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9 (1825)
Entstehung
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N»rrede.

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daß nur allein die Bildnisse der Göttinen Ohrge-hänge gehabt haben/ oder durchgebohrete Ohren/ die-selbe anzuhängen/ wovon derselbe an denen/ welcheKaiserinen und andere Frauen/ sowohl von Marmor/als auf Münzen und in geschnittenen Steinen vor-stellen/ bis' auf die Gemahlin des TheodofinS/keine Spur gefunden hat. Dieses verstehet sich nichtvon allen und jeden Kopsen der Göttinen; den es findetsich das Loch in den Ohren nur an einzelnen Bildernderselben. Folglich könte man nach diesem AuSspruehe/wo ein alter weiblicher Kopf eine gewisse idealischeSchönheit und Löcher in den Obren hat, denselbeneiner Göttin zueignen/ da an einigen Köpfe» / son-derlich der Livia/ welche eine hohe Schönheit hat/der Unterschied zwischen der menschlichen und dergöttlichen Bildung zweifelhaft sein könte. DieseBemerkung schien mir bei dem ersten Zinblike wich-tig/ wurde aber vernichtet/ da ich mich einiger Kö-pfe von bestimten Personen erinnerte, die das Ohr-läpchen durchbohret haben. Don solchen Köpfen sindim Campidoglio Zlntonia/ die Gemahlin des Dru-suS,i) und ein Brustbild einer betagten Frau vonspäterer Zeit/ wie man aus dem Haarpuze schließenkari/ nebst einigen anderen Köpfen/ deren ich michizo nicht entsinne. 2)

§. 6. Die zwote Bemerkung betrift eine besondereForm der Ohren. Es sind die Ohren überhaupt/wo sie unbedekt erscheine»/ mit großem Fleisse vonden alten Künstlern ausgearbeitet worden/ so daßman mit Zuversicht aus einem Stiike eines verstüm-melten KopfS/ an welchem nichts als das Ohr er-halten wäre/ auf den ehemaligen Werth des Kopfsschließen kaii/ und an Köpfen/ wo eS zweifelhaftscheinen könte, ob sie alt oder neu sind/ oder an de-

i') t. 2. tav. 3.

2) LG. d. K. 6 N. 2 K. 1415§.)