einer Allegorie. si
großen Gemälde von vielen Figuren ist die Möglich-keit anzunehmen.
§, 4s. Nach der Erklärung über die Allegorie derAlten in dem ersten Abschnitte dieses KapitelS/ istin dem zweiten Abschnitte desselben von der Alle-gorie der Neueren zu reden/ welches geschieht/theils in Beurtheilung der Schriften über dieselbeund in Anzeigung unrichtiger Begriffe und des man-gelhaften Urtheils neuerer Künstler in ihren eigenenallegorischen Bildern/ theils in Anschlägen zu neuenAllegorien und in Erinnerungen über die Gedankenzu diesen Bildern und über die Ausführung der-selben.
§. ^9. Was zum ersten die Beurtheilung derSchriften von der Allegorie betrift/ so ist dieselbesehr leicht zu machen und einzusehen; den die An-zahl derselben ist nicht groß/ und diese Schriftensind bekant. Die drei Helden in dieser Wissenschaftsind PieriuS ValerianuS/ Cäsar Nipa undHöh an Baptist Boudard/ welche beide leztere»insbesondere für Künstler arbeiten wollen/ und ihreWerke sind Jkonologten betitelt.
§. 6». Pierius nennet sein Blich Hierogly-Vhica / weil eine seiner vornehmsten Absichten war/die symbolischen Zeichen der Ägypter/ mehr aberdiejenigen / die sich in alten Schriften als auf Wer-ken der Kunst erhalten haben/ zu erklären. Ausserdiesen hat er einige Bilder der Griechen aus ihrenScribenten gesamlct/ aber aus alten Denkmalen istnichts bei ihm zu finden/ und was er anzeiget/ istmehrentheils auf seichte Muthmaßungen gegründet;und was gut ist/ verlieret sich unter einem unnöthi-gen Gewäsche/ um ein großes Buch zu schreiben.
§. 51. Diesen Scribenten legete Cäsar Nipazum Grunde/ und führete durch und über denselben