Druckschrift 
9 (1825)
Entstehung
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Versuch

in erhobener Arbeit. Anch von diesem Bilde ha-ben wir keinen deutlichen Begrif. Die Übersezer ha-ben die Worte: Ä-o-Xo!?---« cevc^L-7« ?r«t^oegegeben! et e^- ec> e»!c?-FenL welche Aus-legung wider die Regeln der Sprache streitet/ wieein jeder sieht.

354. Die Tugend/ allgemein genommen/ sollihr eigenes Bild gehabt haben / welches wir abernicht wissen: den was der alte Ausleger des Sta-tiuS saget, nämlich daß dieselbe aufgeschürzet ge-malet worden/ gibt keinen Begrif/ weil Dianaund die Amazonen eben so erscheinen. ES stehetzwar eine Figur ans der Vergötterung des Ho »le-rn S im Palaste Colonna") unter einem Haufenanderer Figuren mit dem Namen die Tu-

gend/ welches Wort vermuthlich von der Gute derGedichte des Home ruS zu verstehen ist; aber aus-ser daß man nicht weiß/ zu welcher von vier Figu-ren dieses Wort gehöre/ so hat diejenige/ die dafürgenommen wird/ kein Unterscheidungszeichen. So-phokles führet dieselbe mit Ol gesalbet und rin-gend auf. 3) Bei den Alten würde eS also einigenVegrif gegeben haben/ dieselbe in der Stellung ei-nes Ringers in der Villa MediciS zu sezeii/ wel-cher von obenher Öl nber sich auSgießet/ izo aberist dieses unbedeutend; daher ohne besagete Nachrichtvom Sophokles daS Bild der Tugend/ welchesDaniel HeinsiuS auf dem Titelblatte der vonihm herausgegebenen griechischen Parap hrasiS derEthika des Aristoteles sezen lassen/^') nicht

1) ItZ. I. 2. I

2) lNun im britischen Museo.^

Z, I. i5. se. »o. n. 55.^

eclita

et lat. re<I61ta a Oan. Lut. 1607. 4.