einer Allegorie.
§. 177. Ein Bild der Sonne war ein Hahnauf dem Schilde einer Statue des JdomeneuS/Königs zu Kreta, weil derselbe ein Enkel des Mi-i,öS und der Pasiphae/ einer Tochter der Son-ne war;^) den der Hahn kündiget die Ankunft derSonne an. 2) Vielleicht hat der Halm auf Münzender Stadt KarystuS eben diese Bedeutung. Z)
§. 178. Das Bild einer Stadt ist bekaiit/ undcs wurde dasselbe noch unter den ersten Christen durcheine halb nakte' Figur mit einem Fruchthorne/ aberohne Früchte/ bedeutet/ wie man dieses auf einerder ältesten Handschriften der Welt in der vatica-nischen Bibliothek sieht. Dieses ist eine Rolle vonPergament von sechs und vierzig Palmen lang/ wel-che in Figuren die Geschichte Zosuä vorstellet/ mitgriechisch geschriebenen Anzeigen der Geschichte undder Figuren/ und die Zeichnung übertrift allen Be-grif dieser Zeit/ und ist viel schöner als die in demalten VirgiliuS daselbst/ aber auch größer vonFiguren. Ich werde von diesem überaus seltenenund uubekanten christlichen Denkmale künftig in mei-nen A nmerknngen über die Ges ch ichte de rKunst Nachricht ertheilen. 5)
ß. 179. Das Bild des Tadels, welcher sich inunserer Eigenliebe meldet/ hat die Fabel in zweenRänzeln (i'eis:) vorgestellet/ die Jupiter den Men-schenkindern ausgehänget hat- der Ränzel voll eige-ner Fehler hängt auf dem Rükcn/ und wir sehen
1) pausan, I. 5, 2l>.)
2) Neuere Künstler haben den Hahn mit weit mehr Scliik-lichkeit der Aurora als Attribut zugesellt, Meyer.
Z) NUIN. p> 2/,2.
-l) ^6 B. z K. 23 §>)
5) lJst nicht geschehend
Winckelman, S. 7