Druckschrift 
9 (1825)
Entstehung
Seite
231
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einer Allegorie.

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zu verstehen ist. ES Hält dieselbe in der linken Handein Gefäß mit einem engen Halse/ welches vermuth-lich ein Ölfläfchchen bedeuten soll/ und in der rech-te» Hand einen Zaum und ein Gibiß/ welches einenTheil der Tugend/ nämlich die E n t ha l tsam k e i t,oder das griechische oder anzudeuten

scheinet; das Olgefäß kaii nur auf die Tugend imHomer ifch e n Verstände gedeutet werden.

§,ZZ5. Das Volt von Athen war von Leo-chareö/ dem Meister eines berühmten Ganyme-deS/ in einer einzigen Figur gebildet/ welche nebendessen Jupiter stand /') aber dieses Bild ist unsunbekant. Auf griechischen Münzen stehet um einenjungen Kopf die Umschrift das Volk/ und

ii,i>czF daS geheiligte Volk. Auf an-

deren Münzen liefet man bei einer bärtigen Fignraber ohne beigelegte Zeichen, das WortDie Gewalt des Volks aber/ oder die Demo-kratie/ und der Antheil desselben an derRegirungkönte durch ein Gebund Stäbe mit zwei Beilen/

t) Gute neuere Künstler haben die Tugend/ wie es scheint,zwekmäßig dargestellt/ indem sie ihr ungefähr die Gestalteiner Minerva gaben Stille, ruhige Weisheit/ Mä-ßigung/ ja strenge Enthaltsamkeit und das Vermögen,iede Leidenschaft zu beherschen, das ist der von der altenVorstellungsart wesentlich verfchiedene Begrif, den wirdurch das Wort Tugend auszudrukeu vstcgen, und unstrei,tig ist diesen! Negris das Bild der ?Z!inerva ziemlichangemessen, Ei» in Frankreich befindliches und von Pi>«art l!u ku!) gestochenes Gemälde von Cor-

reggio enthält eine weibliche Figur, worin dieser Künst-ler den Begrif sittlicher Tugenden im Allgemeinen be-zeichnen wollte, und. ihr daher die Attribute der Gerech-tigkeit, Stärke, Klugheit und Mäßigkeit beigelegt hat.Me«e r.

2) Pau5on. I. >,

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