Druckschrift 
9 (1825)
Entstehung
Seite
26
Einzelbild herunterladen
 

26

Versuch

cingehauen sind/ wie der anf dem Plaze der St. Pe--terSkirche/ und ein kleinerer vor S- Maria Maggioresind/ nicht schließen/ daß dieselben nach der Eroberungvon Ägypten gemachet worden. Den der erste hattevermuthlich Hieroglyphen auf Tafeln von Erzt ein-geschnitten/ welche an dem untersten Theile desselbenbefestigt waren / wie vier und zwanzig vierekichte Lö-cher anzeigen/ die durch Blumenkränze und durch Ad-ler von Erzte verdeket worden; die Vertiefung aberin dem Steine an der Stelle/ wo gedachte Tafelnwerden angefügt gewesen sei»/ ist noch sichtbar. Dasuntere Ende eines zerstiimmelten ObelifkS zu Alexan-drien hat ebenfalls Löcher an den vier Eken desselben/wie mir der berühmte Nitter Wortley Montagnberichtet/ welche in eben der Absicht eingehauen zusein scheinen.

§. 25. Die Erklärung der Hieroglyphen ist zuunsern Zeiten ein vergebener Versuch/ und ein Mit-tel/ lächerlich zu werden.^) Kircher lehret uns' inseinem ägyptischen ÖdipnS voll von tiefer Ge-lehrsamkeit fast nichts / was zur Sache gehöret: --e/tllnn tola ES ist auch dem

Alexander Gordo »/ welcher einer von den leztenist/ die sich hier gezeiget haben/ mit seinen Erklä-rungen einiger Bilder ans gemaleten Mumien/ nichtviel besser gelungen. Anch Norden hat hier seineWissenschaft zeigen wollen; er gedenket eines hiero-glyphischen Zeichens auf der Stirne der sogenantenheiligen Heuschreke / 2) saget aber nicht/ was eS vor-stelle. WaS die ägyptischen Götter betrist/ derenGeheimniß auch durch den schwarzen Stein ihrer

4) tEui gelehrter Franzose soll nun der Entzifferung nahelcin.Z

2) sMau vergleiche G. t>. K. 2 B. ZK. 2 §.Z

Z) Vov. eii vol. i. 1^1). .?2. n. i.