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Versuch
anderen Wissenschaften beklagen können/ denen eS inder Nverschweminung der Barbarei ergangen/ wieweil Flüsse auSbreche»/ wo das Leichte und Schlechteoben schwimmet/ und das Schwere und Wichtige zu Bo-den sinket. Den anstatt wenig bedeutender Bilder/welche sich erhalten haben/ werden vermuthlich sehrviele von großer Deutung, und die theils unentbehr-lich gewesen wäre»/ verloren gegangen sein. AlleineS ist eben so wenig erlaubet/ diesem Mangel mit ei-genen Gedanken abzuhelfen/ als dem Mangel einerSprache durch neugemachcle Worte/ wen wir dort/wie hier/ wollen verstanden werden: den unsere Zei-ten sind nicht mehr allegorisch/ wie das Altertum/wo die Allegorie auf die Religion gcbauet und mitderselben verknüpft/ folglich allgemein angenommenund bekant war. Vergebens ist also die Hofnungderjenigen/ welche glauben/ eS sei die Allegorie soweit zu treibe»/ daß man sogar eine Ode würdemalen können: dieses würde selbst den alten Künst-lern nicht gelungen sein/ und ein solches Gemäldewürde mehr Erklärung als alle Oden des Pinda-ruS nöthig haben. Ich stelle mir daher mit demHerrn Grav C ay l n s als unmöglich vor/ daß dasGemälde des Parrhasins/ welches das atheniensi-schcVolk bilden solltet) alle die zwölf verschiedenenund einander cntgcgengesezten Eigenschaften dessel-ben/ die PlininS angibt/ anSgedrüket habe/ unddaß dieses nicht anders als durch eben so viel Sym-bols habe geschehen können/ wodurch eine unbeschreib-liche Verwirrung entstanden wäre. Ich behauptedieses jedoch mit der Einschränkung/ wen man eSvon einer einzigen Figur verstehen will; in einem
l) Asni, 6e <Ie5 Insel', t. 25, p, 164. lDie Ver>
schieden?» Erklärungsversuche sind zusammengestcllt inNumero tt des Kunstblattes v. tSZV.)