s?
Versuch
heit der Augen der Juno kcntlich. Die hi mli-sch e Venus glaubet man auch unter den kercula-nischen Gemälden in einer schönen bekleideten Figurzu findeil/ welche in der rechten Hand einen Zweigmit zween Äpfeln, und in der linken einen Zepterhält, i) Venus findet sich auf geschnittenen Stei-nen auf einem Voke reitend; der Beiname Epitra-gt a aber scheinet derjenigen Venus eigen zu sein,die auf einem Seeboke sizet/ welches' Bild/ ausserverschiedenen in erhobener Arbeit/ in zwo ähnlichenkleinen und sehr wohl erhaltenen Figuren in derVilla Albani zu sehen ist. Wo ein neuerer Seri-bent/ dessen Name mir entfallen ist/ Nachricht voneinem weissen Schleier der VenuS gefunden/ istmir nicht bekant; in alten Gemälden wenigstens istkeine bekleidete VenuS/ die dieses zeigen könte.Von dem Gürtel der VenuS habe ich in derGeschichte, der K u n st geredet, 2) wo eS mir nichtbeigefallen ist/ eine VenuS mit zween sichtbarenGürteln/ in der Villa Este zu Tivoli/ anzumerken.^)§. LS. Die Gratien und Gespielinen der V e-nus finden sich bekleidet allein auf dem mehrmalsangeführeten hetrurischen Altar in der Villa Bor-ghese. Die größten unbekleideten freistehenden Fi-guren derselben/ und halb Lebensgröße, sind imPalaste Ruspoli. Da man anfing die Gratien
1) ?itt. 6'LrcoI. >. tüv. 24.
2) B. t K. 22 §.Z
3) Unter den Bildern der BenuS, die eigentlich allego-risch sind, verdient vor allen andern eine große Statuederselben mir der Beute des Mars in der Villa Nor>ghese bemerkt zu werden. Nenus ist dargestellt imBegriffe, das Schwert umzuhängen; der neben ihr ste-llende Amor hat den Helm, als ob er ihn sich auk'sHaupt >ftzen wolle; die Rüstung dient beiden Figurentiim Hatt. Meyer.