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9 (1825)
Entstehung
Seite
39
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einer Allegorie. ss

den christlichen Bcgrif der Beständigkeit im Gu-ten allgemeiner gefasset worden/ und daher als ei-ne besondere Tugend unter den Neueren ihr eige-nes und bekanteS Bild erlanget hat.

Einige andere allgemeine Begriffe,- als dieGlnkseligkeit/ nnd das, was die Griechen Av»?nennen/ sind weder ehemals bildlich vorgestellet wor-den/ noch überhaupt bildlich zu machen: „weil das„Höchste/ wie Plato saget/ kein Bild bat.')"Den A-v», welche einige mit ^6

Erheben der Seele/ erklären/?) ist von weithöherem Verstände, und in seinem ganzen Umfangegenommen/ nach dem EpikuruS/ die ungestörteRuhe des GeisteS/ nnd derjenige Stand/ wohin al-les Wirken der Menschen gerichtet sein soll; kaii al-so mit der Glükseligkeit gleichbedeutend gehalten wer-den. AuS eben dem Grunde kaü/ nach der Mei-nung eines alten Philosophen/3) die Glnselig-keit so wenig als Gott gelobet werden; den löblichsind Sachen wegen ihres gnten Endzweks, wiedie Tugend/ welche wirkend ist; aber Gott und dieGlnkseligkeit sind ohne Endzmeke/ weil sie selbst diehöchsten Endzweke sind.

35. Ich bin also der Meinung/ daß der allge-meine Bcgrif der Tugend weder von den alten Künst-lern in einem deutlichen Bilde vorgestellet worden/noch von uns könne gebildet werden/ nnd eben soVerhalt eS sich mit der Bosheit/ dem Gegentheileder Tugend. AuS einem ähnlichen Grunde sind

t) sPlato sagt dieses an vielen Orten, ;. V. x.

2ti. cäit. Oe rexukl. x. 266.^

2) Lalmas. in Mietet, 61.

3) etk. I. 1. e. i3.

4) iMan sehe im 9 Kapitel den §. Z54.Z