Druckschrift 
9 (1825)
Entstehung
Seite
111
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einer Allegorie. m

Text für verfälscht zu achten ist, ohngeachtet alleHandschriften der vaticanischen Bibliothek mit demGcdrukten übereinkomme»; anstatt seze ich

den ohne diese Änderung findet keine Ver-gleichung auf die Eigenschaft der O.uitte statt, alswelche dem Gerüche angenehm und dem Geschmakeherbe ist; wenigsten» kan hier nichts bedeuten.Daß hier entgegengesezte Eigenschaften dieser Fruchtgemeint seien, zeigen die symbolischen Gebräuche derGriechen in Heirathen, die Plutarchus unmittel-bar nachher anführet, welche ebenfalls Gegenfäze ent-halten. Hn Böotien wurde der Braut ein Kran;ans einer Art von Dornen aufgefezet, die eine süßeFrucht gaben: als ein Gleichnißbild, daß derjenigeGemahl, welcher den ersten Widersin und die anfäng-liche scheinbare Abneigung der Braut sich nicht irrenlässet, ein vergnügtes gesellschaftliches Leben zu hof-fen habe. Eben dahin zielen die eigenen Verglei-chungSreden des Plutarchus, welches Gegenfäzesind, wie die Vergleichung von unreifen Traubenauf reife, u. f. f. Ist es mir erlaubt, die Wahrheitzu sagen, so kan ich nicht läugnen, daß mir desPlutarchus Auslegung gar nicht gefällt, und ichfinde in derselben keinen gesunden Verstand. DieDeutung der O.uitte scheinet überhaupt ein Symbo«luni und eine Erinnerung des Mißvergnügens undder Fröhlichkeit in der Ehe zu sein; die Verliebtenwarfen :n Spielen einander Quitten zu.

§. 111. Die Einigkeit, die Eintracht unddie Übereinstimmung zweier Regenten istdurch zwo Leyern abgebildet, auf einer Münze

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Das Quittenessen und mit Quitten sich werfe», unterVerliebten und junqe» Eheleuten, ist eine in unsern Ta-gen ganz unbrauchbare Allegorie. Mc»cr.