einer Allegorie. , 45
gemeinen Geschichte thun / ^) in deren Anzeigeirrig SatnrnuS anstatt Satyr gesezet worden.
ß. .^2. AlleS/ was von alten Allegorien in Fi-guren erscheinet/ ist von zwo Gattungen/ und die-se Bilder können theils als abstraete/ theils alsconcrete Bilder betrachtet werden. AbstracteBilder nenne ich diejenige»/ die ausser der Sache/auf welche sie sich beziehen/ angebracht sind/ so daßsie nicht als mitwirkende Bilder zu Bedeutung ei-nes anderen Bildes dienen/ sondern/ obgleich alle-zeit in Beziehung und Anspielung auf etwas ausserdemselben/ dennoch vor sich bestehen/ und diese wä-ren im engen Verstände Sinbtlder zu nennen/und sind dasjenige/ was man sonst Emblematanennet. Concrete Bilder hingegen würden dieje-nigen heisseii/ die theils in Figuren/ theils in an-deren Zeichen mit denjenigen Bildern verbunden sind/auf welche jene eine Beziehung haben.
K. ^3. Von der ersteren Art sind die mehrestenBilder auf Münze»/ sonderlich griechischer Städte/eS mögen dieselben aus einer einzigen Figur, oderaus mehreren bestehen. Diese Allegorien sind wieein angenbliklicher Punkt in einem Gemälde vorge-stellet/ und wie hier vorauSgesezet wird/ daß dc.SGedächtniß der anschauenden Personen das Vorher-gehende und Nachfolgende derselben Geschichte beisich ergänze: so wird dort erfordert/ daß das bezie-hende Bild auf dieienige Sache/ auf die es sich be-ziehet/ führe/ und da die Beziehung ein nahes Ver-hältniß / um verständlich zu sein/ haben soll/ sosolget/ daß diese Allegorien nicht weit hergeholet seinmüßen. Dieses Verhältniß aber war bei den Altennicht ebe»dasselbe/ worin wir uns izo befinden / undwas jenen bcka»t war/ kaii uns dunkel sein; wen
>) llisl. urüv. t. ?. 1>. 39?