einer Allegorie.
das erste Gelenk der Finger/ welches die Griechennennen/ als eine Deutung auf die gerechteund auSgemessene Vergeltung aller Thaten. IhrBllk in ihren Busen/ welchen ein Theil des Gewan-dcS machet/ weil'sie dasselbe vor der Brust gegeu dasGesicht in die Höhe hebet/ gibt einen Begrif derllnrersuchung der geheimsten Dinge/ und in dieserAbsicht nennet HesioduS dieselbe eine Tochterder Nacht. >) Sie ist daher auf einer MünzeKaisers HadrianuS mit einem Finger auf demMunde vorgestellet. Der Zweig/ welchen sie halt/ist von Buchen ihre Härte und die ttn-
beweglichkeit in Schlüssen über Vergeltung undStrafen anzudeuten. In dieser Bildung stehetNemesis von Marmor in der Villa Albani/ alsdie einzige bekante Statue derselben in der Welt.^)Man sehe im neunten Kapitel meine Muthmaßungüber die Figuren der Äthioper ans einer Schalein der Hand der Nemesis des PhidiaS. Dieje-nige geflügelte weibliche Figur/ welche auf einemherculanischen Gemälde die vom Theseus verlasseneAriadne zu trösten scheinet/ und mit auSgestrektemArme auf das absegelnde Schif zeiget/ in der Er-klärung dieses Gemäldes aber nicht bestimmet wor-den / ist vermuthlich Nemesi S. 5) Die auf dem
1) ?IieoAon, V. 22Z. sDenkmale, Num. 25. Mus. ?io>LIem. t, 2. p. 25. Visconti will das Anfasse» desGewändes ohne Bedeutung finden, und als ein bw-fies Spiel der Kunst ansehen/ worin ihm Wenige dei-stimmen werden.)
2) Man vergleiche G. d. K. ? B. 2 K. t6 §. Notc.Z
Z) lNe schreib, d. ge schnitt. Steine, 2 Kl. 17Al'th.V. Anfangs
4) LUnter den Denkmalen Numero 25.1
ü) «I'ürcol. t. 2. tav. >5.