Druckschrift 
9 (1825)
Entstehung
Seite
144
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Versuch

eher Sieg ist durch eine schlafende Victoriaauf einer Münze Kaisers PhilippuS vorgestellet;welche» Bild eine Ähnlichkeit hat mit einem Gc-malve/ auf welchem dem atbenicnsischcn FeldherrnTimotbeu s sein blindes Glük im Kriege vorgeriikctwurde/ da man ihn schlafend abbildete/ während daßdas Gliik Srädte mit einem Neze fing. Ei»glorreicher Sieg/ und welcher besungen wird/oder besungen zu werden verdienet/ scheinet ange-deutet zu sein durch eine geflügelte Victoria/ dieeiner Muse eine Libation machet/ das ist: die auseinem Gefäße Wasser oder Wein in eine Schale inder Hand einer Muse mit der Leyer auSgießet/ wiedieses Bild auf mehr als einem alten Werke in dcrVilla Albaui vorgestellet ist.

§.476. Der Sommer ist unter den vier Göt-tinen dcr ZahrSzeiten / auf einem rnndcn Basamen-te in izo gedachter Villa/ im Lausen und mit zwobrennenden Fakeln in den Händen vorgestellet/ wel-che sie gerade in die Höhe hält. In einem Grab-male ausser Rom/ wo die Figuren der Jahrszeitcnvon GypS waren/ trug dcr Sommer ein Kleeblatt,und dcr Winter einen Tannenzapfen.^)

Die schönste uns bekante Erztfigur dieser Art, im Gan>zen ungesähr eine Elle hoch/ unschäzbar durch Kunst undAnmuth, stand im Museo zu Cassel; ein anderes schönesBild der Victoria sieht man öfter aus erhobenencliArbeiten, wo sie, Massen oder auch die Kugel unter ih>rem Fuße, aus einen Schild schreibt. Aus einem bc>»'.alten Gesäß errichtet sie ein Siegeszeichen, und ist etc»im Begriffe, oben daraus den Helm zu befestigen. Boaden Bildern, wo die Nictoria allegorisch gebrauchtist, habe» wir oben schon mehrere berührt. Meyer.

1) plutsrcli. in sc. 6.^

2) IXoöga Lazsirilievi lav. gg^

Z) Luvnsrr. Ossexv, 5vz>r» alc, vctri, 6.