Beilage.
Palaste Rondinini zu Rom, dessen auch schon der Autorim 2 Bande dieser Ausgabe, S> 27, mit großem Lob ge>dachte. An demselben hat sich nebst dem Leibe noch der rechteSchenkel bis zum Knie, und etwas oom linken erhallen. DieRestaurationen, welche diesen Torso wieder zur Statue ma-chen , sollen von F i a m m i» go herrühren. Es wird nicht über-ilüssig sein zu bemerken, daß dieses niedrige Faunsidealdie ältere Darstellung dieser Wesen ist, deil schon indem Basrelies des Kallimachus im Musev Caxi-rolino bat der den weiblichen Figuren nachtretende Faunganz denselben Charakter, da hingegen von der zuerst erwähn-ten edlen Art Faune keiner vorhanden ist, dessen Entstehungauf eine frühere Zeit als die des Prariteles deutet, undsonach würde vielleicht diesem großen Meister die Erfindungdes veredelten Faunenideals zugeschrieben werden dürfen.
An die zweite Klasse, oder zu den niedrigen Fauns»gestalten, schließen sich auch die kahlköpfigen, stumps-n a si g e n S i le n e an, mit starkem zuweilen gar behaar>tem Bauch und Schenkeln, auch etwas kurzen Pro-portionen. Gute stehende Figuren dieser Art findet manim Museo Pio- Clementino (t. >> t->v. 44-), am Ein-gange des Palasts Lanti, in der Galerie Giustiniani(t> t. t!>v. 1Z8,) und im Museum zu Dresden. (BeckersAugusteum, 2TH° 7t Tas. ) lDen Kopf dieser leztern siehtman unter Numero Z7 der A b b i lt> u ng e n.Z Ein wegenvorzüglich weicher Behandlung sehr geschäzter liegenderEilen über Lebensgröße, jedoch in viele Stiike zerbrochen,wird im Garten der Villa Lu d o vi si zu Rom gesehen (per-rier, Statue, 11. gg.) und ein anderer ebenfalls liegender,jedoch nur etwa halb lebensgroß, in der slorentini sch enGalerie; er ist zwar in einigen Theilen ergänzt aber aus>sglüklichste erdacht und hat ehemals zu einer Fontaine gedient;mit der linken Hand stüzt er sich, und preßt gleichsam eineTraube, unter welcher hervor sonst das Wasser geflossen.Ferner gehören hiehcr, wiewohl sie etwas edler gebildetund gleichsam das Mittel zwischen den genanten Figuren,und der oben berührten schönen, den junge» Bakchus inden Armen haltenden, borghesischen auszumachen schei-nen, der sinkende von einem Faune unterstüzte Silenauf der großen borghefifchen Vase (Scult. «lellü Villakiociana, »tan2!> s. n. 10.) und ein anderer, den man tau-melnd nennen köklte, von zwei Faunen gehalten auf demschönen Basrelief im Museo Pio Clementino (t. 4. «av.-S.) lDer Kopf dieses Silens unter Numero 37 der Ab bil-