einer Allegorie.
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einer Schale in der andere»/ vorgestellet war. Hierheitre sollen angezeiget werden/ daß der Mol?» linddie Ähren auf den reichen Ausfall der Saat in derÄrnte deuten/ und die Schale auf den guten Aus-bruch des Weinbaus in der Weinlese. Ich übergebeandere Fehler dieses Hkoiiologisten/ die derselbe imAbschreiben begangen; z. E. daß er die Orcadeii/oder Nymphen der Diana/ allezeit Orkadennennet;^ es scheinet auch derselbe keinen Begrifvom Sphinxe gehabt zu haben.-) Oft hat dieserCopilk über seine entlehnten Bilder nicht nachgele-sen; den da er das Fieber malet/^) in einer weib-lichen Figur/ welche Dampf ans dem Munde bla-set/ und anf einem Löwen liegt/ hat er nicht be-obachtet/ aus was Ursache der Löwe in das Bilddes Fiebers hinein koiiit. Er saget: der Löwe seiein Attribut des Fiebers/ weil er melancholisch ist;er hätte wissen und sagen sollen- darum/ weil diealten Naturkündiger vorgeben/ der Löwe sei mit dem-- Fieber/ und sonderlich mit dem viertägigen befal-len. "i)
§. 63. Was ausser gedachten Hkonologicn etwaNüzliches über die Allegorie bemerket worden/ istAllgemeines/ welches/ wie in allen Dingen/ leichterzu sagen/ als das Einzelne anzugeben ist. Da nu»das Allgemeine vornehmlich für den Verstand/ dasEinzelne aber mehr für die Ausführung ist/ und aus
>) 3. p, 7.
2) IlilZ. p. I^jg.
Z) 2. x, 11.
4) Solche gelehrte Allegorien/ wie der Löwe, weil er einerdas Fieber bedeutenden Figur zum Attribut dienen soll,sind immer mißlich; und weil auch ein Künstler stch ih<rer aus Noth bedienen müßte/ so hat er dafür wenigstenskein Lob zu erwarten. Me»er.