Druckschrift 
9 (1825)
Entstehung
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218
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Versuch

ß. 32l. Aus der rothen Farbe, womit dieBuchstaben auf den hetrurischen Begräbnißuruen pfle-gen angestrichen zn sein, suchet Bianchini einenallegorischen Beweis' zu nehmen von der Herkunftder Hetrurier von den Phöniciern, i) Er saget:die Buchstaben sind roth: diese Farbe hieß die phö- iiicisch e, folglich ?c. "

ß. 322. In den Figuren der ZahrSzeitenauf Begräbnißurnen die platonische Lehre vonder Wiederkehr aller Dinge zu suchen, oder dieseBilder auf christlichen Denkmalen auf die Auferste-hung zu deuten,^) scheinet mir zu gelehrt gedacht.

§. 323. In alten Inschriften findet sich amSchlüsse von einem Saze, oder ganz zu Ende, einSchlußzeichen, wie ein Kleeblatt gestaltet, wel-ches jemand für ein Her; mit einem Pfeile durch-bohret angesehen, und da derselbe dieses Zeichen nurauf Begräbnis,Inschriften bemerket hat, so will erdarin ein Sinbild eines großen Schmerzens überden Verstorbenen finden.

s. 32i. Wir wissen nicht, was der Scekrebsmit dem MercuriuS zu tbun hat; man findet die-ses demselben beigelegte Zeichen auf geschnittenen

schlafende» Amors, welche Vermuthlich alle einem ehe«mals berühmten Werke nachaeahmt sind/ bemerkt maneine Eidere, womit der urfvrunqliche Meister dieses Bil-des vermuthlich den ruhige» stillen Schlaf des Knabenandeuten wollen. Es gal> auch eine Sage, »ach welibcrdie Eiderc» Schlafende bewache» und vor nahe» Gefah-re» warne» sollen. Meyer.