Druckschrift 
9 (1825)
Entstehung
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Beilage.

Die schöne alte Fabel Vom Herkules am Scheide'wege ist vielleicht von den Alten sür die bildende Kunst sehrwenig oder gar »ie benuzt worden / wenigstens wird sie aufnoch vorhandenen alte» Denkmalen nicht gesunden; hingegenhaben verschiedene neuere Künstler/ und unter diesen am vor-züglichste» Annibale Carraeei und N i e o l a s P o n ssi n,deren Gemälde auch durch Kupfer bekant sind / diesen Gegen-stand behandelt.

Auf einem altdeutschen Holzschnitte nach Albert Dü-rers Zeit stnd zwei neben einander stehende Buden vorgestellt,an wclckcn ein wohlgekleideter Jüngling vorbeigeht; in dereinen Bude bietet eine Frau ihm reiche Gewänder nebst an-dern ein weichliches Leben und eitle Genüsse bezeichnenden Di»>gen zu kaufen an; in der andern hat ein Man Wassenrüstun-gen seil/ und scheint ebenfalls seine Waare dem jungen Ritterzu empsehlen / der zwischen beiden Buden unentschlossen stehtund nicht wein/ was er wählen soll.

Auf einem alten Gesäsze von gcbranter Erde/ in dem we-der mit Numern noch Erklärungen versehenen / und wenig in'sPublieum gekommenen vierten Bande von Tischbeins Va-se»/ wo ein ernstei/ bejahrter/ an seinen Stab gelehnter Manoder Lehrer einem vor ihm stehenden Jünglinge eine Kugelund eine Leurr zur Wahl entweder des Strebens nach Her-schast und Größe/ oder nach den stillen friedlichen Künsten derMuse»/ vorhält. Wir glaube»/ diefe Basenzeichnung sei einezwar unvollkommene / aber doch immer höchst schäzbare Nach-alunu».; eines Gemäldes des Aristides von Theben/ welches»och zur Zeit des Plinius aus dem Cavitolio im Teni-vel der Fides bewundert wurde/ und/ wie dieser Schrift-steller sagt, einen Greis vorstellte, der eine» Jüngling unter-richtet. l)

Zu den treflichsten alleaoriche» Borstelluugeu der Alten ge-hört anch die Gruve von Amor und Ps»che, welche sichumarmen. Sie komt aus autikcn Monumenten aller Art häu-

tUnler den Abbildungen Num. L?.)