Druckschrift 
9 (1825)
Entstehung
Seite
186
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Versuch

welchem ihn AvelleS mit dem Blize in der Handgemalet/ zu schließen ist. Der Künstler hatte/ wiePlutarchuS berichtet/^) diesem Könige nicht sei-ne eigene Farbe gegeben, sondern das, Nakende bräun-lich und wie an gesalbten Ringern (so er-kläre ich das' Wort gemachetz das' ist:da der Maler diesen König mit dem Blize in derHand als Jupiter vorgestellet/ so hat er ihn auchin der Farbe )?es Fleisches der Gottheit ähnlich ma-chen wollen. Wir haben auf einem Gemälde / wel-ches von Vielen für alt gehalten wird/ eine» Ju-piter/ der den Ganymedes küssen will/ und inder Geschichte der Kunst angezeiget worden.Dieser Jupiter hat eine völlig braune Farbe/sowohl im Gesichte als so weit er nakend ist/ wel-ches gegen das blühende Fleisch des Ganyme-deS neben demselben einen harten und widrigenGegenstand verursachet/ und ohne obige Nachricht,welche bisher von niemanden eigentlich verstandenist/ nicht zu reimen scheinet. Diese wenig lieblicheFleischfarbe muß ihren Grund haben/ welcher jedochschwerlich ohne allegorische Deutung zu finden ist;es scheinet aber nicht gänzlich vom Zweke entfernet/weil wir den Juviter als die Luft betrachte»/die in dessen Bilde angedeutet wurde/welche/wen sie von Bliien schwanger ist/ sich in dunkelenDünsten verhüllt zeiget, deren Bild gedachte Far-be des Jupiterc zu sein scheinet. Zu dieser ArtAllegorie geboret eine Statue des PeseenniuS Ni-ger/ die in Ägypten aus schwarzem Steine (.Ba-

t) In ^lex. 7. j?. 322.

2) l7 B. 3 K. 23§.ü unter denAbbildungen Num. 76.

3) Vit. Horn. p.3?5.332. ni opusc. HIvtk. Lclio^

p. 255. p. 266.