Druckschrift 
9 (1825)
Entstehung
Seite
61
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einer Allegorie.

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lus nichts weiter als eilt Mittagsesse» ankündigen/den dessen Landhäuser waren so eingerichtet/ daßdie Kosten einer Mahlzeit daselbst auf einen bestim-ten Fuß gesezet wäre»/ und er blos nöthig hatte/sagen zu lassen/ daß er zum Essen kommen wollte.Des PompejuS und des Cicero Bildnisse sindbekant; das Brustbild/ welches diesen vorstellet indem Palaste Mattei/ hat den wahren allen Na-men auf dem Fuße desselben eingehaucn. Das vierteGemälde stellet den MarcuS Agrippa vor/ wel-cher Rom mit prächtigen Gebäuden auszierete undmit Wasserleitungen versähe/ und dieser übersiehtmit einem Baumeister den Plan einer Wasserleitung;der beinahe kolossalische Kopf desselben von Marmorist im Campidoglio. Das fünfte Gemälde ist Vir-giliuS/ welcher dem AugustuS und der Liviaauf einem Landhause die ÄneiS vorliefet. Dassechste ist Seneea/ Agrippiua und der jungeNero. Das siebente ist der Abschied der KöniginVerenice vom TituS/ welches zu einer besonde-ren Deutung von mir gewählet wurde. DaS achteGemälde ist HadrianuS mit einem Plan seinerVilla bei Tivoli in der Hand/ und neben ihm stehetAntinouS/ auf dessen Achsel sich der Kaiser lehnet.

§. 60. Znlezt sind in diesem zweiten SinkeErinnerungen über die Gedanken zu ncnen Bildern/und über die Ausführung derselben zu geben. Dievornehmsten erforderlichen Eigenschaften dieser Bil-der sind die Einfalt/ die Deutlichkeit und dieLieblichkeit: und in diesen dreien Begriffen sinddie Erinnerungen/ die ich zu geben habe/ enthalten.

§. 6t. Die Einfall bestehet ist Entwerfungeines BildeS/ welches'/ mit so wenig Zeichen alsmöglich ist/ die zu bedeutende Sache ausdrüke/ unddieses ist die Eigenschaft der Allegorien in den bestewZeiten der Alten. In spätern Zeiten fing man an/