Beilage.
Wapen Schuld sei». Die sogenanten redenden Wapen, die akso eine allegorische Bedeutung hatte» haben können , wurdensogar geringer geschäzt, als andere ohne Beziehung auf Na-nien ober Eigenschaften dessen/ der sie führte.
Ein angesehenes literarisch , kritisches Institut führt in sei-nem Sigel die Köpfe einer Eule und eines Greifen, in An-spielung aus Wissenschafte» und schöne Künste, über welche sichdie Bemühungen desselben hauptsächlich verbreite».
Auf dein Sigel eines Unbekanten, wahrscheinlich einesKausmans/ finde» wir eine» Anker und ein paar Garden ein,gegraben, eine treffende Allegorie auf Hofnuug und Frucht,Bemühen und Erwerb.
In einem wenig mehr gelesenen Buche, der rechts-verständige Hausvater betitelt, findet sich unter denvielen Kupfer» eines, welches »ebst andern Dingen auchdas Bild der guten Hausfrau enthält. Ihr Kleid ist ganzmit Auge» und Obren befäet, gleichsam ein rastloser schauen-der und hörender Argus.
Waage, Zepter, Schwert und Eichenkranz, als Siubilderci»er gerechten Negirimg, finden sich anf der Vignette irgendeines neuern Bnchs mit vieler Kuust gezeichnet.
Correggio hat i» feiner Ruhe auf der Fluchtnach Ägypten, oder der sogenanten Madonna la Ziu>gara, eine» weisse» Hase» angebracht, um theils das Stilleder Scene, theils die Unschuld der Maria und des Kindesallegorisch zu bedeuten; in gleicher Absicht hüpft in eben die-ses Meisters Vermählung der l>. Katharina mitdem Christkinde ein Vogel dicht bei de» Figuren inhe» Zweigen.
Annibal Carracci läßt in einer seiner Landschaften,In> Palaste Doria zu Rom der h. Familie auf ihrer Fluchtnach Ägypten weisse Taube» voranfliegen.
Ilm den Ort der Scene, oder das Land zn bezeichnen,wohin die h. Familie aus Judäa sich gefluchtet hat, brachtePoussiu in einem Gemälde, welches die Ruhe auf derFlucht nach Ägvpten vorstellet, sehr sinreich ei»en jun-gen Äguptcr an, welcher der h. Jungfrau und dem Kinde ei<nen Korb mit Datteln vorhält; eine Frau reicht dem h. Jo-seph zn trinke»; in der Ferne zeigt sich eine ägyptische Stadt,ein feierlicher Zug Von Priestern, das Bild des Anubis,und eine Pyramide.
In einen, Gemälde des Barbalonga, Schülers von