Versuch
Sonne / deren Bild- er ist/ angesehen werden. Ei5würden aber auch/ olme diese Absicht/ dem Apolloals einem schönen Jünglinge Haare von dieser Far-be müßen gegeben werden/ theils weil insgemeindie schönsten Menschen blond sind; theils aber auchans einem Grunde der Kunst/ weil in der Malereider Übergang von einer weissen Haut aus schwärzli-che Haare zu hart ist/ und weniger sanfte Empfin-dung als das Gegentheil machet, welches alle weiseKünstler/ auch diejenigen/ welche in der Natur mehrfür schwarze Haare eingenommen sind/ zugestehenwerden. Diese Anmerkung veranlasset eine Stelledes Athenäus/ wo zween AuSdrüke des Simo-nideS angeführet werden;^ der erste ist: derTonderStimine e i n er I u ng fr au / die aus demp u rp u r farbenen M u n d e gebet/ und hier fragetdie vom AthenänS eingeführte Person: scheinetdieses den Griechen nicht schön ge saget?Der andere Ausdruk betrift das Beiwort des Apol-lo: mit goldgelben Haaren; welche/ wieebendie Person faget/ wen sie nicht schwarz sind/das Gemälde nicht schön sein kan. So istdie Stelle bisher verstanden. Dieser Tadel aber kannicht statt finden/ weil uns die schöne Natur vondem Gegentheile überzeuget/ welches von den Grie-chen um so viel mehr vorauSzusezen ist/ da alle Bil-der deS Apollo/ dem gedachte» oder einem ihmähnlichen Beiwort aller Dichter gemäß/ blondeHaare werden gehabt haben/ wie wir eS an denwenigen gemalten Figuren desselben sehen/ welchesich erhalten haben. Wir finden allen übrigen jn-
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2) lMan sehe G. d. K. 5 N. 5 K. -i2§. N?te>l
3) W> d. K. 7B. ZK. ZZ§.Z