einer Allegorie.
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Bedeutung der Schlange an den Müzen der Ko-nige und Priester in Ägypten, welche DiodoruSgibt/1) sehr weit hergeholet; sie soll nämlich anzei-gen/ daß ein jeder/ welcher der Verrätherci überfüh-ret worden/ so gewiß mit dem Tode solle bestraftwerde»/ als weil er von einer giftigen Schlange wä-re gebissen worden.^) Eben so wenig finden wir dasVerhältniß einer Straußfeder mit dem Begriffeder Billigkeit/ welchen diese Feder auf dem Haup-te der Lfi 6 geben soll. Ich mache in meinen altenDenkmalen eine Isis bekant/ mit einer Kronevon gerade aufstehenden Stranßedcrn/ welche unsnach jener Bedeutung derselben ein Bild der Ge-rechtigkeit gibt; den Isis ist di^Göttin derGe-rechtigkeit. 4) ES ist daher mehr als wahrschein-lich/ daß die gegenwärtigen Hieroglyphen größten-theUS eben so willkürliche Zeichen find/ als die älte-sten Buchstaben der Sinesen/ zu welchen, nach demVorgeben der Gelehrtesten dieser Nation/ die Spurenverschiedener Vögel/ die diese mit den Füßen imSande gelassen/ das Modell gewesen sein sollen/ wiesie den auch ihre ältesten Buchstaben Nachahmun-gen der Vögelspuren nennen.
§. 2-4. Gedachte Dunkelheit der mehresten Hiero-glyphen war daher Ursache / daß sich diese symbolischeSprache/ da Ägypten nicht mehr von Königen seinerNation beherschet wurde, verlor. Man kaii aber vondenjenigen Obelisken/ an welchen keine Hieroglyphen
1) l., 3, »z.)
2) lÄlian (Iiist, animal, VI, zg.) gibt die Erklärung/ da«die Schlange, wie sie übcrliauvt ei» Sin bild derZeit war, die Dauer der Herschast,
anzeige.)llurnpoll. I. 2. c. ult.
4) plut-n-cli, <1e Is. ct Osir. sxost, !»!l.)
Winckelman. ?. 2