze der alte»Weltweise«/ daß eine Sache so viel Wahrheit an-nimt/ als die Materie erlaubet/ beurtheilet werden.Ich bin niemals der Meinung einiger Scribente»gewesen/ daß man nach Art der Kaufleute Handel»müße/ die ihren Käufern gute und schlechte Waarenvorlegen/ nnd diesen die Wahl lassen: wen ich daherscheinbare Kleinigkeiten angebracht habe/ so beden-ke man / daß dasjenige/ was mir die einzige bekaii-te Statue der Leukothea keutlich gemachet/ einbloßes Band von zween Finger breit ist/ und daßdie einzige Figur der Nemesis in Marmor sichdurch einen von der Brust in die Höhe gehaltenenZipfel ihres Gewandes eutdekete.

s. 3-7Z. Die Antipathie oder die natürli-che Abneigung eines gegen den andern kau durcheinen Löwen und einen Hasen/ und durch einenElephanten und ein Schwein angedeutet werde»/weil diese Thiere eins dem andern widerwärtigsind.y

>) plutarcl?. Invi-üa et o>1. post.

Diese Allegorie möchten mir keinem Künstler rathen,da die Sagen und Vorurtheile, worauf sie sich grüwdet/ längst iiuf-zebört haben. Mever.