Versuch
und der nächsten Zehe lieget, wo sonst insgemeinein Heft/ wie ein Kleeblatt oder wie ein Herz ge-staltet/ ist. Dieser Heft vereiniget zween Rieme/die von beiden Seiten des' Fußes oben zusammen-laufen/ an dem Rieme zwischen gedachten beiden Ze-hen. Aus diesem Kreuze hat jener geschlossen/ daßdieser Fuß von der Statue eines Märtyrers sei/ undes in einer großen Inschrift dazu sezen lassen. Die-ser Fuß aber ist augenscheinlich von der Statue ei-ner jungen weiblichen Person und so schön, daß zuder Zeit, da den Märtyrern könten Statuen gemachetsein, ein solcher Fuß ftir alles Gold in der Weltnicht hätte können hervorgebracht werden. Beinahevon eben der Art scheinet mir des Baudelot Er-klärung zu sein/ die er über einen vorgegebenen altengeschnittenen Stein gibt/ welchen ich aus den Wol-ken/ die dem weiblichen Kopse wie zur Base dienen,imgleichen aus dem Kopfschmuke/ für neu halte. Die-ser Kops soll eine Tänzerin vorstellen wegen derWolken / wegen eines vorwärts fliegenden Vogels,und eines unterwärts schwimmenden DelphinS/ weildie Wolken/ saget er/ leicht sind/ der Vogel ge-schwind/ und der Delphin schnell ist; er will sogarden Namen dieser Tänzerin gefunden haben, welches'aber nicht zu unserm Vorhaben gehöret. Wieviel ist nicht geschrieben über das Zeichen auf einerMünze Königs Herodes des Großen: bis HerrBarthelemy dargethan hat/ daß eS ein Cadu-cenS sei. 2)
1) Rist. I'^ca6. Inscr. t. 3. x. 244.
2) sur äans les Nein,cles Insci-. l. 26. x. 536.