Beilage.
Ei» Fuchs, der auf einem mit zwei Hähnen bespantenWogen fährt/ hat offenbar die Bedeutung, daß List selbst dieWachsamsten bändigt »nd nach Willen lenkt.
Eine alte Gemme zeigt die Kenle des Herkules, dieoben in einem Cadueens endigt; Palmzweige entsprießen ihr.Damit wird bedeutet, daß Kraft und Gewandtheit den Siegerringen; ein Delphin znr Rechten, und ein Fruchthvrn zurLinken zielen auf Meer und Erde.
Von diesem wenig verschieden, oder vielmehr nur einegeistreiche Variation derselben Allegorie, ist ei» anderer anti-ker Stein. I) Der Keule des Herkules stnd hier ebenfallsPalmzweige entsprossen, über ihr steht der Cadueeus, undunten wachsen Kornähren hervor.
Noch ein anderer antiker Stein zeigt einen Globus, ei-nen Delphin, ein Fruchthvrn und ein Ruder, worauf einSchmetterling stzt, alles, wie wir vermuthen, aus die weiseRegiruug eines römischen Kaisers anspielend.
Eine Sphinr, das Rad der Nemesis haltend, deutetaus das geheimnißvolle Walten der vergeltenden Göttin.
Zwei in einander gelegte Hände kommen aus antike»Steinen häufig vor, und sind ein bekantes Bild von Treueund Frenudschast.
Zuweilen scheint auf eine wizige Art Sache und Zei-chen zugleich vorgestellt worden zu fein; wie z. B. auf demgeschnittenen Steine, 2) wo der Kranich eine Trompete trägt,und auf einem andern Steine, Z) wo in der Krümmung eineralten Tromvete ein Hahn krähend stzt. Genialischer aber istvielleicht ein noch nicht edirrer gcfchnittcncr Stein, auf wel-chem das Haupt eines Satyrs in Gestalt einer Taube ge-bildet ist, so daß die Beeren der Traube Haarlokcn und Bartdarstellen, und selbst die Gesichtstheile rundliche, den Beerenähnliche Formen zeigen.
Von Allegorien durch Zeichen haben die neueren Künstlerweit weniger als die Alten Gebrauch gemacht; überhauptsind in der ncneren Zeit die Allegorien durch Zeichen ausMünzen und Sigelringen weit seltner angewandt worden.In Betres der Sigel mochte daran wohl die Einführung der
>) Aus. I^Iorent. t. 2. !al>. 91.
2) t. 2. tl>I>. g6.
3) lall. H2.