Druckschrift 
9 (1825)
Entstehung
Seite
245
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Beilage.

Domen ichino, zu S, Silvestro auf Monte Cavallo inRom, Halle» Engel Kornähren und Trauben, womit auf dasBrod und den Wein im Abendmahle angewielt wird.

Sansovino gab in seiner Marniorgruve von der Ma-ria mit dem Kinde und der h, Anna in der AugustinerKirche zu Rom, der leztgenaüten Figur ei» Buch unrer dieFüße, in Anspielung aus das abgethane alte Gesez, Man mußgestehen, daß diese Allegorie etwas weit hergeholt ist, undeben diefer Vorwurf trift noch ein paar andere berühmteAllegorien des F. Barrocci, welcher in der Heimfuchungder Maria durch den Strohhur einer Figur aus denMonat Julius anspielen wollte, in welchem dieses Fest ge-friert wird; und I» der Marter des h, Bitalis zu Ra-Vcmia durch Kirschen, welche ein Mädchen einer Elster vor-hält, ebenfalls auf das Fest des Heiligen im April, Meuer.

tAnf einem schon geschnittenen antiken Steine des Kabi-»ets Napoleon ist Euripides vorgestellt, wie er in derWahl zwischen Palästra und Bühne zweifelhaft fchwebt;dcii fein Bater Mnefarchus wünschte sehr, einen Athle-ten aus ihm zu macheu. Der alte Künstler bildete daher dieFigur der Palästra auf einem Felsen stzend, die linke Brusthalb entblößt, mit der Rechten und mit dem Vlike einladend;ljinter ihr ist ein Herm e, ihr beständiges Attribut, als der Toch-ter des Mercurius. Gegen die Palästra gekehrt stehenEuripides, der andern seiner Bildnisse nach zu urtheilen,offenbar Porträt ist, und die Muse der Tragödie, welcheihn mit dem rechten Arme umsaßt und in der linken Handeine Rolle hält. Beide Figuren sind lang bekleidet. Mansteht die Ähnlichkeit dieser Vorstellung mit jener des Herku-les a m S ch e i d e >v e g und Lucians Traum leicht ein.Die Abbildung der Gemme findet sich allein in ViscontisIkonographie. (1'. i. xl.S, u.4>)