Versuch
den Schild/ ans' welchem er scheinet ein Hagelwet-ter auszuschütten/ welchen Schild Wheler und LeRoy für eine Schüssel voll Oliven angesehen. Diesebeiden Winde sind alt und bärtig/ die folgendenzween Winde sind jung und oi>ne Bart; der erstereaber ist im gesezten Alter gebildet. der Süd-
westwind/^) hält ein »plustie eines' Schiffes/vielleicht anf die gefährliche Schiffahrt an den atti-schen Küsten/ wen dieser Wind rcgiret/ zu deuten.Der ZephyruS halt ein Gewand mit Blumen an-gefüllet/ vor sich. Le Roy hat auch in dieser Fi-gur seine Nachläßigkeit gezeiget/ und derselben einengroßen langen Bart gegeben. ?)
§. Des Winters Zeichen ist ein wildesSchwein/ oder ein Frischling/ wie ich oben bemer-ket habe/ weil diese Thierr im Winter am fettestenund alsdan in warmen Ländern am gesündesten zuessen sind. Die Figur des Winters'/ wie derselbeauf der Vermählung des' PeleuS und der Thetisstehet/^) ist anch in gebranter Erde und vergoldetein der Friese der Galerie des Palastes in der VillaAlbani. ES ist daher sehr glaublich/ das dasjeni-ge/ was die lezte von den vier JakrSzeiteN/ nämlichder Winter/ auf einem sehr seltenen Medaglionedes CommoduS/4) nach sich ziehet/ und in derZeichnung desselben unbestimt gelassen worden/ einFrischling sei. ES glaubet auch Buonarroti inden Gemälden alter Grabmale bemerket zu haben/daß selbst die wilde Schweinsjagd ein Bild des
j) lS. 2 Band, Z7^jS.7
2) NIonu»!. cle 1.1 Oix'co, pl. 14. Lonf. Lwai't's »5
vol. 1. p. 24.
3) ^Denkmale, Num. m.ü
4) Vaill. num. Älus. p.6l.