Versuch
ihn nicht; der andere/ mit fremden Schwachheitenangefüllet/ hänget uns auf der Brust/ und ist unsbeständig vor Augen.
§. 4 8». Die Taufe oder die Lustration derKinder bei den Alten ist merkwürdig abgebildetauf einem seltenen Medaglione der Lueilla, Ge-mahlin Kaisers Lucius V e r u S. Lucilla selbststehet und hat deu Zweig eincS Lorbeerbaums ge-fasset/ weil die Lustration oder die Vefprengung mitaussöhnendem geweidetem Wasser vermittelst einesLorbeerzweigs/ wie oben bei dem Worte Censorangemerket ist/ geschahe. Eine Priesterin kniet un-ter ihr an dem Rande eines Flusses/ und schovfetWasser und neben ihr stehet ein halb nakendes Kind,welches die Taufe erwartet. Von dreien Amori-ll i stehet der eine auf einem Altare: ein andererfällt von demselben herunter/ als wen derselbe nachder Taufe gestorben wäre; der dritte siehet' über ei-ne Gartenmauer; welche die elyseischen Felder an-zeiget/ und ksnte ein Kind andeute«/ welches vorder Taufe verstorben. ?) Dieser Medaglion ist miteinem anderen / den Spanheim beibringet/ nichtzu verwechseln.
K. 181. Der Tod/ und zwar ein frühzeitiger/wurde durch eine Rose angedeutet/ welche man aufGrabsteinen sieht. ^') Noch bedeutender aber und lieb-
>) Valll. ninn. max. mocl. Nus. lle (üamps, p>/j2.
2) Sehr wenig verschieden Von der Darstellung deö erwalimtcn Medaillons der Lucilla ist eine antike Malerei,welche nebst andern in der Villa Negroni zu Rom ent'dekt, uud nach Zeichnungen von Mengs durch Kupferbekaiit gemacht worden, Meyer.
3) I^e» Lmxi'. <Ia x.L?.
4) lBe schreit', d. geschnitt. Steine/ 2 Kl. I Z Abth,
Nnm. Lumiüi'r. osserv. »Ic. vctri, p. igg.
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